GRAVITY WEEKLY VIDEO NEWS #7 2018 – KW 19/20

Letzte Woche waren wir mit dem gesamten Team auf dem Dirt Masters Festival, weshalb wir in dieser Gravity Weekly News Folge gleich zwei statt eine Woche für euch zusammenfassen.

 

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PM: Großes Racing für die „kleinen“ in Steinach

Am zurückliegenden Wochenende lud Steinach zum zweiten Lauf des Specialized Rookies Cups in den kleinen thüringischen Bikepark ein. Beste Bedingungen und ein großes internationales Teilnehmerfeld aus vielen jungen Talenten boten ein perfektes Rennen.

Zeitgleich mit dem World Cup in Leogang fand im thüringischen Steinach der Specialized Rookies Cup presented by iXS statt. Während in den österreichischen Alpen die Besten der Welt gegeneinander antraten, waren es im deutschen Mittelgebirge die Nachwuchsstars. Und dass diese Welten am Ende gar nicht so weit entfernt liegen und dass der Rookies Cup der perfekte Einstieg sein kann, dass unterstrich auch Paula Zibasa in einem Instagram-Post aus Leogang: „Started racing rookie cups together and ended up racing world cups together @annanewkirk“.

Der Specialized Rookies Cup hat im letzten Jahr einen enormen Aufwind bekommen und dies scheint auch in diesem Jahr so weiter zu gehen. Sechs Rennen stehen auf dem Programm, wobei zwei völlig neue Veranstalter dabei sind. Beim Auftakt in Winterberg war das Interesse seitens der Unterfünfzehnjährigen so groß wie noch nie. Wenn man sieht, wie konzentriert und fokussiert schon in den jüngsten Klassen gefahren wird und trotzdem der Spaß immer ersichtlich ist, dann scheint das Konzept der Serie gerade voll aufzugehen. In Steinach waren jedenfalls knapp 250 Fahrer aus 11 Nationen am Start und der kleine Bikepark bot erneut die perfekten Rahmenbedingungen.

Die Strecke hat sich in den vergangenen Jahren nicht allzu sehr geändert, konnte aber mit 1750 Meter Länge und immerhin 250 Höhenmetern auch bei den jungen Sportlern gut punkten. Insbesondere der abwechselnde Untergrund von Waldboden zu Schotter aus Schiefergestein stellte eine wirkliche Herausforderung dar.

Schistose - RDC Steinach 2018.JPG

Dazu kam, dass obwohl sommerliche Temperaturen herrschten, der eine oder andere Gewitterguss den Kurs auch mal befeuchtete, so dass das Gripniveau teilweise doch nicht allzu hoch war. Trotzdem war das warme Wetter und die häufig scheinende Sonne der Garant für eine optimale Atmosphäre und Steinach bot ein würdiges Rennen.

Middle Station - RDC Steinach 2018.JPG

Wie üblich startete das Rennen am Samstag mit dem Pflichttraining, bevor es dann nach dem Mittag beim Seeding Run das erste Mal ernst wurde. Jedoch musste der Start um eine Viertelstunde verschoben werden, denn genau in der Pause zwischen Training und Rennen gab es ein kurzes Gewitter, weshalb der Lift kurz gestoppt werden musste. Die Strecke bot sich anschließend etwas durchnässt, aber dennoch gut fahrbar.

Mike Huter konnte schon in Winterberg volle Punktzahl einfahren © Racement / Sebastian Gruber
Mike Huter konnte schon in Winterberg volle Punktzahl einfahren © Racement / Sebastian Gruber

In der U13 Klasse zeigte Mike Huter (SUI – DMBikecorner) erneut, dass wohl an ihm kein Weg vorbei gehen wird. Aber auch in der U15 Klasse hatte ein Schweizer die Nase vorn. Lars Büngen (SUI – Commencal Co-Factory Team) sicherte sich den letzten Startplatz seiner Kategorie im Finale. Die Zeichen standen also gut, dass der Sonntag von spannenden Rennen geprägt sein würde.

Der Finaltag begann dann wieder mit angenehmen Temperaturen, allerdings etwas bedeckt, was doch die Frage nach möglichen Regenschauern bedeutete. Aber schon mal vorweg, irgendwann kam die Sonne raus und das Wetter hielt bis zum Schluss.

Die erste Klasse im Finale war wie immer die U13 Klasse und einmal mehr ließ Mike Huter nichts anbrennen. Der junge Schweizer, der bereits Winterberg gewinnen konnte, kam zwar mit Kettenproblemen im Ziel an, konnte aber mit einer Zeit von 2:31.882 Minuten das Rennen für sich entscheiden. Nur 9 Zehntelsekunden dahinter reihte sich Neo Tielens (BEL – Supercross Development Team) ein, gefolgt von Milan Machacek (GBR – 2:1Racing UK).

Mike Huter mit technischen Problemen im ZielMike Huter mit technischen Problemen im Ziel

Schnellster der U15 Kategorie war Niklas Sterer (AUT – Armadillos Racing Team), der mit diesem Ergebnis die Führung in der Gesamtwertung übernehmen konnte. Zweiter wurde Luca Wehrle (GER – BSS Youth Syndicate), Dritter Tobias Riat (SUI – iDirt Racing Team).

Zieleinfahrt von Nikals StererZieleinfahrt von Nikals Sterer

Die Gewinner der weiteren Klassen hießen:

Girls U17/U19: Johanna Illmer (AUT – MTB Downhill &Freeride Verein)

Youth U17: Rokas Sviderskis (LTU – Sviderskis Racing Team)

Pro U17 male: Gabriel Wibmer (AUT – Ride Free Osttirol)

Open Junior U19: Tim Spona (GER – Bikeproject)

Open Women: Christiana Mimler (GER – Hansucks Racing)

Open Men: Philipp Mannchen (GER – ERTS Racing Team)

Phillip Mannchen konnte mit 2:15.896 Minuten die Tagesbestzeit einfahrenPhillip Mannchen konnte mit 2:15.896 Minuten die Tagesbestzeit einfahren

Gerade die vielen Nationen auf dem Podium fielen auf und damit das extrem hohe Niveau. Definitiv kann die Serie einen großen Beitrag zu den einzelnen Karrieren der jungen Talente leisten. Steinach war wieder ein absolut würdiger Austragungsort und findet hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder zurück in den Kalender des Cups.

PM: Spektakuläre Rennaction beim Out of Bounds Festival in Saalfelden Leogang

Zum achten Mal kehrte die Welt des Downhill Mountainbiking zurück nach Leogang und alle Augen richteten sich am Wochenende auf die dritte Runde des Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup 2018. Perfektes Sommerwetter, neue Streckenabschnitte und 23.000 Fans sorgten für eine grandiose Kulisse. Am Ende des Tages gab es einen sprachlosen Franzosen, der seinen zweiten Saisonsieg einfuhr, eine Rückkehr zum Downhill-Thron bei den Frauen und eine überglückliche Lokalmatadorin, die bei den Junioren ihren ersten Weltcupsieg auf heimischem Boden feierte.

Nach vier actionreichen Tagen beim „Out of Bounds Festival“, eröffneten die Juniorinnen des Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup den letzten Tag. Nachdem Valentina Höll ihre ersten beiden Weltcups auf beeindruckender Art und Weise gewinnen konnte, richteten sich alle Blicke auf die erst 16-Jährige. Würde sie auch bei ihrem Heim-Weltcup die Nase vorne haben? Von den zahlreichen Fans angefeuert, gab die Saalbacherin auf dem 2,3 Kilometer langen „Speedster“ Vollgas. Obwohl sie sich einmal sogar aushebeln ließ und Zeit durch den Crash verlor, siegte sie erneut mit 15 Sekunden Vorsprung vor ihren schärfsten Konkurrentinnen, Nastasia Gimenez (FRA) und Ottilia Johansson Jones (SWE). Nach dem die Zuschauer schon auf Temperatur gebracht worden waren, sorgten die Junior Men für ein absolutes Herzschlagfinale. Kye A’hern (AUS) siegte mit 0,05 Sekunden Vorsprung vor Thibaut Daprela (FRA), was sicherlich zu den knappsten Entscheidungen in der Geschichte des Downhillsports gehört.

Valentina Höll // Foto: Stefan Voitl

 

„ Im Rennen hat es mich leider einmal geschmissen. Jeder an der Strecke hat geschrien „Lass die Bremsen offen!“, also habe ich es gemacht und dann bin ich weggerutscht (lacht). Ich habe einfach nur gedacht „Scheiße, bitte nicht in Leogang!“, aber es ist noch super ausgegangen. Ich bin mega happy!“ ~ V. Höll

 

Top 3 Junior Women Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Top 3 Junior Men Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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An frühen Nachmittag wurde es dann für die Profis ernst. Bei den Frauen war es Veronika Widman (ITA), die die Richtzeit für die Top-Fahrerinnen im Feld setzte. Die Zeit hinkte aber 10 Sekunden hinter der schnellsten Quali-Zeit von Tahnée Seagrave (GBR) her, sodass klar war, dass Widmans Zeit nicht lange Bestand haben würde. Rachel Atherton (GBR), die im Qualifying gestürzt war, machte sich für ihre Verhältnisse ungewöhnlich früh auf die Strecke. Die Britin kam aber sehr gut mit dieser Situation zurecht und zündete gleich vom Start weg auf dem grasigen, abschüssigen Wiesen-Abschnitt den Turbo. Ihre ungeheure hohe Pace behielt sie bei, ließ aber den nachfolgenden Fahrerinnen die Tür zum Sieg noch einen Spalt offen, da sie in der technischen Waldpassage ein wenig Zeit liegen ließ. Im Ziel angekommen stand die bis dahin beste Zeit, 13 Sekunden schneller als Widman.

 

Atherton machte es sich auf dem „Hot Seat“ bequem, um sich die Läufe der verbleibenden Starterinnen anzuschauen. Erst als Myriam Nicole (FRA) als viertletzte aus dem Start-Gate schoss, machte sich Nervosität breit. Die Weltcupführende legte in den ersten Abschnitten sehr stark vor und überbot die Pace von Atherton als es in den technischen Waldabschnitt ging. Im unteren Teil der Strecke blieb den Zuschauern kurz die Luft weg als Nicole kurz davor war, die Kontrolle über ihr Bike zu verlieren. Einen Sturz konnte die Französin zwar verhindern, aber sie verlor bei der unfreiwilligen Aktion kostbare Zeit und überquerte die Ziellinie denkbar knapp hinter Atherton mit 0,6 Sekunden-Rückstand. Die folgenden drei Konkurrentinnen Monika Hrastnik (SLO), Emilie Siegenthaler (SUI) und Tracey Hannah (AUS) konnten sich alle nicht mit den Zeiten der ersten beiden messen. Alle Augen fielen nun auf Tahnée Seagrave, die am Vortag die schnellste auf der Strecke gewesen war und unbedingt ihren letztjährigen Leoganger Sieg verteidigen wollte. Die 22-Jährige rutschte gleich zu Beginn auf dem neuen, schräg abschüssigen Streckenabschnitt aus und musste gleich versuchen die verlorene Zeit wieder einzuholen. Auf dem „Motorway“ meinte sie es mit ihrer Geschwindigkeit etwas zu gut und schoss nach einem Sprung über die abgesteckte Strecke hinaus, was letztendlich eine Disqualifikation zur Folge hatte. Rachel Atheron kehrte somit wieder auf den Leoganger Thron zurück und feierte ihren ersten Weltcup-Sieg seit über einem Jahr.

 

Rachel Atherton // Foto: Stefan Voitl

„Es war keine einfache Woche. Wenn man stürzt, bekommt man es ein wenig mit der Angst zu tun, aber ich wollte es heute ausblenden, einfach fahren und ohne Sturz unten ankommen. Es war ein wenig komisch heute so früh ins Rennen zu starten, aber irgendwie war es auch ganz schön. Ich war mittendrin und es war cool vom Hot Seat aus das Rennen zu verfolgen. Ich bin sehr erleichtert und Leogang hat super viel Spaß gemacht. Vielleicht komme ich in ein paar Wochen nochmal für ein paar Tage vorbei.“ ~ R. Atherton

 

Top 5 Women Elite Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Zum Abschluss des Wochenendes lieferte sich die Men Elite ein hochspannendes Rennen. Bereits das Qualifying, in dem weniger als eine Sekunde die ersten vier Fahrer trennte, deutete auf einen Krimi hin. Charlie Harrison (USA) ließ sich nach einem sehr guten Run im Bikepark Leogang auf den „Hot Seat“ nieder. An seiner Zeit bissen sich die folgenden Fahrer zunächst die Zähne aus. Erst Michael Jones (GBR) war in der Lage Harrison zu bedrohen. Mit einer kreativen Linienwahl und einer hohen Geschwindigkeit machte sich Jones vom Start weg daran, die Zeit des Führenden zu unterbieten. Sowohl auf dem Motorway als auch in den technischen Passagen baute er seine Führung aus und setzte sich letztendlich mit 1,5 Sekunden-Vorsprung an die Spitze des Tableaus.

 

Jetzt war der Brite an der Reihe auf dem „Hot Seat“ nervös zu werden. Den folgenden sieben Fahrern gelang es allerdings nicht ihn zu verdrängen. Aber dann machte sich Leogang-Liebling, Aaron Gwin (USA) auf dem Weg ins Tal, in der Hoffnung trotz Daumenverletzung mit einem vierten Leoganger-Sieg in vier Jahren Geschichte zu schreiben. Mit neugewonnenem Selbstbewusstsein nach dem morgendlichen Training, wo er aufgrund seines Daumens erstmals so richtig an seiner Linienwahl feilen konnte, schoss der Amerikaner durch die ersten Sektionen. Die Farbe Grün begleitete stets die Split-Zeiten und der Kalifornier setzte sich souverän mit 1,8 Sekunden Vorsprung an die Spitze des Feldes. Es folgten nun bange Minuten als die Top 10 schnellsten Fahrer die Strecke unsicher machten. Laurie Greenland (GBR) und Troy Brosnan (AUS) schnupperten an der Führung blieben jedoch jeweils um 0,7 bzw. 0,8 Sekunden hinter Gwins Zeit zurück.

 

Mit nur noch drei Athleten oben am Start schien es so als wäre Gwins Lauf tatsächlich einer für die Geschichtsbücher. Dann trat Amaury Pierron (FRA) kräftig in die Pedale. Mit viel Rückenwind nach seinem Premieren-Sieg in Fort William machte er sich an die Aufgabe eine Siegesserie zu starten. Als die erste Zwischenzeit im Zielbereich aufleuchtete, wurde es laut. Der Franzose lag in Front! Aber nicht lange… Im zweiten Sektor verlor Pierron kostbare Zeit, die Zwischenzeiten leuchteten im Ziel wieder Rot, was für Raunen sorgte. Dann zündete er auf dem Motorway den Turbo, holte Meter für Meter auf und lag nach dem vierten Split wieder in Führung. Die technischen Passagen im untern Streckenteil schienen für ihn keinerlei Hindernis darzustellen. Mit 0,5 Sekunden Vorsprung entthronte Amaury Pierron Aaron Gwin! Doch würde das reichen? Brook MacDonald (NZL) war nicht in der Lage Pierrons Premieren-Sieg in Leogang zu verhindern, aber bei Luca Shaw (USA) wurde es nochmal eng. Der Amerikaner war nur ein Bruchteil einer Sekunde im Hintertreffen und es deutete alles auf ein erneutes Herzschlagfinale hin. Aber kurz vor dem letzten Drop bevor es auf die Ziellinie zuging, verlor Luca Shaw die Kontrolle und stürzte. Damit war Pierrons erster Weltcup-Sieg auf dem „Speedster“ in Leogang besiegelt.

 

Amaury Pierron // Foto: Stefan Voitl

 

„Hier gleich nach Fort William wieder ganz oben auf dem Podest zu stehen, ist einfach der Hammer. Ich freue mich für mein ganzes Team, aber mir tut es auch Leid für Luca Shaw. Er hatte wieder die Pace, um ganz oben mitzufahren… Ich habe ein paar Fehler, in der ersten Kurve und kurz vor dem Motorway, gemacht, also musste ich dann alles aus mir rausholen, um wieder auf Geschwindigkeit zu kommen. Ich bin unglaublich glücklich!“ ~ A. Pierron

 

Top 5 Men Elite Ergebnis UCI Downhill World Cup Leogang 2018:

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Vier actiongeladene Tage beim „Out of Bounds Festival“ sind mit dem Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Downhill World Cup zu Ende gegangen. Das Wetter, die Rennen und die Side-Events machten das Wochenende unvergesslich. 23.000 Zuschauer kamen nicht nur in den Genuss von weltklasse Downhill-Rennen, sondern konnten sich neben dem Renngeschehen auch über einen Kinder Pumptrack Contest, die Hogmoa Team Challenge, spektakuläre Freestyle Motocross Shows, einem Open Air Konzert und diverse Partys freuen. Schon jetzt erwartet Bike-Fans ein absolutes Highlight in Saalfelden Leogang, denn 2020 finden die UCI Downhill Mountain Bike World Championships im Bikepark Leogang statt.

 

Die ganze Rennaction vom Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup ist auf Red Bull TV on-demand, jederzeit und überall verfügbar mit englischem und deutschem Kommentar auf redbull.tv/uci.

Alle Neuigkeiten rund um den Mercedes-Benz UCI Downhill Mountainbike Weltcup sowie das Thema Biken in der Region Saalfelden Leogang findet man auf www.mtb-weltcup.at.

Weitere News und Termine zum Bikepark Leogang gibt es auf: bikepark-leogang.com oder facebook.com/BikeparkLeogang

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf: saalfelden-leogang.com oder facebook.com/SaalfeldenLeogang

LIVESTREAM: DH Worldcup aus Leogang, Österreich, ab 12:30 Uhr live auf Red Bull TV

Der UCI Downhill Mountain Bike Weltcup mit deutschem und englischem Kommentar live aus Leogang, Österreich, am 10. Juni ab 12:30 Uhr und on-demand jederzeit und überall verfügbar:

https://www.redbull.tv/live/AP-1VPHMM9GS1W11/mercedes-benz-uci-mountain-bike-world-cup

PM: Deutsche Meisterschaft MTB Enduro 2018 – erstmals Masters- und Junioren-Titel

Erstmals in der Geschichte der Deutschen Meisterschaft MTB Enduro werden bei den diesjährigen Titelkämpfen am 11. und 12. August die Deutschen Meister in den Kategorien Pro Masters und Junioren geehrt.

Seit der allerersten Austragung der Titelkämpfe 2014 in Schöneck wurden Jahr für Jahr die Deutschen Meister MTB Enduro in zwei Lizenz-Klassen geehrt: Damen und Herren. Seit dieser ersten Austragung hatte der Vogtland Bike e.V. als Ausrichter der Deutschen Meisterschaften 2014 und 2016 beim Bund Deutsche Radfahrer (BDR) angefragt – bei den diesjährigen Titelkämpfen im TrailCenter Rabenberg ist es soweit: Erstmals werden auch die Deutschen Meister im MTB Enduro in den Kategorien Pro Masters und Junioren geehrt. Ausrichter ist erneut der Vogtland Bike e.V, Co-Ausrichter das TrailCenter Rabenberg.

Copyright: Manuel Rohne

Die Strecken der Deutschen Meisterschaften im TrailCenter Rabenberg werden nicht mit denen dort bereits durchgeführten Events wie etwa der Trail Trophy Breitenbrunn vergleichbar sein. Einer nationalen Meisterschaft würdig werden die Ausrichter deutlich anspruchsvollere Stages abstecken.

Aktuell sind 230 Fahrer gemeldet, die Anmeldung zur DM MTB Enduro 2018 ist über Racement weiterhin möglich (www.racement.com), die Startgebühr beträgt 65 Euro.

Auf die Zuschauer warten im TrailCenter Rabenberg nicht nur spannende Titelkämpfe, sondern auch ein buntes Rahmenprogramm, unter anderem mit einem Kids Enduro für Kinder von 7 – 14. Jahren. Übernachtungsmöglichkeiten inklusive Stellplätzen für Wohnmobile stehen im TrailCenter Rabenberg zur Verfügung.

Die Ausrichter sind mit der Deutschen Meisterschaft auch bei dieser Austragung Botschafter der Standortkampagne „So geht sächsisch.“ des Freistaates Sachsen.

Weitere Informationen gibt es unter www.dm-enduro.de

PM: Rennvorschau – 4. Lauf der European 4Cross Series 2018 in Reutlingen (GER) – Gold Event

Der nächste Stopp der mit 12 Rennen bespickten European 4Cross Series und des German 4Cross Cups liegt in Reutlingen, Deutschland. Am Samstag dem 9. Juni, wird das Gold Event 4Cross Rennen Teil des 3. Mountainbike Festival Reutlingens, welches in diesem Jahr auch ein Bronze Event der FMB World Tour beherbergt. Race-Action ist wie immer beim 4Cross jederzeit in allen Klassen garantiert.

Das Festival
Es ist nicht auszumalen was der Kalender der European 4Cross Series ohne das Mountainbike Festival Reutlingen wäre. Das Festival geht nun bereits in die dritte Runde. Nach etlichen nationalen 4Cross Veranstaltungen inklusive der Deutschen 4Cross Meisterschaft entschied sich der Veranstalter, der 1. RMC Reutlingen, noch einen Schritt draufzusetzen und ein umfassendes Mountainbike Festival zu organisieren. Das Festival kommt heuer mit den 3 Disziplinen 4Cross, Dual-Pumptrack und Slopestyle zustande. Die Festival-Stimmung wird durch gutes Essen, coole Musik und eine Tombola mit tollen Preisen abgerundet.

Das Rennen
Die 4Cross Saison geht nun richtig los, mit der Lancierung des ersten Gold-Event der European 4Cross Series. Die Fahrer treten in total 9 verschiedenen Altersklassen gegeneinander an. Die rund 350 Meter lange Strecke inkl. Proline bietet viele Überholmöglichkeiten an, was viel Action für die Fahrer aber vor allem für die Zuschauer garantiert. Die Qualifikation startet um 11 Uhr bevor dann die Finalläufe ab 14 Uhr in Angriff genommen werden. Zwischen den organisatorischen Laufpausen finden jeweils Trainingsläufe im Slopestyle statt. Der Slopestyle Contest startet dann aber erst so richtig nach der 4Cross Siegerehrung um 16:30 Uhr.

© Rick Schubert

Was passierte letztes Jahr?
Der Schweizer Simon Waldburger konnte die letztjährigen 4Cross-Rennen in Reutlingen jeweils für sich entscheiden. In diesem Jahr fällt er jedoch leider auf Grund von Prüfungen in seinem Studium aus. Somit werden wir ein neues Gesicht ganz oben auf dem Podest entdecken.

Letztjährige Resultate:
2017 European 4Cross Series Reutlingen:
1. Simon Waldburger, 2. Ingo Kaufmann, 3. Klaus Beige, 4. Robin Bregger, 5. Benedikt Last
1. Jessica Schmulbach, 2. Amelia Mauz, 3. Elena Mauz, 4. Ilka Schrumpf, 5. Natalie Suk

2016 European 4Cross Series Reutlingen:
1. Simon Waldburger, 2. Aiko Göhler, 3. Tom Scherer, 4. Marcus Haug, 5. Jonas Gauss
1. Katrin Karkhof, 2. Jessica Schmulbach, 3. Marisa Roth, 4. Ilka Schrumpf

Die Strecke
Der Bike-Park Panzergelände Reutlingen möchte jedes Jahr etwas neues für die Fahrer und Zuschauer bieten. Seit der Gründung des Festivals ändert sich jedes Jahr etwas. 2016 gab es zum ersten Mal einen Slopestyle Kurs. Letztes Jahr wurde ein neues Gatter für die 4Cross Strecke gebaut und dieses Jahr gibt es zum ersten Mal einen Dual Pumptrack, wie man ihn bei der Crankworx Serie vorfindet. Möglicherweise trifft man im nächsten Jahr dann Veränderungen an der 4Cross Strecke vor. Die aktuelle 4cross Strecke ist sehr beliebt bei den Fahrern. Die Zuschauer haben von fast jedem Punkt auf dem Gelände tollen Einblick in jeden Zwei- oder Mehrkampf auf der 350m langen Strecke. Reutlingen bietet auch eine Proline, welche die Top Fahrer bis zu 10m durch die Luft fliegen lässt.

Die Favoriten
Am Ende sind es insbesondere die Athleten und ihre atemberaubenden Rennläufe die ein spannendes Event so richtig zu dem machen was es ist. Das Festival wird an Spannung schwierig zu übertreffen mit Spitzenathleten aus ganz Europa. Die Voranmeldeliste ist breit gefüllt mit Athleten aus den Disziplinen 4Cross, Downhill & Pumptrack.

Benedikt Last
Der ehemalige Deutsche 4Cross Meister sowie WM Bronze Medalliengewinner ist immer ein sehr ernstzunehmender Kandidat. Zudem kennt er als Local Hero alle Streckendetails in und auswendig was ihm sicher einen kleinen Vorteil verschafft. Sein Nachname Last (Englisch: Letzter) versteckt da definitiv sein wahres Können.

Klaus Beige
Klaus Beige gilt als einer der versiertesten 4Cross Fahrern Deutschlands. Wie jedes Jahr macht er Jagd auf zahlreiche 4Cross Podestplätze bei der European 4Cross Series sowie beim German 4Cross Cup. Seine Erfahrung macht ihn zu einem klaren Anwärter auf den Sieg.

Ingo Kaufmann
Der aktuelle Deutsche Meister ist derzeit nicht zu stoppen. Nach seinem ersten Podestplatz bei der 4X Pro Tour vom vergangenen Wochenende im schottischen Fort William bringt er einiges an Speed mit nach Reutlingen. Wird er seine Topform weiterführen können?

Livestream
Für jeden, der das Event in Reutlingen nicht vor Ort verfolgen kann, wird das Rennen mit einem Livestream auf http://swiss-sport.tv/ ab 14 Uhr CEST übertragen.
Den Direktlink gibt es hier:
http://swiss-sport.tv/events/855-european-4cross-series-4-reutlingen-d?medium=1286

http://4cross.eu/rennen/4reutlingen2018  | http://mtb.1rmc.de/

PM: Saalfelden Leogang fordert am kommenden Wochenende die weltbesten Downhiller

Am kommenden Wochenende sind die Blicke der internationalen Mountainbike-Szene wieder nach Saalfelden Leogang gerichtet. Bereits zum achten Mal schickt der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Downhill Weltcup die weltbesten ihrer Zunft auf die Pinzgauer Tracks.

Der Bikepark Leogang ist vom 7. bis 10. Juni wieder Spielwiese der weltbesten Downhiller. Nach den Weltcupstopps in Lošinj (Kroatien) und Fort William (Großbritannien) wartet im Pinzgau die dritte von sieben Stationen des Mercedes-Benz UCI Mountainbike Downhill Weltcups. Die Elitefahrer stehen dabei vor der Herausforderung „Speedster“. Hier gilt „Nomen est Omen“. Das 2,3 Kilometer lange und anspruchsvolle Terrain schickt die Downhiller mit Highspeed über ruppige Wurzelteppichen, durch enge Kehren und in Falllinie über steile Abschnitte. Gefragt ist also die breite Palette der Downhill-Kunst – Fahrtechnik, Kraft, Erfahrung und die nötige Portion Überwindung, um beim Weltcup in Saalfelden Leogang zu bestehen.

UCI MTB Downhill Worldcup © Stefan Voitl

Schnell, schneller, Aaron Gwin: 62,7 km/h Topspeed am „Speedster“
Qualitäten, die unter anderem auch Vorjahressieger Aaron Gwin auszeichnen. Der US-Amerikaner mischt seit Jahren die Downhill-Szene auf und hat sich auch in Leogang bereits in die Geschichtsbücher eingetragen. 2014 bestritt er die Hälfte des Rennens auf der Felge, ein Jahr darauf fuhr er den Sieg ohne Kette ein. Auch 2016 stand Gwin am Asitz ganz oben, 2017 verschaffte ihm eine unglaubliche Höchstgeschwindigkeit von 62,7 km/h auf dem „Speedster“ den Hattrick. Ob er auch in diesem Jahr ganz oben stehen wird, und dem Mercedes-Benz UCI Mountainbike Downhill Weltcup in Leogang ein weiteres geschichtsträchtiges Kapitel hinzufügen wird, wird sich zeigen. Nachdem sich Gwin beim Saisonauftakt in Lošinj noch feiern lassen konnte, ging er am vergangenen Wochenende nach Zwischenbestzeit spektakulär über den Lenker – am Ende blieb Rang 20 und die Möglichkeit auf Wiedergutmachung in Leogang. In Fort William strahlten indes neue Siegergesichter: der Franzose Amaury Pierron feierte vor Loris Vergier und Troy Brosnan seinen ersten Weltcup-Sieg.

Heimische Downhillerin lässt auf Topplatzierung hoffen
Ein Wörtchen um die Topplatzierung mitreden wollen aber auch die heimischen Downhiller, allen voran die erst 16-jährige Pinzgauerin Valentina „Vali“ Höll, die auch am vergangenen Wochenende in Fort William die Konkurrenz bei den Juniorinnen deklassierte und ihren zweiten Weltcupsieg in Folge mit der viertschnellsten Zeit bei den Elite-Damen schmückte. Seinen Patzer aus dem vergangenen Jahr wiedergutmachen, möchte der Steirer David Trummer, der in Fort William mit technischen Problemen kämpfte und mit Rang 65 nicht über die Qualifikation hinausgekommen war. In Leogang hofft der Steirer im doppelten Sinne auf Wiedergutmachung: „Letztes Jahr ist mir der Fehler genau vor der langen Gerade passiert – da wäre sicherlich mehr als Rang 24 drin gewesen. Jetzt ist mein erklärtes Ziel, auf jeden Fall in den Top 20 zu landen. Das habe ich hier noch nicht geschafft. Mir würde es taugen, denn die Stimmung in Leogang, wenn du im Ziel einen guten Lauf gehabt hast, ist einfach genial.“ Riesen-Pech hatte Andreas Kolb: In Lošinj fuhr der 22-Jährige mit Rang 20 noch zur Topplatzierung, in Großbritannien brach sich der Steirer am vergangenen Wochenende aber im Training das Schlüsselbein, wurde heute erfolgreich operiert und muss für die nächsten Wochen pausieren.

Vali Höll © Geißler Michael

Out of Bounds Festival sorgt mit Side Events für gebührenden Rahmen
Wer am Ende in Leogang ganz oben am Podest stehen wird – ein Bike-Fest ist in diesen Tagen in jedem Fall garantiert. Auch heuer werden wieder tausende Zuseher die Strecke säumen und die Fahrer nach vorne peitschen. Umrahmt wird der Mercedes-Benz UCI Mountainbike Downhill Weltcup in Saalfelden Leogang vom Out of Bounds Festival, das vom 07. bis 10. Juni in Szene geht. Dabei erwartet das Publikum ein Timetable, der sich gewaschen hat. Neben Side-Events für Jedermann, wie der „Hogmoa Team Challenge“ und der Kids PumpTrack Challenge, gibt es unter anderem auch eine Freestyle Motocross Show, ein Open-Air-Konzert und eine große Team- und Expo-Area.

Für alle, die es nicht nach Leogang schaffen, gibt es den Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Downhill Weltcup in Leogang live und als Video-on-Demand kostenlos unter www.redbull.tv/uci/deutsch auf dem Red Bull TV BIKE Channel: redbull.tv/bike. Auch auf Servus TV wird der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike Downhill Weltcup in Leogang live übertragen.

 

Text: smpr.at | Fotos zum Abdruck verfügbar: Vali Höll © Geißler Michael & UCI MTB Downhill Worldcup © Stefan Voitl