Rennbericht: iXS DHC #7

Hartenstern und Wechselberger verewigen sich in Innsbruck

Am letzten Wochenende stand das erste Rennen der nun anstehenden Finaltriologie des iXS Downhill Cups auf dem Programm. Zum ersten Mal war Innsbruck Gastgeber eines Rennens der Serie und lieferte für 250 Sportler einen perfekten Schauplatz.

So langsam könnte man denken, die Downhill Saison ist vorbei, schließlich ist der Weltcup beendet, die WM ist Geschichte, der Europacup fand sein Ende und am vergangenen Wochenende ging auch der Rookies Cup in seine letzte Runde. Allerdings ist der iXS Downhill Cup noch keineswegs vorüber. Am vergangenen Wochenende stand der siebte der insgesamt neun Läufe auf dem Programm und führte die etwa 250 Teilnehmer aus 17 Nationen letztmalig für diese Saison auf österreichisches Hoheitsgebiet. Gastgeber war erstmalig in dieser Serie Innsbruck, der sich jedoch in der jüngeren Vergangenheit weltweit einen Namen als Mountainbike Destination machen konnte, nicht zuletzt durch die Austragung des Crankworx Festivals, der Österreichischen Staatsmeisterschaft oder eines Laufs zum Specialized Rookies Cup.

Obwohl die Wettervorhersagen nicht ganz eindeutig waren und die Meteorologen sich nicht so richtig festlegen wollten, begann die Veranstaltung am Freitag mit optimalen Bedingungen. Wie immer ging es nach dem Abholen der Startnummern mit dem Track Walk los und für viele war dies die erste Begegnung mit dem Kurs. Die Eckdaten sind 2.100 Meter bei etwa 400 Metern Höhenunterschied, was schon verdeutlicht, dass es sich um eine durchaus anstrengende Strecke handelt. Der Untergrund besteht aus Waldboden und vielen Wurzeln, aber auch an einigen Stellen aus brückenartigen Holzelementen.

Track Walk - DHC Innsbruck 2018_6.JPG

Nach der Besichtigung wurde den Fahrern dann eine vierstündige Trainingsperiode geboten, bei der das erklärte Ziel war, sich mit dem Kurs anzufreunden und die richtige Linienwahl zu treffen.

Der Samstag startete dann ähnlich perfekt. Die Organisatoren haben den Zeitplan etwas abgeändert und ließen das Training im Gegensatz zu den vorangegangenen Rennen eine Stunde später um neun Uhr starten. Um trotzdem genügend Trainingszeit zur Verfügung zu stellen, begann man ebenso mit dem Seeding Run verspätet. Den Teilnehmern sollte das morgendliche längere Schlafen sicherlich gefallen haben. Am Ende des Tages sicherten sich Max Hartenstern (GER – Cube Global Squad) und Simone Wechselberger (AUT – DH Verein Tirol) die Bestzeiten.

Max Hartenstern scheint auch so spät in der Saison in guter Verfassung
Max Hartenstern scheint auch so spät in der Saison in guter Verfassung

Am Sonntag war nun also der Tag der Entscheidungen. Erneut zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und langsam kann man sagen, dass dies wohl die Saison mit den wenigsten Regenrennen war. Am Morgen stand den Sportlern noch einmal eine Trainingssession zur Verfügung, um noch einmal die Linien zu checken und sich auf das Finale einzustimmen. Los ging es dann wie immer mit den Open Klassen, in diesen Sascha Helmstedt (Masters), Leon Stemmler (Youth U17), Nils Hunold (Junior U19), Johanna Illmer (Women) und Fabian Marty (Men) den Platz als Sieger verließen.

Anschließend starteten die Pro Masters, in der Andreas Krieger (GER – Propain/Sixpack) sein zweites Rennen in dieser Saison gewinnen konnte. Christoph Reiser (GER – MTB Dudes of Hazard) wurde Zweiter und Noah Grossmann (GER – BSS Youth Syndicate) Dritter.

Andreas Krieger steht aktuell auf dem zweiten Rang der Serienwertung
Andreas Krieger steht aktuell auf dem zweiten Rang der Serienwertung

In der Pro U17 Kategorie sicherte sich David Cvinger (CZE – ORE MTB Racing Team) den Sieg und wer die einzelnen Serien in dieser Saison etwas verfolgt hat, dem dürfte dieser Name öfters aufgefallen sein. Der junge Tscheche führt nun die Gesamtwertung im iXS Cup an, gastiert aber auch mal gern im Europacup oder auch im Rookies Cup. Zweiter wurde Julius Gstrein (AUT – Bike Republic Gravity Team), gefolgt von Jonas Göweil (AUT – DH Team Tirol).

In der Junior U19 Klasse kam an diesem Wochenende keiner an Simon Maurer (GER – SRAM Young Guns Racing) vorbei. Der aktuelle Deutsche Junioren Meister dominierte das Rennen mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung, nachdem es im Seeding Run noch knapp sieben waren. Zweiter wurde der Serienführende Tristan Botteram (NED – Ripstar / Bombshell Team) und Connor Finnis (RSA) komplettierte das Podest.

Simon Maurer ist eines der ganz großen Talente aus Deutschland
Simon Maurer ist eines der ganz großen Talente aus Deutschland

Eine ähnliche Deklassierung der Konkurrenz ergab sich in der Elite Women Klasse. Simone Wechselberger spielte ihren Heimvorteil voll aus und sicherte sich an beiden Tagen die Bestzeit. Im Seeding Run konnte Lea Rutz (SUI – iXS Gravity Union) noch fast an ihre Zeit heranfahren, aber im Finallauf stand am Ende ein Rückstand von fast neun Sekunden auf der Uhr. Kim Schwemmer (GER – Herobikes), die immerhin schon zwei Rennen der Serie in diesem Jahr gewann und auch die Serienwertung mit Abstand anführt, platzierte sich auf dem dritten Rang.

Podium Elite Women: Rutz, Wechselberger, Schwemmer (v.l.n.r.)
Podium Elite Women: Rutz, Wechselberger, Schwemmer (v.l.n.r.)

Max Hartenstern beweist in diesem Jahr, dass seine Formkurve eindeutig nach oben zeigt. Immer souveräner absolviert er die Rennen abseits des Weltcups und selbst bei diesem legte er in La Bresse bereits ein Top 15 Resultat hin. Somit war auch er derjenige, den es in der Elite Men Klasse zu schlagen galt. Aber mit Andreas Kolb (AUT – MRC Saracen Racing Team) hatte er einen harten Konkurrenten, der im Seeding Run nur 0,2 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte und im Finale dann auch auf sieben Zehntelsekunden herankam.

Max Hartenstern nach seinem Sieg
Max Hartenstern nach seinem Sieg

Der Sieg des Deutschen Meisters sollte ihm genügend Selbstvertrauen geben und sicherlich auch Motivation für die harte Arbeit in der Off-Season liefern. Hinter Andreas Kolb rangierte Lutz Weber (SUI – Hiag Data – NS Bikes factory Racing), der damit, wie bei den Frauen auch, für die Beteiligung der drei Nationen Österreich, Schweiz und Deutschland auf dem Podest sorgte.

Sektdusche während der Siegerehrung der Elite Men Klasse
Sektdusche während der Siegerehrung der Elite Men Klasse

Innsbruck kann zu Recht behaupten, zu einem der großen europäischen Hot Spots des Mountainbikens zu gehören. Das Rennen war in diesem Jahr der einzige Stopp der Serie in Österreich und lieferte den Erwartungen entsprechend eine perfekte Veranstaltung ab. Weiter geht es nun in zwei Wochen mit dem Finale für die Deutschen in Thale und eine Woche später mit dem letzten Lauf in der Schweiz.

AB – Sunday, 16 September 2018

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Öhlins Gabeln für Downhill und Enduro im Test bei Gravity Preview

Wir haben für euch die DH 38 Race Fork und die RXF 36 EVO unter die Lupe genommen. Dazu ging es in den Bikepark nach Beerfelden, wo unsere Gravity-Rider Tom und Martin einige Runden mit den Gabeln drehen durften. Mit dabei war Oliver von Öhlins, der den Test mit technischen Fakten und Details untermauern konnte, sodass wir einen super Einblick in die Technik- und Fahrweise der zwei Produkte des Gabelherstellers bekommen haben. Seht selbst:

Seit November 2018 ist die RXF 36 Air EVO auf dem Markt, eine verbesserte Version der bereits bestehenden RXF 36.

Die neue RXF 36 Air EVO basiert auf Öhlins’ Konzept einer Allroundgabel auf höchstem technischen Niveau für den Trail- und Enduroeinsatz. Der technische Fortschritt wurde in Kooperation mit einem Team von MTB-Profis erarbeitet und kann auch von Besitzer des Vorgängermodells (RXF 36 Air) genossen werden, da sich diese auf EVO-Stand nachrüsten lassen.

Die erste RXF 36 Air Federgabel hatte viele positive Testergebnisse hinsichtlich ihrer großen Durchschlagsicherheit und erstklassigen Fahreigenschaften, aber einige Fahrer empfanden die Gabel als unsensibel bei kleinen und mittleren Unebenheiten. Nicht jeder fährt die gesamte Zeit im Racing-Modus. Das benötigte Upgrade erforderte einen höheren Komfort bei längeren Fahrten, ohne Kompromisse bei den Fahreigenschaften und der Durchschlagsicherheit bei Renneinsätzen zu machen.

Und für die Downhiller unter euch… : Die MTB Air DH 38 Race Fork. 

Wo Rennen durch Sekundenbruchteile entschieden werden, ist kein Platz für Fehler. Die neue Fahrergeneration benötigt ein neues Level an Kontrolle. Egal, ob man es zwischen Absperrbändern krachen lässt oder auf seinem Lieblingstrail über das nächste Gap fliegst, man bekommt die Kontrolle, die man braucht, um schneller und härter zu fahren.

Der speziell für den Downhillbereich optimierte Kolben des Öhlins TTX18 Cartridge Kits in der DH38 Race Fork hat 18 mm Durchmesser und sorgt für ein feineres Ansprechverhalten. Die verbesserte Dämpfung arbeitet sensibler und gibt mehr Rückmeldung an den Fahrer. Der Einstellbereich wurde speziell für Rennen und den Bikepark ausgelegt. Die Low-Speed-Dämpfung der Zug- und Druckstufe ist mit jeweils 15 Klicks, die High-Speed-Dämpfung der Druckstufe mit 5 Klicks einstellbar. Die Luftfeder besteht aus 3 Luftkammern, verwendet 2 Kolben und lässt sich über unser Total Tune Spring Curve System (TTSC) vom ersten Ansprechen bis zum Endanschlag über den gesamten Federweg individuell
tunen.

Technische Spezifikationen:

  • Federweg 200 mm (160 – 200 mm möglich)
  • Innenrohre 38 mm
  • Geeignet für die Reifengrößen 29 x 2,8 und 27,5 x 3,0
  • Zerlegbar für Wartung und Reparatur
  • 2 Jahre Garantie

Einstellmöglichkeiten:

  • Federrate und -progression extern über Luftdruck
  • 5-fach High-Speed Druckstufenverstellung
  • 15-fach Low-Speed Druckstufenverstellung
  • 15-fach Zugstufenverstellung

Lieferumfang:

  • 1 MTB Gabel DH Race Fork
  • 1 Achse DH Boost 20×110, doppelt geklemmt und schwimmend gelagert
  • Benutzerhandbuch

Achtung: Die Gabelkronen sind nicht im Lieferumfang der DH RACE FORK enthalten. Gabelkronen sind mit folgendem Offset erhältlich:

  • Offset 46: Art. Nr. 19233-08
  • Offset 50: Art. Nr. 19233-12
  • Offset 54: Art. Nr. 19233-16
  • Offset 58: Art. Nr. 19233-20

Die unverbindliche Preisempfehlung für die DH Race Fork liegt bei 1.810,- Euro inkl. 19% MwSt.
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Produktübersicht, und Preise RXF 36 Air

  • RXF36 Air EVO 27,5 140 mm, Art. Nr. FG3614 1716
  • RXF36 Air EVO 27,5 150 mm, Art. Nr. FG3615 1716
  • RXF36 Air EVO 27,5 160 mm, Art. Nr. FG3616 1716
  • RXF36 Air EVO 27,5 170 mm, Art. Nr. FG3617 1716
  • RXF36 Air EVO 29/650b+ 120 mm, Art. Nr. FG3612
    1512
  • RXF36 Air EVO 29/650b+ 140 mm, Art. Nr. FG3614
    1512
  • RXF36 Air EVO 29/650b+ 150 mm, Art. Nr. FG3615 1512
  • RXF36 Air EVO 29/650b+ 160 mm, Art. Nr. FG3616 1512

 

Die unverbindliche Preisempfehlung für alle RXF36 Air EVO Federgabeln liegt bei 1.075,- Euro inkl. 19% MwSt.
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Interview mit Nico Vink über den Launch von Reverse Components USA

Nachdem wir vor rund einem Monat über den USA-Launch des deutschen Herstellers Reverse Components
berichtet haben, meldet sich der Boss des „Shovel & Shred“ Teams noch einmal persönlich zu Wort. Der Freeride-MTB-Profi Nico Vink gibt jetzt Einblick über seine neue Arbeit als Reverse Components Ambassador und wie er den Launch der Firma in den USA zukünftig betreut. Wer mehr darüber erfahren will, das Team kennenlernen möchte oder einfach nur den Jungs dabei zuschauen will, wie sie massive Sprünge hinlegen, ist hier genau richtig:

Wer das eigentliche Promovideo für den USA Launch noch nicht gesehen hat sollte dies auch noch tun:

MUST WATCH: Nico Vink & Friends in Utah

 

iXS Dirt Masters: Ratboy, The Deakinator, Whipmer und Co. begeistern Rekordkulisse

Foto by Kai Brake

Das 13. iXS Dirt Masters Festival hat die Messlatte für Bike-Events nach oben geschraubt: Zehn spannende Contests mit einem hochkarätig besetzten Fahrerfeld begeisterten die Fans über die vollen vier Tage. Mit 40.000 Zuschauern verzeichnete das Festival im Bikepark Winterberg einen neuen Besucherrekord. Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen über das gesamte Wochenende boten für den größten deutschen Gravity-Event den passenden Rahmen. Nur der Wind, der am Sonntagnachmittag aufkam, verhinderte, dass der Slopestyle-Wettbewerb wie geplant vollzogen werden konnte. Das hielt die Rider jedoch nicht davon ab, den Zuschauern eine stylische Abschlussshow zu bieten.

Foto by Kai Brake
Foto by Kai Brake

Von Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 02. Juni, war der Erlebnisberg Kappe Schauplatz für die besten Gravity-Athleten. An die 2.000 Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt zeigten ihre Skills in den folgenden elf Wettbewerben: BMO Four Cross, Braaap Off’s, Bunny Hop Battle, Kenda Enduro One, iXS Downhill Cup, Pumptrack Race, Rose Best of Ten, Continental Slopestyle, Sparkassen Kids Race, Specialized Rookies Downhill Cup und Warsteiner Whip Off‘s powered by Spank.

Foto by Kai Brake

Vom größten Styler über den schnellsten Rider bis hin zu einem gemütlichen Familienausflug, bei der diesjährigen Ausgabe des Dirt Masters Festival kamen alle Teilnehmer auf ihre Kosten.

Wir haben mit drei Athleten gesprochen, die es beim Dirt Masters Festival haben krachen lassen:

Wie oft hast du schon am iXS Dirt Master Festival teilgenommen? Welchen Eindruck hast du vom Festival?

Josh „Ratboy“ Bryceland (GBR): „Ich bin zum ersten Mal beim Dirt Masters Festival und muss sagen, dass ich total geflasht bin. Ich dachte, das wäre ein kleiner Event, stattdessen geht es hier seit Donnerstag ordentlich ab. Der Berg ist zwar recht klein, trotzdem sind die Features hier richtig gut: Der Downhill macht mega Spaß und die Jump Area ist der Hotspot schlechthin. Wenn kein Wettbewerb stattfindet, trifft man dort alles und jeden, von Kids auf BMX-Bikes bis hin zu Erwachsenen auf Downhill-Bikes und alle hängen miteinander ab. Es gibt keine Abgrenzung zwischen unterschiedlichen Bikes und alt oder jung. Genau darum geht es. Ich hatte hier eine Wahnsinnszeit und komme nächstes Jahr bestimmt wieder.“

Fabio „Whipmer“ Wibmer (AUT): „Ich war viermal hier, dreimal habe ich mitgemacht und einmal musste ich verletzt zuschauen. Es ist immer wieder der Wahnsinn hier. Das Dirt Masters macht für mich die Fans aus. Hier sind wirklich die krassesten Fans, die man das ganze Jahr erlebt. Sie machen das Festival einzigartig.“

Ben „The Deakinator“ Deakin (GBR): „Ich bin zum vierten Mal beim Dirt Masters. Sonst war ich immer mit DMR Bikes hier vor Ort, aber die sind gerade alle in Fort William. Sam (Reynolds, Anm.d.Red.) und ich hatten spontan Bock, und wir sind nach Winterberg gefahren. Ich habe ihm gesagt, dass der Whip Off total verrückt ist. Wir hatten einen Riesenspaß und waren immer gut drauf. Die Zuschauer hier sind total abgefahren. Die Action an diesem Wochenende ist einfach genial: Downhill, Four Cross, Whip Off’s, Slopestyle, hier geht es richtig ab. Und die Stimmung ist mega.“

Hier sind die Highlights von Tag drei:

Beschreibe das iXS Dirt Masters Festival mit drei Worten!

Bryceland: „Absolut verrückt Deutsche!“

Wibmer: „Einfach total verrückt!“

Deakin: „Der blanke Wahnsinn!“

Foto by Kai Brake
Foto by Nico Gilles

Josh, Fabio, was sagt ihr zu den Warsteiner Whip Off‘s powered by Spank?

Bryceland: „Total abgefahren! Das hier ist hundertprozentig mit der beste Whip Off-Contest. Whistler ist gigantisch, aber die Whip Off‘s hier können da locker mithalten. Und das obwohl der Contest hier nicht zu Crankworx gehört. Ich bin einfach nur beeindruckt – tief beeindruckt. Ich habe es geliebt. Einfach mit allen zu fahren, ihnen beim Abheben zusehen, sich selbst reinlehnen… Oh Mann, es ist so ein gutes Gefühl. Es fühlte sich überhaupt nicht wie ein Wettkampf an, sondern eher wie eine Jam-Session mit Freunden.“

Wibmer: „Ich glaube es gibt tatsächlich im ganzen Jahr keinen Event, das nur annährend so verrückt ist, wie die Whip Off‘s in Winterberg. Einfach nur komplette Eskalation. Die Stimmung ist konkurrenzlos. Der reinste Wahnsinn. Dann werde ich auch noch Zweiter hinter Sam Hockenhull (GBR). Es war echt geil im Finale zu sein. Es war ganz knapp. Einfach legendär. Gratulation an Sam Hockenhull (GBR) zum Sieg und dem damit verbundenen Gewinn einer Wildcard für Crankworx Innsbruck.“

Foto by Kai Brake
Foto by Kai Brake

Ben, du hast auch am Downhill teilgenommen. Mit welchen Ambitionen seid ihr aus dem Starthaus raus?

Deakin: „Ich denke, grundsätzlich geht es beim Dirt Masters wirklich um die Kernfrage des Mountainbikens. Das ist die Antwort auf die Frage: Warum hast du mit dem Mountainbiken angefangen? Der Wettkampf an sich steht dabei an zweiter Stelle. Vordergründig geht es darum, mit deinen Freunden abzuhängen, viele Runs zu absolvieren und Zeit auf dem Bike zu verbringen. Und nicht zu vergessen, geile Bilder vom Whip Off’s zu bekommen (lacht)! Für mich persönlich war es der erste Wettkampf seit ich mir vor sieben Wochen den Arm gebrochen habe. Vergangene Woche war ich im Wald bei mir zuhause unterwegs und dachte mir ‚ach egal’ und habe mich entschieden herzukommen. Meine Ambition war nur Spaß zu haben.“

Foto by Kai Brake

Ben, du bist selbst Coach, wie wichtig sind Festivals, wie das iXS Dirt Masters Festival, um mit der Core-Szene zu sprechen und die Entwicklung der nächsten Generation zu fördern?

Deakin: „Ich finde diese Festivals großartig und wichtig. Im Rahmen des Festivals gab es auch ein Downhill-Rennen für jüngere Altersklassen, die im Grunde genommen eine ähnliche abgespeckte Strecke wie wir fahren. Wenn die Kids schon in jungen Jahren mit dem Mountainbiken beginnen und die Eltern sicherstellen, dass sie aus den richtigen Gründen biken und sich nicht unter Druck gesetzt fühlen, dann ist das großartig. Es geh nur um Spaß! Wenn man das, wie hier, mit Pumptrack- und Spaß-Rennen fördern kann, entwickeln sich die Kids in die richtige Richtung. Es ist großartig junge Rider zu sehen, die sich schrittweise entwickeln und nach und nach an größeren Contests wie Whip Off’s und Downhills teilnehmen.“

Style und Speed – die Highlights von Tag vier:

Dem Ruf des Berges folgten auch die Fans. Eine neue Rekordkulisse von 40.000 Zuschauern pilgerte in den Bikepark Winterberg und sorgte für eine atemberaubende Atmosphäre. Das sorgte auch bei Veranstalter Frank Weckert für Zufriedenheit: „Das iXS Dirt Masters Festival war ein voller Erfolg und hat unsere Erwartungen und Hoffnungen sogar noch übertroffen. Wir hatten nationale und internationale Spitzenathleten am Start und auch das Programm für Kinder und Familien wurde sensationell angenommen. Die Zuschauerzahl und die Stimmung waren einfach nur gigantisch. All das zeigt, welch hohen Stellenwert das iXS Dirt Masters Festival in der Gravity-Szene hat. Das fantastische Wetter hat natürlich seinen Teil zum Erfolg beigetragen. Dennoch rücken die positiven Festival-Eindrücke nach dem tragischen Unglück abseits der Wettbewerbe in den Hintergrund“, sagte Weckert.

Überschattet wurde das Festival von einem tragischen Unglück am Samstag im Bikepark, wo parallel der reguläre Betrieb stattfand. Der Verunfallte ist leider in einer Klink verstorben. „Wir sind erschüttert. Unsere Gedanken sind bei der Familie und bei den Freunden. Die genauen Umstände sind derzeit noch nicht geklärt. Stand jetzt können wir noch nichts zur Ursache bekannt geben“, sagte Nico Brinkmann, Geschäftsführer des Bikeparks Winterberg.

Der Abschlusstag am Sonntag fand daher ohne musikalische Begleitung der Wettkämpfe statt.

Alle Informationen zum Dirt Masters Festival, dem Bikepark Winterberg und der Region Winterberg gibt es online:

Foto by Kai Brake

Website:
Dirt Masters Festival:              www.dirtmasters-festival.de
Bikepark Winterberg:              www.bikepark-winterberg.de/de
Region Winterberg:                 www.winterberg.de/aktivitaeten-wohlfuehlen

Instagram:
Dirt Masters Festival:               www.instagram.com/ixsdirtmasters
Bikepark Winterberg:               www.instagram.com/bikeparkwinterberg

Facebook:
Dirt Masters Festival:               www.facebook.com/dirtmasters
Bikepark Winterberg:               www.facebook.com/bikeparkwinterberg
Region Winterberg:                  www.facebook.com/winterberg

Ihr testet ab sofort mit! Der Ninjamount Unicorn im Review unserer Follower

Wie bereits auf Instagram erwähnt, geben wir Euch zukünftig die Möglichkeit, selbst Produkte zu testen. In unseren Instagram-Stories zeigen wir Euch die zu testenden Artikel und starten über die Instagram-Umfrage-Funktion die Auswahl potenzieller Produkttester. Wer also Interesse bestätigt, ein von uns vorgestelltes Produkt zu testen, wird mit etwas Glück ausgewählt und kriegt des neuesten Stuff direkt von uns zu sich nach Hause geschickt. Ab dann heißt es: Testen für die Community und Review geben!

Anbei wollen wir Euch das Video von Nico (14 Jahre alt) zeigen, der von uns ein Prototyp des Ninja Mount Unicorn zugesandt bekommen hat.

Leider hat der Unicorn den Test nicht ganz heile überstanden, aber hierbei handelte es sich auch um einen Prototyp und nicht um das finale Produkt.

Das Video gibt es hier und wenn Ihr auch Lust darauf bekommt, Euch für Produkttests zu bewerben, dann folgt uns auf Instagram https://www.instagram.com/gravitymtbmagazine/ und YouTube http://bit.ly/gravity-on-youtube

Hier der Link zu Nicos Channel: https://www.youtube.com/channel/UC3XHcvnFQ71SVbE5LxzbPrw

Ihr habt Bock die Kickstarter-Kampagne von Ninja Mount zu unterstützen?
Dann schaut hier vorbei: https://www.kickstarter.com/projects/ninjamount/unicorn-gopro-mount-for-mountainbike-handlebars?ref=project_link

Fort William UCI Downhill 2019. Dieses Wochende hatte es sich ich!

Fort William war auch dieses Mal wieder eine Herausforderung für unsere UCI-Athleten. Bei Regen und stürmischen Winden wurde dieses Rennen zu einem wahren Schlammgemetzel.

Während die Britin Tahnée Seagrave und Weltmeister Loic Bruni im Maribor triumphierten, stürzten beide in Fort Williams. Für die junge Britin war dies dann leider auch das aus für Fort Williams und wir wissen noch nicht, wie es für Tahnée in der UCI 2019 weitergehen wird.


Tahnee Seagrave nach ihrem schwerzen Sturz. Diagnose: Schultergelenkssprengung

Auch Atherton, die wieder ein grandioses Rennen hinlegte, sagte, dass dies das schlechteste Wetter war, welches sie jemals bei einem Rennen erlebt hatte. Auch Aaron Gwin erlitt einen Sturz, der alle Hoffnungen auf einen Sieg zu Nichte machte. Pierron, der beim ersten Lauf noch große Probleme hatte, erzielte nach einigen Setup-Anpassungen einen bombastischen Lauf und somit Platz 1 in Fort William.

Die Australierin Tracey Hannah, die sich wieder einmal mit Atherton battelte, sicherte sich mit +1,6 Sekunden hinter Atherton Platz 2. Auch Nina Hofmann konnte in Fort William Ihre Position verbessern und sicherte sich neben den 3. Platz in Fort William nun Platz 4 in der UCI Women´s Downhill Gesamtwertung.

Die UCI 2019 bleibt spannend und wir hoffen auf weitere großartige Rennen.

Fort William Women’s Downhill Rennergebnisse:
1. Rachel Atherton GBR 5:15.560
2. Tracey Hannah AUS +1.611
3. Nina Hoffmann GER +8.822
4. Marine Cabirou FRA +13.374
5. Veronika Widmann ITA +15.735

UCI MTB World Cup Women’s Downhill Gesamtwertung:
1. Rachel Atherton GBR 430 points
2. Tracey Hannah AUS 400
3. Marine Cabirou FRA 290
4. Nina Hoffmann GER 285
5. Tahnée Seagrave GBR 230

Fort William Men’s Downhill Rennergebnisse:
1. Amaury Pierron FRA 4:28.578
2. Troy Brosnan AUS +3.582
3. Loris Vergier FRA +3.631
4. Finn Iles CAN +7.203
5. Danny Hart GBR +7.518

UCI MTB World Cup Men’s Downhill Gesamtwertung:
1. Troy Brosnan AUS 350 points
2. Amaury Pierron FRA 330
3. Loic Bruni FRA 301
4. Danny Hart GBR 292
5. Loris Vergier FRA 215

 

 

 

Schultergelenk gesprengt in Fort William – Tahnée Seagrave ist leider vorerst raus

Tahnee Seagrave ist bei den Vorbereitungen zum Fort William World Cup schwer gestürzt und scheidet nun nach einem persönlichen Statement vorerst aus. Als Tahnee am gestrigen Morgen den ersten Trainingslauf begann, stürzte diese im oberen Teil der Strecke und schlug mit der Schulter direkt auf einen Stein auf.

Diese massive Krafteinwirkung zeriss Ihr das AC-Gelenk, welches die Schulter und das Schlüsselbein miteinander verbindet.

Wir wünschen Tahnee das Beste und hoffen, sie bald schon wieder an den Rennstrecken begrüßen zu dürfen.