PM: Leafcycles Workshop – Bau Dir Dein eigenes Dirtbike

Mit gemessenen 35km/h schießt ein Fahrer durch eine Steilkurve eines kleinen hügeligen Rundkurses und das ohne zu treten. Die Geschwindigkeit erlangt er lediglich durch eine aktive hoch-tief Entlastung, welche gezielt an jedem Hügel angesetzt wird. Das Rad mit dem er unterwegs ist nennt sich Dirt Bike und die Sportart nennt sich Pumptrack Fahren. Nach 30 Sekunden Vollgas hängt einem die Zunge förmlich in den Speichen, aber der Rausch der Geschwindigkeit wird schnell zur Sucht. Pumptracks benötigt relativ wenig Fläche und sind günstig zu realisieren. Manche Städte und selbst kleine Gemeinden haben das Potential bereits erkannt und planen öffentliche Pumptracks in Ihr Freizeitangebot mit aufzunehmen. Die Stadt München betreibt seit 2014 zwei solcher öffentlichen Strecken und da kann es durchaus passieren, dass eine ganze Familie, also Vater, Mutter und Kind, bei der gemeinsamen Sportaktivität gemeinsam unterwegs sind. Pumptrack-Fahren ist leicht zu erlernen und als relativ ungefährlich einzustufen. Bereits nach kurzer Zeit kann man jede Menge Spaß haben.

Aus der Passion zum Dirt Fahren heraus, gründete Frank Heinrich im Jahre 2007 die Augsburger Dirt Bike Marke Leafcycles. Es war gerade die Zeit als das Dirt Bike Fahren immer beliebter wurde. Lokal war dieser Name schnell ein Begriff aber auch international konnte diese kleine Ein-Mann-Fahrradmarke schnell Fuß fassen und schaffte es zur echten anerkannten Szenemarke. Im Laufe der folgenden fünf Jahre durchlief diese Sportart eine regelrechte Boom Phase.

Im Jahre 2013 kam Leafcycles Gründer Frank Heinrich die Idee eines neuartigen Camp Konzeptes. Jeder Teilnehmer sollten sich sein Bike, aus lauter Einzelteilen, selber zusammenbauen, um anschließend damit unter Anleitung eines Profis seine erste Session auf einem Pumptrack fahren. Nach Bekanntgabe dauerte es keine 48 Stunden und das Camp war zu 90% ausgebucht.

Am 7. April 2018 bietet Leafcycles zusammen mit dem Werkraum Augsburg wieder eine Möglichkeit an, sich sein eigenes Dirt Bike zum absoluten Vorzugspreis selber aufzubauen. Das ganze findet statt im Rahmen eines eintägigen Workshops.

Auf die Frage, was kann man an einem Tag lernen antwortet Frank Heinrich:

„Es ist selbstverständlich dass man an einem Tag Workshop niemanden zum Meister ausbilden kann, aber jeder Teilnehmer baut sich sein Rad unter professioneller Anleitung selber auf. Angefangen beim Ein-Speichen des Laufrades. Wir zentrieren lediglich das Laufrad nach. Am Abend wird jeder den Workshop mit einem selber aufgebauten Dirt Bike verlassen. Der Workshop soll vor allem die Angst nehmen, auch mal selber das Werkzeug in die Hand zu nehmen. Es hilft unheimlich, wenn man sich selber mit der Materie beschäftigt. Der Bezug zum Rad wird ein komplett anderer sein wie wenn man sich ein Komplettrad im Laden kauft. Einem Teilnehmer aus unseren ersten Camps hat das ganze so viel Spaß gemacht, das er jetzt eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker begonnen hat.“

Infos zum Workshop

Wann: 7. April 2018
Teilnahmebedingung: Mindestalter 12 Jahre
Wo: Werkraum Augsburg
Preis: 579,- € (beinhaltet die Teilnahme am Workshop inkl. Bike)
Mehr Infos und Anmeldung unter: http://kinglab.eu/leafcycles-workshop/

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Interview: Gestern, heute, morgen – Lukas Schäfer im Interview

Lukas Schäfer ist in der Dirt-Szene vielen schon länger ein Begriff, vor allem durch seinen krassen Style beim Fahren. Doch seit 2017 gibt der Rheinländer richtig Gas und klapperte sämtliche europäische FMB Worldtour Events ab. Denn nur wer am Ball bleibt, Routine in die Contestläufe reinbringt und so viel wie möglich auf dem Rad sitzt, kommt auch weiter.
Woher kommt Lukas und wo will er hin? Wir haben ihn gefragt:

// Foto: Nico Gilles

Stell dich bitte einmal vor:
Hi, mein Name ist Lukas Schäfer, 23 Jahre alt, komme aus Limburg a.d. Lahn und bin professioneller Mountainbiker.

Seit wann fährst du MTB?
Gefühlt seitdem ich auch laufen kann. Bereits mit 5 habe ich versucht auf meinem Puky Rad auf dem Hinterrad zu fahren und bin über kleine Rampen gesprungen.

Wie kam es dazu das du so Spaß am Fahren hast?
Schon seit dem ersten Tag als ich auf dem Rad saß, wollte ich kaum etwas lieber machen. Das Fahrrad bietet einem unheimlich viel Freiheit und Raum für Kreativität.

Hast du ein Vorbild?
Ganz klar! Brandon Semenuk

Was bedeutet für dich das Fahren?
Absolute Freiheit

Hast du Tipps für Anfänger?
Fahren, fahren, fahren! Nichts ist wichtiger als die Radkontrolle.

 

Welches Bike oder Bikes fährst du?
Meine häufigst genutzten Räder sind mein Dirt Jump Hardtail Radon „Slush“ und mein DH Bike Radon „Swoop 200“.

Was war dein größter Erfolg?
Bei den Nine Knights letztes Jahr starten zu können, war auf jeden Fall einer meiner größten Erfolge.

Große Ehre für Lukas – 2017 durfte er bei „Nine Knights“ mitfahren // Foto: Distillery

Hast du Angst vor Sprüngen?
Gelegentlich bei großen, unbekannten Sprüngen auf jeden Fall

Welche Projekte magst du am meisten?
Videoprojekte, wie auch an meinen Sprüngen schaufeln. Bei Beidem sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es gibt kaum etwas Besseres als eine Line im Kopf zu haben, auf die Beine zu stellen und zu fahren. Ebenfalls seine bestmögliche Leistung in ein Video zu verpacken und auf die gewünschte Art und Weise zu zeigen.

Welche Projekte hast du bereits umgesetzt?
Ebenfalls beide. Kleines Beispiel:

Gibt es Projekte, die du kaum abwarten kannst?
Ich habe dieses Jahr einiges an meinem Spot geplant und kann es kaum abwarten, das der Öffentlichkeit zu zeigen.

Du bist am Wochenende vom 26.1- 28.1 in Österreich beim White Style mitgefahren, warum bist du als einziger Deutsche mitgefahren?
Ich kann nicht für jeden der anderen Deutschen sprechen, aber der White Style hat eben nichts mit den gewöhnlichen Contests zu tun. Abgesehen von der Kälte machen die Wetterbedingungen, die Sicht und der Kurs im steilen Hang es verdammt schwer, die Geschwindigkeit ab zu schätzen und seine beste Leistung zu zeigen.

Was ist deine Motivation zum Fahren, auch wenn das Wetter mal schlecht ist?
Wetter hin oder her, es gibt nichts Besseres.

Hast du dich schon mal schwer verletzt?
Eine leichte Fraktur meines 5. Halswirbels und eine Schultereckgelenksprengung waren bisher das Schlimmste.
Ansonsten bin ich bisher ziemlich verschont geblieben.

// Foto: Nico Gilles

 

Gibt es auch andere Sportarten die du gerne machst?
Auch wenn ich mich für nahezu jede Sportart außer Fußball interessiere, stecke ich all meine Zeit ins Fahrradfahren und gehe nur im Winter noch gelegentlich bouldern.

Was sind deine Schwächen?
Definitiv meine Unsicherheit bei Contests

Was kannst du außer MTB besonders gut?
Lange nicht mehr gemacht, aber ich habe schon immer viel gezeichnet.

Was ist deine Lieblings-Location bzw. Bikepark?
Bikepark Boppard.

„Bikepark Boppard“ – Lukas Lieblingsspot // Foto: Nico Gilles

Was war bisher dein schönster Moment in der MTB Szene?
Schwer einen heraus zu filtern, aber ich denke eine Session mit guten Freunden bei gutem Wetter oder ein gelungener Run sind so ziemlich die besten Momente.

Was war bisher der schwierigste Moment in der MTB Szene?
Von der Bike-Industrie zu hören, dass Dirt Jump tot sei.

Wo siehst du dich selbst in 2 – 3 Jahren?
Mindestens genauso viel auf 2 Rädern wie zurzeit und vor allem mehr auf dem Big Bike unterwegs.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Ich hoffe, meine Erfahrungen durch das jahrelange Fahren, wie auch Schrauben an Rädern an die Fahrradindustrie weitergeben zu können und somit Einfluss in der Entwicklung zu haben. Ansonsten bin ich ziemlich offen für alles, was kommt.

Kannst du dir vorstellen mit dem Fahren aufzuhören?
Niemals!

 

Was würdest du beruflich machen, wenn das mit dem Biken nicht geklappt hätte?
Auf jeden Fall was mit Fahrrädern. Schon als Kind hatte ich vor, eigene Bikes zu entwerfen.

Welche Tricks möchtest du unbedingt noch lernen?
Da gibt´s noch eine Menge was ich gerne machen würde, aber die Liste ändert sich auch immer wieder. Am liebsten lerne ich spontan neue Tricks, dann kommt meistens auch das beste heraus.

Mit wem würdest du gerne mal zusammenfahren?
Mit niemand lieber als mit guten Freunden & coolen Leuten.

Lukas im Bikepark La Poma, viele Biker zieht es in den Wintermonaten nach Spanien // Foto: Robin Joswicht

Wo möchtest du gerne mal fahren?
Utah, unbedingt.

Möchtest du dieses Jahr so viele Contest wie möglich fahren oder nur die „Größeren“?
Dieses Jahr werde ich mich eher auf die Größeren konzentrieren und dafür umso besser vorbereitet sein.

Vielen Dank für das Interview, Lukas!

 

Lukas Schäfer bei Social Media:

YouTube: https://www.youtube.com/user/LukasSchaefer1995
Instagram: lukasschaefer_mtb
Facebook: https://www.facebook.com/Lukasschaeferofficial/

 

 

PM: Red Bull Pump Track World Championship 2018

Eine einzigartige neue Rennserie wird die Radsport-Community 2018 begeistern. Die erste Red Bull Pump Track Weltmeisterschaft.

Gemeinsam mit Velosolutions hat Red Bull eine neue Rennserie angekündigt. Höhepunkt der Rennserie mit über 20 Qualifikationsrunden sind die Red Bull World Championships, die im September in Lenzerheide stattfinden werden. Auch in Deutschland soll es einen Tourstopp geben. ( Noch nicht final bestätigt.)

Das Format variiert je nach Strecke, das Rennen wird entweder Kopf-an-Kopf oder in einem Zeitfahren ausgetragen. Es wird wie gewohnt, für jeden Teilnehmer einen Seeding Run geben, die besten 32 Männer und Frauen qualifizieren sich somit für die K. O.- Läufe. Die besten vier Männer und Freuen aus jeder Qualifikationsrunde qualifizieren sich für die Pumptrack-WM.

Red Bull Pump Track World Championships

The Red Bull Pump Track World Championship takes pump track racing to the next level. Qualifying events will take place worldwide ahead of The World Championship final in Lenzerheide, Switzerland, where the official Pump Track World Champion will be crowned!

Posted by Red Bull Pump Track World Championship on Donnerstag, 1. Februar 2018

 

Event-Kalender Pumptrack-WM 2018

  • 10/11. März Rosendaal, Niederlande
  • 31. März Kerobokan, Bali
  • 07. April Manila, Philippinen
  • 07. April Wellington, Neuseeland
  • 21. April Hyderabad, Indien
  • 28. April Durban, Südafrika
  • 28. April (tbc) Kotaix, Puerto Varras, Chile
  • 01. Mai Roma, Lesotho
  • 5. Mai Neunkirchen, Österreich
  • 19. Mai Oklahoma City, USA
  • 19. Mai Riga, Lettland
  • 26./27. Mai Leavenworth, USA
  • 10. Juni Pärnu, Estland
  • 23. Juni Aranyaphrathet, Thailand
  • 30. Juni Carpentras, Frankreich
  • 30. Juni Glasgow, Schottland
  • 7./8. Juli Brugg, Schweiz (noch nicht bestätigt)
  • 14. Juli Gross-Umstadt, Deutschland (noch nicht bestätigt) Wals, Österreich
  • 4. August Nanaimo, Kanada
  • 5. August Akaigawa, Japan
  • 19. August (noch nicht bestätigt) Balzers, Liechtenstein
  • 25./26. August (tbc) Siror, Italien
  • 07. September 2018 Lenzerheide, Schweiz (Finale)

Die Anmeldung ist bereits geöffnet unter https://redbullpumptrackworldchampionship.com

Pressemitteilung: Red Bull

Must watch: Best of 2017 mit Evgeny Kurnikov

Evgeny Kurnikov stammt aus einem der entlegensten Teilen Russlands. An seinem Homespot im Nirgendwo hat er sämtliche Tricks ohne Foampit gelernt. Seit Jahren bereist er nun die Welt mit seinem Bike. Sein 2017er Highlight Clip sorgt für Fernweh und macht extrem Bock auf Biken. Viel Spaß mit diesem unterhaltsamen Edit.

Video: Fallen und wieder aufstehen – John News Outtakes

Was in manchen Edits so einfach aussieht, ist oft harte Arbeit. Am Ball bleiben – John New schafft es immer wieder trotz krasser Stürze.

Neuer Testredakteur beim Gravity Mountainbike Magazine

Wir möchten euch unser neustes Mitglied der Redaktion vorstellen. Der Saarländer Nico Reuter wird ab sofort die Tests des Gravity Magazines leiten.

Mit Nico Reuter sind wir durch den geplanten Bikepark Idarkopf 2016 erstmals in Kontakt gekommen. Der Ingenieur ist der Kopf hinter dem vielversprechenden Bikepark Projekt im Hunsrück und bringt aufgrund seiner fast zwanzigjährigen Gravity MTB Erfahrung die nötige Kompetenz für unser Magazin mit.

Der 34-Jährige wird ab sofort die Testredaktion bei uns leiten und auch vor der Kamera auf unseren Kanälen zu sehen sein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem leidenschaftlichen Biker und Outdoor-Sportler.

Per Email ist Nico Reuter ab sofort über nico@gravity-magazine.de zu erreichen.

VIDEO: Mit Big Bike im alpinen Gelände – Vincent Permin

Der nördlichen Hemisphäre ist der Winter in vollem Gange. Bei widrigen Wetterverhältnissen und jeder Menge Schnee kann man eine ordentliche Dosis Sommer vertragen. Wir versetzen uns mit Vincent Pernin und seinem FURIOUS zurück in den Hochsommer nach Les Arcs (Savoie / Frankreich), gefilmt von Thibault Menu.

 

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