Replay: Erster Schritt auf dem Weg zur Triple Crown – Brett Rheeder gewinnt das Crankworx Slopestyle in Rotorua

Der Auftakt der Slopestyle Saison im Rahmen des Crankworx in Rotorua hätte in diesem Jahr nicht spannender ausfallen können! Denn mit drei Scores über 90 Punkten, war das Podium an diesem Sonntag ziemlich dicht beisammen.

In Gedenken an die leider viel zu früh von uns gegangene Slopestyle Legende Kelly McGarry, sorgten die besten Slopestyle Athleten der Welt am frühen Sonntagmorgen für actionreiches Finale. Hierbei lieferten sich Brett Rheeder und Nicholi Rogaktin im ersten Lauf ein spannendes Kopf an Kopf Rennen, wobei Rogatkin mit einem überaschend niedrigen Score das Nachsehen hatte.

Brett Rheeder lieferte bereits im ersten Lauf eine nahezu perfekte Vorstellung ab und legte die Messlatte für die anderen Teilnehmer mit einem Score von 94.25 von 100 möglichen Punkten extrem hoch. Dieser Score blieb auch im zweiten Run das Maß aller Dinge, denn kein anderer Teilnehmer war in der Lage Rheeders Run zu überbieten. Um den Sieg in Rotorua gebührend zu feiern, führte Rheeder in seinem Siegesrun einen Train mit mehreren Fahrern an, an welchem auch Tom Hey teilnahm, welcher ein enger Freund von Kelly McGarry war.

Platz Zwei ging an den Belgier Thomas Genon, welcher auf seinem Canyon Stitched einen ebenfalls sehr guten Run einfuhr und sich nun über ein sattes Preisgeld von 10.000 $ freuen darf.

Für eine Überraschung auf dem Podium sorgte der Italiener Diego Caverzasi, welcher in seinem zweiten Run einen sogenannten „Twister“ auspackte und im Interview danach bekanntgab, dass er selbst davon überrascht war diesen extrem technischen Trick im ersten Anlauf zu landen.

Nicholi Rogatkin legte im zweiten Lauf bis zum letzten Double eine beeindruckende Vorstellung ab, crashte allerdings beim Versuch einen 1440 zu landen und verfehlte somit das Podium. Am Ende landete der Amerikaner auf Rang 5.

Als einziger deutscher Final-Teilnehmer legte der aus der Nähe von Dortmund stammende Erik Fedko zwei blitzsaubere Runs hin und sicherte sich damit einen respektablen elften Platz.

 

Alle weiteren Ergebnisse findet Ihr hier:

https://www.crankworx.com/wordpress/wp-content/uploads/2018/03/Result_Crankworx_Rotorua_Slopestyle_Finals.pdf

Und das Replay zum Crankworx Slopestyle in Rotorua könnt Ihr euch hier anschauen:

https://www.redbull.tv/embed/video/AP-1V2KP699D1W11/finale-de-rotorua-new-zealand

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Story: Sonne, Wellen, Sprünge? Four Cross Aktion nahe der französischen Grenze (inkl. Trackcheck)

Sonne, Wellen, Sprünge? Das vergangene Sommerwochenende hat unser Redakteur Nils genutzt, um am 6. Lauf der European Four Cross Series in Ohlsbach teil zu nehmen. Da auch die Französische Grenze nur 15min entfernt ist und daher auch das Stride Straßburg schon fast auf dem Weg lag, nutzte er es für einen abwechslungsreichen Trainingstag. 

 

Das Stride bietet für jeden Biker das richtige, um auch bei schlechtem Wetter auf dem Bike Spaß zu haben. Egal ob Indoor-Enduroline, Foampit sowie „Resi“ oder einen Woodward ähnlichen Skatepark, das Stride gibt euch nun seit fast 2Jahren die Möglichkeit eure Skills auch im Winter zu verbessern. Wen euch die Hitze nicht abschreckt, der kann im Sommer eine Menge Spaß haben und das in der meist leeren Halle.

Die „Rote“ Line vom Pumptrack im Stride // Magdalina S.

 

Four Cross bekommt immer weniger Beachtung und scheint teilweise fast untergegangen zu sein, doch wieso? Four Cross ist ein Mix aus Race-Bmx, Pumptrack und den verschiedenen Downhill Disziplinen. Da man zu viert  aus dem „Gate“ startet, bietet Four Cross den Fahrern, so wie den Zuschauern einiges an Spannung, denn zwischen großen Sprüngen, Steinfeldern und Pro-Lines wird den ganzen Run über, um die einzelnen Positionen gekämpft und somit bleibt das Rennen bis zur Ziellinie sehr spannend.  Unser Redakteur Nils Mai war am Wochenende beim 6. Lauf der European Fourcross Series dabei.

Nils hat für euch auch wieder eine neue Trackpreview bei seinem aller ersten Trainingsrun, aufgenommen:

Die Anmeldung in Ohlsbach ging pünktlich um 8 Uhr los. Bei Sonnenschein und bereits warmen Temperaturen lernten die Fahrer die Strecke kennen und bereiteten sich auf die Qualifikation vor. Die Kategorie Elite fuhr eine Zeit-Qualifikation, die sieben weiteren Kategorien massen sich in drei Vorläufen. Bereits bei den jüngeren Fahrern merkte man, dass die Strecke im Vergleich zum Vorjahr einiges schneller war. Die Elite bestätigte dies bei ihrem Zeitlauf, es wurden Streckenzeiten von etwas mehr als 30 Sekunden gefahren.

Paul Bihlmayer (Elite) bei seinem Timerun (5. Rang nach seinem Timerun) // Foto: Nils Mai

Pünktlich zur Mittagszeit kamen die letzten glücklichen Gesichter der Vorrunde ins Ziel. Für die Finalläufe am Nachmittag konnten sie sich mit eine zahlreiche Auswahl an Kuchen, Steaks, Würsten oder Flammkuchen stärken.

Die U15 begann die Finalläufe nach der Mittagszeit mit den Viertelfinalen. Bei den anderen Kategorien gab es leider Streichresultate, was dafür sorgte, dass einige Fahrer bereits verfrüht zum Eisbecher greifen mussten. Das Halbfinale begann und die U11 raste los. In der ersten Kurve durch den Innenanlieger und vor an die Spitze war die Devise der kleineren Fahrer. In der U15 hingegen nahmen einige Fahrer bereits viel Schwung durch die äussere Kurve und sprangen die nächste Gerade durch. In der U17 und Elite wurde von Anfang bis am Ende das Tempo hoch gehalten und es ging für fast alle Fahrer über die Proline.

Schnelle Run`s auch bei der U15 // Foto: Andrea V.

Die Zuschauer besorgten sich noch einmal neue Getränke und waren bereit für die grossen Finale. In der U11 konnte sich Fabian Lapp direkt nach dem Start absetzen und gewann knapp vor Tino Dieterle und Levin Klausmann. Tim Schaub wurde Vierter, nachdem er in der zweiten Gerade gerade so einem Sturz entkam.

Luka Meltzer und Fabio Santos boten sich in der Kategorie U13 ein Kopf an Kopf Rennen, bis Fabio Santos unglücklich stürzte. Davon profitierten Julian Gürsch und Robin Fankhauser, welche am Ende auf Platz 2 und 3 lagen. In der U15 konnte sich erneut der deutsche Meister Samuel Schoger durchsetzen und seine gute Leistung aus der bisherigen Saison bestätigen.

 

Podium der U15, nach der gewonnen DM steht Samuel Schoger wieder ganz oben // Foto: Andrea V.
Nils Mai und Eddy Massow kopf an Kopf über den ersten Sprung // Foto: Trixpics.ch

Bei den U17/Hobby Fahrern wurde den Zuschauern erneut ein spannendes Start-Ziel Duell geboten. Eddy Massow und Fabian von Allmen fuhren die ersten beiden Geraden direkt nebeneinander, bis sich Massow an die Spitze setzte. Von Allmen liess hingegen nicht locker und folgte direkt am Hinterrad. Am Ende sprangen die ersten 3 die Proline und Massow gewann vor Von Allmen. Das Podium rundete Nils Mai mit dem dritten Platz ab.

U17/Hobby Podest // Foto: Andrea V.

Bei den Frauen setzte sich Nina von Allmen mit einem schnellen Start an die Spitze. Mit viel Schwung durch die erste Kurve konnte die auch im Race Bmx erfolgreiche Nina, sich von ihren Konkurrentinnen deutlich absetzen. Am Ende gewann Von Allmen um einige Radlängen vor Laura Kern und Magdalina Schulz.

 

Nina von Almen // Foto: Trixpics.ch
Podium der Damen // Foto: Andrea V.

Das Ergebnis der Königsklasse stand noch offen. Am Gate in der Elite waren Simon Waldburger, Marvin Schaupp, Samuel Willimann und Lars Evers. Simon Waldburger setzt sich nach dem Start an die Spitze. Direkt dahinter kämpften Willimann und Schaupp um Platz 2. Am Ende gewann Waldburger klar vor Willimann und dem Lokalmatador Schaupp.

Das Podium der Elite // Foto: Trixpics.ch

Falls ihr die Rennläufe inkl. deutschem Live-Kommentar nochmals anschauen wollt könnt ihr das hier:

http://swiss-sport.tv/events/863-european-4cross-series-6-ohlsbach-d?medium=1294

PM: Local Race Action – Super Gravity NRW Cup im Bikepark Olpe am 30.6. und 1.7.

Nach dem Serienstart in Herdorf führt der zweite Stop der Serie nach Olpe. Rennschauplatz ist der bikeparkOE am Fahlenscheid, vielen auch bekannt als #liftistan.


Veranstalter des Rennens sind die frOErider, ihres Zeichens die Radsportabteilung des TV Olpe, die sich ehrenamtlich um den Bau und die Pflege des Parks kümmern und Ideengeber sowie Gründungsmitglieder des Gravity Cups sind. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, es gilt der Rennstrecke die nötige Würze zu verpassen – in Anbetracht der Größe des Hangs gar keine so einfache Aufgabe.


Los geht es am Samstag ab 11 Uhr mit der Ausgabe der Startnummern. 300 Meldungen liegen vor, somit sind Nachmeldungen leider nicht mehr möglich. Von 12 bis 18 Uhr haben dann alle gemeldeten Fahrer die Möglichkeit, im freien Training die perfekte Linie zu finden. Danach ist bei gutem Wetter die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man den Abend bei einer spontanen Whip-Session ausklingen lässt. Jedoch weiß jeder, der schon mal in Olpe war – man kann gespannt sein, was das Wetter dieses Jahr wieder an Überraschungen bereithält.

Am Sonntagmorgen ist von allen Fahrern ein Pflichttraining zu absolvieren, bevor ab 13 Uhr die Rennläufe starten. Im Anschluss werden die Sieger in den verschiedenen Kategorien U17, Herren, Senioren und Damen gekürt.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt, der Eintritt für Zuschauer ist frei und für die Teilnehmer besteht die Möglichkeit vor Ort zu campen.

Der Super Gravity Cup NRW findet mittlerweile zum fünften Mal statt. In diesen Jahren hat sich die Szene, die Region und ihre Bikespots rasant entwickelt. Enduro, E-Bike und Co. haben die Eventlandschaft mit neuen Formaten bereichert. Der IXS Downhillcup ist erwachsen geworden. Das Interesse am Bikesport und der Zulauf sind groß. Eigentlich wäre es umso wichtiger, Einsteigern, Jugendlichen und ambitionierten Hobbypiloten mit Formaten wie dem Super Gravity Cup eine Möglichkeit zu bieten, Rennluft zu schnuppern. Die Bereitschaft Rennen zu veranstalten ist aber leider gering. In diesem Jahr sind mit viel Mühe gerade mal 4 Rennen zustande gekommen. Interessenten für´s nächste Jahr melden sich bitte unter info@frOErider.de .

Hier der Zeitplan im Detail:

30.06.

11-14 Uhr Startnummernausgabe
12-18 Uhr freies Training

Im Anschluss Whip-Contest

01.07.

07-09 Uhr Startnummernausgabe
08-12:30 Uhr Pflichttraining
ab 13:00 Uhr Rennläufe

Im Anschluss Siegerehrung


Infos:
https://www.facebook.com/events/409699159457435/
http://froerider.de/super-gravity-nrw-cup/3-2018-mitten-im-sommer/
Bikeparkbetrieb(#liftistan): nur auf Ankündigung (Insta + fb : @froerider)

Mehr Infos zum BikeparkOE gibt es demnächst an gleicher Stelle. Bis zur offiziellen Genehmigung, die hoffentlich Ende 2018 stattfinden wird, öffnet der Lift nur gelegentlich. An allen anderen Tagen ist das Gelände auf eigene Gefahr zu benutzen, die Wegquerungen sind allerdings gesperrt. Das gilt auch für die Gaps.


Nicht vergessen vom 7.9. – 9.9. ist Rasenrennen9 – das karitative Downhillevent zu Gunsten des Elternvereins krebskranker Kinder Siegen e.V. #bepartofit

Interview: Airbags, Schnitzel und Rookie Spaß – Ein Interview mit den Goldstones

Bald geht der Rookie-Wahnsinn in Serfaus-Fiss-Ladis wieder los! Beim MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis vom 30. Juli bis zum 5. August machen sich hunderte Jugendliche mit ihren Familien auf den Weg zu den drei Tiroler Dörfern. Einer von ihnen wird der 14-jährige Jackson Goldstone sein. Das Ausnahmetalent kehrt zurück, um beim „Rookie Camp“ an seinen Skills zu feilen, im Rahmen der „Kona Rookie Games“ Rennen zu fahren und vor allem jede Menge Spaß mit den anderen jungen Shreddern zu haben. Wir haben uns mit ihm und seinem Vater Ron übers Biken, über Wettkämpfe, Training und Schnitzel unterhalten.

 

Actiongeladener Highlight-Clip vom letztjährigen MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis: 

 

Hi Jackson, Hi Ron. Wie geht es euch? Was war in den letzten Monaten bei euch los?

 

Jackson: 2018 war bisher überragend! Wir sind zum ersten Mal in Neuseeland gewesen, um ein bisschen zu fahren und uns Crankworx anzuschauen. Es ist wirklich ein richtig schönes Land. Gerade sind wir im Woodward West in Kalifornien, um ein wenig zu trainieren bevor der Sommer richtig losgeht.

 

Jackson, was hast du in den letzten Monaten Neues auf dem Bike gelernt?

 

Jackson: Momentan habe ich nicht viele neue Tricks. Ich fahre seit kurzem ein 24’’ Dirt Jump Bike, was sich ungewohnt anfühlt. Ich versuche das Erlernte jetzt auf dem größeren Bike umzusetzen. Es fühlt sich schon besser an, aber es wird noch ein wenig dauern, bis ich mich vollständig daran gewöhnt habe.

Wie gehst du vor, wenn du neue Tricks lernen willst? Hast du einen Coach, der dich in deiner Entwicklung voranbringt?

 

Jackson: Übung. Viel Übung. Meistens fange ich an, neue Tricks in die Schnitzelgrube oder auf Airbags zu probieren. Es dauert bis ich dann erstmals auf Dirt umsteige. Es kommt selten vor, dass ich einfach loslege. Ich versuche sicherzugehen, dass ich mich wohlfühle, bevor ich den nächsten Schritt mache. Es ist egal, wie viele Male man einen Trick in die Schnitzelgrube macht, das erste Mal auf Dirt ist immer nervenaufreibend. Ich glaube, ich lerne am meisten, wenn ich mit Jake Kinney in Woodward bin. Er hilft mir enorm, weil er für einen Fortschritt bei mir sorgt, ohne Druck auszuüben.

 

Wie sieht die Top 5 deiner „Bucketlist“ aus? Was willst du als nächstes im Petto haben?

 

Jackson: Hmm… Schwierige Frage… Ich glaube, dass ich vor allem die Tricks, die ich schon erlernt habe, konstanter landen möchte. Das ist ein guter Anfang. Ich finde Barspins sehr schwierig, aber auch sehr wichtig. Ich will wirklich daran arbeiten, sie besser hinzubekommen. Als nächstes würde ich gerne anfangen, mehr Tricks zu kombinieren – einen 360 Tailwhip oder 360 Tuck-No-Hander zum Beispiel.

Ihr werdet im August nach Österreich zurückkehren. Worauf freut ihr euch mehr? Schnitzel oder Kaiserschmarrn?

 

Jackson: Definitiv freue ich mich auf das Schnitzel im Brötchen, das sie unten im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis hatten. Wir haben uns das fast jeden Tag gegönnt (lacht).

 

Und auf welche Trails freut ihr euch besonders?

 

Ron: Auf den Frommestrail! Der ist genau mein Ding. Beeindruckende alpine Landschaft, flowige Kurven und lange Abfahrten. Das gibt es hier in Kanada nicht allzu oft, ohne dass man viel bergauf fahren muss. Das ist schon ein Highlight.

 

Jackson: Ich fand den Trail auch cool, aber der Supernatural Trail im Bikepark war auch mega spaßig. Ich glaube, sie haben dieses Jahr auch an dem Trail noch was verändert, also freue ich mich jetzt schon riesig darauf.

Jackson, du wirst dieses Jahr auch am „Rookie Camp“ während des MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis teilnehmen und mit anderen jungen Shreddern über die Trails im und außerhalb des Bikeparks heizen. Was gefällt dir an solchen Camps?

 

Jackson: Es macht einfach Spaß, so viele andere Fahrer zu sehen und coole Dinge zu unternehmen. Es dreht sich auch nicht alles ums Biken. Es gibt BBQs und ich freue mich jetzt schon darauf, mit den Sommerrodelbahnen zu fahren. Das Einzige, was mir letztes Jahr Angst gemacht hat, war als ich aufstehen musste, um mich vorzustellen. Ich kann nicht so gut deutsch, also fühlte ich mich ein wenig doof. Aber es war sehr witzig und wir haben alle zusammen gelacht.

Du fährst ja schon auf einem Level, von dem viele noch träumen. Was können junge Mountainbiker in solchen Camps lernen und wo möchtest du dich verbessern?

 

Jackson: Danke! Ich finde es einfach super, mit anderen Kids oder Jugendlichen zu fahren. Man sieht jemand etwas ausprobieren und will es dann selbst auch. Es ist cool, wenn dann auch Coaches dabei sind, die einem Linien oder Techniken zeigen. Am besten ist es aber, in der Gruppe zu fahren. Ich will dieses Jahr vor allem an meiner Linienwahl arbeiten. Letztes Jahr waren wir mit Si Paton unterwegs und er meinte, dass man vielleicht 0,5 Sekunden an einem Sprung gutmachen kann, aber es gibt nur wenige davon. Wenn man allerdings in jeder Kurve 0,1 – 0,2 Sekunden schneller ist, summiert sich das und man erreicht eine schnellere Zeit.

 

Must watch! Jackson Goldstone und sein Vater Ron, zeigen wie Family-Biking in der Region Serfaus-Fiss-Ladis aussehen kann: youtu.be/8ulQX0tFVDQ

 

Ron, was denkst du bringen solche Camps den Kindern?

 

Ron: Ich sehe da zweierlei. Zum einen ist das “Rookie Camp” eine großartige Gelegenheit, andere Kids kennenzulernen und über einen längeren Zeitraum gemeinsame Erfahrungen zu machen. Jackson hat auch viel über Geographie gelernt und erfahren, wie man ohne eine Sprache zu können, dennoch kommunizieren kann. Er hat die Chance wahrgenommen, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen, die die gleiche Passion für’s Biken mitbringen und auch sonst vieles gemeinsam haben. Ich würde mir sehr wünschen, dass sich daraus langfristige Freundschaften entwickeln. Zum anderen bieten die Rennen ganz andere Benefits. Man sieht, wo man im Vergleich zu den anderen starken Fahrern steht, und lernt, wie man sich noch verbessern kann, um schneller zu werden. Da wo wir herkommen, gibt es jede Menge richtig schnelle Mountainbiker, also wollten wir mal sehen, ob Jackson auch mit Kids aus anderen Ländern mithalten kann. Letztes Jahr gelang ihm das. Ich habe außerdem festgestellt, dass Rennen in Europa ernsthafter betrieben werden und strukturierter sind. Es war eine sehr gute Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß.

Wie nimmst du als Vater Bike Festivals wie das in Serfaus-Fiss-Ladis wahr?

 

Ron: Das Beste dort ist, dass sich in dieser einen Woche wirklich alles nur um die jungen Kerle und Mädels dreht. Es ist meiner Meinung nach einzigartig im Vergleich zu anderen großen Festivals wie Crankworx oder Sea Otter. Dort können die Kids zwar die großen Stars treffen und Selfies machen, aber Serfaus-Fiss-Ladis macht einen großartigen Job und stellt die Kinder in den Mittelpunkt. Sie versuchen, den Kids das Gefühl zu geben, dass sie die “Pros” sind. Ein Live-Webcast, eine verlässliche Zeiterfassung, eine anspruchsvolle Strecke und ein internationales Feld an Teilnehmern sorgen wirklich für ein Weltcup-Feeling. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Namen “iXS International Rookies Championship“ zuerst etwas skeptisch wahrgenommen habe, aber jetzt wo wir schon mal da waren, muss ich sagen, dass es dem absolut gerecht wird.

 

Jackson, wie ist es mit Kids aus aller Welt Rennen zu fahren?

 

Jackson: Es war der Hammer! Mich haben vor allem die vielen unterschiedlichen Sprachen beeindruckt. Man hört so viele unterschiedlichen Personen sprechen, aber ich hatte keinen blassen Schimmer, was sie gesagt haben (lacht). Ich bin so viel es ging mit Ike Klassen aus Südafrika, Nuno Zuzarte Reis aus Portugal und den Kiefer Brüdern aus Deutschland gefahren. Ich glaube, dass ich mich mit Ike am besten verstanden habe, weil wir miteinander englisch sprechen konnten. Nuno und ich hatten ähnliche Startzeiten, sodass ich mit ihm auch Zeit verbracht habe. Ich hoffe, dass ich Ike vielleicht schon vor dem Camp treffen kann.

 

Anmeldung und generelle Infos findet ihr unter:

http://www.bike-sfl.at/de/bikepark/mtb-festival2018/generelle-infos

 

Ron, wie wichtig schätzt du es ein, dass man Spaß hat, andere junge Fahrer trifft und voneinander lernt?

 

Ron: Beim Mountainbiken konkurriert man meiner Meinung nach weniger gegen andere, sondern mehr gegen die Uhr. Du bist selbst dafür verantwortlich, wie du in einem Downhill-Rennen abschneidest. Es ist für alle von Vorteil, wenn möglichst viele gute Fahrer dabei sind, von denen man lernen kann und mit denen man zusammen fahren kann. Es gibt Strecken-Sektionen, wo Jackson anderen Kids etwas beibringen kann, aber es gibt genauso Abschnitte, wo er von anderen lernt. Ich glaube mein Standpunkt rührt aus Erfahrungen, die ich gemacht habe und aus dem BMX Racing. Ich sehe viele Kids, die mit sechs, sieben, acht Jahren fantastisch waren, aber von ihren Eltern zu sehr unter Druck gesetzt wurden. Damit kommen sie oft nicht klar und hören dann einfach mit dem Biken auf. Ich schätze mich sehr glücklich, dass Jackson so früh eine wirkliche Leidenschaft dafür entwickelt hat, sich seine eigenen Ziele setzt und selbst weiß, was ihm wichtig ist. Warum würde ich das torpedieren bzw. gefährden wollen, indem ich zu stark auf Resultate und Sponsoren schaue? Der Grund, weshalb Jackson beliebt ist, liegt in seiner Persönlichkeit. Es macht Spaß, mit ihm Zeit zu verbringen und seine Liebe für’s Biken ist zu 100% authentisch. Das wird ihn im Leben viel weiterbringen als eine Trophäe, weil er ein Rennen gewonnen hat.

PM: Rennbericht – 5. Lauf der European 4Cross Series 2018 in Winterthur (SUI) – Waldburger und Von Allmen gewinnen BMX Action in Winterthur

Am vergangenen Wochenende fand die 5. Runde der European 4Cross Series in Winterthur statt. Wie jedes Jahr bot die breite BMX-Strecke mit offenen Kurven eine gute Vorlage für spannende Kämpfe und Showeinlagen. In der Eliteklasse kämpfte sich Simon Waldburger (G-Form Swiss-Team) an die Spitze. Die Von Allmen Geschwister (BMX Team 7Phoenix) gewannen auf ihrer Heimstrecke in der Ladies und U17 Kategorie.

In der Kategorie U11 konnte sich der «Local» Tim Schaub (The Fighters Wallisellen) den ersten Sieg vor Dennis Archer (Powerbike Winterthur) und Laurin Bolliger (Powerbike Winterthur) ergattern. Tino Dieterle (Bike-Park Wolfach) musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben.

Die U17 – Eddy Massow will nach seinem Sturz letztes Jahr in Winterthur wieder angreifen ~ Foto: Trixpics.ch

Fabio Santos (Bike Park Wolfach) überquerte im Finale der U13 als Erster die Ziellinie, dicht gefolgt von Luka Meltzer (Radclub 93 Winnenden). Der Kampf um den dritten Platz wurde Teamintern ausgefochten, Jacob Nick (Fastlane Gravity Team) gewann vor Robin Fankhauser (Fastlane Gravity Team).

Mit seinen schnellen Starts brillierte Samuel Schoger (bike-o-rado race team) in der Kategorie U15 und konnte somit einen weiteren Sieg nach Hause fahren. Joshua Lehmann (Bike Park Wolfach) schoss als Zweiter vor seinem Teamkollegen Noel Harter (Bike Park Wolfach) ins Ziel. Leon Schischka (Eiw Baltmannsweiler) schaffte es leider mit seinem vierten Platz nicht mehr aufs Podest.

Die Nachwuchsfahrer der U17 zeigten, was sie auf dem Kasten haben. Fabian von Allmen (BMX Team 7Phoenix) und Massow Eddy (The Fighters Wallisellen) lieferten ein enges Kopf an Kopf Rennen. Von Allmen konnte mit seiner BMX Erfahrung die Goldmedaille ergattern. Gefolgt von Massow auf dem zweiten Platz und Michael Duc (B+B 4Cros Team) auf dem dritten Platz.

Elite Big Final – Waldburger führt knapp von Chaney Guennet ~ Foto: Trixpics.ch

Die Hobbyklasse durfte sich nach der Qualifikation direkt im grossen Finale wiedersehen. Sacha Duc (B+B 4cross Team) mochte die Führung bis zum Schluss behalten. Tobias Eichmann (Radhaus Schäuble) musste seinen zweiten Platz im Zweikampf an Michael Hügi-De Lima Da Silva (FYD Racing Team) abgeben und sich mit Platz drei zufriedengeben.

Trotz ihres Alters schalteten die Masters keinen Gang zurück und lieferten sich bis ans Ende der Strecke einen erbitterten Kampf. Mit beinahe einem Sturz im Finale fuhr Andreas Steinhart (Fastlane Gravity Team) auf den vierten Platz, hinter Andre Kern (Bike Park Wolfach), Samuel Weber (Fastlane Gravity Team) und Pascal Guggisberg (Fastlane Gravity Team).

Wie der Bruder, so die Schwester. Nina von Allmen (BMX Team 7Phoenix) siegte auf ihrer Heimstrecke vor Lara Conrad (RSS-Baden) und Laura Kern (Bike Park Wolfach).

Das Podest der U17 ~ Foto: Trixpics.ch

Im Finale der Elite Herren waren 3 Nationen vertreten. Der Franzose Chaney Guennet (Dartmoor/Michel), Gewinner der Crankworx Pumptrack Challenge in Innsbruck, die Schweizer Simon Waldburger (G-Form Swiss-Team) und Yanik Pfister (RV Rieden Wallisellen) sowie der Deutsche Robin Bregger (Bike Park Wolfach). Guennet, der es sich auf seiner Heimreise vom Pumptracksieg in Innsbruck nicht nehmen liess am 4Cross Race teilzunehmen, konnte Waldburger nicht standhalten. Waldburger sicherte sich einen Start-Ziel-Sieg. Guennet überquerte die Ziellinie als Zweiter vor Bregger. Pfister konnte sich trotz Heimvorteil keinen Podestplatz sichern und wurde Vierter.

Das Elite Podium – Foto: Trixpics.ch

Das Rennen auf der BMX-Strecke in Winterthur war, wie jedes Jahr, ein voller Erfolg. Das schöne Wetter wurde mit der hervorragenden Küche unterstrichen. Weiter geht’s am 1. Juli mit dem zweiten Gold Event der European 4Cross Series in Ohlsbach, Deutschland.

Vorankündigung: 
An diesem Sonntag, 1. Juli wird ein weiterer Livestream eines European 4Cross Series Gold Events übertragen. Details finden sich unter folgendem Link: http://swiss-sport.tv/events/863-european-4cross-series-6-ohlsbach-d?medium=1294

VIDEO: Royal Fest 2018 – Coursewalk mit Nico Vink

Das der sympathische Belgier und Ex-Worldcup-Racer Nico Vink ein Meister in Sachen Streckenbau ist, sollte vielen von Euch bereits bekannt sein. Doch dieses Jahr hat sich Nico beim Bau der Jumpline für das Royal Fest, einem Stopp der Fest Series in Frankreich, wieder ein mal selbst übertroffen und stellt Euch den Kurs in folgendem Video vor.

 

Alle weiteren Infos zum Royal Fest findet Ihr hier:

https://www.facebook.com/festseries/

PM: Dieses Wochenende steht das nächste Bikefestival an – Brandnertal

RIDE TOGETHER – CONTESTS – GOOD VIBES
29. Juni – 1. Juli 2018 Das zweite Brandnertal Bike Festival steht vor der Türe – im gewohnt familiären Bikepark Brandnertal Style!

Zusammen im Bikepark Spaß haben, verschiedene Contests (offen für alle Teilnehmer) und ein bunt gemischtes Rahmenprogramm: Das alles wird für ein abwechslungsreiches Wochenende im Bikepark Brandnertal sorgen. Selber auf dem Bike unterwegs, als Contest Teilnehmer oder einfach als Zuschauer – ihr werdet bestimmt auf eure Kosten kommen. Zudem werden viele nahmhafte Bike Profis im Brandnertal unterwegs sein um gemeinsam mit euch im Bikepark eine gute Zeit zu haben!

Fabio Wibmer bei der Trailshow

Auf dem Programm steht:

Unchained – Chainless Race

Das mittlerweile legendäre Chainless Race der Wicked Ruffneck Crew fordert den Teilnehmern einen fehlerfreien Lauf ab. Saubere Fahrtechnik und eine gute Mischung aus Sicherheit und Risiko sind die Grundvoraussetzungen, um ganz vorne mitzufahren. ~ Samstag, ab 12:00 Uhr @ Blue Line

Ninjaz Whip it!

Auf dem neu gebauten Whip off Booter an der Bergstation könnt ihr eure Style Skills auspacken. Dort vorbeizuschauen lohnt sich auf jeden Fall: Fette Action vor fettem Panorama! Für Zuschauer perfekt mit der Einhornbahn II erreichbar. ~ Samstag, 15:00 Uhr – 18:00 Uhr @ Bergstation

Berm Banger Race

Attacke! Wer presst sein Bike am schnellsten durch den Zielhang des Bikeparks? Die Anlieger des „Masters of Dirt Berm Banger“ haben es in sich – Ein kurzes, aber actiongeladenes Sprint Race. Der ganze Hang ist vom Zielgelände für Zuschauer perfekt einsehbar! ~ Sonntag, ab 11:00 Uhr @ Zielgelände

Trial Show Fabio Wibmer

Die Youtube Videos von Trial Superstar Fabio Wibmer sind gleichermaßen unglaublich und weltbekannt – bei uns könnt ihr die Show des Red Bull Athleten live erleben! Direkt im Anschluss gibt es eine SickSeries Signing Session! ~ Sonntag, 12:00 Uhr @ Festivalgelände

Phil, Ralph & Chisi – Live

Eine mitreißende Live Acoustic Session mit der Teilen der Bikepark Crew erwartet euch am Samstag abend im Festzelt! Support: Matz & Jay P.
Ausschank & Musik bis 22:00 Uhr! ~ Samstag, 20:00 Uhr @ Festivalzelt

GoPro Demo Station & Expo

Am Festival Wochenende gibt es jeden Tag die Möglichkeit, das neueste GoPro Equipment auszuprobieren. Einfach einen Ausweis mitbringen und durchtesten! Zudem präsentieren Brands wie Ninjaz Gloves und Masters of Dirt ihre Produkte. ~ Freitag bis Sonntag @ Festivalgelände

Weitere Informationen und die Anmeldung für die verschiedenen Events findet ihr unter www.Bikepark-Brandertal.de