INTERVIEW: Tausche Surfbrett gegen Fully

200 Jahre wird das Fahrrad in diesem Jahr alt. Über die Jahrhunderte hat sich sehr viel getan: Aus dem einfachen Fortbewegungsmittel mit zwei Rädern sind High-End Maschinen geworden, mit denen man die Berge der Alpen erklimmen und hinab brettern kann. Während der Trend Mountainbiken von immer größerer Bedeutung wird, ist auch das Angebot für die Gravity-Liebhaberinnen gestiegen. Über 80 Frauen kamen zum Beispiel für das „MOUNTAINBIKE Women’s Camp“ nach Serfaus-Fiss-Ladis, um vier Tage die Trails im Bikepark unsicher zu machen. Wir haben uns mit Teilnehmerin Nina Schwab aus Wien über das Biken in der Gruppe, die Vorteile eines Camps und das Fahren an sich unterhalten.

Wie bist du überhaupt zum Biken gekommen?

Mit dem Mountainbiken habe ich erst sehr spät begonnen – und zwar auf Bali. Ich war zum Surfen im Chillhouse in Canggu und wir hatten ein paar Tage keine gescheiten Wellen. Es wurden aber auch Mountainbike Touren angeboten, also habe ich mich einfach für eine angemeldet. Das Gefühl auf dem Trail war so irre, dass ich am nächsten Tag gleich noch mal das Surfbrett gegen ein Fully eingetauscht habe. Wieder zu Hause war ich schneller im Radladen und mit meinem „Stumpjumper“ wieder heraus, als ich schauen konnte. Ich habe mich dann auch gleich bei meinem jetzigen Verein, den ‚Velochicks‘, angemeldet. Das war vor zweieinhalb Jahren. Seitdem bin ich viel mit dem Mountainbike unterwegs und fahre bei der ‚Enduro One‘ Serie mit.

Warum gehst du gerne in den Alpen biken?

Die Alpen sind für mich einfach das beste Mountainbike Revier in Europa. Mal ganz davon abgesehen, dass es von unserer Wahlheimat Wien aus leicht erreichbar ist. Je nachdem, was man vorhat, bietet es einfach extrem viele Möglichkeiten. Jedes Gebiet hat seine Eigenheit und Schönheit. Ich bin gerne vor oder nach der Arbeit auf den Trails unterwegs. Eine feine Abwechslung nach einem Tag vor dem Computer.

Wie haben dir die vier Tage in Serfaus-Fiss-Ladis gefallen?

„Isch lei oans!“, wie mein Tiroler Kollege sagen würde. Übersetzt heißt das so viel wie „es war einzigartig“. Einfach eine wunderschöne Gegend, in der wir sehr freundlich und entspannt empfangen worden sind. Wir hatten auch das Gefühl, dass die Infrastruktur gut auf Mountainbiker eingestellt ist. Kleine Details, wie der Abstellraum mit Werkzeug und der Wäscheservice im Hotel, sind uns besonders positiv aufgefallen. Kulinarisch gesehen hatten wir auf der Hög Alm ein weiteres Highlight, mit einem tollen Blick auf die umliegende Bergwelt.

Welche Strecken haben dir am meisten gefallen und warum?

Wir haben uns jeden Morgen im Bikepark ‚eingefahren‘. Zum Aufwachen ging es auf dem blauen „Milky Way“ oder dem roten „Supernatural“ sehr flowig bergab. Es gibt am Weg kleine Sprünge, Bodenwellen und sehr gut geshapte Anlieger. Die Beschaffenheit ist ideal, um die richtige Kurventechnik und das ‚leicht machen‘ am Trail zu üben. Die anderen Strecken im Park lassen sich nach Lust und Laune gut miteinander kombinieren. Ein Highlight waren auch die Tables und Drops in der Nähe der Talstation – ein bisschen Airtime darf natürlich nicht fehlen! Von den Trails hat mir der Frommestrail am Besten gefallen. Er startet auf ca. 2.500m und schlängelt sich dann an Speicherseen und über kleine Hügel entlang. Später geht es dann über flowige Serpentinen und ein paar knackige Wurzelpassagen ins Tal. Einfach Top!

Stehst du eher auf angsteinflößende Tracks oder flowige Trails und warum?

Die Mischung macht’s, aber für mich darf es ruhig etwas abenteuerlicher sein! Ich liebe Herausforderungen und versuche immer, meine Grenzen ein wenig auszuloten. Schwierige Stellen probiere ich immer wieder, bis es irgendwann klappt. Das ist einfach das Beste! Durch das Anschauen und die Wiederholungen lernt man die richtige Linie zu finden. Und die Erfolgserlebnisse stärken das Selbstvertrauen.

In Serfaus-Fiss-Ladis wird am 22. Juli der dritte von fünf „Woman Workshops“ mit UCI Downhill Masters World Champion Alice Kühne angeboten. Weitere Termine folgen am 12. August und am 23. September. Alle Infos zur Anmeldung gibt es hier:

www.bikepark-sfl.at/de/aktuell/events/woman-workshop-alice

Mit welchem Bike warst du am Camp-Wochenende unterwegs und warum hast du dich für ein solches Bike entschieden?

Ich war mit meinem eigenen Bike, einem Specialized Stumpjumper FSR Comp EVO 29, unterwegs. Aber ich wollte beim Camp unbedingt auch mal mit einen ‚richtigen‘ Enduro fahren. Vor Ort war unser Guide und 7-fache deutsche Meisterin im Downhill Antje Kramer so nett, mit mir das Rad zu tauschen. Somit konnte ich auf dem Frommestrail das Liv Hail Advanced 0 testen. Ich war extrem beeindruckt, wie einfach und kontrolliert sich das Hail über verblockte Stellen, Wurzeln und durch enge Kurven manövrieren lässt. Ein absolutes Traumbike und schwer wieder herzugeben.

Was hast du aus dem Camp Bike-technisch und persönlich mitgenommen?

Wir hatten beim Camp einfach eine mega Truppe, die sich gegenseitig motiviert und gepusht hat. Die Chemie hat gepasst und wir hatten einen riesen Spaß. Selbst bei Regen und 200 Höhenmetern Hike-a-Bike ging es danach mit einem Grinsen bergab. Unsere Guides haben uns während des Fahrens viele wertvolle Tipps gegeben. Technisch habe ich daher einiges an Selbstvertrauen mitgenommen, speziell für die etwas ruppigeren Passagen und höheren Sprünge.

Inwiefern ist es wichtig, dass solche Camps für Bikerinnen angeboten werden?

Ich glaube, dass es wichtig ist solche Camps anzubieten, weil es einfach eine gute Möglichkeit ist, um Mädels und Frauen für den Sport zu begeistern. Dort ist es egal, wo du herkommst, wie alt du bist oder was du beruflich machst. Das gemeinsame Ziel ist es, eine super Zeit am Rad zu haben und sein Können zu verbessern. Und das Ganze ohne Druck. Die Camps zeichnen sich durch ein hohes Wohlfühllevel aus und man entscheidet selbst, in welche Könnensstufe man sich einordnet. Man sieht, dass auch andere mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben und versucht kleine Barrieren gemeinsam zu überwinden. In der Gruppe – und mit der richtigen Anleitung – probiert man auch mal Dinge, die man sich vorher vielleicht nicht zugetraut hätte.

Warum nimmst du an Camps oder Workshops für Frauen teil?

Warum nicht?! Die Camps sind extrem vielseitig. Man fährt mit erfahrenen Guides, die alle eine Vorbildfunktion übernehmen und viel Erfahrung in dem Sport haben. Das motiviert zusätzlich und pusht ungemein. Bei den Workshops kann man sich aussuchen, was einen persönlich interessiert. Entweder man lernt z.B. wie man seine Dämpfer richtig einstellt oder was man im Bereich der Sportfotografie beachten muss – oder einfach beides.

Worin unterscheiden sich reine Frauengruppen von gemischten Gruppen, wenn du sonst unterwegs bist? Findest du es besser in Frauengruppen?

Ich würde sagen, dabei kommt es sehr darauf an, mit welchen Leuten man unterwegs ist. Ich finde die Ausfahrten mit den Velochicks super, fahre aber genauso gerne mit Freunden in gemischten Gruppen. Da gibt es keine Unterschiede. Ich habe bei Events aber auch schon ein paar ‚Mansplaining‘-Situationen erlebt, die einfach unnötig waren. Da wundert es mich ehrlich gesagt nicht, wenn Frauen beim Biken auch mal gerne ‚unter sich‘ sind.

Hast du einen Tipp für andere Mountainbikerinnen oder die, die es noch werden wollen?

Ja, ich finde ein gescheites Grundlagen-Techniktraining für den Anfang extrem wichtig. Das bringt schnell Erfolgserlebnisse und man tut sich später leichter, wenn es ans Eingemachte geht. Ich hatte dabei sehr viel Glück mit meinen Guides und meiner Trainerin. Schaut Euch daher am Besten gleich mal um, ob es einen Verein oder Angebote wie das Women’s Camp in Eurer Region gibt. Gemeinsam macht es einfach viel mehr Spaß und man lernt schnell Leute kennen, mit denen man sich zu weiteren Ausfahrten verabreden kann. Wenn Ihr in Österreich seid, könnt Ihr gerne bei den Velochicks vorbeischauen. Wir haben Communities in Wien, Graz und Salzburg.

Weitere News und Termine zum Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf:
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Interview: Airbags, Schnitzel und Rookie Spaß – Ein Interview mit den Goldstones

Bald geht der Rookie-Wahnsinn in Serfaus-Fiss-Ladis wieder los! Beim MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis vom 30. Juli bis zum 5. August machen sich hunderte Jugendliche mit ihren Familien auf den Weg zu den drei Tiroler Dörfern. Einer von ihnen wird der 14-jährige Jackson Goldstone sein. Das Ausnahmetalent kehrt zurück, um beim „Rookie Camp“ an seinen Skills zu feilen, im Rahmen der „Kona Rookie Games“ Rennen zu fahren und vor allem jede Menge Spaß mit den anderen jungen Shreddern zu haben. Wir haben uns mit ihm und seinem Vater Ron übers Biken, über Wettkämpfe, Training und Schnitzel unterhalten.

 

Actiongeladener Highlight-Clip vom letztjährigen MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis: 

 

Hi Jackson, Hi Ron. Wie geht es euch? Was war in den letzten Monaten bei euch los?

 

Jackson: 2018 war bisher überragend! Wir sind zum ersten Mal in Neuseeland gewesen, um ein bisschen zu fahren und uns Crankworx anzuschauen. Es ist wirklich ein richtig schönes Land. Gerade sind wir im Woodward West in Kalifornien, um ein wenig zu trainieren bevor der Sommer richtig losgeht.

 

Jackson, was hast du in den letzten Monaten Neues auf dem Bike gelernt?

 

Jackson: Momentan habe ich nicht viele neue Tricks. Ich fahre seit kurzem ein 24’’ Dirt Jump Bike, was sich ungewohnt anfühlt. Ich versuche das Erlernte jetzt auf dem größeren Bike umzusetzen. Es fühlt sich schon besser an, aber es wird noch ein wenig dauern, bis ich mich vollständig daran gewöhnt habe.

Wie gehst du vor, wenn du neue Tricks lernen willst? Hast du einen Coach, der dich in deiner Entwicklung voranbringt?

 

Jackson: Übung. Viel Übung. Meistens fange ich an, neue Tricks in die Schnitzelgrube oder auf Airbags zu probieren. Es dauert bis ich dann erstmals auf Dirt umsteige. Es kommt selten vor, dass ich einfach loslege. Ich versuche sicherzugehen, dass ich mich wohlfühle, bevor ich den nächsten Schritt mache. Es ist egal, wie viele Male man einen Trick in die Schnitzelgrube macht, das erste Mal auf Dirt ist immer nervenaufreibend. Ich glaube, ich lerne am meisten, wenn ich mit Jake Kinney in Woodward bin. Er hilft mir enorm, weil er für einen Fortschritt bei mir sorgt, ohne Druck auszuüben.

 

Wie sieht die Top 5 deiner „Bucketlist“ aus? Was willst du als nächstes im Petto haben?

 

Jackson: Hmm… Schwierige Frage… Ich glaube, dass ich vor allem die Tricks, die ich schon erlernt habe, konstanter landen möchte. Das ist ein guter Anfang. Ich finde Barspins sehr schwierig, aber auch sehr wichtig. Ich will wirklich daran arbeiten, sie besser hinzubekommen. Als nächstes würde ich gerne anfangen, mehr Tricks zu kombinieren – einen 360 Tailwhip oder 360 Tuck-No-Hander zum Beispiel.

Ihr werdet im August nach Österreich zurückkehren. Worauf freut ihr euch mehr? Schnitzel oder Kaiserschmarrn?

 

Jackson: Definitiv freue ich mich auf das Schnitzel im Brötchen, das sie unten im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis hatten. Wir haben uns das fast jeden Tag gegönnt (lacht).

 

Und auf welche Trails freut ihr euch besonders?

 

Ron: Auf den Frommestrail! Der ist genau mein Ding. Beeindruckende alpine Landschaft, flowige Kurven und lange Abfahrten. Das gibt es hier in Kanada nicht allzu oft, ohne dass man viel bergauf fahren muss. Das ist schon ein Highlight.

 

Jackson: Ich fand den Trail auch cool, aber der Supernatural Trail im Bikepark war auch mega spaßig. Ich glaube, sie haben dieses Jahr auch an dem Trail noch was verändert, also freue ich mich jetzt schon riesig darauf.

Jackson, du wirst dieses Jahr auch am „Rookie Camp“ während des MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis teilnehmen und mit anderen jungen Shreddern über die Trails im und außerhalb des Bikeparks heizen. Was gefällt dir an solchen Camps?

 

Jackson: Es macht einfach Spaß, so viele andere Fahrer zu sehen und coole Dinge zu unternehmen. Es dreht sich auch nicht alles ums Biken. Es gibt BBQs und ich freue mich jetzt schon darauf, mit den Sommerrodelbahnen zu fahren. Das Einzige, was mir letztes Jahr Angst gemacht hat, war als ich aufstehen musste, um mich vorzustellen. Ich kann nicht so gut deutsch, also fühlte ich mich ein wenig doof. Aber es war sehr witzig und wir haben alle zusammen gelacht.

Du fährst ja schon auf einem Level, von dem viele noch träumen. Was können junge Mountainbiker in solchen Camps lernen und wo möchtest du dich verbessern?

 

Jackson: Danke! Ich finde es einfach super, mit anderen Kids oder Jugendlichen zu fahren. Man sieht jemand etwas ausprobieren und will es dann selbst auch. Es ist cool, wenn dann auch Coaches dabei sind, die einem Linien oder Techniken zeigen. Am besten ist es aber, in der Gruppe zu fahren. Ich will dieses Jahr vor allem an meiner Linienwahl arbeiten. Letztes Jahr waren wir mit Si Paton unterwegs und er meinte, dass man vielleicht 0,5 Sekunden an einem Sprung gutmachen kann, aber es gibt nur wenige davon. Wenn man allerdings in jeder Kurve 0,1 – 0,2 Sekunden schneller ist, summiert sich das und man erreicht eine schnellere Zeit.

 

Must watch! Jackson Goldstone und sein Vater Ron, zeigen wie Family-Biking in der Region Serfaus-Fiss-Ladis aussehen kann: youtu.be/8ulQX0tFVDQ

 

Ron, was denkst du bringen solche Camps den Kindern?

 

Ron: Ich sehe da zweierlei. Zum einen ist das “Rookie Camp” eine großartige Gelegenheit, andere Kids kennenzulernen und über einen längeren Zeitraum gemeinsame Erfahrungen zu machen. Jackson hat auch viel über Geographie gelernt und erfahren, wie man ohne eine Sprache zu können, dennoch kommunizieren kann. Er hat die Chance wahrgenommen, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen, die die gleiche Passion für’s Biken mitbringen und auch sonst vieles gemeinsam haben. Ich würde mir sehr wünschen, dass sich daraus langfristige Freundschaften entwickeln. Zum anderen bieten die Rennen ganz andere Benefits. Man sieht, wo man im Vergleich zu den anderen starken Fahrern steht, und lernt, wie man sich noch verbessern kann, um schneller zu werden. Da wo wir herkommen, gibt es jede Menge richtig schnelle Mountainbiker, also wollten wir mal sehen, ob Jackson auch mit Kids aus anderen Ländern mithalten kann. Letztes Jahr gelang ihm das. Ich habe außerdem festgestellt, dass Rennen in Europa ernsthafter betrieben werden und strukturierter sind. Es war eine sehr gute Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß.

Wie nimmst du als Vater Bike Festivals wie das in Serfaus-Fiss-Ladis wahr?

 

Ron: Das Beste dort ist, dass sich in dieser einen Woche wirklich alles nur um die jungen Kerle und Mädels dreht. Es ist meiner Meinung nach einzigartig im Vergleich zu anderen großen Festivals wie Crankworx oder Sea Otter. Dort können die Kids zwar die großen Stars treffen und Selfies machen, aber Serfaus-Fiss-Ladis macht einen großartigen Job und stellt die Kinder in den Mittelpunkt. Sie versuchen, den Kids das Gefühl zu geben, dass sie die “Pros” sind. Ein Live-Webcast, eine verlässliche Zeiterfassung, eine anspruchsvolle Strecke und ein internationales Feld an Teilnehmern sorgen wirklich für ein Weltcup-Feeling. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Namen “iXS International Rookies Championship“ zuerst etwas skeptisch wahrgenommen habe, aber jetzt wo wir schon mal da waren, muss ich sagen, dass es dem absolut gerecht wird.

 

Jackson, wie ist es mit Kids aus aller Welt Rennen zu fahren?

 

Jackson: Es war der Hammer! Mich haben vor allem die vielen unterschiedlichen Sprachen beeindruckt. Man hört so viele unterschiedlichen Personen sprechen, aber ich hatte keinen blassen Schimmer, was sie gesagt haben (lacht). Ich bin so viel es ging mit Ike Klassen aus Südafrika, Nuno Zuzarte Reis aus Portugal und den Kiefer Brüdern aus Deutschland gefahren. Ich glaube, dass ich mich mit Ike am besten verstanden habe, weil wir miteinander englisch sprechen konnten. Nuno und ich hatten ähnliche Startzeiten, sodass ich mit ihm auch Zeit verbracht habe. Ich hoffe, dass ich Ike vielleicht schon vor dem Camp treffen kann.

 

Anmeldung und generelle Infos findet ihr unter:

http://www.bike-sfl.at/de/bikepark/mtb-festival2018/generelle-infos

 

Ron, wie wichtig schätzt du es ein, dass man Spaß hat, andere junge Fahrer trifft und voneinander lernt?

 

Ron: Beim Mountainbiken konkurriert man meiner Meinung nach weniger gegen andere, sondern mehr gegen die Uhr. Du bist selbst dafür verantwortlich, wie du in einem Downhill-Rennen abschneidest. Es ist für alle von Vorteil, wenn möglichst viele gute Fahrer dabei sind, von denen man lernen kann und mit denen man zusammen fahren kann. Es gibt Strecken-Sektionen, wo Jackson anderen Kids etwas beibringen kann, aber es gibt genauso Abschnitte, wo er von anderen lernt. Ich glaube mein Standpunkt rührt aus Erfahrungen, die ich gemacht habe und aus dem BMX Racing. Ich sehe viele Kids, die mit sechs, sieben, acht Jahren fantastisch waren, aber von ihren Eltern zu sehr unter Druck gesetzt wurden. Damit kommen sie oft nicht klar und hören dann einfach mit dem Biken auf. Ich schätze mich sehr glücklich, dass Jackson so früh eine wirkliche Leidenschaft dafür entwickelt hat, sich seine eigenen Ziele setzt und selbst weiß, was ihm wichtig ist. Warum würde ich das torpedieren bzw. gefährden wollen, indem ich zu stark auf Resultate und Sponsoren schaue? Der Grund, weshalb Jackson beliebt ist, liegt in seiner Persönlichkeit. Es macht Spaß, mit ihm Zeit zu verbringen und seine Liebe für’s Biken ist zu 100% authentisch. Das wird ihn im Leben viel weiterbringen als eine Trophäe, weil er ein Rennen gewonnen hat.

VIDEO: Royal Fest 2018 – Coursewalk mit Nico Vink

Das der sympathische Belgier und Ex-Worldcup-Racer Nico Vink ein Meister in Sachen Streckenbau ist, sollte vielen von Euch bereits bekannt sein. Doch dieses Jahr hat sich Nico beim Bau der Jumpline für das Royal Fest, einem Stopp der Fest Series in Frankreich, wieder ein mal selbst übertroffen und stellt Euch den Kurs in folgendem Video vor.

 

Alle weiteren Infos zum Royal Fest findet Ihr hier:

https://www.facebook.com/festseries/

TEST: Leichtes 3/4 Jersey „Stormrider“ von O’NEAL im Test

Wir haben in den letzten Wochen das neue „Stormrider“ Jersey aus dem Hause O’NEAL etwas genauer unter die Lupe genommen und es bei fast jedem unserer Rides dabei gehabt. In diesem Review erfahrt Ihr alles Wissenswerte über das funktionale 3/4 Jersey und unsere Testeindrücke dazu.

Alles weitere zum Jersey findet Ihr hier:

http://www.oneal.eu/en/stormrider/

PM: Dieses Wochenende steht das nächste Bikefestival an – Brandnertal

RIDE TOGETHER – CONTESTS – GOOD VIBES
29. Juni – 1. Juli 2018 Das zweite Brandnertal Bike Festival steht vor der Türe – im gewohnt familiären Bikepark Brandnertal Style!

Zusammen im Bikepark Spaß haben, verschiedene Contests (offen für alle Teilnehmer) und ein bunt gemischtes Rahmenprogramm: Das alles wird für ein abwechslungsreiches Wochenende im Bikepark Brandnertal sorgen. Selber auf dem Bike unterwegs, als Contest Teilnehmer oder einfach als Zuschauer – ihr werdet bestimmt auf eure Kosten kommen. Zudem werden viele nahmhafte Bike Profis im Brandnertal unterwegs sein um gemeinsam mit euch im Bikepark eine gute Zeit zu haben!

Fabio Wibmer bei der Trailshow

Auf dem Programm steht:

Unchained – Chainless Race

Das mittlerweile legendäre Chainless Race der Wicked Ruffneck Crew fordert den Teilnehmern einen fehlerfreien Lauf ab. Saubere Fahrtechnik und eine gute Mischung aus Sicherheit und Risiko sind die Grundvoraussetzungen, um ganz vorne mitzufahren. ~ Samstag, ab 12:00 Uhr @ Blue Line

Ninjaz Whip it!

Auf dem neu gebauten Whip off Booter an der Bergstation könnt ihr eure Style Skills auspacken. Dort vorbeizuschauen lohnt sich auf jeden Fall: Fette Action vor fettem Panorama! Für Zuschauer perfekt mit der Einhornbahn II erreichbar. ~ Samstag, 15:00 Uhr – 18:00 Uhr @ Bergstation

Berm Banger Race

Attacke! Wer presst sein Bike am schnellsten durch den Zielhang des Bikeparks? Die Anlieger des „Masters of Dirt Berm Banger“ haben es in sich – Ein kurzes, aber actiongeladenes Sprint Race. Der ganze Hang ist vom Zielgelände für Zuschauer perfekt einsehbar! ~ Sonntag, ab 11:00 Uhr @ Zielgelände

Trial Show Fabio Wibmer

Die Youtube Videos von Trial Superstar Fabio Wibmer sind gleichermaßen unglaublich und weltbekannt – bei uns könnt ihr die Show des Red Bull Athleten live erleben! Direkt im Anschluss gibt es eine SickSeries Signing Session! ~ Sonntag, 12:00 Uhr @ Festivalgelände

Phil, Ralph & Chisi – Live

Eine mitreißende Live Acoustic Session mit der Teilen der Bikepark Crew erwartet euch am Samstag abend im Festzelt! Support: Matz & Jay P.
Ausschank & Musik bis 22:00 Uhr! ~ Samstag, 20:00 Uhr @ Festivalzelt

GoPro Demo Station & Expo

Am Festival Wochenende gibt es jeden Tag die Möglichkeit, das neueste GoPro Equipment auszuprobieren. Einfach einen Ausweis mitbringen und durchtesten! Zudem präsentieren Brands wie Ninjaz Gloves und Masters of Dirt ihre Produkte. ~ Freitag bis Sonntag @ Festivalgelände

Weitere Informationen und die Anmeldung für die verschiedenen Events findet ihr unter www.Bikepark-Brandertal.de

VIDEO: Behind the Scenes im Trailpark Erbeskopf!

Wie Ihr sicher schon mitbekommen habt eröffnet der Trailpark Erbeskopf an diesem Wochenende mit zwei frisch gebauten Trails. Dem Wildcat (ROT) und dem Schinderhannes (Schwarz). Wir waren bereits zwei Tage vor der Eröffnung vor Ort, um euch exklusive Eindrücke von den Trails und weitere Infos im Interview mit Martin vom Trailpark zu liefern!

Beide Trails starten auf dem höchsten Berg von Rheinland Pfalz, einer geht durch die „Windschneisse“ und über offeneres Terrain, der andere führt parallel zur Sommerrodelbahn im Waldrand. Beim Bau wurde auf beste Umweltverträglichkeit geachtet und die Trails wurden wunderbar in die atemberaubende Landschaft integriert.

Wildcat

Der Trail fällt unter den Schwierigkeitsgrat „Rot“ und ist damit an Fahrer mit mittlerer Erfahrung gerichtet. Von Wallrides, über Drops, bis hin zur Jumpline am Ende – Hier ist für jeden Bikpark-Fahrer etwas dabei. Für alle Gaps gibt es auch Umfahrungen und so können sich auch etwas unerfahrenere Biker an den Trail herantrauen.

Schinderhannes

Der Trail fällt unter den Schwierigkeitsgrat „Schwarz“ und ist damit an erfahrene Biker gerichtet. Der Schinderhannes Trail bietet eine gute Mischung aus Steilpassagen, Stein bzw. Wurzelfeldern und Sprüngen und bietet viele Möglichkeiten für schnelles, aber auch sehr technisches Fahren. Hier ist alles weitestgehend naturbelassen und die Sprünge wurden sehr gut ins abwechslungsreiche Terrain integriert.

Für die größeren Sprunge und Features gibt es auch hier Umfahrungen.

 

Alle weiteren Infos zum Trailpark Erbeskopf findet Ihr hier:
https://www.trailpark-erbeskopf.de/

Dirt, Drops und Downhill: Zeit für die Shred-Saison!

Alle, die sich dafür begeistern mit dem Mountainbike über Staub und Steine, Berms und Berge zu fahren, können es schon bald in Serfaus-Fiss-Ladis richtig krachen lassen. Die Bikeregion bietet Rookies, Einsteiger, Experten und Familien in diesem Jahr jede Menge Bike-Action und etliche Event-Highlights. Ob im gemütlichen Touren-Tempo oder mit rasanter Renngeschwindigkeit, jeder Mountainbiker findet hier Trails, die das Bedürfnis nach frischer Luft, herrlicher Natur und MTB-Vibes stillen.

Jetzt geht es los! Der Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis öffnet am 8. Juni seine Pforten und ab dem 16. Juni nehmen auch die Lifte außerhalb des Bikeparks wieder Fahrt auf. Bis Ende Oktober schallt es in der Bikeregion wieder: „Send it!“. Für die notwendigen Adrenalin-Kicks und Endorphin-Explosionen sorgen in diesem Jahr etliche Events und Camps, perfekt geshapte Trails und ein ausgebautes Trail-Netzwerk. Die Liste an Mountainbike-Camps ist in diesem Jahr ist noch länger geworden – ein klarer Fingerzeig dafür, dass die Region Serfaus-Fiss-Ladis das Mountainbike-Angebot immer weiter ausbaut. Für Klein und Groß, für Mann und Frau, wird einiges geboten, um jede Menge Spaß zu haben und nach dem Sommer noch besser auf dem Bike zu stehen.

Ganz neu in diesem Jahr ist für alle weiblichen Yoga-Fans das Camp „Bike-Breath-Balance“, bei dem das Beste aus beiden Welten kombiniert und vermittelt wird. Wer danach nicht tiefenentspannt über die Trails bis ins Tal schwebt, dem kann auch nicht mehr geholfen werden. Beim 2,5-tägigen Workshop erhalten die Teilnehmerinnen neben einem spezifischen Bikepark-Training auch täglich mehrere Workouts, die aus mentaler Vorbereitung, Atmungs-, Achtsamkeits- und Stretch- und Yoga-Übungen bestehen. Wem es mehr nach Action und großen Jumps steht, der kann sich auf ein Adrenalin-Feuerwerk in Form eines Camps mit Slopestyle-Pro Peter Kaiser freuen. Der junge Österreicher kennt sich mit „Airtime“ bestens aus und bietet mit seinem „BIKEnSTYLE Camp“ im September ein cooles Wochenende an. Bei diesem Workshop stehen Springen, Style und Sicherheit auf dem Zettel.

Eine weitere Neuerung in diesem Jahr ist die frisch gegründete Bikeschule. Die Familienregion Serfaus-Fiss-Ladis ist ein beliebter Hotspot unter EinsteigerInnen und jungen FahrerInnen, die ein neues Lieblingshobby auf 1.400 Meter Höhe für sich entdecken wollen. Organisiert von der angehenden Sportwissenschaftlerin Celine Blochberger werden unterschiedliche Programme im Open-Air-Klassenzimmer für Knirpse, Frechdachse, Teens und Erwachsene angeboten. Außerdem ist es möglich über die Bikeschule an geführte Mountainbike-Touren auf dem Tiroler Hochplateau teilzunehmen, bei dem im Gelände auf den Trails an der Fahrtechnik gefeilt wird.

Das große Highlight für alle MTB-Rookies und ihre Familien steigt im August. Das MTB-Festival Serfaus-Fiss-Ladis startet am 30. Juli mit dem Rookie Camp und am folgenden Wochenende geht es bei den „Kona Rookie Games“ vom 3. bis zum 5. August um die schnellsten Zeiten. Beim „Specialized Rookies Cup“ und den inoffiziellen Nachwuchs-Weltmeisterschaften, den „iXS International Rookies Championships“, kommen hunderte Jugendliche aus der ganzen Welt, um auf der Downhill-Strecke nach der schnellsten Line zu suchen und jede Menge „Stoke“ zu erleben. Nachdem sich die größten Talente des Sports wie Vali Höll und Mille Johnset mittlerweile auf der größten Downhill-Bühne beim Mercedes-Benz UCI Mountain Bike World Cup messen, stellt sich die Frage, wer in ihre Fußstapfen treten wird? Bei den Jungs darf man sich auf ein Wiedersehen mit Jackson Goldstone freuen. Die Anmeldung für die Rennen im Rahmen der „Kona Rookie Games“ ist ab dem 5.Juni möglich.

Es ist also angerichtet und der Bike-Sommer kann beginnen! Weitere Informationen zum Biken in Serfaus-Fiss-Ladis gibt es auf: www.bike-sfl.at

Fotos von Staronphoto, Christian Waldegger, Felix Pirker.