PM: Spektakuläre Rennaction beim Out of Bounds Festival in Saalfelden Leogang

Zum achten Mal kehrte die Welt des Downhill Mountainbiking zurück nach Leogang und alle Augen richteten sich am Wochenende auf die dritte Runde des Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup 2018. Perfektes Sommerwetter, neue Streckenabschnitte und 23.000 Fans sorgten für eine grandiose Kulisse. Am Ende des Tages gab es einen sprachlosen Franzosen, der seinen zweiten Saisonsieg einfuhr, eine Rückkehr zum Downhill-Thron bei den Frauen und eine überglückliche Lokalmatadorin, die bei den Junioren ihren ersten Weltcupsieg auf heimischem Boden feierte.

Nach vier actionreichen Tagen beim „Out of Bounds Festival“, eröffneten die Juniorinnen des Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup den letzten Tag. Nachdem Valentina Höll ihre ersten beiden Weltcups auf beeindruckender Art und Weise gewinnen konnte, richteten sich alle Blicke auf die erst 16-Jährige. Würde sie auch bei ihrem Heim-Weltcup die Nase vorne haben? Von den zahlreichen Fans angefeuert, gab die Saalbacherin auf dem 2,3 Kilometer langen „Speedster“ Vollgas. Obwohl sie sich einmal sogar aushebeln ließ und Zeit durch den Crash verlor, siegte sie erneut mit 15 Sekunden Vorsprung vor ihren schärfsten Konkurrentinnen, Nastasia Gimenez (FRA) und Ottilia Johansson Jones (SWE). Nach dem die Zuschauer schon auf Temperatur gebracht worden waren, sorgten die Junior Men für ein absolutes Herzschlagfinale. Kye A’hern (AUS) siegte mit 0,05 Sekunden Vorsprung vor Thibaut Daprela (FRA), was sicherlich zu den knappsten Entscheidungen in der Geschichte des Downhillsports gehört.

Valentina Höll // Foto: Stefan Voitl

 

„ Im Rennen hat es mich leider einmal geschmissen. Jeder an der Strecke hat geschrien „Lass die Bremsen offen!“, also habe ich es gemacht und dann bin ich weggerutscht (lacht). Ich habe einfach nur gedacht „Scheiße, bitte nicht in Leogang!“, aber es ist noch super ausgegangen. Ich bin mega happy!“ ~ V. Höll

 

Top 3 Junior Women Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Top 3 Junior Men Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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An frühen Nachmittag wurde es dann für die Profis ernst. Bei den Frauen war es Veronika Widman (ITA), die die Richtzeit für die Top-Fahrerinnen im Feld setzte. Die Zeit hinkte aber 10 Sekunden hinter der schnellsten Quali-Zeit von Tahnée Seagrave (GBR) her, sodass klar war, dass Widmans Zeit nicht lange Bestand haben würde. Rachel Atherton (GBR), die im Qualifying gestürzt war, machte sich für ihre Verhältnisse ungewöhnlich früh auf die Strecke. Die Britin kam aber sehr gut mit dieser Situation zurecht und zündete gleich vom Start weg auf dem grasigen, abschüssigen Wiesen-Abschnitt den Turbo. Ihre ungeheure hohe Pace behielt sie bei, ließ aber den nachfolgenden Fahrerinnen die Tür zum Sieg noch einen Spalt offen, da sie in der technischen Waldpassage ein wenig Zeit liegen ließ. Im Ziel angekommen stand die bis dahin beste Zeit, 13 Sekunden schneller als Widman.

 

Atherton machte es sich auf dem „Hot Seat“ bequem, um sich die Läufe der verbleibenden Starterinnen anzuschauen. Erst als Myriam Nicole (FRA) als viertletzte aus dem Start-Gate schoss, machte sich Nervosität breit. Die Weltcupführende legte in den ersten Abschnitten sehr stark vor und überbot die Pace von Atherton als es in den technischen Waldabschnitt ging. Im unteren Teil der Strecke blieb den Zuschauern kurz die Luft weg als Nicole kurz davor war, die Kontrolle über ihr Bike zu verlieren. Einen Sturz konnte die Französin zwar verhindern, aber sie verlor bei der unfreiwilligen Aktion kostbare Zeit und überquerte die Ziellinie denkbar knapp hinter Atherton mit 0,6 Sekunden-Rückstand. Die folgenden drei Konkurrentinnen Monika Hrastnik (SLO), Emilie Siegenthaler (SUI) und Tracey Hannah (AUS) konnten sich alle nicht mit den Zeiten der ersten beiden messen. Alle Augen fielen nun auf Tahnée Seagrave, die am Vortag die schnellste auf der Strecke gewesen war und unbedingt ihren letztjährigen Leoganger Sieg verteidigen wollte. Die 22-Jährige rutschte gleich zu Beginn auf dem neuen, schräg abschüssigen Streckenabschnitt aus und musste gleich versuchen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Auf dem „Motorway“ meinte sie es mit ihrer Geschwindigkeit etwas zu gut und schoss nach einem Sprung über die abgesteckte Strecke hinaus, was letztendlich eine Disqualifikation zur Folge hatte. Rachel Atheron kehrte somit wieder auf den Leoganger Thron zurück und feierte ihren ersten Weltcup-Sieg seit über einem Jahr.

 

Rachel Atherton // Foto: Stefan Voitl

„Es war keine einfache Woche. Wenn man stürzt, bekommt man es ein wenig mit der Angst zu tun, aber ich wollte es heute ausblenden, einfach fahren und ohne Sturz unten ankommen. Es war ein wenig komisch heute so früh ins Rennen zu starten, aber irgendwie war es auch ganz schön. Ich war mittendrin und es war cool vom Hot Seat aus das Rennen zu verfolgen. Ich bin sehr erleichtert und Leogang hat super viel Spaß gemacht. Vielleicht komme ich in ein paar Wochen nochmal für ein paar Tage vorbei.“ ~ R. Atherton

 

Top 5 Women Elite Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Zum Abschluss des Wochenendes lieferte sich die Men Elite ein hochspannendes Rennen. Bereits das Qualifying, in dem weniger als eine Sekunde die ersten vier Fahrer trennte, deutete auf einen Krimi hin. Charlie Harrison (USA) ließ sich nach einem sehr guten Run im Bikepark Leogang auf den „Hot Seat“ nieder. An seiner Zeit bissen sich die folgenden Fahrer zunächst die Zähne aus. Erst Michael Jones (GBR) war in der Lage Harrison zu bedrohen. Mit einer kreativen Linienwahl und einer hohen Geschwindigkeit machte sich Jones vom Start weg daran, die Zeit des Führenden zu unterbieten. Sowohl auf dem Motorway als auch in den technischen Passagen baute er seine Führung aus und setzte sich letztendlich mit 1,5 Sekunden-Vorsprung an die Spitze des Tableaus.

 

Jetzt war der Brite an der Reihe auf dem „Hot Seat“ nervös zu werden. Den folgenden sieben Fahrern gelang es allerdings nicht ihn zu verdrängen. Aber dann machte sich Leogang-Liebling, Aaron Gwin (USA) auf dem Weg ins Tal, in der Hoffnung trotz Daumenverletzung mit einem vierten Leoganger-Sieg in vier Jahren Geschichte zu schreiben. Mit neugewonnenem Selbstbewusstsein nach dem morgendlichen Training, wo er aufgrund seines Daumens erstmals so richtig an seiner Linienwahl feilen konnte, schoss der Amerikaner durch die ersten Sektionen. Die Farbe Grün begleitete stets die Split-Zeiten und der Kalifornier setzte sich souverän mit 1,8 Sekunden Vorsprung an die Spitze des Feldes. Es folgten nun bange Minuten als die Top 10 schnellsten Fahrer die Strecke unsicher machten. Laurie Greenland (GBR) und Troy Brosnan (AUS) schnupperten an der Führung blieben jedoch jeweils um 0,7 bzw. 0,8 Sekunden hinter Gwins Zeit zurück.

 

Mit nur noch drei Athleten oben am Start schien es so als wäre Gwins Lauf tatsächlich einer für die Geschichtsbücher. Dann trat Amaury Pierron (FRA) kräftig in die Pedale. Mit viel Rückenwind nach seinem Premieren-Sieg in Fort William machte er sich an die Aufgabe eine Siegesserie zu starten. Als die erste Zwischenzeit im Zielbereich aufleuchtete, wurde es laut. Der Franzose lag in Front! Aber nicht lange… Im zweiten Sektor verlor Pierron kostbare Zeit, die Zwischenzeiten leuchteten im Ziel wieder Rot, was für Raunen sorgte. Dann zündete er auf dem Motorway den Turbo, holte Meter für Meter auf und lag nach dem vierten Split wieder in Führung. Die technischen Passagen im untern Streckenteil schienen für ihn keinerlei Hindernis darzustellen. Mit 0,5 Sekunden Vorsprung entthronte Amaury Pierron Aaron Gwin! Doch würde das reichen? Brook MacDonald (NZL) war nicht in der Lage Pierrons Premieren-Sieg in Leogang zu verhindern, aber bei Luca Shaw (USA) wurde es nochmal eng. Der Amerikaner war nur ein Bruchteil einer Sekunde im Hintertreffen und es deutete alles auf ein erneutes Herzschlagfinale hin. Aber kurz vor dem letzten Drop bevor es auf die Ziellinie zuging, verlor Luca Shaw die Kontrolle und stürzte. Damit war Pierrons erster Weltcup-Sieg auf dem „Speedster“ in Leogang besiegelt.

 

Amaury Pierron // Foto: Stefan Voitl

 

„Hier gleich nach Fort William wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen, ist einfach der Hammer. Ich freue mich für mein ganzes Team, aber mir tut es auch Leid für Luca Shaw. Er hatte wieder die Pace, um ganz oben mitzufahren… Ich habe ein paar Fehler, in der ersten Kurve und kurz vor dem Motorway, gemacht, also musste ich dann alles aus mir rausholen, um wieder auf Geschwindigkeit zu kommen. Ich bin unglaublich glücklich!“ ~ A. Pierron

 

Top 5 Men Elite Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Vier actiongeladene Tage beim „Out of Bounds Festival“ sind mit dem Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Downhill World Cup zu Ende gegangen. Das Wetter, die Rennen und die Side-Events machten das Wochenende unvergesslich. 23.000 Zuschauer kamen nicht nur in den Genuss von weltklasse Downhill-Rennen, sondern konnten sich neben dem Renngeschehen auch über einen Kinder Pumptrack Contest, die Hogmoa Team Challenge, spektakuläre Freestyle Motocross Shows, einem Open Air Konzert und diverse Partys freuen. Schon jetzt erwartet Bike-Fans ein absolutes Highlight in Saalfelden Leogang, denn 2020 finden die UCI Downhill Mountain Bike World Championships im Bikepark Leogang statt.

 

Die ganze Rennaction vom Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup ist auf Red Bull TV on-demand, jederzeit und überall verfügbar mit englischem und deutschem Kommentar auf redbull.tv/uci.

Alle Neuigkeiten rund um den Mercedes-Benz UCI Downhill Mountainbike Weltcup sowie das Thema Biken in der Region Saalfelden Leogang findet man auf www.mtb-weltcup.at.

Weitere News und Termine zum Bikepark Leogang gibt es auf: bikepark-leogang.com oder facebook.com/BikeparkLeogang

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf: saalfelden-leogang.com oder facebook.com/SaalfeldenLeogang

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Das LES Fat von Pivot Cycles

Größere Räder für größere Abenteuer und unübertroffene Fat Bike Performance.

Das LES Fat von Pivot Cycles zeigt sich mit neuen 27,5“ X 3,82 Laurädern.

Das LES Fat stellt sich neu auf. Mit einer 27,5“ Fatbike Rad-Reifen-Kombination sowie der Option einer Manitou-Mastodon-Federgabel, wird das neue LES Fat zum am besten performenden Fat Bike der Welt. Unter der neuen Ice Blue Lackierung befindet sich der vielseitigste Fat Bike- Rahmen, der je entwickelt wurde. Ein niedriger Q-Faktor und massive Reifenfreiheit zeichnen das neue LES Fat aus.

Der Unterschied zwischen dem größten Abenteuer deines Lebens und dem Schieben des Fahrrads über viele Kilometer hinweg kann die Wahl der Reifengröße sein. Das innovative Rahmendesign von Pivots LES Fat ermöglicht die Verwendung nahezu aller vorstellbaren Reifen- und Radkombinationen, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Pivots patentierte Swinger-II-Ausfallenden bewegen sich bei der Verschiebung nach hinten auch gleichzeitig nach oben. Auf diese Weise kann nicht nur ein Anstieg des Reifendurchmessers sondern auch die Sitzhöhe angepasst werden. Durch die Kombination der hinteren Dropout-Einstellungen mit mehreren, verschieden großen, unteren Steuersatzschalen können alle herkömmlichen 29″ X 2.4-2.8″ Trail-Reifen bis hin zu 5“ breiten Fatbike-Reifen gefahren werden. Somit ist das Les Fat ein echtes Fatbike für den ganzjährigen Einsatz.

Pivot Cycles 27,5“ Fat-Variante kommt mit 3,8“ Maxxis Minion Reifen, die auf 80 mm breiten Felgen montiert sind. Die niedrigere Seitenwand der 27,5“ Reifen bietet ein verbessertes Kurvengefühl, weniger Gewicht und die Vorteile eines verbesserten Überrollverhaltens, die bei Rädern mit größerem Durchmesser auftreten. Außerdem bietet Pivot Cycles das LES Fat mit einer 27,5+ Rad-Reifen-Kombination (oder als zweiten Laufradsatz) mit 50 mm breiten Felgen und 3,0“ breiten Maxxis Chronical-Reifen an. Diese Kombination ist perfekt für Fahrer, die ein vielseitiges Bike für das ganze Jahr suchen. Die Manitou Mastodon-Gabeloption bietet eine erstklassige Fat-Bike-Federung für Fahrer, die die Performance unseres Fat-Bikes das ganze Jahr über nutzen. Der LES Fat-Frame verfügt auch über internes Dropper-Post-Routing.

Preise, Spezifikationen und Verfügbarkeit: Das LES Fat ist in einer Farboption erhältlich – Ice Blue mit Steel Blue Highlights. Komplette Bikes werden mit der Pro XT / XTR-Ausstattung, Starr- oder Manitou-Mastodon-Gabeloptionen und 27,5+ X 3.0“ oder 27,5“ X 3,8“ Fat-Bike-Reifen mit einem Verkaufspreis von 4799€ bis 5099€ angeboten. Der Rahmensatz kostet 2999€ und ist mit einer starren Gabel ausgestattet. Das LES Fat ist ab sofort in allen Größen bei den wichtigsten Pivot-Händlern weltweit erhältlich. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.pivotcycles.com/en/bike-les-fat-carbon-1

 

PAWS & WHEELS

Ein Traildog Film über Oli Dorn und seinen treuen Freund Balu. Gefilmt und produziert von Say Mahalo.

PAWS & WHEELS zeigt wieviel Spaß man nicht nur auf zwei Rädern, sondern auch auf 4 Pfoten beim Trails surfen haben kann. Einzigartige Aufnahmen, Emotionen und jede menge Spaß warten auf euch. Deshalb ‚FILM AB‘

Wer Oli Dorn persönlich kennt, kennt ihn wahrscheinlich nur in Begleitung seines Hundes Balu. Der Australien Shepherd folgt ihm auf Schritt und Tritt und ist seit klein auf bei jeder Aktivität dabei. Für einen Hütehund gibt es wohl nichts schlimmeres als Zuhause gelassen zu werden, deshalb beschloss Oli Balu als Traildog ‚auszubilden.‘ Seit diesem Zeitpunkt hatte er auch die Vision von einem Traildog Video.

2018 gelang es ihm endlich zusammen mit Susanna Kosa von Say Mahalo diese Vision in die Wirklichkeit umzusetzen. Susanna gelang es in diesem wunderbaren Film die Freundschaft der beiden widerzuspiegeln und daraus ein Meisterwerk zu machen.

Folgt den beiden auf Instagram:

@saymahalo
@olidorn

MACIAG OFFROAD ERFINDET DIE CYBER WEEK NEU!

Heute startet die Maciag Offroad Cyber Week und dieses Jahr ist alles anders! Ab dem 19. November gibt es jeden Tag Deals aus Mountainbike und Streetwear, die immer andere Mottos haben. Du kannst Dich eine Woche lang auf Angebote von Kopf, mit Helmen und Caps, bis Fuß, mit MTB- und Straßenschuhen, freuen! Auch Dein Bike kommt am Tech Friday nicht zu kurz. Tägliches Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall für alle Schnäppchenjäger!

Als Cyber Week Special gibt es dieses Jahr ein Bundle aus dem 2019er MTB-Kalender und einem Stickerbogen für unschlagbare 9,95€! Das perfekte Geschenk für Dich, Deine Freunde oder die Familie.

Die Cyber Week endet am 26. November im großen Finale mit dem Cyber Monday – also worauf wartest Du noch?

JETZT BLITZANGEBOTE ABSTAUBEN ►► https://maci.ag/IWBcY

Du willst keine Aktion verpassen? Folge Maciag Offroad auf Facebook & Instagram!

Facebook: www.facebook.com/MaciagOffroad/

Die DVO ONYX DC – Eine giftgrüne Mamba, die es zum Glück auch in anderen Farben gibt

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Was gibt es über die DVO ONYX DC zu sagen. DVO hat sich bei der Entwicklung der ONYX 1 Jahr lang explizit auf Feedbacks von Fahrern konzentriert. Ebenso war es DVO wichtig eine Gabel zu konzipieren, die auch auf lange Sicht konkurrenzfähig bleibt und somit ambitionierten Downhill Fahrern alles bietet, was sie brauchen.

Technische Daten:

  • Federweg 203 mm
  • Standrohrdurchmesser: 36mm
  • Offset: 50mm
  • Laufradgröße: 27,5
  • Advanced Volume Adjust
  • Sechsstufige Low-Speed Kompression für schnelle Einstellungen
  • 14-fache Shim-Stack Zugstufe
  • OTT – Möglichkeit zur Regulierung des Anfangshub
  • Erhältlich in 3 Farbkombos

Download Set-up-Guide: http://tech.dvosuspension.com/wp-content/uploads/2018/08/DVO-SET-UP-GUIDE_fork.pdf

 

Optionen über Optionen

Mit einer Sechsstufigen Low-Speed Kompression für schnelle Einstellungen unterwegs, bietet die High-Speed-Compression mit mehr als 30 Einstellstufen ein breites Spektrum an Set-Up -Variation, um auch härtestete Schläge problemlos wegzustecken und somit pure Drive ohne Kontrollverlust zu garantieren.

1 4 fache-Shim-Stack Zugstufe erlaubt hierbei 100%ige Dynamik. Das heißt, dass der Rebound je nach Einwirkung von Kraft und Geschwindigkeit durch kleine Scheibchen verschiedener Dicke und Durchmessers reguliert wird, die dafür Sorge tragen, dass sich der Öl-Fluss im System sich den Anforderungen entsprechend stetig angleicht. Die Gabel reagiert demnach perfekt auf das, worauf sie trifft und ist bereit für das, was als Nächstes kommt.

Das von DVO eigesetzte AVA System, welches für Advanced Volume Adjust steht, bietet die Möglichkeit durch Volumenspacer die Höhe des Luftkolbens zu verändern. Sehr nices Feature, jedoch muss man auch hier ein wenig rumprobieren.

Was- DVO, von allen anderen abhebt, ist aber das sogenannte OTT-Feature. Dieses ermöglicht eine perfekte Feinabstimmung des Anfangshubs ohne Kompromisse beim Mittel- und Endhub.

Das sogenannte Highlight der DVO Onxy DC, ist die 20x110mm Boost-Achse. Dieses Highlight hat bei uns auf dem ersten Blick eher zu einem unangenehmen Aufstoßen geführt, da man nicht nur ein Boost-Adapter benötigt, der zwar mitgeliefert wird, sondern DVO hierdurch unseren gesamten Test auf den Kopf stellte. Um daher aussagekräftiges Feedback für Euch zu erarbeiten, waren wir also nun dazu genötigt, die Vorderräder unserer Testpiloten neben Non-Boost-Nabe mit Adapter auf Boost umzubauen.

Jetzt werden einige von Euch sagen, dass wir hierfür einfach ein anderes Laufrad mit Boost verwenden sollten, aber das möchten wir hier gleich mal dementieren. Part-Tests machen nämlich unserer Meinung nach nur Sinn, wenn man bis auf das zu testende Produkt so wenig wie möglich am Rad verändert. Daher war es uns wichtig, dass Reifen, Bremsscheibe und Felge in diesem Test unverändert bleiben!

Nachdem wir uns nun diesen unglaublich nervigen und zeitraubenden Umbauten für Euch hingegeben haben kommen wir hier zu folgenden Ergebnis:

Steifer geht nicht!  Unsere Empfehlung: Um dieses Feature nicht nur zu nennen, sondern auch wirklich zu genießen, solltet Ihr beim Kauf der ONYX DC den Umbau auf eine 110mm Nabe einkalkulieren. Die Gabel wurde von allen Testpiloten mit sehr gut bewertet!

 

BOMBER is back! Wie FOX aus Zitronen Limonade macht

Inhalt des Artikels

  1. Bomber is back! 
  2. Fakten über die Marzocchi Bomber 58
  3. Das richtige Set-Up

Da in unserem Statement zur Übernahme geschrieben steht, dass Ihr das wahre Gravity MTB Magazine seid, möchten wir Euch – die Community zukünftig natürlich auch insgesamt mehr einbeziehen. Daher hatten wir direkt bei Marzocchi angefragt, ob wir die Gabel nicht gemeinsam mit Euch testen dürfen. Und? Checkpot!!! Die Leute von Marzocchi waren hellauf begeistert und hatten uns sofort grünes Licht gegeben.

Wie FOX aus Zitronen Limonade macht

1. BOMBER is back!
Als Marzocchi 2008 an Tenneco – ein amerikanischer Automobilzulieferer – verkauft wurde, bangten die Fans um das weitere Bestehen der Kultmarke Marzocchi!

Ja, es war wahrlich wie ein Biss in eine saure Zitrone. In der Community begann das Gemunkel über das baldige Aus des italienischen Gabelherstellers und diese lag in Bezug darauf keineswegs falsch. Denn nach einem betriebswirtschaftlichen Überlebenskampf sollte es 2015 für Marzocchi zum Todestoß kommen. Tenneco erklärte, die Produktion der Federelemente komplett einzustellen.
Aber wo es ein Ende gibt, ist auch ein Anfang in Sicht. Und somit war es FOX, die Marzocchi nicht abschrieben und aus einer der sauersten Zitronen der Bike-Geschichte die Come-Back-Limonade im Jahr 2018 macht.

Die Bomber ist zurück! Fox präsentiert die Marzocchi Bomber 58.


Bild: Community-Check Beerfelden

2. Über die Marzocchi Bomber 58
Die neue Marzocchi Bomber 58 sieht nicht nur massiv aus, sie ist es auch!
Im Gegensatz zum FOX40 Sekundenjäger und World-Cup-Athleten steht die MZB58 für Schreddern im Bikepark vom Allerfeinsten.

Bildergebnis für marzocchi bomber 58

Zu den allgemeinen Fakten:

  • Federweg 203 mm
  • Standrohrdurchmesser 40mm
  • Offset: 52mm
  • Grip-Kartusche
  • FIT-GRIP-Dämpfung (1) mit Stufenregelung für Compression & Rebound (Druck- und Zugstufe)
  • EVOL-Luftfedertechnologie (2)
  • Laufradgröße 27,5″
  • Achsmaß 20×110 DH-Achse ohne Boost
  • Erhältlich in 2 Farbkombos

https://www.marzocchi.com/System/images/bomber-58/Bomber-58-front.png

Für alle, die bei der Bomber 58 ganz vorne mitreden wollen.
Die Dämpfungseinheit arbeitet mit einer GRIP Kartusche, bei der High- and Low-Speed-Compression innerhalb 8 möglichen Stufen zugleich reguliert werden.

Die GRIP Technologie leitet hierbei innerhalb der Kompressionskammer überschüssiges Dämpfungs-Öl durch eine Abströmöffnung (Purge Port) in den Kartuschen-Zylinder zurück und garantiert somit nicht nur eine gleichmäßige Dämpfung, sondern reduziert zugleich den Verschleiß des gesamten Systems.

Die Luftkammer arbeitet mit der bekannten FOX EVOL-Technologie.

Die lineare Federkurve von EVOL verleiht gerade bei kleineren Stößen höchsten Komfort und bestes Ansprechverhalten, unterstützt innerhalb des Mittelhubs und führt insgesamt zu einer besser abgestimmten Bottom-Out-Progression, was ein Durchschlagen der Federelemente nahezu unmöglich macht.

3. Gabel-Set-Up
Falls Du den Set-Up-Aufkleber am Casting zerschrammt, unwissentlich mittels Hochdruckreiniger entfernt hast (Gnade Dir Gott!) oder Dir das User-Manual abhandengekommen ist, findest Du hier alles, was Du zum Set-Up der Bomber 58 wissen musst. Aber auch das User-Manual wurde von uns bei Marzocchi angefragt und steht unter der Set-Up-Tabelle als PDF-Download zur Verfügung.

Fahrer Gewicht Compression/Druck Rebound/Zugstufe (#)
lbs Kg PSI Bar Klicks
1250-150 54-68 49-57 3,4-3,9 13-11
150-180 68-82 61-69 4,2-4,8 10-8
180-210 82-95 73-80 5,0-5,5 7-5
210-250 95-113 84-96 5,8-6,6 4-1
Rebound: # = Anzahl der Klicks, die Du drehen musst (ausgehend vom geschlossenen Zustand)

Ähnliches Foto PDF Download: MARZOCCHI_Bomber58_TuningGuide


Bild: Community-Check Beerfelden

Das Testergebnis zur neuen Marzocchi Bomber 58

Ihr habt noch weitere Fragen zur neuen Bomber 58?
Dann schreibt uns doch einfach eine Mail an info@gravity-magazine.de mit folgendem Betreff: Meine Frage an Marzocchi – Bomber 58. Gerne setzten wir uns mit Marzocchi in Verbindung, um alle für Euch relevanten Fragen zu klären und fügen diese anschließend dem Artikel hinzu.

Rider Spotlight: Lukas Schäfer bei Audi Nines

Unser Spotlight heute auf Lukas Schäfer (23) aus Diez, einem der besten Freeride-Mountainbikefahrer Deutschlands.

Redaktion: Lukas, schön dich dazuhaben. Glückwunsch erst einmal zu deiner mehr als erfolgreichen Teilnahme beim Audi Nines Event! Wie war es für dich eine ganze Woche in diesem Wahnsinn mitzumischen?

Lukas: Audi Nines war der Hammer! Ich hätte mir kaum etwas Besseres vorstellen können als dort rein zu kommen. Eine Woche die besten Sprünge fahren in zugleich super entspannter Atmosphäre!

Bild: Lukas beim Sunrise-Shooting mit einem 360º-Tabletop vom Flatdrop
Bild: Lukas beim Sunrise-Shooting mit einem 360º-Tabletop vom Flatdrop.

Redaktion: Es war ja für dich keineswegs eine Selbstverständlichkeit als Rider unter den Weltbesten dabei gewesen zu sein. Wie hast du dich überhaupt gegen die anderen bekannten Fahrer für einen festen Platz bei den Nines qualifiziert?

Lukas: Richtig, da ich kein geladener Fahrer war, gab es zwei Möglichkeiten. Einmal die Wildcard über den Videowettbewerb oder den Contest im Rahmen Bikes + Style am Münchner Flughafen. Diesen habe ich letztendlich gewonnen. Dazu musste ich mich in München gegen knapp 20 Fahrer wie Bienvenido Alba, Nico Scholze, Max Mey usw. beweisen.

Redaktion: Nicht schlecht! Vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass du dafür Tricks wie Flip-Whip to Barspin mehrmals hintereinander sauber landen musstest.

Video: Der Trick, der Lukas Zutritt zu den diesjährigen Audi Nines verschafft hat: Flip-Whip to Barspin.

Redaktion: Letztes Jahr durftest du bereits für einen Tag am Reschenpass die Atmosphäre von Audi Nines (damals noch Nine-Knights) schnuppern. Deine Freikarte für den Tag war deine Video-Bewerbung ´Wanna be a Knight´. Was genau macht diese Eventserie für dich zu einem solchen Highlight?

Lukas: Die Nines sind eben mit keinem anderen Event vergleichbar. Es sind die perfekten Sprünge, die durch den aktiven Einfluss von Fahrern gebaut werden und die besten Sessions zusammen mit super guten Fahrern. Und das alles ohne ein „Best of Two runs“ Contest Format. – Was will man da mehr?!

Redaktion: Nun gab es ja dieses Jahr nicht mehr das klassische Contest-Wochenende mit Zuschauern wie wir es aus den Alpen kennen. Stattdessen wurde eine Woche lang der Fokus ganz auf das Fahren und Kreieren von Foto- und Filmmaterial gelegt. Wie darf man sich den Ablauf von einem Tag bei den Audi Nines vorstellen?

Lukas: Für die ganze Woche gibt es einen ungefähren Zeitplan. So stehen beispielsweise die Sunrise-Shootings schon vorher fest. Aber was gerade dieses Event ausmacht ist, dass es jedem Fahrer überlassen ist, was er jetzt für einen Trick macht oder welche Line er fährt. Wer eben eine geile Idee hat, kann sich jederzeit einen Fotografen oder Filmer schnappen und etwas Geiles produzieren.

Redaktion: Wenn wir schon über die Lines sprechen interessiert uns natürlich, wie der gesamte Kurs und die Obstacles im Setting eines Steinbruchs auf dich gewirkt haben?

Lukas: Der Kurs war ein absoluter Traum. Einfach mal was anderes! Es gab eine massive Slopestyle- und Freeride-Line mit bis zu 20m Sprüngen. Zusätzlich gab es noch den riesigen Tricksprung und Obstacles wie die Satelliten-Schüssel, die uns Fahrern viel Freiraum für Kreativität bot.

 


Bild: Mit viel Steeze über die Slopestyle-Line − an deren Ende sich die Satelliten-Schüssel erhebt. Bekannte Namen wie Brewi, Kaudela, Schweika und Reynolds waren am Bau des diesjährigen Kurses beteiligt.

Redaktion: Das Setup klingt nach ordentlich Spaß, wenn man sich auf großen Sprüngen wohlfühlt! In welchen Disziplinen konnte man sich auf dem Kurs austoben und in welchen dieser Teildisziplinen hast du dich am ehesten gesehen?

Lukas: Es gab in den Disziplinen Freeride und Slopestyle jeweils die Best Runs sowie den Best Trick. Und auch wenn ich die ersten Tage viel Zeit auf dem Hardtail und dem Slope-Track verbracht habe, bin ich auch mindestens genauso gerne auf dem Big Bike unterwegs gewesen. Schlussendlich habe ich als einziger Fahrer eine Best Line-Submission in beiden Kategorien abgegeben.

Video: An Bord bei einem Freeride-Run von Lukas, der augenscheinlich Skill und Erfahrung voraussetzt.

Redaktion: Das heißt also konkret: Aus einer Idee wurde eine Line und aus der ausgefahrenen Line wurde dann mit Hilfe der besten Fotografen und Kameramänner ein Foto- und Videoprojekt. Wie und von wem wurde das Resultat dann gejudged?

Lukas: Genau! Am Ende der Woche gibt es die sogenannte Gala-Night. Dort wird all das gesammelte Material angeschaut und sowohl die Fahrer, als auch die Fotografen judgen einander dann selbst.

Redaktion: Wenn wir uns die Ergebnisse der diesjährigen Gala-Night anschauen, dann ist es offensichtlich, dass sich deine Teilnahme bei den Nines mehr als gelohnt hat. Denn die übrigen Weltklasse-Fahrer wie Nicholi Rogatkin oder die Godziek Brüder haben dich zum Gewinner vom „Best Style“ gekürt! Herzlichen Glückwunsch dazu, wie hast du das empfunden?

Lukas: Vielen Dank! Es ist mir eine absolute Ehre! Ich achte sehr darauf, dass mir mein Fahrstil selbst gefällt und ich versuche sauber zu fahren. Dementsprechend ist es natürlich der Wahnsinn genau dafür von Weltklassefahrern und meinen `Vorbildern` nominiert zu werden.

 

Video: Dieser 360º-Eurotable to Barspin als weiterer Beweis für Lukas unschlagbaren Style.

Redaktion: Im Endspurt der Saison 2018 klingt das nach einem großen Meilenstein in deiner noch jungen Karriere! Können wir also damit rechnen, dich in den kommenden Jahren zunehmend auf Big-Bikes und riesen Jumps zu sehen? Oder schlägt dein Herz weiterhin für die feine Dirt-Jump-Szene?

Lukas: Ich will definitiv in Zukunft mehr auf dem Big Bike unterwegs sein, gerade weil ich auch damit angefangen habe. Ich kann es kaum abwarten wieder massive Sprünge zu fahren. Aber ich habe natürlich auch weiterhin Spaß auf technischen Dirt-Jumps und werde diese nicht wirklich vernachlässigen.

Redaktion: Lukas, vielen Dank! Definitiv eine reife Leistung! Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und vor allem viel Erfolg bei all deinen Vorhaben. Es war schön dich bei uns in der Redaktion gehabt zu haben!

Lukas: Danke euch! Und vor allem auch danke an jeden, der mich unterstützt!! Habe es mittlerweile weiter geschafft als ich es je gedacht hätte und bin aber noch lange nicht am Ziel. Ich bin also gespannt auf die Zukunft!

RIDE ON , LUKAS