TEST: Votec – „VE EVO”

Bericht erschien exklusiv in der Gravity Mountainbike Magazine Ausgabe #035 [November & Dezember 2016]

Mit dem „VE“ hat Votec ein Enduro am Start, was sich so gleich in der Enduro World Series wohlfühlt. Mit wahlweise 160 oder 170 Millimeter Federweg im Horst-Link Hinterbau und 180 Millimeter Federweg an der Front ist das Bike für alles gewappnet. Dazu lässt sich die Geometrie absenken – ebenfalls über den Flip-Chip. So liegen der Lenkwinkel bei 64,7 oder 64,3 Grad und der Sitzwinkel auf 74,1, beziehungsweise 73,7 Grad. Insgesamt ist die Geometrie abfahrtsorientiert, doch es wurde auch die Bergauffahrt berücksichtigt. Die Züge verlaufen sauber durch den Rahmen, selbst die Fernbedienung für den Dämpfer hat eine extra Verlegung bekommen. Von Ausstattung, Geometrie und Fahrwerk lässt sich das Bike sicher auch mal gut im Bikepark ausführen, wir waren gespannt.

Guter Service: Votec liefert die Bikes mit Tubeless-Ready Reifen und Felgen aus und legen dem Kunden sogar noch die Tubelessmilch und Ventile bei. Als renntaugliches Bike setzt Votec auf unterschiedliche Vorderrad- und Hinterrad-Bereifung. Vorne die griffige „Magic Mary“ und hinten Schwalbes „Hans Dampf“ mit geringem Rollwiderstand. Die höchste Ausstattung „EVO“ kommt entsprechend mit feinsten Anbauteilen. Fox-Fahrwerk und sogar einer Fernbedienung für den „Float X3P“-Dämpfer. Nicht nur am Lenker kommt Carbon von Race Face zum Einsatz, auch die Kurbel stammt aus der edlen und leichten „SIXC“-Reihe. Bei den Bremsen lässt sich Votec nicht lumpen und setzt auf zuverlässige Anker: Magura „MT7“ mit 203er und 180er Scheibe. Dass das „VE“ für die gröbere Gangart bestimmt ist, zeigt die verbaute Kettenführung mit Bashguard. Clever: Je nach Rahmengröße wächst auch die verbaute Vorbaulänge. Käuferfreundlich gibt’s das Bike von XS-XL bereits ab 2.599 Euro in der „PRO“ Variante. Übrigens bekommt jeder Käufer einen Drehmoment Schlüssel und eine digitale Dämpferpumpe mit dabei.

Auf dem Trail macht das „VE“ eine gute Figur, seine Trümpfe spielt das Bike aber erst aus, wenn es richtig ruppig wird. Steinfelder, Wurzelteppiche und Drops steckt das Votec mit Leichtigkeit weg. Hier spielt der für den Enduro-Sektor recht hohe Federweg von 180 und 170 Millimetern eine entscheidende Rolle. Der viele Federweg bringt auch bei Tempo noch Ruhe ins Bike, wenn auch der Radstand nicht der längste ist. Dennoch beschleunigt das Bike gut und selbst der fiese Gegenanstieg wird dank technischer Spielereien zum Klacks. Sattel hoch, Dämpfer blockiert – alles per Fernbedienung vom Cockpit. So geht die Fahrt ungebremst weiter.

In Kurven macht das Votec eine gute Figur und zeigt sich angenehm wendig. Auf heimischen Trailtouren oft unterfordert, fühlt sich das „EVO“ eher auf Enduro World Series Terrain wohl. Auch die einen oder anderen Ausfahrten in den Bikepark sind mit dem Votec überhaupt kein Problem. Das „VE EVO“-Testbike kostet 3.799 Euro und ist auch in Topausstattung noch preislich attraktiv. Darunter liegt das „VE Elite“ für 3.099,- Euro und das Einsteigermodell „VE Pro“ kostet 2.599,- Euro.

Fazit: Das Votec „VE EVO“ lässt sich ebenso aus dem Karton bei den EWS fahren, als auch im Bikepark, oder Spaßgarant auf dem Hometrail. Eine gute Mischung aus reichlich Federweg, guten Komponenten und einer ausgewogenen Geometrie. Uns hat der Alleskönner für 3.799,- Euro durch die Bank überzeugt.

Pro:

  • Preis
  • schluckfreudig
  • Fahrwerk
  • Geometrie

Contra:

  • Nichts

Unverbindliche Preisempfehlung: 3.799,- € (Komplettrad) | Größen: XS, S, M, L, XL | Gewicht: 13,6 kg | www.votec.de

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Video: Glemmride 2018 – MTB Festival in Saalbach Hinterglemm

Wie in jedem Jahr waren wir wieder auf dem Glemmride Festival. Neben Slopestyle Action konnte man an Downhill oder EBike Rennen teilnehmen oder auf den zahlreichen Trails in Saalbach Hinterglemm fahren. Auch gab es zahlreiche Sideevents und Konzerte.

PM: Sam Hill konnte sich erneut bei der Enduro World Series in Petzen, Austria und Jamnica, Slovenia durchsetzen

Monster Energy`s Sam Hill konnte sich erneut einen Sieg der Enduro World Series in Petzen (Österreich) und Jamnica (Slowenien) erfahren. Der erste EWS-Stop jemals der zwei Tage lang in zwei Ländern stattfand, ermöglichte es ihm, am Wochenende in beiden Ländern die Trails zu dominieren.

Nach der vierten Runde ist Halbzeit bei der Enduro World Series 2018 und eine Premiere das bei einem Rennen der EWS eine Landesgrenze überschritten wurde. Bei dem vierten Stop der EWS führten die sechs Stages durch atemberaubendes völlig unterschiedliches Terrain. Die frischen Trails des Osteuropäischen Mountainbike-Paradises wurden am Wochenende zum Leben erweckt, als knapp 500 der weltbesten Enduro-Fahrer in die Region kamen. Der Regen am Anfang der Woche machte den Untergrund etwas klebrig und rutschig was besonders spannende Rennen versprach. Gesamtzeiten von über 56Minuten und ein im Untergrund liegendes Mienen-System versprach ein Rennen das so schnell niemand vergisst.

Sam Hill in Petzen

Hill war das ganze Wochenende nur darauf aus zu gewinnen und konnte somit 3 von 6 Etappen deutlich für sich entscheiden. Unter anderem auch die vorletzte Etappe bei der es 13 Minuten über steile und technische Stellen entlang der Petzen Gondel hinunter ging. Mit über 1300 Höhenmeter im Abstieg reichte es für Hill, seine Führung mit 1,6 s auf 10,58 Sekunden aus zu bauen und somit den Gesamtsieg zu gewinnen.

 

 

Nach seiner Zieleinfahrt redete die Australische Bike Legende über seinen Rennlauf:

„Das Wochenende war unglaublich,“ sagte Hill. „Ich hab die Strecken und Stages wirklich genossen und das Battle mit Martin Maes das ganze Wochenende über. Ich bin wirklich glücklich das ich ihn bei der letzten Stage im gesamten schlagen konnte. Ich war sehr fokusiert als ich zur letzten Stage kam, welche fast 15 Minuten lang war. “ Da Hill heute am ersten Tag seinen Knöchel angeschlagen hatte musste er heute die Zähne besonders hart zusammen beißen.

Sam Hill in Petzen

 

„Ich war schon ein bisschen nervös heute Morgen, doch ich sah es ab der ersten Stage eher gelassen.“ erläuterte Hill. Ich hatte zu gegeben ein bisschen Respekt als Martin bei den ersten Stages etwas aufgeholt hatte, doch am Mittag wurde mein Knöchel wieder „warm“ und ich konnte alles geben.

Sam Hill konnte sich den Sieg des 4Stop`s der EWS erringen

 

Hill möchte nun erst einmal nach Hause kehren und sich erholen bevor in 2 Wochen das nächste Rennen im italienischen La Thuile ansteht.

 

 

 

Story: David Cachon auf Malta – More than i can tell you

Die Mittelmeer-Insel Malta ist unter Bikern immer noch ein Geheimtipp. Sie ist noch nicht so überlaufen wie viele andere Gegenden und überzeugt mit abwechslungsreichen Strecken, schnellen, felsigen Anschnitten und wunderschönen Aussichten. Auch für den spanischen Profi Mountainbiker, zweimaligen Trials Weltmeister und Bike-Abenteurer David Cachon gibt es immer ein erstes Mal und so hat sich David im Juni 2018 mit seinem individualisierten Trail Bike SOIL EX von KROSS nach Malta aufgemacht, um die Insel zu erkunden. Dort hat er nicht nur das Paradies auf Erden entdeckt, sondern darüber hinaus einen faszinierenden und anspruchsvollen Bike-Spot.

Photos: Fernando Marmolejo

Malta liegt etwa 100 Kilometer südlich von Sizilien im Mittelmeer und hat felsige Küstenlinien, Terrassenfelder und solide Anstiege im Angebot – genau die richtige Landschaft für schnelles und aggressives Shredden. David hat sich für diesen Trip für das KROSS SOIL EX entschieden, da es besonders leicht und wendig ist. Die Rennmaschine kombiniert Enduro-Eigenschaften mit dem Federgewicht von XC Bikes. Davids eigene Version des SOIL EX ist unter anderem mit Laufrädern von Alchemist, einer Federgabel von SR Suntour, Reifen von Vee Tire Co sowie mit Lenker, Vorbau, Sattel und Sattelstütze von Pro Bike Gear gepimpt.

Photos: Fernando Marmolejo

David, was hat Dir an Malta am besten gefallen?

Malta ist zweifellos ein das Paradies auf Erden, der perfekte Ort zum Relaxen…oder vielleicht auch gerade das Gegenteil: Perfekt zum Biken. Das maltesische Klima ist fast das ganze Jahr über ideal. In den Sommermonaten wird es zwar ziemlich heiß, aber das restliche Jahr ist das Wetter einfach perfekt für Outdoor-Aktivitäten. Außerdem ist Malta einfach wunderschön anzuschauen: Die Farben sind intensiv und leuchtend, das Wasser ist türkis und lädt zum Tauchen in sagenhafte Höhlen ein. Die Architektur erinnert an längst vergangene Zeiten, aber die Gebäude sind so gut erhalten, dass man meint, man wäre in einem Film.

Wie ist Dein Trip ausgegangen?

Es war eine atemberaubende Erfahrung, ein abwechslungsreicher Mix von aus Trails, Urban Style, Trials, Risiko, blauem Meer, gutem Essen und netten Leuten.

 

Wenn du mehr über die Geschichte, die Traditionen das Klima und die Sehenswürdigkeiten wissen möchtest dann besuche: www.visitmalta.com

PM: Local Race Action – Super Gravity NRW Cup im Bikepark Olpe am 30.6. und 1.7.

Nach dem Serienstart in Herdorf führt der zweite Stop der Serie nach Olpe. Rennschauplatz ist der bikeparkOE am Fahlenscheid, vielen auch bekannt als #liftistan.


Veranstalter des Rennens sind die frOErider, ihres Zeichens die Radsportabteilung des TV Olpe, die sich ehrenamtlich um den Bau und die Pflege des Parks kümmern und Ideengeber sowie Gründungsmitglieder des Gravity Cups sind. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, es gilt der Rennstrecke die nötige Würze zu verpassen – in Anbetracht der Größe des Hangs gar keine so einfache Aufgabe.


Los geht es am Samstag ab 11 Uhr mit der Ausgabe der Startnummern. 300 Meldungen liegen vor, somit sind Nachmeldungen leider nicht mehr möglich. Von 12 bis 18 Uhr haben dann alle gemeldeten Fahrer die Möglichkeit, im freien Training die perfekte Linie zu finden. Danach ist bei gutem Wetter die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man den Abend bei einer spontanen Whip-Session ausklingen lässt. Jedoch weiß jeder, der schon mal in Olpe war – man kann gespannt sein, was das Wetter dieses Jahr wieder an Überraschungen bereithält.

Am Sonntagmorgen ist von allen Fahrern ein Pflichttraining zu absolvieren, bevor ab 13 Uhr die Rennläufe starten. Im Anschluss werden die Sieger in den verschiedenen Kategorien U17, Herren, Senioren und Damen gekürt.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt, der Eintritt für Zuschauer ist frei und für die Teilnehmer besteht die Möglichkeit vor Ort zu campen.

Der Super Gravity Cup NRW findet mittlerweile zum fünften Mal statt. In diesen Jahren hat sich die Szene, die Region und ihre Bikespots rasant entwickelt. Enduro, E-Bike und Co. haben die Eventlandschaft mit neuen Formaten bereichert. Der IXS Downhillcup ist erwachsen geworden. Das Interesse am Bikesport und der Zulauf sind groß. Eigentlich wäre es umso wichtiger, Einsteigern, Jugendlichen und ambitionierten Hobbypiloten mit Formaten wie dem Super Gravity Cup eine Möglichkeit zu bieten, Rennluft zu schnuppern. Die Bereitschaft Rennen zu veranstalten ist aber leider gering. In diesem Jahr sind mit viel Mühe gerade mal 4 Rennen zustande gekommen. Interessenten für´s nächste Jahr melden sich bitte unter info@frOErider.de .

Hier der Zeitplan im Detail:

30.06.

11-14 Uhr Startnummernausgabe
12-18 Uhr freies Training

Im Anschluss Whip-Contest

01.07.

07-09 Uhr Startnummernausgabe
08-12:30 Uhr Pflichttraining
ab 13:00 Uhr Rennläufe

Im Anschluss Siegerehrung


Infos:
https://www.facebook.com/events/409699159457435/
http://froerider.de/super-gravity-nrw-cup/3-2018-mitten-im-sommer/
Bikeparkbetrieb(#liftistan): nur auf Ankündigung (Insta + fb : @froerider)

Mehr Infos zum BikeparkOE gibt es demnächst an gleicher Stelle. Bis zur offiziellen Genehmigung, die hoffentlich Ende 2018 stattfinden wird, öffnet der Lift nur gelegentlich. An allen anderen Tagen ist das Gelände auf eigene Gefahr zu benutzen, die Wegquerungen sind allerdings gesperrt. Das gilt auch für die Gaps.


Nicht vergessen vom 7.9. – 9.9. ist Rasenrennen9 – das karitative Downhillevent zu Gunsten des Elternvereins krebskranker Kinder Siegen e.V. #bepartofit

Interview: Airbags, Schnitzel und Rookie Spaß – Ein Interview mit den Goldstones

Bald geht der Rookie-Wahnsinn in Serfaus-Fiss-Ladis wieder los! Beim MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis vom 30. Juli bis zum 5. August machen sich hunderte Jugendliche mit ihren Familien auf den Weg zu den drei Tiroler Dörfern. Einer von ihnen wird der 14-jährige Jackson Goldstone sein. Das Ausnahmetalent kehrt zurück, um beim „Rookie Camp“ an seinen Skills zu feilen, im Rahmen der „Kona Rookie Games“ Rennen zu fahren und vor allem jede Menge Spaß mit den anderen jungen Shreddern zu haben. Wir haben uns mit ihm und seinem Vater Ron übers Biken, über Wettkämpfe, Training und Schnitzel unterhalten.

 

Actiongeladener Highlight-Clip vom letztjährigen MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis: 

 

Hi Jackson, Hi Ron. Wie geht es euch? Was war in den letzten Monaten bei euch los?

 

Jackson: 2018 war bisher überragend! Wir sind zum ersten Mal in Neuseeland gewesen, um ein bisschen zu fahren und uns Crankworx anzuschauen. Es ist wirklich ein richtig schönes Land. Gerade sind wir im Woodward West in Kalifornien, um ein wenig zu trainieren bevor der Sommer richtig losgeht.

 

Jackson, was hast du in den letzten Monaten Neues auf dem Bike gelernt?

 

Jackson: Momentan habe ich nicht viele neue Tricks. Ich fahre seit kurzem ein 24’’ Dirt Jump Bike, was sich ungewohnt anfühlt. Ich versuche das Erlernte jetzt auf dem größeren Bike umzusetzen. Es fühlt sich schon besser an, aber es wird noch ein wenig dauern, bis ich mich vollständig daran gewöhnt habe.

Wie gehst du vor, wenn du neue Tricks lernen willst? Hast du einen Coach, der dich in deiner Entwicklung voranbringt?

 

Jackson: Übung. Viel Übung. Meistens fange ich an, neue Tricks in die Schnitzelgrube oder auf Airbags zu probieren. Es dauert bis ich dann erstmals auf Dirt umsteige. Es kommt selten vor, dass ich einfach loslege. Ich versuche sicherzugehen, dass ich mich wohlfühle, bevor ich den nächsten Schritt mache. Es ist egal, wie viele Male man einen Trick in die Schnitzelgrube macht, das erste Mal auf Dirt ist immer nervenaufreibend. Ich glaube, ich lerne am meisten, wenn ich mit Jake Kinney in Woodward bin. Er hilft mir enorm, weil er für einen Fortschritt bei mir sorgt, ohne Druck auszuüben.

 

Wie sieht die Top 5 deiner „Bucketlist“ aus? Was willst du als nächstes im Petto haben?

 

Jackson: Hmm… Schwierige Frage… Ich glaube, dass ich vor allem die Tricks, die ich schon erlernt habe, konstanter landen möchte. Das ist ein guter Anfang. Ich finde Barspins sehr schwierig, aber auch sehr wichtig. Ich will wirklich daran arbeiten, sie besser hinzubekommen. Als nächstes würde ich gerne anfangen, mehr Tricks zu kombinieren – einen 360 Tailwhip oder 360 Tuck-No-Hander zum Beispiel.

Ihr werdet im August nach Österreich zurückkehren. Worauf freut ihr euch mehr? Schnitzel oder Kaiserschmarrn?

 

Jackson: Definitiv freue ich mich auf das Schnitzel im Brötchen, das sie unten im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis hatten. Wir haben uns das fast jeden Tag gegönnt (lacht).

 

Und auf welche Trails freut ihr euch besonders?

 

Ron: Auf den Frommestrail! Der ist genau mein Ding. Beeindruckende alpine Landschaft, flowige Kurven und lange Abfahrten. Das gibt es hier in Kanada nicht allzu oft, ohne dass man viel bergauf fahren muss. Das ist schon ein Highlight.

 

Jackson: Ich fand den Trail auch cool, aber der Supernatural Trail im Bikepark war auch mega spaßig. Ich glaube, sie haben dieses Jahr auch an dem Trail noch was verändert, also freue ich mich jetzt schon riesig darauf.

Jackson, du wirst dieses Jahr auch am „Rookie Camp“ während des MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis teilnehmen und mit anderen jungen Shreddern über die Trails im und außerhalb des Bikeparks heizen. Was gefällt dir an solchen Camps?

 

Jackson: Es macht einfach Spaß, so viele andere Fahrer zu sehen und coole Dinge zu unternehmen. Es dreht sich auch nicht alles ums Biken. Es gibt BBQs und ich freue mich jetzt schon darauf, mit den Sommerrodelbahnen zu fahren. Das Einzige, was mir letztes Jahr Angst gemacht hat, war als ich aufstehen musste, um mich vorzustellen. Ich kann nicht so gut deutsch, also fühlte ich mich ein wenig doof. Aber es war sehr witzig und wir haben alle zusammen gelacht.

Du fährst ja schon auf einem Level, von dem viele noch träumen. Was können junge Mountainbiker in solchen Camps lernen und wo möchtest du dich verbessern?

 

Jackson: Danke! Ich finde es einfach super, mit anderen Kids oder Jugendlichen zu fahren. Man sieht jemand etwas ausprobieren und will es dann selbst auch. Es ist cool, wenn dann auch Coaches dabei sind, die einem Linien oder Techniken zeigen. Am besten ist es aber, in der Gruppe zu fahren. Ich will dieses Jahr vor allem an meiner Linienwahl arbeiten. Letztes Jahr waren wir mit Si Paton unterwegs und er meinte, dass man vielleicht 0,5 Sekunden an einem Sprung gutmachen kann, aber es gibt nur wenige davon. Wenn man allerdings in jeder Kurve 0,1 – 0,2 Sekunden schneller ist, summiert sich das und man erreicht eine schnellere Zeit.

 

Must watch! Jackson Goldstone und sein Vater Ron, zeigen wie Family-Biking in der Region Serfaus-Fiss-Ladis aussehen kann: youtu.be/8ulQX0tFVDQ

 

Ron, was denkst du bringen solche Camps den Kindern?

 

Ron: Ich sehe da zweierlei. Zum einen ist das “Rookie Camp” eine großartige Gelegenheit, andere Kids kennenzulernen und über einen längeren Zeitraum gemeinsame Erfahrungen zu machen. Jackson hat auch viel über Geographie gelernt und erfahren, wie man ohne eine Sprache zu können, dennoch kommunizieren kann. Er hat die Chance wahrgenommen, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen, die die gleiche Passion für’s Biken mitbringen und auch sonst vieles gemeinsam haben. Ich würde mir sehr wünschen, dass sich daraus langfristige Freundschaften entwickeln. Zum anderen bieten die Rennen ganz andere Benefits. Man sieht, wo man im Vergleich zu den anderen starken Fahrern steht, und lernt, wie man sich noch verbessern kann, um schneller zu werden. Da wo wir herkommen, gibt es jede Menge richtig schnelle Mountainbiker, also wollten wir mal sehen, ob Jackson auch mit Kids aus anderen Ländern mithalten kann. Letztes Jahr gelang ihm das. Ich habe außerdem festgestellt, dass Rennen in Europa ernsthafter betrieben werden und strukturierter sind. Es war eine sehr gute Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß.

Wie nimmst du als Vater Bike Festivals wie das in Serfaus-Fiss-Ladis wahr?

 

Ron: Das Beste dort ist, dass sich in dieser einen Woche wirklich alles nur um die jungen Kerle und Mädels dreht. Es ist meiner Meinung nach einzigartig im Vergleich zu anderen großen Festivals wie Crankworx oder Sea Otter. Dort können die Kids zwar die großen Stars treffen und Selfies machen, aber Serfaus-Fiss-Ladis macht einen großartigen Job und stellt die Kinder in den Mittelpunkt. Sie versuchen, den Kids das Gefühl zu geben, dass sie die “Pros” sind. Ein Live-Webcast, eine verlässliche Zeiterfassung, eine anspruchsvolle Strecke und ein internationales Feld an Teilnehmern sorgen wirklich für ein Weltcup-Feeling. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Namen “iXS International Rookies Championship“ zuerst etwas skeptisch wahrgenommen habe, aber jetzt wo wir schon mal da waren, muss ich sagen, dass es dem absolut gerecht wird.

 

Jackson, wie ist es mit Kids aus aller Welt Rennen zu fahren?

 

Jackson: Es war der Hammer! Mich haben vor allem die vielen unterschiedlichen Sprachen beeindruckt. Man hört so viele unterschiedlichen Personen sprechen, aber ich hatte keinen blassen Schimmer, was sie gesagt haben (lacht). Ich bin so viel es ging mit Ike Klassen aus Südafrika, Nuno Zuzarte Reis aus Portugal und den Kiefer Brüdern aus Deutschland gefahren. Ich glaube, dass ich mich mit Ike am besten verstanden habe, weil wir miteinander englisch sprechen konnten. Nuno und ich hatten ähnliche Startzeiten, sodass ich mit ihm auch Zeit verbracht habe. Ich hoffe, dass ich Ike vielleicht schon vor dem Camp treffen kann.

 

Anmeldung und generelle Infos findet ihr unter:

http://www.bike-sfl.at/de/bikepark/mtb-festival2018/generelle-infos

 

Ron, wie wichtig schätzt du es ein, dass man Spaß hat, andere junge Fahrer trifft und voneinander lernt?

 

Ron: Beim Mountainbiken konkurriert man meiner Meinung nach weniger gegen andere, sondern mehr gegen die Uhr. Du bist selbst dafür verantwortlich, wie du in einem Downhill-Rennen abschneidest. Es ist für alle von Vorteil, wenn möglichst viele gute Fahrer dabei sind, von denen man lernen kann und mit denen man zusammen fahren kann. Es gibt Strecken-Sektionen, wo Jackson anderen Kids etwas beibringen kann, aber es gibt genauso Abschnitte, wo er von anderen lernt. Ich glaube mein Standpunkt rührt aus Erfahrungen, die ich gemacht habe und aus dem BMX Racing. Ich sehe viele Kids, die mit sechs, sieben, acht Jahren fantastisch waren, aber von ihren Eltern zu sehr unter Druck gesetzt wurden. Damit kommen sie oft nicht klar und hören dann einfach mit dem Biken auf. Ich schätze mich sehr glücklich, dass Jackson so früh eine wirkliche Leidenschaft dafür entwickelt hat, sich seine eigenen Ziele setzt und selbst weiß, was ihm wichtig ist. Warum würde ich das torpedieren bzw. gefährden wollen, indem ich zu stark auf Resultate und Sponsoren schaue? Der Grund, weshalb Jackson beliebt ist, liegt in seiner Persönlichkeit. Es macht Spaß, mit ihm Zeit zu verbringen und seine Liebe für’s Biken ist zu 100% authentisch. Das wird ihn im Leben viel weiterbringen als eine Trophäe, weil er ein Rennen gewonnen hat.

TEST: Alternative zum Bike Rucksack? Deuter „Pulse Three“ im Test

Eigentlich ist Deuter ja eher für hochwertige Rucksäcke bekannt, doch in diesem Test stellen wir euch die neue Hüfttasche „Pulse Three“ vor. Welche Vorteile diese Tasche im Vergleich zu einem traditionellen Bike Rucksack hat und wo unserer Meinung nach ihr Einsatzbereich liegt, erfahrt Ihr in folgendem Video.