PM: Laurie Greenland und Myriam Nicole gewinnen in Maribor

Was für ein Saisonauftakt der Europacupserie. Laurie Greenland und Myriam Nicole gewinnen auf der legendären Strecke von Maribor. Bei dem ausgebuchten Rennen gingen 400 Fahrer aus 33 Nationen an den Start.

Nachdem Maribor nun drei Jahre von der internationalen Bildfläche verschwunden war, kehrte am vergangenen Wochenende erstmalig wieder der iXS European Downhill Cup in die slowenische Metropole zurück. Im Vergleich zur letzten Austragung eines Rennens dieser Serie hat sich einiges an der Strecke verändert. Der komplette untere Teil nach dem berühmten Rock Garden wurde einer Überarbeitung unterzogen, ohne jedoch den besonderen Charakter der Strecke, die zu den weltweit beliebtesten zählt, zu verändern. Obwohl vor zwei Wochen noch ordentlich Schnee lag, haben es die Veranstalter hinbekommen, einen perfekten Kurs zu bieten.

Landscape - EDC Maribor 2018.jpg

Obwohl der Termin für den Serienauftakt sehr früh angesetzt war, waren die äußeren Bedingungen optimal. Warme Temperaturen und trockene Verhältnisse sind für April nicht selbstverständlich, aber natürlich dem Anlass angemessen. Die Wahl des Datums war natürlich absichtlich, schließlich konnte somit das Rennen für viele als Generalprobe für den eine Woche später stattfinden Weltcup im kroatischen Losinj dienen. Somit war es wenig verwunderlich, dass unter den 400 Teilnehmern aus 33 Nationen viele internationale Top-Fahrer an den Start gingen. Der Favoritenkreis war ziemlich groß und gerade am Anfang der Saison schwierig abzustecken.

Die Qualifikation

Nachdem am Freitag der obligatorische Track Walk und das Freie Training auf dem Programm standen, wurde es am Samstag dann nach der ausgiebigen Trainingssession am Morgen zum ersten Mal ernst. Wie im Europacup üblich, ging es in der Elite Men Klasse um den Einzug ins Super Final am Sonntag, bei dem die besten 30 der Qualifikation dann um den Rennsieg fahren. Für alle anderen ging es um erste wichtige Punkte für das Gesamtklassement und die Startaufstellung im Finale.

Die nicht nur qualitativ, sondern mit knapp 30 Frauen auch quantitativ stark besetzte Klasse der Elite Women hielt Myriam Nicole (FRA – Commencal Vallnord) mit einer Zeit von 4:06.275 Minuten in Schach. Allerdings zeigten sich auf den nachfolgenden Plätzen unter anderem Tracey Hannah (AUS – Polygon UR) oder die neue Europameisterin Monika Hrastnik (SLO – Blackthorn) ziemlich angriffslustig.

Myriam Nicole - iXS EDC

Schnellster Elite Men Fahrer war Amaury Pierron (FRA – Commencal Vallnord), der mit einer Zeit von 3:31.629 Minuten sich ganz knapp vor Troy Brosnan (AUS – Canyon Factory Team) halten konnte.

Amaury Pierron - iXS EDC

Die Finalläufe

Der Sonntag startete dann erneut mit perfekten Bedingungen. Nachdem noch einmal vier Stunden Training angesetzt waren, ging es pünktlich um 12.30 Uhr los mit den Finals. Die erste Klasse war wie immer die Masters Kategorie. Wie schon am Vortag setzte sich Fabrizio Dragoni (ITA – Alessi Racing Team) durch und verwies Dominik Dierich (GER – TREK AmperRad) und Billy Caroli (SUI – Fabien bike tramelan) auf die nachfolgenden Plätze.

Nachwuchsklassen

Nach den älteren Herren war mit der U17 male Klasse der Nachwuchs an der Reihe. Am Ende entschied Simon Chapelet (FRA – Polygon UR Development) das Rennen mit 3:42.845 Minuten für sich. Blake Ross (NZL – Revolution Products NZ) und Chris Cumming (IRL – Wideopenmag) komplettierten das Podest. Siel van der Velden (BEL – VDV) war die Schnellste der U17 female Kategorie. Sie verbesserte sich im Vergleich zum Vortag um etwa 20 Sekunden und dürfte damit ziemlich zufrieden sein.

Valentina Höll wird in einer Woche an ihrem ersten Weltcup teilnehmen © Rick Schubert Valentina Höll wird in einer Woche an ihrem ersten Weltcup teilnehmen © Rick Schubert

 

In der U19 female Klasse konnte sich Valentina Höll (AUT – Sram Rockshox Factory Racing) mit einem deutlichen Sieg das nötige Selbstvertrauen für ihr Weltcupdebut sichern. Wie üblich muss sich das Ausnahmetalent und seit neuestem auch Mitglied der Red Bull Familie den Vergleich ihrer Zeit mit den Elite Women gefallen lassen und um das Ganze schon einmal vorweg zu nehmen, es hätte diesmal für den dritten Platz gereicht. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass sich die anderen aus dieser Klasse nicht entmutigen lassen, denn auch wenn die junge Österreicherin immer etwas das Ergebnis verwischt, die Leistungen der anderen sollen nicht geschmälert werden. Lisa Gava (ITA – 3stars) und Ottilia Johansson Jones (SWE – Propain Gravity Juniors) lieferten durchaus solide Rennläufe ab und fanden sich auf der rechten und linken Seite des Podiums wieder.

Elite Women

Im Anschluss startetet die Elite Women und wie zu erwarten war, wurde hier Racing auf höchstem Niveau geliefert. Der Red Bull Hot Seat war hart umkämpft und als dann Nina Hoffmann (GER – Santa Cruz Bicycles) als erstes eine Zwischenzeit ablieferte, die in der Region der Schnellsten des Vortages lag, war die Spannung förmlich zu spüren. Die junge Deutsche konnte schon mit ihrem fünften Platz in der Quali überzeugen und schob sich dann sogar noch einen weiteren Platz nach vorn, denn die nach ihr gestartete Petra Bernhard (AUT – Friesis Bikery) hatte im Ziel mehr als drei Sekunden Rückstand. Als nächstes kam Monika Hrastnik ins Ziel, die ihre Vortageszeit um sieben Sekunden verbesserte und somit schneller als die Bestzeit des Samstags war.

Tracey Hannah fuhr schon 2007 auf dieser Strecke, damals wurde sie Dritte © Rick Schubert
Tracey Hannah fuhr schon 2007 auf dieser Strecke, damals wurde sie Dritte // Rick Schubert

 

Aber dann kam auch schon Tracey Hannah und unterbot um ganze acht Sekunden. Es fehlte also nur noch Myriam Nicole, die an der Zwischenzeit einen hauchdünnen Vorsprung von vier Zehntelsekunden hatte. An der Ziellinie war dieser dann leicht gewachsen und somit gewann die Französin mit einer Zeit von 3:55.398 Minuten vor Hannah und Hrastnik.

Junioren

Danach kamen die U19 Fahrer. Einer der ersten war George Kerr (GBR – Propain Dirt Sixpack), der am Vortag ein DNF eingefahren hatte. Er legte mit 3:51.172 eine Zeit vor, die schon im Bereich der Top 5 der Qualifikation war. Somit konnte er es sich im Hot Seat erst einmal bequem machen. Doch dann irgendwann war seine Zeit nur noch Makulatur und einer nach dem anderen unterbot. Am Schluss führte Kye A´hern (AUS – Canyon Factory Racing) mit 3:31.371 Minuten, was schneller war als die Bestzeit der Elite Klasse des Vortages. Zweiter wurde Henry Kerr (GBR – Propain Dirt Sixpack), gefolgt von Stefano Introzzi (ITA – Scout / Nukeproof).

Kye A´hern ist bisher noch ziemlich unbekannt, aber Gabe Fox hat ihn nicht umsonst ins Team geholt.
Kye A´hern ist bisher noch ziemlich unbekannt, aber Gabe Fox hat ihn nicht umsonst ins Team geholt.

 

Super Final Elite Men

Die letzte Entscheidung fiel dann im Super Final. 30 Fahrer kämpften um den Tagessieg und schenkten sich dabei nichts. Die erste ernstzunehmende Zeit legte Laurie Greenland (GBR – MS Mondraker Team) vor. Der Juniorenweltmeister von 2015 und Vizeweltmeister der Elite Klasse 2016 brauchte für 2600 Meter eine Zeit von 3:27.997 Minuten. Doch zu diesem Zeitpunkt fehlten noch zwei Drittel der Klasse im Ziel. Doch die nächsten Fahrer platzierten sich alle hinter dem Briten. Was seine Zeit aber wirklich wert war, zeigte sich, als dann selbst große Namen wie Mark Wallace (CAN – Canyon Factory Team), Brendan Fairclough (GBR – Scott Velosolutions) oder Brook MacDonald (NZL – MS Mondraker) sich dahinter platzierten. Leichter Regen hatte nun eingesetzt, so dass die Verhältnisse nicht ganz einfach waren.

Brook MacDonald schien diese Strecke wirklich zu mögen © Rick Schubert
Brook MacDonald schien diese Strecke wirklich zu mögen // Rick Schubert

 

Nun waren es noch die drei Besten des Vortages, die etwas am Sieg von Greenland ändern konnten. Dakotah Norton (USA – Unior Devinci Factory Team) hatte an der Zwischenzeit bereits fünf Sekunden Rückstand und war so keine Gefahr mehr. Auch Troy Brosnan hatte sich schon bis zur Zwischenzeit ins Aus geschossen. Somit war es nur noch der Schnellste der Qualifikation, der irgendwas anrichten konnte. An der Zwischenzeit lag er zwar zurück, aber durchaus noch in Schlagdistanz. Als Amaury Pierron dann über den Zielsprung ging, sah man, dass es knapp werden würde, aber beim Überqueren der Ziellinie offenbarte die Anzeigetafel ein Plus von 1,7 Sekunden und somit gewann Greenland sein erstes internationales Rennen in der Elite Klasse. Amaury Pierron wurde Zweiter, gefolgt von Brook MacDonald an dritter Stelle, während Brendan Fairclough und Mark Wallace das Fünfer-Podest komplettierten.

Laurie Greenland bewies seine frühe Form © Rick Schubert
Laurie Greenland bewies seine frühe Form // Rick Schubert

 

Maribor hat auf jeden Fall wieder einmal abgeliefert, was alle erwartet hatten. Die Strecke hat an ihrer Attraktivität und Beliebtheit nichts eingebüßt und sich bei vielen Fahrern wieder ins Gedächtnis eingebrannt. Das Ambiente war zudem einfach exzellent, die Stimmung dem Anlass angemessen und das Wetter wahrscheinlich besser, als wir oftmals im Sommer erwarten können. Der nächste Stopp der Serie findet Mitte Juni in Kranjska Gora, ebenfalls in Slowenien, statt.

 

Die Course Preview könnt ihr euch hier anschauen:

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Weltpremiere bei Audi Nines MTB 2018

Audi Nines MTB 2018: Dawid Godziek mit Trick-Weltpremiere!

Der Pole landet den ersten Quadruple Tailwhip auf einem Mountainbike

Dem polnischen Mountainbiker Dawid Godziek ist am 12. September eine Weltpremiere gelungen: Bei den Audi Nines MTB 2018 in Birkenfeld stand er den ersten Quadruple Tailwhip aller Zeiten. Diesen Trick, bei dem der Fahrer in der Luft sein Fahrrad viermal um den Lenker wirbelt,  hatte zuvor noch kein anderer Mountainbiker gelandet.

„Ich hatte den Triple Tailwhip ziemlich locker gestanden. Daher beschloss ich, noch einen draufzusetzen“, erklärte der 24-jährige Mountainbike-Profi aus Suszec im Süden Polens. „Vor diesem Event hatte ich diesen Trick noch nie in Erwägung gezogen, aber der Kicker hier bei den Audi Nines eignet sich perfekt dafür. Er ist riesig, so dass man extrem lange in der Luft ist.“

Godziek stand den Trick im fünften Versuch auf dem Progression Big Air Jump. Dieser Sprung war extra dafür gebaut worden, damit die Fahrer neue Tricks probieren und ihr Können auf das nächste Level heben können. Der gewaltige Kicker hat einen fünf Meter hohen Absprung und schießt die Fahrer über zehn Meter hoch in die Luft – nicht umsonst heißt das Motto des Events „Send it to the Moon!“

„Das Besondere an dem Event ist, dass wir keinen Druck haben, unseren Run in drei oder vier Versuchen herunterbringen zu müssen“, sagte Godziek. „Wir haben mehrere Tage Zeit, unsere beste Leistung abzuliefern. Das ist echt cool.“ Der Pole fügte hinzu: „Es ist ein ziemlich schwieriger und großer Kurs, was neu für mich ist. Aber ich konnte endlich etwas Großes stehen, darüber freue ich mich sehr!“

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Die Audi Nines MTB sind ein Medien-Event für eingeladene Mountainbike-Profis. Sie werden dieses Jahr zum ersten Mal in einem Steinbruch inmitten der Bikeregion Hunsrück-Hochwald in Rheinland-Pfalz abhalten und vom nahegelegenen Bikepark Idarkopf unterstützt. Der Event hat viele der weltbesten Mountainbiker in die spektakuläre Mondlandschaft des Steinbruchs gelockt, um sich in einem innovativen Videowettbewerb zu messen. Die Fahrer haben eine Woche Zeit, um ihre besten Tricks und Läufe vor laufenden Kameras zu stehen. Neben dem bereits erwähnten Big Air umfasst das Set-up auch eine Freeride- und eine Slopestyle-Bike-Line mit riesigen Drops, Sprüngen und Spezialelementen.

Rage the track! Das PROPAIN-Update

Rage Carbon 2019 – World Cup Rennmaschine in 27.5“ und 29“

In der aktuellen Saison wurde das Rage Carbon in 29“ bereits fleißig im Downhill World Cup getestet. UK-Racer Phil Atwill und der frischgebackene österreichische Staatsmeister David Trummer sind nach der ersten Testfahrt sofort auf die großen Laufräder umgestiegen. Nun ist das Rage Carbon mit den großen Laufrädern für alle ambitionierten Downhillracer zu haben.

 

Propain Rage Performance 29

Propain Rage Highend 27,5

Der Carbonrahmen musste für die Umstellung auf 29“ nicht angepasst werden. Es ändern sich lediglich die obere und ntere Wippe um die Tretlagerhöhe mit 29“-Laufrädern zu optimieren sowie die Steuersatzschalen um die höhere Gabel auszugleichen. Alle Teile für die Umrüstung wird es später auch separat zu kaufen geben. Durch den Flipchip in den Ausfallenden gelingt der Sprung von 27.5“ auf 29“ am Hinterrad problemlos. Die innovative Reachverstellung konnte auch beim Rage Carbon 29 beibehalten werden. So hat der Fahrer die Möglichkeit den Reach von +6 mm auf -6 mm um insgesamt 12 mm zu variieren.

Das Rage Carbon 29 wird ab sofort verfügbar sein – und zwar nicht statt, sondern neben dem bisherigen Rage Carbon in 27.5“. Der Juniorenfahrer Henry Kerr hat in dieser Saison bewiesen, dass 27.5“ nicht weniger schnell sein muss und konnte einen herausragenden zweiten Platz im Gesamtworldcup erzielen.

Henry Kerr – 2nd World Cup Overall – Rage Carbon 27.5

Die Wahl ob 29“ oder 27.5“ hängt also ganz klar von eigenen Vorlieben ab. Für Fahrer unter 1,77 m macht es laut Propain aber wenig Sinn auf 29“ zu setzen, denn unter dieser Mindestempfehlung schränkt das große Laufrad hinten den Fahrer in seiner Bewegung ein und verspielt seine Vorteile. Aus diesem Grund bietet Propain das Rage Carbon 29 nur in Rahmengröße L/XL an.

Phil Atwill – Rage Carbon 29

Bei der Ausstattung geht Propain einen neuen Weg. Mit der brandneuen Website und einem neuen Konfigurator ist es möglich alle Parts anzupassen. Propain gibt nur noch Ausstattungsempfehlungen von Start über Performance bis Highend, die als Ausgangsbasis für die Konfiguration dienen und beliebig verändert werden können. So kann der Kunde selbst entscheiden wie er seine Parts kombinieren will. Liegen die Präferenzen beim Fahrwerk, kann ganz einfach ein Highend-Fahrwerk mit einer Einstiegs-Antriebsgruppe kombiniert werden.

Ausstattung

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Das Rage Carbon 27,5 und 29 ist ab sofort in den Farben Silber, Mint und Carbon Raw im Onlineshop zu bestellen. Durch die Kombination mit drei Decalfarben stehen dem Kunden viele Farbvarianten zur Verfügung. Für alle die sich noch unschlüssig sind, oder die ihren vorhandenen Rage Carbon Rahmen umrüsten wollen, bietet Propain in Kürze zwei separate Wheelsize Upgrade Kits für 27.5->29 und für 29->27.5 an.  Alle weiteren Informationen findet ihr unter www.propain-bikes.com!

Geometrie

Rennbericht: iXS DHC #7

Hartenstern und Wechselberger verewigen sich in Innsbruck

Am letzten Wochenende stand das erste Rennen der nun anstehenden Finaltriologie des iXS Downhill Cups auf dem Programm. Zum ersten Mal war Innsbruck Gastgeber eines Rennens der Serie und lieferte für 250 Sportler einen perfekten Schauplatz.

So langsam könnte man denken, die Downhill Saison ist vorbei, schließlich ist der Weltcup beendet, die WM ist Geschichte, der Europacup fand sein Ende und am vergangenen Wochenende ging auch der Rookies Cup in seine letzte Runde. Allerdings ist der iXS Downhill Cup noch keineswegs vorüber. Am vergangenen Wochenende stand der siebte der insgesamt neun Läufe auf dem Programm und führte die etwa 250 Teilnehmer aus 17 Nationen letztmalig für diese Saison auf österreichisches Hoheitsgebiet. Gastgeber war erstmalig in dieser Serie Innsbruck, der sich jedoch in der jüngeren Vergangenheit weltweit einen Namen als Mountainbike Destination machen konnte, nicht zuletzt durch die Austragung des Crankworx Festivals, der Österreichischen Staatsmeisterschaft oder eines Laufs zum Specialized Rookies Cup.

Obwohl die Wettervorhersagen nicht ganz eindeutig waren und die Meteorologen sich nicht so richtig festlegen wollten, begann die Veranstaltung am Freitag mit optimalen Bedingungen. Wie immer ging es nach dem Abholen der Startnummern mit dem Track Walk los und für viele war dies die erste Begegnung mit dem Kurs. Die Eckdaten sind 2.100 Meter bei etwa 400 Metern Höhenunterschied, was schon verdeutlicht, dass es sich um eine durchaus anstrengende Strecke handelt. Der Untergrund besteht aus Waldboden und vielen Wurzeln, aber auch an einigen Stellen aus brückenartigen Holzelementen.

Track Walk - DHC Innsbruck 2018_6.JPG

Nach der Besichtigung wurde den Fahrern dann eine vierstündige Trainingsperiode geboten, bei der das erklärte Ziel war, sich mit dem Kurs anzufreunden und die richtige Linienwahl zu treffen.

Der Samstag startete dann ähnlich perfekt. Die Organisatoren haben den Zeitplan etwas abgeändert und ließen das Training im Gegensatz zu den vorangegangenen Rennen eine Stunde später um neun Uhr starten. Um trotzdem genügend Trainingszeit zur Verfügung zu stellen, begann man ebenso mit dem Seeding Run verspätet. Den Teilnehmern sollte das morgendliche längere Schlafen sicherlich gefallen haben. Am Ende des Tages sicherten sich Max Hartenstern (GER – Cube Global Squad) und Simone Wechselberger (AUT – DH Verein Tirol) die Bestzeiten.

Max Hartenstern scheint auch so spät in der Saison in guter Verfassung
Max Hartenstern scheint auch so spät in der Saison in guter Verfassung

Am Sonntag war nun also der Tag der Entscheidungen. Erneut zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite und langsam kann man sagen, dass dies wohl die Saison mit den wenigsten Regenrennen war. Am Morgen stand den Sportlern noch einmal eine Trainingssession zur Verfügung, um noch einmal die Linien zu checken und sich auf das Finale einzustimmen. Los ging es dann wie immer mit den Open Klassen, in diesen Sascha Helmstedt (Masters), Leon Stemmler (Youth U17), Nils Hunold (Junior U19), Johanna Illmer (Women) und Fabian Marty (Men) den Platz als Sieger verließen.

Anschließend starteten die Pro Masters, in der Andreas Krieger (GER – Propain/Sixpack) sein zweites Rennen in dieser Saison gewinnen konnte. Christoph Reiser (GER – MTB Dudes of Hazard) wurde Zweiter und Noah Grossmann (GER – BSS Youth Syndicate) Dritter.

Andreas Krieger steht aktuell auf dem zweiten Rang der Serienwertung
Andreas Krieger steht aktuell auf dem zweiten Rang der Serienwertung

In der Pro U17 Kategorie sicherte sich David Cvinger (CZE – ORE MTB Racing Team) den Sieg und wer die einzelnen Serien in dieser Saison etwas verfolgt hat, dem dürfte dieser Name öfters aufgefallen sein. Der junge Tscheche führt nun die Gesamtwertung im iXS Cup an, gastiert aber auch mal gern im Europacup oder auch im Rookies Cup. Zweiter wurde Julius Gstrein (AUT – Bike Republic Gravity Team), gefolgt von Jonas Göweil (AUT – DH Team Tirol).

In der Junior U19 Klasse kam an diesem Wochenende keiner an Simon Maurer (GER – SRAM Young Guns Racing) vorbei. Der aktuelle Deutsche Junioren Meister dominierte das Rennen mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung, nachdem es im Seeding Run noch knapp sieben waren. Zweiter wurde der Serienführende Tristan Botteram (NED – Ripstar / Bombshell Team) und Connor Finnis (RSA) komplettierte das Podest.

Simon Maurer ist eines der ganz großen Talente aus Deutschland
Simon Maurer ist eines der ganz großen Talente aus Deutschland

Eine ähnliche Deklassierung der Konkurrenz ergab sich in der Elite Women Klasse. Simone Wechselberger spielte ihren Heimvorteil voll aus und sicherte sich an beiden Tagen die Bestzeit. Im Seeding Run konnte Lea Rutz (SUI – iXS Gravity Union) noch fast an ihre Zeit heranfahren, aber im Finallauf stand am Ende ein Rückstand von fast neun Sekunden auf der Uhr. Kim Schwemmer (GER – Herobikes), die immerhin schon zwei Rennen der Serie in diesem Jahr gewann und auch die Serienwertung mit Abstand anführt, platzierte sich auf dem dritten Rang.

Podium Elite Women: Rutz, Wechselberger, Schwemmer (v.l.n.r.)
Podium Elite Women: Rutz, Wechselberger, Schwemmer (v.l.n.r.)

Max Hartenstern beweist in diesem Jahr, dass seine Formkurve eindeutig nach oben zeigt. Immer souveräner absolviert er die Rennen abseits des Weltcups und selbst bei diesem legte er in La Bresse bereits ein Top 15 Resultat hin. Somit war auch er derjenige, den es in der Elite Men Klasse zu schlagen galt. Aber mit Andreas Kolb (AUT – MRC Saracen Racing Team) hatte er einen harten Konkurrenten, der im Seeding Run nur 0,2 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit hatte und im Finale dann auch auf sieben Zehntelsekunden herankam.

Max Hartenstern nach seinem Sieg
Max Hartenstern nach seinem Sieg

Der Sieg des Deutschen Meisters sollte ihm genügend Selbstvertrauen geben und sicherlich auch Motivation für die harte Arbeit in der Off-Season liefern. Hinter Andreas Kolb rangierte Lutz Weber (SUI – Hiag Data – NS Bikes factory Racing), der damit, wie bei den Frauen auch, für die Beteiligung der drei Nationen Österreich, Schweiz und Deutschland auf dem Podest sorgte.

Sektdusche während der Siegerehrung der Elite Men Klasse
Sektdusche während der Siegerehrung der Elite Men Klasse

Innsbruck kann zu Recht behaupten, zu einem der großen europäischen Hot Spots des Mountainbikens zu gehören. Das Rennen war in diesem Jahr der einzige Stopp der Serie in Österreich und lieferte den Erwartungen entsprechend eine perfekte Veranstaltung ab. Weiter geht es nun in zwei Wochen mit dem Finale für die Deutschen in Thale und eine Woche später mit dem letzten Lauf in der Schweiz.

AB – Sunday, 16 September 2018

PM: Rookies Downhill Cup #6 -Saisonfinale in Schöneck

Das letzte Rennen des Specialized Rookies Cups presented by iXS ist nun auch Geschichte. Gastgeber war zum ersten Mal Schöneck im Vogtland. Über 200 Nachwuchssportler aus 12 Nationen waren angetreten, um die letzten möglichen Punkte für die Serienwertung einzufahren.

Die Bikewelt Schöneck, die jährlich etwa 10.000 Besucher anzieht, veranstaltete in diesem Jahr erstmalig ein Rennen der Nachwuchsserie. Der Ort im Vogtland war jedoch auch vorher bei weitem kein weißer Fleck auf der Landkarte der Gravity Disziplinen des Mountainbike Sports, schließlich konnte man sich im Bereich von Rennsportveranstaltungen in der jüngeren Vergangenheit bereits einen Namen machen. Beispielsweise wurde schon zweimal die Deutsche Meisterschaft in der Disziplin Enduro ausgetragen. In diesem Jahr ging man nun einen anderen Weg und richtet erstmalig ein Rennen des Specialized Rookies Cups aus. Somit waren am zurückliegenden Wochenende nicht nur alle Augen auf die Mountainbike Weltmeisterschaft in Lenzerheide gerichtet, sondern auch auf den Nachwuchs, der seinen eigenen Schauplatz hatte.

Chairlift - RDC Schöneck 2018.JPG

Die Serie umfasste in diesem Jahr sechs Rennen und führte die Sportler dabei in drei verschiedene Länder. Seit dem Einstieg von Specialized als Titelsponsor konnte der Cup aus dem Schatten des iXS Downhill Cups noch mehr hervortreten. Die Anzahl der Rennen pro Jahr wurde erhöht und damit wurden auch neue Orte mit aufgenommen. Die Teilnehmerzahl in diesem Jahr war extrem hoch und hat gezeigt, dass die Serie in ihrer zehnten Saison völlig etabliert ist. Auch die Internationalität ist bemerkenswert, denn in der Liste der Gesamtwertung sind 26 Nationen geführt. Dass die Serie einen extrem wichtigen Teil zur Förderung des Nachwuchses beiträgt und ein optimaler Wegbereiter für eine erfolgreiche Karriere im Downhill sein kann, bestätigen nicht nur Beispiele wie Valentina Höll (AUT – Sram Rockshox Racing) oder Max Hartenstern (GER – Cube Global Squad), die ihre erste Rennerfahrung innerhalb dieses Cups sammelten.

Das letzte Rennen der Serie startete also am Samstagmorgen mit dem Pflichttraining. Beste Bedingungen erwarteten die jungen Talente. Am Nachmittag stand dann der Seeding Run auf dem Programm, bei dem es bei vielen weiterhin um wichtige Punkte ging. Einige konnten das Ganze jedoch ziemlich entspannt angehen, denn beispielsweise Mike Huter (SUI – DMBikecorner) war bereits mit der sicheren Serienführung angereist. Andere dafür nutzten die Gelegenheit, um sich noch einmal richtig in Szene zu setzen. Beispielsweise stach die Zeit von Kine Haugom (NOR – Drammen cykleklubb) heraus, denn die 14-Jährige war die Schnellste aller weiblicher Teilnehmerinnen. Aber auch U15 Fahrer Davide Cappello (ITA -Bicimaniagarlate) legte mit 1:25.770 Minuten eine Zeit vor, die in den Top 15 aller 250 Teilnehmer lag.

Davide Cappello im Seeding RunDavide Cappello im Seeding Run

Der Sonntag hielt dann erneut optimale Verhältnisse für die Teilnehmer bereit, was natürlich aber auch allen entgegenkam, die sich zum Zuschauen eingefunden hatten. Nachdem am Morgen noch einmal eine kurze Trainingssession angesetzt war, ging es 11.30 Uhr mit den Zeitläufen los. Die erste Klasse war die Boys U13. Mike Huter ließ sich dort natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen und sicherte sich mit dem zweiten Rang hochverdient den Seriensieg.

Gratulation zwischen Tagessieger und SeriengewinnerGratulation zwischen Tagessieger und Seriengewinner

Allerdings waren die Podestplätze danach durchaus noch offen. Am Ende belegten Julian Koch (AUT – Downhillzwerg) und Luis Kelch (GER – BPA Racing) die Plätze zwei und drei und machten damit den Nationenmix perfekt. Die Bestzeit des Tages fuhr Nevio Lehm (GER) ein, der sich damit bei seinem zweiten Rennen durchaus ins Rampenlicht setzte.

Podium Overall Boys U13 - Specialized RDC

Die zweite Startgruppe des Tages war die Klasse Boys U15. Mit knapp 70 Teilnehmern war diese Kategorie wieder einmal zahlenmäßig aber auch qualitativ extrem hoch besetzt. Im Mittelfeld gestartet, legte Emil Haugom (NOR – Drammen cykleklubb) ziemlich früh eine Zeit vor, die schon knapp an der Bestzeit des Vortages lag und ihm für eine längere Zeit den Platz im Red Bull Hot Seat einbrachte. Erst Robin Novotny (CZE – JC Bike Whipmaster CTM), als fünftletzter gestartet, konnte dann um fast eine Sekunde unterbieten, was allerdings nur kurz als Bestzeit reichte, denn kurz danach unterbot Robin Oliver Sucher (GER – BBS Youth Syndicate) erneut. Aber die Bestzeit des Vortages von Davide Cappello war noch nicht unterboten und dieser legte dann sogar noch einmal eine Schippe zu.

Boy U15 Congratulation - RDC Schöneck 2018.JPG

Mit 1:23.078 Minuten und knapp 4 Sekunden Vorsprung gewann der Italiener das Rennen. Im Serienranking stand am Ende Niklas Sterer (AUT – Armadillos Racing Team) ganz oben, während Luca Wehrle (GER – BSS Youth Syndicate) und Robin Oliver Sucher das Podest komplettierten.

Podium Overall Boys U15 - Specialized RDC Schöneck

In der anschließenden Klasse Girls U13/U15 gab es leider aufgrund eines Surzes eine Streckensperrung und somit einen Restart für die letzte Fahrerin. Somit musste man sich auf das endgültige Ergebnis etwas gedulden. Schlussendlich gewann Kine Haugom, wie bereits am Vortag mit der schnellsten Zeit aller Starterinnen. Melina Bast (GER – Propain Gravity Kids) wurde Zweite und damit Gewinnerin des Gesamtklassements.

Kine Haugom setzte sich an diesem Wochenende ordentlich in SzeneKine Haugom setzte sich an diesem Wochenende ordentlich in Szene

In der Klasse Girls U17/U19 sicherte sich Anastasia Thiele (GER – Propain Gravity Kids) die Bestzeit. Die seit diesem Jahr mit einer Lizenz ausgestattete 15-Jährige ist jedoch eher aus dem iXS Downhill Cup bekannt, da sie dort die Open Women Klasse in dieser Saison dominiert. Auf dem zweiten Platz beendete Maxi Kuchling (GER – GZ Rocky Mountain Racing) das Rennen, Dritte wurde Johanna Illmer (AUT – MTB Downhill & Freeride Verein), was ihr den Seriensieg einbrachte.

Awards Open Women - RDC Schöneck 2018.JPG

Die Klasse Youth U17 konnte von Maurice Rene Wörner (GER – Team Fahrrad Grund) mit einer Zeit von 1:24.896 Minuten gewonnen werden. Moritz Sigl (GER – Ingolstadt racing team) platzierte sich dahinter. Rokas Sviderskis (LTU – Sviderskis Racing Team) wurde Dritter, was ihm zum Seriensieg verhalf. In der Pro U17 Klasse konnte Gabriel Wibmer (AUT – Ride Free Osttirol) das Rennen für sich entscheiden. Damit stand der junge Österreicher drei Mal ganz oben auf dem Podest in dieser Saison und sicherte sich damit natürlich den Sieg in der Serienwertung. Zweiter heute wurde Jonas Göweil (AUT – DH Team Tirol), gefolgt von David Cvinger (CZE – Ore MTB Racing Team).

Maurice Rene Wörner - Specialized RDC

Die Klasse Open Junior U19 wurde von Falk Schaarschmidt (GER – Balance Racing Team Chemnitz) mit einer Zeit von 1:23.055 Minuten gewonnen. Dahinter platzierten sich Max Seifert (GER – Gravity Bike Team Schöneck) und Tim Spona (GER – Bikeprojekt). Die Gesamtwertung jedoch gewann ein anderer Fahrer, der jedoch am Sonntag nicht mehr ins Rennen gehen konnte. Kilian Schnoeller (AUT – DH Team Tirol) reichten seine Ergebnisse der anderen von ihm bestrittenen Rennen, um als Seriensieger hervorzugehen.

Die mit 18 Frauen recht gut besetzte Klasse Open Women gewann Alina Engel (GER) mit 1:36.273 Minuten und einem hauchdünnen Vorsprung von nur vier Zehntelsekunden vor Monica Gasbichler (GER – Rocky Mountain Bikepark Samerberg) und weiteren vier Zehntelsekunden vor Jessica Kalbitz (GER – Bergrausch Racing). Christina Mimler (GER – Team Triberg Bike Reisen) reichte der sechste Rang für die Serienführung.

Schöneck war sicherlich trotz der kurzen Strecke ein sehr forderndes Rennen, aber dem Anlass auch durchaus würdig. Die Serie hat in diesem Jahr den Teilnehmern ziemlich viel und insbesondere auch sehr breite Fähigkeiten abverlangt. Das Niveau war extrem hoch und definitiv haben einige der Protagonisten eine vielversprechende Karriere vor sich. Nun werden die Nachwuchsathleten in die wohlverdiente Off-Season entlassen. Die Saison war wohl eine der erfolgreichsten in der zehnjährigen Geschichte der Serie.

PM: UCI Mountainbike WM in Lenzerheide: Regenbogenfarben für Österreich, Großbrittanien und Frankreich

Die 2018 UCI Mountain Bike World Championships in Lenzerheide sind mit einem Downhill-Spektakel zu Ende gegangen. Bei bestem Wetter unter strahlend blauen Himmel gab es an diesem Tag 12 strahlende Medaillengewinner. Die sehr gut besuchte Downhill-Strecke ließ bereits bei den Junioren auf eine Rekordzahl an Zuschauern hoffen. Insgesamt besuchten rekordverdächtige 65.000 Zuschauer die 5-tagelangen Festspiele unterhalb des Parparner Rothorns am Ufer des malerischen Heidsees, 20.000 davon ließen sich die Downhill-Entscheidung am Sonntag nicht entgehen.

Die Wettkämpfe wurde durch die Junioren eröffnet. Bei den Mädels machte Vali Höll die schon davor perfekte UCI Weltcup Saison noch perfekter und sammelte auch noch die Regenbogenfarben ein. Die junge Österreicherin wurde mit 10 Sekunden Vorsprung Weltmeisterin vor einer starken Anna Newkirk aus den USA und Mille Johnset, die die erste Medaille für Norwegen bei dieser WM sicherte. Bei den Junior Men bestätigte Kade Edwards (GBR) seinen starken Run aus dem Qualifying und rehabilitierte sich für eine eher schwierige Saison. Der Brite konnte sich mit rund 5 Sekunden Vorsprung auf Platz 1 vor dem Kanadier Elliot Jamieson, der bis dahin überraschend führte, positionieren. Als die eigentlichen Top-Favoriten um Thibault Daprela (FRA) allesamt Fehler in ihren Runs machten, stand Edwards als Weltmeister fest. Die Medaillenränge wurden durch den Australier Kye A’hern (AUS) und Elliot Jamieson, die Silber und Bronze für ihre Nationen sicherten, komplettiert.

Valentina Höll (AUT):

„Ich war ehrlich gesagt noch nie in meinem Leben so nervös. Ich habe mir selbst viel Druck gemacht. Nach einer perfekten Weltcup Saison habe ich immer wieder auf Fehler gewartet. Aber sie passierten nicht und ich bin super Happy. Als die Saison in Kroatien losging habe ich auf Podien gehofft und jetzt sitze ich hier!“

Kade Edwards (GBR):

„Ich hatte eine guten Run, habe einfach Vollgas bis zum Schluss gegeben. SUI), die erst in letzter Sekunde vom Schweizer Team nachnominiert wurde, die erste schnelle Zeit des Tages und setzte sich ganz oben auf den Hot-Seat vor Teamkollegin Eva Batolla. Als dann fünf Athletinnen später auch noch Eidgenossin Janine Hübscher mit neuer Bestzeit ins Ziel raste, standen zwischenzeitlich sogar drei Lokalmatadorinnen auf dem Podest. Mit den Top 10 Athletinnen am Start sollten jedoch einige schnelle Zeiten folgen. EWS-Königin Cecile Ravanel, die für Frankereich an den Start ging, zählte eigentlich zu den potentiellen Medaillenkandidatinnen. Doch dieser Traum platzte, so wie ihr Vorderreifen. Das französische Team hatte aber noch einige Eisen im Feuer.

Ich habe schon die ganze Saison auf so einen Run gewartet. Ich habe diese Saison einfach zu viele Fehler gemacht. Ich mochte die Strecke in diesem Jahr mit der neuen Sektion und am Ende ist es wirklich gut gelaufen.“

Rachel Atherton zerstört die STRAIGHTline und die Konkurrenz

Zur Freude der vielen einheimischen Fans zeigte EWS-Pro Caro Gehrig (Angestachelt durch die heimischen Fans schoss Emilie Siegenthaler (SUI) mit neuer Bestzeit ins Ziel, was das Publikum nochmals laut werden ließ. Die Freude der Fans im Zielbereich währte jedoch nur kurz. Nachdem sowohl Katy Curd (GBR) als auch Eleonora Farina (ITA) die Zeit von Siegenthaler nicht unterbieten konnten, war es Marine Cabirou (FRA), die die Bestzeit um 4,5 Sekunden verbesserte. Nun richteten sich alle Augen auf die besten fünf Frauen des Jahres. Bevor es zum erwarteten britischen Showdown zwischen Tahnée Seagrave und Rachel Atherton kam, war es die UCI Weltcup-Gesamtsiegerin von 2017 Myriam Nicole, die für ihr französisches Team den nächsten schnellen Run ins Tal brachte und die neue Richtzeit für den Titel setzte. Sollte es nach ihrer langwierigen Rückenverletzung doch zu einem goldenen Abschluss ihrer Saison kommen?

Zunächst stürzte sich die Australierin Tracey Hannah (AUS) aus dem Startgate in der Hoffnung, Nicole noch von Platz eins zu verdrängen. Hannah versuchte alles, konnte aber nicht wirklich die Geschwindigkeit der führenden Französin erreichen und fiel sogar noch hinter Cabirou zurück. Nur noch zwei Fahrerinnen standen jetzt noch oben und zunächst legte Tahnée Seagrave los – und zwar wie die Feuerwehr. Nach einem, vor allem im Graubünden Rock Garden, starken ersten Abschnitt, begann ihr die Führung zu entgleiten. Doch die Britin drückte nochmal mächtig aufs Gas, erwischte die Schlusskurve vor dem Red Bull Drop of Fame perfekt und war dann umringt von tosenden Zuschauern 0,6 Sekunden schneller über die Ziellinie.

Doch so gut der Run auch aussah, sollte sich herausstellen, dass die STRAIGHTline noch deutlich schneller überwunden werden konnte. Rachel Atherton kam aus dem Startgate und schien alle Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen. Mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit und mit kluger Linienwahl manövrierte sich die bis dahin viermalige Weltmeisterin ins Tal hinab. Nachdem sie bei der ersten Zwischenzeit bereits 3 Sekunden schneller war, konnten es viele Zuschauer gar nicht fassen, als beim dritten Split gleich 8 Sekunden aufleuchteten. Als die 30-Jährige in die Bike Arena hinein droppte wurde sie von den tausenden Fans mit lautem Jubel begrüßt. Mit 9,8 Sekunden Vorsprung sicherte sich Atherton nicht nur ihre fünfte WM Gold Medaille sondern nahm auch hochverdient das UCI Regenbogen-Trikot in Empfang.

Rachel Atherton (GBR):

„Ich war in dieser Woche super nervös. Nachdem ich im Training gesehen habe, wie schnell Tahnée und Myriam unterwegs waren, wusste ich, dass es ein extrem schnelles Rennen wird. Ich war wirklich beeindruckt wie stark die beiden gefahren sind. Ich musste alles aus mir rausholen, alles oder nichts. Man kann entweder gewinnen oder stürzen, dazwischen gibt es nichts. Das ist aber auch ok, es geht ja schließlich um den Weltmeistertitel. Ich war hart am Limit, aber zum Glück hat ja alles gut geklappt.“

Downhill-Drama bei den Männern – Maes begeistert erneut, Bruni verteidigt Titel

Die Männer im Downhill boten den 20.000 Zuschauern entlang der Strecke und im Zielbereich ein unglaublich spannendes Rennen. Die erste ernstzunehmende Richtzeit legte Altmeister Greg Minnaar (RSA) hin. Aufgrund eines gebrochenen Armes im Laufe der Saison fand er sich in der für ihn ungewöhnlichen Situation wieder, früh ins Rennen starten zu müssen. Doch Minnaar selbst schien von seinem Lauf nicht wirklich überzeugt, obwohl er mit 2:57.788min als erster Fahrer die Drei-Minuten-Marke durchbrach. Wie lange würde er sich auf dem goldenen Rang halten können?

Fahrer um Fahrer erreichte das Ziel und biss sich an der Zeit des Südafrikaners die Zähne aus. Die Strecke begann immer stärker auszutrocknen und rutschiger zu werden. 27 Athleten schafften es nicht Minnaar gefährlich zu werden. Der 28. jedoch schon. EWS-Spezialist Martin Maes (BEL), der bereits in La Bresse bei nassen Bedingungen die Downhill-Welt mit seinem Sieg im Weltcup schockte, zeigte auf der staubigen STRAIGHTline eine grandiose Leistung. Jeden Sektor schloss er als bis dahin Tagesbester ab, verdrängte Minnaar um 2,4 Sekunden auf Platz Zwei und machte es sich wieder im Downhill-Hot-Seat bequem. Etablierte Downhiller wie Dean Lucas (AUS), Remi Thierion (FRA), Jack Moir (AUS), Mark Wallace (CAN) und Connor Fearon (AUS) scheiterten alle beim Versuch, den Belgier vom Thron zu stoßen. Erst bei Aaron Gwin (USA), der sich als Neuntletzter auf die Strecke machte,  leuchteten die Zwischenzeiten wieder grün. Der fünffache UCI Weltcup Gesamtsieger war nach den ersten beiden Splits 0,4 Sekunden in Front, bevor ihm bei der Anfahrt zum Motorex Plunge ein entscheidender Fehler passierte. Die verlorene Zeit und Geschwindigkeit konnte er nicht wieder wettmachen und mit 1,1 Sekunden Rückstand überquerte er auf dem zweiten Rang die Ziellinie. Damit wurde jedoch deutlich, dass die Zeit von Maes bei einem sauberen Run zu schlagen sein könnte.

Dann machte sich der amtierende Weltmeister Loic Bruni (FRA) auf dem Weg ins Tal und ließ von der ersten Sekunde an keine Zweifel an seinem Siegeswillen aufkommen. Ein Raunen ging durch das Publikum als die ersten Zeiten grün auf der Anzeige leuchteten. Würde der Franzose eine Zeit hinlegen, die gut genug wäre, um seinen Titel aus 2017 verteidigen? Als er über den Red Bull Drop of Fame in die Finish Area schoss, gingen bange Blicke hoch zur Anzeigetafel. Es war grün! Mit 0,2 Sekunden Vorsprung setzte er sich an die erste Stelle und lehnte sich zurück, um den letzten vier Fahrern am Berg zuzuschauen. Das Rennen war noch nicht entschieden. Landsmann Loris Vergier (FRA) zündete im ersten Streckenteil und man musste sich ernsthaft Sorgen um Bruni’s Führung machen. Mit einem Vorsprung von rund einer halben Sekunde machte Vergier jedoch bei der Einfahrt zur ersten Waldsektion einen Fehler, der ihm den Speed nahm und damit sein Medaillentraum beendete.

Ähnlich wie Vergier war auch Danny Hart (GBR) auf einem guten Weg in der ersten Streckenhälfte, doch auch ihm fiel der dritte Sektor nicht leicht, wodurch auch er dort Zeit verlor, die er trotz eines guten Schlussabschnitts nicht mehr aufholen konnte. Mit 0,3 Sekunden Rückstand platzierte er sich immerhin auf den 3. Platz. Würden die zwei verbleibenden Fahrer, Troy Brosnan (AUS) und Amaury Pierron (FRA) die Ränge nochmal aufmischen können? Brosnan konnte die Pace von den besten Ridern an diesem Tag nicht mitgehen. Auch der Weltcup-Gesamtsieger aus Frankreich erwischte keinen guten Tag, rutschte sogar mit dem Vorderrad aus und legte sich auf den staubigen Waldboden. Damit flossen im Zielbereich schon die Tränen. Loic Bruni verteidigte seinen Weltmeister-Titel und darf schon zum dritten Mal in seiner Karriere die Regenbogenfarben tragen. Silber ging damit an Martin Maes und Bronze an Danny Hart.

Loic Bruni (FRA):

„In den letzten Jahren war es hier auch schon ziemlich staubig und rutschig, also wussten wir alle, was uns heute erwartet. Ich wollte nicht die selben Fehler wie im letzten Jahr machen, aber ich hatte das Gefühl, dass ich die Finger etwas zu stark auf der Bremse hatte. Insgesamt waren es perfekte Bedingungen für die Fahrer und für die Zuschauer. Ich habe nicht das Gefühl einen Titel verteidigt zu haben, sondern einen neuen Titel gewonnen zu haben. Es gibt so viele schnelle Fahrer im Moment. Loris ist unglaublich schnell und die Zeiten von Martin und Danny zeigen, wie eng es momentan zugeht. Ich glaube wir haben den Zuschauern wirklich ein tolles Rennen geboten.“

Bombastischer Event mit über 65.000 Zuschauern und viele strahlende Gesichter

Am Ende von fünf actionreichen Tagen bei der 2018 UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz wurden insgesamt zehn Einzel- und fünf Team-Weltmeister gekürt. In Lenzerheide noch nie zuvor gesehene Zuschauermengen kamen zur Rothornbahn, um sich die 11 Entscheidungen anzusehen und die Athleten lautstark anzufeuern. OK Präsident, Christoph Müller zeigte sich von der Stimmung und dem Ablauf des Events hochzufrieden: „Was für ein geiler Event! Alle Erwartungen sind übertroffen worden. Wir haben mit 30.000 Zuschauern gerechnet, es kamen insgesamt 65.000. Die Schweiz hat einige Weltmeister gesehen und die Stimmung war vor allem am Samstag und Sonntag wahrlich weltmeisterlich. Ich möchte mich bei allen Sportlern und Zuschauern bedanken, die diesen Event so unvergesslich gemacht haben, und bei allen Volunteers, die diesen großen Event überhaupt erst möglich gemacht haben.“

PM: Bike Unchained 2: Zeig, was du drauf hast!

Wie wäre es, wenn du jederzeit auf epischen Downhill Strecken fahren oder die krassesten Slopestyle-Tricks raushauen könntest, während du nebenbei von den größten Stars der Szene gecoacht wirst, um dann deinen Freunden – und der Welt – zu zeigen, wer der Beste ist? Ab jetzt ist genau das möglich!

Du musst kein Pro-Rider sein, um anzutreten, du musst nicht um die Welt reisen, du musst nicht darauf warten, dass die Saison beginnt, oder Angst davor haben, dass sie endet. Du hast bereits alles, was dafür nötig ist, in deiner Hand. Falls du ein Android oder ein iOS Gerät zu Verfügung hast, dann mach dich bereit: die Zeit ist gekommen, um zu zeigen, was du beim ultimativen Mountainbike-Gaming-Erlebnis, Bike Unchained 2, drauf hast!

Red Bull Media House stellt die Fortsetzung des Bike Unchained Franchises vor. Falls man einer von den mehreren Millionen war, die die erste Version gespielt haben, dann hat man bereits einen Vorgeschmack für die realitätsnahen Trails und die rasante Bike-Action bekommen. Bike Unchained 2 jedoch, hebt das Gameplay auf das nächste Level! Das brandneue Spiel ist mit nichts zu vergleichen. Es ist gnadenloser, verrückter, realistischer – das beste MTB-Spielerlebnis, dass es gibt!

Die Fortsetzung, die von Grund auf neu gestaltet wurde, ermöglicht es den Spielern, im Hochformat zu spielen. Die Macht, Rennen zu dominieren, liegt in (d)einer Hand. Eine weitere wesentliche Verbesserung der neuen Version sind die erstaunlich realistischen, scharfen 3D-Grafiken, die nicht nur die Umgebung, Landschaften und das Aussehen von Downhill- sowie Slopestyle-Kursen wiedergeben, sondern auch die Körperbewegungen und den Flow der Rider äußerst realistisch darstellen.

„Als wir anfingen, an Bike Unchained 2 zu arbeiten, beschlossen wir von Anfang an, auf die Meinung der Spieler zu hören, die die erste Version bereits gespielt haben. Wir wussten das Bike Unchained gut ankam, aber die Spieler wünschten sich, dass das Spiel realistischer wäre. Für uns machte es Sinn, die Fortsetzung so zu gestalten, dass das Spiel graphisch möglichst realistisch erscheint und dadurch ein Game-Erlebnis entsteht, welches Anfängern sowie Fortgeschrittenen ermöglicht, die Begeisterung zu spüren, die das Biken entfacht“, betont Pekka Kupiainen, Produzent von Bike Unchained 2.

“Wir wollten auch sicherstellen, dass jeder, der an dem Spiel gearbeitet hat, diese Begeisterung aus erster Hand erfährt. Bei Red Bull haben wir Zugang zu den besten Mountainbikern der Welt, und so  haben wir uns mit der Finnischen Downhill-Legende Matti Lehikoinen zusammengetan. Er war hoch motiviert, seine Erfahrung auf dem Bike mit unseren Produkt-Entwicklern zu teilen, um das realistischste Game, das es bisher gegeben hat, zu kreieren. Wir hatten alle das gleiche Ziel, irgendwann sagen zu können: ‚Ja, das ist der Adrenalinkick, den wir uns vorstellen.’ Natürlich hat diese Erfahrung das Team noch mehr zusammengeschweißt.”

Im wahren Leben spielt beim Biken auch der Erfahrungsaustausch mit Anderen eine zentrale Rolle. Bike Unchained 2 baut auf diese Prämisse auf: In jedem Rennen tritt man gegen echte Gegenspieler an. Es gibt die Möglichkeit, in Live-Wettbewerben und Events gegen andere Shredder aus der ganzen Welt anzutreten. Man kann auch seine Freunde in eine eigene Liga einladen, um ihnen zu zeigen, wer der Boss ist.

Um der Beste zu werden, muss man auch von den Besten lernen. Die Liste der Mentoren in Bike Unchained 2, die den Spielern Tipps geben, sie herausfordern und das Beste aus ihnen und ihrem Bike herausholen, ist beachtlich. Einige neue Gesichter sind dazu gekommen, um die wahrscheinlich namhafteste Liste von MTB-Talenten zusammenzustellen, die es in einem Mountainbike Spiel je gegeben hat. Alles, was man benötigt, um zu siegen, vermittelt dieses internationale All-Star Team:

  • Aaron Gwin
  • Andreu Lacondeguy
  • Brandon Semenuk
  • Carson Storch
  • Darren Berrecloth
  • Emil Johansson
  • Fabio Wibmer
  • Greg Callaghan
  • Kate Courtney
  • Loic Bruni
  • Martin Söderström
  • Myriam Nicole
  • Szymon Godziek
  • Tahnée Seagrave
  • Thomas Genon
  • Yannick Granieri

Mit den Besten zusammen zu arbeiten und von ihnen zu lernen, hilft sicherlich, aber man braucht auch die beste Ausstattung, um sich wirklich von den restlichen Spielern abzusetzen. Das Game bietet mehr qualitativ hochwertige Bikes und Komponenten als je zuvor: Je weiter man im Spiel voran kommt, desto mehr Optionen werden freigeschaltet, sodass Spieler ihr Traumbike zusammenstellen können, um im Rennen die schnellsten Zeiten zu erzielen und die anspruchsvollsten Slopestyle-Runs zu landen.

Bike Unchained 2 ist ab heute im Android Google Play Store und im Apple App Store zum kostenlosen Download erhältlich. Falls man bereits Bike Unchained auf dem Handy hat, erhält man eine Einladung als Push-Nachricht, um ein Update der neuen Version durchzuführen.

iOS: https://itunes.apple.com/us/app/bike-unchained-2/id1305849584?ls=1&mt=8

Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.redbull.bike2