VIDEO: Durch die Augen eines Athleten: Matt Jones | Frames of Mind

Der aufstrebende Freeeride-Mountainbikestar Matt Jones hat heute seine erste Filmproduktion veröffentlicht. „Frames of Mind“ arbeitet mit dem innovativen Rotoskopieverfahren und zeigt den Briten beim Visualisieren seiner Tricks, mit denen er das Freestyle-Mountainbiken an eine neue Grenze bringt. Der Film eröffnet neuartige Einblicke, wie Athleten Sportpsychologie nutzen können, um Leistung auf höchstem Niveau zu bringen.

In dem auf einem selbstgebauten Trail im Rushmere Country Park bei Leighton Buzzard in England gedrehten Film zeigt der Red Bull Athlet zahlreiche einzigartige Tricks inklusive der Weltpremieren Bum Slide, 270 Rim Bonk, Hitching Post Flip to Feet, Decade Tsunami und Superman Backflip to Tuck No-Hander.

Beim Schnitt des Films setzte Cut Media das Rotoskopieverfahren ein. Es verdeutlicht dem Zuschauer, was in Matts Kopf vorgeht, während er sich auf seine unglaublichen Tricks vorbereitet. Der Weg dahin war ein komplexer Prozess, für den unzählige Bildfolgen ausgeschnitten werden mussten, um die fließenden „Spuren“ zu erzeugen, die man im Film sieht.

Als Athlet in einer Hochrisikosportart arbeitet Matt Jones eng mit dem erstklassigen Leistungsmentoren Gary Grinham zusammen. Er hilft ihm, vor Wettbewerben eine Siegermentalität aufzubauen, und unterstützte sein Comeback nach einer Verletzung. „Am wichtigsten ist es, zu akzeptieren, was schlimmstenfalls passieren kann“, erklärt Gary Grinham. „Man wird in einem Wettkampf nie seine Bestleistung bringen, wenn man daran denkt, dass man sich verletzen könnte. Wenn das abgehakt ist, kann man seine Leistung frei und ohne Sorgen abrufen.“ Die Partnerschaft zwischen Jones und Grinham war die Inspiration zu dem Film. Matt Jones konnte kaum trainieren, bevor er seine Tricks zeigen musste, weil er sich wenige Wochen vor den Dreharbeiten beim Crankworx Rotorua das Handgelenk gebrochen hatte.

Der 23-Jährige hat mit zehn Jahren mit dem Mountainbiken begonnen. Der Brite hat ebenso viele Stunden damit verbracht, Sprünge zu bauen, wie sie zu befahren. Als er begann, die britische Dirtjump-Szene aufzumischen, war er noch in der Schule. Seinen ersten internationalen Wettkampf gewann er 2016.

Es ist ein großartiges Gefühl, einen Trick zu stehen, auf den man sich lange vorbereitet hat“, sagt Matt Jones. „Das Visualisieren ist dabei am wichtigsten. Sobald mir der Trick im Kopf vertraut vorkommt, setze ich mich auf das Rad und versuche ihn in der Wirklichkeit. Man kann sich vom Absprung bis zur Landung alles im Kopf vorstellen, bevor man sich in den Sattel setzt. Ich weiß dann schon genau, was ich tun muss, wie hoch ich springen darf und wie viel Airtime ich haben werde. Ich kenne den gesamten Trick von Anfang bis Ende. Durch das Visualisieren kann ich schon unglaublich viel über einen Trick herausfinden. Ich arbeite mich im Kopf durch seine Physik und stelle mir vor, wie er sich anfühlen wird.“

Weitere Infos zu Matt Jones und den Film „Frames of Mind“ findet man unter www.redbull.com/framesofmind

Trick-Liste (in der Reihenfolge, wie sie zu sehen sind):

270 Rim Bonk
Treeride Pocket Air
Backflip Tuck No-Hander
Truckdriver
720 Tuck No-Hander
Barspin
Moto Whip E.T
Decade Tsunami
Seat Grab Whip
Superman Backflip to Tuck No-Hander
Nosebonk, Barspin to Manual
Bum Slide
Hitching Post Flip to Feet
Rueben into Treeride
360

Previous ArticleNext Article

VIDEO: Love and Warfare – Alex Volokhov – No bad days

Ein Wetter wie im rauen Frühjahr von Deutschland, aber dennoch liegt eine besondere Stimmung im Nebel des Wald von British Columbia. Unglaublicher Flow und Style gepaart mit der verschlafenen Natur sowie der Leidenschaft des Riders und des Kameramanns machen das Video auf jeden Fall zu etwas besonderem.

Biken kann manchmal ein ziemlich einsamer Sport sein. Es gibt oft Tage an denen man den ganzen Tag alleine im Wald baut, seine Angst überwindet oder seine Verletzungen ausheilt, wie Alex Volokhov, wir haben eine Leidenschaft für einen Sport der an Wahnsinn angrenzt. Bei diesem muss man über Schmerz und Risiko gehen um das Gefühl der „Erfüllung“ zu erlangen. Bevor ich und Alex das filmen angefangen haben, mussten wir im Wald einige Wochen bauen. Er hatte gerade 4 neue Features fertiggestellt als er schon wieder in 2 Wochen zurück nach Nelson musste. Die Zeit lief uns davon und wir mussten anfangen zu filmen. Wir schafften es „MT Provost twice“ innerhalb der ersten Woche zu filmen. Mit den Konditionen hatten wir wahnsinniges Glück, besser hätte ich es mir nicht wünschen können. Wir schafften es in zwei Tagen die Aufnahmen fertig zu stellen und nun war es an der Zeit, die Features zu filmen, die Alex gebaut hatte. Nur leider machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung und 3 von 4 der Features von Alex waren aufgrund des Regens unfahrbar. Die Zeit rannte uns davon und uns blieb nur noch ein Tag um die andere hälfte des Videos aufzunehmen. Mit der Arbeit die vom Regen zerstört wurde sank auch die Stimmung. Zum Glück war aber seine Hauptarbeit noch fahrbar, und Alex wusste genau was er wollte. Wir hatten es, die zweite hälfte des Videos wurde genau so wie der Tag verlief. Nichts wurde gespielt, nichts war Fake, alles lief genau so wie es auf dem Video zu sehen ist. Die Leidenschaft und Entschlossenheit der Fahrer ist das, was ich am Filmen von Bikern so liebe. Ich werde immer den Mut und die Anstrengung respektieren, die diese Athleten in ihre fahrten stecken, es ist das, wofür sie leben! Ein besonderer Dank geht an Jordie Lunn!

 

LAUNCH: Das neue Specialized „Stumpjumper“ Trailbike – ein Allrounder? – inkl. VIDEO

Wir waren für euch beim Specialized Launch des neuen Stumpjumper und haben es in seinem Einsatzgebiet getestet. Per Livechat mit einem der Entwickler direkt aus Kalifornien wurden uns die ersten Infos zum neuen Bike erklärt. Anschließend haben uns die Mitarbeiter von Specialized Germany in Holzkirchen ihre Eindrücke während der Entwicklung nahe gebracht.

Trailevent 2018 in Holzkirchen

Die wichtigsten Änderungen vorweg, es gibt eine Short- und eine Long-,travel Variante. Das Stumpjumper hat eine komplett neue, deutlich steifere Geometrie mit mehr Reach. Bei der Entwicklung hat man einige Eindrücke des Demo’s einfließen lassen. Zudem gibt es einen Flipchip mit dem ihr in wenigen Minuten die komplett Geo anpassen könnt.

Direkt zum Anfang findet ihr hier die beiden Geometrien:

Geometrie des Longtravel in der Carbon Variante und 29″

Geometrie des Short travel Stumpjumper’s in 29″

 

 

Der eigentlich simple Flipchip, verändert die Höhe des Tretlagers um bis zu ±6mm und den Lenkwinkel um bis zu ±0,5°

 

Außerdem könnt ihr euch euer Rad so zusammenstellen, wie ihr es wollt, vom Hybridlaufradsatz bis zu 3,0″ Reifenbreite ist alles möglich und das Ganze bei 29″ oder 650b.

Wir haben beide Varianten für euch getestet. Erst das Longtravel mit 150/140mm, welches von Werk aus auch für den Bikepark geeignet ist. Durch die 29″ Laufräder ist das Bike sehr laufruhig und trotz gröberen Wurzelfeldern stand die Performance des Fahrwerks wohl kaum einem Enduro nach.

Man merkt sofort das Specialized zusammen mit dem Fahrwerkshersteller die Geometrie angepasst hat 

 

Die asymmetrische Brücke passt sich dem ebenfalls asymetrischen Rahmen, welcher vor allem darin dem Demo sehr ähnelt, perfekt an. Durch das neue Design soll der Rahmenflex minimiert werden und die Flexibilität zwischen Steuerrohr und Tretlager so minimal gehalten werden wie möglich. Dennoch trägt es auch dazu bei, das Gewicht nochmals zu reduzieren. Um ein bestmögliches Fahrwerk zu konstruieren, hat Specialized von Beginn an mit dem Fahrwerksherstellern zusammen gearbeitet.

 

Deutlich zu sehen, die asymetrische Dämpferaufnahme

 

Dennoch wollten die Entwickler das Gewicht noch reduzieren und so ergibt sich ein Gewichtsersparnis von ca. 250g bei den Größen S, M und 100g bei den Größen L & XL (bezogen auf den Rahmen). Zur erhöhten Steifigkeit, trägt die neue Strebe einen großen Teil hinzu.

 Rider first engenerd // Die Verbindung zwischen Bike und Fahrer soll perfekt funktionieren, egal wie groß der Fahrer ist.

Höchste Steifigkeit auch beiden Größen L/XL

Zudem könnt ihr einen kleinen Schlauch, eure Regenjacke oder Energieriegel im Stauraum unter der Getränkehalterung verstauen. Diese Swat Box ist noch 20% größer als die im vorherigen Modell.

Die Swat Box bietet einiges an Platz und kommt ohne zusätzliche Bauteile aus

 

Die 2,6″ Specialized Bereifung beim Longtravel und die 2,3er beim Shorttravel erstaunte uns sehr, beste Performance auf dem Trail, mit einem gröberen offenen Profil aber dennoch einen definitiv guten Lauf bergauf oder auf dem Asphalt.

Der Butcher vorne und der Purgatory hinten bieten bei 2,6″/2,3″ einen optimalen Kompromiss

Weitere tolle Feature’s sind, der neue geräuscharme integrierte Kettenstrebenschutz mit Noppen und die innenverlegten Züge mit einem Schlauchsystem für Bremse, Schaltung und Sattelstütze, welche das Verlegen der Leitungen bei der Carbon Version des neuen Stumpjumper’s zum Kinderspiel machen.

Dem „Kettenschlag“ wird durch die Noppen aktiv entgegengewirkt

 

Zudem wird es eine Women Edition in der Short Variante geben, welche bis zur Austattungsvariante „comp“ zur Verfügung steht. Bei dieser „Women“ Edition wurden alle Kontaktpunkte verändert, unter anderem die Griffe, der Sattel, eine komplett höhere Front, eine kürzere Kurbellänge und ein extra abgestimmter Dämpfertune. An der Geometrie hat Specialized keine Änderungen vorgenommen, da sie aus Praxiserfahrung festgestellt haben, dass sich die Sitzposition zwischen Frauen und Männern nur minimal unterscheidet und hier eine Anpassung der Kontaktpunkte völlig ausreiche.

Die Women Comp 29″ Edition, hier als Alurahmen

Außerdem wird im Laufe des Jahre’s noch eine „Evo“ Variante herausgebracht, welche über eine laut Specialized „sehr spezielle bzw. extreme“ Geometrie verfügt. Der Lenkwinkel dieser komme laut der Entwickler, der Geo des Demo’s sehr nahe.

Im Praxistest

Schon auf dem flachen Schotterweg zum Trail, fiel einem direkt das super Rollverhalten des Bikes auf. Das tiefe Tretlager und die 160mm (bei M/L/XL) variable Commander Post sorgt für eine angenehme Sitzposition auch bei steileren Anstiegen. Ziemlich am Anfang unserer Tour gab es eine Passage mit einem relativ steilen Abhang, durch die ausgeklügelte Suspension zusammen mit den 29″ Laufrädern war dies kein Problem. Durch die 2,6″ breite Specialized Bereifung hat man bei trockenen sowohl auch bei matschigen Bedingungen hervorragenden Grip.

Die trotz 29″ verspielte Geometrie lädt auch bei kleinen Wurzeln zum Abziehen ein

 

Als wir die Bikes tauschten und wir ein Short Travel bekamen, hat es uns definitv überrascht, wie man die 130/120mm so effektiv nutzen kann. Die Endprogression war immer gegeben und man hatte nie das Gefühl durchzuschlagen. Trotz des tiefen Tretlagers war man auch hier nicht in Gefahr, direkt an der nächst höheren Wurzel hängen zu bleiben. Allerdings könnte man hier auch durch den Flipchip, dass Tretlager nochmals 6mm höher setzen. Bei der Short Travel Variante sitzt man einfach etwas aufrechter, was bei langen Uphill Passagen definitv sehr angenehm ist. Bei Downhill Passagen bot die Long Travel Variante aber ein potenteres Fahrverhalten.

Auch das Short Travel mit 130/120mm ist so gut wie jedem Trail gewappnet

Als Fazit können wir auf jeden Fall nur Positives berichten, beide Varianten machen einfach Spaß und bieten ausreichend Reserven. Die neuen Features sind wirklich praktisch und mit den 29″hat Specialized wie auch bei den Reifen einen perfekten Kompromiss aus Rollwiderstand und Grip bzw. Sicherheit gefunden. Als Nachteil müssen wir leider den vergleichsweise hohen Preis nennen. Doch Spaß ist garantiert und einen treuen Allrounder für eure Trails oder einen Flowtrail findet ihr hier auf jeden Fall.

Wir haben für euch noch ein Video am Tag des Trailevent`s aufgenommen, unter anderem mit Fabio Wibmer (siehe oben).

 

 

TEST: Die Neuauflage der ION „K-Pact“ Knieschoner im Test

Wir haben die neuen ION K-Pact Knieschoner getestet. Sie wurden komplett überarbeitet und begleiten euch bei so gut wie jedem Einsatzbereich. Durch ihr dünnes Design können sie auch unter der Jeans getragen werden und sind somit auch interessant für Dirt- und Street-Fahrer. 

Wie uns die Protektoren gefallen haben und alle Info’s erfahrt ihr in unserem neuen Video:

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 89,95€

Weitere Informationen erfahrt ihr hier.

PM: Laurie Greenland und Myriam Nicole gewinnen in Maribor

Was für ein Saisonauftakt der Europacupserie. Laurie Greenland und Myriam Nicole gewinnen auf der legendären Strecke von Maribor. Bei dem ausgebuchten Rennen gingen 400 Fahrer aus 33 Nationen an den Start.

Nachdem Maribor nun drei Jahre von der internationalen Bildfläche verschwunden war, kehrte am vergangenen Wochenende erstmalig wieder der iXS European Downhill Cup in die slowenische Metropole zurück. Im Vergleich zur letzten Austragung eines Rennens dieser Serie hat sich einiges an der Strecke verändert. Der komplette untere Teil nach dem berühmten Rock Garden wurde einer Überarbeitung unterzogen, ohne jedoch den besonderen Charakter der Strecke, die zu den weltweit beliebtesten zählt, zu verändern. Obwohl vor zwei Wochen noch ordentlich Schnee lag, haben es die Veranstalter hinbekommen, einen perfekten Kurs zu bieten.

Landscape - EDC Maribor 2018.jpg

Obwohl der Termin für den Serienauftakt sehr früh angesetzt war, waren die äußeren Bedingungen optimal. Warme Temperaturen und trockene Verhältnisse sind für April nicht selbstverständlich, aber natürlich dem Anlass angemessen. Die Wahl des Datums war natürlich absichtlich, schließlich konnte somit das Rennen für viele als Generalprobe für den eine Woche später stattfinden Weltcup im kroatischen Losinj dienen. Somit war es wenig verwunderlich, dass unter den 400 Teilnehmern aus 33 Nationen viele internationale Top-Fahrer an den Start gingen. Der Favoritenkreis war ziemlich groß und gerade am Anfang der Saison schwierig abzustecken.

Die Qualifikation

Nachdem am Freitag der obligatorische Track Walk und das Freie Training auf dem Programm standen, wurde es am Samstag dann nach der ausgiebigen Trainingssession am Morgen zum ersten Mal ernst. Wie im Europacup üblich, ging es in der Elite Men Klasse um den Einzug ins Super Final am Sonntag, bei dem die besten 30 der Qualifikation dann um den Rennsieg fahren. Für alle anderen ging es um erste wichtige Punkte für das Gesamtklassement und die Startaufstellung im Finale.

Die nicht nur qualitativ, sondern mit knapp 30 Frauen auch quantitativ stark besetzte Klasse der Elite Women hielt Myriam Nicole (FRA – Commencal Vallnord) mit einer Zeit von 4:06.275 Minuten in Schach. Allerdings zeigten sich auf den nachfolgenden Plätzen unter anderem Tracey Hannah (AUS – Polygon UR) oder die neue Europameisterin Monika Hrastnik (SLO – Blackthorn) ziemlich angriffslustig.

Myriam Nicole - iXS EDC

Schnellster Elite Men Fahrer war Amaury Pierron (FRA – Commencal Vallnord), der mit einer Zeit von 3:31.629 Minuten sich ganz knapp vor Troy Brosnan (AUS – Canyon Factory Team) halten konnte.

Amaury Pierron - iXS EDC

Die Finalläufe

Der Sonntag startete dann erneut mit perfekten Bedingungen. Nachdem noch einmal vier Stunden Training angesetzt waren, ging es pünktlich um 12.30 Uhr los mit den Finals. Die erste Klasse war wie immer die Masters Kategorie. Wie schon am Vortag setzte sich Fabrizio Dragoni (ITA – Alessi Racing Team) durch und verwies Dominik Dierich (GER – TREK AmperRad) und Billy Caroli (SUI – Fabien bike tramelan) auf die nachfolgenden Plätze.

Nachwuchsklassen

Nach den älteren Herren war mit der U17 male Klasse der Nachwuchs an der Reihe. Am Ende entschied Simon Chapelet (FRA – Polygon UR Development) das Rennen mit 3:42.845 Minuten für sich. Blake Ross (NZL – Revolution Products NZ) und Chris Cumming (IRL – Wideopenmag) komplettierten das Podest. Siel van der Velden (BEL – VDV) war die Schnellste der U17 female Kategorie. Sie verbesserte sich im Vergleich zum Vortag um etwa 20 Sekunden und dürfte damit ziemlich zufrieden sein.

Valentina Höll wird in einer Woche an ihrem ersten Weltcup teilnehmen © Rick SchubertValentina Höll wird in einer Woche an ihrem ersten Weltcup teilnehmen © Rick Schubert

 

In der U19 female Klasse konnte sich Valentina Höll (AUT – Sram Rockshox Factory Racing) mit einem deutlichen Sieg das nötige Selbstvertrauen für ihr Weltcupdebut sichern. Wie üblich muss sich das Ausnahmetalent und seit neuestem auch Mitglied der Red Bull Familie den Vergleich ihrer Zeit mit den Elite Women gefallen lassen und um das Ganze schon einmal vorweg zu nehmen, es hätte diesmal für den dritten Platz gereicht. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass sich die anderen aus dieser Klasse nicht entmutigen lassen, denn auch wenn die junge Österreicherin immer etwas das Ergebnis verwischt, die Leistungen der anderen sollen nicht geschmälert werden. Lisa Gava (ITA – 3stars) und Ottilia Johansson Jones (SWE – Propain Gravity Juniors) lieferten durchaus solide Rennläufe ab und fanden sich auf der rechten und linken Seite des Podiums wieder.

Elite Women

Im Anschluss startetet die Elite Women und wie zu erwarten war, wurde hier Racing auf höchstem Niveau geliefert. Der Red Bull Hot Seat war hart umkämpft und als dann Nina Hoffmann (GER – Santa Cruz Bicycles) als erstes eine Zwischenzeit ablieferte, die in der Region der Schnellsten des Vortages lag, war die Spannung förmlich zu spüren. Die junge Deutsche konnte schon mit ihrem fünften Platz in der Quali überzeugen und schob sich dann sogar noch einen weiteren Platz nach vorn, denn die nach ihr gestartete Petra Bernhard (AUT – Friesis Bikery) hatte im Ziel mehr als drei Sekunden Rückstand. Als nächstes kam Monika Hrastnik ins Ziel, die ihre Vortageszeit um sieben Sekunden verbesserte und somit schneller als die Bestzeit des Samstags war.

Tracey Hannah fuhr schon 2007 auf dieser Strecke, damals wurde sie Dritte © Rick Schubert
Tracey Hannah fuhr schon 2007 auf dieser Strecke, damals wurde sie Dritte // Rick Schubert

 

Aber dann kam auch schon Tracey Hannah und unterbot um ganze acht Sekunden. Es fehlte also nur noch Myriam Nicole, die an der Zwischenzeit einen hauchdünnen Vorsprung von vier Zehntelsekunden hatte. An der Ziellinie war dieser dann leicht gewachsen und somit gewann die Französin mit einer Zeit von 3:55.398 Minuten vor Hannah und Hrastnik.

Junioren

Danach kamen die U19 Fahrer. Einer der ersten war George Kerr (GBR – Propain Dirt Sixpack), der am Vortag ein DNF eingefahren hatte. Er legte mit 3:51.172 eine Zeit vor, die schon im Bereich der Top 5 der Qualifikation war. Somit konnte er es sich im Hot Seat erst einmal bequem machen. Doch dann irgendwann war seine Zeit nur noch Makulatur und einer nach dem anderen unterbot. Am Schluss führte Kye A´hern (AUS – Canyon Factory Racing) mit 3:31.371 Minuten, was schneller war als die Bestzeit der Elite Klasse des Vortages. Zweiter wurde Henry Kerr (GBR – Propain Dirt Sixpack), gefolgt von Stefano Introzzi (ITA – Scout / Nukeproof).

Kye A´hern ist bisher noch ziemlich unbekannt, aber Gabe Fox hat ihn nicht umsonst ins Team geholt.
Kye A´hern ist bisher noch ziemlich unbekannt, aber Gabe Fox hat ihn nicht umsonst ins Team geholt.

 

Super Final Elite Men

Die letzte Entscheidung fiel dann im Super Final. 30 Fahrer kämpften um den Tagessieg und schenkten sich dabei nichts. Die erste ernstzunehmende Zeit legte Laurie Greenland (GBR – MS Mondraker Team) vor. Der Juniorenweltmeister von 2015 und Vizeweltmeister der Elite Klasse 2016 brauchte für 2600 Meter eine Zeit von 3:27.997 Minuten. Doch zu diesem Zeitpunkt fehlten noch zwei Drittel der Klasse im Ziel. Doch die nächsten Fahrer platzierten sich alle hinter dem Briten. Was seine Zeit aber wirklich wert war, zeigte sich, als dann selbst große Namen wie Mark Wallace (CAN – Canyon Factory Team), Brendan Fairclough (GBR – Scott Velosolutions) oder Brook MacDonald (NZL – MS Mondraker) sich dahinter platzierten. Leichter Regen hatte nun eingesetzt, so dass die Verhältnisse nicht ganz einfach waren.

Brook MacDonald schien diese Strecke wirklich zu mögen © Rick Schubert
Brook MacDonald schien diese Strecke wirklich zu mögen // Rick Schubert

 

Nun waren es noch die drei Besten des Vortages, die etwas am Sieg von Greenland ändern konnten. Dakotah Norton (USA – Unior Devinci Factory Team) hatte an der Zwischenzeit bereits fünf Sekunden Rückstand und war so keine Gefahr mehr. Auch Troy Brosnan hatte sich schon bis zur Zwischenzeit ins Aus geschossen. Somit war es nur noch der Schnellste der Qualifikation, der irgendwas anrichten konnte. An der Zwischenzeit lag er zwar zurück, aber durchaus noch in Schlagdistanz. Als Amaury Pierron dann über den Zielsprung ging, sah man, dass es knapp werden würde, aber beim Überqueren der Ziellinie offenbarte die Anzeigetafel ein Plus von 1,7 Sekunden und somit gewann Greenland sein erstes internationales Rennen in der Elite Klasse. Amaury Pierron wurde Zweiter, gefolgt von Brook MacDonald an dritter Stelle, während Brendan Fairclough und Mark Wallace das Fünfer-Podest komplettierten.

Laurie Greenland bewies seine frühe Form © Rick Schubert
Laurie Greenland bewies seine frühe Form // Rick Schubert

 

Maribor hat auf jeden Fall wieder einmal abgeliefert, was alle erwartet hatten. Die Strecke hat an ihrer Attraktivität und Beliebtheit nichts eingebüßt und sich bei vielen Fahrern wieder ins Gedächtnis eingebrannt. Das Ambiente war zudem einfach exzellent, die Stimmung dem Anlass angemessen und das Wetter wahrscheinlich besser, als wir oftmals im Sommer erwarten können. Der nächste Stopp der Serie findet Mitte Juni in Kranjska Gora, ebenfalls in Slowenien, statt.

 

Die Course Preview könnt ihr euch hier anschauen:

GRAVITY WEEKLY VIDEO NEWS #3 2018 – KW 15

Willkommen zu den Gravity Weekly Video News der Kalenderwoche 15 – 2018. Die wichtigsten News der letzten Woche aus der Gravity Mountainbike Szene vereint in einem Videoformat.

Links zu den News:
Website Stromberg: http://www.flowtrail-stromberg.de/

IXS Maribor Details: http://gravity-magazine.de/2018/04/09/pm-alle-infos-zum-ixs-downhill-cup-1-in-maribor/

The Moment Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=HLuNH1dZH_0

Pure Cycling Website: http://gravity-magazine.de/2018/03/28/pm-canyon-laedt-ein-in-weniger-als-einem-monat-findet-das-canyon-pure-cycling-festival-statt/

Pump’n Jump Jam: http://gravity-magazine.de/2018/04/13/pm-pumpn-jump-jam-praesentiert-vom-radquartier/

Trail Preview Kroatien: https://vimeo.com/264049255

Darkfest Darkumentary Video: http://gravity-magazine.de/2018/04/13/video-darkumentary-die-story-vom-darkfest/

North of Nightfall: https://gravity-magazine.de/2018/04/13/teaser-neuer-bikefilm-north-of-nightfall-erkundet-die-arktische-alex-heiberg-insel/

TEASER: Neuer Bikefilm „North of Nightfall“ erkundet die arktische Alex Heiberg Insel

In „North of Nightfall“ erkunden Darren Berrecloth, Cam Zink, Carson Storch und Tom van Steenbergen die extrem unbehagliche Alex Heiberg Insel. Nördlich von Kanada liegend und 12 Stunden vom nächsten Krankenhaus entfernt, pushen die Jungs nicht nur ihre Bikes sondern auch sich selbst ans Limit und hängen somit die Messlatte für das derzeit mögliche im Big Mountain Freeriding ein ganzes Stück weiter nach oben!

Neben der im Sommer fast völlig vom Eis freigegebenen, surreal anmutenden Landschaft, verlangten auch das ständig wechselnde Klima und endlose Tage unter dem scheinbar nie erlischendem Tageslicht den Fahrern und Filmern alles ab.

„Die Möglichkeit eine Insel nur etwa wenige hundert Meilen vom Nordpol entfernt zu bereisen und dort befahrbares Terrain vorzufinden ist ein Erlebnis, welches man so schnell nicht vergisst. Unser Trip auf die Axel Heiberg Insel war absolut fantastisch und die Schönheit der Landschaft ist einfach nicht in Worte zu fassen!“ – Darren Berrecloth

„North of Nightfall“ ist ab dem 5. Juni in superhoher 4K-Auflösung via Vimeo On Demand erhältlich. Zusätzlich dazu erscheint die Action-Doku auch in HD- und SD-Aufösung auf iTunes, Amazon Video und Google Play. Falls Ihr Fans von traditionelleren DVDs oder BluRays seid, könnt Ihr den Film auch als Collector’s Edition bei Amazon, oder im Red Bull Shop bestellen.

Alle weiteren Infos zu der neuen Produktion von Red Bull Media House in Zusammenarbeit mit Freeride Entertainment, findet Ihr unter folgendem Link:

http://www.northofnightfall.com/

Send this to a friend