PM: Deutsche Meisterschaft MTB Enduro 2018 – erstmals Masters- und Junioren-Titel

Erstmals in der Geschichte der Deutschen Meisterschaft MTB Enduro werden bei den diesjährigen Titelkämpfen am 11. und 12. August die Deutschen Meister in den Kategorien Pro Masters und Junioren geehrt.

Seit der allerersten Austragung der Titelkämpfe 2014 in Schöneck wurden Jahr für Jahr die Deutschen Meister MTB Enduro in zwei Lizenz-Klassen geehrt: Damen und Herren. Seit dieser ersten Austragung hatte der Vogtland Bike e.V. als Ausrichter der Deutschen Meisterschaften 2014 und 2016 beim Bund Deutsche Radfahrer (BDR) angefragt – bei den diesjährigen Titelkämpfen im TrailCenter Rabenberg ist es soweit: Erstmals werden auch die Deutschen Meister im MTB Enduro in den Kategorien Pro Masters und Junioren geehrt. Ausrichter ist erneut der Vogtland Bike e.V, Co-Ausrichter das TrailCenter Rabenberg.

Copyright: Manuel Rohne

Die Strecken der Deutschen Meisterschaften im TrailCenter Rabenberg werden nicht mit denen dort bereits durchgeführten Events wie etwa der Trail Trophy Breitenbrunn vergleichbar sein. Einer nationalen Meisterschaft würdig werden die Ausrichter deutlich anspruchsvollere Stages abstecken.

Aktuell sind 230 Fahrer gemeldet, die Anmeldung zur DM MTB Enduro 2018 ist über Racement weiterhin möglich (www.racement.com), die Startgebühr beträgt 65 Euro.

Auf die Zuschauer warten im TrailCenter Rabenberg nicht nur spannende Titelkämpfe, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm, unter anderem mit einem Kids Enduro für Kinder von 7 – 14. Jahren. Übernachtungsmöglichkeiten inklusive Stellplätzen für Wohnmobile stehen im TrailCenter Rabenberg zur Verfügung.

Die Ausrichter sind mit der Deutschen Meisterschaft auch bei dieser Austragung Botschafter der Standortkampagne „So geht sächsisch.“ des Freistaates Sachsen.

Weitere Informationen gibt es unter www.dm-enduro.de

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#FullgasMTB: Emotionaler Comeback-Sieg von Rissveds – van der Poel bezwingt Schurter und Flückiger

 

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup ging am Sonntag mit den Cross-Country-Bewerben emotional und hochklassig zu Ende. Jenny Rissveds (SWE) und Mathieu van der Poel (NED) begeisterten 13.000 Zuschauer. Nino Schurter und Mathias Flückiger (SUI) hielten mit den Plätzen zwei und drei am letzten Tag der MTB-Festspiele am Rothorn die schweizer Fahnen hoch.

 

Trockene und sonnige Bedingungen begrüßten Athleten und Zuschauer am Sonntag zu den mit Spannung und vor allem auch mit Begeisterung erwarteten Cross-Country-Rennen. Die Hoffnungen 13.000 Fans ruhten auf den Lokalmatadoren Jolanda Neff und Nino Schurter (beide SUI) – doch der Tag sollte eine andere emotionale Wendung nehmen. Nach vier zweiten Plätzen im Cross Country 2019 hatte Neff nur ein Ziel: ihren ersten Saisonsieg und gleichzeitig ihren ersten Heimsieg einfahren. Schon in der Einführungsrunde übernahm die amtierende Gesamtweltcupsiegerin die Führungsarbeit. Der Tempoverschärfung von Anne Terpstra (NED) in der dritten von fünf Runden konnte Neff jedoch nicht mehr folgen. Nur Jenny Rissveds (SWE) und Pauline Ferrand-Prévot (FRA) konnten mit der Niederländerin mithalten. Eine Runde später musste auch Short-Track-Siegerin Ferrand-Prévot abreißen lassen und fuhr hinter dem Spitzenduo einen ungefährdeten dritten Platz ein. Den Tagessieg holte sich Rissveds. Die Schwedin attackierte am langen Anstieg zu Beginn der fünften und letzten Runde, distanzierte Terpstra und fuhr einem emotional überwältigenden zweiten Weltcupsieg entgegen. Schon auf der Zielgeraden konnte Rissveds ihre Emotionen kaum zurückhalten, im Ziel ließ sie ihren Tränen freien Lauf.

 

Zwei Jahre lang war Rissveds wegen Depressionen, wie sie offen und öffentlich bekannte, nahezu von der Bildfläche verschwunden. Die Olympiasiegerin von 2016 kehrte in diesem Jahr in Nové Město (CZE) wieder auf die große Weltcup-Bühne zurück. In Vallnord (AND) fuhr sie als Fünfte erstmals wieder auf das Podium und erzielte in der vergangenen Woche in Val di Sole (ITA) den dritten Platz. Ihre atemberaubende Comeback-Saison krönt die erst 25-Jährige nun mit dem Triumph in Lenzerheide. «Dieser Sieg bedeutet mir unfassbar viel. Die vergangenen zwei Jahren hatte ich eine extreme Lebenskrise. Mein Erfolg soll auch als Message für alle zu sehen sein, die in einer ähnlichen Lage sind, wie ich damals war: Gebt niemals auf! Mit dem Sieg hat sich für mich ein Kreis geschlossen», sagte eine emotionale Rissveds, die 2016 in Lenzerheide ihren ersten Weltcupsieg feierte.

 

Im Ziel freute sich die zweitplatzierte Terpstra mit ihrer Rivalin: «Ich freue mich wahnsinnig für Jenny. Nach all dem, was sie durchmachen musste, ist es schön sie gewinnen zu sehen. Für mich war die gesamte Woche harte Arbeit. Ich muss meinem Team danken, das mir extrem geholfen hat, da ich zunächst kein gutes Gefühl auf dem Bike hatte und ohne die Hilfe des Teams auf dem technischen Kurs den zweiten Platz nie erreicht hätte», sagte die Niederländerin. Hinter der Dritten Ferrand-Prévot verlor Neff ihren sicher geglaubten vierten Platz durch einen Defekt am Hinterreifen in der letzten Runde. Die 26-Jährige musste sogar noch ihre große Rivalin im Kampf um den Gesamtweltcup passieren lassen und überquerte hinter der siebtplatzierten Kate Courtney als Achte die Ziellinie. Im Weltcup führt Neff vor dem anschließenden Event in Snowshoe (USA) mit 73 Punkten vor Courtney. Vierte und damit beste Schweizerin wurde Sina Frei. Catharine Pendrel (CAN) komplettierte das Podium als Fünfte.

 

Van der Poel sichert sich doppeltes Double – Schweizer auf Rang zwei und drei
Damit lagen alle Hoffnungen auf einen Heimsieg auf Nino Schurter und der Lokalmatador machte seine Absichten schon in der ersten Runde deutlich. Der Antritt des zweifachen Saisonsiegers zog das Feld auseinander. So führten die Protagonisten vom Freitag, Schurter, Henrique Avancini (BRA) und Mathieu van der Poel (NED) zunächst das Feld an. Aber Mathias Flückiger (SUI) hat beflügelt von der heimischen Kulisse den Anschluss geschafft und vorübergehend die Spitze in ein Quartett verwandelt. Schon in der zweiten von sechs Runden trat van der Poel an und der Zweikampf zwischen ihm und Schurter um den Tagessieg begann, denn kein Verfolger konnte mit dem Top-Duo mithalten. Bis zum vorletzten Umlauf wechselten sich die beiden Spitzenathleten mit der Führungsarbeit ab, ehe der Niederländer erneut seinen Turbo zündete und in der letzten Runde den Vorsprung souverän ins Ziel brachte. Wie sehr das Radsport-Phänomen in seiner eigenen Liga fährt, zeigt, dass van der Poel in der fünften Runde sogar schneller war als in der verkürzten Einführungsrunde. Nach 1:17,50 Stunden stand der historische Sieg des 24-Jährigen fest. Mit seinem zweiten Doppelsieg in Folge erzielte van der Poel eine neue Bestmarke. Zudem war es sein achter Saisonsieg, der dritte im olympischen Cross Country nach seinen Siegen in Nové Město und Val di Sole.

 

«Der Sieg bedeutet mir viel. Es ist der wahrscheinlich schwierigste im ganzen Jahr, weil Nino vor seinem Heimpublikum natürlich noch motivierter ist. Der Gesamtweltcup wird vielleicht irgendwann ein Thema, vorerst bleibe ich bei meinem Plan und werde nicht nach Snowshoe fahren. Ich habe noch andere Ziele. Mit meiner Mountainbike-Saison bin ich sehr zufrieden», sagte van der Poel. Schurter erreichte das Ziel mit 25 Sekunden Rückstand, wo er den Sieg seines Rivalen neidlos anerkannte: «Es war wahnsinnig hart heute. Mathieu war stärker und so ist es keine Schande hinter ihm Zweiter zu werden. Mein Plan war, dass ich von Beginn hohes Tempo gehe und ihm so den Zahn ziehe. Das hat leider nicht geklappt. Trotzdem war es ein gutes Rennen von mir und es ist einfach immer überragend hier zu starten. Dass van der Poel nicht zum Saisonfinale reist ist natürlich schade. Er tut dem Mountainbike-Sport gut», sagte der amtierende Weltmeister nach Rennende.

 

Den gelungenen schweizer Auftritt vervollständigte Mathias Flückiger (SUI) als Dritter. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen. Ich wollte am Start nicht überpacen und war überrascht, dass ich so schnell wieder an die Spitze gekommen bin. Dann haben mir die entscheidenden Körner gefehlt. Aber mein Heimpublikum hat mir viel Kraft gegeben und mich aufs Podium gehievt, worüber ich sehr zufrieden bin. Ich werde nicht nach Snowshoe reisen, sondern mich auf meine Mountainbike Marathonziele vorbereiten.»

 

Die schweizer Elite-Athleten blieben bei ihrem Heimrennen zwar ohne Sieg, sorgten mit insgesamt sieben Podiumsplatzierungen dennoch für strahlende Gesichter bei den Besuchern.

 

U23: Eibl gewinnt Gesamtweltcup – Heimsieg für Colombo
Den Auftakt am Sonntag machten die U23-Frauen: Dort fuhr Ronja Eibl (GER) auf den zweiten Platz. Nach drei Siegen und drei zweiten Plätze hat sich die Deutsche damit vorzeitig den Gesamtweltcupsieg gesichert. Der Tagessieg ging an Martina Berta (ITA) und Haley Batten (USA) wurde Dritte. Im letzten Rennen des Wochenendes sorgte Filippo Colombo für einen erfolgreichen schweizer Abschluss. Colombo setzte sich im Sprint gegen Vlad Dascalu (ROU) durch und sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg bei den U23-Männern. Jofre Cullell Estape (ESO) landete auf dem dritten Platz.

 

MTB-Festspiele begeistern Zuschauer
Die Mountainbike-Festspiele am Rothorn wurden erneut ihrem Ruf gerecht: Action, Drama, Ekstase, Emotionen und Hochspannung – die Short-Track-Rennen am Freitag, die Downhill-Wettbewerbe am Samstag und die Cross-Country-Hauptrennen am Sonntag beinhalteten alles, was das Mountainbike-Herz begehrt und zogen insgesamt zirka 28.500 in die Bike-Arena gepilgerten Zuschauer in ihren Bann.

 

«Wir wussten nicht, was uns erwartet», sagte OK-Präsident Christoph Müller. Andere Veranstalter hätten davon berichtet, dass nach einer Weltmeisterschaft das Interesse der Zuschauer abflache. «Bei uns war das aber nicht der Fall, im Gegenteil», freute sich Müller. «Die Zuschauerzahlen von knapp 30.000 über das gesamte Wochenende übertraf alle Erwartungen. Das Short-Track-Format von Freitagabend war ein zusätzliches Highlight, das bereits früh viele Besucher anlockte und als überaus gelungene Premiere bezeichnet werden darf. Die Stimmung war einfach gigantisch und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!»

Die spannenden Rennen von Elite Damen und Herren sind als Video-on-Demand kostenlos auf www.redbull.tv verfügbar.

 

All photos by ©  Piotr Staron

#FullgasMTB: Französische Downhill-Party mit starken Schweizerinnen

 

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide fand mit den Downhill-Rennen am Samstag seine Fortsetzung. Amaury Pierron und Marine Cabirou erzielten auf der STRAIGHTline einen französischen Doppelsieg. Aber auch Emilie Siegenthaler und Camille Balanche schafften bei ihrem Heimrennen den Sprung auf das Podest und sorgten für erneut ausgelassene Stimmung bei den 10.000 Zuschauern.

 

Getreu dem Motto «#FullgasMTB» standen die Mountainbike-Festspiele am Rothorn am Samstag ganz im Zeichen des Downhills. Die Athleten mussten sich dabei nicht nur auf eine für den diesjährigen Weltcup geänderte Streckenführung einstellen, sondern vor allem auch auf täglich wechselnde Streckenbedingungen: Starker Regen am Mittwoch durchnässte den Track zunächst, ehe bestes Sommerwetter an Donnerstag und Freitag die Strecke nach und nach austrocknete. Am Renntag zeigte sich Lenzerheide von seiner ungemütlichen Seite: Leichter Regen war für einen extrem herausfordernden Wechsel des Untergrunds verantwortlich. 15 Starterinnen in der Kategorie Frauen Elite stellten sich um 12:30 Uhr der Herausforderung. Die erste Richtzeit setzte die Deutsche Raphaela Richter in 3:44,136 Minuten bis Lokalmatadorin Camille Balanche (SUI) die Top 10 eröffnete. Die Europameisterin verbesserte Richters Zeit um 1,226 Sekunden und nahm im Hot Seat Platz. Aus besagtem Sitz wurde Balanche von Kate Weatherly (NZL), Achte des Qualifyings, verdrängt. Weatherly und Balanche hielten ihre Spitzenplätze bis nur noch die Top 5 des Qualifyings im Starthaus standen.

 

Die spannende Schlussphase eröffnete Emilie Siegenthaler (SUI). Angetrieben von tausenden Zuschauern ging die Eidgenossin in ihrem Heimrennen volles Risiko, musste sogar einmal ausklicken, um die Balance zu halten, aber erzielte in 3:41,389 Minuten eine neue Bestzeit. Wie ungewohnt nahe das Damenfeld in Lenzerheide zusammenlag, zeigte die nachfolgende Veronika Widmann (ITA), die nach Problemen mit drei Sekunden Rückstand im Ziel zunächst Siebte war. Als Drittletzte ging Marine Cabirou (FRA) ins Rennen. Die Französin nahm den Schwung aus Val di Sole (ITA) mit, wo sie in der Vorwoche ihren ersten Weltcupsieg feierte. Cabirou baute bei jeder Zwischenzeit ihre Führung aus und war im Ziel mit 3:34,304 Minuten sieben Sekunden schneller als Siegenthaler. Die Qualifying-Zweite Nina Hoffmann nahm anschließend risikofreudig das Rennen auf. Nach gutem Beginn unterliefen der 23-jährigen privaten Starterin im technischen Teil kleinere Fehler. Dennoch hatte die 23-Jährige mit rund zwei Sekunden Rückstand den zweiten Rang im Blick. Ein platter Reifen sowie ein daraus resultierender Sturz beendeten das Vorhaben. Letztendlich fuhr Hoffmann mit 25 Sekunden Rückstand über die Ziellinie und wurde am Ende 13.

 

Wie in der Vorwoche fiel die Entscheidung somit zwischen Cabirou und Tracey Hannah (AUS), die in dieser Saison zum sechsten Mal die Schnellste im Qualifying war. Cabirou blickte vom Hot Seat gespannt nach oben und beobachtete, wie die australische Gesamtweltcupführende mit einer technischen feinen Fahrt ihren knappen Rückstand von 0,3 Sekunden bei der ersten Zwischenzeit in einen Vorsprung von 1,1 Sekunden bei der dritten Zeitnahme umwandelte. Im unteren Streckenabschnitt fehlte Hannah die entscheindende Risikobereitschaft und so fiel die zweimalige Saisonsiegerin im Herzschlagfinale mit 0,264 Sekunden hinter Cabirou zurück. Die 22-jährige Französin freute sich nach der knappsten Saisonentscheidung und dem geringsten Vorsprung in der Lenzerheide-Weltcup-Geschichte über ihren zweiten Saisonsieg in Folge: «Zwei Siege hintereinander zu erreichen ist einfach nur unglaublich. Dabei war ich mit meinem Lauf gar nicht so zufrieden. Ich habe viele Fehler gemacht, weil es sehr rutschig war. Aber ich bin auf dem Rad geblieben und habe versucht so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. Jetzt bin ich einfach nur glücklich», sagte Cabirou. Aber auch die nur um einen Wimpernschlag unterlegene Hannah gab sich im Anschluss zufrieden: «Es war ein verrücktes Rennen. Im oberen Teil hat es geregnet und es war schwierig sich auf die Strecke einzustellen. Ich habe nicht direkt ein Sicherheitslauf gezeigt, ich wollte schon gewinnen, aber klar lag der Fokus bei den Bedinungen darauf, ohne Sturz ins Ziel zu kommen. Ich war hier noch nie besser als Zweite, also alles gut und ich habe wichtige Punkte für den Sieg im Gesamtweltcup einfahren.»

 

Zur Freude des elektrisierten schweizer Publikums stellte Siegenthalter als Dritte ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis ein: «Ich war noch nie besser als Dritte und selbst das ist schon eine Weile her. Zuletzt 2017 ebenfalls in Lenzerheide. Dieser dritte Platz heute vor meinem Heimpulikum bedeutet mir schon sehr viel.» Weatherly wurde Vierte und Balanche komplettierte das hervorragende schweizer Abschneiden als Fünfte. Richter erreichte in ihrem erst zweiten Weltcuprennen einen starken achten Platz. Bei ihrer Premiere in Leogang belegte die 21-Jährige sogar Rang sechs.

 

Die Franzosen schlagen zurück – Pierron verkürzt Rückstand auf Bruni
In der Vorwoche kam der Sieger beim Downhill der Männer erstmals in dieser Saison nicht aus Frankreich und hieß somit weder Loic Bruni noch Amaury Pierron. Der Brite Laurie Greenland sorgte in Val di Sole (ITA) für Abwechslung auf der obersten Stufe des Siegerpodest und zeigte auch in Lenzerheide sein Können. 2:53,688 Minuten benötigte der Qualifying-Elfte für seinen Run die 2,2 Kilometer lange STRAIGHTline hinunter in die ausverkaufte Bike Arena und nahm mit knapp zwei Sekunden Vorsprung im Hot Seat Platz. Fünf Rider bissen sich in der Folge an der Zeit des 22-Jährigen die Zähne aus.

 

Amaury Pierron, Saisonsieger in Fort William (SCO) und Les Gets (FRA), läutete als Qualifying-Fünfter den finalen Showdown ein. Der Franzose riskierte alles, baute seine Führung sukzessive aus und fand im neu angelegten Steilstück «The Plunge» eine Traumlinie, so dass er bei der dritten Zwischenzeit bereits mit 3,5 Sekunden führte. Selbst ein kleiner Fehler im Schlussektor des amtierenden Gesamtweltcupsiegers verhinderte den Führungswechsel nicht. Mit einer Zeit von 2:49,422 Minuten pulverisierte der 23-Jährige Greenlands bisherige Bestzeit um knapp 4,3 Sekunden. Nach ihm startete der Altstar: Greg Minnaar (RSA) führte bei der ersten Zwischenzeit noch minimal, aber im technisch extrem anspruchsvollen Mittelteil konnte selbst der 21-fache Weltcupsieger nicht mit Pierron mithalten. Erst gegen Ende machte der Rekordweltcupsieger wieder Zeit gut, aber verpasste den Hot Seat um eine knappe Sekunde und reihte sich als Zweiter ein.

 

Troy Brosnan (AUS) fuhr mit einem beherzten Run auf Rang drei hinter Minnaar. Durch Pierrons Traumlauf stand Loic Bruni vor seinem Start unter Druck. Dennoch nahm der Gesamtweltcupführende seinen Run gewohnt ruhig, sicher und schnell auf. Im Gegensatz zu Pierron wählte der dreimalige Weltmeister nicht die engste Linie im Steilstück und büßte Zeit ein. Im Ziel hatte der dreimalige Saisonsieger 1,4 Sekunden Rückstand und verdrängte Brosnan vom dritten Platz. Auch der Qualifying-Schnellste, Danny Hart (GBR), konnte Pierron nicht vom Hot Seat verdrängen. Der Brite touchierte am Ende des oberen Waldstücks zweimal die Streckenprotektoren und hatte zur Rennhälfte bereits zwei Sekunden Rückstand, die auf einen entfesselnd gefahrenen Pierron nicht mehr aufzuholen waren und überquerte die Ziellinie 3,2 Sekunden hinter der Siegerzeit.

 

Mit seinem dritten Saisonsieg verkürzt Pierron (1.222 Punkte) den Rückstand im Gesamtweltcup auf Bruni (1.312 Punkte) auf 90 Punkte. «Um ehrlich zu sein habe ich diese Leistung nach meinen schweren Stürzen im Training niemals erwartet. Mit dem Qualifying-Ergebnis war ich schon zufrieden. Es hat mir so viel Spaß gemacht. Die Strecke war gar nicht so rutschig wie ich gedacht habe, sondern nur ein bißchen. Ich habe alles gegeben und bin begeistert. Der Sieg war natürlich auch für den Gesamtweltcupsieg wichtig. Mal schauen was passiert, es ist weiterhin alles offen», sagte Pierron. «Ich musste ein wenig improvisieren, weil ich nicht wusste wie die Bedingungen sind. Über die Lautsprecher habe ich von Amaurys Führung und seiner guten Zeit erfahren und das hat mich schon beeinflusst, obwohl ich es ausblenden wollte. Ich hatte einen kleinen Fehler und hätte natürlich gerne besser abgeschnitten. Aber alles gut. Die Gesamtwertung ist jetzt wahnsinnig spannend. Die Situation ist komplett neu für mich, wir werden sehen was passiert», sagte Bruni.

 

Zwischen den Franzosen platzierte sich ein fröhlicher Greg Minnaar: «Die Strecke war in super Zustand und es hat richtig Spaß gemacht. Ich hatte einen tollen Lauf. Aber immer, wenn mir so ein Run aufgeht, wie schon in Leogang, habe ich einen dieser Franzosen vor mir. Die sind einfach so gut. Mein Ziel ist es sie zu schlagen und mal wieder ein Rennen zu gewinnen.»

 

Höll und Sherlock siegen bei den Junioren
Den Downhill-Samstag eröffneten die Juniorinnen, wo einmal mehr Vali Höll (AUT) ihre Klasse gezeigt hat. Die Qualifying-Schnellste aus Österreich ging als Letzte auf die Strecke und überquerte die Ziellinie nach 3:28,234 Minuten und einem Vorsprung von knapp 30 Sekunden auf die Zweitplatzierte Nastasia Gimenez (FRA). Anna Newkirk (USA) belegte nach Sturz den dritten Rang. Mit ihrem fünften Saisonsieg wiederholte Höll vorzeitig ihren Erfolg im Gesamtweltcup. Auf Seiten der Junioren gewann Seth Sherlock (CAN) seinen ersten Weltcup vor Lokalmatador Janosch Klaus (SUI) und dem Neuseeländer Tuhoto-Ariki Pene.

 

Krönender Abschluss am Sonntag
Nach dem gelungen Short-Track-Debüt am Freitag und der Downhill-Action am Samstag gehen die Mountainbike-Festspiele in Lenzerheide am Sonntag mit den Cross-Country-Rennen zu Ende.

Die beiden Elite-Rennen im Cross Country aus Lenzerheide werden live auf Red Bull TV gezeigt. Die Übertragung des Downhill-Rennens der Frauen startet um 11:00 Uhr, gefolgt von der Berichterstattung des Männer Rennens um 13:30 Uhr. Direkt im Anschluss an die Übertragung steht der gesamte Broadcast zum Abruf auf redbull.tv zur Verfügung.

Ausstehende Rennen UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide:

Datum Uhrzeit (CEST) Disziplin
Sonntag, 11.08. 09:00 Uhr Cross Country Frauen U23
Sonntag, 11.08. 11:20 Uhr Cross Country Frauen Elite
Sonntag, 11.08. 13:50 Uhr Cross Country Männer Elite
Sonntag, 11.08. 16:10 Uhr Cross Country Männer U23

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup sorgt dafür, dass in der Region die Straßen leergefegt sind:

 

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#FullgasMTB: Van der Poel und Ferrand-Prévot gewinnen Short-Track-Debüt in Lenzerheide – Drama um Brandau

 

Ein Jahr nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft sind die weltweit besten Mountainbiker wieder in Lenzerheide. Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup in der Schweiz wurde erstmals mit den Short-Track-Rennen von Damen und Herren eröffnet. Das Kräftemessen entschieden Pauline Ferrand-Prévot (FRA) auf Seiten der Frauen und Mathieu van der Poel (NED) bei den Männern in spannenden Sprintrennen jeweils erst auf der Zielgeraden. Rund 4.000 enthusiastische Zuschauer wurden am Streckenrand bestens unterhalten und sahen wie die Lokalmatadoren Jolanda Neff und Nino Schurter bei ihren aussichtsreichen Kämpfen um den Tagessieg jeweils nur knapp geschlagen wurden. Dramatisch wurde es bei Elisabeth Brandau (GER), die durch einen Fauxpas den möglichen Sieg verloren hat.

 

Strahlender Sonnenschein, eine verheißungsvolle Strecke mit idealen Bedingungen und zirka 4.000 begeisterte Zuschauer – die Rahmenbedingungen für den Auftakt in die #FullgasMTB-Tage am Rothorn hätten nicht besser sein können. Um 17:30 Uhr eröffneten die Frauen die Mountainbike-Festspiele am Ufer des malerischen Heidsees und es folgte ein Rennen das an Spannung und Drama kaum zu überbieten ist. Schon beim Start schlug Lokalmatadorin Jolanda Neff (SUI) hohes Tempo an. Ihr Ziel, den ersten Sieg bei ihrem Heimrennen zu erzielen, war unverkennbar. So wurde das Feld schnell auseinander gezogen. Erst in der siebten von neun Runden fanden sich alle Favoritinnen in der zehn Fahrerinnen fassenden Spitzengruppe ein – mit dabei auch Kate Courtney (USA), Pauline Ferrand-Prévot (FRA) und Jenny Rissveds (SWE), die nach Zwischenfällen zuvor Zeit verloren hatten. Großen Aufwand zeigte einmal mehr Elisabeth Brandau (GER), die zu Rennbeginn lediglich Rang 21 belegt hatte.

 

Zwei Runden vor Schluss übernahm die Deutsche erstmals die Führung, forcierte das Tempo und startete das Ausscheidungsrennen um die Spitzenplätze. Die Leistung der zweifachen Mutter war bemerkenswert, was folgte umso dramatischer. In der vorletzten Runde erhöhte Brandau nochmals das Tempo, distanzierte die Konkurrenz und jubelte bei der Zieldurchfahrt über ihren vermeintlichen Coup. Brandau hatte gedanklich abgeschalten und freute sich über ihren ersten Weltcupsieg. Erst als die Konkurrenz vorbei fuhr und durch die Schreie der Zuschauer, wurde der 33-Jährigen ihr Fehler bewusst und sie setzte sich enttäuscht wieder aufs Rad. Die wirklich letzte Runde war ein packendes Duell zwischen Ferrand-Prévot und Neff, das sich erst auf der Ziellinie seine Entscheidung fand. Am Ende triumphierte die Französin hauchzart vor Neff, wie schon vergangenen Sonntag beim Rennen über die olympische Distanz in Val di Sole und war überglücklich:

 

«Es ist unglaublich. Ich musste mich zurückkämpfen und wusste durch letzter Woche, dass ich Jolanda im Sprint schlagen kann. Nach meinem kleinen Unfall zu Beginn wollte ich nur noch Vollgas geben und schauen was noch möglich ist. Elisabeth tut mir schon ein bißchen leid, aber so ist Racing», sagte Ferrand-Prévot. Neff baute mit Rang zwei ihre Führung im Gesamtweltcup auf jetzt 83 Punkte auf Courtney aus, ging aber etwas geknickt ob des knapp verpassten Heimsieges nach Rennende direkt in die Fehleranalyse: «Ich muss versuchen, dass ich gegen Rennende vorne bin. Es ist wichtig genau den Punkt zu finden, wo ich die Führung übernehmen muss. Daran muss ich arbeiten. Ansonsten war mein Rennen zu 99 Prozent gut. Aber ich bin enttäuscht, dass ich hier nicht gewinnen konnte. Die Fans waren heute schon sensationell und am Sonntag wird es wahrscheinlich noch besser. Ich versuche am Sonntag mein Bestes zu geben», sagte Neff.

 

Platz drei ging an Jenny Rissveds (SWE). Die Schwedin feierte in Lenzerheide, wo sie 2016 ihren bis dato letzten Weltcupsieg feierte, eine mehr als gelungene Short-Track-Premiere: «Es war ein hartes Rennen. Ich war am Start etwas nervös, da es mein erstes Short-Track-Rennen war. Jetzt bin ich einfach nur glücklich über den dritten Platz.» Das Podium vervollständigten Anne Tauber (NED) als Vierte und Nové Mesto Sprintsiegerin Chloe Woodruff (USA) auf dem fünften Platz. Courtney belegte den neunten Platz und Brandau fuhr am Ende als 21. über die Ziellinie und qualifizierte sich damit zumindest für die dritte Startreihe für das Cross-Country-Rennen am Sonntag. «Mein Hirn hat nicht funktioniert. Ich bin über meinem Limit gefahren und dachte, dass war die letzte Runde. Es war einfach dumm von mir. Es hätte mein erster Sieg werden können, aber die Form stimmt und ich werde künftig besser aufpassen. Jetzt erhole ich mich für Sonntag und greife wieder an», zeigte sich Brandau nach Rennende selbstkritisch.

 

Schurter aggressiv – van der Poel mit besserem Ende
Den Zuschauern blieben nach dem Damen-Rennen nur wenige Minuten durchzuatmen, ehe um 18:15 Uhr die Herren die rund ein Kilometer lange Strecke rund um die Bike Arena in Angriff nahmen. Doch die Topstars der Szene ließen es auf der mit 1.485 Metern zweithöchsten Sprintstrecke im Weltcup zunächst etwas ruhiger angehen. Somit fasste die Spitzengruppe nach fünf von zehn absolvierten Runden immer noch 26 Fahrer. Eine Runde später fasste sich Henrique Avancini (BRA) ein Herz und erhöhte die Schlagzahl. Nur noch Top-Favorit Mathieu van der Poel (NED) und Lokalmatador Nino Schurter (SUI) konnten ihm folgen. In der siebten Runde war es Schurter, der das Tempo bestimmte. Der 32-fache Weltcupsieger zeigte eine für ihn ungewohnte aggressive Fahrweise und versuchte so früh die beiden Top-Sprinter van der Poel und Avancini abzuhängen. Die beiden blieben jedoch dran und in der neunten Runde war es eine explosive Attacke des Niederländers, der zunächst nur Schurter folgen konnte. Aber Avancini kämpfte sich zurück und so ging das Trio gemeinsam in die letzte Runde. Zeitgleich griffen Avacini und van der Poel bei der letzten längeren Steigung an. Schurter konnte nicht folgen und so stand fest, dass die beiden Short-Track-Sieger des Jahres einmal mehr den Tageserfolg unter sich ausmachten.

 

Letztendlich war es das niederländische Powerhouse, das mit seinem finalen unnachahmlichen Antritt bereits seinen fünften Short-Track-Saisonsieg feierte. Damit gewann der Niederländer jedes Sprintrennen, an dem er teil nahm. «Jedes Short-Track-Rennen zu gewinnen ist schön, aber auch hart. Besonders Nino hat heute eine neue Taktik gezeigt und war extrem stark. Mit meiner Saison bin ich sehr zufrieden. Ich habe mich nochmal verbessert und den Schritt zu den Besten geschafft und das ist fantastisch», sagte ein glücklicher van der Poel. Der zweitplatzierte Avancini kannte die Leistung van der Poels an: «Zu Beginn war es eher strategisch bis sich Nino heute von seiner aggressiven Seite gezeigt hat. Er wollte vor seinem Heimpublikum wohl was Besonderes zeigen. Ich habe alles versucht, wollte van der Poel unbedingt schlagen, das war heute vielleicht die letzte Möglichkeit des Jahres. Mein Ziel war es vor ihm auf der Zielgeraden zu sein, deswegen habe ich beim letzten längeren Anstieg angegriffen. Aber sein Antritt ist einfach zu stark.» Und auch der Drittplatzierte Lokalmatador war mit seiner Leistung zufrieden: «Ich habe mich anfangs richtig gut gefühlt und hab versucht anzugreifen. Am Ende haben mir etwas die Körner gefehlt. Mathieu van der Poel ist einfach der Mann, den es im Short-Track zu schlagen gilt. Aber es war mein bestes Short-Track-Rennen und das stimmt mich zuversichtlich für Sonntag. Das Rennen wird eines meiner Saison-Highlights», sagte Schurter.

 

Nach dem Drama um Brandau war es Manuel Fumic (GER), der aus deutscher Sicht für ein mehr als versöhnliches Ergebnis sorgte. Der 37-Jährige erzielte als Sechster nicht nur sein bestes Sprintergebnis, sondern ebenfalls das beste Short-Track-Ergebnis eines deutschen Fahrers. «Ich bin glücklich mit meinem sechsten Platz. Auch, dass meine Teamkollegen Zweiter und Vierter wurden, macht unser Abschneiden natürlich umso erfreulicher. In Lenzerheide macht es immer wahnsinnig viel Spaß, die Leute erscheinen zahlreich und feuern uns enthusiastisch an», sagte Fumic.

 

Das Short-Track-Debüt in Lenzerheide war ein Kräftemessen auf höchstem Niveau und der ideale Opener für ein ereignisreiches Rennwochenende.

 

Samstag ist Downhill-Tag
Nach dem gelungen Auftakt der Cross-Country-Asse am Freitag, haben am Folgetag die Downhill-Cracks ihren großen Auftritt. Los geht’s um 09:45 Uhr mit dem Rennen der Juniorinnen, gefolgt von den Finals der Junioren um 10:15 Uhr. Die Elite-Fahrer geben sich ab 12:30 Uhr die Ehre. Zunächst gehen die Frauen auf die Strecke und ab 13:30 Uhr beendet die Männer Elite den actionreichen Downhill-Tag.

Die Rennen beider Downhill-Elite-Rennen aus Lenzerheide werden live auf Red Bull TV gezeigt. Die Übertragung des Downhill-Rennens der Frauen startet um 12:30 Uhr, gefolgt von der Übertragung der Männer um 13:30 Uhr. Direkt im Anschluss an die Übertragung steht der gesamte Broadcast auf Abruf, auf redbull.tv zur Verfügung.

Ausstehende Rennen UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide:

Datum Uhrzeit (CEST) Disziplin
Samstag, 10.08. 09:45 Uhr Downhill Juniorinnen
Samstag,10.08. 10:15 Uhr Downhill Junioren
Samstag, 10.08. 12:30 Uhr Downhill Frauen Elite
Samstag, 10.08. 13:30 Uhr Downhill Männer Elite
Sonntag, 11.08. 09:00 Uhr Cross Country Frauen U23
Sonntag, 11.08. 11:20 Uhr Cross Country Frauen Elite
Sonntag, 11.08. 13:50 Uhr Cross Country Männer Elite
Sonntag, 11.08. 16:10 Uhr Cross Country Männer U23

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup Lenzerheide sorgt dafür, dass in der Region die Straßen leergefegt sind:

 

All photos by © Piotr Staron

Behind the Nines – Dokumentationsfilm

Die Vorbereitungen zu den Audi Nines MTB 2019 vom 9. bis 14. September im Steinbruch Ellweiler bei Birkenfeld laufen auf Hochtouren! Die Tage bis zum Beginn des legendären Events in der Bikeregion Hunsrück-Hochwald verkürzt nun eine 26-minütige Dokumentation, die auf die bahnbrechende Action des Vorjahres zurückblickt und den Weg dahin nachzeichnet.

Die Audi Nines sind eine einzigartige Event-Serie, die den weltbesten Sportlern die Möglichkeit gibt, ihren Sport auf das nächste Level zu heben. Nach der Premiere als Wintersport-Event 2008 fand 2011 erstmals die Variante für Mountainbiker statt. Letztes Jahr folgte dann in Zusammenarbeit mit dem Bikepark Idarkopf der Umzug zu der spektakulären neuen Location im Steinbruch Ellweiler in Rheinland-Pfalz.

Die Dokumentation „Behind the Nines – MTB Edition“ zeigt das Zusammenspiel von Mountainbikern, Streckenbauern, Filmern und Fotografen an einem der progressivsten Spielplätze, die es für Mountainbiker je gegeben hat. Der Eventgründer Nico Zacek erklärt das Konzept, während Profis wie Nicholi Rogatkin (USA), Ethan Nell (USA) und Sam Pilgrim (GBR) dem Zuschauer nahebringen, was die Veranstaltung so besonders macht. Außerdem zeigen die Streckenbauer Sam Reynolds (GBR) und Clemens Kaudela (AUT), wie viel harte Arbeit für den Bau des Kurses nötig ist.

Vor allem aber spiegelt die Doku die einzigartige Atmosphäre dieses speziellen Events perfekt wider – eine einwöchige Jamsession, die alle Beteiligten ebenso begeistert wie fordert, von den weltbesten Mountainbikern bis zu den zahlreichen helfenden Händen der Audi Nines Familie!

Die MTB-Flaniermeile von Hinterglemm

Die Expo Area beim Glemmride 2019 hatte auch dieses Jahr wieder so einiges zu bieten. Die Flaniermeile, die Bikerherzen höherschlagen lässt, zeigt mit Stand an Stand die Top-Produkte von heute und morgen. Für uns ein Grund genug, um ein paar Überraschungsbesuche vorzunehmen.

First Stop: RADON BIKES! Ingo, Head of Marketing hält mit uns einen kurzen Talk, lässt sich bei der Frage nach den upcoming News aber wirklich mal so garnichts aus der Nase ziehen. Eeigentlich schade, aber auch ein Grund, um sich umso mehr auf die Eurobike 2019 zu freuen! Trotz aller Verschwiegenheit, gibt uns Ingo ein paar Infos zum aktuellen Radon Slide Trail mit auf dem Weg. Während unser Besuch bei Radon also eher chilli vanilli verlief, ging es Bliss Protection ziemlich schlagkräftig zur Sache.

Was hat ION mit Tinder zu tun?

Naja, eigentlich garnichts. Aber wer dieses Jahr beim Glemmride war, hat sicherlich mitbekommen, dass der MTB-Sport auch zunehmend, die Herzen vieler Frauen erobert. Und das ist wirklich cool! Denn wer Single ist und die richtige Frau für zukünftige Unternehmungen sucht, wird mit dem Tinder-Radar beim Glemmride mit hoher Sicherheit, die eine oder andere Chance auf Shredding with Love Match, bekommen. Nun, gut. Ich glaube wir sind hier gerade etwas abgeschweift. Aber vielleicht lag das auch nur an unserem nächsten Glemmride Gast, der uns zu einen spontanen Stop bewegte: Celina von ION!


Video: Celina gibt uns ein kleinen Einblick zur Entstehungsgeschichte von ION und präsentiert auch gleich den neuesten Stuff udn wo Frauen sind, ist auch das Thema Schuhe nciht weit entfernt.

30°Celsius, knallende Sonne und ein paar Kurze auf´s Haus. Bei Transition lag es einfach in der Luft: Spaß! Die Jungs von Trailtoys sind wirklich eine witzige Bande. Nachdem Kevin ein paar mal versuchte, mit dem Dirt MTB und Full-Speed auf eine smoothe Art und Weise in den Stand zu driften, wussten wir warum, das Motto von Transition “Party in the woods” ist. Die Jungs des deutschen Distributors aus Königsbrunn, haben uns neben einen detaillierten Einblick in das aktuelle Produktportfolio nämlich auch noch auf ein paar Kurze eingeladen. Prädikat: Besonders spaßig!

Wenn Ihr jetzt Bock auf auf das Glemmride 2020 bekommen habt, reseviert Euch dieses Datum in Eurem MTB-Partykalender für 2020!

Jackson’s Bike School – Besser Biken Auf Nassen Trails!

 

Jackson Goldstone ist zurück mit der 3. Episode seiner Bike School. Da das Wetter nicht immer hält, was es verspricht, wird man auch an sonnigen Tagen mal vom Regen überrascht. Allerdings ist dies noch lange kein Grund sich nicht auf sein Bike zu schwingen. Jackson Goldstone erklärt in seiner neuen How-To Episode, was man bei Nässe beachten sollte und wie man trotz Regen viel Spaß haben kann:

Am vergangenen Wochenende fand zum sechsten Mal das MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis statt und war trotz Regen am Freitag ein voller Erfolg. Die gute Laune wurde nicht getrübt und die Nachwuchsathleten hatten ihren Spaß. Beim „Specialized Rookies Cup“ sowie bei den „iXS International Rookies Championships“ konnten sie auch wieder ihr Bestes geben. Jackson Goldstone hat komplett abgeräumt und beide Rennen gewonnen.

 

Bei jeder Witterung macht Jackson im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis die Trails unsicher und erklärt ausführlich, worauf man bei Nässe achten sollte. Wie werden rutschige Wurzelpassagen und Steine angefahren? Können matschige Anlieger, ohne aus der Kurve zu rutschen, gemeistert werden? Als Kanadier ist Jackson gewohnt bei widrigen Verhältnissen zu shredden und gibt Schritt für Schritt wertvolle Tipps, wie man einem Schlechtwettertag auf jeden Fall trotzen kann.

 

Verpasst die Tipps vom Profi nicht und schaltet wieder bei Jackson’s Bike School ein: „Wie bike ich am besten auf nassen Trails?“

 

Weitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at

 

All photos by © Richard Bos