Emil Johansson beim Glemmride 2019 – Interview

Klug, reflektiert und vor allem eins: ein unheimliches Talent. Wir haben den erst 21 Jahre alten Emil Johansson im Rahmen des Glemmride 2019 für ein kleines Interview beiseite nehmen können und durften mit ihm eine kleine Momentaufnahme seiner bisherigen Karriere machen. Der Junge aus Schweden hat für sein Alter bereits beachtliches vollbracht und genießt den Status als zweitbester MTB Slopestyle Fahrer der Welt – und das mehr als verdient. Denn Emil hat zweifelsohne hart kämpfen müssen und ist trotz ernster gesundheitlicher Rückschläge, die nicht nur auf Verletzungen zurückzuführen sind, ganz vorne angekommen.
Was ihn also antreibt und wie er es geschafft hat, ein Comeback unter dem größtmöglichem Druck hinzulegen, erfahrt ihr hier vom zweiten Platz Sieger des Glemmride Festivals 2019 selbst.

Viel Spaß beim Schauen und Emil viel Erfolg beim Fahren!

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Thomas Genon spricht über Reha, Red Bull Rampage und die Dinge so zu nehmen wie sie kommen

 

Als sich Thomas Genon im März wieder auf die große Bühne der Slopestyle Welt bei Crankworx Rotorua begab und den ersten Contest der Saison fahren wollte, kamen die Dinge anders als gedacht. Wie jedes Jahr läutet Crankworx Rotorua den Start für die Crankworx FMBA Slopestyle World Championship Saison ein und ist der erste große Contest für alle Slopestyle Athleten. Die Rider arbeiten hart an ihren Tricks während der Off-Season, um sie in Rotorua endlich zeigen zu können. Auch das belgische Slopestyle-Talent, Thomas Genon, war perfekt vorbereitet und bereit alles zu geben. Doch dann kam alles anders. Als er gerade vom legendären Rotorua Startturm losfuhr und mit einem Opposite 360 Tuck No-Hander seinen Run begann, kugelte seine Schulter während dem Sprung nach unten aus und er stürzte. 

 

„Ich kann einfach nicht fassen, dass das passiert ist, aber ich kann nichts daran ändern. Das kommt normalerweise nicht vor. Wenn ich einen No-Hander mache, dann kugelt sich meine Schulter für gewöhnlich nicht aus. Der erste Jump der Saison, die Schulter drehte sich aus und ich konnte nicht mehr nach meinem Lenker greifen“, sagte Genon gleich nach seinem verrückten Unfall.

Jetzt, knapp fünf Monate später, hat Genon den schwersten Teil seiner Reha hinter sich gebracht. Er hatte mental, wie auch körperlich vor vielen Herausforderungen gestanden. „Normalerweise bin ich ein sehr positiver Mensch und ich liebe die Herausforderungen. Aber zum Ende des Reha-Prozesses habe ich diese positive Einstellung verloren. Das Schwierigste für mich ist definitiv nicht Biken zu können. Dennoch macht die Reha jetzt viel mehr Spaß als bis vor zwei Monaten noch. Ich bin jetzt endlich in der Lage ein echtes Training zu absolvieren und Dinge zu tun, die Spaß machen.“

 

Eine der größten mentalen Herausforderungen für Genon war es, während der gesamten Slopestyle-Saison ins Abseits zu geraten. Zudem musste er die schwere Entscheidung treffen beim größten Event des Jahres, dem Red Bull Joyride in Whistler, der am 17. August stattfindet, nicht anzutreten. „Ich war während der ganzen Slopestyle-Saison nur Zuschauer und konnte an keinem Contest teilnehmen. Für eine Weile dachte ich, dass ich für Whistler wieder bereit wäre, aber dieses Mal mache ich es richtig und werde mein Comeback erst feiern, sobald ich wieder ganz gesund bin.“

 

Seit er wieder auf seinem Bike sitzt, geht er die Dinge langsam und ruhig an. Meistens trainiert er an seinem Home Spot: „Es ist ein großartiger Spot zum Trainieren, aber es ist auch noch etwas früh alles rauszuholen. Bald jedoch werde ich den Platz so nutzen können wie sonst immer und Vollgas geben.“

Ein Event, das Thomas dennoch nicht verpassen konnte, war der Reboul Jam in Chatel, Frankreich. „Diese Line war eine der ersten Jump Lines seit meiner Operation. Es war fantastisch zu biken und ich war sehr glücklich wieder alle meine Bike-Freunde zu sehen. Ich war wieder Teil dieser Leidenschaft zum Biken, die uns alle verbindet. Das ist genau das, was ich liebe“, sagte Genon.

 

Genon hat Red Bull Rampage ins Visier genommen, für den er sich durch den 5. Platz in 2018 qualifiziert hat. „Rampage hat mich dieses Jahr definitiv motiviert alles zu geben und schnell wieder fit zu werden. Ich freue mich immer mehr auf diesen Contest und kann es kaum erwarten mein Comeback dort zu feiern.“

Vor seiner Verletzung verbrachte Genon einige Zeit mit der Anthill Film Crew auf Hawaii und in der Schweiz um für ihren neuen Film „Return to Earth“ zu filmen. Er drehte viele spannende Segmente zusammen mit Top-Athleten wie Emil Johansson, Ryan „R-Dog“ Howard, Casey Brown und Brett Rheeder. Das Filmen bedeutet für Genon, der Welt zeigen zu können, wie seine Fahrkünste genau aussehen sollen. Hier kann er seine Tricks immer wieder ausprobieren, bis sie perfekt sitzen. Im Gegensatz zu Contests, bei dem ein Athlet nur 2 Runs hat und jeden Trick nur einmal pro Run wirklich ausführen kann.

 

„Das Filmen mit Anthill und der Crew war wie ein wahr gewordener Traum. Es fühlte sich natürlich nicht wie Urlaub an, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Die Filmer wie auch Athleten waren alle mit viel Leidenschaft bei der Sache und machten die Produktion zu etwas großartigem. Wenn nur die kleinste Sache schiefgelaufen ist, haben wir es so lange weiter versucht, bis es klappte.“

Auch wenn Genon Red Bull Joyride zum ersten Mal seit 2012, als er den Event gewonnen hat, verpassen wird, ist er dennoch über das hohe Level des Bikens und dem Fortschritt des Sports begeistert.

Seit 2012 gab es keinen anderen Europäer außer Genon, der in Whistler den 1. Platz belegte. Doch wie sieht es dieses Jahr aus? Wird 2019 ein anderer Europäer auf die Podiumsspitze klettern können? Laut Genon stehen die Chancen auf jeden Fall hoch.

 

„Es ist wirklich schwer zu sagen, wer dieses Jahr Red Bull Joyride gewinnen wird, da alle Rider dieses Jahr absolut abgehen.“

Red Bull TV überträgt Red Bull Joyride LIVE und on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv. Die Live-Übertragung startet am Samstag, 18. August, um 01:30 Uhr (CEST). 

 

All photos by © Graeme Murray / redbullcontentpool

Yoga mit Timo Pritzel – Das Interview beim Glemmride 2019

Timo Pritzel gilt als Pionier und Mitbegründer der deutschen MTB Freestlye Szene. Schon in den 90er Jahren stellte er Rekorde auf und etablierte sich nachhaltig in der international heranwachsenden Slopestyle Szene. Heute ist Timo 42 und alles andere als raus aus der Welt des Radsports. Noch immer gehört das Radfahren zu seinem Lebensmittelpunkt. Er macht Trails unsicher oder springt und trickst massive Jumps. Mittlerweile hat Timo aber noch eine andere Leidenschaft, die er erfolgreich mit dem Biken verbindet: Das Yoga!

Wir durften Timo bei einer Session begleiten und ihn anschließend etwas zu seinem Werdegang befragen. Hier erfahrt ihr wie Timo zum Yoga gekommen ist – was das mit seinen waghalsigen Stunts zu hat und warum er einer der wohl coolsten und sympathischsten Pioniere des deutschen MTB Freestyle ist, was ihn zum Vorbild für viele der jüngeren Generationen macht.

Viel Spaß beim Schauen!

GLEMMRIDE 2019 – Kleiner Besuch bei Transition Bikes & Riesel Design

Die Expo Area beim Glemmride war dieses Jahr mehr als ausgefüllt. Über 60 Aussteller sind angereist, um der Bikewelt zu zeigen was es neues gibt.
In diesem Video schauen wir sowohl bei Transition Bikes als auch beim Stand unserer sächsischen Style-Experten von Riesel Design vorbei:

24-Meter-Sprünge und pures Adrenalin

Vom 15. bis 21. Juli versammelten sich wieder einmal ein paar der verrücktesten Downhill-Mountainbiker der Welt, um eine der unvernünftigsten Linien des Jahres 2019 zu springen. Der belgische Downhill-König und Reverse Componets Athlet Nico Vink war dieses Jahr der Gastgeber der Veranstaltung.

Die komplette LOOSEFEST-Line wurde von Nico selbst entworfen und gebaut und ist weit verrückter als die vor 2 Jahren. Die Linie, die er im belgischen Bikepark „Ferme Libert“ zusammen mit Cemens Klaudels, Sam Reynolds und Co gebaut hat, ist eine der größten Sprunglinien, die jemals auf einem MTB gefahren wurden. Nur um die Sprünge zu meistern, braucht es die Fähigkeiten und die Entschlossenheit der Besten der Welt. Die hier entworfenen 24-Meter-Sprünge versprechen Tricks und Big Air Time, die wir normalerweise nur beim FMX zu sehen sind.

Wenn es Euch jetzt in den Fingern krabbelt, dann verschafft dem Kribbeln ein Ende und klickt auf den verdammten PLAY-Button. Ride on!

Einer der offziellen Sponsoren des LOOSEFEST2019 war Reverse Components. Der deutsche Hersteller aus Freudenstadt in Baden-Württemberg arbeitet schon seit geraumer Zeit mit Nico Vink zusammen, der nicht nur als Teamfahrer agiert sondern auch als Berater die Entwicklung der freudenstadter Komponenten aktiv beeinflusst. Das Ergebnis sind Produkte, die Top-Athleten aus aller Welt zu schätzen wissen und die auch bei 24-Meter-Sprüngen unnachgiebig nach mehr schreien!

Wenn Ihr Bock habt, die Produkte von Nico Vink genauer unter die Lupe zu nehmen, hier gehts zur Nico Vink Signature Serie.

Offizieller Sponser des LOOSEFEST 2019

Crankworx Innsbruck 2019 – Iven Ebener, Mitch Chubey, Kidsworx & Dual Slalom

In Innsbruck haben wir uns beim Crankworx Event etwas unter die Leute gemischt und konnten mit den ein oder anderen Athleten und Involvierten sprechen. So hat uns der deutsche Freerider Iven Ebener über die Kunst des Whippens aufgeklärt und Raju Löffelholz uns einen Einblick hinter die Kulissen des diesjährigen Kidsworx gewährt. Wir konnten außerdem mit dem Kanadier Mitch Chubey sprechen und den Dual Slalom filmisch begleiten. Das alles und noch viel mehr findet ihr in diesem Video. Viel Spaß also und “Ride On”!

Die Audi Nines MTB 2019 öffnen sich für Zuschauer!

Die aufsehenerregende Mountainbike-Veranstaltung kehrt vom 9. bis 14. September 2019 in den Steinbruch Ellweiler bei Birkenfeld zurück • Zahlreiche deutsche Starter bei dem legendären Freeride- und Slopestyle-Publikumsevent

Mountainbike-Action wie vom Mond: Die Audi Nines MTB finden vom 9. bis 14. September zum zweiten Mal im Steinbruch Ellweiler bei Birkenfeld in der Bikeregion Hunsrück-Hochwald statt! Höhepunkt des legendären Freeride- und Slopestyle-Mountainbike-Events für eingeladene Top-Profis ist der Public Contest Day am 14. September 2019. Dann können die Fans ihre Mountainbike-Helden bei deren spektakulären Sprüngen und Tricks vor Ort anfeuern!

Die Audi Nines MTB erleben bei ihrer Rückkehr nach Rheinland-Pfalz ihre insgesamt neunte Auflage und werden wie beim erfolgreichen Hunsrück-Debüt im Vorjahr in Zusammenarbeit mit dem Bikepark Idarkopf durchgeführt. Nach dem Motto „Send it to the Moon!“ sorgen die weltbesten Mountainbiker für herausragende Action und spektakuläre Tricks. Für den einwöchigen Event verwandelt sich der Steinbruch Ellweiler bei Birkenfeld in eine einzigartige Mondlandschaft mit gewaltigen Sprüngen und anderen atemberaubenden Elementen.

Publikumstag als Highlight
Nach den Film- und Fotosessions unter der Woche wird am 14. September 2019 mit dem Public Contest Day der Höhepunkt des Events ausgetragen. Der Eintritt an diesem Tag ist frei. Die Zuschauer erwartet ein neu designter Kurs, der noch größer und besser als im Vorjahr werden soll. Mountainbike-Profi und Streckenbauer Sam Reynolds (GBR) sowie Andi Brewi (AUT) und Clemens Kaudela (AUT) von Balzamico Trail Design sind bereits tief in die Streckenplanung eingestiegen und beabsichtigen, einige spektakuläre neue Spezialelemente zu verwirklichen. An dem einzigartigen Schauplatz im stillgelegten Steinbruch wird wieder eine Freeride-Linie mit gewaltigen Schanzen sowie ein Slopestyle-Kur­s mit Drops, Sprüngen und speziellen Jibbing-Elementen entstehen.

„Wir freuen uns sehr auf die Rückkehr in den Steinbruch!“, sagte Sam Reynolds. „Wir werden den fantastischen Kurs des Vorjahres als Grundlage nehmen und mit einigen Mega-Features noch eine Schippe drauflegen.“ Darauf freut sich auch Mountainbike-Superstar Nicholi Rogatkin (USA): „Die Audi Nines MTB sind einfach der beste Event! In dem Steinbruch kann man massive Sprünge und unglaubliche Strecken für Freeride- und Slopestyle-Räder bauen. Die Stimmung im letzten Jahr war Wahnsinn, weil alle Athleten so motiviert waren und sich gegenseitig zu ihren besten Leistungen antrieben. Dieses Jahr wird es sicher noch intensiver. Ich kann es kaum erwarten!“

Hochklassiges Teilnehmerfeld
Zahlreiche internationale Top-Mountainbiker haben bereits ihre Teilnahme an dem Spektakel im Hunsrück zugesagt, darunter neben Nicholi Rogatkin (USA) auch Sam Pilgrim (GBR), David Godziek (POL) und Emil Johansson (SWE) sowie talentierte Newcomer wie Jackson Goldstone (CAN). Auch die deutschen Top-Fahrer Erik Fedko aus Fröndenberg, Patrick Schweika aus Koblenz, Lukas Knopf aus Jahnsdorf, Nico Scholze aus Filderstadt, Tobi Wrobel aus Nürnberg und Lukas Schäfer aus Diez freuen sich auf ihren Start bei den Audi Nines MTB. Für zwei Nachwuchs-Mountainbiker bietet sich zusätzlich die Gelegenheit, beim „Become A Nine“-Online-Videowettbewerb eine Wildcard für den Event im Steinbruch zu gewinnen. Deadline für die Bewerbung ist der 15. August 2019.

Weitere Informationen unter www.audinines.com.