TEST: Pole – „Evolink 176”

Bericht erschien exklusiv in der Gravity Mountainbike Magazine Ausgabe #035 [November & Dezember 2016]

Lang, länger… Pole Bikes! Die Firma aus Finnland macht seit einiger Zeit mit extrem langen Bikes auf sich aufmerksam. Die Eckdaten des Pole „Evolink 176“ sind schon mal sehr interessant. So beansprucht das Bike in Größe Large mit 510 Millimeter Reach in jedem Fall den Rekord für das längste Downhillbike für sich. Die 1348 Millimeter des Radstandes lassen darauf schließen, dass das Rad für harte und schnelle Strecken gebaut wurde. Was uns etwas wundert ist, der Federweg am Heck. Dieser ist mit 176 Millimeter nicht ganz so lang wie bei der Konkurrenz, fällt aber nicht negativ ins Gewicht. Im Stand macht das Bike einen imposanten Eindruck. Das schlichte Design der Räder von Chefdesigner Leo Kokkonen ergibt in Kombination mit den hochwertigen Komponenten einen sehr ausgefallenen Mix. Verbaut wurde hier ein DVO Fahrwerk, Sram „Code“- Bremsen mit passendem „XODH“ 7- Fach Antrieb und einer Race Face „SixC“ –Carbon Kurbel.

Was uns beim ersten Probefahren auffällt, ist der progressive Hinterbau, der trotz nur 176 Millimeter Federweg ein recht sicheres Gefühl vermittelt. Dämpfer- und Hinterbau-Performance waren gut und man hatte stets das Gefühl das Heck des Rades gut kontrollieren zu können. Die Gabel ist top. Allerdings ist die Verwindunssteifigkeit einer Upside Down Gabel anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man sonst „normale” Doppelbrückengabeln gewöhnt ist. Das Fahrgefühl hat uns jedoch gut gefallen, man merkt aber, dass sie bei hoher Geschwindigkeit oder hohem Druck nicht ganz so steif ist, wie zum Beispiel die Fox „40“ und sich selbst den Weg durchs Steinfeld sucht.

Obwohl das Pole einen verhältnismäßig sehr langen Reach hat, fühlt sich die Position auf dem Rad immer noch sehr angenehm an. Das einzige, was uns besser gefallen hätte, wäre die Front etwas höher zu bauen. Das lässt sich mit einem anderen Vorbau oder Lenker und zur Not auch mit Vorbauspacern umsetzen. Die Front des Rades ist zwar nicht wirklich tief, aber durch den langen Reach steht der kleinere Fahrer etwas gestreckter auf dem Rad, wobei das Gewicht mehr auf dem Vorderrad hängt.

Eine andere Sache ist der extrem lange Hinterbau. So lange die Strecke nicht sonderlich eng ist, fällt dieser nicht negativ ins Gewicht, aber bei engen Kurven lässt sich das Rad nicht so leicht wie die meisten anderen Räder um die Kurve drücken, da der Hinterbau eine enorme Traktion hat. Dies kann jedoch in gewissen Situationen von Vorteil sein.

Ein Highlight ist die Zusammenklappfunktion des Bikes. So passt das Bike auch problemlos in einen Kleinwagen. Das bietet nur Pole und keine andere Marke im Gravity MTB Bereich.

// Die wohl leichteste Downhillkurbel auf dem Markt: Race Face „SixC“ rundet das edle Gesamtpaket ab.
// Der DVO „Jade“ Dämpfer bringt edle Optik in den eher schlicht gehaltenen Rahmen.
// Mit der „Emerald“-Gabel hat man auch an der Front des finnischen Rades hohe Performance.
// Wenn man den mittleren Bolzen des „Evolinks” entfernt, kann man das Bike einfach zusammenklappen. Für mehr Infos checkt unsere Eurobike-Videos auf unserer Seite.

Fazit: Das Pole „Evolink 176“ ist ein Rad mit einer sehr innovativen Geometrie, die besonders den etwas größeren Fahrern unter uns zugutekommt. Mit den 176 Millimeter Federweg am Heck ist das Rad trotz der Größe noch erstaunlich agil. Interessant wäre es das Rad mal mit einem kürzeren Hinterbau zu testen, aber dies würde das Verhältnis durcheinander bringen zwischen der langen Front den darauf abgestimmten Hinterbau. Dass man das Bike zusammenklappen kann, erleichtert den Transport im Auto ungemein.

Pro

  • Ausstattung
  • Hinterbaufunktion
  • Traktion
  • zusammenklappbar

Kontra

  • nichts für kleine Fahrer
  • langer Hinterbau

Unverbindliche Preisempfehlung: 6.600 € | Größen: S, M, L | Farbe: Traffic Red | www.polebicycles.com

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TEST & Video: Haibike „Nduro 9.0“ E-Bike mit 180 Millimeter Federweg

Stolze 180 mm Federweg bietet das „Nduro 9.0“ mit E-Antrieb aus dem Hause Haibike und hat so genügend Reserven für den Gravity MTB Einsatz.

E-Bikes sind seit den letzten Jahren auf dem Vormarsch und haben sich mittlerweile in allen Sparten etabliert. Mit dem „NDuro 9.0“ bietet Haibike auch ein Modell, dass für abfahrts- und sprungorientierte Biker interessant sein könnte.
Neben dem hohen Federweg sind daher auch die Komponenten entsprechend auf den Einsatzbereich ausgelegt.

Als Federelement kommt an der Front eine Rock Shox „Yari RC“ Gabel mit „Boost“ Steckachse zum Einsatz. Am Heck wurde ein „Super Deluce RC3“ Dämpfer verbaut. Beide Federlemente lassen sich bequem mit Gabelpumpe auf das Gewicht und die Bedürfnisse des Fahrers abstimmen.

Das knapp unter 23 Kilo schwere Bike lässt sich gut durch die kraftvollen Magura „MT5“ Bremsen kontrollieren. Vorne und hinten sind 203 mm Bremsscheiben verbaut.

Die Magura „MT5“ Bremsen packen kraftvoll zu.

Das Shimano „Deore XT“ Schaltwerk lässt geschmeidig die Gänge wechseln, allerdings ist unserer Meinung nach, ein zu langer Schaltkäfig für den Gravity Bereich verbaut. Durch den langen Käfig besteht die erhöhte Gefahr, dass sich das Schaltwerk an Steinen oder Wurzeln verbiegen oder abreißen könnte. Wir empfehlen die kürzere Version des Schaltwerkes zu verbauen.

Als Variosattelstütze wurde eine „AllMtn“ von XLC verbaut, allerdings ist der Hub leider gering. Möchte man den Sattel in der passenden Höhe für effizientes Bergauffahren, reicht es bei steilen Abfahrten leider als großer Fahrer nicht, die Variosattelstütze per Remote vom Lenker aus abzusenken. Man muss per Schnellspanner die gesamte Sattelstütze herabsenken. Das kostet Flow und liegt nicht im Sinne einer Variosattelstütze.

Die breiten „Magic Mary“ Reifen von Schwalbe bieten Beginnern bei moderaten Geschwindigkeiten ein sicheres Fahrgefühl durch gute Traktion. Für Fortgeschrittene Fahrer sind die extrabreiten Reifen bei hohen Geschwindigkeiten zu schwammig.

Der Akku sitzt auf dem Unterrohr.
Der Yamaha Motor mit 500 Wh.

Das Herzstück des „Nduro 9.0“ ist der Motor und Akku von Yamaha. Der „PW-X System Motor“ der Japaner hat einen 500 Wh Lithium Ionen Akku und bietet damit ordentlich Vortrieb – auch wenn es richtig steil bergauf geht. Die Intensität lässt sich bequem über zwei Buttons auf der linken Lenkerseite per Daumen steuern. Selbstverständlich stoppt die Unterstützung des Motors aus gesetzlichen Gründen ab 25km/h wie bei jedem anderen E-Bike.

Mit dem linken Daumen kann man bequem die Intensität des Motors steuern.
Der Motor ist neben dem Vorbau positioniert.

Geschwindigkeit, Akkulaufzeit, Modi und weitere Infos lassen sich bequem während der Fahrt auf dem Bordcomputer ablesen. Dieser befindet sich unmittelbar neben dem Vorbau auf gleicher Ebene.
Diese Positionierung hat den Vorteil, dass der Computer nicht absteht und ist so bei einem Sturz besser geschützt, als wenn er auf dem Lenker sitzen würde.

Interessant ist das verbaute eConnect-System. Dieses lässt das Smartphone mit dem Bike verbinden und übermittelt hilfreiche Daten wie GPS.
So können zum Beispiel Touren gespeichert und mit anderen geteilt werden. Gut, dies kann man heutzutage auch rein mit Smartphone dank „Strava“ und Co, aber das eConnect-System kann noch mehr.
So kann das Bike im Falle eines Diebstahles geortet werden. Sogar der Hinweis auf dem Smartphone während eines Diebstahls ist dank Erschütterungssensor möglich.
Wenn das Bike eine ungewöhnliche Erschütterung wahrnimmt, zum Beispiel bei einem Sturz, wird eine Nachricht an das Smartphone des Fahrers gesendet. Reagiert dieser in einem bestimmten Zeitfenster nicht auf die Meldung, wird automatisch ein Notruf inklusive Standort an eine zuvor festgelegte Nummer gesendet.

Durch die Geometrie des Rahmens sitzt man aufrecht im Sattel. Verglichen mit anderen Gravity Bikes fällt das Oberrohr eher kurz aus, was bei höheren Abfahrtsgeschwindigkeiten gewöhnungsbedürftig ist.
Zwar bietet das Bike durch Komponenten und Federweg die Grundlage für Downhill und Sprung-Einlagen, allerdings richtet sich das potente Bike eher an Tourenfahrer, die zwar Reserven möchten, aber nicht den Hauptfokus auf krasse Downhill Abfahrten während der Tour legen. Das „Nduro 9.0“ ist somit vorallem etwas für komfortbewusste Mountainbiker statt für Vollblut-Freerider.

Preis: 5.699 € | Gewicht: 22,3 kg | www.haibike.de

POC „Coron“ Fullface Helm – Produktvorstellung

Die Schweden stammen ursprünglich aus dem Wintersport, haben sich aber in den letzten Jahren auch im Bikesport etabliert. Neben Protektoren sind auch Helme im Portfolio von POC. Eines der Modelle ist der „Coron“.

Martin Söderström ist selbst aus Schweden und ist wohl der bekannteste Teamfahrer im MTB Bereich von POC. Gemeinsam mit ihm ist die aktuelle Version des „Coron“ Helmes entstanden.

Das „break away“ System lässt das Visier beim Aufprallnach hinten klappen.

Wie gewohnt, kommt der „Coron“ mit einigen sinnvollen Details. So wurde das Visier so konstruiert, dass es im Falle eines Aufpralls ohne großen Widerstand nach hinten klappen kann. So wird wird die Energie einer Hebelwirkung auf das Genick minimiert.

Der Kinnschutz engt nicht ein.

Im Bereich der Ohren ist extra viel Platz, damit der Fahrer besseren Zugang zur „Außenwelt“ hat und somit auch das Gleichgewichtsgefühl nicht gestört wird. Was besonders bei technischen Abfahrten und Sprüngen wichtig ist.
Auch durch den Kinnschutz ist man nicht eingeschränkt. So kann man durch den ausreichenden Freiraum im Kinnbereich ungehindert atmen und fühlt sich nicht „eingeengt“.

Die Wangenpolster können schnell entfernt werden.
Durch die Form bestens kompatibel mit Neck Braces.
Die Innenpolster sind herausnehmbar und waschbar.

Damit es im Helm nicht auf Dauer muffelt, sind alle Polster herausnehmbar und waschbar.
Durch die Form am Hinterkopf ist der „Coron“ bestens kompatibel mit Neckbraces. Die Wangenpolster lassen sich schnell durch Rettungskräfte entfernen, um den Helm behutsamer vom Kopf eines Verletzten zu nehmen.

Die neue Außenschale verspricht mehr Schutz bei geringem Gewicht.

Das Highlight des Helmes ist aber sicherlich die Außenschale aus dem neuen M-FORGE®-Material. Diese neue Außenschale soll laut POC durch das neuartige Fasermaterial einen erstklassigen Kompromiss aus Multi-Impact-Fähigkeit, Langlebigkeit und Gewicht bieten. Um die Rotationskräfte auf das Gehirn zu mindern, befindet sich zudem ein multi-impact EPP-Linder im Helm. Dies funktioniert ähnlich wie MIPS, was bisher in POC Helmen zum Einsatz kam.
Bei der Belüftung wurde ebenfalls auf Details geachtet, um den verschwitzten Kopf zu kühlen.

Der Helm wird mit hochwertiger Helmtasche und Pads zur besseren Passform geliefert.

Preis: 500 € | Gewicht: ca. 1050 g | www.pocsports.com

17 – SB ONE Bikeparts | Gravity Adventskalender 2017

17.12.2017 – SB ONE Bikeparts

„Der DH-Antrieb von SB ONE garantiert mit dem All-in-One-System neben der Gewichtsreduktion und seiner hochwertigen Verarbeitung einen strapazierfähigen und zuverlässigen Antrieb. Die einzelnen Komponenten, bestehend aus Kettenspanner, passendem Singlespeed-Ritzel und Spacer-Kit sind aufeinander abgestimmt. Durch die einfache Montage ist das kompakte System schnell einsatzfähig.
 
Vorteile:
– leichter als ein normaler Antrieb
– geringere ungefederte Masse, demnach besseres Ansprechverhalten der Dämpfung
– höhere Spannkraft mit der speziell entwickelten Dämpfung
– leiseres Bike, da Kettenlinie und -länge nur auf ein Ritzel abgestimmt wird
– kleiner als ein Schaltwerk, demnach geringere Chance an einem Stein oä. hängen zu bleiben“
UVP: €269.95

 

Frage: Wie viel wiegt der SB ONE G3?

Die Antwort findet ihr hier -> www.sbonebikeparts.shop

Schickt eure Antwort bis um 23:59 Uhr heute, dem 17.12.2017 an gewinnen@gravity-magazine.de
Bitte vergesst dabei nicht den Email-Betreff “Türchen 17″.

WICHTIG: Alle die an dem heutigen Türchen teilnehmen, bekommen per E-Mail einen Rabattcode für den Onlineshop von SB ONE Bikeparts. Beim Checkout bekommt ihr 10% Rabatt auf alle G3 Spanner/Sets. Alle Infos erhaltet Ihr dann in der E-Mail.

Es gelten unsere Teilnahmebedingungen für Verlosungen & Gewinnspiele.

PM: Bike-Saison der Superlative mit der GraVity Card

Interview mit Viel-Shreddern

Tausende Bike-Kilometer in sechs Ländern, unterschiedlichste Trails und jede Menge Bike-Action – mit der Saisonkarte von GraVity Card, der einzigartigen Bikepark-Union in Europa, lässt sich die Bike-Saison mehr als auskosten, denn bereits nach einigen Besuchen in den teilnehmenden Bikeparks ist das Geld für das Ticket wieder reingefahren. Katrin (27), Jan (26), Anna (31) sowie Theresa (28) und Matthias (30) sind fünf von tausenden Nutzern des „Bikepark-Abos“. Die Adrenalin-Junkies haben es in der vergangenen Saison ordentlich krachen lassen. Wir haben uns mit ihnen über ihre Vorlieben, die besten Trails und verlorene Schlüssel unterhalten. Wer noch auf der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk ist: Die GraVity Card lässt sich bequem online bestellen (Erwachsene 455 Euro, Jugendliche 345 Euro, Kinder 215 Euro). Denn nach der Bikesaison ist vor der Bikesaison… Im kommenden Jahr lohnt sich die GraVity Card umso mehr, denn mit dem Enduro-Paradies 3 Länder Enduro Trails am Reschenpass (ITA) und dem Bikepark Innsbruck (AUT) wird es zwei Neuzugänge in Europas größtem Bikepark-Verbund geben.

Theresa and Matthias sind große Fans der Bike Republic Sölden

Mit der Saisonkarte von GraVity Card konnte man vergangene Saison 16 Bikeparks unsicher machen. Hand aufs Herz: Wie viele Bikeparks in wie vielen Ländern hast Du „geschafft“? Wie viele Bike-Tage hast Du auf dem Buckel?

Katrin: Leider war ich nur in fünf Bikeparks – ja, ich bin selbst von mir enttäuscht (lacht). Die GraVity Card habe ich an 15 oder 16 Tagen, allerdings nur in Österreich genutzt.

Jan: Ich wohne im Nordosten Deutschlands, daher konnte ich nur in meinem Urlaub weiter weg reisen. Dennoch habe ich mich in ganzen vier Bikeparks ausgetobt. Da ist noch Luft nach oben, aber im nächsten Jahr geht es natürlich weiter! Auch die Bike Parks Krvavec und Kranjska Gora in Slowenien würden mich sehr reizen. Im Sommerurlaub bin ich mit einem weiteren MTB verrückten Kollegen und den Bikes im Gepäck nach Österreich gefahren und dort haben wir den Urlaub mit einer Bikepark-Erkundungstour verbunden, jeden Tag einen anderen. Das war echt genial und wir haben eine Menge neues Wissen mit nach Hause genommen.

Anna: Ich habe ein Viertel der GraVity Card Bikeparks besucht: Lenzerheide, Serfaus-Fiss-Ladis, Brandnertal und Sölden, damit war ich an sechs Bike-Tagen in der Schweiz und in Österreich. Nächstes Jahr will ich auf alle Fälle nach Slowenien, ein neues Land kennenlernen und mich von den Parks überraschen lassen. Landschaftlich soll es auch sehr schön sein.

Theresa und Matthias: Leider haben wir nur fünf Parks geschafft. Wir waren im September zwei Wochen mit dem Wohnmobil unterwegs und wollten viel mehr abklappern, aber aufgrund des Wetters haben wir nicht mehr so viel geschafft haben. Aber bei vorherigen Kurztrips nach Saalbach und Sölden haben wir sie schon gut nutzen können – es müssten dann ca. 15 Bike-Tage gewesen sein.

Wie unterscheiden sich die Trails und der Dirt in den unterschiedlichen Ländern?

Katrin: Um das zu beurteilen, habe ich noch zu wenig gesehen. Jede Location hat ihre Herausforderungen, dafür ist es immer eine Reise wert.

Jan: In den Parks, in denen wir waren, war der Boden gut bearbeitet worden und je nach Passage mega flowig oder auch ziemlich ruppig, da geben sich die Parks schon echt Mühe. Außerdem stellte sich heraus, dass ich eher der Springer bin – was ich nie für möglich gehalten habe – und mein Kollege donnerte dafür schnell durch technisch anspruchsvolles Terrain.

Anna: In der Lenzerheide ist der Untergrund natürlicher, irgendwie rougher, in Serfaus-Fiss-Ladis wird viel aufgekiest. Die schönsten, vor allem abwechslungsreichen, Trails gibt‘s in Sölden: Sie führen an den Berghängen entlang und nicht nur in direkter Linie. Außerdem ist Sölden eins der wenigen Gebiete, in denen „nachhaltiger“ Trailbau betrieben wird.

Theresa und Matthias: In Österreich und der Schweiz waren die Unterschiede nicht so riesig. Generell unterscheiden sich aber jede Bikeregion oder jeder Park sicherlich etwas. In Lenzerheide hat man den „reinen“ Park. In Sölden einen Mix aus Natur und Park. Die Trails in Saalbach sind auch eher gemischt und in Serfaus-Fiss-Ladis hat man wieder perfekt geshapte Lines mit Kickern, Tables u.ä., dafür ohne viele Wurzeln und Steine (außer natürlich auf den Downhill-Strecken).

Theresa im Lenzerheide Bikepark

Worin siehst Du den Vorteil des „Flatrate-Tickets“?

Katrin: Zum einen überlegt man nicht lange, welche Liftkarte sich am besten rentiert – sondern man geht einfach biken. Zum anderen ist es schon sehr bequem, direkt zum Lift zu gehen, ohne vorher bei der Kassa warten zu müssen.

Jan: Das Ticket lohnt sich schon, selbst wenn man es nicht immer schafft, jedes Wochenende zu fahren. Es ist in jedem Park einfach zu verwenden und man hat nicht den Stress z.B. einer Zehnerkarte, sondern kann einfach immer weiter fahren.

Anna: Mit der GraVity Card hast Du als Bike-Fan die Möglichkeit, ständig Kurzurlaube zu machen. Außerdem ist es eine super Gelegenheit, neue Bikeparks und Gegenden kennenzulernen.

Theresa und Matthias: Natürlich die Ersparnis. Bereits nach wenigen Tagen hat man den Preis wieder drin. Aber auch die Freiheit, zu fahren, wann man will und egal wie lange. Da kann man auch mal nur einen halben Tag biken und es ist nicht schlimm, wenn man doch nicht den ganzen Tag Lust hat. Außerdem ist man flexibel.

Flow oder Downhill – warum und wo? 

Katrin: Flow, weil es ein unbeschreiblich schönes Gefühl ist, durch die Kurven der Teäre Line in Sölden zu cruisen.

Jan: Obwohl mir beides viel Spaß macht, ziehe ich Flow Trails den Downhill-Wegen vor, weil sie einfach super zu fahren sind und weil man sie immer wieder und leicht fahren kann. Fürs Downhillen braucht es deutlich mehr Konzentration. Wenn man mal eine lockere Runde biken will, sind Flow Trails genau das richtige.

Anna: Ich finde beides gut: Auf einem Flow Trail mit der richtigen Technik Kurven fahren macht viel Spaß, Downhill hingegen ist ein gutes mentales Training. Die geeignete Linie finden und Wurzelfahren – einfach super!

Theresa und Matthias: Am besten ein Mix aus beidem. Eine Strecke darf gerne flowig sein, aber für uns gehört dazu auch ein gewisser technischer Anspruch. Wir haben dadurch Sölden lieben gelernt. Die geshapten Lines sind super flowig mit teilweise technischen Elementen. Wenn man es ruppiger mag, fährt man auf den zahlreichen Naturtrails, die es teilweise ganz schön in sich haben.

Welche Trails haben Dir am besten gefallen? 

Katrin: Sölden! Eindeutig, ich kann es gar nicht erwarten, nächstes Jahr wieder zu fahren und die neuen Trails zu testen.

Katrin unterwegs in Sölden

Jan: Viele Trails waren ziemlich beeindruckend, aber ich bin besonders stolz, den Speedster in Leogang (größtenteils) geschafft zu haben, auch wenn ich eine gefühlte Ewigkeit für die letzten Passagen gebraucht habe, auch weil sich ein Paar Bremsbeläge verabschiedet haben…

Anna: Mein Lieblingspark ist der Bikepark im Brandner Tal. Die Strecke Tschäck the Ripper kann ich nicht oft genug fahren. Mein Geheimtipp ist die Tschacklin, für den kurzen Downhill-Thrill. Bereits die Liftfahrt ist Entspannung pur mit Aussicht auf die Zimba. Gut gefällt mir die familiäre Atmosphäre und die Musikauswahl an der Liftbergstation. Außerdem ist der Bikepark als Tagestour für mich erreichbar. Unsere Batterien haben wir im „Fuchsbau“ und im „Einhorn“ aufgeladen. Im „Fuchsbau“ kann man in freundlicher und gemütlicher Atmosphäre leckere Gerichte genießen, im „Einhorn“ haben wir bei leckerem Burger und Weißbier von der Terrasse aus die Dropbatterie beobachtet.

Annas lieblings Trail: ‚Tschaklin‘ at Brandnertal

Theresa und Matthias: Die Ohn-Line in Sölden – super flowig mit spaßigen Anliegern und Wallrides, aber auch mit technischen Abschnitten. Der Hacklberg Trail in Saalbach ist natürlich auch immer wieder eine Reise wert.

Hast Du einen Road Trip unternommen, um die verschiedene Bikeparks abzuklappern, oder auf welche Art hast Du die Saisonkarte am besten ausgenutzt?

Katrin: Ich habe fast jedes Wochenende mit Zeitausgleich und Urlaub verlängert – also 4 Tage biken und 3 Tage arbeiten. Das ist ein schöner Rhythmus, kann ich nur weiterempfehlen.

Jan: Im Österreich-Urlaub mit meinem Kumpel habe ich einige Bikeparks ausgecheckt. Ansonsten war ich sehr oft in Winterberg, der liegt nun mal von mir aus am nächsten.

Anna: Nein, ich habe Bike-Kurzurlaube an einzelnen Wochenenden gemacht. Ich war positiv überrascht, dass wir in Sölden im Haus Saskia eine spontane Unterkunft zu einem echt guten Preis-Leistungsverhältnis bekommen haben. Und total nett und gemütlich war es da auch noch!

Theresa und Matthias: Wir haben zuerst im Juli einen Urlaub gemacht, in dem wir Sölden und Saalbach besucht haben. Ursprünglich hatten wir eine Fernreise im Sinn und wollten Richtung Asien. Nachdem ich aber die GraVity Cards gewonnen hatte, stand fest: Wir müssen ein Wohnmobil mieten, einen Roadtrip machen und die Karte nutzen. Gesagt, getan. Eigentlich wollten wir viel mehr Parks abklappern und viel mehr unterwegs sein. Aber wegen des schlechten Wetters in den Bergen sind wir erst eine Woche in den Süden und danach noch eine Woche durch die Alpen gefahren. Es hat sich mehr als gelohnt. Mega Urlaub. Danke dafür.

Was ist die beste Story, die Du diese Saison erlebt hast? 

Katrin: Ich habe unglaublich viel erlebt, gelernt und vor allem gelacht. Bike in den VW-Bus und einfach losfahren, die Sonne genießen und mit Freunden biken – das ist für mich das ultimative Freiheitsgefühl.

Jan: In Winterberg traf ich zwei Jungs, beide nicht älter als vielleicht 13 Jahre, die mir nicht nur netterweise die Trails zeigten, sondern auch noch irre gut fahren konnten, wie ich es mir nie hätte vorstellen können. Super, Jungs, macht weiter so!

Anna: Bevor ich meinen ersten Tag mit einer Guidine hatte, die mir das Bergabradeln erklärte, dachte ich nicht, dass ich je einen Trail heil runterkomm.

Theresa und Matthias: Im Bikepark Lenzerheide seinen Wohnmobilschlüssel zu verlieren (über 600 km von zuhause entfernt) und anschließend 2 Stunden die Trails zu Fuß abzulaufen und wie irre nach dem Schlüssel zu suchen. Da war die Stimmung leicht am Boden. Ende gut, alles gut: Ein aufmerksamer Biker hat ihn gefunden und an der Liftkasse abgeben. Wir waren überglücklich, abends im warmen Wohnmobil zu sitzen. Learning: Nie mit offenem Rucksack fahren und Trails runterzulaufen ist viel gefährlicher als sie fahren! Danke an den anonymen Finder.

Danke für das Gespräch und eine gute Off-Season! 

PM: GZ – ROCKY MOUNTAIN – Mit Co-Team den Nachwuchs unterstützen

Die erste Saison des neu gegründeten GZ – Rocky Mountain Teams hätte kaum besser verlaufen können. Diverse Siege bei IXS Cup Rennen wurden am Ende getoppt vom ersten und zweiten Platz in der GDC Elite Men Gesamtwertung von Silas Grandy und Benny Strasser sowie dem GDC Gesamtsieg in der Junioren U19 Klasse durch Mika Hopp. Für 2018 wird das fünfköpfige Team um zwei Co-Team-Fahrer erweitert.

Mit dem Co-Team möchte GZ-Racing zur Entwicklung des Nachwuchses in Deutschland beitragen und jungen Talenten die Möglichkeit geben, sich in einem professionellen Rennteam zu behaupten. Durch die erfahrenen Mitglieder im Pro-Team und das professionelle Set-Up bei den Rennen mit Teamtruck und Mechaniker werden dazu die bestmöglichen Rahmenbedingungen geboten. Die beiden Co-Team Fahrer erhalten ein Gesamtpaket, bestehend aus einem Rocky Mountain Maiden Team-Bike, umfangreichem Ersatzmaterial, Bekleidung und Support bei den Rennen.

„Die beiden Fahrer des Co-Teams werden mit unseren Jungs bei den Rennen des IXS Downhill Cups trainieren. Natürlich gehört dazu auch der obligatorische Trackwalk wo über die Linienwahl entschieden wird sowie Trainingscamps“, so Guido Zimmermann, Team-Manager des GZ-Rocky Mountain Teams. „Um das Rad kümmert sich unser Mechaniker Jonas. Der Fahrer kann sich somit voll und ganz auf seine Rennen konzentrieren und Erfahrungen sammeln.“
Die Anforderungen an den Fahrer sind gering: Sie oder Er sollte den nötigen Ehrgeiz haben und Potenzial im 2018er IXS Cup gute Ergebnisse erzielen zu wollen.

Wer Interesse hat kann sich noch bis zum 31.12.2017 bewerben. Unter www.gz-racing.com gibt es alle Infos.

Fox „Rampage Pro Carbon“ Fullface Helm – Produktvorstellung

Mit dem „Rampage Pro Carbon“ bietet Fox einen der High Tech Helme auf dem Markt. Der Fullface Helm überzeugt durch edle Verarbeitung und durchdachte Features.

Der kleine, gelbe Sticker verrät es – in diesem Helm steckt MIPS.

Die Zeiten, in denen der Kopf rein durch eine Außenschale und EPS Schaum geschützt wurde, sind zumindest im gehobenen Preissegment vorbei. So kommt auch beim Fox Modell das multidirektionale Aufprallsystem namens „Mips“ zum Einsatz. Dieses soll das Risiko auf Gehirnerschütterungen mindern, da weniger Rotationskräfte auf das Gehirn wirken können.

Keine Kratzer durch Transport dank Helmtasche

Der hochwertige Carbon-Helm wird mit einer praktischen Helmtasche geliefert, die ausreichend belüftet ist, um auch einen verschwitzten Helm trocknen zu lassen.

Mit 17 Einlässen ist auch der Helm ausreichend belüftet. Selbstverständlich ist das Innenpolster herausnehmbar und waschbar.

Das Innenpolster ist waschbar.
In den Größen S, M, L, XL und XXL erhältlich

Um eine gute Passform zu gewährleisten, ist der „Rampage Pro Carbon“ in den Größen S-XXL lieferbar. Um diese fünf Größen mit guter Passform anbieten zu können, hat Fox zwei Größen für die Außenschale und die EPS-Schale in drei Größen entworfen.

Mit etwas mehr als 1100 Gramm bricht der Fox „Rampage Pro Carbon“ keine Rekorde auf der Waage, aber befindet sich im grünen Bereich.

Preis: 429,95 € | Gewicht: ca. 1130 g | www.foxhead.de

 

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