PM: Emil Johansson – der jüngste FMB World Champion und angehende MTB-Legende

Emil Johansson hat sich sehr schnell als das neue Wunderkind des Mountainbikens herausgestellt. Der Kick-off seiner internationalen Karriere hat letztes Jahr beim 26TRIX in Leogang stattgefunden, ein Jahr später wurde er zum FMB World Champion gekrönt. Emils Saison ist eine einzige Erfolgsgeschichte: Zu Beginn des Jahres wurde der 18-jährige Schwede Mitglied des prestigeträchtigen TREK C3 Projects, im Laufe der Saison ergatterte er diverse Podiumsplätze bei verschiedenen Crankworx Events und wurde darüber hinaus Sieger der Crankworx World Tour. In Whistler wurde dann auch noch sein großer Traum wahr, nämlich Teil der Red Bull Familie zu werden.

Emil Johansson of the Sweden performs during the finals of the Red Bull District Ride 2017 in Nuremberg, Germany on September 2nd, 2017

Für sein Alter ist Emil extrem reif. Er ist gelassen, einsichtig und sehr weise. Seine mentale Reife zeigt sich deutlich in seinem Fahrstil: Die Fähigkeit, Ruhe zu bewahren und zu fokussieren kommt gerade recht, wenn man mit seinem Bike in sechs Metern Höhe einen Backflip macht. Schweden hat einen großen Beitrag zur Mountainbike-Welt geleistet und Emil ist definitiv die neueste strahlende Ausgabe.

Als er Anfang 2017 zum TREK Team stieß, zeigte sich Emil selbst beeindruckt von der Entwicklung, die er bis dahin genommen hatte und erwähnte, dass er ein Jahr zuvor noch gar keine FMB Lizenz besaß. Jetzt hat die FMB Diamond Series ihren Abschluss gefunden und man muss festhalten, dass Emil alle Erwartungen übertroffen und alle Ziele erfüllt hat. Emil merkt man trotz dieser Erfolge dennoch an, dass er mit beiden Füßen am Boden geblieben ist. Im Gespräch macht er klar, dass ihm nur wichtig ist, dass er weiterhin Spaß daran hat sein Bike zu fahren.

Du bist 18 Jahre alt und offiziell der jüngste FMB World Tour Champion. Hättest du dir das vorstellen können, als du letztes Jahr nach Leogang zum 26TRIX, deinem ersten großen internationalen Contest, gefahren bist?

Ich bin der jüngste Rider in der Diamond Series und es ist oft nicht einfach, weniger Erfahrung mit Contests und Big Jumps zu haben als die ganzen älteren Rider. Ich habe die letzten zwei Jahre darauf hingearbeitet, den Gesamttitel zu ergattern, aber dass es mir so schnell gelingen würde – das hätte ich mir letztes Jahr beim 26TRIX nicht träumen lassen. Ich habe wirklich hart für den Titel gearbeitet, von daher bin ich mehr als happy, dass mir der Gesamtsieg letztendlich gelungen ist.

Inwieweit hast Du Dein Bike-Set-up im Vergleich zu letztem Jahr verändert? Was sind die wichtigsten Unterschiede hinsichtlich Features?

Ich fahre jetzt ein Full-Suspension-Bike. So werden meine Landungen smoother und das Bike fühlt sich in der Luft stabiler an. Eigentlich gibt es nur Vorteile mit einem Full-Suspension-Bike, deshalb bleibe ich jetzt dabei.

Erst kürzlich hast Du einen glänzenden neuen Red Bull Helm bekommen. Es muss sich wahnsinnig anfühlen, für die gleiche Marke zu fahren wie die Rider, zu denen du immer aufgeschaut hast. Wie hast du dich gefühlt, als du den Helm beim Red Bull Joyride at Crankworx Whistler überreicht bekommen hast?

Es war schon immer mein Traum, ich wollte schon immer ein Red Bull Athlet sein, aber es war dann doch eine große Überraschung, dass es diese Saison schon so weit war.

Rückblick auf die Saison 2017: Was war dein Event-Highlight?

Es war der Wahnsinn, in Montpellier und in Whistler zu sein, weil der Vibe die ganze Woche über einfach super war! Aber nichts geht über den Red Bull District Ride – der Contest und der Vibe waren einfach der absolute Hammer! Die vielen Zuschauer, Teil des Ganzen gewesen zu sein – eine unvergessliche Erfahrung!

Was ist dein persönlicher Riding-Style? Wie würdest du dich und deine Fortschritte im Vergleich zum Beginn der Saison beschreiben?

Ich weiß nicht so recht. Ich schätze, ich bin eher ein Slopestyle-Fahrer, denn Slopestyle macht mir richtig Spaß. Letztes Jahr bin ich abgesehen vom Red Bull Joyride nicht viel Slopestyle gefahren. Mir gefällt diese Disziplin so gut, weil es eine echte Herausforderung ist, sich besonders kreative Tricks für den gesamten Kurs auszudenken, anstatt nur die zwei besten rauszuhauen.

Was sind deine Pläne für diesen Winter?

Ich freue mich auf eine kleine Auszeit und darauf, mal nicht so viel zu reisen und mehr Zeit fürs Fahren zu haben. Aber dieses Schuljahr ist mein Abschlussjahr, daher werde ich auch einiges an Zeit für die Schule investieren müssen.

Was sind deine persönlichen Ziele für 2018?

Weiterhin Spaß haben und mich und mein Fahren so weit zu pushen wie ich nur kann.

Vielen Dank für das Interview, Emil, und viel Glück für die Saison 2018!

Du willst mehr von Emil sehen? Dann zieh Dir seine Runs bei Red Bull Joyride at Crankworx Whistler und bei Red Bull District Ride 2017 rein.

Hier kannst Du Emils Bike auschecken und SRAM’s Steps to the Top.

Emils beste Ergebnisse der Saison 2017:

1st    FISE World Montpellier (FRA) FMB Gold

2nd   Red Bull District Ride (GER) FMB Diamond

2nd   Red Bull Joyride at Crankworx Whistler (CAN) FMB Diamond

2nd   Crankworx Les Gets 2017 (FRA) FMB Diamond

3rd   Crankworx Rotorua Slopestyle in Memory of McGazza (NZL) FMB  Diamond

Verfolge Emils Entwicklung auf Facebook und Instagram:

www.instagram.com/johanssoemil  

www.facebook.com/johanssoemil

Previous ArticleNext Article

Story: Sonne, Wellen, Sprünge? Four Cross Aktion nahe der französischen Grenze (inkl. Trackcheck)

Sonne, Wellen, Sprünge? Das vergangene Sommerwochenende hat unser Redakteur Nils genutzt, um am 6. Lauf der European Four Cross Series in Ohlsbach teil zu nehmen. Da auch die Französische Grenze nur 15min entfernt ist und daher auch das Stride Straßburg schon fast auf dem Weg lag, nutzte er es für einen abwechslungsreichen Trainingstag. 

 

Das Stride bietet für jeden Biker das richtige, um auch bei schlechtem Wetter auf dem Bike Spaß zu haben. Egal ob Indoor-Enduroline, Foampit sowie „Resi“ oder einen Woodward ähnlichen Skatepark, das Stride gibt euch nun seit fast 2Jahren die Möglichkeit eure Skills auch im Winter zu verbessern. Wen euch die Hitze nicht abschreckt, der kann im Sommer eine Menge Spaß haben und das in der meist leeren Halle.

Die „Rote“ Line vom Pumptrack im Stride // Magdalina S.

 

Four Cross bekommt immer weniger Beachtung und scheint teilweise fast untergegangen zu sein, doch wieso? Four Cross ist ein Mix aus Race-Bmx, Pumptrack und den verschiedenen Downhill Disziplinen. Da man zu viert  aus dem „Gate“ startet, bietet Four Cross den Fahrern, so wie den Zuschauern einiges an Spannung, denn zwischen großen Sprüngen, Steinfeldern und Pro-Lines wird den ganzen Run über, um die einzelnen Positionen gekämpft und somit bleibt das Rennen bis zur Ziellinie sehr spannend.  Unser Redakteur Nils Mai war am Wochenende beim 6. Lauf der European Fourcross Series dabei.

Nils hat für euch auch wieder eine neue Trackpreview bei seinem aller ersten Trainingsrun, aufgenommen:

Die Anmeldung in Ohlsbach ging pünktlich um 8 Uhr los. Bei Sonnenschein und bereits warmen Temperaturen lernten die Fahrer die Strecke kennen und bereiteten sich auf die Qualifikation vor. Die Kategorie Elite fuhr eine Zeit-Qualifikation, die sieben weiteren Kategorien massen sich in drei Vorläufen. Bereits bei den jüngeren Fahrern merkte man, dass die Strecke im Vergleich zum Vorjahr einiges schneller war. Die Elite bestätigte dies bei ihrem Zeitlauf, es wurden Streckenzeiten von etwas mehr als 30 Sekunden gefahren.

Paul Bihlmayer (Elite) bei seinem Timerun (5. Rang nach seinem Timerun) // Foto: Nils Mai

Pünktlich zur Mittagszeit kamen die letzten glücklichen Gesichter der Vorrunde ins Ziel. Für die Finalläufe am Nachmittag konnten sie sich mit eine zahlreiche Auswahl an Kuchen, Steaks, Würsten oder Flammkuchen stärken.

Die U15 begann die Finalläufe nach der Mittagszeit mit den Viertelfinalen. Bei den anderen Kategorien gab es leider Streichresultate, was dafür sorgte, dass einige Fahrer bereits verfrüht zum Eisbecher greifen mussten. Das Halbfinale begann und die U11 raste los. In der ersten Kurve durch den Innenanlieger und vor an die Spitze war die Devise der kleineren Fahrer. In der U15 hingegen nahmen einige Fahrer bereits viel Schwung durch die äussere Kurve und sprangen die nächste Gerade durch. In der U17 und Elite wurde von Anfang bis am Ende das Tempo hoch gehalten und es ging für fast alle Fahrer über die Proline.

Schnelle Run`s auch bei der U15 // Foto: Andrea V.

Die Zuschauer besorgten sich noch einmal neue Getränke und waren bereit für die grossen Finale. In der U11 konnte sich Fabian Lapp direkt nach dem Start absetzen und gewann knapp vor Tino Dieterle und Levin Klausmann. Tim Schaub wurde Vierter, nachdem er in der zweiten Gerade gerade so einem Sturz entkam.

Luka Meltzer und Fabio Santos boten sich in der Kategorie U13 ein Kopf an Kopf Rennen, bis Fabio Santos unglücklich stürzte. Davon profitierten Julian Gürsch und Robin Fankhauser, welche am Ende auf Platz 2 und 3 lagen. In der U15 konnte sich erneut der deutsche Meister Samuel Schoger durchsetzen und seine gute Leistung aus der bisherigen Saison bestätigen.

 

Podium der U15, nach der gewonnen DM steht Samuel Schoger wieder ganz oben // Foto: Andrea V.
Nils Mai und Eddy Massow kopf an Kopf über den ersten Sprung // Foto: Trixpics.ch

Bei den U17/Hobby Fahrern wurde den Zuschauern erneut ein spannendes Start-Ziel Duell geboten. Eddy Massow und Fabian von Allmen fuhren die ersten beiden Geraden direkt nebeneinander, bis sich Massow an die Spitze setzte. Von Allmen liess hingegen nicht locker und folgte direkt am Hinterrad. Am Ende sprangen die ersten 3 die Proline und Massow gewann vor Von Allmen. Das Podium rundete Nils Mai mit dem dritten Platz ab.

U17/Hobby Podest // Foto: Andrea V.

Bei den Frauen setzte sich Nina von Allmen mit einem schnellen Start an die Spitze. Mit viel Schwung durch die erste Kurve konnte die auch im Race Bmx erfolgreiche Nina, sich von ihren Konkurrentinnen deutlich absetzen. Am Ende gewann Von Allmen um einige Radlängen vor Laura Kern und Magdalina Schulz.

 

Nina von Almen // Foto: Trixpics.ch
Podium der Damen // Foto: Andrea V.

Das Ergebnis der Königsklasse stand noch offen. Am Gate in der Elite waren Simon Waldburger, Marvin Schaupp, Samuel Willimann und Lars Evers. Simon Waldburger setzt sich nach dem Start an die Spitze. Direkt dahinter kämpften Willimann und Schaupp um Platz 2. Am Ende gewann Waldburger klar vor Willimann und dem Lokalmatador Schaupp.

Das Podium der Elite // Foto: Trixpics.ch

Falls ihr die Rennläufe inkl. deutschem Live-Kommentar nochmals anschauen wollt könnt ihr das hier:

http://swiss-sport.tv/events/863-european-4cross-series-6-ohlsbach-d?medium=1294

PM: IXS European DH Cup – DICKERSON UND HRASTNIK HEISSEN DIE SIEGER VON ABETON

Erstmalig gastierte am zurückliegenden Wochenende der iXS European Downhill Cup im italienischen Abetone. 270 Fahrer aus 29 Nationen haben die Reise auf sich genommen. Als Sieger verewigten sich Bryn Dickerson und Monika Hrastnik.

Podium Elite Men - EDC Abetone 2018.jpg

Momentan geht es Schlag auf Schlag im iXS Cup. Nachdem vor zwei Wochen der zweite Lauf des iXS European Downhill Cups im slowenischen Kranjska Gora stattfand und am letzten Wochenende das Rennen in Klinovec in der Tschechischen Republik auf dem Programm stand, ging es nun mit dem Europacup weiter. Austragungsort des dritten Laufs war diesmal Abetone in Italien. Der Ort in der Toskana stand in diesem Jahr erstmalig im iXS Kalender. Jedoch konnte sich Abetone in der italienischen Szene schon einen guten Ruf erarbeiten und somit war es an der Zeit, nach einigen erfolgreichen Veranstaltungen, einen Schritt weiter zu gehen. Schon lange sollte die Europaserie wieder ein Rennen auf italienischem Boden ausrichten, allerdings gestaltete sich, nach dem Ausscheiden von Pila, die Suche etwas schwierig.

 

Die Strecke

Die Anreise war für viele der Teilnehmer wohl eine der längsten der Saison, aber jeder wurde für diesen Aufwand ausreichend entschädigt. Wer italienische iXS Rennen in der Vergangenheit besucht hat, weiß, dass diese immer etwas Besonderes sind, sei es in Val di Sole oder Pila und eben auch jetzt in Abetone. Die Strecken gehören immer zu den anspruchsvollsten und auch längsten. Die Absicherung ist immer beispielhaft und man merkt sofort, dass viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild gelegt wird. Der Kurs wurde für das iXS Cup Debüt extra modifiziert und heraus kam eine Strecke, die extrem vielfältig war. Die Länge wurde mit 2500 Metern angegeben, wobei 450 Meter Höhenunterschied zu Buche schlugen. Der obere Abschnitt war über flacheres alpines Gelände gelegt, jedoch gespickt mit Off-Camper-Kurven und Sprüngen.

Nina Hoffmann - EDC Abetone 2018.jpg

Hier hieß es Schwung behalten und ab und zu auch mal eine Pedalumdrehung dazugeben. Anschließend viel die Strecke ab, wobei einige schön gebaute Anliegerkurven den Speed hochhielten, bevor es dann ungefähr ab der Mitte in den Wald ging. Hier warteten Wurzeln sowie immer wieder Steine und Felsen, gewürzt mit dem einen oder anderen Sprung. Nach über fünf Minuten kam dann auch mal das Ziel in Sicht und hinter den Fahrern lag die wohl kräftezehrendste Strecke des Jahres.

Freitag

Los ging es am Freitag für die 270 Fahrer aus 29 Nationen mit dem Track Walk, bei dem diesmal alle die Strecke zum ersten Mal sahen und somit volle Konzentration gefragt war. Anschließend standen, wie üblich beim Europacup, sechs Stunden freies Training auf dem Programm. Es galt allerdings aufgrund der Streckenlänge und somit der höheren körperlichen Belastung nicht zu viele Fahrten zu absolvieren, auch wenn der Spaßfaktor sicherlich extrem hoch war. Die Wetterverhältnisse waren wie schon in Kranjska Gora sommerlich perfekt und somit waren am Abend die Weichen gestellt für zwei weitere spannende Renntage mit italienischem Flair.

 

Qualifikation

Samstagmorgen ging es dann wieder bei optimalen Verhältnissen weiter, die Fahrer hatten noch bis nach dem Mittag Zeit, ihre nun ausgesuchten Linien zu festigen, um dann in der Qualifikation um die Startaufstellung und wichtige Punkte für die Gesamtwertung zu fahren. In der Elite Men Klasse ging es zusätzlich noch um den Einzug ins Super Finale. Unter den dort startenden 30 Besten des Samstags wurde dann am Sonntag der Sieg ausgefahren. Schnellster des Tages war Bryn Dickerson (NZL – FS Funn Factory Team) mit 4:52.534 Minuten. In der Elite Women Klasse konnte sich Monika Hrastnik (SLO – Blackthorn) mit 5:32.046 Minuten den letzten Startplatz am Sonntag sichern.

Bryn Dickerson - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertBryn Dickerson – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

 

Finals

Der Sonntag bot dann wieder genau das Wetter, welches man erwartet, wenn man im Juli ein Rennen in der Toskana macht. Sommerliche Bedingungen, strahlend blauer Himmel und dazu noch eine entspannte Atmosphäre ließen einen perfekten Renntag erwarten. Bis zum Mittag war noch einmal eine Trainingssession angesetzt, bevor es dann mit den Finalläufen ernst wurde.

 

Pro Master, U17 male und 19 female

Die erste Klasse waren die Masters und hier konnte sich am Samstag schon ein Fahrer besonders in Szene setzen. Benjamin Herold (GER – Giant Germany Off-Road Team) war in den letzten Jahren eher ein seltener Gast im Europacup. Wahrscheinlich konnte er sich jedoch den italienischen Stopp nicht verkneifen, denn beim letzten Gastspiel des iXS Cups in Pila stand er ganz oben auf dem Podest. Diesmal legte er also bereits am Samstag die Bestzeit vor und ließ am Sonntag nichts anbrennen. Erneut war er das Maß aller Dinge und dominierte mit über vier Sekunden Vorsprung seine Klasse.

Benjamin Herold - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertBenjamin Herold – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Auf dem zweiten Rang konnte sich Rowan Sorrell (GBR – Bikepark Wales) platzieren, Dritter wurde Fabian Buschor (SUI – RSF). Danach war die U17 Klasse an der Reihe und dort konnte ein Fahrer auf sich aufmerksam machen, der aus der Nachwuchsklasse des Portugal Cups kommt. Erstmalig im European Cup war Goncalo Bandeira (POR – Miranda Factory Team) in Maribor am Start, wobei er dort das Podest nur ganz knapp verpasste. Diesmal jedoch schien alles zu passen und somit konnte er zum Schluss den Platz als Sieger verlassen.

Antoine Rogge - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertAntoine Rogge – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Damit verwies er den Serienführenden Antoine Rogge (FRA – Us Cagnes) auf den zweiten Platz, womit dieser jedoch seinen ärgsten Konkurrenten Blake Ross (NZL – Hibike-Gravity) in Schach halten konnte. Die weibliche U19 Kategorie konnte von Lauryne Gozzi (FRA – Us Cagnes VTT) gewonnen werden.

 

Elite Women

In der mit etwa 20 Teilnehmerinnen stark besetzten Klasse Elite Women deutete sich bereits am Samstag ein spannendes Rennen an, denn Monika Hrsatnik und Eleonora Farina (ITA – GB Rifar Mondraker) waren zwar die Favoriten, aber mit Nina Hoffmann (GER – Santa Cruz Bicycles) bekamen die beiden eine neue Konkurrentin. Bereits in Kranjska Gora konnte sich die ehemalige Leichtathletin schon über den zweiten Platz freuen und somit war sie sicherlich eher im Angriffsmodus. An der Zwischenzeit lagen alle drei innerhalb zwei Zehntelsekunden. Als Erste fuhr die Italienerin ins Ziel, mit knapp zehn Sekunden Vorsprung vor der bisher Führenden Sandra Rübesam (GER – Nukeproof).

Sandra Rübesam - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertSandra Rübesam – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Danach kam Hoffmann und unterbot um mehr als drei Sekunden. Jetzt war die amtierende Europameisterin und Gewinnerin vom vorhergehenden Lauf in Slowenien an der Reihe. Und tatsächlich, die Uhr blieb für sie bei 5:30.643 Minuten stehen und somit konnte sie einen Vorsprung von etwas mehr als einer Sekunde verbuchen. Damit gewann Hrastnik erneut und baute ihre Führung in der Serienwertung weiter aus.

Monika Hrastnik - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertMonika Hrastnik – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

 

Pro U19 male

Die Klasse U19 male startet immer vor dem Super Final der Elite Men, denn für das Ergebnis für die Vergabe der Weltranglistenpunkte wird das Resultat mit den Männern zusammengezogen, was bedeutet, dass es neben dem begehrten Tagessieg auch die Chance auf die Qualifikation zum Weltcup geht. Seit Kranjska Gora gilt es das Augenmerk in dieser Klasse immer etwas auf Tristan Botteram (NED – Bombshell) zu richten, denn dort legte er im Seeding Run eine Zeit vor, die sogar schneller als die der Elte Men war.

Tristan Botteram - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertTristan Botteram – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

Diesmal jedoch konnte er nicht bei der Vergabe der Podestplätze mitreden, denn leider hatte er einen platten Reifen im Rennen zu verbuchen, was ihm am Ende auch die Gesamtwertungsführung kostete. Nutznießer und glücklicher Gewinner war Elia Sauer (SUI – Hot-Trail Racing), der neben dem Tagessieg auch die Serienwertung für sich entscheiden konnte. Zweiter wurde Zak Gomilscek (SLO – Sinter Brakes Team), gefolgt von Stefano Introzzi (ITA – Scout/Nukeproof).

 

Super Final Elite Men

Das Super Final war wieder einmal an Spannung kaum zu überbieten. Der erste Fahrer, der die Fünf-Minuten-Marke knacken konnte war Adam Rojcek (SVK – CTM Racing Team), wobei er nur ganz kurz auf dem Red Bull Hot Seat Platznehmen konnte. Der zwei Fahrer später gestartete Luka Berginc (SLO – KK Crn Trn / Blackthorn) unterbot erneut um 6 Zehntel und machte es sich als aktuell Schnellster erstmal auf dem Hot Seat bequem. Bei den vier nach ihm gestarteten Fahrern verriet schon die Zwischenzeit, dass sie ihm nicht gefährlich werden konnten, doch dann kam Ondrej Stepanek (CZE – CTM Racing team) mit fast zwei Sekunden Vorsprung an der Splittime vorbei. Im Ziel allerdings reichte es nicht und er reihte sich erstmal als Vierter ein. Doch dann war es Joshua Barth (GER – Carbocage Factory), der Gewinner von Kranjska Gora, der den Hot Seat Platz für sich beanspruchte und das, als nur noch drei Fahrer ausstanden.

Der Nächste war Davide Palazzari (ITA – Scout/Nukeproof), der es aber versemmelte. Anschließend sprintete Harry Molloy (GBR – FS Funn Factory Racing) über die Ziellinie und zwar mit drei Sekunden Vorsprung. Wow. Als dann aber Bryn Dickerson um die letzte Kurve bog, sah das geschulte Auge schon, dass es auch bei ihm reichen würde. Erneut offenbarte die Anzeigetafel 3 Sekunden Vorsprung und es leuchtete eine Zeit von 4:50.048 Minuten auf. Damit gewann der Neuseeländer vor seinem britischen Teamkollegen Molloy und der neuen deutschen Hoffnung Joshua Barth. Der Deutsche kann damit die Führung in der Gesamtwertung verteidigen, aber Dickerson ist ihm dicht auf den Fersen.

Bryn Dickerson - iXS EDC Abetone 2018 © Rick SchubertBryn Dickerson – iXS EDC Abetone 2018 © Rick Schubert

 

Fazit und Ausblick

Es war definitiv ein gelungenes Debüt, was die Organisatoren von Abetone da abgeliefert haben. Es hat sich wieder gezeigt, dass italienische Rennen etwas Besonderes sind und dass die Strecken dort einfach nur perfekt sind. Schon jetzt steht fest, die Serie kehrt im kommenden Jahr zurück und hoffentlich zukünftig als regelmäßiger Bestandteil des iXS Cups. Weiter geht es bereits in drei Wochen im tschechischen Spicak.

PM: Local Race Action – Super Gravity NRW Cup im Bikepark Olpe am 30.6. und 1.7.

Nach dem Serienstart in Herdorf führt der zweite Stop der Serie nach Olpe. Rennschauplatz ist der bikeparkOE am Fahlenscheid, vielen auch bekannt als #liftistan.


Veranstalter des Rennens sind die frOErider, ihres Zeichens die Radsportabteilung des TV Olpe, die sich ehrenamtlich um den Bau und die Pflege des Parks kümmern und Ideengeber sowie Gründungsmitglieder des Gravity Cups sind. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, es gilt der Rennstrecke die nötige Würze zu verpassen – in Anbetracht der Größe des Hangs gar keine so einfache Aufgabe.


Los geht es am Samstag ab 11 Uhr mit der Ausgabe der Startnummern. 300 Meldungen liegen vor, somit sind Nachmeldungen leider nicht mehr möglich. Von 12 bis 18 Uhr haben dann alle gemeldeten Fahrer die Möglichkeit, im freien Training die perfekte Linie zu finden. Danach ist bei gutem Wetter die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man den Abend bei einer spontanen Whip-Session ausklingen lässt. Jedoch weiß jeder, der schon mal in Olpe war – man kann gespannt sein, was das Wetter dieses Jahr wieder an Überraschungen bereithält.

Am Sonntagmorgen ist von allen Fahrern ein Pflichttraining zu absolvieren, bevor ab 13 Uhr die Rennläufe starten. Im Anschluss werden die Sieger in den verschiedenen Kategorien U17, Herren, Senioren und Damen gekürt.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt, der Eintritt für Zuschauer ist frei und für die Teilnehmer besteht die Möglichkeit vor Ort zu campen.

Der Super Gravity Cup NRW findet mittlerweile zum fünften Mal statt. In diesen Jahren hat sich die Szene, die Region und ihre Bikespots rasant entwickelt. Enduro, E-Bike und Co. haben die Eventlandschaft mit neuen Formaten bereichert. Der IXS Downhillcup ist erwachsen geworden. Das Interesse am Bikesport und der Zulauf sind groß. Eigentlich wäre es umso wichtiger, Einsteigern, Jugendlichen und ambitionierten Hobbypiloten mit Formaten wie dem Super Gravity Cup eine Möglichkeit zu bieten, Rennluft zu schnuppern. Die Bereitschaft Rennen zu veranstalten ist aber leider gering. In diesem Jahr sind mit viel Mühe gerade mal 4 Rennen zustande gekommen. Interessenten für´s nächste Jahr melden sich bitte unter info@frOErider.de .

Hier der Zeitplan im Detail:

30.06.

11-14 Uhr Startnummernausgabe
12-18 Uhr freies Training

Im Anschluss Whip-Contest

01.07.

07-09 Uhr Startnummernausgabe
08-12:30 Uhr Pflichttraining
ab 13:00 Uhr Rennläufe

Im Anschluss Siegerehrung


Infos:
https://www.facebook.com/events/409699159457435/
http://froerider.de/super-gravity-nrw-cup/3-2018-mitten-im-sommer/
Bikeparkbetrieb(#liftistan): nur auf Ankündigung (Insta + fb : @froerider)

Mehr Infos zum BikeparkOE gibt es demnächst an gleicher Stelle. Bis zur offiziellen Genehmigung, die hoffentlich Ende 2018 stattfinden wird, öffnet der Lift nur gelegentlich. An allen anderen Tagen ist das Gelände auf eigene Gefahr zu benutzen, die Wegquerungen sind allerdings gesperrt. Das gilt auch für die Gaps.


Nicht vergessen vom 7.9. – 9.9. ist Rasenrennen9 – das karitative Downhillevent zu Gunsten des Elternvereins krebskranker Kinder Siegen e.V. #bepartofit

Interview: Airbags, Schnitzel und Rookie Spaß – Ein Interview mit den Goldstones

Bald geht der Rookie-Wahnsinn in Serfaus-Fiss-Ladis wieder los! Beim MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis vom 30. Juli bis zum 5. August machen sich hunderte Jugendliche mit ihren Familien auf den Weg zu den drei Tiroler Dörfern. Einer von ihnen wird der 14-jährige Jackson Goldstone sein. Das Ausnahmetalent kehrt zurück, um beim „Rookie Camp“ an seinen Skills zu feilen, im Rahmen der „Kona Rookie Games“ Rennen zu fahren und vor allem jede Menge Spaß mit den anderen jungen Shreddern zu haben. Wir haben uns mit ihm und seinem Vater Ron übers Biken, über Wettkämpfe, Training und Schnitzel unterhalten.

 

Actiongeladener Highlight-Clip vom letztjährigen MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis: 

 

Hi Jackson, Hi Ron. Wie geht es euch? Was war in den letzten Monaten bei euch los?

 

Jackson: 2018 war bisher überragend! Wir sind zum ersten Mal in Neuseeland gewesen, um ein bisschen zu fahren und uns Crankworx anzuschauen. Es ist wirklich ein richtig schönes Land. Gerade sind wir im Woodward West in Kalifornien, um ein wenig zu trainieren bevor der Sommer richtig losgeht.

 

Jackson, was hast du in den letzten Monaten Neues auf dem Bike gelernt?

 

Jackson: Momentan habe ich nicht viele neue Tricks. Ich fahre seit kurzem ein 24’’ Dirt Jump Bike, was sich ungewohnt anfühlt. Ich versuche das Erlernte jetzt auf dem größeren Bike umzusetzen. Es fühlt sich schon besser an, aber es wird noch ein wenig dauern, bis ich mich vollständig daran gewöhnt habe.

Wie gehst du vor, wenn du neue Tricks lernen willst? Hast du einen Coach, der dich in deiner Entwicklung voranbringt?

 

Jackson: Übung. Viel Übung. Meistens fange ich an, neue Tricks in die Schnitzelgrube oder auf Airbags zu probieren. Es dauert bis ich dann erstmals auf Dirt umsteige. Es kommt selten vor, dass ich einfach loslege. Ich versuche sicherzugehen, dass ich mich wohlfühle, bevor ich den nächsten Schritt mache. Es ist egal, wie viele Male man einen Trick in die Schnitzelgrube macht, das erste Mal auf Dirt ist immer nervenaufreibend. Ich glaube, ich lerne am meisten, wenn ich mit Jake Kinney in Woodward bin. Er hilft mir enorm, weil er für einen Fortschritt bei mir sorgt, ohne Druck auszuüben.

 

Wie sieht die Top 5 deiner „Bucketlist“ aus? Was willst du als nächstes im Petto haben?

 

Jackson: Hmm… Schwierige Frage… Ich glaube, dass ich vor allem die Tricks, die ich schon erlernt habe, konstanter landen möchte. Das ist ein guter Anfang. Ich finde Barspins sehr schwierig, aber auch sehr wichtig. Ich will wirklich daran arbeiten, sie besser hinzubekommen. Als nächstes würde ich gerne anfangen, mehr Tricks zu kombinieren – einen 360 Tailwhip oder 360 Tuck-No-Hander zum Beispiel.

Ihr werdet im August nach Österreich zurückkehren. Worauf freut ihr euch mehr? Schnitzel oder Kaiserschmarrn?

 

Jackson: Definitiv freue ich mich auf das Schnitzel im Brötchen, das sie unten im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis hatten. Wir haben uns das fast jeden Tag gegönnt (lacht).

 

Und auf welche Trails freut ihr euch besonders?

 

Ron: Auf den Frommestrail! Der ist genau mein Ding. Beeindruckende alpine Landschaft, flowige Kurven und lange Abfahrten. Das gibt es hier in Kanada nicht allzu oft, ohne dass man viel bergauf fahren muss. Das ist schon ein Highlight.

 

Jackson: Ich fand den Trail auch cool, aber der Supernatural Trail im Bikepark war auch mega spaßig. Ich glaube, sie haben dieses Jahr auch an dem Trail noch was verändert, also freue ich mich jetzt schon riesig darauf.

Jackson, du wirst dieses Jahr auch am „Rookie Camp“ während des MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis teilnehmen und mit anderen jungen Shreddern über die Trails im und außerhalb des Bikeparks heizen. Was gefällt dir an solchen Camps?

 

Jackson: Es macht einfach Spaß, so viele andere Fahrer zu sehen und coole Dinge zu unternehmen. Es dreht sich auch nicht alles ums Biken. Es gibt BBQs und ich freue mich jetzt schon darauf, mit den Sommerrodelbahnen zu fahren. Das Einzige, was mir letztes Jahr Angst gemacht hat, war als ich aufstehen musste, um mich vorzustellen. Ich kann nicht so gut deutsch, also fühlte ich mich ein wenig doof. Aber es war sehr witzig und wir haben alle zusammen gelacht.

Du fährst ja schon auf einem Level, von dem viele noch träumen. Was können junge Mountainbiker in solchen Camps lernen und wo möchtest du dich verbessern?

 

Jackson: Danke! Ich finde es einfach super, mit anderen Kids oder Jugendlichen zu fahren. Man sieht jemand etwas ausprobieren und will es dann selbst auch. Es ist cool, wenn dann auch Coaches dabei sind, die einem Linien oder Techniken zeigen. Am besten ist es aber, in der Gruppe zu fahren. Ich will dieses Jahr vor allem an meiner Linienwahl arbeiten. Letztes Jahr waren wir mit Si Paton unterwegs und er meinte, dass man vielleicht 0,5 Sekunden an einem Sprung gutmachen kann, aber es gibt nur wenige davon. Wenn man allerdings in jeder Kurve 0,1 – 0,2 Sekunden schneller ist, summiert sich das und man erreicht eine schnellere Zeit.

 

Must watch! Jackson Goldstone und sein Vater Ron, zeigen wie Family-Biking in der Region Serfaus-Fiss-Ladis aussehen kann: youtu.be/8ulQX0tFVDQ

 

Ron, was denkst du bringen solche Camps den Kindern?

 

Ron: Ich sehe da zweierlei. Zum einen ist das “Rookie Camp” eine großartige Gelegenheit, andere Kids kennenzulernen und über einen längeren Zeitraum gemeinsame Erfahrungen zu machen. Jackson hat auch viel über Geographie gelernt und erfahren, wie man ohne eine Sprache zu können, dennoch kommunizieren kann. Er hat die Chance wahrgenommen, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen, die die gleiche Passion für’s Biken mitbringen und auch sonst vieles gemeinsam haben. Ich würde mir sehr wünschen, dass sich daraus langfristige Freundschaften entwickeln. Zum anderen bieten die Rennen ganz andere Benefits. Man sieht, wo man im Vergleich zu den anderen starken Fahrern steht, und lernt, wie man sich noch verbessern kann, um schneller zu werden. Da wo wir herkommen, gibt es jede Menge richtig schnelle Mountainbiker, also wollten wir mal sehen, ob Jackson auch mit Kids aus anderen Ländern mithalten kann. Letztes Jahr gelang ihm das. Ich habe außerdem festgestellt, dass Rennen in Europa ernsthafter betrieben werden und strukturierter sind. Es war eine sehr gute Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß.

Wie nimmst du als Vater Bike Festivals wie das in Serfaus-Fiss-Ladis wahr?

 

Ron: Das Beste dort ist, dass sich in dieser einen Woche wirklich alles nur um die jungen Kerle und Mädels dreht. Es ist meiner Meinung nach einzigartig im Vergleich zu anderen großen Festivals wie Crankworx oder Sea Otter. Dort können die Kids zwar die großen Stars treffen und Selfies machen, aber Serfaus-Fiss-Ladis macht einen großartigen Job und stellt die Kinder in den Mittelpunkt. Sie versuchen, den Kids das Gefühl zu geben, dass sie die “Pros” sind. Ein Live-Webcast, eine verlässliche Zeiterfassung, eine anspruchsvolle Strecke und ein internationales Feld an Teilnehmern sorgen wirklich für ein Weltcup-Feeling. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Namen “iXS International Rookies Championship“ zuerst etwas skeptisch wahrgenommen habe, aber jetzt wo wir schon mal da waren, muss ich sagen, dass es dem absolut gerecht wird.

 

Jackson, wie ist es mit Kids aus aller Welt Rennen zu fahren?

 

Jackson: Es war der Hammer! Mich haben vor allem die vielen unterschiedlichen Sprachen beeindruckt. Man hört so viele unterschiedlichen Personen sprechen, aber ich hatte keinen blassen Schimmer, was sie gesagt haben (lacht). Ich bin so viel es ging mit Ike Klassen aus Südafrika, Nuno Zuzarte Reis aus Portugal und den Kiefer Brüdern aus Deutschland gefahren. Ich glaube, dass ich mich mit Ike am besten verstanden habe, weil wir miteinander englisch sprechen konnten. Nuno und ich hatten ähnliche Startzeiten, sodass ich mit ihm auch Zeit verbracht habe. Ich hoffe, dass ich Ike vielleicht schon vor dem Camp treffen kann.

 

Anmeldung und generelle Infos findet ihr unter:

http://www.bike-sfl.at/de/bikepark/mtb-festival2018/generelle-infos

 

Ron, wie wichtig schätzt du es ein, dass man Spaß hat, andere junge Fahrer trifft und voneinander lernt?

 

Ron: Beim Mountainbiken konkurriert man meiner Meinung nach weniger gegen andere, sondern mehr gegen die Uhr. Du bist selbst dafür verantwortlich, wie du in einem Downhill-Rennen abschneidest. Es ist für alle von Vorteil, wenn möglichst viele gute Fahrer dabei sind, von denen man lernen kann und mit denen man zusammen fahren kann. Es gibt Strecken-Sektionen, wo Jackson anderen Kids etwas beibringen kann, aber es gibt genauso Abschnitte, wo er von anderen lernt. Ich glaube mein Standpunkt rührt aus Erfahrungen, die ich gemacht habe und aus dem BMX Racing. Ich sehe viele Kids, die mit sechs, sieben, acht Jahren fantastisch waren, aber von ihren Eltern zu sehr unter Druck gesetzt wurden. Damit kommen sie oft nicht klar und hören dann einfach mit dem Biken auf. Ich schätze mich sehr glücklich, dass Jackson so früh eine wirkliche Leidenschaft dafür entwickelt hat, sich seine eigenen Ziele setzt und selbst weiß, was ihm wichtig ist. Warum würde ich das torpedieren bzw. gefährden wollen, indem ich zu stark auf Resultate und Sponsoren schaue? Der Grund, weshalb Jackson beliebt ist, liegt in seiner Persönlichkeit. Es macht Spaß, mit ihm Zeit zu verbringen und seine Liebe für’s Biken ist zu 100% authentisch. Das wird ihn im Leben viel weiterbringen als eine Trophäe, weil er ein Rennen gewonnen hat.

PM: Rennbericht – 5. Lauf der European 4Cross Series 2018 in Winterthur (SUI) – Waldburger und Von Allmen gewinnen BMX Action in Winterthur

Am vergangenen Wochenende fand die 5. Runde der European 4Cross Series in Winterthur statt. Wie jedes Jahr bot die breite BMX-Strecke mit offenen Kurven eine gute Vorlage für spannende Kämpfe und Showeinlagen. In der Eliteklasse kämpfte sich Simon Waldburger (G-Form Swiss-Team) an die Spitze. Die Von Allmen Geschwister (BMX Team 7Phoenix) gewannen auf ihrer Heimstrecke in der Ladies und U17 Kategorie.

In der Kategorie U11 konnte sich der «Local» Tim Schaub (The Fighters Wallisellen) den ersten Sieg vor Dennis Archer (Powerbike Winterthur) und Laurin Bolliger (Powerbike Winterthur) ergattern. Tino Dieterle (Bike-Park Wolfach) musste sich mit dem vierten Platz zufriedengeben.

Die U17 – Eddy Massow will nach seinem Sturz letztes Jahr in Winterthur wieder angreifen ~ Foto: Trixpics.ch

Fabio Santos (Bike Park Wolfach) überquerte im Finale der U13 als Erster die Ziellinie, dicht gefolgt von Luka Meltzer (Radclub 93 Winnenden). Der Kampf um den dritten Platz wurde Teamintern ausgefochten, Jacob Nick (Fastlane Gravity Team) gewann vor Robin Fankhauser (Fastlane Gravity Team).

Mit seinen schnellen Starts brillierte Samuel Schoger (bike-o-rado race team) in der Kategorie U15 und konnte somit einen weiteren Sieg nach Hause fahren. Joshua Lehmann (Bike Park Wolfach) schoss als Zweiter vor seinem Teamkollegen Noel Harter (Bike Park Wolfach) ins Ziel. Leon Schischka (Eiw Baltmannsweiler) schaffte es leider mit seinem vierten Platz nicht mehr aufs Podest.

Die Nachwuchsfahrer der U17 zeigten, was sie auf dem Kasten haben. Fabian von Allmen (BMX Team 7Phoenix) und Massow Eddy (The Fighters Wallisellen) lieferten ein enges Kopf an Kopf Rennen. Von Allmen konnte mit seiner BMX Erfahrung die Goldmedaille ergattern. Gefolgt von Massow auf dem zweiten Platz und Michael Duc (B+B 4Cros Team) auf dem dritten Platz.

Elite Big Final – Waldburger führt knapp von Chaney Guennet ~ Foto: Trixpics.ch

Die Hobbyklasse durfte sich nach der Qualifikation direkt im grossen Finale wiedersehen. Sacha Duc (B+B 4cross Team) mochte die Führung bis zum Schluss behalten. Tobias Eichmann (Radhaus Schäuble) musste seinen zweiten Platz im Zweikampf an Michael Hügi-De Lima Da Silva (FYD Racing Team) abgeben und sich mit Platz drei zufriedengeben.

Trotz ihres Alters schalteten die Masters keinen Gang zurück und lieferten sich bis ans Ende der Strecke einen erbitterten Kampf. Mit beinahe einem Sturz im Finale fuhr Andreas Steinhart (Fastlane Gravity Team) auf den vierten Platz, hinter Andre Kern (Bike Park Wolfach), Samuel Weber (Fastlane Gravity Team) und Pascal Guggisberg (Fastlane Gravity Team).

Wie der Bruder, so die Schwester. Nina von Allmen (BMX Team 7Phoenix) siegte auf ihrer Heimstrecke vor Lara Conrad (RSS-Baden) und Laura Kern (Bike Park Wolfach).

Das Podest der U17 ~ Foto: Trixpics.ch

Im Finale der Elite Herren waren 3 Nationen vertreten. Der Franzose Chaney Guennet (Dartmoor/Michel), Gewinner der Crankworx Pumptrack Challenge in Innsbruck, die Schweizer Simon Waldburger (G-Form Swiss-Team) und Yanik Pfister (RV Rieden Wallisellen) sowie der Deutsche Robin Bregger (Bike Park Wolfach). Guennet, der es sich auf seiner Heimreise vom Pumptracksieg in Innsbruck nicht nehmen liess am 4Cross Race teilzunehmen, konnte Waldburger nicht standhalten. Waldburger sicherte sich einen Start-Ziel-Sieg. Guennet überquerte die Ziellinie als Zweiter vor Bregger. Pfister konnte sich trotz Heimvorteil keinen Podestplatz sichern und wurde Vierter.

Das Elite Podium – Foto: Trixpics.ch

Das Rennen auf der BMX-Strecke in Winterthur war, wie jedes Jahr, ein voller Erfolg. Das schöne Wetter wurde mit der hervorragenden Küche unterstrichen. Weiter geht’s am 1. Juli mit dem zweiten Gold Event der European 4Cross Series in Ohlsbach, Deutschland.

Vorankündigung: 
An diesem Sonntag, 1. Juli wird ein weiterer Livestream eines European 4Cross Series Gold Events übertragen. Details finden sich unter folgendem Link: http://swiss-sport.tv/events/863-european-4cross-series-6-ohlsbach-d?medium=1294

PM: iXS DHC #3 Klinovec – NOVUM AM KEILBERG

Am zurückliegenden Wochenende wurde der dritte Lauf des iXS Downhill Cups im tschechischen Klinovec veranstaltet. Etwa 350 Teilnehmer aus 14 Nationen waren am Start. Am Ende gewannen Kim Schwemmer und Erik Irmisch die Elite Klassen.

Nachdem bereits im letzten Jahr Klinovec zur Familie der iXS Rennen hinzukam, wurde nun das zweite Kapitel aufgeschlagen. Diesmal gastierte der dritte Lauf des iXS Downhill Cups, einer länderübergreifenden Serie aus 9 Veranstaltungen, im deutsch-tschechischen Grenzort. Insbesondere die Downhillstrecke, die Teil des Trailparks Klinovec ist, ist vielen bereits seit den neunziger Jahren ein Begriff, jedoch eher unter dem Namen Bozi Dar. In den letzten Jahren wurde extrem viel der Infrastruktur verbessert und mit dem Bau des neuen Liftes sind auch einige Strecken verschiedenster Schwierigkeitsstufen am Keilberg entstanden. Auch wenn der Trailpark absolut familientauglich ist, so gibt es dort doch auch einen Downhillkurs, der es in sich hat.

 

Die Strecke

Die Strecke ist 3,3 Kilometer lang und vernichtet dabei 450 Höhenmeter. Allein diese Zahlen lassen erahnen, das der Kurs extrem fordernd ist. Der Untergrund besteht hauptsächlich aus lehmigem Boden mit unendlich vielen Steinen und Felsbrocken. Zwischendurch kommt ein berüchtigtes Steinfeld und ab und zu geht es auch mal über Wurzeln. Insbesondere bei nassen Verhältnissen, wie es am Wochenende leider der Fall war, ist das Gripniveau teilweise eher niedrig. Ein eher seltenes Feature ist der Highspeedabschnitt im unteren Teil des Kurses, bei dem die wirklich hohe Geschwindigkeit einen Tunnelblick entstehen lässt.

Kim Schwemmer – DHC Klinovec

Die Bedingungen

Im letzten Jahr waren die Bedingungen eindeutig so, dass man lieber nicht vor die Tür und schon gar nicht auf ein Downhillrennen gehen möchte und leider sah die Vorhersage für die 2018er Ausgabe nicht viel besser aus. Nachdem der Sommer nun schon meteorologisch eine ganze Zeit da war und in der letzten Woche nun auch kalendarisch begann, legte er für das Wochenende eine Pause ein und teilweise einstellige Temperaturen mit Regen und Nebel lösten das optimale Fahrradwetter ab. Am Ende kam es nicht ganz so schlimm wie angekündigt, aber nichtsdestotrotz wird Klinovec erneut als Regenrennen im Gedächtnis bleiben. Aber genau bei diesen Bedingungen zeigt sich, wer ein hohes technisches Niveau besitzt und auch solche Verhältnisse für sich zu nutzen weiß.

Stanislav Sehnal – DHC Klinovec

Seeding Run

Der Samstag startete also wieder nass und somit war klar, der Seeding Run wird auf einem nassen Kurs ausgetragen. Nachdem der Freitag zwar auch am Ende etwas freundlichere Bedingungen bot, allerdings die Strecke nicht abtrocknen konnte, hatten sich nun also alle an Schlamm und glatte Steine gewöhnt und da die Verhältnisse für alle gleich waren, konnte mit einem fairen Seeding Run begonnen werden. Die Schnellsten des Tages waren Kim Schwemmer (GER – Herobikes) mit über 14 Sekunden Vorsprung und Johannes Fischbach (GER – Radon Factory Racing) mit etwas mehr als 3 Sekunden Abstand zu Erik Irmisch (GER – Team Racing Dudes)

Erik Irmisch – DHC Klinovec

Finale

Der Sonntagmorgen hielt wettertechnisch keine großen Überraschungen bereit, allerdings blieb es wenigstens halbwegs trocken, wenn auch nicht allzu warm. Nichtsdestotrotz ist Downhill nun mal eine Outdoorsportart, die man schlecht in eine Halle verlegen kann. Somit begann das Rennen pünktlich mit den Open Kategorien und auch wenn die Ergebnisse aufgrund der Menge in den Mitteilungen keine Erwähnung finden, sind die Leistungen durchaus zu würdigen.

Pro Masters & Pro U17

Die erste lizenzierte Klasse war also wie immer die Pro Masters. Diese wurde von Daniel Jahn (GER – Nicolai BikeBauer) gewonnen. Dahinter reihten sich Daniel Brischke (GER – AbfahrtsAthleten) und Dominik Dierich (GER – TREK AmperRad). Die danach gestartete Klasse Pro U17 wurde von Onni Rainio (FIN – Pole Bicycle Company) mit über 5 Sekunden Vorsprung dominiert. Zweiter wurde David Cvinger (CZE – Ore MTB Racing Team), Dritter Felix Schumann (GER – GZ Rocky Mountain Racing).

Ronny Schiedel Crash – DHC Klinovec

Pro U19

In der Pro U19 Kategorie hatten die Zeiten der ersten vier Ränge alle für eine Top Ten Platzierung in der Elite Klasse gereicht. Schnellster davon war Marcel Merkeli (GER – Propain Gravity Union) mit einer Zeit von 4:15.157 min. Etwa zwei Sekunden dahinter platzierten sich Hannes Lehmann (GER – MRC Saracen Racing Team) und Mika Hopp (GER – GZ Rocky Mountain Racing).

Elite Women

Bei der Elite Women Klasse kann man von einer wirklichen Dominanz des Wochenendes sprechen. Kim Schwemmer schien bei diesen Bedingungen perfekt in Klinovec zurechtzukommen. Am Ende konnte sie auch den Finallauf für sich entscheiden. Sie benötigte für den Kurs 4:56.011 Minuten und konnte einen Abstand von fast zehn Sekunden zur zweitplatzierten Simona Jirková (CZE – UFO-Ride.cz/Rollhaus) herausfahren. Dritte wurde Roos Op De Beeck (BEL – Waasland MTB school).

Simona Jirkova – DHC Klinovec

Elite Men

In der Elite Men Klasse kam es zu einer kleinen Überraschung, die aber von Insidern schon vorausgesagt wurde. Zum allerersten Mal konnte Erik Irmisch ein Rennen des iXS Downhill Cups gewinnen und unterstrich damit seine Qualitäten. Für den YT-Fahrer ist die Strecke am Keilberg sein zweites Zuhause und somit konnte er, nach dem zweiten Rang im letzten Jahr, diesmal seinen Vorteil voll ausspielen. Seine Zeit 4:10.580 Minuten konnte von keinem unterboten werden, obwohl die ersten Fünf Plätze alle innerhalb einer Sekunde lagen. Mit nur 13 Tausendstelsekunden Abstand sicherte sich Benny Strasser (GER – GZ Rocky Mountain Racing) den zweiten Platz. Das Podest komplettierte Johannes Fischbach.

Klinovec ist auf jeden Fall ein cooler Veranstaltungsort und mit Sicherheit wird es in Zukunft auch mal ein Rennen dort geben, bei dem das Wetter sich von einer besseren Seite zeigt. Weiter geht die Serie Ende Juli im thüringischen Ilmenau.