PM: Zwanzig Topfahrer für den Red Bull District Ride

Am 1./2. September werden 20 absolute Topfahrer aus zehn Nationen beim actionreichsten Urban-Slopestyle-Contest des Jahres in einen legendären Kurs droppen. Der Red Bull District Ride wird unter anderem für den amtierenden FMB World Champion, Nicholi Rogatkin, und den erst 18-jährigen und FMB Diamond Series Führenden, Emil Johansson, die krasseste Herausforderung der Saison. Wer wird dem Druck am besten standhalten? Wer wird die fünf Districts mit den besten Tricks überwinden? Wer wird sich am Ende die Krone holen und sich von bis zu 40.000 Fans auf dem Nürnberger Hauptmarkt feiern lassen? Das spannendste Slopestyle-Finale des Jahres wird am 2. September ab 15 Uhr LIVE auf Red Bull TV übertragen!

In rund drei Wochen wird die Nürnberger Altstadt zur Pilgerstätte für Mountainbike- und Actionsport-Fans. Zehntausende werden beim Finale der FMB Diamond Series beim Red Bull District Ride mitfiebern und den Weltklasse-Athleten zujubeln, während diese sich durch die Altstadt der 950-Jahre alten Frankenmetropole tricksen. Bei der fünften Auflage des Red Bull District Ride werden insgesamt 20 Slopestyle-Profis von der Kaiserburg in den von Martin Söderström designten Kurs springen. Auf dem Weg zum Nürnberger Hauptmarkt schlängeln sie sich über die Pflastersteine der Altstadt, um zu den rund 20 trickbaren Features zu gelangen, wo sie vor dem Backdrop historischer Gebäude ihre abgefahrensten Tricks zeigen werden. Sieben Judges gilt es von sich zu überzeugen, denn diese entscheiden nach dem Grand Finale im „Big Air District“ über Sieg und Niederlage. Wer kann sich Hoffnungen auf den Sieg machen und welche deutschen Fahrer sind am Start?

Emil Johansson, SWE

Der junge Schwede hat sich phänomenal schnell in der Welt-Elite etabliert. Mit seinen 18 Lenzen hat Emil sich bereits einen Namen gemacht und ist für seine hochkomplexen Kombo-Tricks mit multiplen Barspins und Whips bekannt. Nach seiner Premieren-Saison findet sich Emil nun an der Spitze der FMB Diamond Series wieder und könnte sich schon in seiner zweiten Saison den größten Titel im Slopestyle-Sport sichern.

Nicholi Rogatkin, USA

Halb Russe, halb Amerikaner und von absolutem Siegeswillen angetrieben. Der Spruch „Go big or go home“ passt beim 22-Jährigen wie die Faust aufs Auge. Nicholi Rogatkin hat immer wieder Weltneuheiten im Ärmel, die er den frenetischen Fans präsentiert. Nachdem der „Twister“ letztes Jahr Premiere feierte, setzte er in diesem Jahr noch einen drauf: Mit einem Cashroll-Tailwhip und einem 1080-X-Up setzte er erneut die Gesetze der Physik scheinbar außer Kraft und versetzte alle, die live dabei waren, in absolute Ekstase. Der amtierende FMB World Champion wird bis ans Limit gehen, um seinen Titel in diesem Jahr zu verteidigen.

Brett Rheeder, CAN

Der Kanadier laborierte lange an einer Knieverletzung, hat aber in diesem Sommer zu alter Stärke zurückgefunden. Der König der Opposite Tricks unterstrich seine Form mit seinem Sieg bei Crankworx Les Gets und lieferte sich mit Rogatkin bei Crankworx Innsbruck den wohl faszinierendsten Wettkampf in der bisherigen Slopestyle-Geschichte. Rheeder ist mental bärenstark und immer auf dem Zettel, wenn es um den Sieg geht.

Thomas Genon, BEL

Thomas Genon ist der einzige Belgier, dem jemals die Krone der FMB Diamond Series aufgesetzt wurde. Das ist nun zwei Jahre her, doch der 23-Jährige ist immer noch hungrig. Nach überstandener Fußverletzung gibt Tommy G wieder Vollgas und nachdem er 2014 bei der letzten Auflage des Red Bull District Ride „nur“ dritter wurde, brennt er darauf, beim legendären Event ganz oben auf dem Podest zu stehen.

Szymon Godziek, POL

„Wie krass ist das denn!“, war womöglich der Satz, der 2014 am häufigsten gefallen ist, als Szymon Godziek 2014 mit dem World’s First Tsunami Backflip auf einem Mountainbike über den Nürnberger Hauptmarkt flog und sich den Titel in der Best Trick Kategorie sicherte. Der Pole ist in der Lage, die spektakulärsten Runs hinzulegen und bewies in diesem Jahr mit einem dritten und vierten Platz bei Crankworx Les Gets und Innsbruck, dass er das Zeug hat ganz vorne zu landen.

Max Fredriksson, SWE

Max Fredriksson hatte in dieser Saison mit Verletzungen zu kämpfen, gehört aber in die Top-Riege der Sportart. Der zweite Schwede im Fahrerfeld war schon mehrmals nah dran, einen Diamond Series Event zu gewinnen. Beim prestigeträchtigen Red Bull Joyride landete der 22-Jährige im vergangenen Herbst auf dem dritten Platz und bewies seine Rückkehr in die Weltspitze mit einem dritten Platz beim Colorado Freeride Festival vor wenigen Wochen.

Ryan Nyquist, USA

Ryan Nyquist ist eine der größten Geschichten der neueren Slopestyle-Vergangenheit. Die BMX-Legende hatte vor drei Jahren Lust, mal was Neues auszuprobieren und sattelte auf ein Mountainbike um. Nach einer einjährigen Eingewöhnung schwingt sich der mittlerweile 38-jährige immer wieder zu neuen Höhen auf. Der stets gutgelaunte Amerikaner gehört zu den beliebtesten Fahrern in der sonst so jungen Sportart. Nyquist greift bei seinen Tricks immer gerne in die über 20 Jahre alte BMX-Erfahrungskiste und sorgt immer wieder für eine hoch kreative Verknüpfung der beiden Sportarten.

Tomas Lemoine, FRA

Der französische Alien-Fan Tomas Lemoine gehört zu den extrovertiertesten Fahrern im Feld. Lemoine ist sowohl in Sachen Style und Fashion als auch sportlich ein Aushängeschild des Sports geworden. Seitdem er 2014 knapp an der Top 10 beim Red Bull District Ride vorbei geschrammt ist, kennt seine Entwicklung nur eine Richtung: nach oben. Der 20-Jährige gehört mittlerweile zu den besten Fahrern der Welt und das hat er mit seinem dritten Platz bei Crankworx Innsbruck in diesem Jahr unterstrichen.

Nico Scholze, GER

Der aus Filderstadt bei Stuttgart stammende Nico Scholze hat sich im Laufe des vergangenen Jahres in die Elite des Slopestyle-Sports getrickst. Der 22-Jährige sorgt mit seinem Signature-Move, dem Tsunami Backflip, immer für offene Münder im Publikum. Nach seinem Durchbruchsjahr in der vergangenen Saison ist Scholze fester Bestandteil der FMB Diamond Series und wird mit seinen Tricks den deutschen Fans in Nürnberg richtig einheizen.

Lukas Knopf, GER

Der zweite deutsche Fahrer im Fahrerfeld ist Lukas Knopf. Mit starken Leistungen in der laufenden Saison pirscht sich der 21-Jährige an die Weltspitze heran. Der aus dem Erzgebirge stammende Knopf liebt komplexe Trick-Kombinationen und hat bereits mehrfach bei Events wie dem 26TRIX in Leogang oder dem Colorado Freeride Festival gezeigt, dass er nicht weit davon entfernt ist, den ganz großen Durchbruch zu schaffen. Beim Red Bull District Ride soll der nächste Schritt folgen, und vielleicht ist der Ostdeutsche für eine Überraschung gut.

Weitere Fahrer:
Torquato Testa, ITA
Logan Peat, CAN
Anthony Messere, CAN
Mehdi Gani, FRA
Diego Caverzasi, ITA
Simon Pagès, FRA
Reed Boggs, USA
Jakub Vencl, CZE
Matt Jones, GBR
FMB Wildcard O Marisqunio (13. August)

Die gesamte Action der FMB Diamond Series wird auf www.redbull.tv übertragen. Verpasse also keine Sekunde der weltbesten Slopestyle-Action LIVE oder „on demand“ auf allen Geräten.

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PM: Biketember Festival – 15-jährige Valentina Höll schneller als Europameisterin

Vor dem Oktober kommt der Biketember: Vergangenes Wochenende hat die Bikeregion Saalfelden Leogang beim Biketember Festival nochmal seine Expertise in Sachen Mountainbike unter Beweis gestellt. Beim Saisonfinale des iXS European Downhill Cup kämpften 300 Starter aus 26 Nationen zum letzten Mal in diesem Jahr um alles entscheidende Sekunden. In der Kategorie Elite hatten Europameisterin Eleonora Farina (ITA) und Ondrej Stephanek (CZE) die Nase vorn, in der Kategorie U17 Damen dominierte ganz klar das österreichische Nachwuchstalent Valentina Höll.

Valentina Höll
©Rick Schubert

Die Leoganger Weltcup-Strecke „Speedster“ wartete beim Saisonfinale des iXS European Downhill mit besonders erschwerten Bedingungen auf: Während sich das Wetter am Freitag beim Training noch von seiner besten Seite zeigte, erschwerten Regen und daraus resultierender Matsch die Qualifikation am Samstag sowie das fünfte und letzte Rennen der höchsten Rennserie nach dem Weltcup. Auf dem rutschigen und daher besonders anspruchsvollen Kurs zeigte Ondrej Stephanek (CZE – CTM Racing Team) starke Nerven und holte sich mit knapp drei Sekunden Vorsprung vor Jure Zabjek (SLO – Unior Tools Team) den Tagessieg. In der Gesamtwertung führt Zabjek, der vergangenen Juni beim Weltcup in Leogang erstmals mit einem beachtlichen 12. Platz von sich reden machte, vor Stephanek. Mit nur sechs hunderstel Sekunden Abstand sicherte sich Joshua Barth (GER – Solid Reverse Factory Racing) aus Neuenbürg im Nordschwarzwald den 3. Platz und landete in der Gesamtwertung des iXS European Downhill Cup 2017 in der Kategorie Elite Men auf dem 4. Platz.

 

Ondrej Stephanek holte sich Rang drei im Seeding und kämpft morgen um seinen ersten Sieg.
©Rick Schubert
Podium Elite Männer mit Andreas Kolb, Jure Zabjek, Ondrej Stephanek, Joshua Barth und Loris Revelli.
©Rick Schubert

 

Tagessiegerin in der Kategorie Elite Women wurde die Europameisterin Eleonora Farina (ITA – GB Rifar Mondraker). Die Deutsche Sandra Rübesam (Nukeproof Factory Racing) durfte sich über den 2. Platz freuen, während Monika Hrastnik aus Slowenien (Blackthorn) Dritte wurde. Hrastnik geht damit als Seriensiegerin 2017 hervor.

Podium Elite Frauen mit Sandra Rübesam, Eleonora Farina und Monika Hrastnik.
©Rick Schubert
Eleonora Farina gewinnt mit 5 Sekunden Vorsprung vor Sandra Ruebesam.
©Rick Schubert

 

Aufsehen erregte wieder einmal Valentina „Vali“ Höll (AUT – Sram TLD Racing): Obgleich gelistet in der Kategorie U17, hätte die 15-Jährige bei den Elite Damen ganz klar die Nase vorn gehabt: Voll auf Adrenalin gab Vali alles und beendete ihren Run fast ganze vier Sekunden schneller als Elite-Tagessiegerin Farina. Damit ist das österreichische Nachwuchstalent beim Europacup in dieser Saison ungeschlagen. „Saalfelden Leogang ist einfach mein Wohnzimmer, ich fühle mich hier wohl und kenne die Strecke in- und auswendig – das wird es wohl sein. Ich habe jetzt alle fünf Tour-Stopps in meiner Kategorie gewonnen und bin voll happy“, so die junge Athletin, die sich bereits jetzt auf die nächste Saison freut: 2018 wird Höll erstmals den Weltcup der Junioren bestreiten.

Valentina Höll
©Rick Schubert

Für den Österreicher Markus Pekoll (MS Mondraker) bedeutete das Biketember Festival nicht nur das Saisonfinale, sondern auch das Ende seiner Karriere. In Lederhosen und Trachtenhut fuhr Pekoll am Sonntag sein letztes Downhill-Rennen als Profi. Mit Leogang verbindet ihn nicht nur eine langjährige Partnerschaft, hier feierte er auch seine größten Erfolge, wie einen 9. Platz bei der Heim-WM 2012. Dementsprechend war der letzte Auftritt des ehemaligen Europameisters und sechsfachen Staatsmeisters sehr emotional – das Rennen gegen die Zeit für den 22. Platzierten nebensächlich: „Die Platzierung hat für mich heute keine Rolle gespielt, ich hatte sogar noch Zeit, Servus zu den Streckenposten zu sagen. Es waren viele Freunde da, meine Familie, die Leoganger Partner, die mich immer unterstützt haben. Ich bin stolz, einen Teil zur Bekanntheit des Sports beigetragen zu haben und habe alles aus meiner Karriere rausgeholt. Mit diesem Gefühl ist es wunderschön aufzuhören“, so Pekoll.

Markus Pekoll
©Rick Schubert

Während die einen bereits aufhören, fangen die anderen gerade erst an: Bei der Scott Junior Trophy zeigten die jungen Nachwuchsbiker, was in ihnen steckt. Kids zwischen 3 und 16 Jahren konnten in verschiedenen Altersklassen erste Rennerfahrung sammeln und ihren Vorbildern nacheifern. Auf Distanzen von 250m bis zu 6km ging es rund um den Saalfeldener Ritzensee. Insgesamt gingen rund 60 Nachwuchsbiker an den Start – fast doppelt so viel wie vor drei Jahren.

Scott Junior Trophy 2017
©Michael Geißler
Scott Junior Trophy 2017
©Michael Geißler

Bike-Fans sollten sich schon mal den 7.-10. Juni 2018 rot im Kalender anstreichen: Freunde gepflegter Bike-Action dürfen sich bereits jetzt auf das Out of Bounds Festival freuen – in dessen Rahmen finden der UCI Mountain Bike Downhill Weltcup sowie der legendäre Slopestyle-Contest 26TRIX in Leogang statt.

Für einen „runden Rad-Urlaub“ gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie den Salzburger Hof, Rupertus, Bacher, Riederalm, Ritzenhof, Puradies und Mama Thresl sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer oder Sport 2000 Simon. Informationen hier.“

Photos by ©Rick Schubert & ©Michael Geißler

VIDEO: Hinter den Kulissen beim Red Bull District Ride

Red Bull District Ride war der absolute Wahnsinn! Ob es die respektiven World’s First von Szymon Godziek (POL) und Nicholi Rogatkin (USA) oder die Krönung von Emil Johansson (SWE) zum jüngsten FMB World Champion aller Zeiten waren, ein Highlight jagte das nächste. Über 300 fleißige Helfer waren beim Kursbau involviert, um den Wünschen von Kursdesigner und Slopestyle-Legende Martin Söderström gerecht zu werden. 7.800qm an Holzplatten wurden von knapp zwei Tonnen Schrauben zusammengehalten, die aneinander gereiht einer Länge von 8km entsprachen. Damit würden sie 1,5 mal um die Nürnberger Altstadt reichen, die die einzigartige Szenerie für den 700m langen Kurs bot. Der damit längste Kurs der Saison fand seinen Abschluss im Big Air District mit einem der massivsten Kicker, den die Slopestyle-Szene je gesehen hat. Der 4,5m hohe Monster-Absprung beförderte die Athleten direkt in den Nürnberger Himmel und bot massig Airtime für die krassesten Tricks. 94.000 Zuschauer zog es in die Nürnberger Altstadt, um das Weltklasse-Event live vor Ort zu verfolgen – 24.000 mehr als 2014. Wirf mit der spannenden Dokumentation einen Blick hinter die Kulissen des Red Bull District Ride und schau zurück auf die besten Momente des größten Mountainbike-Events der Saison.

PM: Emil Johansson – der jüngste FMB World Champion und angehende MTB-Legende

Emil Johansson hat sich sehr schnell als das neue Wunderkind des Mountainbikens herausgestellt. Der Kick-off seiner internationalen Karriere hat letztes Jahr beim 26TRIX in Leogang stattgefunden, ein Jahr später wurde er zum FMB World Champion gekrönt. Emils Saison ist eine einzige Erfolgsgeschichte: Zu Beginn des Jahres wurde der 18-jährige Schwede Mitglied des prestigeträchtigen TREK C3 Projects, im Laufe der Saison ergatterte er diverse Podiumsplätze bei verschiedenen Crankworx Events und wurde darüber hinaus Sieger der Crankworx World Tour. In Whistler wurde dann auch noch sein großer Traum wahr, nämlich Teil der Red Bull Familie zu werden.

Emil Johansson of the Sweden performs during the finals of the Red Bull District Ride 2017 in Nuremberg, Germany on September 2nd, 2017

Für sein Alter ist Emil extrem reif. Er ist gelassen, einsichtig und sehr weise. Seine mentale Reife zeigt sich deutlich in seinem Fahrstil: Die Fähigkeit, Ruhe zu bewahren und zu fokussieren kommt gerade recht, wenn man mit seinem Bike in sechs Metern Höhe einen Backflip macht. Schweden hat einen großen Beitrag zur Mountainbike-Welt geleistet und Emil ist definitiv die neueste strahlende Ausgabe.

Als er Anfang 2017 zum TREK Team stieß, zeigte sich Emil selbst beeindruckt von der Entwicklung, die er bis dahin genommen hatte und erwähnte, dass er ein Jahr zuvor noch gar keine FMB Lizenz besaß. Jetzt hat die FMB Diamond Series ihren Abschluss gefunden und man muss festhalten, dass Emil alle Erwartungen übertroffen und alle Ziele erfüllt hat. Emil merkt man trotz dieser Erfolge dennoch an, dass er mit beiden Füßen am Boden geblieben ist. Im Gespräch macht er klar, dass ihm nur wichtig ist, dass er weiterhin Spaß daran hat sein Bike zu fahren.

Du bist 18 Jahre alt und offiziell der jüngste FMB World Tour Champion. Hättest du dir das vorstellen können, als du letztes Jahr nach Leogang zum 26TRIX, deinem ersten großen internationalen Contest, gefahren bist?

Ich bin der jüngste Rider in der Diamond Series und es ist oft nicht einfach, weniger Erfahrung mit Contests und Big Jumps zu haben als die ganzen älteren Rider. Ich habe die letzten zwei Jahre darauf hingearbeitet, den Gesamttitel zu ergattern, aber dass es mir so schnell gelingen würde – das hätte ich mir letztes Jahr beim 26TRIX nicht träumen lassen. Ich habe wirklich hart für den Titel gearbeitet, von daher bin ich mehr als happy, dass mir der Gesamtsieg letztendlich gelungen ist.

Inwieweit hast Du Dein Bike-Set-up im Vergleich zu letztem Jahr verändert? Was sind die wichtigsten Unterschiede hinsichtlich Features?

Ich fahre jetzt ein Full-Suspension-Bike. So werden meine Landungen smoother und das Bike fühlt sich in der Luft stabiler an. Eigentlich gibt es nur Vorteile mit einem Full-Suspension-Bike, deshalb bleibe ich jetzt dabei.

Erst kürzlich hast Du einen glänzenden neuen Red Bull Helm bekommen. Es muss sich wahnsinnig anfühlen, für die gleiche Marke zu fahren wie die Rider, zu denen du immer aufgeschaut hast. Wie hast du dich gefühlt, als du den Helm beim Red Bull Joyride at Crankworx Whistler überreicht bekommen hast?

Es war schon immer mein Traum, ich wollte schon immer ein Red Bull Athlet sein, aber es war dann doch eine große Überraschung, dass es diese Saison schon so weit war.

Rückblick auf die Saison 2017: Was war dein Event-Highlight?

Es war der Wahnsinn, in Montpellier und in Whistler zu sein, weil der Vibe die ganze Woche über einfach super war! Aber nichts geht über den Red Bull District Ride – der Contest und der Vibe waren einfach der absolute Hammer! Die vielen Zuschauer, Teil des Ganzen gewesen zu sein – eine unvergessliche Erfahrung!

Was ist dein persönlicher Riding-Style? Wie würdest du dich und deine Fortschritte im Vergleich zum Beginn der Saison beschreiben?

Ich weiß nicht so recht. Ich schätze, ich bin eher ein Slopestyle-Fahrer, denn Slopestyle macht mir richtig Spaß. Letztes Jahr bin ich abgesehen vom Red Bull Joyride nicht viel Slopestyle gefahren. Mir gefällt diese Disziplin so gut, weil es eine echte Herausforderung ist, sich besonders kreative Tricks für den gesamten Kurs auszudenken, anstatt nur die zwei besten rauszuhauen.

Was sind deine Pläne für diesen Winter?

Ich freue mich auf eine kleine Auszeit und darauf, mal nicht so viel zu reisen und mehr Zeit fürs Fahren zu haben. Aber dieses Schuljahr ist mein Abschlussjahr, daher werde ich auch einiges an Zeit für die Schule investieren müssen.

Was sind deine persönlichen Ziele für 2018?

Weiterhin Spaß haben und mich und mein Fahren so weit zu pushen wie ich nur kann.

Vielen Dank für das Interview, Emil, und viel Glück für die Saison 2018!

Du willst mehr von Emil sehen? Dann zieh Dir seine Runs bei Red Bull Joyride at Crankworx Whistler und bei Red Bull District Ride 2017 rein.

Hier kannst Du Emils Bike auschecken und SRAM’s Steps to the Top.

Emils beste Ergebnisse der Saison 2017:

1st    FISE World Montpellier (FRA) FMB Gold

2nd   Red Bull District Ride (GER) FMB Diamond

2nd   Red Bull Joyride at Crankworx Whistler (CAN) FMB Diamond

2nd   Crankworx Les Gets 2017 (FRA) FMB Diamond

3rd   Crankworx Rotorua Slopestyle in Memory of McGazza (NZL) FMB  Diamond

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PM: Schlammschlacht in Leogang

iXS EDC #5 2017 Leogang

Leogang war am zurückliegenden Wochenende Gastgeber für das Finale des Europacups und bot einen spannenden Wettbewerb. Die Tagessiege sicherten sich Eleonora Farina und Ondrej Stepanek, während die Serientitel an Jure Zabjek und Monika Hrastnik gingen.

Das letzte Rennen des diesjährigen iXS European Downhill Cups stand in Leogang auf dem Programm. Wie in den vergangenen Jahren war es Teil des Biketember Festivals, bei dem noch weitere Veranstaltungen geboten wurden. Der mittlerweile weltweit bekannte Bikepark im Salzburger Land ist seit der Geburtsstunde des Europacups dabei und feierte somit in diesem Jahr das zehnte Jubiläum. Ein Ereignis der anderen Art hingegen zelebrierte bei diesem Anlass Markus Pekoll (AUT – MS Mondraker), der sich diese Veranstaltung als das letzte Rennen seiner langen Karriere ausgesucht hatte. Der ehemalige Europacupgewinner und neunte bei seiner Heimweltmeisterschaft beendete seine aktive Laufbahn und ehrte sowohl Leogang als auch den iXS Cup mit seiner bewussten Auswahl des Ortes für seinen Abschied.

Der Ausrichter der Leoganger Bergbahnen hatte bereits zum Weltcup in diesem Jahr einige Umbaumaßnahmen an der Strecke vorgenommen, wodurch der Kurs den aktuellen Anforderungen an Downhillrennen angepasst wurde. Mit 2300 Metern Länge und einer Höhendifferenz von 480 Metern kann man wahrlich von einem alpinen Kurs sprechen. Wie so oft in den letzten Jahren hatten die Teilnehmer auch diesmal wieder mit nassen Bedingungen zu kämpfen. Allerdings wenn man sich die Saison rückblickend ansieht, gab es beim iXS Cup 2017 wohl genug Möglichkeiten sich an solche Verhältnisse zu gewöhnen.

325 Fahrer aus 28 Nationen hatten sich für das Rennen eingeschrieben und natürlich war die komplette Riege der Favoriten angereist. Aber auch einige Athleten, die in der Gesamtwertung keine große Rolle spielen konnten, gingen an den Start und wollten beim prestigeträchtigen Tagessieg ein Wörtchen mitreden. Schließlich ging es neben den Punkten für die Serienwertung auch um weitere Punkte in der UCI Weltrangliste. In diesem Ranking lagen einige der Protagonisten gar nicht so schlecht, beispielsweise Jure Zabjek (SLO – Unior Tools Team) auf Rang zehn oder Eleonora Farina (ITA – GB Rifar Mondraker ASD) auf dem vierten Platz. Doch hauptsächlich ging es um den Titel des Europacups. Hinsichtlich dieser Wertung konnten jedoch zwei Teilnehmer eher entspannt ins Rennen gehen, denn Jure Zabjek und Monika Hrastnik (SLO – Blackthorn) hatten sich den Sieg in den Elite Klassen schon vorzeitig gesichert. Allerdings waren die nachfolgenden Plätze noch komplett offen, so dass selbst in der Qualifikation jeder einzelne Punkt hart umkämpft war.

Der Freitag begann am Vormittag mit einem Track Walk im Nebel, wobei schon ab und zu der blaue Himmel durchkam. Die Fahrer begutachteten den Kursverlauf und versuchten sich an der einen oder anderen Stelle ein paar schnelle Linien auszusuchen. Anschließend wurden ihnen sechs Stunden Trainingszeit zur Verfügung gestellt, was beim Europacup immer für eine ziemlich relaxte Stimmung sorgt.

High Fives and Good Times – Eleonora Farina

Für den Samstag sah die Wetterprognose schon anders aus. Aber am Ende war es doch nicht ganz so schlimm wie vorausgesagt, was in diesem Jahr irgendwie öfters mal der Fall war. Vielleicht sollten die Meteorologen mal etwas von ihrem Pessimismus ablegen. Trotzdem blieben die Temperaturen im einstelligen Bereich und während der Trainingszeit am Morgen kam auch noch etwas Regen dazu. Die Nässe von oben hielt sich zwar noch in Grenzen, aber in Anbetracht des Wetters und der anstehenden Qualifikation war langsam schon die Anspannung im Fahrerfeld zu spüren. Am Ende legte Eleonora Farina die Bestzeit bei den Elite Women hin, wobei das Bemerkenswerteste im Bereich der weiblichen Starter wohl eher die Zeit der U17 Fahrerin Valentina Höll (AUT – Sram TLD Racing) war, die mit 4:21.807 Minuten mehr als zweieinhalb Sekunden schneller war. Bei den Elite Men war es Loris Revelli (ITA – Argentina Bike De Vinci Italy), der mit einer Zeit von 3:46.983 Minuten sich den letzten Startplatz im Super Final sicherte.

Valentina Höll – iXS EDC Leogang 2017 © Rick Schubert

Am Ende legte Eleonora Farina die Bestzeit bei den Elite Women hin, wobei das Bemerkenswerteste im Bereich der weiblichen Starter wohl eher die Zeit der U17 Fahrerin Valentina Höll (AUT – Sram TLD Racing) war, die mit 4:21.807 Minuten noch mehr als zweieinhalb Sekunden schneller war. Bei den Elite Men war es Loris Revelli (ITA – Argentina Bike De Vinci Italy), der mit einer Zeit von 3:46.983 Minuten sich den letzten Startplatz im Super Final sicherte.

Der Sonntagmorgen war dann ganz ähnlich. Die Strecke war genauso nass wie am Vortag und das Quecksilber blieb wieder weit unten. Da war es also wieder, dass fast schon typische Leogang-Wetter. Irgendwie könnte man das Gefühl eines Déjà-vu-Erlebnisses bekommen, schließlich war es in den beiden vergangenen Jahren auch so, dass sich direkt zum Biketember-Festival der Sommer verabschiedete. Aber naja, eines muss man dem Kurs ja wirklich lassen, er geht ordentlich bergab, so dass man trotz des Schlamms nicht stecken bleibt. Eine saubere Angelegenheit war es auf jeden Fall nicht mehr. Allerdings kam bis zum Finallauf keine weitere Nässe dazu, so dass der Kurs an manchen Stellen leicht abtrocknen konnte. Somit konnte man erwarten, dass die Zeiten im Finale etwas schneller als die des Vortags sein werden.

Als erste Klasse ging nach der Mittagspause die Pro Masters an den Start. Die Erwartungen bestätigten sich, die Bestzeit des Vortages wurde um mehr als fünf Sekunden unterboten, allerdings nicht von den Hauptakteuren des Seeding Runs. Schnellster war diesmal Fabrizio Dragoni (ITA – Alessi Racing Team), der mit einer Zeit von 3:56.014 Minuten hauchdünn vor Luis Ribeiro (POR – Penacova DH U.D.Lorvanence) Tagessieger wurde. Dritter wurde Willi Lützeler (GER – Cube), der sich damit die Serienwertung sicherte.

Anschließend war die Klasse U17 female dran. Auch hier konnte Valentina Höll ihre Zeit des Vortages noch einmal verbessern. Sie benötigte nun nur noch 4:13.689 Minuten, also noch einmal etwa acht Sekunden weniger. Damit konnte sie Anna Newkirk (USA – Team Project) mit 15 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz verweisen, wobei Ottilia Johansson Jones (GBR – Propain Gravity Juniors) das Podest komplettierte. In der männlichen U17 Klasse konnte Jules Picod (FRA – Les Gets) erneut glänzen und verbesserte seine Zeit aus dem Seeding Run noch einmal um zehn Sekunden. Der junge Franzose nahm damit Janosch Klaus (SUI – Team Project) den Tagessieg, allerdings konnte dieser sich über die Serienführung freuen. Dritter wurde Yannick Baechler (GER – IDirt Racing Team).

Janosch Klaus – iXS EDC Leogang 2017 © Rick Schubert

Leider änderte sich das Wetter dann wieder und erneuter Regen machte es den Fahrern noch schwerer. Glücklicherweise gibt es im Europacup das Super Final, so dass der Tagessieg nur in einem kurzen Zeitraum mit meist homogenen Bedingungen ermittelt wird. Dieser Vorteil wurde in diesem Jahr schon öfter deutlich, wenn der Weltcup ähnlich wechselhafte Wetterverhältnisse hatte und das Ergebnis somit verfälscht wurde.

Bei den Elite Women konnte Eleonora Farina ihre Leistung vom Vortag erneut abrufen und sich damit den Tagessieg sichern. Die amtierende Europameisterin benötigte diesmal 4:17.528 Minuten und bewies damit ihre Qualität. Bei drei Rennteilnahmen konnte sie mit drei Bestzeiten in der Quali und drei Siegen die volle Punktzahl abräumen. Trotzdem reichen eben drei Rennen nicht, um am Ende die Krone der Seriensiegerin zu bekommen. Mit diesem Titel verließ am Ende Monika Hrastnik den Platz, die mit dem dritten Rang im Tagesergebnis vielleicht etwas auf Sicherheit gefahren ist. Zweite wurde Sandra Rübesam (GER – Nukeproof Factory), die im Gesamtklassement somit auf dem dritten Platz hinter Farina geführt wird und damit ihre beste Europacupsaison vorweisen kann.

Eleonora Farina – iXS EDC Leogang 2017 © Rick Schubert

Und schon wieder lohnt der Blick auf den Vergleich zwischen Vali Hölls Zeit und der Bestzeit bei den Frauen. Wieder war die Saalbacherin schneller, diesmal allerdings bei etwas trockeneren Bedingungen. Trotzdem sind vier Sekunden wahrscheinlich genau das, was man sich bei dem letzten Rennen der Saison wünscht, wenn man weiß, dass im nächsten Jahr ein anderer Wind weht, nämlich der des Weltcups. Mit dem iXS Cup hat sich die sympathische YT Pilotin in den letzten fünf Jahren bestens vorbereitet und sicherlich wird Österreich zukünftig einen adäquaten Ersatz für den nun zurückgetretenen Markus Pekoll haben.

Nach den Frauen waren dann die Junioren an der Reihe. Till Ulmschneider (GER – SRAM Young Guns) war hier das Maß der Dinge. Mit 3:54.795 Minuten und zwei Sekunden Vorsprung sicherte er sich das beste Ergebnis seiner Karriere, wobei er auch in der U17 Klasse schon einmal ein Rennen des Europacups gewinnen konnte. Das Resultat wird ihm sicherlich helfen, wenn er im nächsten Jahr das erste Mal als Elite Fahrer am Start steht. Zweiter des Rennens wurde Luca Henzi (SUI – Hot-Trail Racing), gefolgt von Rudi Pintar (SLO – Sinter Brakes Team), der damit die Serienwertung gewinnen konnte und somit dem 2017 neu gegründeten Nachwuchsteam den perfekten Abschluss bescherte.

Rudi Pintar – iXS EDC LEogang 2017 © Rick Schubert

Als letztes Rennen stand dann noch das Super Final der Elite Men Klasse auf dem Programm. 32 Fahrer traten gegeneinander an, um unter sich den Tagessieger auszufahren. Schon Basil Weber (SUI – Team Project), als Zweiter auf den Kurs gegangen, legte eine Zeit vor, die unter der Bestzeit des Vortages lag. Somit war klar, da würde noch einiges mehr gehen, wobei er allerdings erst einmal eine ganze Weile auf dem Red Bull Hot Seat platznehmen durfte. Erst der als achtletzter gestartete Andrea Kolb (AUT – MRC Saracen Racing) unterbot seine Zeit. Ab da ging es dann aber Schlag auf Schlag, denn der nächste war Jure Zabjek, der wohl derjenige mit dem wenigsten Druck war, schließlich wusste er, dass er am Ende des Tages sowieso Seriensieger sein würde. Aber natürlich hat der junge Slowene in diesem Jahr oft genug bewiesen, dass er auch mit einer gewissen Anspannung gut umgehen kann. Wie auch immer, er hatte es wieder geschafft und legte mit 3:44.115 Minuten eine Zeit vor, die eigentlich ziemlich viel Wert zu sein schien, wäre da nicht die Zwischenzeit von Ondrej Stepanek (CZE – CTM Racing Team) gewesen, die einen kurzen Moment später angezeigt wurde. Der Tschechische Meister, der noch nie in der Elite Klasse auf dem Podest des Europacups stand, hatte an der Zwischenzeit dreieinhalb Sekunden Vorsprung. Der 23-Jährige konnte den Vorsprung bis ins Ziel retten und schob sich dort mit einer Zeit von 3:41.297 Minuten auf den ersten Platz.

Ondrej Stepanek – iXS EDC LEogang 2017 © Rick Schubert

Damit stand das Ergebnis fest, Stepanek vor Zabjek und auf dem dritten Rang landete Joshua Barth (GER – Solid Reverse Factory Racing), der damit sein erstes Europacup-Podium erreichte. Die Gesamtwertung geht komplett an den Ostblock, mit Zabjek als Sieger, Stepanek als Vize und Rastislav Baranek (SVK – Kellys Factory Team) als Drittplatzierter.

Damit ist die erste 2017er iXS Serie abgeschlossen und es folgen jetzt noch die Finalläufe des German Cups in Thale und des Swiss Cups in Bellwald. Der Europacup hat nun seine zehnte Saison hinter sich gebracht und ist seinem Anspruch als Sprungbrett zum Weltcup wieder einmal mehr als gerecht geworden.

PM: Timo Pritzel ab sofort auf Marin Bikes unterwegs.

Photo Credits : Nine Knights/David Malacrida // Hector Saura/ bicycle Nightmares

PM: Herzschlagfinale! Rogatkin rotiert vierfach zum Sieg

Der fetteste Urban Slopestyle Contest des Jahres hat einen würdigen Sieger gefunden! Nicholi Rogatkin (USA, 92,05 Score) zeigte beim Red Bull District Ride in Nürnberg den besten Run in einem unglaublich hart umkämpften Finale und ließ sich von den zehntausenden ekstatischen Fans feiern. Der 21-Jährige fing mit seinem zweiten Run dank eines blitzsauberen 1440 den bis dahin führenden Emil Johansson (SWE, 91,34) noch ab. Das Podium wurde von Johansson und Szymon Godziek (POL, 89,66) komplettiert. Der einzige Deutsche, der sich für das Finale qualifizierte, machte die heimischen Fans mit einem extrem starken Auftritt überglücklich. Erik Fedko, der sich überhaupt erst durch eine FMB Wildcard für das legendäre Event qualifiziert hatte, landete mit zwei konstant starken Runs auf Platz 5. Mit seinem 2. Rang entschied außerdem Emil Johannson (SWE) die FMB Diamond Series für sich und beerbt damit Nicholi Rogatkin (USA) als neuen FMB World Champion!

Action verpasst? Keine Sorge! Den Replay aller Runs gibt es auf Red Bull TV! Alle Highlights vom Red Bull District Ride 2017 auf redbulldistrictride.com

 

Neun Weltklasse Athleten schlängelten sich beim Finale des Red Bull District Ride auf dem von Martin Söderström designten Kurs durch die Nürnberger-Altstadt. Dabei stand viel auf dem Spiel: Neben dem Sieg beim legendärsten Urban-Slopestyle-Contest aller Zeiten, ging es auch um den FMB World Champion Title. Mehdi Gani (FRA) war der erste Rider, der mit einem starken Score die Schwelle von 80 Punkten übertreffen konnte und heizte damit erstmals dem Publikum ein. Lange währte die Freude über den ersten Platz aber nicht, denn der 19-jährige Deutsche Erik Fedko schob jeden Druck und jegliche Nervosität beiseite und zeigte vor heimischer Kulisse seine Klasse. Mit 83,34 Punkten setze er sich an die Spitze und ließ sich von dort erst vom amtierenden FMB World Champion, Nicholi Rogatkin, verdrängen.

Nachdem der Amerikaner an der 90iger-Marke gekratzt hatte, durften sich die zehntausenden Supporter auf weitere hochklassige Runs freuen. Zwar zeigten sowohl Diego Caverzasi (ITA) und Szymon „Extension Man“ Godziek (POL) jeweils genialen Style und großartige Tricks, doch reichte es nicht ganz, um den Amerikaner vom Thron zu stoßen. Dann droppte der Diamond Series Führende, Emil Johannson, von der Kaiserburg. Der „Kombinationskönig“ trickste sich durch die Gassen und brachte die Menge zum Grölen. Mit 90,23 Punkten setzte sich der 18-jährige an die Spitze des Fahrerfeldes.

Damit war es mit der Spannung aber lange nicht vorbei. Der zweite Run war von absoluter Weltklasse geprägt. Der 38-jährige Ryan Nyquist (USA), Mountainbike-Allrounder Jakub Vencl (CZE) und Energiebündel Anthony Messere (CAN) ließen sich alle von der phänomenalen Stimmung pushen und verbesserten ihre Scores aus dem ersten Run. Für die Kuriosität des Tages sorgte dann Mehdi Gani, der bis zum Ende des „Jeep The Rhythm District“ einen sehr guten Run mit viel Flow gezeigt hatte. Doch auf der Brücke zum folgenden Tech District platzte der Hinterreifen, als er sich eine kurze Verschnaufpause nahm. Dann ging es aber auch schon mit unbändiger Action weiter.

Zunächst konnte Erik Fedko vor den begeisterten Zuschauern seinen ersten Run nochmals verbessern und schob sich somit auf Platz Vier vor. Das wollte der Italiener Diego Caverzasi aber so nicht auf sich sitzen lassen. Der 23-Jährige schlug unmittelbar zurück, was aber den phantastischen 5.Platz des jungen Deutschen nicht schmählern sollte. Im Kampf um den Sieg konnte Szymon Godziek nicht mehr eingreifen, obwohl er im Aufzug auf dem Weg zum Big Air District mit freundlicher Unterstützung vom Best Trick Fahrer Bienvenido Aguado Alba (ESP) eine Modifikation an seinem Bike vornahm. Somit konnte der polnische Athlet mit atemberaubender Eleganz seinen geschmeidigen Backflip Superman One Handed Seatgrab zum zweiten Mal an diesem Wochenende zum Besten geben und sicherte sich damit den 3. Platz.

Dann machte sich Nicholi Rogatkin auf den Weg zum Nürnberger Hauptmarkt und legte auf den ersten 600m schon richtig was vor, bevor er sich dann in den Aufzug begab. Oben angekommen war den zehntausenden Zuschauern schon bewusst, dass der Showman oben in 15m-Höhe nochmal ganz groß auftrumpfen würde. Rogatkin schoss über den 4,5-Meter-hohen Kicker und präsentierte den Zuschauern einen fantastischen 1440, der ihn zudem auf den ersten Platz katapultierte. Oben an der Kaiserburg schüttelte Emil Johansson mit einem Grinsen den Kopf. Der junge Schwede versuchte alles, zauberte die kompliziertesten Kombinationen in den Nürnberger Himmel. Doch es sollte nicht mehr ganz reichen.

Damit sah der Red Bull District Ride 2017 gleich zwei Sieger. Nicholi Rogatkin konnte sich bei seinem zweiten Antritt nach 2014 den heiß ersehnten Sieg beim legendären Urban-Slopestyle-Event sichern. Emil Johansson ließ sich von allen Fahrern als jüngster Weltmeister aller Zeiten zum FMB World Champion Titel gratulieren! Insgesamt besuchten über das ganze Wochenende gesehen 94.000 Zuschauer den Red Bull District Ride 2017.

Nicholi Rogatkin:
„Dieser Sieg bedeutet mir alles! Der Red Bull District Ride ist einfach einzigartig und das Gefühl jetzt hier zu stehen: einfach überwältigend. Die Momente und Erinnerungen, die uns diese Zuschauer heute geschenkt haben, sind unbeschreiblich. Danke Nürnberg, dass wir dieses Wochenende eure Stadt einnehmen durften!“

 

 

Emil Johansson:
„Es ist ein unbeschreiblicher Event, so viele Zuschauer! Ich habe von diesem Wochenende beim Red Bull District Ride geträumt und war sehr nervös aber ich habe direkt einen richtig guten ersten Run gezeigt. Jetzt bin ich FMB World Champion! Ich habe lange darauf hingearbeitet und es war immer mein Ziel. Es fühlt sich einfach unbeschreiblich an!“

 

 

Erik Fedko:
„Der heutige Tag war absolut einzigartig für mich. Ein geniales Erlebnis, diese Crowd beim letzten Sprung, tausende Leute, die dir zujubeln – das ist einfach ein geniales Gefühl. Ich bin total happy!“

 

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