High Five! GlemmRide Bike Festival geht in die Verlängerung

5 Tage, 5 Parties, 5 Gründe

Das GlemmRide Bike Festival feiert Fünfjähriges und lädt mit einem Tag Verlängerung wieder zum internationalen Bike und Party Gathering im SalzburgerLand. Von 03. – 07. Juli 2019 wird der Mountainbike Hot Spot der Alpen wieder zum Sammelplatz für Hobbybiker, Szene-Promis und Slopestyle-Stars.

Wer Saalbach Hinterglemm kennt weiß, dass man hier keinen klassischen Bikepark findet. Man findet eine Mountainbike Region á la Lässig. Rund ums GlemmRide Bike Festival erstrecken sich 400 km markierte Bikewege inklusive Single Trails, Downhill Tracks, eBike Routen und Enduro Touren für jeden Geschmack.

Für Saalbach und GlemmRide Neulinge haben wir fünf gute Gründe, warum ihr spätestens dieses Jahr unbedingt dabei sein solltet:

1. Der FMB Gold Slopestyle ist in seiner Art einzigartig.
Der Kurs startet auf der Terrasse der Party Location beim ‚Goaßstall‘, führt über klassische Slopestyle Elemente hin zum Balkon des 5-Sterne-Superior Hotels Alpine Palace und über dessen Pool hinunter ins Zentrum der Expo Area und über einen Rivergap-Jump direkt vor die Bühne bei der am Abend die Party steigt. Der Slopestyle mit Gold-Status lockt die internationale Mountainbike-Elite an den Start.

2. Die Parties sind legendär! Masters of What?
Fünf Tage lang steigt hier die Party. Neben Mountain Reggae Radio und anderen Live Bands sorgen auch die Masters of Dirt im ‚Goaßstall‘ für ausgelassene Stimmung.

3. Speed und Adrenalin ….
… ist am Sonntag beim Specialized Rookies Cup presented by IXS geboten. Hier zeigt der Nachwuchs wer das Talent zum zukünftigen Weltcup-Racer mitbringt.

4. Das Herzstück des Festivals: Die Expo-Area
Die Expo-Area mit über 50 Ausstellern befindet sich mitten im Festivalgeschehen. Direkt neben der Mainstage, den Party Locations, dem Downhill Track und dem Slopestyle Kurs bieten die Brands ihre Produkte zum Testen und Bestaunen an.

5. Lässigste Bikeregion Österreichs
Neben den zahlreichen Side-Events, die das GlemmRide Bike Festival zu bieten hat, befinden sich im umliegenden Gebiet 400 km markierte Bikewege, vier Seilbahnen mit Biketransport, 40 gemütliche Hütten und lässige Trails für alle Könnerstufen. Hardcore Downhiller machen ihre Laps auf der X-Line, Freerider freuen sich über den legendären Hacklbergtrail und Enduristen versuchen sich an der Big-5-Challenge. Familien bringen ihren Kleinen das Trailfahren am Kohlmais bei und Genießer erkunden die Region auf dem E-Bike.

In fünf Worten: Wir sehen uns beim GlemmRide!

Weitere Infos unter saalbach.com/glemmride
#glemmride

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Einmal quer durch die Republik – Fabio Wibmer macht Köln, Hamburg und Berlin zu seinem Spielplatz

Köln, Hamburg und Berlin bieten alles, was sich urbane Freerider und Trialbiker wünschen. Man muss nur wissen, wo man die richtigen Locations findet. Der österreichische Bike-und YouTube-Star Fabio Wibmer hat sich nun aufgemacht, die jeweiligen Hotspots der deutschen Metropolen zu entdecken. Dass bei einer solchen Tour auch die Fans nicht zu kurz kommen dürfen, versteht sich von selbst: Zum Abschluss seiner Deutschlandreise lädt der 24-Jährige zu „Fabios Mellowpark-Session“ nach Berlin. Was er auf dem Weg dorthin alles erlebt, erfahrt ihr hier:

 

Ne echte Kölsche Jung“ ist Fabio Wibmer zwar nicht, die Rheinmetropole macht er zum Auftakt seiner Deutschlandtour dennoch zu seinem Spielplatz. Nach einem Skatepark-Besuch direkt am Rhein und einem mächtigen Treppen-Set am Schokoladenmuseum am ersten Tag ging es an den Tagen zwei und drei nicht minder actionreich weiter: ein weiteres Treppen-Set von der Philharmonie runter an den Rhein, ein massiver Ledgeride mit anschließendem Gap sowie eine technische Line auf dem Trialbike am Rheingartenbrunnen sind nur ein paar der Tricks, die Fabio in der Domstadt zum Besten gab.

 

Beim zweiten Stopp in Hamburg führt die „Sightseeing“-Tour Fabio unter anderem zum Sandtorkai, wo der Freerider ein Triple-Set aus Manual, Crankflip und 180 zeigt. Mit einem mächtigen Wallride macht der österreichische Bike-Profi der Hamburger Kunsthalle seine Aufwartung. Nicht fehlen bei einem gelungenen Hamburg-Trip dürfen selbstverständlich die Reeperbahn, die Landungsbrücken und der Besuch einer echten Hamburger Fischbude.

 

Last but not least macht Fabio die Hauptstadt unsicher. Los geht im Berliner Regierungsviertel, wo er ein großes Double-Set aus einem Half-Cab Crankflip und einem über das Vorderrad gedrehten 180 zur Spree hinunter sendet. Am Hauptbahnhof wartet anschließend ein mächtiges Gap, bevor es trickreich zum Fanfest in den Mellowpark geht, wo Fabio mit den über 400 anwesenden Fans shreddet. Als guter Gastgeber hat der YouTube-Star natürlich auch immer das leibliche Wohl seiner Gäste im Auge und tischt ein paar köstliche Erinnerungen von den vergangenen Tagen auf: Halve Hahn, Fischbrötchen und Currywurst stehen auf dem Speiseplan. Neben der obligatorischen Autogrammstunde, dürfen sich die jungen Locals beim Bunny Hop Contest beweisen und gegen ihr Idol antreten. Mit starken 1,05 Metern Höhe schaffen sie es sogar, Fabio ein wenig ins Schwitzen zu bringen. Am Ende behält der Profi aber die Oberhand.

Den finalen Actionclip samt der beeindruckenden Racedrone-Aufnahmen gibt es ab Anfang November auf dem Red Bull Bike YouTube-Channel zu sehen.

Stay tuned!

Mehr zu Fabio Wibmer und dem „Follow Fabio“ Projekt erfährst Du hier:

youtube.com/fabwibmer
instagram.com/wibmerfabio
facebook.com/wibmerfabio

https://www.facebook.com/RedBull/
https://www.youtube.com/redbullbike
https://www.instagram.com/redbullgermany
https://redbull.com/de-de/events/fabio-wibmer-mellowpark-fanride-special

 

All photos by Hannes Berger / Red Bull Content Pool

Spannend und spektakulär: Downhill-WM bringt die Weltbesten nach Saalfelden Leogang

 

Saalfelden Leogang im Salzburger Land, Österreich, 16. Oktober 2019 – 2020 wird Saalfelden Leogang wieder weltmeisterlich. Zum zweiten Mal nach acht Jahren findet vom 4. bis 6. September die UCI Mountain Bike Downhill Weltmeisterschaft in der international bekannten Bikeregion statt. Etwas weniger als ein Jahr vor dem Großereignis blickten Veranstalter und Athleten im Rahmen eines Pressegesprächs voraus. Erwartet werden neben spektakulärer Sportaction auch tausende Fans und ein Großereignis mit internationaler Strahlkraft.

 

Bereits 2012 führte der Weg zum Weltmeistertitel über die „Speedster“ im Leoganger Bikepark. 12.000 Menschen standen damals an der Strecke, um die spektakulären Rennen der Weltelite über Wurzelteppiche, durch Steilkurven und Highspeed Passagen live mitzuverfolgen. Acht Jahre später schreibt der erfahrene Weltcup-Ort nun ein weiteres Kapitel in der WM-Geschichte. Vom 4. bis 6. September 2020 kämpfen die Rider bei der UCI Mountain Bike Downhill Weltmeisterschaft erneut in Saalfelden Leogang um die begehrten Regenbogen-Trikots: „Nach acht Jahren wieder eine WM austragen zu dürfen, bestätigt, dass wir nicht nur spannende Rennen durchführen und eine gute Infrastruktur bieten, sondern auch das gesamte Team perfekt zusammenarbeitet. Außerdem können wir auf einen großen Erfahrungsschatz als Veranstalter zurückgreifen und haben gezeigt, dass wir ein zuverlässiger Partner sind“, erklärt der Geschäftsführer der Saalfelden Leogang Touristik, Marco Pointner: „Die Augen der internationalen Mountainbike-Szene werden mit der Downhill-WM wieder auf uns gerichtet sein. So können wir einmal mehr unseren Status als Bike-Destination unterstreichen.” Und auch der Geschäftsführer der Leoganger Bergbahnen, Kornel Grundner, weiß: „Mit der Unterstützung von Bund, Land, Gemeinde und Grundbesitzern werden wir alles daransetzen, wieder eine unvergessliche WM zu veranstalten.“

Leo Bauernberger, MBA, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus GmbH, unterstreicht die Strahlkraft des Großereignisses: „Die insgesamt dritte UCI Mountain Bike Weltmeisterschaft im SalzburgerLand hat einen enormen Stellenwert für den Radsport in Österreich. 13 Prozent unserer Gäste kommen wegen unseres Mountainbike-Angebots ins SalzburgerLand und wir sind sehr glücklich, dass sich Saalfelden Leogang für diese unglaublich wichtige Sportart so engagiert und sich ein einzigartiges Kompetenzzentrum innerhalb Europas geschaffen hat.“

 

Länderübergreifende Zusammenarbeit mit Cross-Country-WM in Albstadt
Für die WM 2020 ziehen die Pinzgauer WM- und Weltcupveranstalter mit dem Austragungsort der Cross-Country-WM, dem Deutschen Albstadt, an einem Strang. Neben einem Kombi-Ticket, das allen Fans für nur 99 Euro zwei Wochenenden, eines in Saalfelden Leogang und eines in Albstadt bietet, gibt es auch einen gemeinsamen Auftritt bei der Bewerbung und der Sponsorenansprache. „Wir verhandeln gemeinsam in Sachen TV-Produktion und Übertragungszeiten, diese Symbiose hilft uns natürlich, das Optimum für jeden Veranstaltungsort herauszuholen und unsere Interessen zu bündeln“, so Pointner. Auch bei der diesjährigen Downhill-WM im kanadischen Mont-Sainte-Anne gab es einen gemeinsamen Bewerbungsauftritt der beiden europäischen WM-Orte 2020.

 

„Speedster“: Einige Veränderungen, gleichbleibender Thrill
Wer sich im September 2020 für die darauffolgenden zwölf Monate das berühmte Regenbogen-Jersey überstreifen will, der muss in Saalfelden Leogang sowohl in Sachen Konzentration als auch Kondition und Fahrtechnik sein gesamtes Können an den Tag legen. Die WM-Strecke „Speedster“, die in der Gravitiy-Szene als anspruchsvolle Herausforderung bekannt ist, wird bei der WM 2020 mit einigen zusätzlichen Adaptionen glänzen. Klar ist: Den zukünftigen Weltmeistern muss ein makelloser Run gelingen.

 

Heimvorteil für Höll bei erster Elite-WM – auch Hoffmann voller Vorfreude
Das weiß auch Valentina „Vali“ Höll, die die Trails im „The Epic Bikepark Leogang“ wie ihre Westentasche kennt. Sie stand in der Juniorenklasse im Weltcup bereits zweimal in Saalfelden Leogang am Start – bei beiden Auftritten dominierte sie klar. 2019 fuhr sie zu einer Siegerzeit, die sogar für den dritten Platz in der Elite-Klasse der Damen gereicht hätte. 2020 ist die 17-jährige Lokalmatadorin nun alt genug, um bei den Elite Frauen mitzumischen und gilt hier als große rot-weiß-rote Medaillenhoffnung: „Nicht jeder Athlet in unserer Sportart bekommt die Chance, in seiner aktiven Karriere bei einer Heim-WM am Start zu stehen. Bei mir wird das gleich in meinem ersten Elitejahr sein und daher in vielerlei Hinsicht besonders. Natürlich wäre eine Medaille ein absoluter Traum. Aber es trainiert jeder darauf und ich muss nächstes Jahr noch in die Schule und von daher schauen, wie ich das alles optimal time. Natürlich werde ich mich so gut wie möglich vorbereiten, denn ich will Österreich stolz machen“, erklärt die Saalbacherin.
Beim Pressegespräch der WM-Veranstalter in der Taufkirchener Jochen Schweizer Arena, einem langjährigen Partner der Tourismusregion Saalfelden Leogang, zeigte sich auch Deutschlands Medaillenhoffnung, Nina Hoffmann, begeistert von der WM in Saalfelden Leogang: „Ich freue mich sehr, es werden viele Freunde und Familie da sein. Schon letztes Jahr hatten wir eine Mega-Stimmung. Leogang ist in jedem Fall WM-würdig“, so die letztjährige Weltcup-Zweitplatzierte bei den Elite Frauen.

 

Neue Trails, neuer Pumptrack
Schon seit neun Jahren findet der Weltcup der Mountainbike-Downhill-Elite regelmäßig in Saalfelden Leogang statt. Begleitet wird die Sportaction traditionell von einem umfangreichen Rahmenprogramm, mit Musikacts, Partys, Expo und mehr. Natürlich, so Pointner, solle dies auch bei der WM im September 2020 wieder der Fall sein: „Die Vorbereitungen laufen hierfür auf Hochtouren.“ Auch für die Hobbybiker hat sich im mittlerweile neu betitelten „The Epic Bikepark Leogang“ und der Region Saalfelden Leogang in jüngster Vergangenheit einiges getan. Mit rund einer Million Euro Investitionsvolumen entstanden neue Trails („Steinberg Line by Fox“, „Antonius Trail“, „Schwarzleo“ und „Forsthoftrail“), ein neuer Pumptrack, erstmals wurde im Sommer auch die „Steinbergbahn“ für die Mountainbiker in Betrieb genommen.

Weitere aktuelle News, Termine und Informationen zu den Strecken des Epic Bikepark Leogang gibt es aufbikepark-leogang.com, instagram.com/BikeparkLeogang oder facebook.com/BikeparkLeogang.

Für einen „runden Rad-Urlaub” gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie den Salzburger Hof, Bio Hotel Rupertus, Hotel Bacher, Hotel Riederalm, Hotel Ritzenhof, Mama Thresl, Hotel Saliterhof, Hotel Forsthofalm und Hotel Der Löwe sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer oder Sport 2000 Simon. Zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, für geführte Touren oder für Fahrtechniktraining bietet die Bikeschule Elements Outdoorsports ein umfangreiches Angebot an. Eine Liste aller bikefreundlichen Unterkünfte in der Region Saalfelden Leogang befindet sich hier: saalfelden-leogang.com/de/region-erleben/biken/bikefreundliche-betriebe.

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf saalfelden-leogang.com,instagram.com/Saalfelden_Leogang oder facebook.com/SaalfeldenLeogang.

 

All photos by © Moritz Ablinger & © Saalfelden Leogang Touristik

Der Kampf der Giganten – die Red Bull Rampage 2019

Seit seiner Gründung im Jahr 2001 geht es bei Red Bull Rampage immer darum, die Grenzen des Machbaren zu verschieben.

Fast zwei Jahrzehnte später hat sich diese Prämisse nicht geändert und im Vorfeld der diesjährigen Rampage am 25. Oktober in Virgin, Utah, gibt es alles, was man über das jährliche Mountainbike-Spektakel wissen muss.

Zum Wettkampf
Die Veranstaltung steht nur 21 Fahrern aus der ganzen Welt offen, die alle eingeladen werden müssen, um sich zu qualifizieren oder am Wettbewerb teilzunehmen. Jeder Fahrer erhält zwei Läufe pro Durchgang mit allen Tricks, die er für richtig hält. Sie werden von einer Jury ihrer Kollegen bewertet und die höchste Punktzahl gewinnt.

Die Lines
Der Kurs wird von den Fahrern effektiv gestaltet. Eine bestimmte Start- und Ziellinie wird von den Organisatoren festgelegt, und die Teilnehmer haben vier Tage Zeit, um einen atemberaubenden und anspruchsvollen Kurs zwischen den beiden Punkten zu schaffen.

Der Platz hat einen Höhenunterschied von 237 Metern (780 Fuß) mit oft starken Winden und keiner Baumgrenze.

Die Auswahl der Fahrer

Insgesamt wurden 10 Fahrer von den Organisatoren vorselektiert, weitere acht erhielten nachfolgende Wildcards und drei Männer: Reed Boggs, Juan Salido und DJ Brandt qualifizierten bei den Athlete Qualifier.

Die Athleten der Rampage 2019

Kurt Sorge (CAN)

Cameron Zink (USA)

Ethan Nell (USA)

Brandon Semenuk (CAN)

Brett Rheeder (CAN)

Thomas Genon (BEL)

Carson Storch (USA)

Kyle Strait (USA)

Tyler McCaul (USA)

Tom van Steenbergen (CAN)

Bienvenido Aguado Alba (ESP)

Andreu Lacondeguy (ESP)

Brendan Fairclough (GBR)

DJ Brandt (USA)

Graham Agassiz (CAN)

Reece Wallace (CAN)

Emil Johansson (SWE)

Reed Boggs (USA)

Juan Diego Salido (MEX)

Szymon Godziek (POL)

Vincent Tupin (FRA).

Die UCI-Weltcup-Athleten Gee Atherton und Antoine Bizet gehörten zu den eingeladenen Wildcard-Teilnehmern, erlitten aber in den letzten Wochen beide Verletzungen und scheiden daher aus.

Tommy G schaut auf 7 Jahre Red Bull Rampage zurück

 

Das Prestige Event „Red Bull Rampage“ steht in den Startlöchern. Am 25. Oktober 2019 geht es los und die weltbesten Rider der Mountainbike-Szene heizen auf der größten Freeride Mountainbike Bühne der Welt wieder richtig ein. Zum 14. Mal wird das Spektakel in Virgin, Utah/USA ausgetragen und verspricht mit waghalsigen Drops, spektakulären Sprüngen und kreativen Abfahrten ein intensiver Contest zu werden. Wer nicht live dabei ist, kann den Nervenkitzel auf Red Bull TV um 18 Uhr (CEST) mitverfolgen: www.redbull.tv/Red Bull Rampage

 

Neben Top-Guns wie Andreu Lacondeguy, Brandon Semenuk, Brett Rheeder, Ethan Nell und Rampage-Veteranen wie Kyle Strait und Tyler McCaul, wird auch der belgische Slopestyler Thomas Genon, der bereits viermal unter den Top 6 landete, zum achten Mal an den Start gehen. Da er dieses Jahr verletzungsbedingt bei den meisten Contests aussetzen musste, kämpft er umso mehr für ein starkes Comeback. Kann er bei der Red Bull Rampage sein außergewöhnliches Talent wieder unter Beweis stellen und mit seinem einzigartigen Style sein verdientes Comeback feiern? Wir haben uns mit dem Weltklasse-Big-Mountain-Athleten über seine sieben Jahre Red Bull Rampage unterhalten:

 

Tommy G, was hat dich damals dazu ermutigt an der Red Bull Rampage teilzunehmen?

Seit 2010 nehme ich bei FMB Contests teil und Red Bull Rampage war damals ein FMB Diamond Event. In 2012 dachte ich mir, das wäre eine gute Erfahrung und neue Herausforderung für mich. Seither nehme ich jedes Jahr an der Red Bull Rampage teil.

 

Was war bisher dein persönliches Highlight bei der Red Bull Rampage?

Ehrlich gesagt mag ich die gesamte Erfahrung, die ich jedes Jahr bei dem Event mache. Wenn ich sehe und fühle, wie ich mich jedes Jahr weiterentwickle und verbessere, motiviert und pusht mich das sehr.

 

Wie hast du dich durch Red Bull Rampage weiterentwickelt?

Pierre Edouard Ferry hat mir viel über Trailbau beigebracht. Als ich dann an meine eigene Line heran ging, machte ich ganz neue Erfahrungen. Man lernt etwas erst dann richtig, wenn man es selber macht. Da gehören Fehler auch dazu, an denen man wächst und lernt, wie es nächstes Mal besser funktioniert.

 

Wer ist dieses Jahr in deinem Trailbau Team dabei?

Eliott Lapotre, der zum vierten Mal dabei ist und Samuel Mercado. Check Eliott Lapotre’s Video aus: “Lost Paradise”.

 

Wie hat sich der Event für dich geändert?

Red Bull Rampage war schon immer ein außergewöhnlicher Event. Meine Sichtweise auf den Event hat sich auf jeden Fall geändert. Physisch wie auch mental lernt man viel dazu und versucht jedes Mal noch mehr zu geben und die Herausforderungen, die so einen Event ausmachen, richtig anzupacken.

 

Was denkst du, wie sich das Level der Rider entwickelt hat?

Es gibt immer mehr Rider, die sich der Challenge stellen und für einen Winning-Run alles geben und vollen Einsatz zeigen. Das Level steigt von Jahr zu Jahr und der Wettkampf wird härter.

 

Style oder Line? Was ist wichtiger für dich?

Ein guter Mix aus Style und Riding ist perfekt. Natürlich waren für mich am Anfang die Tricks wichtiger, da mein Slopestyle-Hintergrund es für mich einfacher machte in diesem Bereich zu punkten. In den letzten Jahren habe ich mich auch in meiner Fahrtechnik und Linienwahl verbessert und versuche nun in jeder Kategorie alles herauszuholen.

 

Wie bereitest du dich für den Event dieses Jahr vor?

Da ich dieses Jahr wegen meiner Schulter-OP leider aussetzen musste, stand ich körperlich wie auch mental vor vielen Herausforderungen. Ich hatte einen langen Reha-Prozess und ich musste mich wieder mit meinem Bike und meinen Skills vertraut machen. Red Bull Rampage hat mich auf jeden Fall motiviert Gas zu geben und schnell wieder fit zu werden.

 

Haben sich deine Vorbereitungen in den letzten Jahren verändert?

Jedes Jahr wächst meine Motivation besser zu werden. Dafür braucht es natürlich auch mehr Hingabe in jeder Situation.

 

Wie hast du dich als Rider verändert?

Ich kenne das Terrain hier nun sehr gut und weiß, was wichtig ist, um einen guten Run hinzulegen. Durch meine Erfahrungen und meine Weiterentwicklung, kann ich gut abschätzen, was für mich möglich ist und was nicht. Dadurch setze ich meine Stärken richtig ein und versuche aus meinen Schwächen zu lernen.

 

Wie ist dein Bike für Red Bull Rampage aufgebaut?

Für diesen Event ist mein Bike Setup anders als sonst. Die Federgabel ist vergleichsweise hart eingestellt und die Reifen fahre ich mit mehr Luftdruck.

 

Worauf freust du dich am meisten?

Nach all den Monaten des Wartens freue ich mich auf den Moment, wenn ich oben am Roll-in stehe und endlich rein droppen kann. Das ist mein Highlight.

 

Was ist dein Ziel für die diesjährige Red Bull Rampage?

Da ich durch meine Verletzung so lange nicht bei Contests teilnehmen konnte, freue ich mich einfach riesig wieder zurück zu sein und nun endlich meiner Leidenschaft nachgehen zu können. Mein Ziel ist es Spaß zu haben und das geniale Gefühl, das ich beim Biken und bei Contests habe, wieder zu erlangen.

 

Vielen Dank Tommy G und viel Glück!

Red Bull TV überträgt Red Bull Rampage LIVE und on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf www.redbull.tv/Red Bull RampageDie Live-Übertragung startet am Freitag, 25. Oktober 2019, um 18 Uhr (CEST). 

Alle aktuellen News über Thomas Genon findet ihr hier:

Facebook: www.facebook.com/ThomasGenonMTB
Instagram: www.instagram.com/thomasgenon

Alle Fotos ©red bull content pool

Die Gesichter hinter den UCI World Championships 2020 in Leogang

Am 4. bis 6. September 2020 ist es wieder soweit! Die Weltmeisterschaft im Downhill kommt zurück nach Leogang. Aber wer steckt eigentlich dahinter, wer sind die Organisatoren und Gesichter hinter dem WM-Projekt?

Viele kennen die Namen der Ahtleten, die sich bei den World Cups & World Championships wie todesmutige Krieger auf die härtesten Lines der Welt begeben. Ihr Ziel: Die weltbesten Zeiten in einem Kampf der Giganten! Wenn ich jedoch im heimischen Bikepark in die Runde frage, ob sie wissen wer Kornel Grundner, Marco Pointner und Leo Bauernberger ist, erhalte ich meist nicht mehr als ein Schulterzucken und Blicke voll bespickt mit Fragezeichen. Und das ist eigentlich sehr traurig! Sie sind nämlich die Gesichter hinter der UCI Veranstaltungsorganisation in Leogang und gehören mit zu den aktivesten Förderern des Downhill-Elite-Sports in Europa.

In der Jochen-Schweizer-Arena in München trafen wir das österreische Power-Trio, um neben Fragen zur WM 2020 auch einmal ganz persönlich zu werden.

Gibt es schon Informationen zum genauen Programm der UCI Mountainbike World Championships (UCI MTB WC) 2020?
Marco: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Es wird ein rundes WM-Wochenende sein mit Musikacts, Parties, Expo und mehr. Am Samstag wird die Downhill Qualifikation und am Sonntag dann das Finale stattfinden. Das WM-Wochenende (4.-6.09.2020) sollte sich jeder schon Mal im Kalender rot markieren. An einem weiteren Highlight arbeiten wir aktuell noch aber das dürfen wir noch nicht verraten.

Inzwischen ist Leogang zum zweiten Mal Austragungsort der Downhill-Weltmeisterschaft – wie kam es beim ersten Mal dazu und wie wird man zum Austragungsort einer WM?
Kornel: Seit 2010 ist Saalfelden Leogang Austragungsort des UCI MTB Downhill Weltcups. 2012 fanden im Epic Bikepark Leogang bereits die UCI-Mountainbike-Weltmeisterschaften in mehreren Disziplinen statt. 2013 und 2014 folgten die Weltmeisterschaften im Four Cross. 2020 kehrt die Downhill-Weltmeisterschaft zum zweiten Mal nach Saalfelden Leogang zurück – hierfür sind wir sehr stolz. Um eine WM austragen zu dürfen muss man sich bewerben. Nach acht Jahren wieder eine WM austragen zu dürfen, bestätigt, dass wir nicht nur spannende Rennen durchführen und eine gute Infrastruktur bieten, sondern auch das gesamte Team perfekt zusammenarbeitet. Außerdem können wir auf einen großen Erfahrungsschatz als Veranstalter zurückgreifen und haben gezeigt, dass wir ein zuverlässiger Partner sind.

Neben Marco seht Ihr (Kornel und Leo) jetzt nicht unbedingt aus wie Downhillfahrer. Allerdings irre ich mich auch gerne. Habt Ihr schon einmal auf einem Downhillrad Platz genommen oder fahrt selbst?

Bild zeigt v.l.n.r. Marco Pointner (GF Saalfelden Leogang Touristik), Kornel Grundner (GF Leoganger Bergbahnen) und Leo Bauernberger (GF SalzburgerLand Touristik)

Kornel: Ja natürlich, aber leider zu wenig – ich bin gerne mit dem Bike unterwegs und teste die Strecken im Bikepark Leogang auch selbst und jährlich sind wir auch in anderen Bikeparks unterwegs – in diesem Jahr z.B. in Whistler – war wirklich super.

Leo: Downhill-Bike habe ich tatsächlich noch nicht getestet. Aber ich liebe das Radfahren, fühle mich auf dem Rennrad wie auf dem Mountainbike gleichermaßen sehr wohl. Es gibt nichts schöneres, als mit dem Rad in unserer wunderbaren Salzburger Bergwelt unterwegs zu sein.

Nicht zuletzt war ich auch schon bei den jährlichen Weltcup-Events in Saalfelden Leogang zu Gast und kenne den Weltklasse-Bikepark hier sehr gut.

Bei einem internationalen Event wie diesem, ist Organisation das A und O. Mit welchem Vorlauf beginnt die Veranstaltungsplanung, wie viele Personen arbeiten an so einem Projekt und wie wuppt man so ein Event neben dem normalen Tagesgeschäft.
Kornel: Eine WM ist ein Projekt mit ca. zwei Jahren Planungszeit. Momentan laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Wir haben ein 25-köpfiges Bereichsleiterteam und vor Ort mehr als 170 freiwillige Helfer. Ohne den großartigen Einsatz der Organisatoren und Helfer wäre eine solche Großveranstaltung nicht möglich.

Was bedeutet dieses Projekt für Euch persönlich?
Marco: Die Augen der internationalen Mountainbikeszene werden mit der Downhill-WM wieder auf uns gerichtet sein. So können wir einmal mehr unseren Status als Bike-Destination unterstreichen. Mit der Unterstützung von Bund, Land, Gemeinde und Grundbesitzern werden wir alles daransetzen, wieder eine unvergessliche WM zu veranstalten.

Leo: Die Weltmeisterschaft ist die Fortsetzung einer unglaublichen Erfolgsgeschichte im österreichischen Radsport. Bereits zum vierten Mal in diesem noch jungen Jahrhundert sind wir im SalzburgerLand Gastgeber eines großen internationalen Rad-Events, das macht mich sehr stolz. (Anm.: Mountainbike-WM 2002 in Kaprun, Straßenrad-WM 2006 in Salzburg sowie die Mountainbike-WM 2012 und nun erneut 2020 in Saalfelden Leogang).

Wird – die, für den World-Championships bekannte Line – vor Beginn des Qualifikationen-Rennen noch einmal umgebaut?
Kornel: Die WM-Strecke „Speedster“ wird bei der WM 2020 mit einigen zusätzlichen Adaptionen glänzen. Mit welchen Neuheiten wir aufwarten bleibt aber vorerst noch ein Geheimnis. 😉


Wie die Strecke zum World-Cup bebaut war, sehr Ihr in Valis Winning Run UCI World Cup 2019

Was sind Eure persönlichen Highlights in Anbetracht auf die UCI MTB WC und worauf freut Ihr Euch besonders?
Kornel: Natürlich auf die besondere Stimmung, begeisterte Athleten und ein gut gelauntes Publikum. Es ist immer wieder schön am Finaltag die strahlenden Gesichter zu sehen von Rennläufen, Zusehern und meinem Team. Wir wollen diese WM speziell auch für die Zuschauer zu einem einzigartigen Erlebnis machen und mit einigen Highlights aufwarten. Und mit Vali Höll haben wir eine heimische Fahrerin, welche mit Sicherheit um die Medaillen ganz vorne mitfährt – die Stimmung wird sicher brodeln!

Leo: Ich freue mich natürlich auf die spannenden Rennen mit vielen tausenden internationalen Besuchern. Die WM in Saalfelden Leogang wird ein Radfest der Extraklasse, diese Region lebt den Mountainbike-Sport wie keine andere in Österreich. Die Fans können sich wirklich freuen auf so viele herzliche Gastgeberinnen und Gastgeber, die voll hinter dem Sport stehen und der Weltmeisterschaft eine ganz besondere Atmosphäre verleihen werden.

Gibt es Tipps, die Ihr unseren Lesern in Hinblick auf einen Besuch der UCI MTB WC mitgeben könnt?
Marco: Kauft euch ein Ticket für die Bergbahn und fahrt mit dieser bis zur Mittelstation. Hier befindet sich der Start. Danach führt ein Weg direkt neben der WM Strecke runter bis ins Tal. An der Strecke befinden sich Hotspots mit guter Musik, Getränken und Snacks. Wenn dann die letzten Athleten an der Reihe sind sollte man aber wieder im Zielbereich sein denn diese tolle Stimmung möchte man nicht verpassen – wenn die Schnellsten der Schnellsten ins Ziel kommen. Neben der Downhill Action wird es auch Sideevents geben, Parties und eine große Expo Area, wo man den Mechanikern über die Schulter schauen und auch Produkte testen kann. Wir bieten eine ausgezeichnete Hotellerie rund um den Bikepark Leogang die nach der ganzen Action zum Relaxen einlädt.

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Mit wie vielen Besuchern rechnet Ihr?
Kornel: Beim Weltcup im Juni 2019 waren es 25.000 Besucher. Diesen Rekord gilt es zu brechen.

Wenn man Euch zuhört, spürt man diese hundertprozentige und mit Power bepackte Hands-On-Mentalität. Welche Projekte stehen in Bezug auf den Radsporttourismus und Ausbau der Region als nächstes an?
Marco: Mit rund einer Million Euro Investitionsvolumen entstanden heuer vier neue Lines & Trails („Steinberg Line by Fox“, „Antonius Trail“, „Schwarzleotrail“ und „Forsthoftrail“), ein neuer asphaltierter Pumptrack und erstmals wurde im Sommer auch die Steinbergbahn  für die Mountainbiker in Betrieb genommen. Die Neuheiten wurden super angenommen und wir freuen uns sehr über das ausgesprochen positive Feedback.

Als Geschäftsführer hat man nicht immer das einfachste Leben. Man muss alles auf dem Schirm haben, hat nie Stillstand und die Arbeit 24/7 im Kopf. Was ist Euer persönlicher Ausgleich zur Arbeit, gibt Euch Energie und treibt Euch an?

Marco: Ganz klar meine Familie und Sport in der Natur. In meiner Freizeit bin ich viel am Berg unterwegs – ganz gleich ob zu Fuß, mit dem Bike oder Skiern.

Kornel: Zeit mit der Familie. Zusammen machen wir viele Ausflüge, verreisen auch gerne oder sind in der Natur unterwegs. Und nicht zuletzt bin ich in der Kommunalpolitik aktiv um dazu beizutragen, dass sich eine Region hoffentlich positiv entwickelt und dies bietet mir auch einen anderen Blickwinkel in die touristische Entwicklung eines Ortes.

Leo: Ich bin ein Outdoor-Freak. Bewegung in der freien Natur im Sommer wie im Winter ist die beste „Medizin“, um den Kopf frei zu bekommen. Wie gesagt gehe ich gerne Radfahren, bin auch beim Wandern oder Skifahren viel in den Bergen unterwegs. Und ich spiele auch gerne Golf, am liebsten gemeinsam mit meiner Frau und unseren beiden Söhnen.

Wir bedanken uns recht herzlich für das INterview und wünschen gutes Gelingen für das WM-Projekt.
Ihr möchtet weitere Infos rund um die WM. Dann abonniert unseren Newsletter oder schreibt unserer Redaktion an info@gravity-magazine.de

 

Eine Session unter Freunden – Josh Bryceland & 50:01 in Barcelona

Es ist eine einfache Formel: Nimm ein paar der besten Fahrer der Welt mit und gehe in die Ferne und verlasse dich auf einen Gastgeber, der uns die Ware zeigt. In diesem Fall reisten Josh “Ratboy” Bryceland, Josh “Loosedog” Lewis,  von dem regnerischen England nach Barcelona, Spanien. Wir hatten die Reise monatelang geplant, wobei Héctor Saura von Bicycle Nightmares zusammen mit seinem Freund Carlos Langelaan Gastgeber war. Das erste Ziel auf der Liste war es, den neuen Tyrant Helm zu schießen. Aber darüber hinaus waren wir da, um eine gute Zeit zu haben und die besten Trails in und um Barcelona zu fahren.

Statt konservierter Zitate und Sponsorenbeschreibungen für diese Geschichte dachten wir, es wäre angenehmer, Ihnen einen Blick auf zwei unvergessliche Momente von der Reise zu werfen.

UNGETRÜBTE BEGEISTERUNG

Der Ort: Ein Hügel außerhalb eines Vorortbezirks am Stadtrand von Barcelona. Der Bürgersteig ist übersät mit gebrauchten Kondomen, Glasscherben und Hundescheiße. Es ist am Vormittag und schon unangenehm heiß. Unsere Crew tritt ungeschickt mit Gießkannen und Schaufeln in den Wald. Wir folgen einem schwachen Pfad, ducken uns unter Ästen und treten über umgestürzte Bäume. Dies ist kein typisches Ziel für die besten Mountainbike-Fahrer der Welt. Was diese Gruppe nicht weiß, ist, dass Héctor Saura monatelang einen Weg speziell für unseren Besuch gebaut hat. Der Weg ist eine Traumlinie, ein Kunstwerk. Es war erstaunlich, in dem Moment dabei zu sein, als diese Crew das Meisterwerk zum ersten Mal sah.

Der Reiter: Josh “Ratboy” Bryceland. Im Jahr 2014 gewann Ratboy fast jede DH-Weltmeisterschaft im Kalender mit einem unbeschwerten Stil und einem albernen Auftreten, das seine tadellose Präzision widerlegte. Die DH-Weltmeisterschaften dieses Jahres fanden in Norwegen statt und waren für den damals 24-Jährigen das letzte große Ereignis in einer wichtigen Saison. Obwohl sie der Favorit auf den Sieg waren, waren die Fans fassungslos, als sie die Zeitverläufe sahen. Als Ratboy gegen Ende die letzten Meter betrat, bestand kein Zweifel an seiner Dominanz. Das letzte Feature vor dem Ziel war ein Holzsprung, den Ratboy mit einer scheinbar doppelt so hohen Geschwindigkeit wie jeder andere Fahrer machte. Er zog hart hoch und schickte es zum Mond, überschritt den Übergang um eine Meile und landete so hart, dass sein Knöchel beim Aufprall zerbrach. Er fuhr die letzten Meter aus und kam auf den zweiten Platz, 0,4 Sekunden vor dem Sieg.

Das war’s dann. Obwohl sich Rat erholte und die nächsten beiden Saisons fuhr, erreichte er diese Höhen nie wieder. Fans, Sponsoren und Medien riefen nach mehr darüber, wann dieser Gott des Mountainbikens seine triumphale Rückkehr antreten würde. Dem Ratboy nur mit den Achseln zuckte…. und stattdessen auf dem Trail reiten ging. Anstatt Punkte und Podeste zu verfolgen, widmete Ratboy seine Zeit dem Bau von 50to01 mit seinem Knospen, Josh “Loosedog” Lewis. 50to01 könnte als eine Anti-Rassen-Bewegung angesehen werden, aber es ist zu umfassend, um als Anti-Alles bezeichnet zu werden. Es geht um Halsen und Springen, Schieben um Kurven, Fußpflanzen und Landen von Fälschungen – im Grunde genommen geht es darum, mit Freunden im Wald zu spielen und Spaß zu haben.

Die Enthüllung: Fünf Minuten vom unscheinbaren Parkplatz entfernt erreichen wir die Startlinie. Ratboy kann seine Begeisterung nicht eindämmen. Er wirft seine Schaufel, dann sein Fahrrad herunter und macht sich zu Fuß auf den Weg. Wir betreten den Weg von oben. Obwohl Barcelona von einer Dürre heimgesucht wurde, ist der gesamte Weg bewässert. Es beginnt mit einem Fasten auf Anhieb, in ein paar Keimwendungen um Bäume herum, in einen Step-down, dann eine Reihe von Doubles, die von “better commit” zu “better be ready to go big” wachsen. Das letzte Feature ist ein großer Hüftsprung. Die Kanten jeder Berme, jede Lippe und jede Landung sind perfekt geformt. Es gibt keine einzige Reifenspur oder Stellfläche; jeder Zentimeter wurde verpackt, bewässert und wieder verpackt, um ein Kunstwerk zu enthüllen.

“DAS IST VERRÜCKT!” Ratboy schreit mit einem wahnsinnigen Grinsen. “Ich dachte, wir müssten heute graben, aber alles ist erledigt. Und es ist perfekt!”

Neben Héctor, Rat und Loose besteht die Crew an diesem Tag aus dem lokalen Spitzenreiter Carlos Langelaan, Veronique Sandler, den 50to01 Shreddern Sam “Flatbbread” Cofano, Sam Hockenhull und Max Nerurkar. Die Begeisterung der Fahrer für diese unberührte Strecke lässt erst am späten Nachmittag nach, mit sechs Stunden Session und kaum einer Pause in der Action.


QUALVOLLER HERZSCHMERZ

Der Ort: Der La Poma Bike Park ist weltweit als der größte, öffentlich zugängliche Dirt Jump Spielplatz bekannt. Es gibt Sprunglinien, die jeden Reiter zufrieden stellen, vom Anfänger bis zum Weltklasse-Profi, für jeden zwischendurch. Es gibt sogar eine Doppelslalombahn, eine Schaumgrube, Pumptracks und einen Skatepark.

Der Reiter: Héctor Saura ist ein visionärer Fotograf, Wegbereiter und Reiter. Der gebürtige Barcelonier ist der Gründer von Bicycle Nightmares – einer Freestyle-Mainbike-Medienagentur, die sich darauf konzentriert, Licht in die unterversorgten Segmente des Mountainbikens zu bringen. Héctors Leidenschaft für den Sport ist ansteckend, und Bicycle Nightmares spricht den Kern der Kernreiter der Welt an.

Der Grund, warum diese Crew in Barcelona ist, liegt bei Héctor. Er baute die Schlüsselwege. Er ist unser Führer. Er macht Bilder. Und weil er auch ein talentierter Reiter ist, jongliert Héctor auch mit seiner Zeit zwischen Athlet, Gastgeber und Schütze. Seine Arbeitsbelastung in dieser Woche ist mindestens fünfmal so hoch wie die der anderen. Wenn wir fernsehen, bearbeitet er seine Bilder. Während sich die Crew aufräumt, reserviert Hector das Abendessen. Er ist der Erste am Morgen und der Letzte, der ins Bett geht, immer in Bewegung.

Der Moment: Es ist früh am zweiten Tag der Reise und die Crew ist über La Poma verstreut. Héctor hat den Morgen damit verbracht, die Logistik zu organisieren und an seinem Dirtjump-Bike zu arbeiten. Er macht die mittelgroßen Sprünge zum Aufwärmen, bevor er mit der Crew auf die Hauptstrecke geht. In einem Moment der Ablenkung drückt Héctor sein Vorderrad in einer losen Drehung. Er drückt seinen Fuß abrupt nach unten und spürt sofort einen Knall in seinem Knie. Héctor hatte in den letzten sechs Jahren drei Knieoperationen und weiß sofort, dass die Schäden an seinem Knie ernst sind.

Héctor fällt auf den Boden, weint und schreit über seinen Bänderriss. Diese Woche sollte der Wendepunkt in dieser Karriere als Fahrer, Fotograf und Inhaber eines Medienunternehmens sein. Die größten Helden des Mountainbikens sind hier in seiner Heimatstadt, um mit ihm zu fahren. Das Heulen von Schmerzen ist für alle Anwesenden ekelhaft. Wir alle wissen, dass trotz der starken Beschwerden der wahre Schmerz darin besteht, dass Héctor nicht fahren kann – nicht diese Woche, nicht diesen Monat, wahrscheinlich nicht den Rest des Jahres. Sein Knie ist vielleicht nie mehr dasselbe.

BIS ZUM NÄCHSTEN MAL

Die Idee hinter der Serie Distant Relatives ist es, zu veranschaulichen, dass wir, obwohl wir an sehr unterschiedlichen Orten aufgewachsen sind, mehr gemeinsam haben, als wir denken. Das könnte nicht wahrer sein als die Bindung, die die Fahrer auf dieser Reise eingegangen sind. Es wurden echte Freundschaften geschlossen, die aus dem gegenseitigen Respekt zwischen diesen Reitern entstanden sind. Seit dieser Reise (März 2019) ist Carlos nach England gereist, um mit der 50to01-Crew zu fahren, Héctor ist Fotograf für Ratboy und seinen Radsponsor Cannondale geworden, und Veronique ist nach Kalifornien gereist, um Giro zu besuchen und die Trails in Santa Cruz zu fahren. Es besteht kein Zweifel daran, dass diese Freundschaften noch viele Jahre andauern werden. Héctor ist bereits dabei, die größten Linien in La Poma zu zerkleinern und zu erreichen, und wir können es kaum erwarten, wieder nach Barcelona zurückzukehren, um wieder mit ihm zu fahren.

 

 

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