PM: IXS European DH Cup – DICKERSON UND HRASTNIK HEISSEN DIE SIEGER VON ABETON

Erstmalig gastierte am zurückliegenden Wochenende der iXS European Downhill Cup im italienischen Abetone. 270 Fahrer aus 29 Nationen haben die Reise auf sich genommen. Als Sieger verewigten sich Bryn Dickerson und Monika Hrastnik.

Podium Elite Men - EDC Abetone 2018.jpg

Momentan geht es Schlag auf Schlag im iXS Cup. Nachdem vor zwei Wochen der zweite Lauf des iXS European Downhill Cups im slowenischen Kranjska Gora stattfand und am letzten Wochenende das Rennen in Klinovec in der Tschechischen Republik auf dem Programm stand, ging es nun mit dem Europacup weiter. Austragungsort des dritten Laufs war diesmal Abetone in Italien. Der Ort in der Toskana stand in diesem Jahr erstmalig im iXS Kalender. Jedoch konnte sich Abetone in der italienischen Szene schon einen guten Ruf erarbeiten und somit war es an der Zeit, nach einigen erfolgreichen Veranstaltungen, einen Schritt weiter zu gehen. Schon lange sollte die Europaserie wieder ein Rennen auf italienischem Boden ausrichten, allerdings gestaltete sich, nach dem Ausscheiden von Pila, die Suche etwas schwierig.

 

Die Strecke

Die Anreise war für viele der Teilnehmer wohl eine der längsten der Saison, aber jeder wurde für diesen Aufwand ausreichend entschädigt. Wer italienische iXS Rennen in der Vergangenheit besucht hat, weiß, dass diese immer etwas Besonderes sind, sei es in Val di Sole oder Pila und eben auch jetzt in Abetone. Die Strecken gehören immer zu den anspruchsvollsten und auch längsten. Die Absicherung ist immer beispielhaft und man merkt sofort, dass viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild gelegt wird. Der Kurs wurde für das iXS Cup Debüt extra modifiziert und heraus kam eine Strecke, die extrem vielfältig war. Die Länge wurde mit 2500 Metern angegeben, wobei 450 Meter Höhenunterschied zu Buche schlugen. Der obere Abschnitt war über flacheres alpines Gelände gelegt, jedoch gespickt mit Off-Camper-Kurven und Sprüngen.

Nina Hoffmann - EDC Abetone 2018.jpg

Hier hieß es Schwung behalten und ab und zu auch mal eine Pedalumdrehung dazugeben. Anschließend viel die Strecke ab, wobei einige schön gebaute Anliegerkurven den Speed hochhielten, bevor es dann ungefähr ab der Mitte in den Wald ging. Hier warteten Wurzeln sowie immer wieder Steine und Felsen, gewürzt mit dem einen oder anderen Sprung. Nach über fünf Minuten kam dann auch mal das Ziel in Sicht und hinter den Fahrern lag die wohl kräftezehrendste Strecke des Jahres.

Freitag

Los ging es am Freitag für die 270 Fahrer aus 29 Nationen mit dem Track Walk, bei dem diesmal alle die Strecke zum ersten Mal sahen und somit volle Konzentration gefragt war. Anschließend standen, wie üblich beim Europacup, sechs Stunden freies Training auf dem Programm. Es galt allerdings aufgrund der Streckenlänge und somit der höheren körperlichen Belastung nicht zu viele Fahrten zu absolvieren, auch wenn der Spaßfaktor sicherlich extrem hoch war. Die Wetterverhältnisse waren wie schon in Kranjska Gora sommerlich perfekt und somit waren am Abend die Weichen gestellt für zwei weitere spannende Renntage mit italienischem Flair.

 

Qualifikation

Samstagmorgen ging es dann wieder bei optimalen Verhältnissen weiter, die Fahrer hatten noch bis nach dem Mittag Zeit, ihre nun ausgesuchten Linien zu festigen, um dann in der Qualifikation um die Startaufstellung und wichtige Punkte für die Gesamtwertung zu fahren. In der Elite Men Klasse ging es zusätzlich noch um den Einzug ins Super Finale. Unter den dort startenden 30 Besten des Samstags wurde dann am Sonntag der Sieg ausgefahren. Schnellster des Tages war Bryn Dickerson (NZL – FS Funn Factory Team) mit 4:52.534 Minuten. In der Elite Women Klasse konnte sich Monika Hrastnik (SLO – Blackthorn) mit 5:32.046 Minuten den letzten Startplatz am Sonntag sichern.

Bryn Dickerson - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertBryn Dickerson – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

 

Finals

Der Sonntag bot dann wieder genau das Wetter, welches man erwartet, wenn man im Juli ein Rennen in der Toskana macht. Sommerliche Bedingungen, strahlend blauer Himmel und dazu noch eine entspannte Atmosphäre ließen einen perfekten Renntag erwarten. Bis zum Mittag war noch einmal eine Trainingssession angesetzt, bevor es dann mit den Finalläufen ernst wurde.

 

Pro Master, U17 male und 19 female

Die erste Klasse waren die Masters und hier konnte sich am Samstag schon ein Fahrer besonders in Szene setzen. Benjamin Herold (GER – Giant Germany Off-Road Team) war in den letzten Jahren eher ein seltener Gast im Europacup. Wahrscheinlich konnte er sich jedoch den italienischen Stopp nicht verkneifen, denn beim letzten Gastspiel des iXS Cups in Pila stand er ganz oben auf dem Podest. Diesmal legte er also bereits am Samstag die Bestzeit vor und ließ am Sonntag nichts anbrennen. Erneut war er das Maß aller Dinge und dominierte mit über vier Sekunden Vorsprung seine Klasse.

Benjamin Herold - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertBenjamin Herold – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Auf dem zweiten Rang konnte sich Rowan Sorrell (GBR – Bikepark Wales) platzieren, Dritter wurde Fabian Buschor (SUI – RSF). Danach war die U17 Klasse an der Reihe und dort konnte ein Fahrer auf sich aufmerksam machen, der aus der Nachwuchsklasse des Portugal Cups kommt. Erstmalig im European Cup war Goncalo Bandeira (POR – Miranda Factory Team) in Maribor am Start, wobei er dort das Podest nur ganz knapp verpasste. Diesmal jedoch schien alles zu passen und somit konnte er zum Schluss den Platz als Sieger verlassen.

Antoine Rogge - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertAntoine Rogge – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Damit verwies er den Serienführenden Antoine Rogge (FRA – Us Cagnes) auf den zweiten Platz, womit dieser jedoch seinen ärgsten Konkurrenten Blake Ross (NZL – Hibike-Gravity) in Schach halten konnte. Die weibliche U19 Kategorie konnte von Lauryne Gozzi (FRA – Us Cagnes VTT) gewonnen werden.

 

Elite Women

In der mit etwa 20 Teilnehmerinnen stark besetzten Klasse Elite Women deutete sich bereits am Samstag ein spannendes Rennen an, denn Monika Hrsatnik und Eleonora Farina (ITA – GB Rifar Mondraker) waren zwar die Favoriten, aber mit Nina Hoffmann (GER – Santa Cruz Bicycles) bekamen die beiden eine neue Konkurrentin. Bereits in Kranjska Gora konnte sich die ehemalige Leichtathletin schon über den zweiten Platz freuen und somit war sie sicherlich eher im Angriffsmodus. An der Zwischenzeit lagen alle drei innerhalb zwei Zehntelsekunden. Als Erste fuhr die Italienerin ins Ziel, mit knapp zehn Sekunden Vorsprung vor der bisher Führenden Sandra Rübesam (GER – Nukeproof).

Sandra Rübesam - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertSandra Rübesam – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Danach kam Hoffmann und unterbot um mehr als drei Sekunden. Jetzt war die amtierende Europameisterin und Gewinnerin vom vorhergehenden Lauf in Slowenien an der Reihe. Und tatsächlich, die Uhr blieb für sie bei 5:30.643 Minuten stehen und somit konnte sie einen Vorsprung von etwas mehr als einer Sekunde verbuchen. Damit gewann Hrastnik erneut und baute ihre Führung in der Serienwertung weiter aus.

Monika Hrastnik - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertMonika Hrastnik – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

 

Pro U19 male

Die Klasse U19 male startet immer vor dem Super Final der Elite Men, denn für das Ergebnis für die Vergabe der Weltranglistenpunkte wird das Resultat mit den Männern zusammengezogen, was bedeutet, dass es neben dem begehrten Tagessieg auch die Chance auf die Qualifikation zum Weltcup geht. Seit Kranjska Gora gilt es das Augenmerk in dieser Klasse immer etwas auf Tristan Botteram (NED – Bombshell) zu richten, denn dort legte er im Seeding Run eine Zeit vor, die sogar schneller als die der Elte Men war.

Tristan Botteram - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertTristan Botteram – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Diesmal jedoch konnte er nicht bei der Vergabe der Podestplätze mitreden, denn leider hatte er einen platten Reifen im Rennen zu verbuchen, was ihm am Ende auch die Gesamtwertungsführung kostete. Nutznießer und glücklicher Gewinner war Elia Sauer (SUI – Hot-Trail Racing), der neben dem Tagessieg auch die Serienwertung für sich entscheiden konnte. Zweiter wurde Zak Gomilscek (SLO – Sinter Brakes Team), gefolgt von Stefano Introzzi (ITA – Scout/Nukeproof).

 

Super Final Elite Men

Das Super Final war wieder einmal an Spannung kaum zu überbieten. Der erste Fahrer, der die Fünf-Minuten-Marke knacken konnte war Adam Rojcek (SVK – CTM Racing Team), wobei er nur ganz kurz auf dem Red Bull Hot Seat Platznehmen konnte. Der zwei Fahrer später gestartete Luka Berginc (SLO – KK Crn Trn / Blackthorn) unterbot erneut um 6 Zehntel und machte es sich als aktuell Schnellster erstmal auf dem Hot Seat bequem. Bei den vier nach ihm gestarteten Fahrern verriet schon die Zwischenzeit, dass sie ihm nicht gefährlich werden konnten, doch dann kam Ondrej Stepanek (CZE – CTM Racing team) mit fast zwei Sekunden Vorsprung an der Splittime vorbei. Im Ziel allerdings reichte es nicht und er reihte sich erstmal als Vierter ein. Doch dann war es Joshua Barth (GER – Carbocage Factory), der Gewinner von Kranjska Gora, der den Hot Seat Platz für sich beanspruchte und das, als nur noch drei Fahrer ausstanden.

Der Nächste war Davide Palazzari (ITA – Scout/Nukeproof), der es aber versemmelte. Anschließend sprintete Harry Molloy (GBR – FS Funn Factory Racing) über die Ziellinie und zwar mit drei Sekunden Vorsprung. Wow. Als dann aber Bryn Dickerson um die letzte Kurve bog, sah das geschulte Auge schon, dass es auch bei ihm reichen würde. Erneut offenbarte die Anzeigetafel 3 Sekunden Vorsprung und es leuchtete eine Zeit von 4:50.048 Minuten auf. Damit gewann der Neuseeländer vor seinem britischen Teamkollegen Molloy und der neuen deutschen Hoffnung Joshua Barth. Der Deutsche kann damit die Führung in der Gesamtwertung verteidigen, aber Dickerson ist ihm dicht auf den Fersen.

Bryn Dickerson - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertBryn Dickerson – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

 

Fazit und Ausblick

Es war definitiv ein gelungenes Debüt, was die Organisatoren von Abetone da abgeliefert haben. Es hat sich wieder gezeigt, dass italienische Rennen etwas Besonderes sind und dass die Strecken dort einfach nur perfekt sind. Schon jetzt steht fest, die Serie kehrt im kommenden Jahr zurück und hoffentlich zukünftig als regelmäßiger Bestandteil des iXS Cups. Weiter geht es bereits in drei Wochen im tschechischen Spicak.

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Must Watch: In Reach mit Nico Vink, KJ, Needles, Tupin und Co.

Ihr habt eine viertel Stunde Zeit? – Dann schaut euch das neuste Freeride Video von den Loose Riders um Vink, KJ, Needles, Tupin und Co. an. Präsentiert von Scott, erwartet euch MTB Action vom Feinsten, rasantes Fahren und das ein oder andere technische Manöver.

Viel Spaß beim Zuschauen der Jungs:

Continental BIKE Festival Saalfelden Leogang mit Pump Track Quali-Rennen

MTB-Event geht mit neuen Highlights in die zweite Runde

Mehr als 5.000 Festivalbesucher, 80 Aussteller und 1000 aktive Teilnehmer: Das Continental BIKE Festival Saalfelden Leogang geht vom 13. bis 15. September 2019 in die zweite Runde. Auf der Expo können die Top Neuheiten für 2020 getestet werden. Dazu gibt es jede Menge Rennhighlights: Der Rocky Mountain BIKE Marathon überrascht mit einer ganz neuen Strecke und die Quali für das Red Bull Pump Track World Championship-Finale findet erstmals im Rahmen des BIKE Festivals statt

Bielefeld/ Hamburg/ München, 10. Juli 2019. Das BIKE Festival, bekannt durch die langjährigen Austragungsorte Riva und Willingen, feierte 2018 seine Premiere in Saalfelden Leogang. Schnell stand nach der gelungenen Erstauflage fest: Es wird eine Wiederholung geben. Die zweite Auflage des Continental BIKE Festivals steigt vom 13. bis 15. September 2019 und hat wieder jede Menge sportliche Höhepunkte und Neuheiten für alle Generationen zu bieten. Passend dazu eröffnet der Bike Park in diesem Sommer mehrere neue Trails und Lines, die man beim Festival testen kann.

Spannend ist der Termin Mitte September, denn so können die Besucher der Messe schon die brandheißen Neuheiten für 2020 bestaunen und im Bike Park ausprobieren. Zahlreiche Messeangebote, Gewinnspiele, Testbikes und vieles mehr hat die Expo mit rund 80 Ausstellern und 150 Marken in diesem Jahr zu bieten.

Auch für eMTB-Fans gibt es einiges zu erleben. Auf kostenlosen, geführten Touren geben Guides Tipps und Tricks für den richtigen Umgang mit dem eMTB. Auf sportlicher Ebene wird Leogang zu einem absoluten Top-Event, die Region und der Bike Park direkt am Festivalgelände bieten beste Voraussetzungen dafür. Der Rocky Mountain BIKE Marathon führt 2019 über eine ganz neue Strecke. Der Neubau vieler Trails im Bike Park bot den Streckenplanern neue Spielmöglichkeiten: Dieses Jahr besteht der Marathon aus drei aufeinander folgenden Runden im Bike Park und dessen unmittelbarer Nähe. Mit der ganz neuen Steinberg-Line, die von der AsitzBergstation flowig ins Tal führt, ist ein neues Highlight in die Strecke integriert.

Die Region Saalfelden Leogang ist bekannt für beste Enduro-Bedingungen. Darum darf auch die Scott Enduro Series 2019 nicht fehlen. Eine weitere Premiere: Auf dem neuen asphaltierten Velosolutions Pump Track findet während des BIKE Festivals ein QualiRennen für die Red Bull Pump Track World Championship statt. Dabei kämpfen die Teilnehmer um einen der begehrten Plätze für das große WM-Finale in Bern.

Mehr um den Spaß als ums Gewinnen geht es beim Kidsrace und dem Ghost Recon Ride, einer Art Schnitzeljagd auf dem Rad für Jedermann mit lustigen Aktionen wie Wettsägen oder Paddeln.

Die Anmeldung für alle Rennen ist gestartet. Mehr Infos dazu auf: https://leogang.bikefestival.de/ .

 

100% stellt die Helme ALTEC® und TRAJECTA® vor

Sie sind da!!! 100% präsentiert die 2 neuesten Kreationen Ihres Helmsegments. Die All-Mountain Altec®- und Enduro Trajecta®-Modelle beinhalten beide die patentierte Smartshock®-Technologie und bieten das Nonplusultra an Sicherheit.

9. Juli 2019, San Diego, Kalifornien
Es ist soweit – 100% launcht zum Ausbau der Mountainbike-Linie die Modelle Altec® und Trjecta®. Während der Altec® als Halbschalenmodell eher die Wahl der fortgeschrittenen und selbstbewussten Enduro-Fahrer sein dürfte, bietet der Trajecta als Integrallösung 100%igen Rundumschutz. Die Helme verfügen nicht nur über große Vents für eine optimale Luftzirkulation, sondern wurden bereits von Anfang an unter Berücksichtigung einer Vollintegration des Smartshock® Suspended-Rotational-Systems konzipiert.

Zur Information: Herkömmliche Fahrradhelme bieten meist nur einen Aufprallschutz bei der liniearen Einwirkung von Impact-Kräften. In der Realität erfahren die meisten Radfahrer jedoch schräge, kraftversetzende Stöße, die sowohl Rotations- als auch Verzögerungskräfte auf unser Gehirn ausüben.

Das schwebende Smartshock®-Rotationssystem komprimiert und reduziert die lineare und rotative Krafteinwirkung auf das Gehirn ist nicht nur das fortschrittlichste, sondern ebenso das intelligenteste Sicherheitssystem zur Vermeidung von Hirnschäden durch Rotationskräfte.

Entdecken jetzt die Altec- als auch die Trajecta-Helmkollektion.


Bild zeigt Halbschalenmodell Altec®


Bild zeigt Integralmodell Trjecta®

Ab heute weltweit erhältlich.

 

 

Interview mit Elias Schwärzler beim Crankworx Innsbruck

Hinter den Kulissen des diesjährigen Crankworx Stops in Innsbruck haben wir uns mit dem Mountainbiker und Sick Series Mitbegründer Elias Schwärzler getroffen. Zusammen mit Fabio Wibmer hat er in den letzten Jahren für viel Aufsehen in der MTB Welt gesorgt. Vorrangig durch eine Vielzahl gemeinsamer Videoprojekte und wöchentlicher YouTube Serien, deren Bekanntheit die Entstehung einer eigenen Bekleidungsmarke bewirkt hat. In diesem Interview erzählt uns Elias etwas mehr darüber  was es bedeutet ein prominenter Biker zu sein, wie es sich auf sein Privatleben auswirkt und worauf sich das Duo bestehend aus Wibmer und Schwärzler in Zukunft konzentrieren wird.

Was das Ganze außerdem mit einer deutschen Kinofilm Produktion und verkleideten Bikern zu tun hat, erfahrt ihr alles hier:

WORLD CUP DIARIES VALLNORD

 

Downhill-Rider und Cross-Country-Athleten haben am Wochenende Vallnord (AND) in die Mountainbike-Hochburg schlechthin verwandelt und die Zuschauer vor Ort und vor den Bildschirmen mit extrem spannenden Rennen verwöhnt. Zehntausende Fans an der Strecke sorgten für sensationelle Stimmung und die Rider zahlten es mit Spitzenleistungen zurück. Viele Top-Favoriten gaben sich keine Blöße und die Geschichtsbücher wurden gleich um mehrere Kapitel erweitert – hier sind die Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup von Vallnord, Andorra.

 

Du hast die unglaubliche Action vom Weltcup in Vallnord verpasst? Keine Sorge! Alle Replays und alle Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup 2019 mit deutschem, englischem, portugiesischem und spanischem Kommentar gibt es on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

Spektakulär. Spannend. Staubtrocken.
Sechs Rennen standen in Vallnord auf dem Programm. Den zahlreichen und stimmungsgewaltigen Zuschauern wurden von Frauen und Männern in Short-Track, Downhill und Cross Country Renn-Action der Extraklasse geboten – und das bei durchweg strahlendem Sonnenschein. Bestes Sommerwetter sorgte allerdings dafür, dass der Staub in Andorra den Athleten schwer zu schaffen machte. Doch trotz schwierigsten Bedingungen waren alle Wettkämpfe an Hochspannung kaum zu überbieten. Gewohnt spektakulär waren sie zudem. Tracey Hannah, Nina Hoffmann, Aaron Gwin, Dakotah Norton, Finn Iles, Reece Wilson, Matt Walker – die Liste der Rider, die allein beim Downhill stürzten ist lang und prominent. So lag es nicht nur an der Höhenluft auf rund 1900 Metern, dass die Athleten ans Limit gehen mussten. Herausfordernste Streckenprofile inmitten der Pyrenäen vervollständigten das rundum gelungene Weltcup-Wochenende.
Hier geht’s zum Replay!

 

DHI: Atherton-Rekord bei Hoffmann-Show – Bruni hat im Herzschlag-Finale die Hosen an
Den ersten Downhill-Paukenschlag setzte Nina Hoffmann (GER) bereits beim Qualifying am Freitag. Der Shootingstar legte beim steilsten Rennen des Jahres die schnellste Zeit hin – und das in ihrer erst zweiten Weltcup-Saison und obwohl Rachel Atherton (GBR) kein erkennbarer, größerer Fehler unterlief. Die Deutsche ist also in der Weltspitze angekommen und hat ihren Teil dazu beigetragen, dass Worte wie “Spannung” und “Dramatik” gar keine Ausdrücke sind, für das, was sich auf der Downhill-Strecke abgespielt hat. Nach mehreren Stürzen im Qualifying eröffnete Leogang-Siegerin und Mitfavoritin Tracey Hannah (AUS) den Showdown. Kurz vorm Ziel rutschte die Australierin auf der staubbedeckten, rutschigen Strecke aus, übernahm aber dennoch die Führung. Rachel Atherton (GBR) ging als Drittletzte auf die 2,5 Kilometer lange Strecke, proftierte von Hannahs Missgeschickt und ging nach einer fehlerfreien Fahrt in Führung. Die Französin Marine Cabirou (FRA) setzte sich nach einer couragierten Fahrt zwischen die beiden Top-Favoritinnen Atherton und Hannah. Dann gingen alle Blicke gespannt nach oben zu Nina Hoffmann. Und die Deutsche zeigte einen Lauf, der an Verrücktheit kaum zu überbieten ist. Bis zur Rennhälfte war Hoffmann in Schlagdistanz zu Atherton, ein Sturz beendete jedoch ihre Siegchancen. Dennoch fuhr die Quali-Schnellste weiter. Klingt normal und gängig, aber nicht mit Hoffmann. Die Deutsche ist beim Sturz aus ihrem linken Schuh gerutscht. Der Schuh hing noch im Klickpedal. Hoffmann sprang im Socken zurück aufs Rad und weiter ging der wilde Ritt. Sie trotzte dem fehlenden Grip und präsentierte bei der Zieldurchfahrt das Kuriosum. Im Überschwang der Gefühle und unter ihrem eigenen Jubel über die verrückte Fahrt ging sie im Ziel erneut zu Boden. Selbst die Konkurrenz gratulierte zu ihrer irren Fahrt. Dabei ging fast unter, dass Atherton mit ihrem zweiten Saisonsieg ihren 74. Podestplatz einfuhr und damit zur alleinigen Rekordhalterin aufsteigt.

 

So sehenswert und mitreißend das Frauen-Rennen war, die Männer standen dem weiblichen Geschlecht in nichts nach. Die Franzosen zeigten einmal mehr, wo im Downhill-Sport der Hammer hängt. Lediglich Troy Brosnan (AUS) konnte bei der hochklassigen Downhill-Show von Loic Bruni, Loris Vergier und Amaury Pierron mithalten. Der Australier reihte sich hinter Tagessieger Bruni und dem zweitplatzierten Vergier ein und fuhr auch im vierten Saisonrennen zum vierten Mal in die Top 3. Den verrückten Schlag der Downhill-Profis unterstrichen Johannes von Klebesberg (ITA) und Danny Hart (GBR). Privatier von Klebesberg krönte sich zum schnellsten Jeans-Rider und Hart bewältigte die extrem steile und anspruchsvolle Strecke in Shorts. Quali-Sieger Bruni hatte bei seinem dritten Saisonsieg allerdings das letzte Wort und die Hosen an. In die Weltspitze vorgestoßen ist auch David Trummer (AUT). Der 25-jährige Österreicher wurde Fünfter im Qualifying und ließ mit Platz sieben im Rennen Top-Stars wie Greg Minnaar (RSA), Laurie Greenland (GBR) und Rémi Thirion (FRA) hinter sich. Sein bestes Karriereergebnis ist zugleich das beste Resultat eines Österreichers im Downhill-Weltcup.

 

XCC: Perfekte Taktik. Tolle Leistung. Wahnsinns Finish.
Ein Antritt der seines gleichen sucht. Nur wenige Meter ging es kurz vor dem Ziel die Brücke hinauf. Jolanda Neff (SUI) lag kurz vor Schluss noch auf Rang drei. Aber beim finalen Anstieg ließ sie die Weltcup-Führenden und dreimalige Saison-Siegerin Kate Courtney (USA) und die bis dato Führenden Allesandra Keller (SUI) stehen. Nach sieben Podiumsplätzen – 3x Zweite, 3x Dritte, 1x Vierte – erzielte Neff ihren ersten Weltcupsieg im Short Track. Es war erst der zweite Schweizer Sieg im Short Track und der erste Doppelsieg. Keller und Courtney folgten auf den Plätzen zwei und drei.
Bei den Herren nutzte Henrique Avancini (BRA) die Gunst der Stunde. In Abwesenheit von Short Track-Dominator Mathieu van der Poel (NED) kontrollierte der Brasilianer das Feld von der Spitze und hatte auch beim Schlusssprint die meisten Körner übrig. Nino Schurter (SUI) wurde Zweiter und Maxime Marotte (FRA) Dritter.

 

XCO: Atemberaubende Aufholjagden und ein historischer Sieg
Mehrere gnadenlose Anstiege inklusive des längsten Weltcup-Anstiegs, „The Wall“, warteten bei den Cross Country-Rennen über die olympische Distanz auf die Fahrerinnen und Fahrer. Die Herausforderung auf knapp 2000 Metern Höhe flößte den Athleten im Vorfeld gehörigen Respekt ein. Jolanda Neff, die einstige Schweizer Seriensiegerin, ging ihr Rennen deswegen defensiv an. Wohl zu zurückhaltend. Bereits 47 Sekunden häufte sie in der ersten Runde an Rückstand an. Der sorgte allerdings dafür, dass die amtierende Gesamtweltcupsiegerin eine bemerkenswerte wie fesselnde Aufholjagd startete bzw. starten musste. Sie pflügte durchs Feld, kämpfte sich an nahezu 30 der vor ihr liegenden Rivalinnen vorbei und schloss in der fünften und vorletzten Runde zur Führenden Anne Terpstra (NED) auf. Das Duell um den Tagessieg spitzte sich zu. Die finale Attacke der Schweizerin verpuffte allerdings. Die 26-Jährige musste ihrer Aufholjagd Tribut zollen. Terpstra konterte ihrerseits kurz darauf und konnte sich entscheidend absetzen. Mit ihrem Sieg trug sich die 28-Jährige in die Geschichtsbücher ein. Es war der erste Triumph einer Niederländerin im Rennen über die olympische Distanz.

 

Ein ähnliches Rennen bestritt auch Nino Schurter (SUI). Der amtierende Weltmeister und Gesamtweltcupsieger fiel nach einem kleinen Sturz zu Rennbeginn zurück und musste sich ebenfalls nach vorne kämpfen. Am Ende entschied der Schweizer einen packenden Dreikampf gegen Albstadt-Sieger und Landsmann Mathias Flückiger und Short-Track-Triumphator Henrique Avancini für sich. Die Entscheidung fiel dabei erst kurz vor der Ziellinie als Schurter seine ganze Erfahrung ausspielte und sich im Rasenstück clever an Flückiger vorbei schob. Schurter erzielte seinen ersten Saisonsieg und verkürzte mit jetzt 31 Weltcupsiegen den Rückstand auf Rekordsieger Julien Absalon (FRA) auf zwei Erfolge.

 

Gesamtweltcups: Neue Spitzenreiter und schrumpfende Abstände
Schnellster im Qualifying und Sieg im Rennen – mit seinem perfekten Wochenende übernimmt Loic Bruni mit 765 Punkten die Führung im Downhill-Weltcup. 65 Punkte beträgt sein Vorsprung auf Troy Brosnan (700 Punkte) und schon 160 Punkte auf Amaury Pierron (605 Punkte). Mit dem Selbstvertrauen drei der vier Saisonrennen gewonnen zu haben, ist Bruni auf Kurs zum ersten Triumph im Gesamtweltcup.
Bei den Frauen spitzt sich der Kampf um den Weltcupsieg ebenfalls zu und verspricht Spannung bis zum letzten Rennen. Rachel Atherton (730 Punkte) verkürzt den Rückstand auf Spitzenreiterin Tracey Hannah (790 Punkte) auf 60 Punkte.

 

Im Cross Country ist das Bild ziemlich identisch. Jolanda Neff (815 Punkte) hat in Vallnord 135 Punkte auf Kate Courtney (890 Punkte) gut gemacht. Auch hier scheint eine Entscheidung erst in Snowshoe beim finalen Saison-Event zu fallen.
Bei den Herren hat sich erstmal in dieser Saison Nino Schurter (835 Punkte) in Führung gesetzt. Der amtierende Gesamtweltcupsieger verdrängt Mathieu van der Poel (700 Punkte), der in Vallnord pausiert hat. Neuer Zweiter ist Mathias Flückiger (755 Punkte). Nachdem sich van der Poel für die nächsten Rennen wieder angekündigt hat, scheint sich auch hier ein extrem spannender Kampf um den Sieg im Gesamtweltcup zu entwickeln.

 

Die Replays und alle Highlights des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup aus Vallnord gibt es on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv. Weitere aktuelle Informationen und noch mehr actionreiche Unterhaltung rund um das Thema Mountainbike finden sich auf dem Red Bull Bike Channel auf redbull.tv/bike.

 

Photos by © redbullcontentpool

GlemmRide Slopestyle: Das aufregende Finale

Dawid Godziek, Emil Johansson und Erik Fedko sind die Sieger des fünften GlemmRide Slopestyle // Wetterpech führte zu Abbruch im zweiten Final-Run

Regen führte am Samstagabend nur knapp vor Schluss zum Abbruch des zweiten Finalruns. Erik Fedko, Emil Johansson und Dawid Godziek mussten daher auf ihren zweiten Run verzichten, konnten die Judges aber bereits im ersten Lauf überzeugen. Mit einem unglaublichen Twister No Hand, Cash Roll über den Boner Log, Double Tailwhip am Step Up, Truckdriver am Step Down und einem Double Backflip X-Up am Rivergap landete der Pole Dawid Godziek verdient auf Platz 1.

Bester Österreicher und Hero of the Weekend ist Peter Kaiser, der sich vom Pre-Qualifying bis auf Platz 9 im Finale durchkämpfen konnte.

Anmerkung: Aufgrund des Abbruchs im Livestream musste eine spontane Entscheidung zu den offiziellen Ergebnissen getroffen werden. Fälschlicherweise fiel die Entscheidung auf das Ergebnis des Qualifyings. Da der komplette erste Finallauf aber durchgeführt werden konnte haben sich die FMBA und die Veranstalter aber zugunsten der Athleten entschieden, sodass der erste Finallauf als endgültiges Ergebnis zählt.

Den Livestream verpasst? Hier gibt’s die Wiederholung.