PM: 29. Mountainbike WM: Medaillenregen in Lenzerheide vorhergesagt

In wenigen Wochen richten sich die Augen der Mountainbike-Welt auf Lenzerheide in der Schweiz für das große Finale der Mountainbike Saison. Vom 5. bis zum 9. September werden die besten Mountainbiker der Welt und die Nachwuchsstars der Folgegeneration bei den UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz um die heiß begehrten Regenbogen-Trikots und die Weltmeistertitel fahren. Die Cross Country und Downhill Athleten werden an fünf Tagen rund 30.000 Zuschauer in Ekstase versetzen. Eintrittskarten für einzelne Tage oder für die gesamte actionreiche Woche gibt es online unter www.lenzerheide2018.com.

Fanwahnsinn in Lenzerheide vorprogrammiert

Und wie war dein Wochenende so? Wem diese Frage nach der Weltmeisterschaft in Lenzerheide gestellt wird, dem werden sicherlich viele Bilder durch den Kopf gehen: jubelnde Massen, knatternde Motorsägen, verrückte Fan-Outfits, ruppige Downhill Läufe für die Geschichtsbücher, gequälte Gesichtsausdrücke auf der Cross Country Strecke, Champagnerduschen, Regenbogen-Trikots und jede Menge Stoke. Wie die Reaktion auf diese Frage im Nachgang der WM ausssehen könnte, zeigt der neue Trailer. Rund 800 helfende Hände werden in den nächsten Wochen und in der WM-Woche selbst alles dafür tun, dass diese Weltmeisterschaft mit ihren 11 Entscheidungen und 15 Stunden Rennaction erfolgreich wird. Welche der über 700 Sportler und Sportlerinnen schaffen es auf das Podium und schnappen sich eine der 33 Medaillien?

STRAIGHTline zu Gold – Schlagen die Gebeutelten zurück?

Zwei Wochen haben die Athleten Zeit, sich von den Strapazen der Weltcup Saison zu erholen, bevor es bei der Dowhill Weltmeisterschaft in 1.904 m Höhe an den Start geht. Für Loïc Bruni (FRA) und Miranda Miller (CAN) wird es darum gehen ihre Titel aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. Doch die extrem starke Konkurrenz wird es ihnen schwer machen. Für die Französin Myriam Nicole (FRA) dürften die Festspiele um das Regenbogen-Trikot eine große Rolle im weiteren Saisonverlauf spielen. In Führung liegend zerschlugen sich alle Träume auf die Weltcup-Titelverteidung als sie sich in Val Di Sole eine Rückenverletzung zuzog, die sie daran hinderte, sowohl in Italien als auch in Vallnord, Andorra, an den Start zu gehen. Kann Nicole sich nach ihrer Genesung gegen die jetzigen Top-Favoritinnen Rachel Atherton (GBR), Tahnee Seagrave (GBR) und Tracey Hannah (AUS) durchsetzen und die erste französische Weltmeisterin seit Morgane Charre (2012) werden? Nachdem sie in den letzen beiden Jahren jeweils mit Silber im Gepäck nach Frankreich zurückkehrte, brennt sie sicherlich darauf endlich ganz oben zu stehen.

Bei den Männern werden zwei Herrschaften nach einem bisher unglücklichen Saisonverlauf umso mehr darauf brennen Bruni an der Titelverteidigung zu hindern und auch anderen Titelkandidaten wie Amaury Pierron (FRA), Laurie Greenland (GBR), Brook MacDonald (NZL), Loris Vergier (FRA) und Troy Brosnan (AUS) gefährlich zu werden. Sowohl Aaron Gwin (USA) als auch der dreifache Weltmeister Greg Minnaar (RSA) sahen sich durch Verletzungen im Kampf um die Weltcup-Krone gehindert. Der Weltmeistertitel ist jedoch für beide ein Ziel, welches die Saison aus ihrer Sicht noch retten kann und auch wenn noch zwei Weltcups anstehen, blickt Lenzerheides Vorjahressieger Minnaar schon mit einem Auge auf die Weltmeisterschaft: „Obwohl ich eigentlich noch im Weltcup-Modus bin, fällt es mir nicht allzu schwer mich neben dem Weltcup auch auf die Weltmeisterschaft zu konzentrieren. Es gibt sicherlich Elemente meines Trainings, die nach und nach schon jetzt in Hinblick  auf Lenzerheide eingebaut werden, aber grundstäzlich bliebt meine Vorbereitung in den nächsten Wochen wie gehabt“, erklärt der Südafrikaner, der seine erste Weltmeisterschaft 1997 ebenfalls in der Schweiz absolvierte, und führt fort, “Mir ist es wichtig, dass ich bis Lenzerheide wieder meinen Speed drauf habe und mich wieder wie ich selbst fühle. Es hat mich durchaus zusätzlich motiviert in den letzten Rennen nicht mitfahren zu können. Ich muss aber auch gestehen, dass ich Spaß hatte unseren großartigen, actionreichen und emotionsgeladenen Sport abseits der Strecke zu verfolgen. Ich will aber unbedingt wieder auf statt abseits der Stecke Gas geben. Da gehöre ich einfach hin.“

Die Lokalmatadoren – Qual der Wahl im Cross Country

Für die Schweizer Athleten im Feld wird die heimische Weltmeisterschaft eine ganz besondere Angelegenheit. Insgesamt gilt es für die Schweizer darum zumindest die 8 Medallien aus Cairns wieder zu holen – im Idealfall wird die Ausbeute natürlich ausgebaut. Eine, die den Medaillenschatz des Vorjahres ausbauen könnte ist Emilie Siegenthaler. In Cairns noch ohne Downhill-Medallie, hat sie bereits im letzten Jahr mit einem starken dritten Platz in Lenzerheide bewiesen, dass sie sich auf der STRAIGHTline sehr wohlfühlt. Doch die Paradedisziplin des Gasgebers ist sicherlich das Cross Country. Neben den Überfliegern Nino Schurter und Jolanda Neff, die momentan beide ihre Kategorien im Weltcup anführen, ist die Liste an weiteren Medaillien-Kandidaten gefühlt unendlich: Mathias Flückiger, Florian Vogel, Lars Forster, Thomas Litscher bei den Männern und Linda Indergand, Alessandra Keller und Sina Frei bei den Frauen sind nur einige Namen, die an einem guten Tag Medallienkandidaten sein können. Sina Frei und Alessandra Keller werden bereits am Freitag für eine grandiose Stimmung am Streckenrand sorgen. Die beiden jungen Athletinnen sind die großen Gold-Medallien-Hoffnungen der Schweizer in der U23, wenn sie mit ihren Konkurrentinnen um 14.30 Uhr ins Rennen starten. Bei solch einer riesigen Auswahl an Spitzenathleten, kann man schon neidisch werden.

Spanndender Kampf ums Edelmetal garantiert

Doch wer könnte den Lokalmatadoren das Leben im Cross Country Elite schwer machen? Bei den Männern ist die Konkurrenz für Nino Schurter dieses Jahr so stark wie seit langem nicht mehr. Mathieu van der Poel (NED), Sam Gaze (NZL), Anton Cooper (NZL), Gerhard Kerschbaumer (ITA), Stephan Tempier (FRA) und Maxime Marotte (FRA) konnten alle den sechsfachen Weltmeister im Laufe der Saison gehörig unter Druck setzen. Werden sie in der Lage sein, Schurter bei seinen Festspielen vor heimischem Publikum in die Suppe zu spucken? Für die amtierende Weltmeisterin und derzeitig Führende im Weltcup, Jolanda Neff, läuft bisher alles wie am Schnürchen. Doch auch sie muss sich in jedem Rennen erneut gegen Konkurrentinnen wie Annika Langvad (DEN), Maja Wloszczowska (POL), Anne Tauber (NED), Yana Belomoina (UKR) und Pauline Ferrand Prevot (FRA) durchsetzen. Spannende Rennen um das Regenbogen Trikot sind auf der anspruchsvollen 4,2-Kilometer-langen Strecke am Samstag, 8. September, vorprogrammiert.

5 Tage Mountainbike-Action, 11 Entscheidungen, 33 Medaillen

Mittwoch, 5. September 2018
16.30 Uhr      Eröffnungsfeier
17.30 Uhr      Cross Country Team Relay
18.45 Uhr      Siegerehrung Cross Country Team Relay
19.00 Uhr      Shimano Opening Party

Donnerstag, 6. September 2018
14.00 Uhr      Damen Junioren Cross Country
15.30 Uhr      Siegerehrung Damen Junioren Cross Country
16.30 Uhr      Herren Junioren Cross Country
18.00 Uhr      Siegerehrung Herren Junioren Cross Country

Feitag, 7. September 2018
10.15 Uhr      Qualifikation Damen und Herren Junioren Downhill
11.30 Uhr      Qualifikation Damen und Herren Elite Downhill
14.30 Uhr      Damen U23 Cross Country
15.45 Uhr      Siegerehrung Damen U23 Cross Country
16.30 Uhr      Herren U23 Cross Country
17.45 Uhr      Siegerehrung Herren U23 Cross Country

Samstag, 8. September 2018
12.30 Uhr      Damen Elite Cross Country
15.30 Uhr      Herren Elite Cross Country
17.00 Uhr      Siegerehrung Damen und Herren Elite Cross Country

Sonntag, 9. September 2018
09.30 Uhr      Damen Junioren Downhill
10.15 Uhr      Herren Junioren Downhill
11.15 Uhr      Siegerehrung Damen und Herren Junioren Downhill
13.00 Uhr      Damen Elite Downhill
14.30 Uhr      Herren Elite Downhill
16.45 Uhr      Siegerehrung Damen und Herren Elite Downhill

 

Neben der ganzen Rennaction wird es auch dieses Jahr unzählige Side-Events, Partys und eine 7.500m2 große Expo-Area geben, wo sich etliche Aussteller und natürlich die Teams des Downhill- und Cross Country-Rennzirkus präsentieren werden.

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Fridays for Future – Globaler Klimastreik

Am Polarkreis brennen Wälder, der brasilianische Regenwald wird gerodet und wir sind vom sechsten großen Massenaussterben betroffen. Als fahrradfahrender Nature-Lover solltest Du morgen die Chance wahrnehmen, um dich für Wälder, Meere und Seen dieses Planeten zu erheben.

Beim globalen Klimastreik wird für morgen in über 200 Ländern dazu aufgerufen, auf die Straßen zu gehen. Allein in Deutschland finden morgen bundestweit 533 statt. Die Demos in deiner Nähe findest Du hier!

Charles Cole und die Story hinter FIVE TEN und adidas

Die Marke der Mutigen trifft adidas Outdoor

Vielen ist es bereits seit Jahren bekannt und manchen auch nicht, aber Five Ten gehört seit 2011 zu adidas. Was viele nicht wissen, Five Ten hat seinem Ursprung im Berg- und Klettersport. Die inzwischen deutsche Firma wurde 1985 von Charles Cole (rechts im Bild) zusammen mit seiner Familie gegründet. Der Betrag für die Aufnahme in den Großkonzern brachte Cole sage und schreibe 25 Millionen US-Dollar.

Bild zeigt Charles Cole und seine Familie

Was interessant ist, dass FIVE TEN damals aus der Not heraus entstanden ist. Cole war ein wagemutiger Kletterer und berühmt für seine waghalsigen Runouts und seinem grenzenlosem Vertrauen in windige Sicherungen beim Techno-Klettern. Doch als Cole die Route „Space“ VI 5.10 A4 am El Capitan fertigstellte und zurück im berühmten Camp 4 einkehrte, hing eine Nachricht für ihn am schwarzen Brett. Sein Vater hat einen Schlaganfall und Herzinfarkt erlitten. Auf einmal fehlte Cole und seiner Famile das Geld zum Leben wie er in einem Interview dem Adventure Sports Journal berichtete und somit sah er es nun als seine Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, wozu sein Vater nun nicht mehr in der Lage war. Cole wollte selbst nie in der Kletterindustrie arbeiten – zu groß die Angst, den Spaß am Sport zu verlieren. Doch Cole hatte hier einfach seinen Spirit, seine Leideschaft und es war das einzige, wo er sich vielleicht besser auskannte als so manch anderer.

Bild zeigt eine 5:10 Kletterwand am Yosmite

 

Bild Zeigt Charles Cole am El Capitan 1980

Der Name Five Ten rührt vom Schwierigkeitsgrad 5:10, der dem der Extremanstiege in Yosmite entspricht, siehe Bild. Und Cole wusste, was ihm selbst als Extremkletterer fehlt und machte sich an die Arbeit. Er setzte sich in die Bibliothek des Kalifornischen Technologieinstitutes und las alles, was er finden konnte über Gummi. Zusammen mit Chemikern einer Gummiproduktion entwicklete er die uns allseits bekannte “Stealth Rubber” Gummimischung. Diese Mischung besohlt auf ein paar bequemen 10$ Tennisschuhen aus Polen legte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte von Five Ten.

Bild zeigt die ersten Five Tennies

In den 90er Jahren erkannte dann auch die Mountainbike-Community, dass die Vorteile von Five Ten Performance Footwear über die Welt des Kletterns weit hinausgeht. Und somit kam es wie es kommen sollte. Ab 2000 war es dann soweit. Nachdem Five Ten erfuhr, dass berühmte Downhill Racer wie Chris Kovarik and Nathan Rennie auf die Five Ten Stealth Rubber Gummimischung vertrauen, begann die die Produktion im MTB-Sektor. 2002 gewann Sam Hill mit den Five Ten am Fuß den UCI World Cup. Seither dominiert die Marke den Schuhsektor der Fahrradindustrie.

Bild zeigt Max Kovarik mit seinen FIVE TEN

Dann im Jahr 2011 war es soweit – Five Ten wurde Teil des adidas Konzerns. Und viele denken mit hoher Sicherheit. Und wieder einmal hat ein großer Konzern eine nicht so große Firma geschluckt. Allerdings war Cole über das Angebot von Adidas damals mehr als erfreut – Zitat Cole: „Ich hatte in den letzten zehn Jahren Design-Ideen, die ich mir nicht leisten konnte. Mit adidas kann ich sie verwirklichen. Es war der perfekte Deal. Wir machen Dinge, die adidas nicht unter ihrem eigenen Namen tun kann, und sie brachten dringend benötigtes Kapital ein. Bei Five Ten gibt es eine Menge Innovationen. Wir arbeiten an einigen wirklich schönen und eleganten Lösungen für einige langjährige Designprobleme.“

Cole verstarb am 14. Juli 2018 im Alter von 63 Jahren.

Cahrles Cole – Erfinder, Pionier, Gründer von Five Ten, Ehemann und Vater von 3 Kindern

Dieses Jahr, 2019 wurde das adidas Five Ten Collaboration-Logo geboren, was ab sofort auf allen Neuentwicklungen der Five Ten Schuhe zu sehen ist.

Mit einem Tribut an John Cole wird adidas neben anderen coolen Modellen eine Edition auf den Markt bringen, die uns zurück in das Jahr 1985 und der Geburtsstunde von bringt. Der Five Tennie ist zwar kein MTB-Schuh, aber defintiv ein Schuh mit Geschichte, den es sich zu kaufen lohnt.

Epic Bikepark Leogang: Mit Vollgas in den goldenen Herbst

Steinbergline by FOX ©Klemens König

Nach einem erfolgreichen BIKE Festival, bei dem die Besucher die Neuheiten für die anstehende Bike-Saison ausgiebig testen konnten, gibt es bereits die nächsten erfreulichen Nachrichten aus der Region Saalfelden Leogang. Hobby-Ridern steht im Epic Bikepark Leogang ein goldener Herbst bevor. Bis 03. November können die Shredder ihrer Leidenschaft in vollem Umfang nachgehen und sollten sich vor allem das Wochenende am 05. und 06. Oktober vormerken.

BIKE Festival ©Delius Klasing_Martin Sass
BIKE Festival Saalfelden Leogang ©Delius Klasing_Martin Sass

Einmal mehr war der Epic Bikepark Leogang 2019 Schauplatz eines Mountainbike-Events, das die Szene begeisterte. Unter dem Motto „Messe, Sport und Party“ stellten vergangenes Wochenende beim BIKE Festival 60 Austeller, 100 Marken und 1.000 Teilnehmer den rund 8.000 interessierten Besuchern die Top-Neuheiten der kommenden Saison vor.

BIKE Festival ©Delius Klasing_Martin Sass
BIKE Festival Saalfelden Leogang ©Delius Klasing_Martin Sass

Zusätzlich setzten die Scott Enduro Series, der Rocky Mountain BIKE Marathon, der GHOST Recon Ride sowie die Scott Junior Trophy und der Red Bull Pump Track World Championship Qualifier sportliche Highlights und läuteten zugleich den goldenen Herbst ein. Denn die guten Nachrichten um den Epic Bikepark Leogang reißen nicht ab: In besagter Jahreszeit nimmt die Bike-Saison nochmal richtig Fahrt auf.

Antonius Trail ©Klemens König
Antonius Trail ©Klemens König

Vollgas shredden bis 03. November
Bis einschließlich 03. November können Hobby-Shredder die gesamten Lines und Trails in und um den Epic Bikepark Leogang unsicher machen. Bis 20. Oktober befördert die Asitzbahn die Rider nach oben und ab 21.10. übernimmt die Steinbergbahn den Transport zum Ausgangspunkt der Bike-Abenteuer. Biker und alle, die es werden wollen, können zudem vollumfänglich auf Fahrtechniktraining, geführte Touren und weitere Angebote der Bikeschule Elements Outdoorsports zurückgreifen. Auch der Riders Playground samt des neuen 5.000 m² großen Pumptracks ist bis Anfang November ohne Einschränkung geöffnet.

Pumptrack Epic Bikepark Leogang ©Michael Geißler
Pumptrack Epic Bikepark Leogang ©Michael Geißler

Ein weiteres Highlight des goldenen Herbstes ist das traditionelle Fan-Wochenende. Am 05. und 06. Oktober bedankt sich der Epic Bikepark Leogang mit einem Get-together bei seinen Shapern und Besuchern. Als Specials gibt es 20 Prozent auf die Liftkarten, kostenfreies Campen, ein Spaßrennen auf dem Bongo Bongo-Trail am Samstag, eine Shred-Überraschung am Sonntag sowie weitere Aktionen. Einem heißen Herbst steht nichts im Wege.

Nina Hoffmann ©Moritz Ablinger
Nina Hoffmann ©Moritz Ablinger

Aber auch das kommende Jahr wirft bereits seinen Schatten voraus: Vom 04. bis 06. September 2020 findet im Epic Bikepark Leogang die UCI Mountain Bike Downhill Weltmeisterschaft präsentiert von Mercedes-Benz statt.

Weitere aktuelle News, Termine und Informationen zu den Strecken des Epic Bikepark Leogang gibt es auf bikepark-leogang.com, instagram.com/BikeparkLeogang oder facebook.com/BikeparkLeogang.

Für einen „runden Rad-Urlaub” gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie den Salzburger Hof, Bio Hotel Rupertus, Hotel Bacher, Hotel Riederalm, Hotel Ritzenhof, Mama Thresl, Hotel Saliterhof, Hotel Forsthofalm und Hotel Der Löwe sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer oder Sport 2000 Simon. Zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, für geführte Touren oder für Fahrtechniktraining bietet die Bikeschule Elements Outdoorsports ein umfangreiches Angebot an. Eine Liste aller bikefreundlichen Unterkünfte in der Region Saalfelden Leogang befindet sich hier: saalfelden-leogang.com/de/region-erleben/biken/bikefreundliche-betriebe.

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf saalfelden-leogang.com, instagram.com/Saalfelden_Leogang oder facebook.com/SaalfeldenLeogang.

Bikepark Leogang ©Klemens König
Epic Bikepark Leogang ©Klemens König

Jackson’s Bike School – So lernst du 3 einfache Tricks im Bikepark!

 

Die 4. Episode von Jackson‘s Bike School ist da!

Es geht in die vierte Runde mit Jackson’s Bike School. Dieses Mal demonstriert der junge Kanadier drei einfache Tricks für den Bikepark und gibt hilfreiche Tipps, wie man sich dabei Schritt für Schritt steigern kann. Von Nose-Bonk über Tabletop zu Shralp können alle Mountainbike-Fans ihr Trick-Repertoire mit Jackson erweitern und an ihrem Style feilen: 

 

Mit seinem breiten Angebot an Trails für Jung und Alt ist der Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis der perfekte Spiel- und Übungsplatz für das Lernen und Verbessern von Tricks unterschiedlichsten Niveaus. Aber auch außerhalb des eigentlichen Bikeparks gibt es in Serfaus-Fiss-Ladis zahlreiche Möglichkeiten seine Fähigkeiten und seinen Style auf dem Bike zu verbessern: Kids Park, Training Area, Pumptrack, Slopestyle-Kurs oder Airbag eignen sich perfekt für alle Shredder, die ihre Bike-Skills verfeinern und dabei auch noch viel Spaß haben möchten.

 

Wer schon immer wissen wollte, wie ein Nose-Bonk über einen Step-Up funktioniert, seinen Style beim Tabletop perfektionieren oder einen lässigen Shralp durch den Anlieger machen möchte, ist hier bei Jacksons How-To-Serie genau richtig.

 

Schaltet wieder bei Jackson’s Bike School ein und holt euch die Tipps vom Profi: „So lernst du 3 einfache Tricks im Bikepark.“

 

Weitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at

 

All photos by © Richard Bos

Nicholi Rogatkin beim Glemmride 2019 – Interview

Nicholi Rogatkin dürfte keinem von Euch ein fremder Name sein. Der Weltklassen-Slopestyler aus den USA hat letztes Jahr die Triple Crown of Slopestyle gewonnen und gilt als einer der erfolgreichsten Jungs im Contest-Geschehen. Er hat bereits unzählige Events für sich entschieden, darunter auch einige Crankworx Tourstops.

Und Nicholi fällt einfach auf! Durch seine revolutionären Tricks, seine unglaublichen Sprunghöhen und seine unzerstörbar wirkende Zielstrebigkeit hat ihn an die Weltspitze im Slopstyle getrieben. Nicht umsonst ist Nicholi einer der Gründe, warum sich tausende Zuschauer zu Events wie dem Glemmride oder Crankworx bewegen, um sich dort die Shows der weltbesten Athleten diesen Planetens anzuschauen. Inmitten der Final-Qualifikationen haben wir uns mit ihm zusammengesetzt, um mit ihm sein Wahnsinns-Jahr 2018 als auch den diesjährig etwas holprigeren Saisonauftakt zu rekapitulieren.

#FullgasMTB: Emotionaler Comeback-Sieg von Rissveds – van der Poel bezwingt Schurter und Flückiger

 

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup ging am Sonntag mit den Cross-Country-Bewerben emotional und hochklassig zu Ende. Jenny Rissveds (SWE) und Mathieu van der Poel (NED) begeisterten 13.000 Zuschauer. Nino Schurter und Mathias Flückiger (SUI) hielten mit den Plätzen zwei und drei am letzten Tag der MTB-Festspiele am Rothorn die schweizer Fahnen hoch.

 

Trockene und sonnige Bedingungen begrüßten Athleten und Zuschauer am Sonntag zu den mit Spannung und vor allem auch mit Begeisterung erwarteten Cross-Country-Rennen. Die Hoffnungen 13.000 Fans ruhten auf den Lokalmatadoren Jolanda Neff und Nino Schurter (beide SUI) – doch der Tag sollte eine andere emotionale Wendung nehmen. Nach vier zweiten Plätzen im Cross Country 2019 hatte Neff nur ein Ziel: ihren ersten Saisonsieg und gleichzeitig ihren ersten Heimsieg einfahren. Schon in der Einführungsrunde übernahm die amtierende Gesamtweltcupsiegerin die Führungsarbeit. Der Tempoverschärfung von Anne Terpstra (NED) in der dritten von fünf Runden konnte Neff jedoch nicht mehr folgen. Nur Jenny Rissveds (SWE) und Pauline Ferrand-Prévot (FRA) konnten mit der Niederländerin mithalten. Eine Runde später musste auch Short-Track-Siegerin Ferrand-Prévot abreißen lassen und fuhr hinter dem Spitzenduo einen ungefährdeten dritten Platz ein. Den Tagessieg holte sich Rissveds. Die Schwedin attackierte am langen Anstieg zu Beginn der fünften und letzten Runde, distanzierte Terpstra und fuhr einem emotional überwältigenden zweiten Weltcupsieg entgegen. Schon auf der Zielgeraden konnte Rissveds ihre Emotionen kaum zurückhalten, im Ziel ließ sie ihren Tränen freien Lauf.

 

Zwei Jahre lang war Rissveds wegen Depressionen, wie sie offen und öffentlich bekannte, nahezu von der Bildfläche verschwunden. Die Olympiasiegerin von 2016 kehrte in diesem Jahr in Nové Město (CZE) wieder auf die große Weltcup-Bühne zurück. In Vallnord (AND) fuhr sie als Fünfte erstmals wieder auf das Podium und erzielte in der vergangenen Woche in Val di Sole (ITA) den dritten Platz. Ihre atemberaubende Comeback-Saison krönt die erst 25-Jährige nun mit dem Triumph in Lenzerheide. «Dieser Sieg bedeutet mir unfassbar viel. Die vergangenen zwei Jahren hatte ich eine extreme Lebenskrise. Mein Erfolg soll auch als Message für alle zu sehen sein, die in einer ähnlichen Lage sind, wie ich damals war: Gebt niemals auf! Mit dem Sieg hat sich für mich ein Kreis geschlossen», sagte eine emotionale Rissveds, die 2016 in Lenzerheide ihren ersten Weltcupsieg feierte.

 

Im Ziel freute sich die zweitplatzierte Terpstra mit ihrer Rivalin: «Ich freue mich wahnsinnig für Jenny. Nach all dem, was sie durchmachen musste, ist es schön sie gewinnen zu sehen. Für mich war die gesamte Woche harte Arbeit. Ich muss meinem Team danken, das mir extrem geholfen hat, da ich zunächst kein gutes Gefühl auf dem Bike hatte und ohne die Hilfe des Teams auf dem technischen Kurs den zweiten Platz nie erreicht hätte», sagte die Niederländerin. Hinter der Dritten Ferrand-Prévot verlor Neff ihren sicher geglaubten vierten Platz durch einen Defekt am Hinterreifen in der letzten Runde. Die 26-Jährige musste sogar noch ihre große Rivalin im Kampf um den Gesamtweltcup passieren lassen und überquerte hinter der siebtplatzierten Kate Courtney als Achte die Ziellinie. Im Weltcup führt Neff vor dem anschließenden Event in Snowshoe (USA) mit 73 Punkten vor Courtney. Vierte und damit beste Schweizerin wurde Sina Frei. Catharine Pendrel (CAN) komplettierte das Podium als Fünfte.

 

Van der Poel sichert sich doppeltes Double – Schweizer auf Rang zwei und drei
Damit lagen alle Hoffnungen auf einen Heimsieg auf Nino Schurter und der Lokalmatador machte seine Absichten schon in der ersten Runde deutlich. Der Antritt des zweifachen Saisonsiegers zog das Feld auseinander. So führten die Protagonisten vom Freitag, Schurter, Henrique Avancini (BRA) und Mathieu van der Poel (NED) zunächst das Feld an. Aber Mathias Flückiger (SUI) hat beflügelt von der heimischen Kulisse den Anschluss geschafft und vorübergehend die Spitze in ein Quartett verwandelt. Schon in der zweiten von sechs Runden trat van der Poel an und der Zweikampf zwischen ihm und Schurter um den Tagessieg begann, denn kein Verfolger konnte mit dem Top-Duo mithalten. Bis zum vorletzten Umlauf wechselten sich die beiden Spitzenathleten mit der Führungsarbeit ab, ehe der Niederländer erneut seinen Turbo zündete und in der letzten Runde den Vorsprung souverän ins Ziel brachte. Wie sehr das Radsport-Phänomen in seiner eigenen Liga fährt, zeigt, dass van der Poel in der fünften Runde sogar schneller war als in der verkürzten Einführungsrunde. Nach 1:17,50 Stunden stand der historische Sieg des 24-Jährigen fest. Mit seinem zweiten Doppelsieg in Folge erzielte van der Poel eine neue Bestmarke. Zudem war es sein achter Saisonsieg, der dritte im olympischen Cross Country nach seinen Siegen in Nové Město und Val di Sole.

 

«Der Sieg bedeutet mir viel. Es ist der wahrscheinlich schwierigste im ganzen Jahr, weil Nino vor seinem Heimpublikum natürlich noch motivierter ist. Der Gesamtweltcup wird vielleicht irgendwann ein Thema, vorerst bleibe ich bei meinem Plan und werde nicht nach Snowshoe fahren. Ich habe noch andere Ziele. Mit meiner Mountainbike-Saison bin ich sehr zufrieden», sagte van der Poel. Schurter erreichte das Ziel mit 25 Sekunden Rückstand, wo er den Sieg seines Rivalen neidlos anerkannte: «Es war wahnsinnig hart heute. Mathieu war stärker und so ist es keine Schande hinter ihm Zweiter zu werden. Mein Plan war, dass ich von Beginn hohes Tempo gehe und ihm so den Zahn ziehe. Das hat leider nicht geklappt. Trotzdem war es ein gutes Rennen von mir und es ist einfach immer überragend hier zu starten. Dass van der Poel nicht zum Saisonfinale reist ist natürlich schade. Er tut dem Mountainbike-Sport gut», sagte der amtierende Weltmeister nach Rennende.

 

Den gelungenen schweizer Auftritt vervollständigte Mathias Flückiger (SUI) als Dritter. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Ich wollte am Start nicht überpacen und war überrascht, dass ich so schnell wieder an die Spitze gekommen bin. Dann haben mir die entscheidenden Körner gefehlt. Aber mein Heimpublikum hat mir viel Kraft gegeben und mich aufs Podium gehievt, worüber ich sehr zufrieden bin. Ich werde nicht nach Snowshoe reisen, sondern mich auf meine Mountainbike Marathonziele vorbereiten.»

 

Die schweizer Elite-Athleten blieben bei ihrem Heimrennen zwar ohne Sieg, sorgten mit insgesamt sieben Podiumsplatzierungen dennoch für strahlende Gesichter bei den Besuchern.

 

U23: Eibl gewinnt Gesamtweltcup – Heimsieg für Colombo
Den Auftakt am Sonntag machten die U23-Frauen: Dort fuhr Ronja Eibl (GER) auf den zweiten Platz. Nach drei Siegen und drei zweiten Plätze hat sich die Deutsche damit vorzeitig den Gesamtweltcupsieg gesichert. Der Tagessieg ging an Martina Berta (ITA) und Haley Batten (USA) wurde Dritte. Im letzten Rennen des Wochenendes sorgte Filippo Colombo für einen erfolgreichen schweizer Abschluss. Colombo setzte sich im Sprint gegen Vlad Dascalu (ROU) durch und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg bei den U23-Männern. Jofre Cullell Estape (ESO) landete auf dem dritten Platz.

 

MTB-Festspiele begeistern Zuschauer
Die Mountainbike-Festspiele am Rothorn wurden erneut ihrem Ruf gerecht: Action, Drama, Ekstase, Emotionen und Hochspannung – die Short-Track-Rennen am Freitag, die Downhill-Wettbewerbe am Samstag und die Cross-Country-Hauptrennen am Sonntag beinhalteten alles, was das Mountainbike-Herz begehrt und zogen insgesamt zirka 28.500 in die Bike-Arena gepilgerten Zuschauer in ihren Bann.

 

«Wir wussten nicht, was uns erwartet», sagte OK-Präsident Christoph Müller. Andere Veranstalter hätten davon berichtet, dass nach einer Weltmeisterschaft das Interesse der Zuschauer abflache. «Bei uns war das aber nicht der Fall, im Gegenteil», freute sich Müller. «Die Zuschauerzahlen von knapp 30.000 über das gesamte Wochenende übertraf alle Erwartungen. Das Short-Track-Format von Freitagabend war ein zusätzliches Highlight, das bereits früh viele Besucher anlockte und als überaus gelungene Premiere bezeichnet werden darf. Die Stimmung war einfach gigantisch und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!»

Die spannenden Rennen von Elite Damen und Herren sind als Video-on-Demand kostenlos auf www.redbull.tv verfügbar.

 

All photos by ©  Piotr Staron

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