PM: Spektakuläre Rennaction beim Out of Bounds Festival in Saalfelden Leogang

Zum achten Mal kehrte die Welt des Downhill Mountainbiking zurück nach Leogang und alle Augen richteten sich am Wochenende auf die dritte Runde des Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup 2018. Perfektes Sommerwetter, neue Streckenabschnitte und 23.000 Fans sorgten für eine grandiose Kulisse. Am Ende des Tages gab es einen sprachlosen Franzosen, der seinen zweiten Saisonsieg einfuhr, eine Rückkehr zum Downhill-Thron bei den Frauen und eine überglückliche Lokalmatadorin, die bei den Junioren ihren ersten Weltcupsieg auf heimischem Boden feierte.

Nach vier actionreichen Tagen beim „Out of Bounds Festival“, eröffneten die Juniorinnen des Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup den letzten Tag. Nachdem Valentina Höll ihre ersten beiden Weltcups auf beeindruckender Art und Weise gewinnen konnte, richteten sich alle Blicke auf die erst 16-Jährige. Würde sie auch bei ihrem Heim-Weltcup die Nase vorne haben? Von den zahlreichen Fans angefeuert, gab die Saalbacherin auf dem 2,3 Kilometer langen „Speedster“ Vollgas. Obwohl sie sich einmal sogar aushebeln ließ und Zeit durch den Crash verlor, siegte sie erneut mit 15 Sekunden Vorsprung vor ihren schärfsten Konkurrentinnen, Nastasia Gimenez (FRA) und Ottilia Johansson Jones (SWE). Nach dem die Zuschauer schon auf Temperatur gebracht worden waren, sorgten die Junior Men für ein absolutes Herzschlagfinale. Kye A’hern (AUS) siegte mit 0,05 Sekunden Vorsprung vor Thibaut Daprela (FRA), was sicherlich zu den knappsten Entscheidungen in der Geschichte des Downhillsports gehört.

Valentina Höll // Foto: Stefan Voitl

 

„ Im Rennen hat es mich leider einmal geschmissen. Jeder an der Strecke hat geschrien „Lass die Bremsen offen!“, also habe ich es gemacht und dann bin ich weggerutscht (lacht). Ich habe einfach nur gedacht „Scheiße, bitte nicht in Leogang!“, aber es ist noch super ausgegangen. Ich bin mega happy!“ ~ V. Höll

 

Top 3 Junior Women Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Top 3 Junior Men Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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An frühen Nachmittag wurde es dann für die Profis ernst. Bei den Frauen war es Veronika Widman (ITA), die die Richtzeit für die Top-Fahrerinnen im Feld setzte. Die Zeit hinkte aber 10 Sekunden hinter der schnellsten Quali-Zeit von Tahnée Seagrave (GBR) her, sodass klar war, dass Widmans Zeit nicht lange Bestand haben würde. Rachel Atherton (GBR), die im Qualifying gestürzt war, machte sich für ihre Verhältnisse ungewöhnlich früh auf die Strecke. Die Britin kam aber sehr gut mit dieser Situation zurecht und zündete gleich vom Start weg auf dem grasigen, abschüssigen Wiesen-Abschnitt den Turbo. Ihre ungeheure hohe Pace behielt sie bei, ließ aber den nachfolgenden Fahrerinnen die Tür zum Sieg noch einen Spalt offen, da sie in der technischen Waldpassage ein wenig Zeit liegen ließ. Im Ziel angekommen stand die bis dahin beste Zeit, 13 Sekunden schneller als Widman.

 

Atherton machte es sich auf dem „Hot Seat“ bequem, um sich die Läufe der verbleibenden Starterinnen anzuschauen. Erst als Myriam Nicole (FRA) als viertletzte aus dem Start-Gate schoss, machte sich Nervosität breit. Die Weltcupführende legte in den ersten Abschnitten sehr stark vor und überbot die Pace von Atherton als es in den technischen Waldabschnitt ging. Im unteren Teil der Strecke blieb den Zuschauern kurz die Luft weg als Nicole kurz davor war, die Kontrolle über ihr Bike zu verlieren. Einen Sturz konnte die Französin zwar verhindern, aber sie verlor bei der unfreiwilligen Aktion kostbare Zeit und überquerte die Ziellinie denkbar knapp hinter Atherton mit 0,6 Sekunden-Rückstand. Die folgenden drei Konkurrentinnen Monika Hrastnik (SLO), Emilie Siegenthaler (SUI) und Tracey Hannah (AUS) konnten sich alle nicht mit den Zeiten der ersten beiden messen. Alle Augen fielen nun auf Tahnée Seagrave, die am Vortag die schnellste auf der Strecke gewesen war und unbedingt ihren letztjährigen Leoganger Sieg verteidigen wollte. Die 22-Jährige rutschte gleich zu Beginn auf dem neuen, schräg abschüssigen Streckenabschnitt aus und musste gleich versuchen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Auf dem „Motorway“ meinte sie es mit ihrer Geschwindigkeit etwas zu gut und schoss nach einem Sprung über die abgesteckte Strecke hinaus, was letztendlich eine Disqualifikation zur Folge hatte. Rachel Atheron kehrte somit wieder auf den Leoganger Thron zurück und feierte ihren ersten Weltcup-Sieg seit über einem Jahr.

 

Rachel Atherton // Foto: Stefan Voitl

„Es war keine einfache Woche. Wenn man stürzt, bekommt man es ein wenig mit der Angst zu tun, aber ich wollte es heute ausblenden, einfach fahren und ohne Sturz unten ankommen. Es war ein wenig komisch heute so früh ins Rennen zu starten, aber irgendwie war es auch ganz schön. Ich war mittendrin und es war cool vom Hot Seat aus das Rennen zu verfolgen. Ich bin sehr erleichtert und Leogang hat super viel Spaß gemacht. Vielleicht komme ich in ein paar Wochen nochmal für ein paar Tage vorbei.“ ~ R. Atherton

 

Top 5 Women Elite Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Zum Abschluss des Wochenendes lieferte sich die Men Elite ein hochspannendes Rennen. Bereits das Qualifying, in dem weniger als eine Sekunde die ersten vier Fahrer trennte, deutete auf einen Krimi hin. Charlie Harrison (USA) ließ sich nach einem sehr guten Run im Bikepark Leogang auf den „Hot Seat“ nieder. An seiner Zeit bissen sich die folgenden Fahrer zunächst die Zähne aus. Erst Michael Jones (GBR) war in der Lage Harrison zu bedrohen. Mit einer kreativen Linienwahl und einer hohen Geschwindigkeit machte sich Jones vom Start weg daran, die Zeit des Führenden zu unterbieten. Sowohl auf dem Motorway als auch in den technischen Passagen baute er seine Führung aus und setzte sich letztendlich mit 1,5 Sekunden-Vorsprung an die Spitze des Tableaus.

 

Jetzt war der Brite an der Reihe auf dem „Hot Seat“ nervös zu werden. Den folgenden sieben Fahrern gelang es allerdings nicht ihn zu verdrängen. Aber dann machte sich Leogang-Liebling, Aaron Gwin (USA) auf dem Weg ins Tal, in der Hoffnung trotz Daumenverletzung mit einem vierten Leoganger-Sieg in vier Jahren Geschichte zu schreiben. Mit neugewonnenem Selbstbewusstsein nach dem morgendlichen Training, wo er aufgrund seines Daumens erstmals so richtig an seiner Linienwahl feilen konnte, schoss der Amerikaner durch die ersten Sektionen. Die Farbe Grün begleitete stets die Split-Zeiten und der Kalifornier setzte sich souverän mit 1,8 Sekunden Vorsprung an die Spitze des Feldes. Es folgten nun bange Minuten als die Top 10 schnellsten Fahrer die Strecke unsicher machten. Laurie Greenland (GBR) und Troy Brosnan (AUS) schnupperten an der Führung blieben jedoch jeweils um 0,7 bzw. 0,8 Sekunden hinter Gwins Zeit zurück.

 

Mit nur noch drei Athleten oben am Start schien es so als wäre Gwins Lauf tatsächlich einer für die Geschichtsbücher. Dann trat Amaury Pierron (FRA) kräftig in die Pedale. Mit viel Rückenwind nach seinem Premieren-Sieg in Fort William machte er sich an die Aufgabe eine Siegesserie zu starten. Als die erste Zwischenzeit im Zielbereich aufleuchtete, wurde es laut. Der Franzose lag in Front! Aber nicht lange… Im zweiten Sektor verlor Pierron kostbare Zeit, die Zwischenzeiten leuchteten im Ziel wieder Rot, was für Raunen sorgte. Dann zündete er auf dem Motorway den Turbo, holte Meter für Meter auf und lag nach dem vierten Split wieder in Führung. Die technischen Passagen im untern Streckenteil schienen für ihn keinerlei Hindernis darzustellen. Mit 0,5 Sekunden Vorsprung entthronte Amaury Pierron Aaron Gwin! Doch würde das reichen? Brook MacDonald (NZL) war nicht in der Lage Pierrons Premieren-Sieg in Leogang zu verhindern, aber bei Luca Shaw (USA) wurde es nochmal eng. Der Amerikaner war nur ein Bruchteil einer Sekunde im Hintertreffen und es deutete alles auf ein erneutes Herzschlagfinale hin. Aber kurz vor dem letzten Drop bevor es auf die Ziellinie zuging, verlor Luca Shaw die Kontrolle und stürzte. Damit war Pierrons erster Weltcup-Sieg auf dem „Speedster“ in Leogang besiegelt.

 

Amaury Pierron // Foto: Stefan Voitl

 

„Hier gleich nach Fort William wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen, ist einfach der Hammer. Ich freue mich für mein ganzes Team, aber mir tut es auch Leid für Luca Shaw. Er hatte wieder die Pace, um ganz oben mitzufahren… Ich habe ein paar Fehler, in der ersten Kurve und kurz vor dem Motorway, gemacht, also musste ich dann alles aus mir rausholen, um wieder auf Geschwindigkeit zu kommen. Ich bin unglaublich glücklich!“ ~ A. Pierron

 

Top 5 Men Elite Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Vier actiongeladene Tage beim „Out of Bounds Festival“ sind mit dem Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Downhill World Cup zu Ende gegangen. Das Wetter, die Rennen und die Side-Events machten das Wochenende unvergesslich. 23.000 Zuschauer kamen nicht nur in den Genuss von weltklasse Downhill-Rennen, sondern konnten sich neben dem Renngeschehen auch über einen Kinder Pumptrack Contest, die Hogmoa Team Challenge, spektakuläre Freestyle Motocross Shows, einem Open Air Konzert und diverse Partys freuen. Schon jetzt erwartet Bike-Fans ein absolutes Highlight in Saalfelden Leogang, denn 2020 finden die UCI Downhill Mountain Bike World Championships im Bikepark Leogang statt.

 

Die ganze Rennaction vom Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup ist auf Red Bull TV on-demand, jederzeit und überall verfügbar mit englischem und deutschem Kommentar auf redbull.tv/uci.

Alle Neuigkeiten rund um den Mercedes-Benz UCI Downhill Mountainbike Weltcup sowie das Thema Biken in der Region Saalfelden Leogang findet man auf www.mtb-weltcup.at.

Weitere News und Termine zum Bikepark Leogang gibt es auf: bikepark-leogang.com oder facebook.com/BikeparkLeogang

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf: saalfelden-leogang.com oder facebook.com/SaalfeldenLeogang

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Audi Nines MTB 2018: Die Höhepunkte!

Das Highlight-Edit vom sensationellen Mountainbike-Event im Steinbruch

Ein Astronaut, der das All nach Zeichen von Leben absucht, schickt seine Sonde aus. Überraschend entdeckt sie eine Landschaft voller Erdhügel und Metallkonstruktionen, die offenbar von intelligenten Lebewesen erbaut worden sind. Neugierig geworden, macht er sich an die weitere Erforschung des Geländes…

Was er entdeckt, sind die Audi Nines MTB 2018 – ein Treffen der besten Slopestyle- und Freeride-Mountainbiker der Galaxie. Um ihr faszinierendes Können für die Forschung zu dokumentieren, bannt der Astronaut ihre Aktionen auf Film und teilt sie nun mit anderen: Der Audi Nines MTB 2018 Highlight Edit ist da!

Was vor zwei Wochen in einem Steinbruch bei Birkenfels in der Bikeregion Hunsrück-Hochwald unweit des zukünftigen Bikeparks Idarkopf vonstatten ging, ist dem Anspruch der Audi Nines MTB 2018 voll gerecht geworden: „Send it to the moon!“ Viel Spaß mit dem Highlight Edit!

Uphill, Downhill, Freeride, Single Trails und moun10

Uphill, Downhill, Freeride, Single Trails und moun10 Jugendherberge – Garmisch als Hot Spot für Mountainbiker Garmisch-Partenkirchen.

Die neue moderne moun10 Jugendherberge wird zwar erst am 26. Dezember 2018 eröffnet, aber Robert Werner und Bernd Hassmann vom Flow Valley Team waren jetzt schon vor Ort. Denn die ersten Zimmer sind bereits fertig – der perfekte Treffpunkt für Mountainbiker. Das dokumentiert ein neues Video von den Bayerischen Jugendherbergen in Zusammenarbeit mit dem Flow Valley Team.

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„Wow, das Paradies direkt vor der Tür´“ so die Worte von Robert Werner, Mountainbiker und Naturbursche aus Leidenschaft, einer von sechs Fahrern des Flow Valley Teams. Damit meint er die neue Jugendherberge und das Mountainbike-Revier Garmisch-Partenkirchen. Der Blick von hier fällt nicht nur auf die Alp- und Zugspitze, sondern auch auf unzählige MTB-taugliche Berge, von einfachen flachen Touren, bis
hin zu technisch anspruchsvollen Trails im alpinen Gelände, allem voran die Kramerspitze.

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Robert und sein Bike-Kumpel Bernd Hassmann haben sich einen der heißesten Tage ausgesucht, um den Kramer zu „erfahren“. Und die Tour hat es in sich. Eine steile und schweißtreibende Auffahrt, im oberen Bereich mit vielen Trails und wenig Schatten. Als Belohnung gibt es einen 360° Panoramablick, pures Adrenalin bei der Abfahrt und einen Einkehrschwung auf der urigen Stepbergalm. Davon erzählt das neue Mountainbike-Video.

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Dass die moun10 Jugendherberge die perfekte Basis für die MTB-Szene werden wird, davon sind beide nach ihrem Besuch überzeugt. Denn die Infrastruktur im Haus sieht einen extra Keller für Bikes vor mit Reparaturwerkzeugen und einer Waschanlage für Mountainbikes.

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Die moun10 Jugendherberge wird anders, als man Jugendherbergen bisher kannte. Sie bietet ihren Besuchern modernste 2er, 4er und 6er Zimmer mit eigenen Bädern, einem kreativen Lounge Bereich mit Bar und Shop, eine große 180° Außenterrasse im obersten Stockwerk sowie eine eigene Sauna mit Ruheraum und verglaster Außenfront und exklusivem Blick auf die Zugspitze, perfekte Sonnenuntergänge inklusive. Wohlfühlen, Entspannen, Erleben und das in der Gemeinschaft – darauf kommt es in moun10 Jugendherberge an.

Kontakt:
www.moun10.jugendherberge.de
www.instagram.com/moun10_jugendherberge
www.facebook.com/moun10jugendherbergegarmisch

ROSE Rad Squad!!! Red Bull Joyride bei Crankworx Whistler

Der ROSE Rad Squad war während Red Bull Joyride bei Crankworx Whistler durch einige seiner Top-Athleten stark vertreten: der quirlige Kanadier Anthony Messere, FMB Wildcard Gewinner Torquato Testa, der deutsche Slopestyle Experte Lukas Knopf und der tschechische Wirbelwind Jakub Vencl, machten sich auf dem Weg ins Mekka des Mountainbikens, um beim großen Finale der Crankworx FMBA Slopestyle World Championship anzutreten.

Bereits während aller Stopps der Crankworx FMBA Slopestyle World Championship wurde das ROSE Rad Squad Team von mindestens zwei Athleten vertreten, doch beim Red Bull Joyride 2018 kamen zum ersten Mal sogar vier ROSE Athleten zusammen, um gleichzeitig anzutreten.

Beflügelt durch zwei aufeinanderfolgende Podiumsplätze bei FMB Gold Events, nämlich einem 2. Platz beim kanadischen Big White Invitational, wo er die FMB Wildcard gewann, und einem Sieg beim GlemmRide Slopestyle, machte Torquato Testa den Anfang. Sein Ziel beim Red Bull Joyride war es, seinen Run wie geplant komplett von top-to-bottom durchzuziehen.

Während sein erster Run nicht ganz nach seinen Wünschen verlief, gab er beim zweiten Run alles und zeigte einen perfekten Cork 720, eine Cash Roll, einen Backflip No-Footed Can und einen riesigen Double Blackflip über den größten Kicker des Kurses, der ihn auf Platz 7 katapultierte.

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„In den letzten vier Jahren habe ich wegen des großen Drucks viele Fehler beim Red Bull Joyride gemacht. Dieses Jahr war es mein Ziel, einen kompletten Run mit Tricks auf jedem Feature hinzulegen und einige Knaller rauszuhauen. Ich bin sehr glücklich, das alles vor einem riesigen Publikum vollbracht zu haben.“

Der Tscheche Jakub Vencl ist einer der erfahrensten Athleten in der SWC ist jedoch als Ersatzfahrer nach Whistler gereist und bekam erst ein paar Stunden vor dem Final-Start das Go zur Teilnahme. Ganz nach dem Motto ‚alles oder nichts’, startete Jacub mit viel Feuer und kombinierte einen stylischen 720, eine Cash Roll, zeigte einen Double Tailwhip und seinen Signature-Trick 360 Unturndown, womit er mit 72 Punkten auf Platz 6 landete, direkt vor seinem Teamkollegen Torquato Testa,.

„Nur die Chance zu bekommen, teilzunehmen und so einen Run hinzulegen, ist einfach unglaublich. Der 6. Platz beim größten Slopestyle-Event des Jahres ist mein persönliches Sahnehäubchen,“ fasst Vencl seine Woche in Whistler zusammen.

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Alle guten Dinge sind drei, dachte sich Lukas Knopf und schaffte es als wahrer Red Bull Joyride Rookie in die große Show, um sein Können zum dritten Mal beim SWC in dieser Saison unter Beweis zu stellen. Durch mehrfache Kombos, inklusive einem Frontflip Tuck No Hander, einem Double Truckdriver und einem Double Tailwhip, schlich er sich vorbei an Szymon Godziek und Ryan Nyquist auf Platz 10.

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„Bei Red Bull Joyride endlich teilnehmen zu können und einen kompletten Run wie diesen hinzulegen, ist einfach klasse. Der Kurs ist so riesig, aber macht trotzdem viel Spaß! Ich kann es kaum erwarten, nächstes Jahr hoffentlich wieder am Start zu sein“ so Knopf.

Red Bull Joyride Altstar und einer der Publikumslieblinge, Anthony Messere, gab alles während seines ersten Runs und landete alle seine Tricks auf der ersten Hälfte des Kurses. Zu sehen waren ein großer Backflip Tailwhip aus dem Start-Sprung, ein Frontflip No-Hander und eine Cash Roll, die ihn auf das Podium hätten befördern können, wäre da nicht der Sturz  beim Versuch eines off-axis 360 Tailwhip vom Whale Tail gewesen.

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Sein zweiter Run verlief zunächst auf den ersten Features nach Plan, jedoch stürzte er bei der Landung der Cash Roll. Sichtlich enttäuscht, setzte er seinen Run unter tosendem Applaus der Menge fort und zeigte noch einen One-Hander am letzten Drop.

Nach Red Bull Joyride, ist Jakub Vencl mit seinem 9. Platz im FMB World Ranking, derzeit der höchstplatzierte in der ROSE Rad Squad Familie, gefolgt von Lukas Knopf auf Platz 11, Torquato Testa auf Platz 13 und Anthony Messere auf Platz 14 – und da ein FMB Gold Event dieses Jahr noch aussteht, gibt es noch einige wertvolle Punkte zu holen.

Crankworx FMBA Slopestyle World Championship Rankings: 

Platzierung Fahrer und Punkte-Ranking
1. Brett Rheeder (CAN) – 3700pts
2. Nicholi Rogatkin (USA) – 3656pts
3. Erik Fedko (GER) – 2666pts
4. Tomas Lemoine (FRA) – 2636pts
5. Thomas Genon (BEL) – 2636pts
6. Diego Caverzasi (ITA) – 2362pts
7. Ryan Nyquist (USA) – 1748pts
8. Anthony Messere (CAN) – 1700pts
9. Matt Jones (GBR) – 1664pts
10. Jakub Vencl (CZE) – 1608pts
11. Szymon Godziek (POL) – 1600pts
12. Simon Pagès (FRA) – 1522pts
13. Lukas Knopf (GER) – 1518pts
14. Torquato Testa (ITA) – 1028pts
15. Emil Johansson (SWE) – 720pts
16. Logan Peat (CAN) – 442pts
17. Louis Reboul (FRA) – 442pts
18. Max Fredriksson (SWE) – 380pts
19. Reed Boggs (USA) – 326pts
20.  Alex Alanko (SWE) – 326pts

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Fabio Wibmer und Mercedes-Benz fahren gemeinsame Wege

Stuttgart / Innsbruck – 19. September 2018 – Fabio Wibmer ist weltweit für seine atemberaubenden Künste auf dem Trial- und Mountainbike bekannt. Über 1,6 Millionen Abonnenten folgen dem Österreicher mittlerweile allein auf YouTube, in den anderen sozialen Netzwerken kommen nochmals mehr als eine dreiviertel Million Follower hinzu. Doch wie wird ein Fahrradverrückter Junge aus Oberpeischlach, einem Dorf mit weniger als 100 Einwohnern, zum YouTube-Star, dessen Videos schon über 200 Millionen Mal angesehen wurden? Fabio hat sich mit seinem neuen Partner Mercedes-Benz zusammengesetzt und seine noch junge aber jetzt schon erstaunliche Karriere Revue passieren lassen.

Fabio Wibmer - Mercedes - Photo credit by Hannes Berger 2.jpg

Der junge Österreicher wuchs in einer Motorsport-verrückten Familie auf und fing schon im Alter von sechs Jahren an Motocross zu fahren. Fabio nahm dabei zwölf Jahre lang an nationalen und internationalen Motocross-Rennen teil, unter anderem auch an der 125ccm Motocross Weltmeisterschaft in Italien 2011. Neben der Begeisterung zum Motocross Sport war Fabio allerdings schon immer vom Biken fasziniert.

Schon als Kind baute Fabio mit Freunden Sprünge im Wald und tobte sich dort mit dem Fahrrad seiner Mutter aus, welches natürlich alles andere als geeignet war für die Sprünge und Aktionen, die er damit unternahm. 2009 stieß Fabio auf das Video „Inspired Bicycles“ von Danny MacAskill. Fasziniert von den Fahrkünsten und Tricks des schottischen Bike-Trial Profis, wollte Fabio unbedingt genauso ein Fahrrad, um genau diese Tricks machen zu können.

Zu Weihnachten 2010 bekam Fabio sein erstes Trial Bike und verbrachte fortan nach der Schule täglich 3-4 Stunden damit, Danny’s Tricks zu lernen. Der junge Österreicher war schon immer an Kameras und dem Filmen interessiert und veröffentlichte bereits regelmäßig Videos auf seinem 2008 erstellten YouTube Kanal. Seine Tricks zu filmen, war somit die logische Konsequenz aus der Verbindung seiner Hobbys. Bereits nach wenigen Monaten war Fabio’s Trick-Repertoire stark gestiegen und für ihn wurde klar, dass er „seinen“ Sport gefunden hatte.

Mit der Zeit bekamen Fabios Videos immer mehr Aufmerksamkeit und 2012 wurde einer der größten Träume des damals 16-Jährigen wahr. Fabio war einer der 15 ausgewählten Jugendlichen für den Workshop „Danny MacAskill – License to Trial“, bei dem junge Talente gefördert werden sollten und zwei Tage mit ihrem Idol verbringen durften. Fabio hinterließ bei dem Workshop einen bleibenden Eindruck, und wenige Monate später bekam er seinen ersten Bike-Sponsor, Inspired Bicycles. Den Gleichen, für den damals auch sein Idol fuhr.

Fabio Wibmer - Mercedes - Photo credit by Hannes Berger 6.jpg

Kurze Zeit später ging es nach Tschechien unterwegs und filmte ein Teamvideo, womit für Fabio ein weiterer Traum in Erfüllung ging: einmal in einem Video mit Danny MacAskill zu sein. Danach ging es steil bergauf und Danny bot Fabio an, ein fester Bestandteil seiner 2014 gegründeten „Drop and Roll“ Show-Tour zu werden.

Fabio produzierte nebenbei weiterhin Videos und feierte 2015 mit „Fabiolous Escape“ seinen internationalen Durchbruch. Er gewann den „GroPro of the World“ – Contest und sein Video wurde zu einem viralen Hit im Internet. Dank 45 Millionen Klicks auf Facebook und über 16 Millionen Klicks auf YouTube wurden erstmals auch zahlreiche Medien und TV-Sender auf den jungen Österreicher aufmerksam. Es folgten Videos wie „Out of Mind“, in dem Fabio auf einem alten Damenfahrrad Downhill fährt, und Urban Freeride Lives“, welche ebenfalls viral gingen und in kurzer Zeit mehrere Millionen Klicks auf YouTube generierten. Mit über 40 Millionen Views auf YouTube zählt Fabios kreative Fahrt durch Salzburg in „Urban Freeride Lives“ dabei zu seinen erfolgreichsten Videos.

VIDEO: URBAN FREERIDE LIVES

Neben seiner Leidenschaft Videos zu produzieren, nahm Fabio mittlerweile auch an diversen Downhill Rennen teil. Sein erstes Downhill Bike bekam Fabio erst im Alter von 16 Jahren, aber aufgrund seiner Erfahrungen auf der Motocross Maschine, waren hohe Geschwindigkeiten und große Sprünge nichts Neues für ihn. 2016 wurde Fabio österreichischer Downhill Staatsmeister und gewann bei diversen Veranstaltungen die „Whip-Offs“. Fabios Fokus und Leidenschaft blieb allerdings dabei, Videos zu produzieren und diese auf seinem YouTube Kanal zu veröffentlichen. 2017 entstand daraus gemeinsam mit Studienfreund Elias Schwärzler die „Sick! Series“, mit der die beiden Trial- und Mountainbiker wöchentlich ihre Fans begeistern.

Mit größeren Video Projekten wie „Fabiolous Escape 2“, den wöchentlichen Filmen für die „Sick! Series“, der Teilnahme an Mountainbike Events und Downhill Rennen, dem Touren mit „Danny MacAskill’s Drop & Roll Tour“, einer eigenen Trial-Show, dem Trainieren auf den verschiedenen Bikes und vielem mehr, ist Fabio inzwischen permanent auf Reisen. So kommt es, dass dem Trial- und Mountainbike-Star die Zeit auf vier Rädern inzwischen fast genauso wichtig geworden ist, wie die Zeit auf zwei Rädern. Die V-Klasse von Mercedes-Benz ist dabei für den Österreicher nicht einfach nur ein Fortbewegungsmittel und zuverlässiger Partner auf langen Fahrten, sondern auch ein Transportmittel für seine Bikes, ein Shuttle für lange Mountainbike-Missionen in den Bergen und nicht zuletzt ein Rückzugsraum zum Entspannen geworden.

FABIOLUS ESCAPE 2

 

 

Fabio Wibmer:

„Ich bin inzwischen wirklich permanent unterwegs, allerdings bin ich auch niemand der lange still sitzen kann oder will. Ich habe immer mindestens eines meiner Räder dabei, was das Reisen auch nicht unbedingt erleichtert. Dank Mercedes-Benz habe ich inzwischen allerdings den perfekten Begleiter. Bei all der Hektik und dem vollen Zeitplan ist es einfach genial, dass ich meine Bikes bequem hinten reinstellen und mit guter Musik vollentspannt zum nächsten Spot cruisen kann.“

Audi Nines MTB 2018: Mountainbiker kehren erfolgreich vom Mond zurück!

Sam Pilgrim wird „Ruler of the Week“ und gewinnt „Beste Slopestyle-Line” • Sam Reynolds (GBR) mit „Bester Freeride-Linie“ • Adolf Silva (ESP) und Dawid Godziek (POL) holen die „Best Trick“-Awards

Mission erfüllt: Die Audi Nines MTB 2018 sind ihrem Motto „Send it to the Moon“ voll gerecht geworden und nach einer aufregenden Woche voller hochklassiger Mountainbike-Action wieder sicher auf der Erde gelandet. In einem Steinbruch bei Birkenfeld in der Bikeregion Hunsrück-Hochwald trafen sich die weltbesten Freeride- und Slopestyle-Mountainbiker, um sich in einem neuartigen videobasierten Wettkampfformat miteinander zu messen. Sie hatten eine Woche Zeit, um auf den gewaltigen Hindernissen ihre besten Tricks und Runs zu zeigen und diese auf Video zu bannen.

Bei der Award-Gala am Donnerstagabend, 13. September, feierten die 27 Teilnehmer die erfolgreiche Premiere der Audi Nines MTB 2018 in Deutschland und krönten anhand der Videoaufnahmen die besten Athleten der Woche. Sie wählten die britische Mountainbike-Legende Sam Pilgrim zum „Ruler of the Week“ und zum Sieger in der Kategorie „Beste Slopestyle-Linie“.

„Die Audi Nines sind für mich der beste Event des Jahres,” schwärmte Pilgrim. „Wir hatten sechs Tage Zeit, auf höchstem Niveau unsere Leistung zu bringen. Es bedeutet mir besonders viel, zwei der Kategorien gewonnen zu haben, weil es andere Mountainbike-Profis waren, die für mich gestimmt haben. Das freut mich total.“

Pilgrims Landsmann Sam Reynolds erhielt den Preis in der Kategorie „Beste Freeride-Linie“. Den zweiten Platz holte sich hier Nico Scholze aus Filderstadt (GER). Adolf Silva (ESP) gewann den „Besten Freeride-Trick“ für seine unglaubliche Cali Roll. Dabei ließ er in der Luft sein Fahrrad los und drehte sich um 360 Grad. Er stand diesen Trick als erster Fahrer der Welt auf einem Downhill-Mountainbike. Auch hier ging Platz zwei an Nico Scholze für seinen Backflip Heelclicker to Superman.

Den „Besten Slopestyle-Trick“ sicherte sich Dawid Godziek (POL) mit seinem Quadruple Tailwhip, ebenfalls ein weltweit erstmals gelungener Trick. Dabei drehte er sein Fahrrad in der Luft viermal um die Lenkerachse. Den Titel für den „Besten Style“ gewann Lukas Schäfer aus Limburg (GER).

Die Audi Nines MTB 2018 wurden in Zusammenarbeit mit dem Bikepark Idarkopf durchgeführt, der 2019 in der Nähe von Birkenfeld eröffnet werden soll. Nach der Bekanntgabe des Austragungsorts war die Neugierde groß, wie sich der Steinbruch als Schauplatz eines der renommiertesten Mountainbike-Events der Welt bewähren würde. Die letzte Woche hat gezeigt, dass das erfahrene Streckenbau-Team um Clemens Kaudela (AUT) und Sam Reynolds hier einen herausragenden Parcours kreieren konnte, in dem das Weltklasse-Teilnehmerfeld Top-Leistungen bringen und Werbung für den Mountainbike-Sport machen konnte.

„Die Location hat uns erst ein wenig Sorge bereitet“, gibt Reynolds zu. „Wir waren nicht ganz sicher, ob die Bilder an die vorherigen Events in den Alpen mit ihrem weiten Bergpanorama heranreichen würden. Aber sobald uns die Assoziation mit einer Mondlandschaft in den Sinn gekommen war, bekam das Ganze sofort einen eigenen Charakter. Das war der ungewöhnlichste Ort, an dem ich je gefahren bin. Durch die Satellitenschüssel und die anderen Spezialelemente kam man sich vor wie in einem Computerspiel!

Weltpremiere bei Audi Nines MTB 2018

Audi Nines MTB 2018: Dawid Godziek mit Trick-Weltpremiere!

Der Pole landet den ersten Quadruple Tailwhip auf einem Mountainbike

Dem polnischen Mountainbiker Dawid Godziek ist am 12. September eine Weltpremiere gelungen: Bei den Audi Nines MTB 2018 in Birkenfeld stand er den ersten Quadruple Tailwhip aller Zeiten. Diesen Trick, bei dem der Fahrer in der Luft sein Fahrrad viermal um den Lenker wirbelt,  hatte zuvor noch kein anderer Mountainbiker gelandet.

„Ich hatte den Triple Tailwhip ziemlich locker gestanden. Daher beschloss ich, noch einen draufzusetzen“, erklärte der 24-jährige Mountainbike-Profi aus Suszec im Süden Polens. „Vor diesem Event hatte ich diesen Trick noch nie in Erwägung gezogen, aber der Kicker hier bei den Audi Nines eignet sich perfekt dafür. Er ist riesig, so dass man extrem lange in der Luft ist.“

Godziek stand den Trick im fünften Versuch auf dem Progression Big Air Jump. Dieser Sprung war extra dafür gebaut worden, damit die Fahrer neue Tricks probieren und ihr Können auf das nächste Level heben können. Der gewaltige Kicker hat einen fünf Meter hohen Absprung und schießt die Fahrer über zehn Meter hoch in die Luft – nicht umsonst heißt das Motto des Events „Send it to the Moon!“

„Das Besondere an dem Event ist, dass wir keinen Druck haben, unseren Run in drei oder vier Versuchen herunterbringen zu müssen“, sagte Godziek. „Wir haben mehrere Tage Zeit, unsere beste Leistung abzuliefern. Das ist echt cool.“ Der Pole fügte hinzu: „Es ist ein ziemlich schwieriger und großer Kurs, was neu für mich ist. Aber ich konnte endlich etwas Großes stehen, darüber freue ich mich sehr!“

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Die Audi Nines MTB sind ein Medien-Event für eingeladene Mountainbike-Profis. Sie werden dieses Jahr zum ersten Mal in einem Steinbruch inmitten der Bikeregion Hunsrück-Hochwald in Rheinland-Pfalz abhalten und vom nahegelegenen Bikepark Idarkopf unterstützt. Der Event hat viele der weltbesten Mountainbiker in die spektakuläre Mondlandschaft des Steinbruchs gelockt, um sich in einem innovativen Videowettbewerb zu messen. Die Fahrer haben eine Woche Zeit, um ihre besten Tricks und Läufe vor laufenden Kameras zu stehen. Neben dem bereits erwähnten Big Air umfasst das Set-up auch eine Freeride- und eine Slopestyle-Bike-Line mit riesigen Drops, Sprüngen und Spezialelementen.