INTERVIEW: Supertrickser Szymon Godziek

Szymon Godziek mag ausgefallene Tricks. Er ist bei jedem Contest für eine Überraschung gut und beherrscht auch Freestyle Motocross Tricks wie den Backflip Tsunami mit dem Mountainbike. Im Januar nimmt er wieder beim White Style in Leogang teil. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Hallo Szymon, super, dass Du wieder nach Saalfelden Leogang zum White Style kommst! Wie oft warst Du denn nun schon dabei?

Ja, ich kann’s kaum erwarten, für den White Style wieder nach Leogang zu kommen. Das ist jetzt schon mein sechstes Mal!

Der White Style ist das erste FMB World Tour Event der neuen Saison und – aufgrund der Rahmenbedingungen – ein sehr besonderer. Wie bereitest Du Dich auf „Slopestyle on Snow“ vor?      

Ehrlich gesagt gar nicht. White Style ist der Hammer, weil er einfach ganz anders ist, als andere Contests, und weil es einfach Spaß macht, ihn zu fahren. Auf Schnee zu fahren ist cool, denn wenn Du hinfällst, bekommst Du nicht so viele Kratzer ab. Du rutschst nur auf dem Schnee herum und hast Spaß dabei.

Du hast den White Style zwei Jahre in Folge gewonnen. Wie wichtig ist Dir der Hattrick? Glaubst Du, dass Du es schaffen wirst? 

Das wäre so krass, wenn ich nochmal gewinnen würde! Wenn der Kurs gut ist und ich ein bisschen Glück habe, kann ich mir schon vorstellen, dass ich es schaffe.

Hast Du Dir schon überlegt, welche Tricks Du in Saalfelden Leogang zeigen wirst? Oder entscheidest Du Dich erst vor Ort?

Ich entscheide mich immer erst vor Ort, aber meine besten Tricks habe ich natürlich im Kopf.

 

Weihnachten steht vor der Tür. Freust Du Dich schon darauf? Wirst Du eine kleine Pause einlegen?

Bis Mitte Januar werde ich bei der Flic Flac X-Mas Show in Nürnberg mitmachen – echt cool, zumal es gleichzeitig Training für mich ist. Weihnachten werde ich in Nürnberg verbringen, aber ich habe vor, im Januar eine kleine Pause einzulegen, bevor es zum White Style geht.

 

Du stehst ja auch total auf Skifahren und Snowboarden. Was machst Du lieber? Hast Du vor, den österreichischen Schnee auszuchecken? Wo fährst Du denn normalerweise?

Ich mag beides. Skifahren im Funpark, Snowboarden im frischen Pulverschnee. Tatsächlich werde ich ein paar Tage früher nach Leogang kommen und meine Ski mitbringen. Meiner Meinung nach ist Österreich einfach das beste zum Skifahren – ich gehe immer nach Österreich.

Fotos von Christoph Laue undRichkphotography

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Thomas Genon spricht über Reha, Red Bull Rampage und die Dinge so zu nehmen wie sie kommen

 

Als sich Thomas Genon im März wieder auf die große Bühne der Slopestyle Welt bei Crankworx Rotorua begab und den ersten Contest der Saison fahren wollte, kamen die Dinge anders als gedacht. Wie jedes Jahr läutet Crankworx Rotorua den Start für die Crankworx FMBA Slopestyle World Championship Saison ein und ist der erste große Contest für alle Slopestyle Athleten. Die Rider arbeiten hart an ihren Tricks während der Off-Season, um sie in Rotorua endlich zeigen zu können. Auch das belgische Slopestyle-Talent, Thomas Genon, war perfekt vorbereitet und bereit alles zu geben. Doch dann kam alles anders. Als er gerade vom legendären Rotorua Startturm losfuhr und mit einem Opposite 360 Tuck No-Hander seinen Run begann, kugelte seine Schulter während dem Sprung nach unten aus und er stürzte. 

 

„Ich kann einfach nicht fassen, dass das passiert ist, aber ich kann nichts daran ändern. Das kommt normalerweise nicht vor. Wenn ich einen No-Hander mache, dann kugelt sich meine Schulter für gewöhnlich nicht aus. Der erste Jump der Saison, die Schulter drehte sich aus und ich konnte nicht mehr nach meinem Lenker greifen“, sagte Genon gleich nach seinem verrückten Unfall.

Jetzt, knapp fünf Monate später, hat Genon den schwersten Teil seiner Reha hinter sich gebracht. Er hatte mental, wie auch körperlich vor vielen Herausforderungen gestanden. „Normalerweise bin ich ein sehr positiver Mensch und ich liebe die Herausforderungen. Aber zum Ende des Reha-Prozesses habe ich diese positive Einstellung verloren. Das Schwierigste für mich ist definitiv nicht Biken zu können. Dennoch macht die Reha jetzt viel mehr Spaß als bis vor zwei Monaten noch. Ich bin jetzt endlich in der Lage ein echtes Training zu absolvieren und Dinge zu tun, die Spaß machen.“

 

Eine der größten mentalen Herausforderungen für Genon war es, während der gesamten Slopestyle-Saison ins Abseits zu geraten. Zudem musste er die schwere Entscheidung treffen beim größten Event des Jahres, dem Red Bull Joyride in Whistler, der am 17. August stattfindet, nicht anzutreten. „Ich war während der ganzen Slopestyle-Saison nur Zuschauer und konnte an keinem Contest teilnehmen. Für eine Weile dachte ich, dass ich für Whistler wieder bereit wäre, aber dieses Mal mache ich es richtig und werde mein Comeback erst feiern, sobald ich wieder ganz gesund bin.“

 

Seit er wieder auf seinem Bike sitzt, geht er die Dinge langsam und ruhig an. Meistens trainiert er an seinem Home Spot: „Es ist ein großartiger Spot zum Trainieren, aber es ist auch noch etwas früh alles rauszuholen. Bald jedoch werde ich den Platz so nutzen können wie sonst immer und Vollgas geben.“

Ein Event, das Thomas dennoch nicht verpassen konnte, war der Reboul Jam in Chatel, Frankreich. „Diese Line war eine der ersten Jump Lines seit meiner Operation. Es war fantastisch zu biken und ich war sehr glücklich wieder alle meine Bike-Freunde zu sehen. Ich war wieder Teil dieser Leidenschaft zum Biken, die uns alle verbindet. Das ist genau das, was ich liebe“, sagte Genon.

 

Genon hat Red Bull Rampage ins Visier genommen, für den er sich durch den 5. Platz in 2018 qualifiziert hat. „Rampage hat mich dieses Jahr definitiv motiviert alles zu geben und schnell wieder fit zu werden. Ich freue mich immer mehr auf diesen Contest und kann es kaum erwarten mein Comeback dort zu feiern.“

Vor seiner Verletzung verbrachte Genon einige Zeit mit der Anthill Film Crew auf Hawaii und in der Schweiz um für ihren neuen Film „Return to Earth“ zu filmen. Er drehte viele spannende Segmente zusammen mit Top-Athleten wie Emil Johansson, Ryan „R-Dog“ Howard, Casey Brown und Brett Rheeder. Das Filmen bedeutet für Genon, der Welt zeigen zu können, wie seine Fahrkünste genau aussehen sollen. Hier kann er seine Tricks immer wieder ausprobieren, bis sie perfekt sitzen. Im Gegensatz zu Contests, bei dem ein Athlet nur 2 Runs hat und jeden Trick nur einmal pro Run wirklich ausführen kann.

 

„Das Filmen mit Anthill und der Crew war wie ein wahr gewordener Traum. Es fühlte sich natürlich nicht wie Urlaub an, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Filmer wie auch Athleten waren alle mit viel Leidenschaft bei der Sache und machten die Produktion zu etwas großartigem. Wenn nur die kleinste Sache schiefgelaufen ist, haben wir es so lange weiter versucht, bis es klappte.“

Auch wenn Genon Red Bull Joyride zum ersten Mal seit 2012, als er den Event gewonnen hat, verpassen wird, ist er dennoch über das hohe Level des Bikens und dem Fortschritt des Sports begeistert.

Seit 2012 gab es keinen anderen Europäer außer Genon, der in Whistler den 1. Platz belegte. Doch wie sieht es dieses Jahr aus? Wird 2019 ein anderer Europäer auf die Podiumsspitze klettern können? Laut Genon stehen die Chancen auf jeden Fall hoch.

 

„Es ist wirklich schwer zu sagen, wer dieses Jahr Red Bull Joyride gewinnen wird, da alle Rider dieses Jahr absolut abgehen.“

Red Bull TV überträgt Red Bull Joyride LIVE und on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv. Die Live-Übertragung startet am Samstag, 18. August, um 01:30 Uhr (CEST). 

 

All photos by © Graeme Murray / redbullcontentpool

24-Meter-Sprünge und pures Adrenalin

Vom 15. bis 21. Juli versammelten sich wieder einmal ein paar der verrücktesten Downhill-Mountainbiker der Welt, um eine der unvernünftigsten Linien des Jahres 2019 zu springen. Der belgische Downhill-König und Reverse Componets Athlet Nico Vink war dieses Jahr der Gastgeber der Veranstaltung.

Die komplette LOOSEFEST-Line wurde von Nico selbst entworfen und gebaut und ist weit verrückter als die vor 2 Jahren. Die Linie, die er im belgischen Bikepark „Ferme Libert“ zusammen mit Cemens Klaudels, Sam Reynolds und Co gebaut hat, ist eine der größten Sprunglinien, die jemals auf einem MTB gefahren wurden. Nur um die Sprünge zu meistern, braucht es die Fähigkeiten und die Entschlossenheit der Besten der Welt. Die hier entworfenen 24-Meter-Sprünge versprechen Tricks und Big Air Time, die wir normalerweise nur beim FMX zu sehen sind.

Wenn es Euch jetzt in den Fingern krabbelt, dann verschafft dem Kribbeln ein Ende und klickt auf den verdammten PLAY-Button. Ride on!

Einer der offziellen Sponsoren des LOOSEFEST2019 war Reverse Components. Der deutsche Hersteller aus Freudenstadt in Baden-Württemberg arbeitet schon seit geraumer Zeit mit Nico Vink zusammen, der nicht nur als Teamfahrer agiert sondern auch als Berater die Entwicklung der freudenstadter Komponenten aktiv beeinflusst. Das Ergebnis sind Produkte, die Top-Athleten aus aller Welt zu schätzen wissen und die auch bei 24-Meter-Sprüngen unnachgiebig nach mehr schreien!

Wenn Ihr Bock habt, die Produkte von Nico Vink genauer unter die Lupe zu nehmen, hier gehts zur Nico Vink Signature Serie.

Offizieller Sponser des LOOSEFEST 2019

Interview mit Elias Schwärzler beim Crankworx Innsbruck

Hinter den Kulissen des diesjährigen Crankworx Stops in Innsbruck haben wir uns mit dem Mountainbiker und Sick Series Mitbegründer Elias Schwärzler getroffen. Zusammen mit Fabio Wibmer hat er in den letzten Jahren für viel Aufsehen in der MTB Welt gesorgt. Vorrangig durch eine Vielzahl gemeinsamer Videoprojekte und wöchentlicher YouTube Serien, deren Bekanntheit die Entstehung einer eigenen Bekleidungsmarke bewirkt hat. In diesem Interview erzählt uns Elias etwas mehr darüber  was es bedeutet ein prominenter Biker zu sein, wie es sich auf sein Privatleben auswirkt und worauf sich das Duo bestehend aus Wibmer und Schwärzler in Zukunft konzentrieren wird.

Was das Ganze außerdem mit einer deutschen Kinofilm Produktion und verkleideten Bikern zu tun hat, erfahrt ihr alles hier:

WORLD CUP DIARIES VALLNORD

 

Downhill-Rider und Cross-Country-Athleten haben am Wochenende Vallnord (AND) in die Mountainbike-Hochburg schlechthin verwandelt und die Zuschauer vor Ort und vor den Bildschirmen mit extrem spannenden Rennen verwöhnt. Zehntausende Fans an der Strecke sorgten für sensationelle Stimmung und die Rider zahlten es mit Spitzenleistungen zurück. Viele Top-Favoriten gaben sich keine Blöße und die Geschichtsbücher wurden gleich um mehrere Kapitel erweitert – hier sind die Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup von Vallnord, Andorra.

 

Du hast die unglaubliche Action vom Weltcup in Vallnord verpasst? Keine Sorge! Alle Replays und alle Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup 2019 mit deutschem, englischem, portugiesischem und spanischem Kommentar gibt es on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

Spektakulär. Spannend. Staubtrocken.
Sechs Rennen standen in Vallnord auf dem Programm. Den zahlreichen und stimmungsgewaltigen Zuschauern wurden von Frauen und Männern in Short-Track, Downhill und Cross Country Renn-Action der Extraklasse geboten – und das bei durchweg strahlendem Sonnenschein. Bestes Sommerwetter sorgte allerdings dafür, dass der Staub in Andorra den Athleten schwer zu schaffen machte. Doch trotz schwierigsten Bedingungen waren alle Wettkämpfe an Hochspannung kaum zu überbieten. Gewohnt spektakulär waren sie zudem. Tracey Hannah, Nina Hoffmann, Aaron Gwin, Dakotah Norton, Finn Iles, Reece Wilson, Matt Walker – die Liste der Rider, die allein beim Downhill stürzten ist lang und prominent. So lag es nicht nur an der Höhenluft auf rund 1900 Metern, dass die Athleten ans Limit gehen mussten. Herausfordernste Streckenprofile inmitten der Pyrenäen vervollständigten das rundum gelungene Weltcup-Wochenende.
Hier geht’s zum Replay!

 

DHI: Atherton-Rekord bei Hoffmann-Show – Bruni hat im Herzschlag-Finale die Hosen an
Den ersten Downhill-Paukenschlag setzte Nina Hoffmann (GER) bereits beim Qualifying am Freitag. Der Shootingstar legte beim steilsten Rennen des Jahres die schnellste Zeit hin – und das in ihrer erst zweiten Weltcup-Saison und obwohl Rachel Atherton (GBR) kein erkennbarer, größerer Fehler unterlief. Die Deutsche ist also in der Weltspitze angekommen und hat ihren Teil dazu beigetragen, dass Worte wie “Spannung” und “Dramatik” gar keine Ausdrücke sind, für das, was sich auf der Downhill-Strecke abgespielt hat. Nach mehreren Stürzen im Qualifying eröffnete Leogang-Siegerin und Mitfavoritin Tracey Hannah (AUS) den Showdown. Kurz vorm Ziel rutschte die Australierin auf der staubbedeckten, rutschigen Strecke aus, übernahm aber dennoch die Führung. Rachel Atherton (GBR) ging als Drittletzte auf die 2,5 Kilometer lange Strecke, proftierte von Hannahs Missgeschickt und ging nach einer fehlerfreien Fahrt in Führung. Die Französin Marine Cabirou (FRA) setzte sich nach einer couragierten Fahrt zwischen die beiden Top-Favoritinnen Atherton und Hannah. Dann gingen alle Blicke gespannt nach oben zu Nina Hoffmann. Und die Deutsche zeigte einen Lauf, der an Verrücktheit kaum zu überbieten ist. Bis zur Rennhälfte war Hoffmann in Schlagdistanz zu Atherton, ein Sturz beendete jedoch ihre Siegchancen. Dennoch fuhr die Quali-Schnellste weiter. Klingt normal und gängig, aber nicht mit Hoffmann. Die Deutsche ist beim Sturz aus ihrem linken Schuh gerutscht. Der Schuh hing noch im Klickpedal. Hoffmann sprang im Socken zurück aufs Rad und weiter ging der wilde Ritt. Sie trotzte dem fehlenden Grip und präsentierte bei der Zieldurchfahrt das Kuriosum. Im Überschwang der Gefühle und unter ihrem eigenen Jubel über die verrückte Fahrt ging sie im Ziel erneut zu Boden. Selbst die Konkurrenz gratulierte zu ihrer irren Fahrt. Dabei ging fast unter, dass Atherton mit ihrem zweiten Saisonsieg ihren 74. Podestplatz einfuhr und damit zur alleinigen Rekordhalterin aufsteigt.

 

So sehenswert und mitreißend das Frauen-Rennen war, die Männer standen dem weiblichen Geschlecht in nichts nach. Die Franzosen zeigten einmal mehr, wo im Downhill-Sport der Hammer hängt. Lediglich Troy Brosnan (AUS) konnte bei der hochklassigen Downhill-Show von Loic Bruni, Loris Vergier und Amaury Pierron mithalten. Der Australier reihte sich hinter Tagessieger Bruni und dem zweitplatzierten Vergier ein und fuhr auch im vierten Saisonrennen zum vierten Mal in die Top 3. Den verrückten Schlag der Downhill-Profis unterstrichen Johannes von Klebesberg (ITA) und Danny Hart (GBR). Privatier von Klebesberg krönte sich zum schnellsten Jeans-Rider und Hart bewältigte die extrem steile und anspruchsvolle Strecke in Shorts. Quali-Sieger Bruni hatte bei seinem dritten Saisonsieg allerdings das letzte Wort und die Hosen an. In die Weltspitze vorgestoßen ist auch David Trummer (AUT). Der 25-jährige Österreicher wurde Fünfter im Qualifying und ließ mit Platz sieben im Rennen Top-Stars wie Greg Minnaar (RSA), Laurie Greenland (GBR) und Rémi Thirion (FRA) hinter sich. Sein bestes Karriereergebnis ist zugleich das beste Resultat eines Österreichers im Downhill-Weltcup.

 

XCC: Perfekte Taktik. Tolle Leistung. Wahnsinns Finish.
Ein Antritt der seines gleichen sucht. Nur wenige Meter ging es kurz vor dem Ziel die Brücke hinauf. Jolanda Neff (SUI) lag kurz vor Schluss noch auf Rang drei. Aber beim finalen Anstieg ließ sie die Weltcup-Führenden und dreimalige Saison-Siegerin Kate Courtney (USA) und die bis dato Führenden Allesandra Keller (SUI) stehen. Nach sieben Podiumsplätzen – 3x Zweite, 3x Dritte, 1x Vierte – erzielte Neff ihren ersten Weltcupsieg im Short Track. Es war erst der zweite Schweizer Sieg im Short Track und der erste Doppelsieg. Keller und Courtney folgten auf den Plätzen zwei und drei.
Bei den Herren nutzte Henrique Avancini (BRA) die Gunst der Stunde. In Abwesenheit von Short Track-Dominator Mathieu van der Poel (NED) kontrollierte der Brasilianer das Feld von der Spitze und hatte auch beim Schlusssprint die meisten Körner übrig. Nino Schurter (SUI) wurde Zweiter und Maxime Marotte (FRA) Dritter.

 

XCO: Atemberaubende Aufholjagden und ein historischer Sieg
Mehrere gnadenlose Anstiege inklusive des längsten Weltcup-Anstiegs, „The Wall“, warteten bei den Cross Country-Rennen über die olympische Distanz auf die Fahrerinnen und Fahrer. Die Herausforderung auf knapp 2000 Metern Höhe flößte den Athleten im Vorfeld gehörigen Respekt ein. Jolanda Neff, die einstige Schweizer Seriensiegerin, ging ihr Rennen deswegen defensiv an. Wohl zu zurückhaltend. Bereits 47 Sekunden häufte sie in der ersten Runde an Rückstand an. Der sorgte allerdings dafür, dass die amtierende Gesamtweltcupsiegerin eine bemerkenswerte wie fesselnde Aufholjagd startete bzw. starten musste. Sie pflügte durchs Feld, kämpfte sich an nahezu 30 der vor ihr liegenden Rivalinnen vorbei und schloss in der fünften und vorletzten Runde zur Führenden Anne Terpstra (NED) auf. Das Duell um den Tagessieg spitzte sich zu. Die finale Attacke der Schweizerin verpuffte allerdings. Die 26-Jährige musste ihrer Aufholjagd Tribut zollen. Terpstra konterte ihrerseits kurz darauf und konnte sich entscheidend absetzen. Mit ihrem Sieg trug sich die 28-Jährige in die Geschichtsbücher ein. Es war der erste Triumph einer Niederländerin im Rennen über die olympische Distanz.

 

Ein ähnliches Rennen bestritt auch Nino Schurter (SUI). Der amtierende Weltmeister und Gesamtweltcupsieger fiel nach einem kleinen Sturz zu Rennbeginn zurück und musste sich ebenfalls nach vorne kämpfen. Am Ende entschied der Schweizer einen packenden Dreikampf gegen Albstadt-Sieger und Landsmann Mathias Flückiger und Short-Track-Triumphator Henrique Avancini für sich. Die Entscheidung fiel dabei erst kurz vor der Ziellinie als Schurter seine ganze Erfahrung ausspielte und sich im Rasenstück clever an Flückiger vorbei schob. Schurter erzielte seinen ersten Saisonsieg und verkürzte mit jetzt 31 Weltcupsiegen den Rückstand auf Rekordsieger Julien Absalon (FRA) auf zwei Erfolge.

 

Gesamtweltcups: Neue Spitzenreiter und schrumpfende Abstände
Schnellster im Qualifying und Sieg im Rennen – mit seinem perfekten Wochenende übernimmt Loic Bruni mit 765 Punkten die Führung im Downhill-Weltcup. 65 Punkte beträgt sein Vorsprung auf Troy Brosnan (700 Punkte) und schon 160 Punkte auf Amaury Pierron (605 Punkte). Mit dem Selbstvertrauen drei der vier Saisonrennen gewonnen zu haben, ist Bruni auf Kurs zum ersten Triumph im Gesamtweltcup.
Bei den Frauen spitzt sich der Kampf um den Weltcupsieg ebenfalls zu und verspricht Spannung bis zum letzten Rennen. Rachel Atherton (730 Punkte) verkürzt den Rückstand auf Spitzenreiterin Tracey Hannah (790 Punkte) auf 60 Punkte.

 

Im Cross Country ist das Bild ziemlich identisch. Jolanda Neff (815 Punkte) hat in Vallnord 135 Punkte auf Kate Courtney (890 Punkte) gut gemacht. Auch hier scheint eine Entscheidung erst in Snowshoe beim finalen Saison-Event zu fallen.
Bei den Herren hat sich erstmal in dieser Saison Nino Schurter (835 Punkte) in Führung gesetzt. Der amtierende Gesamtweltcupsieger verdrängt Mathieu van der Poel (700 Punkte), der in Vallnord pausiert hat. Neuer Zweiter ist Mathias Flückiger (755 Punkte). Nachdem sich van der Poel für die nächsten Rennen wieder angekündigt hat, scheint sich auch hier ein extrem spannender Kampf um den Sieg im Gesamtweltcup zu entwickeln.

 

Die Replays und alle Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup aus Vallnord gibt es on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv. Weitere aktuelle Informationen und noch mehr actionreiche Unterhaltung rund um das Thema Mountainbike finden sich auf dem Red Bull Bike Channel auf redbull.tv/bike.

 

Photos by © redbullcontentpool

GlemmRide Bike Festival: Ergebnisse Slopestyle Pre-Qualifyings

Ein internationales Rider Line Up dürfen die Veranstalter des GlemmRide Bike Festival in Saalbach Hinterglemm begrüßen. Am Freitag gab es für neun der 26 Pre-Quali Rider die Chance ihr Können am Samstag gegen große Namen wie Emil Johansson (SWE), Nicoli Rogatkin (USA) oder Tomas Lemoine (FRA) unter Beweis zu stellen. Peter Kaiser aus Innsbruck hat bereits bei seinem ersten Run überzeugt und konnte sich im zweiten Lauf sogar noch verbessern. Neben ihm ziehen die Österreicher Markus Saurer und Enzo Souza Haberl, sowie Lukas Schäfer und Jonathan Kielhorn aus Deutschland, Teodor Kovac auf Tschechien, der Schwede Ludvig Eriksson, Sindre Harbak aus Norwegen und Franck Paulin aus Frankreich ins hochkarätige Qualifying ein. (Gesamte Ergebnisliste im Anhang).

Side-Events
Neben dem spektakulären Contest standen – wie üblich beim GlemmRide – auch jede Menge Fun-Events auf dem Programm. Ob beim BMW CARaoke, loose-shop.de Armwrestling, Lines Bike Pulling oder SCOTT Beat the Pro Pumptrack Contest mit Fabio Wibmer: Die Stimmung ist wie jedes Jahr „unbeschreiblich und nicht vergleichbar – im äußerst positiven Sinn“, so ein Besucher des Festivals.
Livestream

Morgen, Samstag, werden das Qualifying (15.30 – 17:30 Uhr) und die Finals (19:00 – 21:15 Uhr) des FMB Gold Slopestyle Events live aufhttps://www.saalbach.com/de/events/glemmride/livestream und der GlemmRide Bike Festival Facebook Page übertragen. Wer nicht vor Ort dabei sein kann hat so die Möglichkeit ein kleines Stück GlemmRide in sein Wohnzimmer zu bringen.

Gefeiert wird das Spektakel am Abend mit Krautschädl, die auf ihrer Abschiedstournee die Mainstage mitten in der Expo-Area bei freiem Eintritt rocken.
Weitere Infos und Bildmaterial unter media.saalbach.com

 

 

DIESES WOCHENENDE: GLEMMRIDE SLOPESTYLE MIT PROMINENTEM RIDER LINE UP

Aufgepasst, das Rider Line Up des fünften GlemmRide Slopestyle im SalzbugerLand könnte kaum prominenter besetzt sein. Mit dem Wunderknaben Emil Johansson aus Schweden, Tomas Lemoine (FRA), Nicholi Rogatkin (USA), Torquato Testa (ITA), Erik Fedko (GER), Alex Alanko (SWE), Paul Couderc (FRA), Dawid Godziek (POL), Lukas Knopf (GER), Jakub Vencl (CZE) und Lucas Huppert (SUI) – allesamt in den Top 15 des FMB World Rankings – ist am 6. Juli ein Slopestyle-Contest auf höchstem Trickniveau zu erwarten. Der Österreicher Bernd Winkler ist in diesem Jahr erstmalig als Set Rider gelistet. 2018 hat er sich vom Pre-Qualifying über Qualifying bis aufs Podium des Finales (Platz 3) gekämpft. Wer holt sich in diesem Jahr die GlemmRide Trophäe und das Preisgeld von 15.000 Euro?


Am 3. Juli startet die fünfte Auflage des GlemmRide Bike Festivals. Zahlreiche geführte Touren mit Profis wie zum Beispiel Mountainbike Legende Richie Schley, Kathi Kuypers, Angie Hohenwarter, Marcus Klausmann und Streckenkobra Stevie Schneider stehen zwischen SCOTT Pumptrack-Sessions, BMW Mountains CARaoke, Armwrestling, Lines Bike Pulling und den AUVA Radworkshops für Kids auf dem Programm. Mit von der Partie: Mountainbike-Profi und YouTube-Star Fabio Wibmer.

Vergesst mir das Feiern nicht! 
Das GlemmRide Bike Festival steht nicht nur für Bike-Action höchster Klasse, sondern auch für legendäre Partys! Ob bei der Rooftop Session mit DJ Sound, Reggae-Vibes mit Mountain Reggae Radio, den DJ Sets der Masters of Dirt, Cats on Bricks und Beat the Dancefloor oder bei Parasol Caravan und Krautschädl live – die Partys sind mit der Grund, warum sich die Besucher, Expo-Aussteller und Athleten bereits am Sonntag schon aufs nächste Jahr freuen.
Das goldenen Highlight des Festivals 
Der GlemmRide Slopestyle mit FMB Gold Status lockt jedes Jahr die weltweit besten Athleten aus Amerika und Europa. Doch das diesjährige Rider Line Up wartet mit dem Großteil der internationalen Top 15 auf! Emil Johannson aus Schweden geht nach seiner Verletzung mit einem zweiten Platz beim Crankworx Innsbruck Slopestyle mit gestärktem Selbstvertrauen in Saalbach an den Start. FMB World Champion 2016 und 2. der FMB Weltrangliste 2017 und 2018 Nicholi Rogatkin aus den USA ist bekannt für seine technisch schwierigen Tricks. Torquato Testa (ITA) zeigte beim GlemmRide Slopestyle Contest 2018 einen einwandfreien Run und landete damit ganz oben auf dem Podest. Der Österreicher Bernd Winkler musste sich 2018 noch vom Pre-Qualifying über Qualifying bis ins Finale kämpfen und schaffte es auf Platz 3. 2019 geht er als Set Rider an den Start. An wen gehen die GlemmRide Trophäe und die 15.000 Euro Preisgeld dieses Jahr?
Das gesamte Rider Line Up inkl. Pre-Quali Riders findet ihr hier.
Livestream

Zur Freude aller, die nicht zu den 15.000 Besuchern vor Ort zählen, werden die Qualifikationen und Finalläufe des GlemmRide Slopestyles live übertragen.

Der Stream läuft über Vimeo-Livestream unter https://www.saalbach.com/de/events/glemmride/livestream 
und auf der GlemmRide Facebook Seite.
Bilder in diesem Artikel: Stefan Voitl

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