INTERVIEW: Tausche Surfbrett gegen Fully

200 Jahre wird das Fahrrad in diesem Jahr alt. Über die Jahrhunderte hat sich sehr viel getan: Aus dem einfachen Fortbewegungsmittel mit zwei Rädern sind High-End Maschinen geworden, mit denen man die Berge der Alpen erklimmen und hinab brettern kann. Während der Trend Mountainbiken von immer größerer Bedeutung wird, ist auch das Angebot für die Gravity-Liebhaberinnen gestiegen. Über 80 Frauen kamen zum Beispiel für das „MOUNTAINBIKE Women’s Camp“ nach Serfaus-Fiss-Ladis, um vier Tage die Trails im Bikepark unsicher zu machen. Wir haben uns mit Teilnehmerin Nina Schwab aus Wien über das Biken in der Gruppe, die Vorteile eines Camps und das Fahren an sich unterhalten.

Wie bist du überhaupt zum Biken gekommen?

Mit dem Mountainbiken habe ich erst sehr spät begonnen – und zwar auf Bali. Ich war zum Surfen im Chillhouse in Canggu und wir hatten ein paar Tage keine gescheiten Wellen. Es wurden aber auch Mountainbike Touren angeboten, also habe ich mich einfach für eine angemeldet. Das Gefühl auf dem Trail war so irre, dass ich am nächsten Tag gleich noch mal das Surfbrett gegen ein Fully eingetauscht habe. Wieder zu Hause war ich schneller im Radladen und mit meinem „Stumpjumper“ wieder heraus, als ich schauen konnte. Ich habe mich dann auch gleich bei meinem jetzigen Verein, den ‚Velochicks‘, angemeldet. Das war vor zweieinhalb Jahren. Seitdem bin ich viel mit dem Mountainbike unterwegs und fahre bei der ‚Enduro One‘ Serie mit.

Warum gehst du gerne in den Alpen biken?

Die Alpen sind für mich einfach das beste Mountainbike Revier in Europa. Mal ganz davon abgesehen, dass es von unserer Wahlheimat Wien aus leicht erreichbar ist. Je nachdem, was man vorhat, bietet es einfach extrem viele Möglichkeiten. Jedes Gebiet hat seine Eigenheit und Schönheit. Ich bin gerne vor oder nach der Arbeit auf den Trails unterwegs. Eine feine Abwechslung nach einem Tag vor dem Computer.

Wie haben dir die vier Tage in Serfaus-Fiss-Ladis gefallen?

„Isch lei oans!“, wie mein Tiroler Kollege sagen würde. Übersetzt heißt das so viel wie „es war einzigartig“. Einfach eine wunderschöne Gegend, in der wir sehr freundlich und entspannt empfangen worden sind. Wir hatten auch das Gefühl, dass die Infrastruktur gut auf Mountainbiker eingestellt ist. Kleine Details, wie der Abstellraum mit Werkzeug und der Wäscheservice im Hotel, sind uns besonders positiv aufgefallen. Kulinarisch gesehen hatten wir auf der Hög Alm ein weiteres Highlight, mit einem tollen Blick auf die umliegende Bergwelt.

Welche Strecken haben dir am meisten gefallen und warum?

Wir haben uns jeden Morgen im Bikepark ‚eingefahren‘. Zum Aufwachen ging es auf dem blauen „Milky Way“ oder dem roten „Supernatural“ sehr flowig bergab. Es gibt am Weg kleine Sprünge, Bodenwellen und sehr gut geshapte Anlieger. Die Beschaffenheit ist ideal, um die richtige Kurventechnik und das ‚leicht machen‘ am Trail zu üben. Die anderen Strecken im Park lassen sich nach Lust und Laune gut miteinander kombinieren. Ein Highlight waren auch die Tables und Drops in der Nähe der Talstation – ein bisschen Airtime darf natürlich nicht fehlen! Von den Trails hat mir der Frommestrail am Besten gefallen. Er startet auf ca. 2.500m und schlängelt sich dann an Speicherseen und über kleine Hügel entlang. Später geht es dann über flowige Serpentinen und ein paar knackige Wurzelpassagen ins Tal. Einfach Top!

Stehst du eher auf angsteinflößende Tracks oder flowige Trails und warum?

Die Mischung macht’s, aber für mich darf es ruhig etwas abenteuerlicher sein! Ich liebe Herausforderungen und versuche immer, meine Grenzen ein wenig auszuloten. Schwierige Stellen probiere ich immer wieder, bis es irgendwann klappt. Das ist einfach das Beste! Durch das Anschauen und die Wiederholungen lernt man die richtige Linie zu finden. Und die Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen.

In Serfaus-Fiss-Ladis wird am 22. Juli der dritte von fünf „Woman Workshops“ mit UCI Downhill Masters World Champion Alice Kühne angeboten. Weitere Termine folgen am 12. August und am 23. September. Alle Infos zur Anmeldung gibt es hier:

www.bikepark-sfl.at/de/aktuell/events/woman-workshop-alice

Mit welchem Bike warst du am Camp-Wochenende unterwegs und warum hast du dich für ein solches Bike entschieden?

Ich war mit meinem eigenen Bike, einem Specialized Stumpjumper FSR Comp EVO 29, unterwegs. Aber ich wollte beim Camp unbedingt auch mal mit einen ‚richtigen‘ Enduro fahren. Vor Ort war unser Guide und 7-fache deutsche Meisterin im Downhill Antje Kramer so nett, mit mir das Rad zu tauschen. Somit konnte ich auf dem Frommestrail das Liv Hail Advanced 0 testen. Ich war extrem beeindruckt, wie einfach und kontrolliert sich das Hail über verblockte Stellen, Wurzeln und durch enge Kurven manövrieren lässt. Ein absolutes Traumbike und schwer wieder herzugeben.

Was hast du aus dem Camp Bike-technisch und persönlich mitgenommen?

Wir hatten beim Camp einfach eine mega Truppe, die sich gegenseitig motiviert und gepusht hat. Die Chemie hat gepasst und wir hatten einen riesen Spaß. Selbst bei Regen und 200 Höhenmetern Hike-a-Bike ging es danach mit einem Grinsen bergab. Unsere Guides haben uns während des Fahrens viele wertvolle Tipps gegeben. Technisch habe ich daher einiges an Selbstvertrauen mitgenommen, speziell für die etwas ruppigeren Passagen und höheren Sprünge.

Inwiefern ist es wichtig, dass solche Camps für Bikerinnen angeboten werden?

Ich glaube, dass es wichtig ist solche Camps anzubieten, weil es einfach eine gute Möglichkeit ist, um Mädels und Frauen für den Sport zu begeistern. Dort ist es egal, wo du herkommst, wie alt du bist oder was du beruflich machst. Das gemeinsame Ziel ist es, eine super Zeit am Rad zu haben und sein Können zu verbessern. Und das Ganze ohne Druck. Die Camps zeichnen sich durch ein hohes Wohlfühllevel aus und man entscheidet selbst, in welche Könnensstufe man sich einordnet. Man sieht, dass auch andere mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben und versucht kleine Barrieren gemeinsam zu überwinden. In der Gruppe – und mit der richtigen Anleitung – probiert man auch mal Dinge, die man sich vorher vielleicht nicht zugetraut hätte.

Warum nimmst du an Camps oder Workshops für Frauen teil?

Warum nicht?! Die Camps sind extrem vielseitig. Man fährt mit erfahrenen Guides, die alle eine Vorbildfunktion übernehmen und viel Erfahrung in dem Sport haben. Das motiviert zusätzlich und pusht ungemein. Bei den Workshops kann man sich aussuchen, was einen persönlich interessiert. Entweder man lernt z.B. wie man seine Dämpfer richtig einstellt oder was man im Bereich der Sportfotografie beachten muss – oder einfach beides.

Worin unterscheiden sich reine Frauengruppen von gemischten Gruppen, wenn du sonst unterwegs bist? Findest du es besser in Frauengruppen?

Ich würde sagen, dabei kommt es sehr darauf an, mit welchen Leuten man unterwegs ist. Ich finde die Ausfahrten mit den Velochicks super, fahre aber genauso gerne mit Freunden in gemischten Gruppen. Da gibt es keine Unterschiede. Ich habe bei Events aber auch schon ein paar ‚Mansplaining‘-Situationen erlebt, die einfach unnötig waren. Da wundert es mich ehrlich gesagt nicht, wenn Frauen beim Biken auch mal gerne ‚unter sich‘ sind.

Hast du einen Tipp für andere Mountainbikerinnen oder die, die es noch werden wollen?

Ja, ich finde ein gescheites Grundlagen-Techniktraining für den Anfang extrem wichtig. Das bringt schnell Erfolgserlebnisse und man tut sich später leichter, wenn es ans Eingemachte geht. Ich hatte dabei sehr viel Glück mit meinen Guides und meiner Trainerin. Schaut Euch daher am Besten gleich mal um, ob es einen Verein oder Angebote wie das Women’s Camp in Eurer Region gibt. Gemeinsam macht es einfach viel mehr Spaß und man lernt schnell Leute kennen, mit denen man sich zu weiteren Ausfahrten verabreden kann. Wenn Ihr in Österreich seid, könnt Ihr gerne bei den Velochicks vorbeischauen. Wir haben Communities in Wien, Graz und Salzburg.

Weitere News und Termine zum Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf:
www.bikepark-sfl.at oder www.facebook.com/bikepark.serfaus.fiss.ladis

Weitere Informationen zur Region Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf:
www.serfaus-fiss-ladis.at oder www.facebook.com/serfausfissladis

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PM: MTB-Fahrtechnikbuch – Enduro, Freeride und Downhill

Fahrtechnik ist kein Geheimnis, und jeder braucht sie. Die Frage ist nur, auf welche Arten und Weisen man erlernt sein Bike zu beherrschen. Der eine versteht den Bewegungsablauf alleine vom Zuschauen, manch anderer benötigt eine genaue Anleitung, oder sogar ein Training um die Techniken genauestens zu verinnerlichen. Aber jeder hat mit den richtigen Tipps und Tricks die Chance seinen Fahrstil zu verbessern, und somit in jeder Situation sicherer auf dem Bike zu sein.

Sascha Bamberg gibt schon seit 2012 sein Know-How über die Fahrtechnikschule Ridefirst an wissbegierige Mountainbiker weiter. Seit 2013 entführt er über die MTB-Reiseagentur Tri-Berg Teilnehmer zu den schönsten Mountainbike-Zielen in Europa. Aus seinem Wissen und der jahrelangen Erfahrung ist seine „Fahrtechnik-Bibel“ entstanden.

Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Experte – Cross Country, Enduro, Dirt oder Downhill – für jeden ist etwas dabei! Wichtige Grundlagen werden genauso detailreich erklärt, wie das Versetzen des Hinterrades auf verblockten Alpentrails, oder verschiedenste Sprungtechniken um auch in der Luft gut auszusehen.

Link zum Verlag:
https://www.stiebner.com/copress/radsport/mountainbike-fahrtechnik.html

Links zum Kauf:
https://www.buecher.de/shop/motorradrennsport/mountainbike-fahrtechnik/bamberg-sascha/products_products/detail/prod_id/48178304/
https://www.amazon.de/Mountainbike-Fahrtechnik-Enduro-Freeride-Downhill/dp/3767912120/

Als e-Book:
https://www.weltbild.de/artikel/ebook/mountainbike-fahrtechnik_23758916-1?origin=pla&wea=8064263&gclid=EAIaIQobChMIovif8rnP1wIVSbcbCh2AjAH-EAkYAiABEgIN6fD_BwE

Mehr zu dem Autor / Sascha Bamberg aka Bam Hill:
Homepage: http://www.bamhill.de
Videos: https://www.pinkbike.com/u/BamHill/blog/
Fotos: https://www.flickr.com/photos/bamhill/

Video & Fotos: MET – „Parachute“ 2018 Fullface Helm – Produktvorstellung

Mit dem „Parachute“ bietet MET den leichtesten Fullface Helm auf dem Markt. Gerade einmal 700 Gramm wiegt das Modell und erfüllt dabei die ASTM Zertifizierung.

Um diese Sicherheitsnorm zu erfüllen, hat MET auf die Option, den Kinnbügel abnehmen zu können, verzichtet. Dies war nämlich bei dem gleichnamigen Vorgängermodell noch möglich.

Der Kinnbügel ist nicht mehr abnehmbar.

Ansonsten bleibt aber neben dem geringen Gewicht eine andere Stärke des Helmes: Die Belüftung. Mehr Belüftungslöcher sind bei einem Integralhelm kaum möglich. Der Schweizer Käse unter den Fullface Helmen wird auch tourenorientierten Enduristen im Hochsommer einen kühlen Kopf bescheren.

Die Belüftungslöcher am Hinterkopf.
Der „Parachute“ ist der Schweizer Käse unter den Integralhelmen.


Wer also nur wegen der Belüftung auf einen Fullface-Helm verzichtet und die Optik des Helmes im Vergleich zu herkömmlichen Integral Helmen nicht stört, findet hier einen treuen Begleiter.

Für guten Halt: Rädchen am Hinterkopf zur Größenverstellung.

Ebenfalls Parallelen zu einem Halbschalenhelm hat der „Parachute“ am Hinterkopf. Dort findet man ein Rädchen zum Größenverstellen.
Ein Gelpad im Stirnbereich sorgt für angenehmen Tragekomfort und beugt Druckstellen auf der Stirn entgegen.

Angenehmes Gel Pad im Stirnbereich.

Wer seine Bikeabenteuer mit einer GoPro festhalten möchte, kann den mitgelieferten Mount verwenden. Dieser wird in einem der zahlreichen Belüftungslöcher befestigt und kann problemlos demontiert werden.

Der praktische GoPro Mount kann unkompliziert de- und montiert werden.

Im Lieferumfang sind zusätzliche Wangenpolster zur besseren Passform und ein Helmsack für den Transport enthalten.

Der mitgelieferte Helmsack ist praktisch für den Transport.
Zusätzliche Wangenpolster für individuelle Passform

Preis: 200 € | Gewicht: 700 g | www.hartje.de

PM: RIDER ON THE STORM – JAMES DOERFLING präsentiert die O’Neal 2018 Stormrider Kollektion

Nach zwei Jahren Pause ist der O’Neal Stormrider Freeride und All Mountain Kit wieder zurück. O’Neal spendierte dem beliebten Gear nicht nur ein neues Design, sondern auch einige Gimmicks. Highlights sind sicherlich das im Jersey integrierte Brillenputztuch sowie die flexiblen Ärmel, die entweder langarm oder 3/4 getragen werden können.

Das Video mit James wurde übrigens in Kooperation mit Suntour und Filmer Hoshi Yoshida in British Columbia gedreht. Ihr fragt euch bestimmt, warum die Landschaft so karg ist. In den vergangenen Monaten gab es verheerende Waldbrände in James’ Bike Revier, die einen Großteil der Vegetation und sogar Häuser und Menschenleben kostete. James war die vergangenen Monate mehr damit beschäftigt sich, seine Familie und Freunde in Sicherheit zu bringen als zu Biken. Daher konnte er dieses Jahr auch nicht an der RB Rampage teilnehmen. Mit diesem Video möchten wir zeigen, dass James wieder zurück auf dem Bike ist – und genau da gehört er auch hin!
Natürlich haben wir euch noch ein paar Facts über den brandneuen Stormrider Gear zusammengestellt:

Fakten Stormrider Jersey:

  • Langärmliges Jersey aus mittelschwerem Gewebe für die perfekte Balance zwischen Haltbarkeit/Abriebbeständigkeit und Komfort 
  • Extraflache Nähte im 3/4-Bereich der Ärmel für scheuerfreien Sitz bei verstellbarer Ärmellänge 
  • Lockere Passform, ideal für ganztätigen Komfort beim Trail-Fahren 
  • Schweißableitendes, schnell trocknendes, atmungsaktives Material 
  • Seitliche Rückentasche mit Reißverschluss 
  • Verlängertes Rückenteil verhindert das Herausrutschen des Jerseys aus der Hose 
  • Kann mit oder ohne Protektoren getragen werden 
  • Integriertes Schutzbrillen/Sonnenbrillen-Reinigungstuch 
  • V-Ausschnitt 
  • Passt zu Stormrider- und Rockstacker-Shorts

Fakten Stormrider Shorts:

  • Überknielänge, um beim Fahren die Polster abzudecken 
  • Aus mittelschwerem Gewebe für die perfekte Balance zwischen Haltbarkeit/Abriebbeständigkeit und Gewicht 
  • Elastische Einsätze im Sitzbereich/am Bund für mehr Bewegungsfreiheit 
  • Vorgeformtes Bein für einen guten und bequemen Sitz auf dem Bike 
  • Lasergeschnittene Belüftungsöffnungen an der Innenseite der Oberschenkel 
  • Vorgeformtes Bein und hoher Bund hinten für einen guten und bequemen Sitz auf dem Bike 
  • 5 Taschen: 2 x mit seitlichem Reißverschluss, 1 x mit Reißverschluss hinten am Bund, 2 x am Oberschenkel 
  • Integrierter Skipasshalter in der linken Oberschenkeltasche 
  • Doppeldruckknopf-Verschluss mit seitlicher Kletteinstellung für sicheren Sitz 
  • Verlängerte Haltbarkeit dank Einsätzen aus robustem Material im Schritt und den Innenseiten der Beine 
  • Kompatibel mit Innenpolster-Shorts von O‘Neal (separat erhältlich)

 

Mehr Infos zu den Produkten findet ihr hier: http://www.oneal.eu/stormrider/

 

VIDEO: Andreu Lacondeguy in Andorra + GoPro Mount Tutorial

Andreu Lacondeguy nimmt uns in seinem neuesten Edit mit nach Andorra und zeigt und mit Hilfe von verschiedenen GoPro Mounts eindrucksvolle Aufnahmen. „Best biking day ever“ – nennt er es und auch als Zuschauer möchte man sofort sein Bike aus dem Keller holen.

Hier der komplette Edit:

Wie ihr auch solche Aufnahmen hinbekommt und wie Andreu seine GroPro am Bike befestigt, findet ihr hier im kurzen Video-Tutorial:

VIDEO: Durch die Augen eines Athleten: Matt Jones | Frames of Mind

Der aufstrebende Freeeride-Mountainbikestar Matt Jones hat heute seine erste Filmproduktion veröffentlicht. „Frames of Mind“ arbeitet mit dem innovativen Rotoskopieverfahren und zeigt den Briten beim Visualisieren seiner Tricks, mit denen er das Freestyle-Mountainbiken an eine neue Grenze bringt. Der Film eröffnet neuartige Einblicke, wie Athleten Sportpsychologie nutzen können, um Leistung auf höchstem Niveau zu bringen.

In dem auf einem selbstgebauten Trail im Rushmere Country Park bei Leighton Buzzard in England gedrehten Film zeigt der Red Bull Athlet zahlreiche einzigartige Tricks inklusive der Weltpremieren Bum Slide, 270 Rim Bonk, Hitching Post Flip to Feet, Decade Tsunami und Superman Backflip to Tuck No-Hander.

Beim Schnitt des Films setzte Cut Media das Rotoskopieverfahren ein. Es verdeutlicht dem Zuschauer, was in Matts Kopf vorgeht, während er sich auf seine unglaublichen Tricks vorbereitet. Der Weg dahin war ein komplexer Prozess, für den unzählige Bildfolgen ausgeschnitten werden mussten, um die fließenden „Spuren“ zu erzeugen, die man im Film sieht.

Als Athlet in einer Hochrisikosportart arbeitet Matt Jones eng mit dem erstklassigen Leistungsmentoren Gary Grinham zusammen. Er hilft ihm, vor Wettbewerben eine Siegermentalität aufzubauen, und unterstützte sein Comeback nach einer Verletzung. „Am wichtigsten ist es, zu akzeptieren, was schlimmstenfalls passieren kann“, erklärt Gary Grinham. „Man wird in einem Wettkampf nie seine Bestleistung bringen, wenn man daran denkt, dass man sich verletzen könnte. Wenn das abgehakt ist, kann man seine Leistung frei und ohne Sorgen abrufen.“ Die Partnerschaft zwischen Jones und Grinham war die Inspiration zu dem Film. Matt Jones konnte kaum trainieren, bevor er seine Tricks zeigen musste, weil er sich wenige Wochen vor den Dreharbeiten beim Crankworx Rotorua das Handgelenk gebrochen hatte.

Der 23-Jährige hat mit zehn Jahren mit dem Mountainbiken begonnen. Der Brite hat ebenso viele Stunden damit verbracht, Sprünge zu bauen, wie sie zu befahren. Als er begann, die britische Dirtjump-Szene aufzumischen, war er noch in der Schule. Seinen ersten internationalen Wettkampf gewann er 2016.

Es ist ein großartiges Gefühl, einen Trick zu stehen, auf den man sich lange vorbereitet hat“, sagt Matt Jones. „Das Visualisieren ist dabei am wichtigsten. Sobald mir der Trick im Kopf vertraut vorkommt, setze ich mich auf das Rad und versuche ihn in der Wirklichkeit. Man kann sich vom Absprung bis zur Landung alles im Kopf vorstellen, bevor man sich in den Sattel setzt. Ich weiß dann schon genau, was ich tun muss, wie hoch ich springen darf und wie viel Airtime ich haben werde. Ich kenne den gesamten Trick von Anfang bis Ende. Durch das Visualisieren kann ich schon unglaublich viel über einen Trick herausfinden. Ich arbeite mich im Kopf durch seine Physik und stelle mir vor, wie er sich anfühlen wird.“

Weitere Infos zu Matt Jones und den Film „Frames of Mind“ findet man unter www.redbull.com/framesofmind

Trick-Liste (in der Reihenfolge, wie sie zu sehen sind):

270 Rim Bonk
Treeride Pocket Air
Backflip Tuck No-Hander
Truckdriver
720 Tuck No-Hander
Barspin
Moto Whip E.T
Decade Tsunami
Seat Grab Whip
Superman Backflip to Tuck No-Hander
Nosebonk, Barspin to Manual
Bum Slide
Hitching Post Flip to Feet
Rueben into Treeride
360

INTERVIEW: Antoine Bizet – Red Bull Rampage und Pläne für die Off-Season

Wir haben uns nach Red Bull Rampage mit Antoine Bizet unterhalten und den sympathischen Franzosen über seinen Run, den People’s Choice Award und seine Pläne für die Off-Season ausgefragt. Derzeit ist Bizet in Neuseeland unterwegs und es scheint, als ob wir schon bald mehr von ihm zu sehen bekommen.

 

Antoine, Glückwunsch zum People’s Choice Award bei Red Bull Rampage. Warum haben die Zuschauer deiner Meinung nach für dich gestimmt und was war deine Reaktion darauf?

Dankeschön, es fühlt sich richtig gut an! Es ist für mich nie einfach, objektiv über meine eigene Leistung zu sprechen, aber ich habe den besten Run gezeigt, den ich an dem Tag drauf hatte. Ich war wahnsinnig gestoked! Anscheinend hat mein Run auch den Zuschauern gut gefallen, es fühlt sich also genial an. Tag für Tag wird mir bewusster, wie besonders der Preis ist. Vielen Dank an alle, die für mich gestimmt haben. Ich denke schon jetzt darüber nach, wie ich im nächsten Jahr eine noch bessere Show abliefern kann!

Was denkst du generell über deinen Run und deine Wertung?

Ich war sehr zufrieden mit meinem Run. Im Vergleich zum letzten Jahr war ich viel schneller, kontrollierter und hatte bessere Tricks. Am meisten freue ich mich über meinen Backflip auf dem Grat und den Frontflip auf dem Step-Down.

Normalerweise äußere ich mich nie über meine Wertungen, aber nachdem ich mir die Replays angeschaut habe, denke ich, dass ich eindeutig 8-9 Punkte zu wenig bekommen habe. Ich bin also ziemlich enttäuscht. Ein paar der anderen Fahrer haben mir gesagt: „Komm schon, Bizet, mach kein großes Ding draus. Du wurdest zu niedrig bewertet, das passiert uns allen.“, aber ich werde darüber sprechen. Ich habe hart für das größte Event des Jahres trainiert und wenn man dann denkt, dass man fast 10 Punkte mehr verdient hätte, fühlt sich das natürlich sehr schlecht an. Allerdings ist es durch den People’s Choice Award fantastisch zu wissen, dass ich so viel Unterstützung bekommen habe.

Wie hast du deinen Run geplant? Was geht dir durch den Kopf, wenn du solch waghalsige Lines in Angriff nimmst?

Wie die meisten anderen habe ich meine Line aus dem Vorjahr verbessert. Ich habe mich mit Tommy G zusammengetan und einen großen Drop gebaut. Leider hat er nicht funktioniert, da uns kurz vor dem Finale die Landung weggerutscht ist. Als Resultat war dann mein Step-Down, auf dem ich den Frontflip gezeigt habe, das neue Haupt-Feature.

Diese Lines zu fahren ist völlig verrückt! Man ist sich bewusst, dass durch die Klippen überall die Konsequenzen bei einem Fehler heftiger sind als bei jedem anderen Event. Wir sind alle extrem fokussiert und sehr nervös bevor wir reindroppen, aber wenn man dann bereit ist, losfährt und einfach „sendet“, gibt es kein besseres Gefühl!

Erzähl uns was über dein ROSE, was ist dein Setup?

Mein ROSE SOUL FIRE ist mit Pedalen von HT Components, Lenker, Vorbau und Rädern von SPANK, Bremsen von TRP, Sattel und Griffen von Fabric und Reifen von Michelin ausgestattet. Ich bevorzuge eine Luftfederung an meinem Bike. Ich kann mein Bike damit für Rampage oder große Sprünge extrem hart abstimmen oder eben weicher, wenn es in den Bikepark oder auf rauen Untergrund geht. Am meisten gefällt mir, wie leicht das Bike ist, dadurch ist es sehr verspielt und einfach auf den Gipfel zu tragen. Außerdem ist die Farbkombi in schwarz-gelb einfach geil!

Du warst diese Saison lange verletzt. Wie war der Reha-Prozess und wie hast du dich wieder fit gemacht für Red Bull Rampage?

Ja, mein Knöchel hat mir das ganze Jahr Probleme bereitet. Im Juli habe ich mich dann endlich entschlossen, ihn operieren zu lassen und mich mit so viel Reha wie möglich wieder fit für Rampage zu machen. Ich habe zwei Monate lang extrem viel trainiert, am Ende hat sich es dann ausgezahlt. Es war eine schwere Entscheidung, mich operieren zu lassen, aber ich glaube es war die richtige.

Was sind deine Pläne für das nächste Jahr? Auf welche Events freust du dich am meisten?

Ich plane, nächstes Jahr einige der großen FMB Slopestyle Events zu fahren. Allerdings möchte ich auch mehr Zeit fürs Freeriden und Filmen haben. Ich habe schon einige geile Projekte für den Winter geplant, es gibt also bald mehr Neuigkeiten.

Können wir uns also in nächster Zeit auf neues Filmmaterial von dir einstellen?

Ja, genau! Ich habe während Red Bull Rampage viel gefilmt und ich möchte 2018 definitiv mehr in dieser Richtung machen. Es gab mal die „From Bizet With Love“-Serie, die mochte ich sehr. Hoffentlich können wir damit bald weitermachen. Ich möchte nächstes Jahr außerdem einen „Big Bike“-Edit und einen Slopestyle-Edit über die ganze Saison hinweg machen. Ich filme sehr gerne, da ich meinen Style dort besser zeigen kann als bei Contests.

Was sind deine Pläne für die Off-Season?

Mein Plan für die Off-Season ist der beste, den ich je hatte. Ich werde den gesamten Winter mit meinem ROSE SOUL FIRE und THE BRUCE in Neuseeland verbringen. Ich habe mir vor ein paar Tagen einen Van gekauft und werde die besten Spots in ganz Neuseeland abklappern. Ein Surfbrett und ein Einrad wären allerdings auch spaßig… Mein Hauptziel ist allerdings ein Saisonpass für Queenstown zu holen und den ganzen Winter einfach Freeride und Downhill zu fahren. Auf meiner Facebook- und Instagram-Seite könnt ihr alles verfolgen.

Wie bist du überhaupt zu den Big Mountain Events gekommen?

Ich habe schon als Kind gerne mit der Schaufel gespielt. Ich habe mir immer Sprünge genau nach meinen Vorstellungen gebaut, egal wo ich war. Als ehemaliger Turner messe ich mich außerdem gerne in Wettbewerben. Die Mischung aus all dem und der Tatsache, dass ich mit den New World Disorder Filmen aufgewachsen bin, hat ganz natürlich zu Big Mountain Events geführt.

Wenn du mit deinem SOUL FIRE egal wo auf der Welt fahren könntest, wo würdest du hingehen?

Ein Trip zur Wüste Gobi wäre geil. Das Terrain dort sieht fantastisch aus, und es wäre ein echt cooles Abenteuer, auch gleichzeitig die Kultur dort kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit habe dort zu biken.

Mehr Informationen über ROSE Bikes unter: www.rosebikes.com und Antoine’s SOUL FIRE finden sich HIER.

Das Replay der Live-Übertragung von Red Bull Rampage findet sich HIER.

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