Interview: Spannendes KO-Format für den Whitestyle 2018 – Torquato Testa und Tarek Rasouli im Interview

Der White Style ist nicht nur der einzige Mountainbike-Slopestyle-Event im Schnee, sondern auch seit Jahren schon fester Bestandteil des Event-Kalenders in Saalfelden Leogang. Bereits seit 2006 öffnen Slopestyler und Dirt Jumper zum Saisonauftakt der FMB World Tour am Leoganger Schanteilift ihre Trickkisten und zeigen ihre abgefahrensten Moves. Doch aufgepasst: Dieses Mal wird alles anders! Freut Euch jetzt schon auf das neue Contest-Format „Mann gegen Mann“, bei dem die sich die Rider im K.O.-System gegenseitig battlen werden. Wir haben uns mit Vorjahressieger Torquato Testa aus Italien über seine Erfahrungen mit Schnee sowie das neue Contest-Format unterhalten.

Fotocredit: Christoph Laue/ Saalfelden Leogang Touristik GmbH

 

Ist das Crashen auf Schnee angenehmer als auf Dirt?
Ja, lustig, man würde es meinen, aber nein. (lacht) Der Schnee ist sehr kompakt, er ist fast schon Eis, also könnt ihr euch sicher vorstellen, wie sich ein Crash auf dieser Art von Schnee anfühlt…

Beeinträchtigen dich die Lichterverhältnisse beim White Style (reflektierender Schnee am Tag, Flutlicht und dunkler Himmel am Abend)?
Ja, die Dunkelheit während des Contests am Abend ist wirklich nicht ideal, um zu sehen, was man da in der Luft treibt – es ist echt schwierig, die Höhe der Sprünge und die Geschwindigkeit einzuschätzen.

Wie schätzt du beim White Style die richtige Geschwindigkeit für die Sprünge und Tricks ein, schließlich ist alles weiß um dich herum.
Gute Frage…einfach Erfahrung und jede Menge Übung!

Was hältst du vom neuen Contest-Format?
Für die Zuschauer wird das bestimmt der Hammer! Für uns Rider wird es sicherlich eine Herausforderung, weil wir mehrere perfekte Runs abliefern müssen, um es ins Finale zu schaffen.

Macht dieses neue Format auch Sinn bei anderen Slopestyle Contests?
Nein, absolut nicht, das ist nicht mehr ein Contest, sondern ein Kampf! Ich wünsche mir für die Zukunft, dass ein Contest ein Contest bleibt.

Wie bereitest du dich auf den White Style vor?
Ich liebe Skifahren, also halte ich mich zwischen den Trainingssessions damit fit. (lacht)

Irgendwelche Tipps für Dirt Jumper, die auch bei kalten Temperaturen fahren wollen, aber kalte Finger und Füße haben?
Kommt einfach zum Monza Pizza Bikepark, wenn ihr es wärmer haben wollt. Hier werden euch wenigstens nicht eure Finger und Füße abfrieren. (lacht)

Wer sind deine Favoriten für den White Style 2018?
Ich wie noch gar nicht, wer alles mitfährt, von daher heißt es „Abwarten“.

Fotocredit: Christoph Laue/ Saalfelden Leogang Touristik GmbH

Hast du deinen Run bereits im Kopf oder entscheidest du diesen spontan, wenn du beim Kurs ankommst?
Mir schwebt da was vor, aber ich muss vor Ort beim Practice auschecken, ob das auch möglich ist oder nicht. (lacht)

Danke, Toto, und viel Glück für White Style!

 

 

Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird der White Style in Leogang in einem neuen Contest-Format ausgetragen. Wie genau sieht das aus? Was ist anders als bei herkömmlichen Contests?

Tarek Rasouli, Sports Director White Style, Inhaber rasoulution GmbH:

Wir wollten einfach mal was anderes und ein Format im K.O. System, ähnlich wie z.B. beim Pumptrack, nur dass trotzdem jeder Fahrer alleine den Kurs bestreitet. Dies fanden wir mal eine gute Alternative. Wenn du es ins Finale (Top 4) schaffen willst, musst du mehr Runs absolvieren und es werden immer nur zwei Fahrer miteinander verglichen. Das macht es für den Zuschauer einfacher, den Unterschied in der Performance bzw. im Ergebnis zu sehen. Wir starten zuerst mit einem „normalen“ Qualifying mit zwei Runs, bei dem von den 20 geladenen Fahrern lediglich vier Athleten ausscheiden, also könnte man es auch als Seeding sehen. Wichtig ist auf jeden Fall die Platzierung im Qualifying, da diese dann entscheidet, gegen wen man in den einzelnen Runden an den Start geht. Der Einteilungsmodus der jeweiligen Gruppen ist so aufgeschlüsselt, dass es möglichst fair ist und der Erst- und Zweitplatzierte des Qualifyings frühestens im Finale (Kampf um Platz 1 und 2 ) aufeinander treffen (sollten sie das Finale erreichen).

Previous ArticleNext Article

PM: Torquato Testa gewinnt GlemmRide 2018

Genau 7 Tage nach seinem 2. Platz beim Big White Invitational Slopestyle und dem damit einhergehenden Gewinn einer FMB Wildcard für Red Bull Joyride, ist es dem ROSE Rad Squad Fahrer Torquato Testa gelungen, die oberste Stufe des Podiums beim GlemmRide Slopestyle in Saalbach Hinterglemm, Österreich zu erklimmen und und dabei Titelverteidiger Thomas Genon vom Thron zu verdrängen.

„Die letzten Wochen waren einfach der Hammer! Aufeinanderfolgende Podiumsplätze in zwei Wochen in zwei FMB Gold Events ist etwas Besonderes!“, sagt ToTo.

Nach einem etwas unsauberen ersten Run in der Qualifikation am Samstagmorgen, fand Testa seinen Flow in seinem 2. Run und konnte diesen den Rest des Tages beibehalten. Der Italiener wollte auf seinen starken Score in der Qualifikation aufbauen und zeigte als es im Finale ernst wurde gleich einen perfekten Run. Wenn es an diesem Wochenende einen Run gab, der alles, von großen Tricks zu präzisen Landungen beinhaltete, dann war es dieser.

Torquato Testa's Winning GlemmRide Run – 91.00 points

Torquato Testa was on fire all weekend long at the GlemmRide Bike Festival Saalbach Slopestyle. Here’s the run that got him the top step on the podium!

Gepostet von ROSE Rad Squad am Montag, 16. Juli 2018

Angefangen mit einem 360 Truckdriver und einem Backflip Tailwhip über dem Boner Log, war es an der Zeit für seinen „Signature-Trick“: den Double Backflip über den größten Sprung auf dem Kurs. Die Landung war super smooth und gab ihm die perfekte Vorlage für einen Frontflip auf dem Step-Up vor – ein Trick den Toto bei Contests fast nie zeigt. Der Frontflip beeindruckte auch deshalb, da die anderen Rider das ganze Wochenende lang erhebliche Probleme mit diesem Feature hatten.

Zum Abschluss zeigte Toto einen Backflip No-Footed Can über dem Road Gap Step Down sowie einen 720 auf dem letzten Sprung und setzte sich mit diesem sagenhaften Run an die Spitze. Die 91.00 Punkte erwiesen sich als unantastbar und auch Thomas Genon (BEL), Totos ärgster Konkurrent, war nicht in der Lage den Score des Italieners zu übertreffen.

„Ich bin total glücklich darüber, dass ich die Qualis und das Finale gewonnen habe! Ich fühle mich jetzt wieder selbstbewusster nach meinem verhaltenen Start in die Saison“, fasst ToTo sein GlemmRide Wochenende zusammen.

Mit dem Red Bull Joyride Ticket in der Tasche vom Big White, ist die Vorfreude größer denn je. Toto ist sichtlich aufgeregt, wenn er daran denkt, dass es nur noch vier Wochen bis zum größten Event des Jahres. „Joyride ist das große Finale der Saison und somit wird ein Traum wahr!“

Währenddessen, erlebten die zwei anderen Rad Squad Fahrer, Jakub Vencl (CZE) und Lukas Knopf (GER), ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Während beide im Training Sicherheit ausstrahlten und einige technische Tricks einbauen konnten, mussten sie sich in der Qualifikation der starken Konkurrenz geschlagen geben. Obwohl Jakub bei seinem ersten Run 77.00 Punkte erzielte, reichte es nicht für einen Platz unter den Top 12, die das Finale erreichten. Auch Knopf zeigte einen soliden Run, der allerdings durch zu viele unsaubere Landungen gekennzeichnet war, sodass auch für ihn das Finale außer Reichweite war.

Das komplette GlemRide Slopestyle 2018 Ranking findet ihr hier: Ergebnisse

Jetzt nimmt der ROSE Rad Squad Red Bull Joyride bei Crankworx Whistler ins Visier. Torquato Testa wird sich in Whistler dem kanadischen Teamkollegen Anthony Messere anschließen. Messere will unbedingt das Blatt wenden, nachdem Crankworx Innsbruck und Les Gets nicht optimal für ihn liefen. Lukas Knopf und Jakub Vencl werden als erste und zweite „Nachrücker“ nach Whistler reisen und werden dann ins Geschehen eingreifen, für den Fall, dass andere Fahrer doch zurückziehen.

Video: Glemmride 2018 – MTB Festival in Saalbach Hinterglemm

Wie in jedem Jahr waren wir wieder auf dem Glemmride Festival. Neben Slopestyle Action konnte man an Downhill oder EBike Rennen teilnehmen oder auf den zahlreichen Trails in Saalbach Hinterglemm fahren. Auch gab es zahlreiche Sideevents und Konzerte.

PM: Dreifach Knaller in Andorra – Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup in Vallnord

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup 2018 startet in Andorra in die zweite Saisonhälfte. Nach bereits vier absolvierten Rennen im Downhill und Cross-Country beginnt sich das Feld in den jeweiligen Gesamtwertungen zu sortieren und der Kampf um die Krone nimmt an Fahrt auf. Gelingt Nino Schurter (SUI) im XCO und Amaury Pierron (FRA) im DHI der vierte Erfolg in Folge? Kann Tahnée Seagrave (GBR) nach ihrem zweiten Saisonsieg Rachel Atherton (GBR) die Führung in der Downhill-Wertung streitig machen? Schlägt Annika Langvad (DEN) nach ihrem heftigen Sturz in Val di Sole im Cross-Country wieder zurück?

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup mit deutschem und englischem Kommentar live aus Vallnord vom 13. – 15. Juli und on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

Wie gewohnt überträgt Red Bull TV den Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup live und on-demand neben dem englischen Stream auch mit deutschem Kommentar. Beim achten Weltcup-Stopp der Saison vom 13. – 15. Juli wird Christopher D. Ryan die Downhill-Rennen mit dem ehemaligen Europameister und sechsfachen österreichischen Staatsmeister Markus Pekoll im deutschsprachigen Live-Stream begleiten, im Cross-Country Live-Stream steht Ryan der dreifache Weltcupsieger Mike „The Bike“ Kluge zur Seite. Zusätzlich zum Downhill und Cross-Country am Samstag und Sonntag wird am Freitag, 13. Juni ab 17:20 Uhr das Short-Track (XCC) Rennen der Männer und Frauen mit englischem und deutschem Kommentar auf Red Bull TV übertragen.

DOWNHILL

Nur eine Woche nach der wohl technisch anspruchsvollsten Strecke im Weltcupkalender erwartet die Downhill Elite in Andorra dieses Wochenende ein weiterer brutaler Test auf der steilsten Strecke des Jahres. Doch nicht nur das steile Gelände, auch die vielen Wurzeln und Steine und die im Vergleich zu den bisherigen Strecken große Höhe mit dem Start auf fast 1.900m, werden den Fahrern zu schaffen machen. Nach drei Siegen in Folge und mit dem verletzungsbedingten Fehlen von Aaron Gwin (USA), findet sich der junge Franzose Amaury Pierron in der Favoritenrolle wieder. Gelingt ihm in Vallnord mit seinem spektakulären Fahrstil der vierte Sieg in Folge oder greift der Rest des Feldes noch in den Kampf um die Gesamtwertung ein? Laurie Greenland (GBR) wird in Vallnord nach seinem dritten Platz in Leogang und zweiten Platz in Val di Sole, alles daran setzen seinen langersehnten ersten Weltcupsieg einzufahren und auch Vallnord-Vorjahressieger Troy Brosnan (AUS) wird nach einem für ihn enttäuschenden 10. Platz in Val di Sole hochmotiviert sein. Auch Danny Hart (GBR), Luca Shaw (USA), Loris Vergier (FRA) und Loic Bruni (FRA) werden nach einer für sie eher durchwachsenen Saison alles dafür tun in Vallnord um den Sieg mitzufahren.

Der Mercedes-Benz UCI Downhill Mountain Bike World Cup mit deutschem und englischem Kommentar live aus Vallnord am 14. Juli ab 12:30 Uhr und on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

Im Feld der Frauen kam der größte Schock schon im Training in Val di Sole, als die Führende in der Gesamtwertung, Myriam Nicole (FRA), nach einem Sturz auf die Qualifikation und das Rennen verzichten musste und auch in Vallnord pausieren wird. In Abwesenheit von Nicole, übernahm Rachel Atherton (GBR) mit einem starken zweiten Platz hinter Tahnée Seagrave (GBR) die Führung in der Gesamtwertung. Die größte Überraschung war jedoch Monika Hrastnik (SLO), die nach dem ersten Platz in der Qualifikation, mit nur 1,2 Sekunden Rückstand den dritten Platz und damit ihr bisher bestes Weltcupergebnis einfuhr. Auch die Italienerin Veronika Widmann und die ehemalige Speerwerferin Nina Charlott Hoffmann aus Deutschland erreichten mit einem starken fünften beziehungsweise sechsten Platz ihr bisher bestes Weltcupergebnis. Kann Seagrave in Vallnord den Abstand zu Atherton in der Gesamtwertung weiter verkürzen? Können Hrastnik, Widmann und Hoffmann auf ihren starken Resultaten aufbauen? Der ohnehin schon spannende Weltcup der Frauen verspricht in Vallnord noch heißer zu werden!

SHORT-TRACK

Das in diesem Jahr neu in den Weltcup aufgenommene Cross-Country Short-Track (XCC) hat sich rasend schnell bei den XCO-Fahrern und Zuschauern etabliert. In Vallnord werden zum nunmehr vierten Mal die ersten beiden Reihen in der Startaufstellung der XCO-Rennen über den knapp halbstündigen spektakulären Vollgas-Sprint auf einem knapp 1km-langen Rundkurs ausgefahren. Noch wichtiger als die Startaufstellung sind allerdings die Punkte, die im XCC vergeben werden. So erhalten die Sieger mit 125 Punkten exakt die Hälfte der Punkte, die bei einem Sieg im XCO vergeben werden, was das XCC zu einem bedeutenden Faktor in der Cross-Country Gesamtwertung macht.

Anders als im XCO hieß der Sieger im XCC der Männer diese Saison bisher noch nicht Nino Schurter sondern zweimal Mathieu van der Poel (NED) und einmal Sam Gaze (NZL). Mit einem zweiten und einem dritten Platz mit jeweils weniger als 10 Sekunden Rückstand auf den Sieger, fehlte dem Führenden in der XCO Gesamtwertung jedoch nicht sehr viel zum Sieg und so wird Schurter auch in Andorra sicherlich alles für seinen ersten Erfolg im XCC geben.

Die Short-Track Rennen des Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup mit deutschem und englischem Kommentar live aus Vallnord am 13. Juli ab 17:20 Uhr und on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

Im Feld der Frauen führte bislang kein Weg an Annika Langvad (DEN) vorbei. Trotz extrem knappen Entscheidungen mit jeweils weniger als fünf Sekunden Vorsprung, gelang es Langvad bisher bei jeder Short-Track Entscheidung als Siegerin hervorzugehen. Die aktuell Führende in der Gesamtwertung, Jolanda Neff (SUI), die Französin Pauline Ferrand-Prevot und Anne Tauber (NED) sind Langvad jedoch heiß auf den Fersen und werden am Freitag alles daran setzen die Dominanz der Dänin im XCC zu brechen. Eines steht jedoch jetzt schon fest, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen werden die Short-Track Rennen wieder extrem knapp und spektakulär.

CROSS-COUNTRY

Die größte Schwierigkeit beim Cross-Country Weltcup in Andorra ist nicht wie sonst die Beschaffenheit der Strecke. Zwar muss sich der Kurs in Vallnord definitiv nicht vor den meisten anderen Strecken verstecken, wenn es ums technische geht, aber die Höhe stellt eine ganz besondere Herausforderung für die Athleten dar. Auf über 1.800m gelegen ist der Start des XCO-Kurses der mit großem Abstand am höchsten gelegene der Saison und verlangt den Fahrern konditionell extrem viel ab. Nach einem Wackler beim ersten Weltcup in Stellenbosch bei dem er „lediglich“ den zweiten Platz belegte, fand der Schweizer Nino Schurter mit drei Siegen in Folge wieder zu alter Dominanz zurück und führt die Gesamtwertung überlegen an. Anders als in seinem Rekordjahr 2017, fielen die Entscheidung für Schurter jedoch erst auf der Zielgeraden oder wie in Nové Město sogar erst im Fotofinish. Können die starken Neuseeländer Sam Gaze und Anton Cooper, der Niederländer Mathieu van der Poel oder Maxime Marotte in der Höhe von Vallnord den XCO-König stürzen?

Der Mercedes-Benz UCI Cross-Country Mountain Bike World Cup mit deutschem und englischem Kommentar live aus Vallnord am 15. Juli ab 12:00 Uhr und on-demand jederzeit und überall verfügbar – nur auf Red Bull TV!

Auf Seite der Frauen sah bis Val di Sole alles nach auf einen Zweikampf zwischen Annika Langvad und Jolanda Neff aus. Neff gewann in Albstadt, während Langvad in Albstadt und Nové Město erfolgreich war. In Val di Sole musste die bis dahin Führende in der Gesamtwertung, Langvad, allerdings nach einem Sturz das Rennen aufgeben. Neff gelang es in Langvads Abwesenheit zwar mit einem dritten Platz die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen, doch das Rennen gewann ihre Teamkollegin Maja Wloszczowska (POL). Kann Langvad in Vallnord die Führung wieder zurückerobern oder macht Neff das Rennen? Kann Wloszczowska den Aufwind nach ihrem ersten Weltcupsieg in sechs Jahren nutzen und dem Führungstrio um Pauline Ferrand-Prevot, Neff und Langvad noch gefährlich werden? Schafft die deutsche Elisabeth Brandau nach mehreren Top 10 Platzierungen in Vallnord den Sprung unter die ersten Drei?

Das Downhill-Rennen der Frauen startet am Samstag, 14. Juli, um 12:30 Uhr, gefolgt vom Rennen der Männer um 14 Uhr. Das Cross-Country-Rennen der Frauen startet am Sonntag, 15. Juli, um 12 Uhr, das der Männer um 14:30 Uhr. Red Bull TV überträgt beide Rennen live und on-demand, jederzeit und überall verfügbar auf redbull.tv/uci. Zusätzlich zu den DHI und XCO-Rennen am Samstag und Sonntag übertragt Red Bull TV auch die XCC-Rennen am Freitag, 13. Juli, ab 17:20 Uhr.

Weitere aktuelle Informationen, die Wiederholungen der laufenden UCI Weltcup Saison, der Saison 2017 und weitere actionreiche Unterhaltung rund um das Thema Mountainbike finden sich auf dem Red Bull Bike Channel auf redbull.tv/bike.

 

Der Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup – LIVE auf Red Bull TV

11./12. August: Mont-Sainte-Anne, Kanada (XCO #6/DHI #6), Live auf Red Bull TV 18:30 Uhr / 18:00 Uhr

26./26. August: La Bresse, Frankreich (XCO #7/DHI #7), Live auf Red Bull TV 12:30 Uhr / 12:00 Uhr MEZ

RENNBERICHT: Specialized Rookies Cup Nr.3 – ST. Kassian/Alta Badia (Trentino/Südtirol)

Während in Val di Sole die Downhill-Weltelite zusammenkam, wurde etwa drei Autostunden weiter östlich der Nachwuchs mit dem dritten Lauf des Specialized Rookies Cups gefordert. Austragungsort war St. Kassian/Alta Badia, ein kleiner Tourismusort in den Dolomiten.

Erstmalig in der zehnjährigen Geschichte gastierte die Nachwuchsserie in Italien. Austragungsort war St. Kassian. Der nur etwa 850 Einwohner zählende Ort am Fuße der imposanten Felswände des Piz Cunturines, des Piz Lavarela, des Settsass und des Lagazuoi ist ein beliebtes Reiseziel für Winter- und Sommerurlauber. Immer mehr zielt der Sommertourismus auf Mountainbiker ab und somit bewarb man sich für die Austragung eines Rennens des Specialized Rookies Cups.

Dolomite Alpes - RDC St. Kassian 2018.JPG

Etwa 130 Nachwuchssportler haben die Reise in die Region Trentino-Südtirol auf sich genommen und wurden vor die Aufgaben gestellt, eine extrem lange und somit sehr anstrengende Strecke zu absolvieren. Die Schwierigkeit lag somit nicht unbedingt an einzelnen Hindernissen, sondern eher an der konditionellen Forderung. In diesem Jahr besteht die Serie aus sechs Rennen und bietet erneut mit völlig verschiedenen Charakteren der jeweiligen Strecken eine extreme Vielfältigkeit.

Nicht zuletzt die Abwechslung innerhalb der Serie soll die jungen Talente möglichst gut auf eine sportliche Laufbahn vorbereiten und somit trägt jedes einzelne Rennen dazu bei, am Ende der Saison in der Gesamtwertung ein Abbild der umfänglichen Fähigkeiten der Athleten darzustellen. Naben den Anforderungen der Strecken sind natürlich die äußeren Bedingungen ein weiter wichtiger Faktor und auch dieser war am zurückliegenden Wochenende nicht ganz ohne. Am Samstagmorgen begann das Pflichttraining auf nasser Strecke und änderte sich bis zum Seeding Run zu doch eher trockenen und somit wesentlich schnelleren Verhältnissen.

Mud - RDC St. Kassian 2018.JPG

Im Seeding Run ließen die Gesamtwertungsführenden in den männlichen Klassen U13 und U15 keine Zweifel zu. Mike Huter (SUI – DMBikecorner) und Niklas Sterer (AUT – Armadillos Racing Team) kassierten erneut die volle Punktzahl und bauten damit weiter ihren Vorsprung aus.

Niklas Sterer mit einer eindeutig steigenden FormkurveNiklas Sterer mit einer eindeutig steigenden Formkurve

 

Der Sonntagmorgen begann dann ein ganzes Stück freundlicher und um einiges Angenehmer für die Teilnehmer, denn insbesondere im Rookies Cup leiden nicht nur die Sportler, sondern alle Mitgereisten und Helfer des Rennens ebenso mit. Der Blick am Morgen hinauf zu den umgebenden Bergen lohnte sich, denn für dieses Naturschauspiel ist der Ort bekannt.

Golden glänzten die von der Sonne angestrahlten Gipfel und es entstand eine einzigartige Atmosphäre. Ob die jungen Talente ein Auge für die Schönheit der Natur hatten, darf man bezweifeln, aber für sie ging es ja auch um etwas ganz anderes. Drei Stunden Zeit waren erneut für ein Training angesetzt, bevor es dann pünktlich 11.30 Uhr mit den Finalläufen los ging.

Golden Rock - RDC St. Kassian 2018 .JPG

Als erstes waren die Open Women an der Reihe. Dort gewann Sabine Steixner (AUT – Paint & Polish Downhill Racing). Danach starteten die mit etwa 20 Fahrern stark besetzte Klasse der U13 Boys. Und wieder dominierte Mike Huter mit 19 Sekunden Vorsprung das Feld.

Mike Huter verbuchte bei allen drei bisherigen Rennen die volle PunktzahlMike Huter verbuchte bei allen drei bisherigen Rennen die volle Punktzahl

 

Auch wenn momentan kein Weg am jungen Schweizer vorbeiführt, sollten sich die anderen nicht entmutigen lassen. Denn auch die Protagonisten dahinter liefern hier bei jedem Rennen großartiges Racing ab. Zweiter wurde Milan Machacek (GBR – 2:1Racing UK), der seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung somit weiter festigte. Seinen ersten Podestplatz erreichte Luis Kelch (GER – BPA Racing), der damit wohl absolut zufrieden nach Hause reisen konnte. Die nächste Klasse war dann logischerweise die U15, in der 30 Fahrer aus acht verschiedenen Nationen an den Start gingen.

Diesmal hat man es dem großen Favoriten und schnellsten des Seeding Runs nicht einfach gemacht. Anfangs sah es so aus, als wenn Niklas Sterer das Rennen für sich entscheiden könne, allerdings gab es noch ein paar Nachstarter und einer von ihnen war Ike Klaassen (NED – Santa Cruz SA), der dann tatsächlich noch einmal um acht Sekunden unterbieten konnte. Somit gewann der sympathische Niederländer, der seit vier Jahren regelmäßiger Gast beim Rookies Cup ist. Dritter wurde Tom Binet (FRA – CAP), ein Neuling der Serie, den vorher sicherlich keiner auf dem Schirm gehabt hatte.

Podium U15 Boys (v.l.n.r.: Sterer, Klaassen, Binet)Podium U15 Boys (v.l.n.r.: Sterer, Klaassen, Binet)

 

Danach ging es weiter mit den Girls, bei denen in der U13/U15 Klasse Marie Aichner (ITA – ASV-St.Lorenzen) gewann und Johanna Illmer (AUT – MTB Downhill & Freeride Verein) in der U17/U19 Klasse ganz oben stand. Nun waren die U17 Fahrer an der Reihe. Diese Alterskategorie wird unterteilt in eine lizenzierte und nicht-lizenzierte Klasse. Bei der Youth U17, also denjenigen ohne UCI Lizenz, setzte sich Rokas Sviderskis (LTU – Sviderskis Racing Team) durch, der bereits das Rennen in Steinach gewinnen konnte und somit auch in der Serienwertung ganz oben geführt wird.

Zweiter wurde Leon Stemmler (GER – CUBE Co-factory Pilots), der sich von Rennen zu Rennen immer weiter nach oben arbeitet. Als Dritter komplettierte Armin Schölzhorn (ITA – Amateur Bike Club Klausen) das Podest. In der Pro U17 Klasse konnte sich Jan Laner (ITA – Südtirol Rainer Wurz Team ASV) nach dem dritten Rang im Seeding Run nun als Schnellster verewigen. Sein Landsmann Lukas Holzer (ITA – SSV-Pichl Gsies) wurde Zweiter gefolgt vom Neuseeländer Ethan Blanchard. Die älteste männliche Kategorie ist die Open U19 gewesen, bei der Christoph Moser den Platz als Sieger verlassen konnte.

Christoph Moser beim WallrideChristoph Moser beim Wallride

 

St. Kassian konnte bei seinem Rookies Cup Debüt wirklich überzeugen. Die atemberaubend schöne Landschaft sollte bei einer hoffentlichen Rückkehr der Serie im nächsten Jahr Grund genug für einige Eltern mehr sein, ihre Kinder zu diesem Rennen zu chauffieren. Weiter geht es nun ohne Pause am kommenden Wochenende in Saalbach mit dem vierten Lauf, diesmal eingebettet in das Glemmride Festival.

PM: Sam Hill konnte sich erneut bei der Enduro World Series in Petzen, Austria und Jamnica, Slovenia durchsetzen

Monster Energy`s Sam Hill konnte sich erneut einen Sieg der Enduro World Series in Petzen (Österreich) und Jamnica (Slowenien) erfahren. Der erste EWS-Stop jemals der zwei Tage lang in zwei Ländern stattfand, ermöglichte es ihm, am Wochenende in beiden Ländern die Trails zu dominieren.

Nach der vierten Runde ist Halbzeit bei der Enduro World Series 2018 und eine Premiere das bei einem Rennen der EWS eine Landesgrenze überschritten wurde. Bei dem vierten Stop der EWS führten die sechs Stages durch atemberaubendes völlig unterschiedliches Terrain. Die frischen Trails des Osteuropäischen Mountainbike-Paradises wurden am Wochenende zum Leben erweckt, als knapp 500 der weltbesten Enduro-Fahrer in die Region kamen. Der Regen am Anfang der Woche machte den Untergrund etwas klebrig und rutschig was besonders spannende Rennen versprach. Gesamtzeiten von über 56Minuten und ein im Untergrund liegendes Mienen-System versprach ein Rennen das so schnell niemand vergisst.

Sam Hill in Petzen

Hill war das ganze Wochenende nur darauf aus zu gewinnen und konnte somit 3 von 6 Etappen deutlich für sich entscheiden. Unter anderem auch die vorletzte Etappe bei der es 13 Minuten über steile und technische Stellen entlang der Petzen Gondel hinunter ging. Mit über 1300 Höhenmeter im Abstieg reichte es für Hill, seine Führung mit 1,6 s auf 10,58 Sekunden aus zu bauen und somit den Gesamtsieg zu gewinnen.

 

 

Nach seiner Zieleinfahrt redete die Australische Bike Legende über seinen Rennlauf:

„Das Wochenende war unglaublich,“ sagte Hill. „Ich hab die Strecken und Stages wirklich genossen und das Battle mit Martin Maes das ganze Wochenende über. Ich bin wirklich glücklich das ich ihn bei der letzten Stage im gesamten schlagen konnte. Ich war sehr fokusiert als ich zur letzten Stage kam, welche fast 15 Minuten lang war. “ Da Hill heute am ersten Tag seinen Knöchel angeschlagen hatte musste er heute die Zähne besonders hart zusammen beißen.

Sam Hill in Petzen

 

„Ich war schon ein bisschen nervös heute Morgen, doch ich sah es ab der ersten Stage eher gelassen.“ erläuterte Hill. Ich hatte zu gegeben ein bisschen Respekt als Martin bei den ersten Stages etwas aufgeholt hatte, doch am Mittag wurde mein Knöchel wieder „warm“ und ich konnte alles geben.

Sam Hill konnte sich den Sieg des 4Stop`s der EWS erringen

 

Hill möchte nun erst einmal nach Hause kehren und sich erholen bevor in 2 Wochen das nächste Rennen im italienischen La Thuile ansteht.

 

 

 

MUST WATCH: Neues RAW100 Video mit Brandon Semenuk

Brandon Semenuk ist zurück! Wie von seinen bisherigen RAW100 Edits gewohnt, staunten wir in diesem Video nicht schlecht, was der 27-jährige Kanadier auf seinem Slopestyle Bike so anstellt. Unter Anderem landet Brandon einen „Footplant Cork 720“, welchen wir so vorher noch nie auf einem Mountainbike gesehen haben. Unbedingt anschauen!