TEST: MRP – „Stage”

Bericht erschien exklusiv in der Gravity Mountainbike Magazine Ausgabe #035 [November & Dezember 2016]

Im ersten Moment hat man bei dem Namen MRP wohl nur Kettenführungen im Sinn. Doch neben Kettenblättern, Kurbeln und Lenkern bietet MRP auch Dämpfer und Federgabeln an und das schon eine ganze Weile.

 

MRP hat den Namen White Brothers etwas über zehn Jahre in Lizenz gehabt und vor etwa vier Jahren angefangen eigene Federgabeln zu entwickeln. Optisch sieht die Gabel mit der klobigen Gabelbrücke eher nach einem Schwergewicht aus – ist sie aber mit knapp über zwei Kilo bei weitem nicht. Die Gabelbrücke bietet jedoch reichlich Angriffsfläche für Dreck, die sich bei schlechtem Wetter gerne mit Matsch zusetzt. In Deutschland wird die Gabel mit MRP-typischen Orange-Grau-Schwarz-Decals ausgeliefert. Ein Sache, die sicher vielen gefallen wird: Die Decals sind in vielen Farbvarianten erhältlich und außerdem lassen sich alle Aufkleber entfernen – so ist auch ein cooler „Stealth-Look“ möglich.

Über eine Kunststoff-Halterung wird die Bremsleitung sicher am Reifen vorbei geführt. Die „Stage“ lässt sich in 10 Millimeter Schritten von 170 auf 140 Millimeter herab traveln. Die Einstellknöpfe lassen sich gut bedienen und sind sehr klar definiert. Rechts oben sitzt die Druckstufe mit acht Klicks von butterweich bis knüppelhart. Unten rechts die Zugstufe mit 18 Einrastpunkten. Links unten wird die Luft eingefüllt und oben wieder abgelassen. Ja richtig: Oben links sitzt die „Ramp Control“-Einheit – damit reguliert man die Endprogression in 16 Stufen. Bewirkt also das Gleiche wie die Tokens bei anderen Herstellern, nur lässt sich an der „Stage“ die Einstellung jederzeit extern einfach einstellen – coole Sache. Es ist extrem wichtig nach dem Einfüllen der Luft unten durch das Ventil einmal kurz den Luftablassknopf oben am „Ramp Control“ zu drücken. Die Luft darf auch nur über diesen Knopf abgelassen werden. Beim Ablassen über die Gabelpumpe würde kein Ausgleich zwischen den beiden Luftkammern stattfinden. Passiert es doch einmal, muss man die komplette Luft über den Ventil-Knopf am „Ramp Control“ ablassen und anschließend unten wieder aufpumpen.

Über das obere Ventil wird auch der Negativfederweg ausgelotet, denn der Knopf ist ohne Abdeckung frei zugänglich. Das erzählt man aber am besten nicht den Kumpels, die zu dummen Scherzen aufgelegt sind. Mit Hilfe einer Infokarte, die an der Gabel hängt, ist schnell das Grundsetup gefunden.

Auch gefällt uns, dass auf der Gabel ein Aufkleber ist mit der Anzahl an möglichen Klicks für die jeweiligen Einstellungen. So muss man anfangs nicht komplett durchklicken, um herauszufinden wie viele Klicks die Einstellung erlaubt. Über das „Ramp Control“ lässt sich die Gabel im Handumdrehen progressiver stellen und sorgt in steilen Passagen dafür, dass man nicht zu tief im Federweg hängt. Auf der Abfahrt punktet die Gabel mit super sensiblem Ansprechverhalten, dabei taucht die Gabel nie zu weit ein, sondern fühlt sich kräftig und lebendig an, auch im mittleren Federweg. Das sorgt für eine hervorragende Traktion und jede Menge Freude.

Bei Absätzen sackt die Gabel nicht weg, nutzt aber effektiv den Federweg. Der Einsatzbereich mit 140 – 170 Millimeter ist breit gefächert. Selbst im Bikepark macht die Gabel eine gute Figur und braucht sich vor den Konkurrenz-Modellen nicht verstecken – im Gegenteil. Einzig die Steckachse lässt sich etwas bemängeln: Man muss mit der zweiten Hand die Mutter beim Festziehen fixieren, sonst dreht sie sich mit. Das hat aber auch den Vorteil, dass der Schnellspannhebel so immer exakt ausgerichtet werden kann – leider aber auch immer wieder aufs Neue.

// Die „Ramp Control“-Einheit mit Luftablassknopf

 

 

// Die klobige Gabelbrücke sammelt Matsch vom Vorderrad

 

Fazit: Die MRP „Stage“ ist viel zu unbekannt. Was Preis und Leistung der Gabel angeht, braucht sie sich nicht vor der Konkurrenz verstecken, teilweise übertrumpft sie diese sogar. Uns konnte die Gabel mit ihrer stimmigen Dämpfung und sinnvollen Einstellmöglichkeiten überzeugen. In der Steckachse steckt noch Verbesserungspotential.

Pro:

  • Stimmige Dämpfung
  • „Ramp Control“-Funktion

Contra:

  • Steckachse
  • Gabelbrücke dürfte schlanker ausfallen

Unverbindliche Preisempfehlung: 1049,- € | Farben: Black| Gewicht: 2032 g | Federweg: 170 mm | Einstellungen: Intern travel via Spacer 140 mm – 170 mm, 8 Druckstufe, 18 Zugstufe, Federhärte, 16 Klicks Ramp Control |Modellvariante: 26“/ 27,5, 29“ Scheibenbremsaufnahme: Postmount 180 mm (max. 203 mm)

www.everday26.com

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PM: GoPro – 360 Grad Kamera Fusion ab sofort erhältlich

GoPro, Inc. (NASDAQ: GPRO) läutete mit der Ankündigung der 360-Grad-Kamera Fusion eine neue Ära der Kreativität ein. Das Gerät wird ab heute an Kunden aus Europa und den USA ausgeliefert. Durch die Fähigkeit, immersive sphärische Inhalte in 5.2K zu erfassen, nimmt Fusion die komplette Umgebung auf, sodass der perfekte Moment niemals verpasst werden kann. Gleichzeitig macht die Gimbal-ähnliche Bildstabilisierung Aufnahmen unglaublich flüssig.

Die GoPro App unterstützt die Steuerung der Kamera sowie eine Vorschau der Aufnahme in Echtzeit und ermöglicht das Zusammenfügen, Kürzen und Teilen von Inhalten direkt von einem iOS Smartphone (Android bald verfügbar). Für Desktop Geräte ist Fusion Studio inklusive Adobe Premiere Pro CC Plugins verfügbar, das unter anderem auch die OverCapture-Funktion beinhaltet. So lassen sich traditionelle Videos in HD Qualität aus dem bestehenden VR-Clip herausschneiden. Zusammen mit den verfügbaren Apps bietet Fusion die Möglichkeit, einzigartige Perspektiven zu erfassen und zu teilen, die mit herkömmlichen Kameras nicht möglich sind.

Ab Anfang 2018 wird die OverCapture-Funktion auch für Mobilgeräte zur Verfügung stehen und visuelle Presets, wie Tiny Planet oder PanoFlow beinhalten, während laufende Software-Updates zur Verbesserung der Bedienung und Nutzererfahrung beitragen.

Fusion wird bereits jetzt für seine Technik sowie das herausragende Design gelobt und erhält einen CES 2018 Innovation Award in der Kategorie Digital Imaging.

FUSION – 749.99 EUR

  • Sphärische Videos in 5.2K30 und 3K60
  • Sphärische Fotos in 18MP
  • OverCapture ermöglicht traditionelle Video-Erstellung aus 360 Footage
  • Verbesserte Stabilisierung
  • 360 Audio
  • Wasserdicht bis 5m
  • Time-Lapse Video + Foto, Night-Lapse und Burst Modi
  • Sprachbedienung in 10 Sprachen
  • GPS, Beschleunigungssensor, Gyroskop und Kompass
  • WLAN + Bluetooth
  • Fusion Grip Halterung, Schutzhülle, Klebehalterungen, Batterie und Ladekabel im Lieferumfang enthalten

GoPro Fusion ist derzeit auf GoPro.com erhältlich und wird in den USA und der EU ausgeliefert. Weitere Informationen zu Fusion finden Sie auf dem GoPro Blog The Inside Line.

Über GoPro, Inc. (NASDAQ: GPRO)
GoPro macht es einfach, einzigartige Erlebnisse zu genießen und zu teilen. Wir produzieren Kameras, Software und Zubehör, die es der Welt ermöglichen, diese Momente festzuhalten und zu teilen.
GoPro, HERO, Karma, Quik, QuikStories und die dazugehörigen Logos sind eingetragene Warenzeichen der GoPro Inc. in den USA und anderen Ländern. Die Bluetooth Wortmarke und Logos sind eigetragene Warenzeichen der Bluetooth SIG, Inc., alle Erwähnungen dieser Marken sind durch GoPro lizensiert. Alle anderen Warenzeichen gehören ihren jeweiligen Besitzern.
Weitere Informationen finden Sie auf www.gopro.com und auf den GoPro-Kanälen bei YouTube, Twitter, FacebookPinterestInstagramLinkedIn oder The Inside Line.

VIDEO: Durch die Augen eines Athleten: Matt Jones | Frames of Mind

Der aufstrebende Freeeride-Mountainbikestar Matt Jones hat heute seine erste Filmproduktion veröffentlicht. „Frames of Mind“ arbeitet mit dem innovativen Rotoskopieverfahren und zeigt den Briten beim Visualisieren seiner Tricks, mit denen er das Freestyle-Mountainbiken an eine neue Grenze bringt. Der Film eröffnet neuartige Einblicke, wie Athleten Sportpsychologie nutzen können, um Leistung auf höchstem Niveau zu bringen.

In dem auf einem selbstgebauten Trail im Rushmere Country Park bei Leighton Buzzard in England gedrehten Film zeigt der Red Bull Athlet zahlreiche einzigartige Tricks inklusive der Weltpremieren Bum Slide, 270 Rim Bonk, Hitching Post Flip to Feet, Decade Tsunami und Superman Backflip to Tuck No-Hander.

Beim Schnitt des Films setzte Cut Media das Rotoskopieverfahren ein. Es verdeutlicht dem Zuschauer, was in Matts Kopf vorgeht, während er sich auf seine unglaublichen Tricks vorbereitet. Der Weg dahin war ein komplexer Prozess, für den unzählige Bildfolgen ausgeschnitten werden mussten, um die fließenden „Spuren“ zu erzeugen, die man im Film sieht.

Als Athlet in einer Hochrisikosportart arbeitet Matt Jones eng mit dem erstklassigen Leistungsmentoren Gary Grinham zusammen. Er hilft ihm, vor Wettbewerben eine Siegermentalität aufzubauen, und unterstützte sein Comeback nach einer Verletzung. „Am wichtigsten ist es, zu akzeptieren, was schlimmstenfalls passieren kann“, erklärt Gary Grinham. „Man wird in einem Wettkampf nie seine Bestleistung bringen, wenn man daran denkt, dass man sich verletzen könnte. Wenn das abgehakt ist, kann man seine Leistung frei und ohne Sorgen abrufen.“ Die Partnerschaft zwischen Jones und Grinham war die Inspiration zu dem Film. Matt Jones konnte kaum trainieren, bevor er seine Tricks zeigen musste, weil er sich wenige Wochen vor den Dreharbeiten beim Crankworx Rotorua das Handgelenk gebrochen hatte.

Der 23-Jährige hat mit zehn Jahren mit dem Mountainbiken begonnen. Der Brite hat ebenso viele Stunden damit verbracht, Sprünge zu bauen, wie sie zu befahren. Als er begann, die britische Dirtjump-Szene aufzumischen, war er noch in der Schule. Seinen ersten internationalen Wettkampf gewann er 2016.

Es ist ein großartiges Gefühl, einen Trick zu stehen, auf den man sich lange vorbereitet hat“, sagt Matt Jones. „Das Visualisieren ist dabei am wichtigsten. Sobald mir der Trick im Kopf vertraut vorkommt, setze ich mich auf das Rad und versuche ihn in der Wirklichkeit. Man kann sich vom Absprung bis zur Landung alles im Kopf vorstellen, bevor man sich in den Sattel setzt. Ich weiß dann schon genau, was ich tun muss, wie hoch ich springen darf und wie viel Airtime ich haben werde. Ich kenne den gesamten Trick von Anfang bis Ende. Durch das Visualisieren kann ich schon unglaublich viel über einen Trick herausfinden. Ich arbeite mich im Kopf durch seine Physik und stelle mir vor, wie er sich anfühlen wird.“

Weitere Infos zu Matt Jones und den Film „Frames of Mind“ findet man unter www.redbull.com/framesofmind

Trick-Liste (in der Reihenfolge, wie sie zu sehen sind):

270 Rim Bonk
Treeride Pocket Air
Backflip Tuck No-Hander
Truckdriver
720 Tuck No-Hander
Barspin
Moto Whip E.T
Decade Tsunami
Seat Grab Whip
Superman Backflip to Tuck No-Hander
Nosebonk, Barspin to Manual
Bum Slide
Hitching Post Flip to Feet
Rueben into Treeride
360

INTERVIEW: Antoine Bizet – Red Bull Rampage und Pläne für die Off-Season

Wir haben uns nach Red Bull Rampage mit Antoine Bizet unterhalten und den sympathischen Franzosen über seinen Run, den People’s Choice Award und seine Pläne für die Off-Season ausgefragt. Derzeit ist Bizet in Neuseeland unterwegs und es scheint, als ob wir schon bald mehr von ihm zu sehen bekommen.

 

Antoine, Glückwunsch zum People’s Choice Award bei Red Bull Rampage. Warum haben die Zuschauer deiner Meinung nach für dich gestimmt und was war deine Reaktion darauf?

Dankeschön, es fühlt sich richtig gut an! Es ist für mich nie einfach, objektiv über meine eigene Leistung zu sprechen, aber ich habe den besten Run gezeigt, den ich an dem Tag drauf hatte. Ich war wahnsinnig gestoked! Anscheinend hat mein Run auch den Zuschauern gut gefallen, es fühlt sich also genial an. Tag für Tag wird mir bewusster, wie besonders der Preis ist. Vielen Dank an alle, die für mich gestimmt haben. Ich denke schon jetzt darüber nach, wie ich im nächsten Jahr eine noch bessere Show abliefern kann!

Was denkst du generell über deinen Run und deine Wertung?

Ich war sehr zufrieden mit meinem Run. Im Vergleich zum letzten Jahr war ich viel schneller, kontrollierter und hatte bessere Tricks. Am meisten freue ich mich über meinen Backflip auf dem Grat und den Frontflip auf dem Step-Down.

Normalerweise äußere ich mich nie über meine Wertungen, aber nachdem ich mir die Replays angeschaut habe, denke ich, dass ich eindeutig 8-9 Punkte zu wenig bekommen habe. Ich bin also ziemlich enttäuscht. Ein paar der anderen Fahrer haben mir gesagt: „Komm schon, Bizet, mach kein großes Ding draus. Du wurdest zu niedrig bewertet, das passiert uns allen.“, aber ich werde darüber sprechen. Ich habe hart für das größte Event des Jahres trainiert und wenn man dann denkt, dass man fast 10 Punkte mehr verdient hätte, fühlt sich das natürlich sehr schlecht an. Allerdings ist es durch den People’s Choice Award fantastisch zu wissen, dass ich so viel Unterstützung bekommen habe.

Wie hast du deinen Run geplant? Was geht dir durch den Kopf, wenn du solch waghalsige Lines in Angriff nimmst?

Wie die meisten anderen habe ich meine Line aus dem Vorjahr verbessert. Ich habe mich mit Tommy G zusammengetan und einen großen Drop gebaut. Leider hat er nicht funktioniert, da uns kurz vor dem Finale die Landung weggerutscht ist. Als Resultat war dann mein Step-Down, auf dem ich den Frontflip gezeigt habe, das neue Haupt-Feature.

Diese Lines zu fahren ist völlig verrückt! Man ist sich bewusst, dass durch die Klippen überall die Konsequenzen bei einem Fehler heftiger sind als bei jedem anderen Event. Wir sind alle extrem fokussiert und sehr nervös bevor wir reindroppen, aber wenn man dann bereit ist, losfährt und einfach „sendet“, gibt es kein besseres Gefühl!

Erzähl uns was über dein ROSE, was ist dein Setup?

Mein ROSE SOUL FIRE ist mit Pedalen von HT Components, Lenker, Vorbau und Rädern von SPANK, Bremsen von TRP, Sattel und Griffen von Fabric und Reifen von Michelin ausgestattet. Ich bevorzuge eine Luftfederung an meinem Bike. Ich kann mein Bike damit für Rampage oder große Sprünge extrem hart abstimmen oder eben weicher, wenn es in den Bikepark oder auf rauen Untergrund geht. Am meisten gefällt mir, wie leicht das Bike ist, dadurch ist es sehr verspielt und einfach auf den Gipfel zu tragen. Außerdem ist die Farbkombi in schwarz-gelb einfach geil!

Du warst diese Saison lange verletzt. Wie war der Reha-Prozess und wie hast du dich wieder fit gemacht für Red Bull Rampage?

Ja, mein Knöchel hat mir das ganze Jahr Probleme bereitet. Im Juli habe ich mich dann endlich entschlossen, ihn operieren zu lassen und mich mit so viel Reha wie möglich wieder fit für Rampage zu machen. Ich habe zwei Monate lang extrem viel trainiert, am Ende hat sich es dann ausgezahlt. Es war eine schwere Entscheidung, mich operieren zu lassen, aber ich glaube es war die richtige.

Was sind deine Pläne für das nächste Jahr? Auf welche Events freust du dich am meisten?

Ich plane, nächstes Jahr einige der großen FMB Slopestyle Events zu fahren. Allerdings möchte ich auch mehr Zeit fürs Freeriden und Filmen haben. Ich habe schon einige geile Projekte für den Winter geplant, es gibt also bald mehr Neuigkeiten.

Können wir uns also in nächster Zeit auf neues Filmmaterial von dir einstellen?

Ja, genau! Ich habe während Red Bull Rampage viel gefilmt und ich möchte 2018 definitiv mehr in dieser Richtung machen. Es gab mal die „From Bizet With Love“-Serie, die mochte ich sehr. Hoffentlich können wir damit bald weitermachen. Ich möchte nächstes Jahr außerdem einen „Big Bike“-Edit und einen Slopestyle-Edit über die ganze Saison hinweg machen. Ich filme sehr gerne, da ich meinen Style dort besser zeigen kann als bei Contests.

Was sind deine Pläne für die Off-Season?

Mein Plan für die Off-Season ist der beste, den ich je hatte. Ich werde den gesamten Winter mit meinem ROSE SOUL FIRE und THE BRUCE in Neuseeland verbringen. Ich habe mir vor ein paar Tagen einen Van gekauft und werde die besten Spots in ganz Neuseeland abklappern. Ein Surfbrett und ein Einrad wären allerdings auch spaßig… Mein Hauptziel ist allerdings ein Saisonpass für Queenstown zu holen und den ganzen Winter einfach Freeride und Downhill zu fahren. Auf meiner Facebook- und Instagram-Seite könnt ihr alles verfolgen.

Wie bist du überhaupt zu den Big Mountain Events gekommen?

Ich habe schon als Kind gerne mit der Schaufel gespielt. Ich habe mir immer Sprünge genau nach meinen Vorstellungen gebaut, egal wo ich war. Als ehemaliger Turner messe ich mich außerdem gerne in Wettbewerben. Die Mischung aus all dem und der Tatsache, dass ich mit den New World Disorder Filmen aufgewachsen bin, hat ganz natürlich zu Big Mountain Events geführt.

Wenn du mit deinem SOUL FIRE egal wo auf der Welt fahren könntest, wo würdest du hingehen?

Ein Trip zur Wüste Gobi wäre geil. Das Terrain dort sieht fantastisch aus, und es wäre ein echt cooles Abenteuer, auch gleichzeitig die Kultur dort kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit habe dort zu biken.

Mehr Informationen über ROSE Bikes unter: www.rosebikes.com und Antoine’s SOUL FIRE finden sich HIER.

Das Replay der Live-Übertragung von Red Bull Rampage findet sich HIER.

Nine Knights 2017 – Zwei Ritter im Interview – Lukas Schäfer und Patrick Schweika

Dieser Contest ist etwas speziell und unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Dirt- oder Slopestyle-Events. Wir haben die beiden deutschen Teilnnehmer Patrick Schweika und Lukas Schäfer interviewt.

Lukas Schäfer // by Klaus Polzer

Der Contest wurde durch Nico Zacek ins Leben gerufen, der früher selbst erfolgreicher Freeski-Profi war. Nico war unzufrieden mit dem beschränkten Contest-Format – in dem nur die Leistung zählt, die in diesem Moment abgeliefert wird. Deshalb lud er sich seine besten Freunde und Profi-Kollegen für eine ganze Woche zu sich ein (neun Snowboarder und neun Skifahrer – heute sind es mehr). In dieser Woche wurde viel gefahren, gefilmt und fotografiert. Dafür haben sich die Jungs selbst gefeiert und Trophäen verliehen. Anstelle von Liveübertragungen oder Zuschauerzahlen, dient der produzierte Content als Media-Coverage in Magazinen und Web, um so das Event bekannt zu machen. Dieses Konzept und die Idee praktizieren auch die Fahrer der Fest-Series. Bei der Nine Knights Woche können die Fahrer selbst bestimmen, wann und ob sie überhaupt fahren, oder doch lieber an einem anderen Tag ihre Runs machen. Es herrscht also keinerlei Contest- und Zeit-Druck auf den Athleten. Was auch für die Fahrer besonders interessant ist, ist der Rundumservice: Unterkunft, Essen, Ärzte, Physio – alles am Start. Die Fahrer können mit Fotografen zusammenarbeiten und auch GoPro-Fachpersonal ist vor Ort und kann bei Bedarf den Fahrern mit Einstellungen, Equipment und speziellen Mounts aushelfen.

Patrick, du warst jetzt schon vier Mal dabei, wie bist du dazu gekommen?
Ich habe mich für den zweiten Stopp in Livigno mit einem Video beworben und wurde als Contest-Fahrer eingeladen. Darauf das Jahr habe ich mich wieder mit einem Video beworben und wurde daraufhin für die ganze Woche eingeladen und bin seitdem fest dabei.

Wie lief das ganze bei dir ab, Lukas?
Ich habe mich mit meinem „become a knight“-Video beworben und wurde dann wie Patrick damals für den Contest eingeladen.

Lukas, wie war es für dich, das erste Mal dabei zu sein?
Wie im Himmel: Perfekte Sprünge, riesengroß in einem tollen Szenario und dazu entspannte Atmosphäre statt Contest-Druck. Du hast zwar den Contest-Tag, aber nicht nur den einen Lauf, in dem du alles geben musst. Also eher eine entspannte Session.

In welchen Kategorien wurden Sieger geehrt?
Best Big Bike, Wochenranking, Best Photo, Ruler of the Week, Highest Air, dazu gibt es für die eingeladenen Fotografen, die ebenfalls die ganze Woche vor Ort sind noch weitere Kategorien, wie Best Illumination, Best Actionshot, Best Nine Knights Moment und Shooter of the Week. Am Contest-Tag geht’s einmal separat um Big Bikes und einmal um Slopestyle. Da gibt es jeweils die Platzierungen für den besten Run, wobei es beim Slopestyle eher um die besten Trick geht.

Gibt es unter den Slopestylern auch Hardtail-Fahrer auf dem Kurs?
Nur drei Leute. (Beide lachen) Patrick: Bei den ersten Malen bin ich immer mal kurz mit dem Slopestyler gefahren und ich habe es auch immer dabei. Ich fasse es aber nie an, denn wenn ich mich einmal auf dem Big Bike eingeschossen habe, nutze ich die Gelegenheit, mich auf einem perfekten Kurs zu bewegen, auf dem ich auch die große Karre rotieren kann.

Wie kann man sich den Kurs vorstellen, wenn ihr sagt, es lohnt sich für Big Bikes?
Am Reschenpass wurde ein riesiger Lawinen-Schutzwall aus Erde für die Location genutzt. Oben auf dem Wall liegt die Flow-Line mit normal großen Sprüngen. Auf dem Wall selbst liegen drei große Obstacles und eine gesamte Line. Von ganz oben startet die „Big Bertha Line“ zum größten Kicker über den Wall drüber mit einem 18-Meter Sprung. Danach kommt ein Anlieger in ne Links-Hip mit einer „Shark Fin“ und einem weiteren Sprung zum Schluss. Dann gibt’s das Main-Feature mit der Hip, der Quaterpipe und dem mittleren „Suzuki Sprung“. Das neuste Feature dieses Jahr war der „Sendolf“-Kicker – ein riesen Tricksprung, wo über zwei verschieden weite Schanzen die Distanz gewählt wird. Aber egal mit welchem Bike, da gibt’s massiv Airtime. Auch wurde an diesem Sprung auf einen Airbag gesprungen, um neue Tricks auszuprobieren.

Patrick Schweika // by Klaus Polzer

Wie war das für euch, konntet ihr viele neue Sachen ausprobieren, hat euch das getaugt?
Lukas: Ich konnte den Airbag leider nicht fahren, da ich nur einen Tag da war. Aber ich finds genial, so etwas ist zum Trainieren perfekt. Das ist die Landung von „Masters of Dirt“ und das coole daran: du kannst die Landung einfach ausfahren, wenn du den Trick stehst. Oder einfach was Krasses ausprobieren mit einem sehr geringen Verletzungsrisiko.
Patrick: Man kann sich aber auch dabei verletzen, Torquato Testa hat sich beim Triple-Flip auf das Bag sein Schlüsselbein gebrochen und wäre den Sprung auf Erde vielleicht auf eins ausgefahren. Er hatte am Ende doch noch so viel Schwung, dass er sich aus dem Ding rauskatapultierte und danach auf dem Boden gelandet ist. Aber ich hab auch mit dem Big Bike das erste Mal einen Corked 720 gestanden. Also eigentlich schon perfekt, man kann mal alles probieren und in der Luft merken: klappt doch nicht, Rad wegwerfen und weich landen. Also das Teil ist weicher als ein Foampit und jedes andere Airbag.

Wenn ihr euch entscheiden könntet, was wäre euer Lieblingsformat?
Beide: In jedem Fall so etwas wie Nine Knights – hier herrscht kein Contest-Druck. Das ist das Beste!
Patrick: Hier ist es ein zusammen Biken und nicht gegeneinander Biken, was auch der Grund dafür ist, dass mir die üblichen Contests keinen Spaß mehr machen. Zu einem Event wie Nine-Knights komme ich ohne große Vorstellungen und fahre nach Hause mit vielen neuen Erfahrungen und habe einige Sachen dazu gelernt – das kann ich von einem herkömmlichen Contest nicht behaupten.
Lukas:
Absolut – Es gibt nix Geileres! Man fährt mit Kumpels, pusht sich gegenseitig, hat Spaß und das alles ohne Stress und Druck.

In Deutschland ist es eher immer etwas verhalten, aber pushen euch nicht auch die Zuschauer bei normalen Contests?
Lukas: Dadurch dass bei so einem Jam-Format wie bei Nine Knights sich jeder gegenseitig pusht, finde ich das Ganze viel krasser. Ich glaube so etwas wäre auch als Zuschauer noch viel interessanter als ein normaler Contest-Lauf, der eher ans Turnen erinnert als an Freestyle-Sport. Durch die Zuschauer entsteht auch ein zusätzlicher Druck, denn man will ja besonders gut fahren und nicht stürzen. Wenn ein Run nichts läuft, oder man vor den Kumpels stürzt ist mir das egal – passiert halt mal. Auch wenn etwas mal nicht nach dem vierten oder fünften Mal klappt, dann funktioniert es vielleicht morgen. Aber beim normalen Contest bleibt nur der eine Moment, der eine Run und das erzeugt Druck.

Also euch als Fahrer fehlen die Zuschauer nicht?
Lukas: Es ist schon cool und pusht natürlich auch nochmal.
Patrick: Ja, klar. Dafür ist ja dann der Contest da, der auch immer ganz gut besucht ist. Da sind schon so 2.000 Leute oben am Berg. Das pusht also nochmal gut, wenn da richtig was los ist und man gibt nochmal alles. Aber ich würde sagen, die richtig krassen Sachen passieren nicht am Contest-Tag. Es wird vielleicht wiederholt, um etwas zu gewinnen. Also du machst den Trick ja schon mal vorher und nicht erst auf dem Contest.

Patrick Schweika // by Klaus Polzer

Werdet ihr jetzt mehr auf dem Big Bike unterwegs sein, oder fahrt ihr jetzt sofort weiter Hardtail wie nach einem Slopestyle-Contest?
Lukas: Ist zwar erst ne Woche her, aber bisher hab ich noch nicht aufm Hardtail gesessen.

Also baut ihr euch jetzt einen Big Bike Tricksprung?
Beide: (Lachen) Ja, da haben wir eben noch drüber gesprochen.
Patrick: Ich hab die Entscheidung im Spätsommer getroffen, nachdem die Slopestyle-Saison nicht so verlaufen ist, wie ich mir das vorgestellt habe: Mir macht es mehr Spaß mit dem Big Bike neue Sachen auszuprobieren und meine Tricks vom Hardtail auf das große Rad zu übertragen. Nine Knights hat mir das Ganze nochmal bestätigt. Ich sehe mich gerade nicht beim 1440er, Flip-Doublewhip to Barspin oder fünffach Backflip to Barspin oder was noch folgt. Also ich werde keine FMB-Worldtour Punkte mehr sammeln, denn nach so einem Event wie Nine Knights habe ich viel mehr Benefit als bei einem 30. Platz auf einer FMB-Liste. Auch wenn ich das Format gut finde. Auch der District Ride ist sehr wichtig für den Sport und dass dadurch Leute erreicht werden, die sonst keinen Bezug zu dem Sport haben.
Lukas: Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich mehr Fully fahre, oder nur noch Fully. Ich vergrößere nur meine Bandbreite. Der Contest hat mir gezeigt, was noch alles mit dem Big Bike möglich ist. Also ich werde auf keinen Fall weniger Contests fahren und überall weiterhin am Start sein.

Patrick Schweika // by Klaus Polzer

Video & Fotos: Bluegrass – „Brave d3O“ 2018 Fullface Helm – Produktvorstellung

Der Bluegrass „Brave“ ist der erste Fullface Helm mit d3O Einsätzen. Das Material kennt man ansonsten in erster Linie aus Knie- oder Rückenprotektoren.

Sturzenergie wird durch die Eigenschaften von d3O gemindert. Auch können die Einsätze schützen, wenn man mehrmals mit dem Kopf aufschlägt und die Helmschale bereits beschädigt ist und so kaum noch Aufprallenergie abfangen kann.

Die orangenen d3o Einsätze sind in der Helmschale platziert.

Damit das Visier bei moderater Krafteinwirkung nicht bricht, ist es aus einem flexiblen Material, dass nach Krafteinwirkung wieder in seine Ursprungsform zurückkehrt.

Das Visier ist extrem flexibel und kehrt in die Ursprungsform zurück.

Durch die Form am Hinterkopf ist der „Brave“ kompatibel mit Neckbraces und kann durch das „Eject System“ optional erweitert werden. Dieses System ist besonders in den USA verbreitet und ermöglicht den Kopf eines gestürzten Fahrers mit einer speziellen Pumpe behutsam aus dem Helm zu befreien.

Der Bluegrass „Brave“ ist kompatibel mit Neckbraces

Das Sichtfeld ist schön groß gehalten, was für einen guten Überblick auf den Trails sorgt. Mit einem Gewicht von knapp unter 1000g ist der Bluegrass „Brave“ Helm nicht schwer und sorgt mit genügend Belüftungslöchern für genügend Frische während der Action. Die Innenpolster sind selbstverständlich herausnehm- und waschbar.

Das große Sichtfeld des Bluegrass Helmes.
Die waschbaren Innenpolster

Wer seine Action mit einer Cam einfangen möchte, kann den mitgelieferten Mount easy an einer Seite des Visiers befestigen, ohne den Helm dauerhaft mit einem Klebemount zu verunstalten.

Der mitgelieferte GoPro Mount.

Der Helm wird mit einer leichten Helmtasche geliefert. Die Tasche ist auf einer Seite gelöchert, damit der verschwitzte Helm auch verpackt trocknen kann.

Die leichte Helmtasche ist im Lieferumfang inklusive.

Preis: 249,90€ | Gewicht: unter 1000 g | www.hartje.de

Video: Die Wahrheit über die „neuen“ Laufradgrößen – Ex-Ingenieur packt aus!

Warum musste unser geliebtes 26 Zoll vor einigen Jahren den „neuen“ Laufradgrößen weichen? Unsere Kollegen vom MTB MAG haben einen Ex-Ingenieur die ganze Wahrheit vor laufender Kamera ausplaudern lassen. #twentysixforever

 

 

 

 

 

 

ACHTUNG: Satire 😉

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