Rage the track! Das PROPAIN-Update

Rage Carbon 2019 – World Cup Rennmaschine in 27.5“ und 29“

In der aktuellen Saison wurde das Rage Carbon in 29“ bereits fleißig im Downhill World Cup getestet. UK-Racer Phil Atwill und der frischgebackene österreichische Staatsmeister David Trummer sind nach der ersten Testfahrt sofort auf die großen Laufräder umgestiegen. Nun ist das Rage Carbon mit den großen Laufrädern für alle ambitionierten Downhillracer zu haben.

 

Propain Rage Performance 29

Propain Rage Highend 27,5

Der Carbonrahmen musste für die Umstellung auf 29“ nicht angepasst werden. Es ändern sich lediglich die obere und ntere Wippe um die Tretlagerhöhe mit 29“-Laufrädern zu optimieren sowie die Steuersatzschalen um die höhere Gabel auszugleichen. Alle Teile für die Umrüstung wird es später auch separat zu kaufen geben. Durch den Flipchip in den Ausfallenden gelingt der Sprung von 27.5“ auf 29“ am Hinterrad problemlos. Die innovative Reachverstellung konnte auch beim Rage Carbon 29 beibehalten werden. So hat der Fahrer die Möglichkeit den Reach von +6 mm auf -6 mm um insgesamt 12 mm zu variieren.

Das Rage Carbon 29 wird ab sofort verfügbar sein – und zwar nicht statt, sondern neben dem bisherigen Rage Carbon in 27.5“. Der Juniorenfahrer Henry Kerr hat in dieser Saison bewiesen, dass 27.5“ nicht weniger schnell sein muss und konnte einen herausragenden zweiten Platz im Gesamtworldcup erzielen.

Henry Kerr – 2nd World Cup Overall – Rage Carbon 27.5

Die Wahl ob 29“ oder 27.5“ hängt also ganz klar von eigenen Vorlieben ab. Für Fahrer unter 1,77 m macht es laut Propain aber wenig Sinn auf 29“ zu setzen, denn unter dieser Mindestempfehlung schränkt das große Laufrad hinten den Fahrer in seiner Bewegung ein und verspielt seine Vorteile. Aus diesem Grund bietet Propain das Rage Carbon 29 nur in Rahmengröße L/XL an.

Phil Atwill – Rage Carbon 29

Bei der Ausstattung geht Propain einen neuen Weg. Mit der brandneuen Website und einem neuen Konfigurator ist es möglich alle Parts anzupassen. Propain gibt nur noch Ausstattungsempfehlungen von Start über Performance bis Highend, die als Ausgangsbasis für die Konfiguration dienen und beliebig verändert werden können. So kann der Kunde selbst entscheiden wie er seine Parts kombinieren will. Liegen die Präferenzen beim Fahrwerk, kann ganz einfach ein Highend-Fahrwerk mit einer Einstiegs-Antriebsgruppe kombiniert werden.

Ausstattung

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Das Rage Carbon 27,5 und 29 ist ab sofort in den Farben Silber, Mint und Carbon Raw im Onlineshop zu bestellen. Durch die Kombination mit drei Decalfarben stehen dem Kunden viele Farbvarianten zur Verfügung. Für alle die sich noch unschlüssig sind, oder die ihren vorhandenen Rage Carbon Rahmen umrüsten wollen, bietet Propain in Kürze zwei separate Wheelsize Upgrade Kits für 27.5->29 und für 29->27.5 an.  Alle weiteren Informationen findet ihr unter www.propain-bikes.com!

Geometrie

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DAS BESTE BILD GEWINNT! Werde zum Monat im MACIAG OFFROAD KALENDER 2019

1 MONAT IM MACIAG OFFROAD KALENDER 2019 – DAS BESTE BILD GEWINNT!

Ihr mit 11 Mountainbike-Superstars in einem Kalender – Das wird Euer Jahr!
Maciag Offroad hat sich dieses Jahr etwas ganz Besonderes für Euch ausgedacht. Ihr habt die Möglichkeit, einen ganzen Monat mit Eurem besten Bild im kommenden Maciag Offroad Wandkalender 2019 zu erscheinen. Zeigt Euer Bild tausenden Mountainbike-Fans und bewerbt Euch noch bis zum 07. Oktober 2018 um 23:59 Uhr. Mitmachen könnt Ihr über Instagram mit dem Hashtag #maciagoffroadkalender. Um Eure Chance zu erhöhen, könnt Ihr auch mehrere Bilder mit dem Hashtag posten.

Maciag Offroad freut sich auf die Bilder & wünscht viel Glück!

Alle Infos & Teilnahmebedingungen findet Ihr noch einmal unter: https://maci.ag/OVcfa
Wer schon alles mitgemacht hat, seht Ihr hier: https://maci.ag/cSmpi

Bleib stets Up to Date und folge Maciag Offroad:
Instagram: https://www.instagram.com/maciagoffroad/
Facebook: https://www.facebook.com/MaciagOffroad/

GoPro HERO7: Game over für verwackelte Videos!

Game over für verwackelte Videos.

Die GoPro HERO7 Black bietet integrierte Gimbal-ähnliche Videostabilisierung
Die HyperSmooth-Videostabilisierung der HERO7 Black setzt neue Maßstäbe bei der digitalen Bildverarbeitung

 

Das GoPro Flaggschiff für 429,99 € bietet außerdem Livestreaming, TimeWarp-Video, SuperFoto, eine verbesserte Audioleistung sowie Gesichts-, Lächel- und Szenenerkennung

Die „HERO7 Black Million Dollar Challenge“ belohnt Kunden für ihren Beitrag zum Produkt-Highlight-Video
Die HERO7 Silver für 329,99 € und die HERO7 White für 219,99 € runden das Kamerasortiment ab

 

SAN MATEO, Kalifornien, Sept. 20.09.2018 – GoPro, Inc. (NASDAQ: GPRO) hat heute seine neuen Produkte vorgestellt, darunter die Flaggschiff-Kamera HERO7 Black für 429,99 €, die mit ihrer herausragenden Funktion „HyperSmooth“ neue Maßstäbe bei der Videostabilisierung setzt.

HyperSmooth ist die beste integrierte Videostabilisierung, die du je bei einer Kamera erlebt hast. Damit gelingen ganz einfach professionell aussehende Videos mit Gimbal-ähnlicher Stabilisierung – und das ohne die Kosten oder den Aufwand eines Gimbals mit Motoren. HyperSmooth funktioniert sogar unter Wasser sowie bei starken Stößen und kräftigem Wind, wo ein Gimbal versagt. Die HERO7 Black mit HyperSmooth-Videostabilisierung – die musst du gesehen haben, um es zu glauben.

Mit der HERO7 Black stellt GoPro eine ganz neue Art von Video namens „TimeWarp“ vor. Mit TimeWarp-Video werden deine Videos stark beschleunigt und erhalten dadurch einen „Fliegender-Teppich“-Effekt. Stell dir eine Fahrt durch beeindruckende Landschaften, einen Tauchgang im Meer oder eine Tour durch die Stadt vor – alles komprimiert in einem extrem stabilisierten Video, in dem sich das ganze Erlebnis in Sekundenschnelle abspielt. TimeWarp Video verwandelt längere Erlebnisse in kurze, flüssige Videos, die faszinieren und die du leicht teilen kannst.

Und das geht am schnellsten, wenn du sie gleich live teilst. Die HERO7 Black ist die erste GoPro mit Livestreaming – Nutzer können so automatisch in Echtzeit auf Facebook, Twitch, YouTube, Vimeo und anderen Plattformen streamen. Das Ergebnis ist eine aufregende und einfache Möglichkeit, die interessanten Momente des Lebens unterwegs zu teilen.

„Die HERO7 Black ist die GoPro, auf die wir alle gewartet haben“, sagt GoPro Gründer Nick Woodman. „Dank der HyperSmooth-Videostabilisierung ist die HERO7 Black eine Kamera, mit der jeder erstaunlich flüssige, professionell aussehende Aufnahmen seiner Lieblingsaktivitäten machen kann. Und das auch live.“

Funktionen der HERO7 Black für 429,99 €:

  • HyperSmooth-Videostabilisierung – Gimbal-ähnliche Stabilisierung ohne Gimbal
  • Livestreaming – automatisches Teilen deiner Erlebnisse in Echtzeit und Speichern deiner gestreamten Videos auf der SD-Karte in HD
  • TimeWarp – extrem stabilisierte Zeitraffervideos deiner Erlebnisse mit „Fliegender-Teppich-Effekt“ und bis zu 30-facher Geschwindigkeit
  • SuperFoto – intelligente Szenenanalyse für professionell aussehende Fotos durch HDR, lokales Tone Mapping und Multi-Frame-Rauschunterdrückung – alles automatisch
  • Hochformat-Modus – native Hochformataufnahmen für einfaches Teilen auf Instagram Stories, Snapchat und mehr
  • Verbesserte Audioleistung – Die neu entwickelte Audiotechnologie nimmt einen erhöhten Dynamikbereich auf, und die neue Mikrofonmembran reduziert unerwünschte Vibrationen bei Aufnahmen mit Halterungen
  • Intuitive Touchoberfläche – 2-Zoll-Touchdisplay mit vereinfachter Benutzeroberfläche für native Hochformataufnahmen
  • Gesichts-, Lächel- und Szenenerkennung – Die HERO7 Black erkennt Gesichter, Gesichtsausdrücke und Szenentypen und verbessert so die automatisch erstellten QuikStories in der GoPro App
  • Kurze Clips – Begrenzt die Videoaufnahme auf 15- oder 30-Sekunden-Clips für eine schnellere Übertragung auf das Smartphone, Bearbeitung und schnelleres Teilen. Ideal für Einsteiger und Kinder.
  • Fotoselbstauslöser – Countdown-Timer für kinderleichte Selfies und Gruppenaufnahmen
  • Beeindruckende Bildqualität – 4K60-Videos und 12-MP-Fotos
  • Ultra-Slo-Mo – 8x Slow Motion in 1080p240
  • Robust und wasserdicht – Sie ist ohne Gehäuse bis 10 m wasserdicht und kommt so überall hin, wo dein Smartphone passen muss
  • Sprachsteuerung – Über Sprachbefehle in 14 Sprachen lässt sich die Kamera freihändig bedienen
  • Automatische Übertragung auf das Smartphone – Deine Fotos und Videos werden bei Verbindung mit der GoPro App automatisch von der Kamera übertragen, damit du sie direkt teilen kannst
  • GPS-Messdatensticker – Lass deine Geschwindigkeit, die zurückgelegte Entfernung und die Höhenmeter aufzeichnen, und füge sie in der GoPro App als Sticker zu deinen Videos hinzu
  • Touch-Zoom – Wähle den Bildausschnitt für deine Fotos und Videos durch Berühren des Touchscreens

 

HERO7 Black Million Dollar Challenge – Jetzt werden unsere Kunden mit GoPro zum Pro
Dank HyperSmooth-Videostabilisierung ist es mit der HERO7 Black einfacher denn je, professionell aussehende Aufnahmen deiner Lieblingsaktivitäten zu machen. Um das zu feiern, laden wir HERO7 Black Besitzer dazu ein, das diesjährige HERO7 Black Highlight-Video aufzunehmen und sich ihren Anteil an 1.000.000 Dollar zu sichern. Ab 27. September können Nutzer weltweit ihre besten unbearbeiteten HERO7 Black Videoclips für die Million Dollar Challenge einreichen. Unser Kreativteam wählt seine Lieblingsaufnahmen für das Highlight-Video aus, und eine Belohnung in Höhe von einer Million Dollar wird in gleichen Teilen an die Teilnehmer ausgezahlt, deren Aufnahmen ausgewählt wurden.

Weitere Informationen und Richtlinien zum Einreichen bei der HERO7 Black Million Dollar Challenge findest du auf GoPro.com/Awards.

 

HERO7 Silver + HERO7 White – Das sind die anderen Kameras

GoPro bietet in diesem Herbst eine neue HERO Kamera für alle – für Anfänger, Draufgänger und Social-Media-Freunde aller Altersgruppen. Zusammen mit der HERO7 Black runden die HERO7 Silver und HERO7 White das Angebot ab – die perfekten Kameras für einen aktiven Lebensstil für Einsteiger oder Fortgeschrittene.

Die HERO7 Silver für 329,99 € mit 4K und die HERO7 White für 219,99 € mit 1080p sind robust, winzig und bis 10 m wasserdicht. Bediene sie ganz einfach mit Sprachbefehlen oder tippe auf den Auslöser, damit die Kamera eingeschaltet wird und automatisch mit der Aufnahme beginnt.

Und natürlich wäre es keine GoPro ohne die beeindruckende Video- und Fotoqualität, die GoPro seit über viereinhalb Jahren ohne Unterbrechung zur meistverkauften Kamera in Nordamerika gemacht hat. Sowohl die HERO7 Silver als auch White bieten eine deutlich verbesserte Videostabilisierung, damit unterwegs noch leichter großartige Aufnahmen gelingen.

Eine umfassende Übersicht über die Funktionen und Merkmale all unserer HERO7 Kameras findest du auf The Inside Line.

Weltweite Verfügbarkeit
Die HERO7 Black für 429,99 €, die HERO7 Silver für 329,99 € und die HERO7 White für 219,99 € können ab heute auf GoPro.com vorbestellt werden. Die Kameras sind international seit Donnerstag, dem 27. September, und in den USA ab Sonntag, dem 30. September, im Einzelhandel erhältlich.

Über GoPro, Inc. (NASDAQ: GPRO)
Mit GoPro können Menschen ihre aufregenden Erlebnisse auf beeindruckende Art und Weise teilen. GoPro, HERO, Quik, QuikStories und die jeweiligen Logos sind Marken oder eingetragene Marken von GoPro, Inc. in den USA und anderen Ländern. Alle anderen Marken sind das Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Weitere Informationen auf gopro.com. GoPro Nutzer können mit ihren Fotos, unbearbeiteten Clips und bearbeiteten Videos an den GoPro Awards teilnehmen, um Bekanntheit in sozialen Netzwerken zu erlangen sowie GoPro Ausrüstung und Bargeldpreise zu gewinnen. Mehr erfahren unter www.gopro.com/awards. Mit GoPro in Verbindung bleiben auf Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest, Twitter, YouTube und dem GoPro Blog „The Inside Line“.

Uphill, Downhill, Freeride, Single Trails und moun10

Uphill, Downhill, Freeride, Single Trails und moun10 Jugendherberge – Garmisch als Hot Spot für Mountainbiker Garmisch-Partenkirchen.

Die neue moderne moun10 Jugendherberge wird zwar erst am 26. Dezember 2018 eröffnet, aber Robert Werner und Bernd Hassmann vom Flow Valley Team waren jetzt schon vor Ort. Denn die ersten Zimmer sind bereits fertig – der perfekte Treffpunkt für Mountainbiker. Das dokumentiert ein neues Video von den Bayerischen Jugendherbergen in Zusammenarbeit mit dem Flow Valley Team.

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„Wow, das Paradies direkt vor der Tür´“ so die Worte von Robert Werner, Mountainbiker und Naturbursche aus Leidenschaft, einer von sechs Fahrern des Flow Valley Teams. Damit meint er die neue Jugendherberge und das Mountainbike-Revier Garmisch-Partenkirchen. Der Blick von hier fällt nicht nur auf die Alp- und Zugspitze, sondern auch auf unzählige MTB-taugliche Berge, von einfachen flachen Touren, bis
hin zu technisch anspruchsvollen Trails im alpinen Gelände, allem voran die Kramerspitze.

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Robert und sein Bike-Kumpel Bernd Hassmann haben sich einen der heißesten Tage ausgesucht, um den Kramer zu „erfahren“. Und die Tour hat es in sich. Eine steile und schweißtreibende Auffahrt, im oberen Bereich mit vielen Trails und wenig Schatten. Als Belohnung gibt es einen 360° Panoramablick, pures Adrenalin bei der Abfahrt und einen Einkehrschwung auf der urigen Stepbergalm. Davon erzählt das neue Mountainbike-Video.

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Dass die moun10 Jugendherberge die perfekte Basis für die MTB-Szene werden wird, davon sind beide nach ihrem Besuch überzeugt. Denn die Infrastruktur im Haus sieht einen extra Keller für Bikes vor mit Reparaturwerkzeugen und einer Waschanlage für Mountainbikes.

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Die moun10 Jugendherberge wird anders, als man Jugendherbergen bisher kannte. Sie bietet ihren Besuchern modernste 2er, 4er und 6er Zimmer mit eigenen Bädern, einem kreativen Lounge Bereich mit Bar und Shop, eine große 180° Außenterrasse im obersten Stockwerk sowie eine eigene Sauna mit Ruheraum und verglaster Außenfront und exklusivem Blick auf die Zugspitze, perfekte Sonnenuntergänge inklusive. Wohlfühlen, Entspannen, Erleben und das in der Gemeinschaft – darauf kommt es in moun10 Jugendherberge an.

Kontakt:
www.moun10.jugendherberge.de
www.instagram.com/moun10_jugendherberge
www.facebook.com/moun10jugendherbergegarmisch

Rennbericht: iXS DHC #7

Hartenstern und Wechselberger verewigen sich in Innsbruck

Am letzten Wochenende stand das erste Rennen der nun anstehenden Finaltriologie des iXS Downhill Cups auf dem Programm. Zum ersten Mal war Innsbruck Gastgeber eines Rennens der Serie und lieferte für 250 Sportler einen perfekten Schauplatz.

So langsam könnte man denken, die Downhill Saison ist vorbei, schließlich ist der Weltcup beendet, die WM ist Geschichte, der Europacup fand sein Ende und am vergangenen Wochenende ging auch der Rookies Cup in seine letzte Runde. Allerdings ist der iXS Downhill Cup noch keineswegs vorüber. Am vergangenen Wochenende stand der siebte der insgesamt neun Läufe auf dem Programm und führte die etwa 250 Teilnehmer aus 17 Nationen letztmalig für diese Saison auf österreichisches Hoheitsgebiet. Gastgeber war erstmalig in dieser Serie Innsbruck, der sich jedoch in der jüngeren Vergangenheit weltweit einen Namen als Mountainbike Destination machen konnte, nicht zuletzt durch die Austragung des Crankworx Festivals, der Österreichischen Staatsmeisterschaft oder eines Laufs zum Specialized Rookies Cup.

Obwohl die Wettervorhersagen nicht ganz eindeutig waren und die Meteorologen sich nicht so richtig festlegen wollten, begann die Veranstaltung am Freitag mit optimalen Bedingungen. Wie immer ging es nach dem Abholen der Startnummern mit dem Track Walk los und für viele war dies die erste Begegnung mit dem Kurs. Die Eckdaten sind 2.100 Meter bei etwa 400 Metern Höhenunterschied, was schon verdeutlicht, dass es sich um eine durchaus anstrengende Strecke handelt. Der Untergrund besteht aus Waldboden und vielen Wurzeln, aber auch an einigen Stellen aus brückenartigen Holzelementen.

Track Walk - DHC Innsbruck 2018_6.JPG

Nach der Besichtigung wurde den Fahrern dann eine vierstündige Trainingsperiode geboten, bei der das erklärte Ziel war, sich mit dem Kurs anzufreunden und die richtige Linienwahl zu treffen.

Der Samstag startete dann ähnlich perfekt. Die Organisatoren haben den Zeitplan etwas abgeändert und ließen das Training im Gegensatz zu den vorangegangenen Rennen eine Stunde später um neun Uhr starten. Um trotzdem genügend Trainingszeit zur Verfügung zu stellen, begann man ebenso mit dem Seeding Run verspätet. Den Teilnehmern sollte das morgendliche längere Schlafen sicherlich gefallen haben. Am Ende des Tages sicherten sich Max Hartenstern (GER – Cube Global Squad) und Simone Wechselberger (AUT – DH Verein Tirol) die Bestzeiten.

Max Hartenstern scheint auch so spät in der Saison in guter Verfassung
Max Hartenstern scheint auch so spät in der Saison in guter Verfassung

Am Sonntag war nun also der Tag der Entscheidungen. Erneut zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und langsam kann man sagen, dass dies wohl die Saison mit den wenigsten Regenrennen war. Am Morgen stand den Sportlern noch einmal eine Trainingssession zur Verfügung, um noch einmal die Linien zu checken und sich auf das Finale einzustimmen. Los ging es dann wie immer mit den Open Klassen, in diesen Sascha Helmstedt (Masters), Leon Stemmler (Youth U17), Nils Hunold (Junior U19), Johanna Illmer (Women) und Fabian Marty (Men) den Platz als Sieger verließen.

Anschließend starteten die Pro Masters, in der Andreas Krieger (GER – Propain/Sixpack) sein zweites Rennen in dieser Saison gewinnen konnte. Christoph Reiser (GER – MTB Dudes of Hazard) wurde Zweiter und Noah Grossmann (GER – BSS Youth Syndicate) Dritter.

Andreas Krieger steht aktuell auf dem zweiten Rang der Serienwertung
Andreas Krieger steht aktuell auf dem zweiten Rang der Serienwertung

In der Pro U17 Kategorie sicherte sich David Cvinger (CZE – ORE MTB Racing Team) den Sieg und wer die einzelnen Serien in dieser Saison etwas verfolgt hat, dem dürfte dieser Name öfters aufgefallen sein. Der junge Tscheche führt nun die Gesamtwertung im iXS Cup an, gastiert aber auch mal gern im Europacup oder auch im Rookies Cup. Zweiter wurde Julius Gstrein (AUT – Bike Republic Gravity Team), gefolgt von Jonas Göweil (AUT – DH Team Tirol).

In der Junior U19 Klasse kam an diesem Wochenende keiner an Simon Maurer (GER – SRAM Young Guns Racing) vorbei. Der aktuelle Deutsche Junioren Meister dominierte das Rennen mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung, nachdem es im Seeding Run noch knapp sieben waren. Zweiter wurde der Serienführende Tristan Botteram (NED – Ripstar / Bombshell Team) und Connor Finnis (RSA) komplettierte das Podest.

Simon Maurer ist eines der ganz großen Talente aus Deutschland
Simon Maurer ist eines der ganz großen Talente aus Deutschland

Eine ähnliche Deklassierung der Konkurrenz ergab sich in der Elite Women Klasse. Simone Wechselberger spielte ihren Heimvorteil voll aus und sicherte sich an beiden Tagen die Bestzeit. Im Seeding Run konnte Lea Rutz (SUI – iXS Gravity Union) noch fast an ihre Zeit heranfahren, aber im Finallauf stand am Ende ein Rückstand von fast neun Sekunden auf der Uhr. Kim Schwemmer (GER – Herobikes), die immerhin schon zwei Rennen der Serie in diesem Jahr gewann und auch die Serienwertung mit Abstand anführt, platzierte sich auf dem dritten Rang.

Podium Elite Women: Rutz, Wechselberger, Schwemmer (v.l.n.r.)
Podium Elite Women: Rutz, Wechselberger, Schwemmer (v.l.n.r.)

Max Hartenstern beweist in diesem Jahr, dass seine Formkurve eindeutig nach oben zeigt. Immer souveräner absolviert er die Rennen abseits des Weltcups und selbst bei diesem legte er in La Bresse bereits ein Top 15 Resultat hin. Somit war auch er derjenige, den es in der Elite Men Klasse zu schlagen galt. Aber mit Andreas Kolb (AUT – MRC Saracen Racing Team) hatte er einen harten Konkurrenten, der im Seeding Run nur 0,2 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte und im Finale dann auch auf sieben Zehntelsekunden herankam.

Max Hartenstern nach seinem Sieg
Max Hartenstern nach seinem Sieg

Der Sieg des Deutschen Meisters sollte ihm genügend Selbstvertrauen geben und sicherlich auch Motivation für die harte Arbeit in der Off-Season liefern. Hinter Andreas Kolb rangierte Lutz Weber (SUI – Hiag Data – NS Bikes factory Racing), der damit, wie bei den Frauen auch, für die Beteiligung der drei Nationen Österreich, Schweiz und Deutschland auf dem Podest sorgte.

Sektdusche während der Siegerehrung der Elite Men Klasse
Sektdusche während der Siegerehrung der Elite Men Klasse

Innsbruck kann zu Recht behaupten, zu einem der großen europäischen Hot Spots des Mountainbikens zu gehören. Das Rennen war in diesem Jahr der einzige Stopp der Serie in Österreich und lieferte den Erwartungen entsprechend eine perfekte Veranstaltung ab. Weiter geht es nun in zwei Wochen mit dem Finale für die Deutschen in Thale und eine Woche später mit dem letzten Lauf in der Schweiz.

AB – Sunday, 16 September 2018

PM: Rookies Downhill Cup #6 -Saisonfinale in Schöneck

Das letzte Rennen des Specialized Rookies Cups presented by iXS ist nun auch Geschichte. Gastgeber war zum ersten Mal Schöneck im Vogtland. Über 200 Nachwuchssportler aus 12 Nationen waren angetreten, um die letzten möglichen Punkte für die Serienwertung einzufahren.

Die Bikewelt Schöneck, die jährlich etwa 10.000 Besucher anzieht, veranstaltete in diesem Jahr erstmalig ein Rennen der Nachwuchsserie. Der Ort im Vogtland war jedoch auch vorher bei weitem kein weißer Fleck auf der Landkarte der Gravity Disziplinen des Mountainbike Sports, schließlich konnte man sich im Bereich von Rennsportveranstaltungen in der jüngeren Vergangenheit bereits einen Namen machen. Beispielsweise wurde schon zweimal die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Enduro ausgetragen. In diesem Jahr ging man nun einen anderen Weg und richtet erstmalig ein Rennen des Specialized Rookies Cups aus. Somit waren am zurückliegenden Wochenende nicht nur alle Augen auf die Mountainbike Weltmeisterschaft in Lenzerheide gerichtet, sondern auch auf den Nachwuchs, der seinen eigenen Schauplatz hatte.

Chairlift - RDC Schöneck 2018.JPG

Die Serie umfasste in diesem Jahr sechs Rennen und führte die Sportler dabei in drei verschiedene Länder. Seit dem Einstieg von Specialized als Titelsponsor konnte der Cup aus dem Schatten des iXS Downhill Cups noch mehr hervortreten. Die Anzahl der Rennen pro Jahr wurde erhöht und damit wurden auch neue Orte mit aufgenommen. Die Teilnehmerzahl in diesem Jahr war extrem hoch und hat gezeigt, dass die Serie in ihrer zehnten Saison völlig etabliert ist. Auch die Internationalität ist bemerkenswert, denn in der Liste der Gesamtwertung sind 26 Nationen geführt. Dass die Serie einen extrem wichtigen Teil zur Förderung des Nachwuchses beiträgt und ein optimaler Wegbereiter für eine erfolgreiche Karriere im Downhill sein kann, bestätigen nicht nur Beispiele wie Valentina Höll (AUT – Sram Rockshox Racing) oder Max Hartenstern (GER – Cube Global Squad), die ihre erste Rennerfahrung innerhalb dieses Cups sammelten.

Das letzte Rennen der Serie startete also am Samstagmorgen mit dem Pflichttraining. Beste Bedingungen erwarteten die jungen Talente. Am Nachmittag stand dann der Seeding Run auf dem Programm, bei dem es bei vielen weiterhin um wichtige Punkte ging. Einige konnten das Ganze jedoch ziemlich entspannt angehen, denn beispielsweise Mike Huter (SUI – DMBikecorner) war bereits mit der sicheren Serienführung angereist. Andere dafür nutzten die Gelegenheit, um sich noch einmal richtig in Szene zu setzen. Beispielsweise stach die Zeit von Kine Haugom (NOR – Drammen cykleklubb) heraus, denn die 14-Jährige war die Schnellste aller weiblicher Teilnehmerinnen. Aber auch U15 Fahrer Davide Cappello (ITA -Bicimaniagarlate) legte mit 1:25.770 Minuten eine Zeit vor, die in den Top 15 aller 250 Teilnehmer lag.

Davide Cappello im Seeding RunDavide Cappello im Seeding Run

Der Sonntag hielt dann erneut optimale Verhältnisse für die Teilnehmer bereit, was natürlich aber auch allen entgegenkam, die sich zum Zuschauen eingefunden hatten. Nachdem am Morgen noch einmal eine kurze Trainingssession angesetzt war, ging es 11.30 Uhr mit den Zeitläufen los. Die erste Klasse war die Boys U13. Mike Huter ließ sich dort natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen und sicherte sich mit dem zweiten Rang hochverdient den Seriensieg.

Gratulation zwischen Tagessieger und SeriengewinnerGratulation zwischen Tagessieger und Seriengewinner

Allerdings waren die Podestplätze danach durchaus noch offen. Am Ende belegten Julian Koch (AUT – Downhillzwerg) und Luis Kelch (GER – BPA Racing) die Plätze zwei und drei und machten damit den Nationenmix perfekt. Die Bestzeit des Tages fuhr Nevio Lehm (GER) ein, der sich damit bei seinem zweiten Rennen durchaus ins Rampenlicht setzte.

Podium Overall Boys U13 - Specialized RDC

Die zweite Startgruppe des Tages war die Klasse Boys U15. Mit knapp 70 Teilnehmern war diese Kategorie wieder einmal zahlenmäßig aber auch qualitativ extrem hoch besetzt. Im Mittelfeld gestartet, legte Emil Haugom (NOR – Drammen cykleklubb) ziemlich früh eine Zeit vor, die schon knapp an der Bestzeit des Vortages lag und ihm für eine längere Zeit den Platz im Red Bull Hot Seat einbrachte. Erst Robin Novotny (CZE – JC Bike Whipmaster CTM), als fünftletzter gestartet, konnte dann um fast eine Sekunde unterbieten, was allerdings nur kurz als Bestzeit reichte, denn kurz danach unterbot Robin Oliver Sucher (GER – BBS Youth Syndicate) erneut. Aber die Bestzeit des Vortages von Davide Cappello war noch nicht unterboten und dieser legte dann sogar noch einmal eine Schippe zu.

Boy U15 Congratulation - RDC Schöneck 2018.JPG

Mit 1:23.078 Minuten und knapp 4 Sekunden Vorsprung gewann der Italiener das Rennen. Im Serienranking stand am Ende Niklas Sterer (AUT – Armadillos Racing Team) ganz oben, während Luca Wehrle (GER – BSS Youth Syndicate) und Robin Oliver Sucher das Podest komplettierten.

Podium Overall Boys U15 - Specialized RDC Schöneck

In der anschließenden Klasse Girls U13/U15 gab es leider aufgrund eines Surzes eine Streckensperrung und somit einen Restart für die letzte Fahrerin. Somit musste man sich auf das endgültige Ergebnis etwas gedulden. Schlussendlich gewann Kine Haugom, wie bereits am Vortag mit der schnellsten Zeit aller Starterinnen. Melina Bast (GER – Propain Gravity Kids) wurde Zweite und damit Gewinnerin des Gesamtklassements.

Kine Haugom setzte sich an diesem Wochenende ordentlich in SzeneKine Haugom setzte sich an diesem Wochenende ordentlich in Szene

In der Klasse Girls U17/U19 sicherte sich Anastasia Thiele (GER – Propain Gravity Kids) die Bestzeit. Die seit diesem Jahr mit einer Lizenz ausgestattete 15-Jährige ist jedoch eher aus dem iXS Downhill Cup bekannt, da sie dort die Open Women Klasse in dieser Saison dominiert. Auf dem zweiten Platz beendete Maxi Kuchling (GER – GZ Rocky Mountain Racing) das Rennen, Dritte wurde Johanna Illmer (AUT – MTB Downhill & Freeride Verein), was ihr den Seriensieg einbrachte.

Awards Open Women - RDC Schöneck 2018.JPG

Die Klasse Youth U17 konnte von Maurice Rene Wörner (GER – Team Fahrrad Grund) mit einer Zeit von 1:24.896 Minuten gewonnen werden. Moritz Sigl (GER – Ingolstadt racing team) platzierte sich dahinter. Rokas Sviderskis (LTU – Sviderskis Racing Team) wurde Dritter, was ihm zum Seriensieg verhalf. In der Pro U17 Klasse konnte Gabriel Wibmer (AUT – Ride Free Osttirol) das Rennen für sich entscheiden. Damit stand der junge Österreicher drei Mal ganz oben auf dem Podest in dieser Saison und sicherte sich damit natürlich den Sieg in der Serienwertung. Zweiter heute wurde Jonas Göweil (AUT – DH Team Tirol), gefolgt von David Cvinger (CZE – Ore MTB Racing Team).

Maurice Rene Wörner - Specialized RDC

Die Klasse Open Junior U19 wurde von Falk Schaarschmidt (GER – Balance Racing Team Chemnitz) mit einer Zeit von 1:23.055 Minuten gewonnen. Dahinter platzierten sich Max Seifert (GER – Gravity Bike Team Schöneck) und Tim Spona (GER – Bikeprojekt). Die Gesamtwertung jedoch gewann ein anderer Fahrer, der jedoch am Sonntag nicht mehr ins Rennen gehen konnte. Kilian Schnoeller (AUT – DH Team Tirol) reichten seine Ergebnisse der anderen von ihm bestrittenen Rennen, um als Seriensieger hervorzugehen.

Die mit 18 Frauen recht gut besetzte Klasse Open Women gewann Alina Engel (GER) mit 1:36.273 Minuten und einem hauchdünnen Vorsprung von nur vier Zehntelsekunden vor Monica Gasbichler (GER – Rocky Mountain Bikepark Samerberg) und weiteren vier Zehntelsekunden vor Jessica Kalbitz (GER – Bergrausch Racing). Christina Mimler (GER – Team Triberg Bike Reisen) reichte der sechste Rang für die Serienführung.

Schöneck war sicherlich trotz der kurzen Strecke ein sehr forderndes Rennen, aber dem Anlass auch durchaus würdig. Die Serie hat in diesem Jahr den Teilnehmern ziemlich viel und insbesondere auch sehr breite Fähigkeiten abverlangt. Das Niveau war extrem hoch und definitiv haben einige der Protagonisten eine vielversprechende Karriere vor sich. Nun werden die Nachwuchsathleten in die wohlverdiente Off-Season entlassen. Die Saison war wohl eine der erfolgreichsten in der zehnjährigen Geschichte der Serie.

PM: UCI Mountainbike WM in Lenzerheide: Regenbogenfarben für Österreich, Großbrittanien und Frankreich

Die 2018 UCI Mountain Bike World Championships in Lenzerheide sind mit einem Downhill-Spektakel zu Ende gegangen. Bei bestem Wetter unter strahlend blauen Himmel gab es an diesem Tag 12 strahlende Medaillengewinner. Die sehr gut besuchte Downhill-Strecke ließ bereits bei den Junioren auf eine Rekordzahl an Zuschauern hoffen. Insgesamt besuchten rekordverdächtige 65.000 Zuschauer die 5-tagelangen Festspiele unterhalb des Parparner Rothorns am Ufer des malerischen Heidsees, 20.000 davon ließen sich die Downhill-Entscheidung am Sonntag nicht entgehen.

Die Wettkämpfe wurde durch die Junioren eröffnet. Bei den Mädels machte Vali Höll die schon davor perfekte UCI Weltcup Saison noch perfekter und sammelte auch noch die Regenbogenfarben ein. Die junge Österreicherin wurde mit 10 Sekunden Vorsprung Weltmeisterin vor einer starken Anna Newkirk aus den USA und Mille Johnset, die die erste Medaille für Norwegen bei dieser WM sicherte. Bei den Junior Men bestätigte Kade Edwards (GBR) seinen starken Run aus dem Qualifying und rehabilitierte sich für eine eher schwierige Saison. Der Brite konnte sich mit rund 5 Sekunden Vorsprung auf Platz 1 vor dem Kanadier Elliot Jamieson, der bis dahin überraschend führte, positionieren. Als die eigentlichen Top-Favoriten um Thibault Daprela (FRA) allesamt Fehler in ihren Runs machten, stand Edwards als Weltmeister fest. Die Medaillenränge wurden durch den Australier Kye A’hern (AUS) und Elliot Jamieson, die Silber und Bronze für ihre Nationen sicherten, komplettiert.

Valentina Höll (AUT):

„Ich war ehrlich gesagt noch nie in meinem Leben so nervös. Ich habe mir selbst viel Druck gemacht. Nach einer perfekten Weltcup Saison habe ich immer wieder auf Fehler gewartet. Aber sie passierten nicht und ich bin super Happy. Als die Saison in Kroatien losging habe ich auf Podien gehofft und jetzt sitze ich hier!“

Kade Edwards (GBR):

„Ich hatte eine guten Run, habe einfach Vollgas bis zum Schluss gegeben. SUI), die erst in letzter Sekunde vom Schweizer Team nachnominiert wurde, die erste schnelle Zeit des Tages und setzte sich ganz oben auf den Hot-Seat vor Teamkollegin Eva Batolla. Als dann fünf Athletinnen später auch noch Eidgenossin Janine Hübscher mit neuer Bestzeit ins Ziel raste, standen zwischenzeitlich sogar drei Lokalmatadorinnen auf dem Podest. Mit den Top 10 Athletinnen am Start sollten jedoch einige schnelle Zeiten folgen. EWS-Königin Cecile Ravanel, die für Frankereich an den Start ging, zählte eigentlich zu den potentiellen Medaillenkandidatinnen. Doch dieser Traum platzte, so wie ihr Vorderreifen. Das französische Team hatte aber noch einige Eisen im Feuer.

Ich habe schon die ganze Saison auf so einen Run gewartet. Ich habe diese Saison einfach zu viele Fehler gemacht. Ich mochte die Strecke in diesem Jahr mit der neuen Sektion und am Ende ist es wirklich gut gelaufen.“

Rachel Atherton zerstört die STRAIGHTline und die Konkurrenz

Zur Freude der vielen einheimischen Fans zeigte EWS-Pro Caro Gehrig (Angestachelt durch die heimischen Fans schoss Emilie Siegenthaler (SUI) mit neuer Bestzeit ins Ziel, was das Publikum nochmals laut werden ließ. Die Freude der Fans im Zielbereich währte jedoch nur kurz. Nachdem sowohl Katy Curd (GBR) als auch Eleonora Farina (ITA) die Zeit von Siegenthaler nicht unterbieten konnten, war es Marine Cabirou (FRA), die die Bestzeit um 4,5 Sekunden verbesserte. Nun richteten sich alle Augen auf die besten fünf Frauen des Jahres. Bevor es zum erwarteten britischen Showdown zwischen Tahnée Seagrave und Rachel Atherton kam, war es die UCI Weltcup-Gesamtsiegerin von 2017 Myriam Nicole, die für ihr französisches Team den nächsten schnellen Run ins Tal brachte und die neue Richtzeit für den Titel setzte. Sollte es nach ihrer langwierigen Rückenverletzung doch zu einem goldenen Abschluss ihrer Saison kommen?

Zunächst stürzte sich die Australierin Tracey Hannah (AUS) aus dem Startgate in der Hoffnung, Nicole noch von Platz eins zu verdrängen. Hannah versuchte alles, konnte aber nicht wirklich die Geschwindigkeit der führenden Französin erreichen und fiel sogar noch hinter Cabirou zurück. Nur noch zwei Fahrerinnen standen jetzt noch oben und zunächst legte Tahnée Seagrave los – und zwar wie die Feuerwehr. Nach einem, vor allem im Graubünden Rock Garden, starken ersten Abschnitt, begann ihr die Führung zu entgleiten. Doch die Britin drückte nochmal mächtig aufs Gas, erwischte die Schlusskurve vor dem Red Bull Drop of Fame perfekt und war dann umringt von tosenden Zuschauern 0,6 Sekunden schneller über die Ziellinie.

Doch so gut der Run auch aussah, sollte sich herausstellen, dass die STRAIGHTline noch deutlich schneller überwunden werden konnte. Rachel Atherton kam aus dem Startgate und schien alle Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen. Mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit und mit kluger Linienwahl manövrierte sich die bis dahin viermalige Weltmeisterin ins Tal hinab. Nachdem sie bei der ersten Zwischenzeit bereits 3 Sekunden schneller war, konnten es viele Zuschauer gar nicht fassen, als beim dritten Split gleich 8 Sekunden aufleuchteten. Als die 30-Jährige in die Bike Arena hinein droppte wurde sie von den tausenden Fans mit lautem Jubel begrüßt. Mit 9,8 Sekunden Vorsprung sicherte sich Atherton nicht nur ihre fünfte WM Gold Medaille sondern nahm auch hochverdient das UCI Regenbogen-Trikot in Empfang.

Rachel Atherton (GBR):

„Ich war in dieser Woche super nervös. Nachdem ich im Training gesehen habe, wie schnell Tahnée und Myriam unterwegs waren, wusste ich, dass es ein extrem schnelles Rennen wird. Ich war wirklich beeindruckt wie stark die beiden gefahren sind. Ich musste alles aus mir rausholen, alles oder nichts. Man kann entweder gewinnen oder stürzen, dazwischen gibt es nichts. Das ist aber auch ok, es geht ja schließlich um den Weltmeistertitel. Ich war hart am Limit, aber zum Glück hat ja alles gut geklappt.“

Downhill-Drama bei den Männern – Maes begeistert erneut, Bruni verteidigt Titel

Die Männer im Downhill boten den 20.000 Zuschauern entlang der Strecke und im Zielbereich ein unglaublich spannendes Rennen. Die erste ernstzunehmende Richtzeit legte Altmeister Greg Minnaar (RSA) hin. Aufgrund eines gebrochenen Armes im Laufe der Saison fand er sich in der für ihn ungewöhnlichen Situation wieder, früh ins Rennen starten zu müssen. Doch Minnaar selbst schien von seinem Lauf nicht wirklich überzeugt, obwohl er mit 2:57.788min als erster Fahrer die Drei-Minuten-Marke durchbrach. Wie lange würde er sich auf dem goldenen Rang halten können?

Fahrer um Fahrer erreichte das Ziel und biss sich an der Zeit des Südafrikaners die Zähne aus. Die Strecke begann immer stärker auszutrocknen und rutschiger zu werden. 27 Athleten schafften es nicht Minnaar gefährlich zu werden. Der 28. jedoch schon. EWS-Spezialist Martin Maes (BEL), der bereits in La Bresse bei nassen Bedingungen die Downhill-Welt mit seinem Sieg im Weltcup schockte, zeigte auf der staubigen STRAIGHTline eine grandiose Leistung. Jeden Sektor schloss er als bis dahin Tagesbester ab, verdrängte Minnaar um 2,4 Sekunden auf Platz Zwei und machte es sich wieder im Downhill-Hot-Seat bequem. Etablierte Downhiller wie Dean Lucas (AUS), Remi Thierion (FRA), Jack Moir (AUS), Mark Wallace (CAN) und Connor Fearon (AUS) scheiterten alle beim Versuch, den Belgier vom Thron zu stoßen. Erst bei Aaron Gwin (USA), der sich als Neuntletzter auf die Strecke machte,  leuchteten die Zwischenzeiten wieder grün. Der fünffache UCI Weltcup Gesamtsieger war nach den ersten beiden Splits 0,4 Sekunden in Front, bevor ihm bei der Anfahrt zum Motorex Plunge ein entscheidender Fehler passierte. Die verlorene Zeit und Geschwindigkeit konnte er nicht wieder wettmachen und mit 1,1 Sekunden Rückstand überquerte er auf dem zweiten Rang die Ziellinie. Damit wurde jedoch deutlich, dass die Zeit von Maes bei einem sauberen Run zu schlagen sein könnte.

Dann machte sich der amtierende Weltmeister Loic Bruni (FRA) auf dem Weg ins Tal und ließ von der ersten Sekunde an keine Zweifel an seinem Siegeswillen aufkommen. Ein Raunen ging durch das Publikum als die ersten Zeiten grün auf der Anzeige leuchteten. Würde der Franzose eine Zeit hinlegen, die gut genug wäre, um seinen Titel aus 2017 verteidigen? Als er über den Red Bull Drop of Fame in die Finish Area schoss, gingen bange Blicke hoch zur Anzeigetafel. Es war grün! Mit 0,2 Sekunden Vorsprung setzte er sich an die erste Stelle und lehnte sich zurück, um den letzten vier Fahrern am Berg zuzuschauen. Das Rennen war noch nicht entschieden. Landsmann Loris Vergier (FRA) zündete im ersten Streckenteil und man musste sich ernsthaft Sorgen um Bruni’s Führung machen. Mit einem Vorsprung von rund einer halben Sekunde machte Vergier jedoch bei der Einfahrt zur ersten Waldsektion einen Fehler, der ihm den Speed nahm und damit sein Medaillentraum beendete.

Ähnlich wie Vergier war auch Danny Hart (GBR) auf einem guten Weg in der ersten Streckenhälfte, doch auch ihm fiel der dritte Sektor nicht leicht, wodurch auch er dort Zeit verlor, die er trotz eines guten Schlussabschnitts nicht mehr aufholen konnte. Mit 0,3 Sekunden Rückstand platzierte er sich immerhin auf den 3. Platz. Würden die zwei verbleibenden Fahrer, Troy Brosnan (AUS) und Amaury Pierron (FRA) die Ränge nochmal aufmischen können? Brosnan konnte die Pace von den besten Ridern an diesem Tag nicht mitgehen. Auch der Weltcup-Gesamtsieger aus Frankreich erwischte keinen guten Tag, rutschte sogar mit dem Vorderrad aus und legte sich auf den staubigen Waldboden. Damit flossen im Zielbereich schon die Tränen. Loic Bruni verteidigte seinen Weltmeister-Titel und darf schon zum dritten Mal in seiner Karriere die Regenbogenfarben tragen. Silber ging damit an Martin Maes und Bronze an Danny Hart.

Loic Bruni (FRA):

„In den letzten Jahren war es hier auch schon ziemlich staubig und rutschig, also wussten wir alle, was uns heute erwartet. Ich wollte nicht die selben Fehler wie im letzten Jahr machen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich die Finger etwas zu stark auf der Bremse hatte. Insgesamt waren es perfekte Bedingungen für die Fahrer und für die Zuschauer. Ich habe nicht das Gefühl einen Titel verteidigt zu haben, sondern einen neuen Titel gewonnen zu haben. Es gibt so viele schnelle Fahrer im Moment. Loris ist unglaublich schnell und die Zeiten von Martin und Danny zeigen, wie eng es momentan zugeht. Ich glaube wir haben den Zuschauern wirklich ein tolles Rennen geboten.“

Bombastischer Event mit über 65.000 Zuschauern und viele strahlende Gesichter

Am Ende von fünf actionreichen Tagen bei der 2018 UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz wurden insgesamt zehn Einzel- und fünf Team-Weltmeister gekürt. In Lenzerheide noch nie zuvor gesehene Zuschauermengen kamen zur Rothornbahn, um sich die 11 Entscheidungen anzusehen und die Athleten lautstark anzufeuern. OK Präsident, Christoph Müller zeigte sich von der Stimmung und dem Ablauf des Events hochzufrieden: „Was für ein geiler Event! Alle Erwartungen sind übertroffen worden. Wir haben mit 30.000 Zuschauern gerechnet, es kamen insgesamt 65.000. Die Schweiz hat einige Weltmeister gesehen und die Stimmung war vor allem am Samstag und Sonntag wahrlich weltmeisterlich. Ich möchte mich bei allen Sportlern und Zuschauern bedanken, die diesen Event so unvergesslich gemacht haben, und bei allen Volunteers, die diesen großen Event überhaupt erst möglich gemacht haben.“