O`Neal “BP” Protektoren-Serie im Test

Wir haben für euch in den letzten Wochen, die “BP” Protektoren-Serie ausgiebig getestet. Für den Videodreh, waren wir für euch im Trailpark Mehring unterwegs. Welche Unterschiede es zwischen den Modellen gibt, und welchen Eindruck sie hinterlassen hat, erfahrt ihr in unserem neuen Video.

Die Größen, so wie weitere Info`s erhaltet ihr unter folgendem Link.

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#FullgasMTB: Französische Downhill-Party mit starken Schweizerinnen

 

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide fand mit den Downhill-Rennen am Samstag seine Fortsetzung. Amaury Pierron und Marine Cabirou erzielten auf der STRAIGHTline einen französischen Doppelsieg. Aber auch Emilie Siegenthaler und Camille Balanche schafften bei ihrem Heimrennen den Sprung auf das Podest und sorgten für erneut ausgelassene Stimmung bei den 10.000 Zuschauern.

 

Getreu dem Motto «#FullgasMTB» standen die Mountainbike-Festspiele am Rothorn am Samstag ganz im Zeichen des Downhills. Die Athleten mussten sich dabei nicht nur auf eine für den diesjährigen Weltcup geänderte Streckenführung einstellen, sondern vor allem auch auf täglich wechselnde Streckenbedingungen: Starker Regen am Mittwoch durchnässte den Track zunächst, ehe bestes Sommerwetter an Donnerstag und Freitag die Strecke nach und nach austrocknete. Am Renntag zeigte sich Lenzerheide von seiner ungemütlichen Seite: Leichter Regen war für einen extrem herausfordernden Wechsel des Untergrunds verantwortlich. 15 Starterinnen in der Kategorie Frauen Elite stellten sich um 12:30 Uhr der Herausforderung. Die erste Richtzeit setzte die Deutsche Raphaela Richter in 3:44,136 Minuten bis Lokalmatadorin Camille Balanche (SUI) die Top 10 eröffnete. Die Europameisterin verbesserte Richters Zeit um 1,226 Sekunden und nahm im Hot Seat Platz. Aus besagtem Sitz wurde Balanche von Kate Weatherly (NZL), Achte des Qualifyings, verdrängt. Weatherly und Balanche hielten ihre Spitzenplätze bis nur noch die Top 5 des Qualifyings im Starthaus standen.

 

Die spannende Schlussphase eröffnete Emilie Siegenthaler (SUI). Angetrieben von tausenden Zuschauern ging die Eidgenossin in ihrem Heimrennen volles Risiko, musste sogar einmal ausklicken, um die Balance zu halten, aber erzielte in 3:41,389 Minuten eine neue Bestzeit. Wie ungewohnt nahe das Damenfeld in Lenzerheide zusammenlag, zeigte die nachfolgende Veronika Widmann (ITA), die nach Problemen mit drei Sekunden Rückstand im Ziel zunächst Siebte war. Als Drittletzte ging Marine Cabirou (FRA) ins Rennen. Die Französin nahm den Schwung aus Val di Sole (ITA) mit, wo sie in der Vorwoche ihren ersten Weltcupsieg feierte. Cabirou baute bei jeder Zwischenzeit ihre Führung aus und war im Ziel mit 3:34,304 Minuten sieben Sekunden schneller als Siegenthaler. Die Qualifying-Zweite Nina Hoffmann nahm anschließend risikofreudig das Rennen auf. Nach gutem Beginn unterliefen der 23-jährigen privaten Starterin im technischen Teil kleinere Fehler. Dennoch hatte die 23-Jährige mit rund zwei Sekunden Rückstand den zweiten Rang im Blick. Ein platter Reifen sowie ein daraus resultierender Sturz beendeten das Vorhaben. Letztendlich fuhr Hoffmann mit 25 Sekunden Rückstand über die Ziellinie und wurde am Ende 13.

 

Wie in der Vorwoche fiel die Entscheidung somit zwischen Cabirou und Tracey Hannah (AUS), die in dieser Saison zum sechsten Mal die Schnellste im Qualifying war. Cabirou blickte vom Hot Seat gespannt nach oben und beobachtete, wie die australische Gesamtweltcupführende mit einer technischen feinen Fahrt ihren knappen Rückstand von 0,3 Sekunden bei der ersten Zwischenzeit in einen Vorsprung von 1,1 Sekunden bei der dritten Zeitnahme umwandelte. Im unteren Streckenabschnitt fehlte Hannah die entscheindende Risikobereitschaft und so fiel die zweimalige Saisonsiegerin im Herzschlagfinale mit 0,264 Sekunden hinter Cabirou zurück. Die 22-jährige Französin freute sich nach der knappsten Saisonentscheidung und dem geringsten Vorsprung in der Lenzerheide-Weltcup-Geschichte über ihren zweiten Saisonsieg in Folge: «Zwei Siege hintereinander zu erreichen ist einfach nur unglaublich. Dabei war ich mit meinem Lauf gar nicht so zufrieden. Ich habe viele Fehler gemacht, weil es sehr rutschig war. Aber ich bin auf dem Rad geblieben und habe versucht so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. Jetzt bin ich einfach nur glücklich», sagte Cabirou. Aber auch die nur um einen Wimpernschlag unterlegene Hannah gab sich im Anschluss zufrieden: «Es war ein verrücktes Rennen. Im oberen Teil hat es geregnet und es war schwierig sich auf die Strecke einzustellen. Ich habe nicht direkt ein Sicherheitslauf gezeigt, ich wollte schon gewinnen, aber klar lag der Fokus bei den Bedinungen darauf, ohne Sturz ins Ziel zu kommen. Ich war hier noch nie besser als Zweite, also alles gut und ich habe wichtige Punkte für den Sieg im Gesamtweltcup einfahren.»

 

Zur Freude des elektrisierten schweizer Publikums stellte Siegenthalter als Dritte ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis ein: «Ich war noch nie besser als Dritte und selbst das ist schon eine Weile her. Zuletzt 2017 ebenfalls in Lenzerheide. Dieser dritte Platz heute vor meinem Heimpulikum bedeutet mir schon sehr viel.» Weatherly wurde Vierte und Balanche komplettierte das hervorragende schweizer Abschneiden als Fünfte. Richter erreichte in ihrem erst zweiten Weltcuprennen einen starken achten Platz. Bei ihrer Premiere in Leogang belegte die 21-Jährige sogar Rang sechs.

 

Die Franzosen schlagen zurück – Pierron verkürzt Rückstand auf Bruni
In der Vorwoche kam der Sieger beim Downhill der Männer erstmals in dieser Saison nicht aus Frankreich und hieß somit weder Loic Bruni noch Amaury Pierron. Der Brite Laurie Greenland sorgte in Val di Sole (ITA) für Abwechslung auf der obersten Stufe des Siegerpodest und zeigte auch in Lenzerheide sein Können. 2:53,688 Minuten benötigte der Qualifying-Elfte für seinen Run die 2,2 Kilometer lange STRAIGHTline hinunter in die ausverkaufte Bike Arena und nahm mit knapp zwei Sekunden Vorsprung im Hot Seat Platz. Fünf Rider bissen sich in der Folge an der Zeit des 22-Jährigen die Zähne aus.

 

Amaury Pierron, Saisonsieger in Fort William (SCO) und Les Gets (FRA), läutete als Qualifying-Fünfter den finalen Showdown ein. Der Franzose riskierte alles, baute seine Führung sukzessive aus und fand im neu angelegten Steilstück «The Plunge» eine Traumlinie, so dass er bei der dritten Zwischenzeit bereits mit 3,5 Sekunden führte. Selbst ein kleiner Fehler im Schlussektor des amtierenden Gesamtweltcupsiegers verhinderte den Führungswechsel nicht. Mit einer Zeit von 2:49,422 Minuten pulverisierte der 23-Jährige Greenlands bisherige Bestzeit um knapp 4,3 Sekunden. Nach ihm startete der Altstar: Greg Minnaar (RSA) führte bei der ersten Zwischenzeit noch minimal, aber im technisch extrem anspruchsvollen Mittelteil konnte selbst der 21-fache Weltcupsieger nicht mit Pierron mithalten. Erst gegen Ende machte der Rekordweltcupsieger wieder Zeit gut, aber verpasste den Hot Seat um eine knappe Sekunde und reihte sich als Zweiter ein.

 

Troy Brosnan (AUS) fuhr mit einem beherzten Run auf Rang drei hinter Minnaar. Durch Pierrons Traumlauf stand Loic Bruni vor seinem Start unter Druck. Dennoch nahm der Gesamtweltcupführende seinen Run gewohnt ruhig, sicher und schnell auf. Im Gegensatz zu Pierron wählte der dreimalige Weltmeister nicht die engste Linie im Steilstück und büßte Zeit ein. Im Ziel hatte der dreimalige Saisonsieger 1,4 Sekunden Rückstand und verdrängte Brosnan vom dritten Platz. Auch der Qualifying-Schnellste, Danny Hart (GBR), konnte Pierron nicht vom Hot Seat verdrängen. Der Brite touchierte am Ende des oberen Waldstücks zweimal die Streckenprotektoren und hatte zur Rennhälfte bereits zwei Sekunden Rückstand, die auf einen entfesselnd gefahrenen Pierron nicht mehr aufzuholen waren und überquerte die Ziellinie 3,2 Sekunden hinter der Siegerzeit.

 

Mit seinem dritten Saisonsieg verkürzt Pierron (1.222 Punkte) den Rückstand im Gesamtweltcup auf Bruni (1.312 Punkte) auf 90 Punkte. «Um ehrlich zu sein habe ich diese Leistung nach meinen schweren Stürzen im Training niemals erwartet. Mit dem Qualifying-Ergebnis war ich schon zufrieden. Es hat mir so viel Spaß gemacht. Die Strecke war gar nicht so rutschig wie ich gedacht habe, sondern nur ein bißchen. Ich habe alles gegeben und bin begeistert. Der Sieg war natürlich auch für den Gesamtweltcupsieg wichtig. Mal schauen was passiert, es ist weiterhin alles offen», sagte Pierron. «Ich musste ein wenig improvisieren, weil ich nicht wusste wie die Bedingungen sind. Über die Lautsprecher habe ich von Amaurys Führung und seiner guten Zeit erfahren und das hat mich schon beeinflusst, obwohl ich es ausblenden wollte. Ich hatte einen kleinen Fehler und hätte natürlich gerne besser abgeschnitten. Aber alles gut. Die Gesamtwertung ist jetzt wahnsinnig spannend. Die Situation ist komplett neu für mich, wir werden sehen was passiert», sagte Bruni.

 

Zwischen den Franzosen platzierte sich ein fröhlicher Greg Minnaar: «Die Strecke war in super Zustand und es hat richtig Spaß gemacht. Ich hatte einen tollen Lauf. Aber immer, wenn mir so ein Run aufgeht, wie schon in Leogang, habe ich einen dieser Franzosen vor mir. Die sind einfach so gut. Mein Ziel ist es sie zu schlagen und mal wieder ein Rennen zu gewinnen.»

 

Höll und Sherlock siegen bei den Junioren
Den Downhill-Samstag eröffneten die Juniorinnen, wo einmal mehr Vali Höll (AUT) ihre Klasse gezeigt hat. Die Qualifying-Schnellste aus Österreich ging als Letzte auf die Strecke und überquerte die Ziellinie nach 3:28,234 Minuten und einem Vorsprung von knapp 30 Sekunden auf die Zweitplatzierte Nastasia Gimenez (FRA). Anna Newkirk (USA) belegte nach Sturz den dritten Rang. Mit ihrem fünften Saisonsieg wiederholte Höll vorzeitig ihren Erfolg im Gesamtweltcup. Auf Seiten der Junioren gewann Seth Sherlock (CAN) seinen ersten Weltcup vor Lokalmatador Janosch Klaus (SUI) und dem Neuseeländer Tuhoto-Ariki Pene.

 

Krönender Abschluss am Sonntag
Nach dem gelungen Short-Track-Debüt am Freitag und der Downhill-Action am Samstag gehen die Mountainbike-Festspiele in Lenzerheide am Sonntag mit den Cross-Country-Rennen zu Ende.

Die beiden Elite-Rennen im Cross Country aus Lenzerheide werden live auf Red Bull TV gezeigt. Die Übertragung des Downhill-Rennens der Frauen startet um 11:00 Uhr, gefolgt von der Berichterstattung des Männer Rennens um 13:30 Uhr. Direkt im Anschluss an die Übertragung steht der gesamte Broadcast zum Abruf auf redbull.tv zur Verfügung.

Ausstehende Rennen UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide:

Datum Uhrzeit (CEST) Disziplin
Sonntag, 11.08. 09:00 Uhr Cross Country Frauen U23
Sonntag, 11.08. 11:20 Uhr Cross Country Frauen Elite
Sonntag, 11.08. 13:50 Uhr Cross Country Männer Elite
Sonntag, 11.08. 16:10 Uhr Cross Country Männer U23

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup sorgt dafür, dass in der Region die Straßen leergefegt sind:

 

All photos by © Piotr Staron

#FullgasMTB: Van der Poel und Ferrand-Prévot gewinnen Short-Track-Debüt in Lenzerheide – Drama um Brandau

 

Ein Jahr nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft sind die weltweit besten Mountainbiker wieder in Lenzerheide. Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup in der Schweiz wurde erstmals mit den Short-Track-Rennen von Damen und Herren eröffnet. Das Kräftemessen entschieden Pauline Ferrand-Prévot (FRA) auf Seiten der Frauen und Mathieu van der Poel (NED) bei den Männern in spannenden Sprintrennen jeweils erst auf der Zielgeraden. Rund 4.000 enthusiastische Zuschauer wurden am Streckenrand bestens unterhalten und sahen wie die Lokalmatadoren Jolanda Neff und Nino Schurter bei ihren aussichtsreichen Kämpfen um den Tagessieg jeweils nur knapp geschlagen wurden. Dramatisch wurde es bei Elisabeth Brandau (GER), die durch einen Fauxpas den möglichen Sieg verloren hat.

 

Strahlender Sonnenschein, eine verheißungsvolle Strecke mit idealen Bedingungen und zirka 4.000 begeisterte Zuschauer – die Rahmenbedingungen für den Auftakt in die #FullgasMTB-Tage am Rothorn hätten nicht besser sein können. Um 17:30 Uhr eröffneten die Frauen die Mountainbike-Festspiele am Ufer des malerischen Heidsees und es folgte ein Rennen das an Spannung und Drama kaum zu überbieten ist. Schon beim Start schlug Lokalmatadorin Jolanda Neff (SUI) hohes Tempo an. Ihr Ziel, den ersten Sieg bei ihrem Heimrennen zu erzielen, war unverkennbar. So wurde das Feld schnell auseinander gezogen. Erst in der siebten von neun Runden fanden sich alle Favoritinnen in der zehn Fahrerinnen fassenden Spitzengruppe ein – mit dabei auch Kate Courtney (USA), Pauline Ferrand-Prévot (FRA) und Jenny Rissveds (SWE), die nach Zwischenfällen zuvor Zeit verloren hatten. Großen Aufwand zeigte einmal mehr Elisabeth Brandau (GER), die zu Rennbeginn lediglich Rang 21 belegt hatte.

 

Zwei Runden vor Schluss übernahm die Deutsche erstmals die Führung, forcierte das Tempo und startete das Ausscheidungsrennen um die Spitzenplätze. Die Leistung der zweifachen Mutter war bemerkenswert, was folgte umso dramatischer. In der vorletzten Runde erhöhte Brandau nochmals das Tempo, distanzierte die Konkurrenz und jubelte bei der Zieldurchfahrt über ihren vermeintlichen Coup. Brandau hatte gedanklich abgeschalten und freute sich über ihren ersten Weltcupsieg. Erst als die Konkurrenz vorbei fuhr und durch die Schreie der Zuschauer, wurde der 33-Jährigen ihr Fehler bewusst und sie setzte sich enttäuscht wieder aufs Rad. Die wirklich letzte Runde war ein packendes Duell zwischen Ferrand-Prévot und Neff, das sich erst auf der Ziellinie seine Entscheidung fand. Am Ende triumphierte die Französin hauchzart vor Neff, wie schon vergangenen Sonntag beim Rennen über die olympische Distanz in Val di Sole und war überglücklich:

 

«Es ist unglaublich. Ich musste mich zurückkämpfen und wusste durch letzter Woche, dass ich Jolanda im Sprint schlagen kann. Nach meinem kleinen Unfall zu Beginn wollte ich nur noch Vollgas geben und schauen was noch möglich ist. Elisabeth tut mir schon ein bißchen leid, aber so ist Racing», sagte Ferrand-Prévot. Neff baute mit Rang zwei ihre Führung im Gesamtweltcup auf jetzt 83 Punkte auf Courtney aus, ging aber etwas geknickt ob des knapp verpassten Heimsieges nach Rennende direkt in die Fehleranalyse: «Ich muss versuchen, dass ich gegen Rennende vorne bin. Es ist wichtig genau den Punkt zu finden, wo ich die Führung übernehmen muss. Daran muss ich arbeiten. Ansonsten war mein Rennen zu 99 Prozent gut. Aber ich bin enttäuscht, dass ich hier nicht gewinnen konnte. Die Fans waren heute schon sensationell und am Sonntag wird es wahrscheinlich noch besser. Ich versuche am Sonntag mein Bestes zu geben», sagte Neff.

 

Platz drei ging an Jenny Rissveds (SWE). Die Schwedin feierte in Lenzerheide, wo sie 2016 ihren bis dato letzten Weltcupsieg feierte, eine mehr als gelungene Short-Track-Premiere: «Es war ein hartes Rennen. Ich war am Start etwas nervös, da es mein erstes Short-Track-Rennen war. Jetzt bin ich einfach nur glücklich über den dritten Platz.» Das Podium vervollständigten Anne Tauber (NED) als Vierte und Nové Mesto Sprintsiegerin Chloe Woodruff (USA) auf dem fünften Platz. Courtney belegte den neunten Platz und Brandau fuhr am Ende als 21. über die Ziellinie und qualifizierte sich damit zumindest für die dritte Startreihe für das Cross-Country-Rennen am Sonntag. «Mein Hirn hat nicht funktioniert. Ich bin über meinem Limit gefahren und dachte, dass war die letzte Runde. Es war einfach dumm von mir. Es hätte mein erster Sieg werden können, aber die Form stimmt und ich werde künftig besser aufpassen. Jetzt erhole ich mich für Sonntag und greife wieder an», zeigte sich Brandau nach Rennende selbstkritisch.

 

Schurter aggressiv – van der Poel mit besserem Ende
Den Zuschauern blieben nach dem Damen-Rennen nur wenige Minuten durchzuatmen, ehe um 18:15 Uhr die Herren die rund ein Kilometer lange Strecke rund um die Bike Arena in Angriff nahmen. Doch die Topstars der Szene ließen es auf der mit 1.485 Metern zweithöchsten Sprintstrecke im Weltcup zunächst etwas ruhiger angehen. Somit fasste die Spitzengruppe nach fünf von zehn absolvierten Runden immer noch 26 Fahrer. Eine Runde später fasste sich Henrique Avancini (BRA) ein Herz und erhöhte die Schlagzahl. Nur noch Top-Favorit Mathieu van der Poel (NED) und Lokalmatador Nino Schurter (SUI) konnten ihm folgen. In der siebten Runde war es Schurter, der das Tempo bestimmte. Der 32-fache Weltcupsieger zeigte eine für ihn ungewohnte aggressive Fahrweise und versuchte so früh die beiden Top-Sprinter van der Poel und Avancini abzuhängen. Die beiden blieben jedoch dran und in der neunten Runde war es eine explosive Attacke des Niederländers, der zunächst nur Schurter folgen konnte. Aber Avancini kämpfte sich zurück und so ging das Trio gemeinsam in die letzte Runde. Zeitgleich griffen Avacini und van der Poel bei der letzten längeren Steigung an. Schurter konnte nicht folgen und so stand fest, dass die beiden Short-Track-Sieger des Jahres einmal mehr den Tageserfolg unter sich ausmachten.

 

Letztendlich war es das niederländische Powerhouse, das mit seinem finalen unnachahmlichen Antritt bereits seinen fünften Short-Track-Saisonsieg feierte. Damit gewann der Niederländer jedes Sprintrennen, an dem er teil nahm. «Jedes Short-Track-Rennen zu gewinnen ist schön, aber auch hart. Besonders Nino hat heute eine neue Taktik gezeigt und war extrem stark. Mit meiner Saison bin ich sehr zufrieden. Ich habe mich nochmal verbessert und den Schritt zu den Besten geschafft und das ist fantastisch», sagte ein glücklicher van der Poel. Der zweitplatzierte Avancini kannte die Leistung van der Poels an: «Zu Beginn war es eher strategisch bis sich Nino heute von seiner aggressiven Seite gezeigt hat. Er wollte vor seinem Heimpublikum wohl was Besonderes zeigen. Ich habe alles versucht, wollte van der Poel unbedingt schlagen, das war heute vielleicht die letzte Möglichkeit des Jahres. Mein Ziel war es vor ihm auf der Zielgeraden zu sein, deswegen habe ich beim letzten längeren Anstieg angegriffen. Aber sein Antritt ist einfach zu stark.» Und auch der Drittplatzierte Lokalmatador war mit seiner Leistung zufrieden: «Ich habe mich anfangs richtig gut gefühlt und hab versucht anzugreifen. Am Ende haben mir etwas die Körner gefehlt. Mathieu van der Poel ist einfach der Mann, den es im Short-Track zu schlagen gilt. Aber es war mein bestes Short-Track-Rennen und das stimmt mich zuversichtlich für Sonntag. Das Rennen wird eines meiner Saison-Highlights», sagte Schurter.

 

Nach dem Drama um Brandau war es Manuel Fumic (GER), der aus deutscher Sicht für ein mehr als versöhnliches Ergebnis sorgte. Der 37-Jährige erzielte als Sechster nicht nur sein bestes Sprintergebnis, sondern ebenfalls das beste Short-Track-Ergebnis eines deutschen Fahrers. «Ich bin glücklich mit meinem sechsten Platz. Auch, dass meine Teamkollegen Zweiter und Vierter wurden, macht unser Abschneiden natürlich umso erfreulicher. In Lenzerheide macht es immer wahnsinnig viel Spaß, die Leute erscheinen zahlreich und feuern uns enthusiastisch an», sagte Fumic.

 

Das Short-Track-Debüt in Lenzerheide war ein Kräftemessen auf höchstem Niveau und der ideale Opener für ein ereignisreiches Rennwochenende.

 

Samstag ist Downhill-Tag
Nach dem gelungen Auftakt der Cross-Country-Asse am Freitag, haben am Folgetag die Downhill-Cracks ihren großen Auftritt. Los geht’s um 09:45 Uhr mit dem Rennen der Juniorinnen, gefolgt von den Finals der Junioren um 10:15 Uhr. Die Elite-Fahrer geben sich ab 12:30 Uhr die Ehre. Zunächst gehen die Frauen auf die Strecke und ab 13:30 Uhr beendet die Männer Elite den actionreichen Downhill-Tag.

Die Rennen beider Downhill-Elite-Rennen aus Lenzerheide werden live auf Red Bull TV gezeigt. Die Übertragung des Downhill-Rennens der Frauen startet um 12:30 Uhr, gefolgt von der Übertragung der Männer um 13:30 Uhr. Direkt im Anschluss an die Übertragung steht der gesamte Broadcast auf Abruf, auf redbull.tv zur Verfügung.

Ausstehende Rennen UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide:

Datum Uhrzeit (CEST) Disziplin
Samstag, 10.08. 09:45 Uhr Downhill Juniorinnen
Samstag,10.08. 10:15 Uhr Downhill Junioren
Samstag, 10.08. 12:30 Uhr Downhill Frauen Elite
Samstag, 10.08. 13:30 Uhr Downhill Männer Elite
Sonntag, 11.08. 09:00 Uhr Cross Country Frauen U23
Sonntag, 11.08. 11:20 Uhr Cross Country Frauen Elite
Sonntag, 11.08. 13:50 Uhr Cross Country Männer Elite
Sonntag, 11.08. 16:10 Uhr Cross Country Männer U23

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide sorgt dafür, dass in der Region die Straßen leergefegt sind:

 

All photos by © Piotr Staron

Die MTB-Flaniermeile von Hinterglemm

Die Expo Area beim Glemmride 2019 hatte auch dieses Jahr wieder so einiges zu bieten. Die Flaniermeile, die Bikerherzen höherschlagen lässt, zeigt mit Stand an Stand die Top-Produkte von heute und morgen. Für uns ein Grund genug, um ein paar Überraschungsbesuche vorzunehmen.

First Stop: RADON BIKES! Ingo, Head of Marketing hält mit uns einen kurzen Talk, lässt sich bei der Frage nach den upcoming News aber wirklich mal so garnichts aus der Nase ziehen. Eeigentlich schade, aber auch ein Grund, um sich umso mehr auf die Eurobike 2019 zu freuen! Trotz aller Verschwiegenheit, gibt uns Ingo ein paar Infos zum aktuellen Radon Slide Trail mit auf dem Weg. Während unser Besuch bei Radon also eher chilli vanilli verlief, ging es Bliss Protection ziemlich schlagkräftig zur Sache.

Was hat ION mit Tinder zu tun?

Naja, eigentlich garnichts. Aber wer dieses Jahr beim Glemmride war, hat sicherlich mitbekommen, dass der MTB-Sport auch zunehmend, die Herzen vieler Frauen erobert. Und das ist wirklich cool! Denn wer Single ist und die richtige Frau für zukünftige Unternehmungen sucht, wird mit dem Tinder-Radar beim Glemmride mit hoher Sicherheit, die eine oder andere Chance auf Shredding with Love Match, bekommen. Nun, gut. Ich glaube wir sind hier gerade etwas abgeschweift. Aber vielleicht lag das auch nur an unserem nächsten Glemmride Gast, der uns zu einen spontanen Stop bewegte: Celina von ION!


Video: Celina gibt uns ein kleinen Einblick zur Entstehungsgeschichte von ION und präsentiert auch gleich den neuesten Stuff udn wo Frauen sind, ist auch das Thema Schuhe nciht weit entfernt.

30°Celsius, knallende Sonne und ein paar Kurze auf´s Haus. Bei Transition lag es einfach in der Luft: Spaß! Die Jungs von Trailtoys sind wirklich eine witzige Bande. Nachdem Kevin ein paar mal versuchte, mit dem Dirt MTB und Full-Speed auf eine smoothe Art und Weise in den Stand zu driften, wussten wir warum, das Motto von Transition “Party in the woods” ist. Die Jungs des deutschen Distributors aus Königsbrunn, haben uns neben einen detaillierten Einblick in das aktuelle Produktportfolio nämlich auch noch auf ein paar Kurze eingeladen. Prädikat: Besonders spaßig!

Wenn Ihr jetzt Bock auf auf das Glemmride 2020 bekommen habt, reseviert Euch dieses Datum in Eurem MTB-Partykalender für 2020!

Jackson’s Bike School – Besser Biken Auf Nassen Trails!

 

Jackson Goldstone ist zurück mit der 3. Episode seiner Bike School. Da das Wetter nicht immer hält, was es verspricht, wird man auch an sonnigen Tagen mal vom Regen überrascht. Allerdings ist dies noch lange kein Grund sich nicht auf sein Bike zu schwingen. Jackson Goldstone erklärt in seiner neuen How-To Episode, was man bei Nässe beachten sollte und wie man trotz Regen viel Spaß haben kann:

Am vergangenen Wochenende fand zum sechsten Mal das MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis statt und war trotz Regen am Freitag ein voller Erfolg. Die gute Laune wurde nicht getrübt und die Nachwuchsathleten hatten ihren Spaß. Beim „Specialized Rookies Cup“ sowie bei den „iXS International Rookies Championships“ konnten sie auch wieder ihr Bestes geben. Jackson Goldstone hat komplett abgeräumt und beide Rennen gewonnen.

 

Bei jeder Witterung macht Jackson im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis die Trails unsicher und erklärt ausführlich, worauf man bei Nässe achten sollte. Wie werden rutschige Wurzelpassagen und Steine angefahren? Können matschige Anlieger, ohne aus der Kurve zu rutschen, gemeistert werden? Als Kanadier ist Jackson gewohnt bei widrigen Verhältnissen zu shredden und gibt Schritt für Schritt wertvolle Tipps, wie man einem Schlechtwettertag auf jeden Fall trotzen kann.

 

Verpasst die Tipps vom Profi nicht und schaltet wieder bei Jackson’s Bike School ein: „Wie bike ich am besten auf nassen Trails?“

 

Weitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at

 

All photos by © Richard Bos

 

Der UCI Mountain Bike World Cup LIVE aus Lenzerheide – nur auf Red Bull TV

 


Christopher D. Ryan (XCC, DHI, XCO), Tibor Simai (DHI) sowie Nathalie Schneitter & Sabine Spitz (je XCO) mit deutschem Kommentar im Livestream auf Red Bull TV

 

Von Val di Sole geht es direkt weiter zum vorweltmeisterlichen Kräftemessen ins schweizerisch beschauliche Lenzerheide. Dort spitzt sich beim vorletzten Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup des Jahres auch der Kampf um die Spitzenplätze in den Weltcup-Wertungen zu. Eines ist also vorab gesichert: Die Mountainbike-Festspiele am Rothorn werden abermals hochklassig und extrem spannend. Kann sich Tracey Hannah (AUS) vorzeitig ihren ersten Erfolg im Gesamtweltcup sichern? Starten die Franzosen eine neue Downhill-Siegesserie? Wie schlagen sich die beiden Lokalmatadoren Jolanda Neff und Nino Schurter im Kampf um den Tagessieg sowie um den Erfolg im Gesamtweltcup? Erreicht Schurter vor heimischem Publikum den nächsten Meilenstein in der Cross-Country-Geschichte?

 

Wie gewohnt, überträgt Red Bull TV den Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup live und on-demand neben dem englischen, italienischen, portugiesischen und spanischen auch mit deutschem Kommentar. Den sechsten Cross-Country-Saisonevent am 09. August (XCC) und 11. August (XCO) wird Christopher D. Ryan im deutschsprachigen Livestream auf Red Bull TV kommentieren. Beim Hauptrennen am Sonntag erhält der Kult-Kommentator gleich doppelte Unterstützung: Nathalie Schneitter, ehemalige Vize-Weltmeisterin und mehrfache Schweizer Meisterin und Sabine Spitz, Olympiasiegerin und zweifache Weltmeisterin, bilden zusammen mit Ryan ein deutsch-österreichisch-schweizerisches-Dreigestirn. Beim deutschen Livestream des siebten Downhill-Weltcups am Samstag, 10. August, steht Ryan der ehemalige Bike-Profi und Gravity-Allrounder Tibor Simai zur Seite. Die Übertragung der Cross-Country Short-Track-Rennen beginnt am Freitag, 09. August um 17:20 Uhr. Die Übertragungen der Downhill-Rennen am Samstag starten um 12:30 Uhr (Damen) und um 13:45 Uhr (Herren). Die XCO-Rennen gibt es am Sonntag ab 11:00 Uhr (Frauen) und 13:30 Uhr (Männer) live zu sehen.

 

DHI: Kehren die Franzosen auf den Hot Seat zurück? Entscheidung bei den Frauen?
Die Phalanx ist durchbrochen. Erstmals in dieser Saison mussten sich die Franzosen beim Downhill geschlagen geben. Saisonübergreifend sechs Downhill-Siege gingen auf das Konto von Loic Bruni und Amaury Pierron. Weiter ausgeholt waren es gar elf der vergangenen zwölf Rennen, bis Laurie Greenland (GBR) auf der Black Snake in Val di Sole einen Traumlauf zeigte und seinen ersten Weltcupsieg feierte. In Lenzerheide wollen die Franzosen nun zurückschlagen. Die Briten in Person von Greenland und Danny Hart – wurde mit Platten Fünfter – wollen dagegenhalten. Greg Minnaar (RSA) war im Trentino ebenfalls stark. Trotz Sturz wurde er Siebter. Troy Brosnan (AUS) möchte seine schlechteste Saisonplatzierung (10.) ebenfalls schnell wieder vergessen machen. Und David Trummer (AUT) eilt von österreichischem Rekord zu österreichischem Rekord – nächster Halt Lenzerheide.

 

Einen Premierensieg gab es auch in der Frauen Elite: Marine Cabirou (FRA) deklassierte die Konkurrenz um fast zwölf Sekunden und sicherte sich ihren ersten Weltcupsieg. Tracy Hannah (AUS) scheint sich bereits voll auf ihre Mission Gesamtweltcup zu fokussieren – mit 170 Punkten Vorsprung ein nachvollziehbares Unterfangen. Mit einem Erfolg in der Schweiz stehen die Chancen für einen vorzeitigen Titelgewinn sehr gut. Vor heimischer Kulisse wollen auch die beiden Schweizerinnen Camille Balanche und Emilie Siegenthaler ihren Aufwärtstrend fortsetzen und Nina Hoffmann (GER) möchte zurück auf das Podium. Die Deutsche, eine der Shootingstars der Saison, musste nach eindrucksvollen Leistungen zuletzt zwei schwere Crashs wegstecken.

 

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup 2019 mit deutschem, englischem, italienischem, portugiesischem und spanischem Kommentar vom 09. – 11. August LIVE aus Lenzerheide und on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

 

XC: Neff und Schurter wollen Heimsiege
In der Cross-Country-Hochburg Schweiz richten sich die Blicke natürlich auf die heimischen Superstars Jolanda Neff und Nino Schurter. Neff hat beim Heim-Weltcup erstmals in dieser Saison die Gesamtführung inne und möchte diese mit ihrem ersten Saisonsieg im olympischen Cross Country weiter ausbauen. Doch Kate Courtney (USA) will sich die Führung zurückholen. Die amtierende Weltmeisterin hat nach ihrem schwächeren Abschneiden in Vallnord nur eine Woche später mit einem Doppelsieg in Les Gets gekontert. Gleiches hat sich die fünffache Saisonsiegerin nun für Lenzerheide vorgenommen, nachdem sie zuletzt in Val di Sole nicht überzeugen konnte. Ein gutes Omen: Ihren WM-Titel gewann sie im Vorjahr in Lenzerheide. Aber es wird voraussichtlich nicht nur ein Zweikampf zwischen Neff und Courtney. Pauline Ferrand-Prévot (FRA) hat sich nach ihren beiden Bein-OPs von Dezember im bisherigen Saisonverlauf stark verbessert und in Val di Sole triumphiert. Anne Tauber, Anne Terpstra (beide NED), Jenny Rissved (SWE), Yana Belomoina (UKR), Sina Frei (SUI) und Elisabeth Brandau (GER) komplettieren das breite Favoritenfeld.

 

Im Feld der Männer hat sich Mathieu van der Poel (NED) in Val di Sole nach seiner kurzen Sommerpause wieder mit gewohnter Dominanz präsentiert. Weder Henrique Avancini (BRA) im Short-Track noch Nino Schurter oder Mathias Flueckiger (beide SUI) im Hauptrennen, konnten ihm folgen. Der Sieg sowohl im XCC als auch im XCO geht also nur über den fliegenden Holländer. Mit dem Heimvorteil im Rücken wollen ihm Schurter und Flueckiger den Sieg jedoch streitig machen. Schurter hat dabei nicht nur den Heimsieg vor Augen, sondern auch den Allzeitrekord von Julien Absalon (FRA). Ein Erfolg und Schurter hätte die 33 Weltcupsiege des Franzosen egalisiert.

 

Spannung und Dramatik sind für Lenzerheide also vorprogrammiert. Red Bull TV überträgt den Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup live und on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv. Die Live-Übertragung startet am Freitag, 09. August, um 17:20 Uhr. Weitere aktuelle Informationen und noch mehr actionreiche Unterhaltung rund um das Thema Mountainbike finden sich auf dem Red Bull Bike Channel auf redbull.tv/bike.

 

Zeitplan des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide – LIVE auf Red Bull TV:
(alle Zeitangaben in CEST, Wiederholungen der Live-Übertragungen gibt es jeweils direkt im Anschluss)

Lenzerheide XCC Frauen: Freitag, 09. August, ab 17:20 Uhr live auf Red Bull TV
Lenzerheide XCC Männer: Freitag, 09. August, direkt im Anschluss an das Frauen-Rennen live
Lenzerheide DHI Frauen: Samstag, 10. August, ab 12:30 Uhr live auf Red Bull TV
Lenzerheide DHI Männer: Samstag, 10. August, ab 13:45 Uhr live auf Red Bull TV
Lenzerheide XCO Frauen: Sonntag, 11. August, ab 11:00 Uhr live auf Red Bull TV
Lenzerheide XCO Männer: Sonntag, 11. August, ab 13:30 Uhr live auf Red Bull TV

 

All photos by © Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool

Thomas Genon spricht über Reha, Red Bull Rampage und die Dinge so zu nehmen wie sie kommen

 

Als sich Thomas Genon im März wieder auf die große Bühne der Slopestyle Welt bei Crankworx Rotorua begab und den ersten Contest der Saison fahren wollte, kamen die Dinge anders als gedacht. Wie jedes Jahr läutet Crankworx Rotorua den Start für die Crankworx FMBA Slopestyle World Championship Saison ein und ist der erste große Contest für alle Slopestyle Athleten. Die Rider arbeiten hart an ihren Tricks während der Off-Season, um sie in Rotorua endlich zeigen zu können. Auch das belgische Slopestyle-Talent, Thomas Genon, war perfekt vorbereitet und bereit alles zu geben. Doch dann kam alles anders. Als er gerade vom legendären Rotorua Startturm losfuhr und mit einem Opposite 360 Tuck No-Hander seinen Run begann, kugelte seine Schulter während dem Sprung nach unten aus und er stürzte. 

 

„Ich kann einfach nicht fassen, dass das passiert ist, aber ich kann nichts daran ändern. Das kommt normalerweise nicht vor. Wenn ich einen No-Hander mache, dann kugelt sich meine Schulter für gewöhnlich nicht aus. Der erste Jump der Saison, die Schulter drehte sich aus und ich konnte nicht mehr nach meinem Lenker greifen“, sagte Genon gleich nach seinem verrückten Unfall.

Jetzt, knapp fünf Monate später, hat Genon den schwersten Teil seiner Reha hinter sich gebracht. Er hatte mental, wie auch körperlich vor vielen Herausforderungen gestanden. „Normalerweise bin ich ein sehr positiver Mensch und ich liebe die Herausforderungen. Aber zum Ende des Reha-Prozesses habe ich diese positive Einstellung verloren. Das Schwierigste für mich ist definitiv nicht Biken zu können. Dennoch macht die Reha jetzt viel mehr Spaß als bis vor zwei Monaten noch. Ich bin jetzt endlich in der Lage ein echtes Training zu absolvieren und Dinge zu tun, die Spaß machen.“

 

Eine der größten mentalen Herausforderungen für Genon war es, während der gesamten Slopestyle-Saison ins Abseits zu geraten. Zudem musste er die schwere Entscheidung treffen beim größten Event des Jahres, dem Red Bull Joyride in Whistler, der am 17. August stattfindet, nicht anzutreten. „Ich war während der ganzen Slopestyle-Saison nur Zuschauer und konnte an keinem Contest teilnehmen. Für eine Weile dachte ich, dass ich für Whistler wieder bereit wäre, aber dieses Mal mache ich es richtig und werde mein Comeback erst feiern, sobald ich wieder ganz gesund bin.“

 

Seit er wieder auf seinem Bike sitzt, geht er die Dinge langsam und ruhig an. Meistens trainiert er an seinem Home Spot: „Es ist ein großartiger Spot zum Trainieren, aber es ist auch noch etwas früh alles rauszuholen. Bald jedoch werde ich den Platz so nutzen können wie sonst immer und Vollgas geben.“

Ein Event, das Thomas dennoch nicht verpassen konnte, war der Reboul Jam in Chatel, Frankreich. „Diese Line war eine der ersten Jump Lines seit meiner Operation. Es war fantastisch zu biken und ich war sehr glücklich wieder alle meine Bike-Freunde zu sehen. Ich war wieder Teil dieser Leidenschaft zum Biken, die uns alle verbindet. Das ist genau das, was ich liebe“, sagte Genon.

 

Genon hat Red Bull Rampage ins Visier genommen, für den er sich durch den 5. Platz in 2018 qualifiziert hat. „Rampage hat mich dieses Jahr definitiv motiviert alles zu geben und schnell wieder fit zu werden. Ich freue mich immer mehr auf diesen Contest und kann es kaum erwarten mein Comeback dort zu feiern.“

Vor seiner Verletzung verbrachte Genon einige Zeit mit der Anthill Film Crew auf Hawaii und in der Schweiz um für ihren neuen Film „Return to Earth“ zu filmen. Er drehte viele spannende Segmente zusammen mit Top-Athleten wie Emil Johansson, Ryan „R-Dog“ Howard, Casey Brown und Brett Rheeder. Das Filmen bedeutet für Genon, der Welt zeigen zu können, wie seine Fahrkünste genau aussehen sollen. Hier kann er seine Tricks immer wieder ausprobieren, bis sie perfekt sitzen. Im Gegensatz zu Contests, bei dem ein Athlet nur 2 Runs hat und jeden Trick nur einmal pro Run wirklich ausführen kann.

 

„Das Filmen mit Anthill und der Crew war wie ein wahr gewordener Traum. Es fühlte sich natürlich nicht wie Urlaub an, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Filmer wie auch Athleten waren alle mit viel Leidenschaft bei der Sache und machten die Produktion zu etwas großartigem. Wenn nur die kleinste Sache schiefgelaufen ist, haben wir es so lange weiter versucht, bis es klappte.“

Auch wenn Genon Red Bull Joyride zum ersten Mal seit 2012, als er den Event gewonnen hat, verpassen wird, ist er dennoch über das hohe Level des Bikens und dem Fortschritt des Sports begeistert.

Seit 2012 gab es keinen anderen Europäer außer Genon, der in Whistler den 1. Platz belegte. Doch wie sieht es dieses Jahr aus? Wird 2019 ein anderer Europäer auf die Podiumsspitze klettern können? Laut Genon stehen die Chancen auf jeden Fall hoch.

 

„Es ist wirklich schwer zu sagen, wer dieses Jahr Red Bull Joyride gewinnen wird, da alle Rider dieses Jahr absolut abgehen.“

Red Bull TV überträgt Red Bull Joyride LIVE und on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv. Die Live-Übertragung startet am Samstag, 18. August, um 01:30 Uhr (CEST). 

 

All photos by © Graeme Murray / redbullcontentpool