LIVESTREAM: GlemmRide Slopestyle 2017

NEUER ZEITPLAN

GlemmRide Slopestyle 2017 GlemmRide Slopestyle Qualifying, Samstag 8. Juli 14:30 Uhr – 16:30 Uhr (NEU: Livestream bereits beim Qualifying!!)

GlemmRide Slopestyle Finals 17:50 Uhr ODER 18:50 Uhr, je nach Wettersituation (LIVESTREAM der Finals!)

Die Entscheidung dazu wird defintiv nach den Qualifyings getroffen. ACHTUNG! Falls die Finals am Abend aufgrund der Wetterbedingungen nicht stattfinden können, werden die Ergebnisse des heutigen Qualifyings als Endergebnis herangezogen.

 

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PM: Emil Johansson – der jüngste FMB World Champion und angehende MTB-Legende

Emil Johansson hat sich sehr schnell als das neue Wunderkind des Mountainbikens herausgestellt. Der Kick-off seiner internationalen Karriere hat letztes Jahr beim 26TRIX in Leogang stattgefunden, ein Jahr später wurde er zum FMB World Champion gekrönt. Emils Saison ist eine einzige Erfolgsgeschichte: Zu Beginn des Jahres wurde der 18-jährige Schwede Mitglied des prestigeträchtigen TREK C3 Projects, im Laufe der Saison ergatterte er diverse Podiumsplätze bei verschiedenen Crankworx Events und wurde darüber hinaus Sieger der Crankworx World Tour. In Whistler wurde dann auch noch sein großer Traum wahr, nämlich Teil der Red Bull Familie zu werden.

Emil Johansson of the Sweden performs during the finals of the Red Bull District Ride 2017 in Nuremberg, Germany on September 2nd, 2017

Für sein Alter ist Emil extrem reif. Er ist gelassen, einsichtig und sehr weise. Seine mentale Reife zeigt sich deutlich in seinem Fahrstil: Die Fähigkeit, Ruhe zu bewahren und zu fokussieren kommt gerade recht, wenn man mit seinem Bike in sechs Metern Höhe einen Backflip macht. Schweden hat einen großen Beitrag zur Mountainbike-Welt geleistet und Emil ist definitiv die neueste strahlende Ausgabe.

Als er Anfang 2017 zum TREK Team stieß, zeigte sich Emil selbst beeindruckt von der Entwicklung, die er bis dahin genommen hatte und erwähnte, dass er ein Jahr zuvor noch gar keine FMB Lizenz besaß. Jetzt hat die FMB Diamond Series ihren Abschluss gefunden und man muss festhalten, dass Emil alle Erwartungen übertroffen und alle Ziele erfüllt hat. Emil merkt man trotz dieser Erfolge dennoch an, dass er mit beiden Füßen am Boden geblieben ist. Im Gespräch macht er klar, dass ihm nur wichtig ist, dass er weiterhin Spaß daran hat sein Bike zu fahren.

Du bist 18 Jahre alt und offiziell der jüngste FMB World Tour Champion. Hättest du dir das vorstellen können, als du letztes Jahr nach Leogang zum 26TRIX, deinem ersten großen internationalen Contest, gefahren bist?

Ich bin der jüngste Rider in der Diamond Series und es ist oft nicht einfach, weniger Erfahrung mit Contests und Big Jumps zu haben als die ganzen älteren Rider. Ich habe die letzten zwei Jahre darauf hingearbeitet, den Gesamttitel zu ergattern, aber dass es mir so schnell gelingen würde – das hätte ich mir letztes Jahr beim 26TRIX nicht träumen lassen. Ich habe wirklich hart für den Titel gearbeitet, von daher bin ich mehr als happy, dass mir der Gesamtsieg letztendlich gelungen ist.

Inwieweit hast Du Dein Bike-Set-up im Vergleich zu letztem Jahr verändert? Was sind die wichtigsten Unterschiede hinsichtlich Features?

Ich fahre jetzt ein Full-Suspension-Bike. So werden meine Landungen smoother und das Bike fühlt sich in der Luft stabiler an. Eigentlich gibt es nur Vorteile mit einem Full-Suspension-Bike, deshalb bleibe ich jetzt dabei.

Erst kürzlich hast Du einen glänzenden neuen Red Bull Helm bekommen. Es muss sich wahnsinnig anfühlen, für die gleiche Marke zu fahren wie die Rider, zu denen du immer aufgeschaut hast. Wie hast du dich gefühlt, als du den Helm beim Red Bull Joyride at Crankworx Whistler überreicht bekommen hast?

Es war schon immer mein Traum, ich wollte schon immer ein Red Bull Athlet sein, aber es war dann doch eine große Überraschung, dass es diese Saison schon so weit war.

Rückblick auf die Saison 2017: Was war dein Event-Highlight?

Es war der Wahnsinn, in Montpellier und in Whistler zu sein, weil der Vibe die ganze Woche über einfach super war! Aber nichts geht über den Red Bull District Ride – der Contest und der Vibe waren einfach der absolute Hammer! Die vielen Zuschauer, Teil des Ganzen gewesen zu sein – eine unvergessliche Erfahrung!

Was ist dein persönlicher Riding-Style? Wie würdest du dich und deine Fortschritte im Vergleich zum Beginn der Saison beschreiben?

Ich weiß nicht so recht. Ich schätze, ich bin eher ein Slopestyle-Fahrer, denn Slopestyle macht mir richtig Spaß. Letztes Jahr bin ich abgesehen vom Red Bull Joyride nicht viel Slopestyle gefahren. Mir gefällt diese Disziplin so gut, weil es eine echte Herausforderung ist, sich besonders kreative Tricks für den gesamten Kurs auszudenken, anstatt nur die zwei besten rauszuhauen.

Was sind deine Pläne für diesen Winter?

Ich freue mich auf eine kleine Auszeit und darauf, mal nicht so viel zu reisen und mehr Zeit fürs Fahren zu haben. Aber dieses Schuljahr ist mein Abschlussjahr, daher werde ich auch einiges an Zeit für die Schule investieren müssen.

Was sind deine persönlichen Ziele für 2018?

Weiterhin Spaß haben und mich und mein Fahren so weit zu pushen wie ich nur kann.

Vielen Dank für das Interview, Emil, und viel Glück für die Saison 2018!

Du willst mehr von Emil sehen? Dann zieh Dir seine Runs bei Red Bull Joyride at Crankworx Whistler und bei Red Bull District Ride 2017 rein.

Hier kannst Du Emils Bike auschecken und SRAM’s Steps to the Top.

Emils beste Ergebnisse der Saison 2017:

1st    FISE World Montpellier (FRA) FMB Gold

2nd   Red Bull District Ride (GER) FMB Diamond

2nd   Red Bull Joyride at Crankworx Whistler (CAN) FMB Diamond

2nd   Crankworx Les Gets 2017 (FRA) FMB Diamond

3rd   Crankworx Rotorua Slopestyle in Memory of McGazza (NZL) FMB  Diamond

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PM: Herzschlagfinale! Rogatkin rotiert vierfach zum Sieg

Der fetteste Urban Slopestyle Contest des Jahres hat einen würdigen Sieger gefunden! Nicholi Rogatkin (USA, 92,05 Score) zeigte beim Red Bull District Ride in Nürnberg den besten Run in einem unglaublich hart umkämpften Finale und ließ sich von den zehntausenden ekstatischen Fans feiern. Der 21-Jährige fing mit seinem zweiten Run dank eines blitzsauberen 1440 den bis dahin führenden Emil Johansson (SWE, 91,34) noch ab. Das Podium wurde von Johansson und Szymon Godziek (POL, 89,66) komplettiert. Der einzige Deutsche, der sich für das Finale qualifizierte, machte die heimischen Fans mit einem extrem starken Auftritt überglücklich. Erik Fedko, der sich überhaupt erst durch eine FMB Wildcard für das legendäre Event qualifiziert hatte, landete mit zwei konstant starken Runs auf Platz 5. Mit seinem 2. Rang entschied außerdem Emil Johannson (SWE) die FMB Diamond Series für sich und beerbt damit Nicholi Rogatkin (USA) als neuen FMB World Champion!

Action verpasst? Keine Sorge! Den Replay aller Runs gibt es auf Red Bull TV! Alle Highlights vom Red Bull District Ride 2017 auf redbulldistrictride.com

 

Neun Weltklasse Athleten schlängelten sich beim Finale des Red Bull District Ride auf dem von Martin Söderström designten Kurs durch die Nürnberger-Altstadt. Dabei stand viel auf dem Spiel: Neben dem Sieg beim legendärsten Urban-Slopestyle-Contest aller Zeiten, ging es auch um den FMB World Champion Title. Mehdi Gani (FRA) war der erste Rider, der mit einem starken Score die Schwelle von 80 Punkten übertreffen konnte und heizte damit erstmals dem Publikum ein. Lange währte die Freude über den ersten Platz aber nicht, denn der 19-jährige Deutsche Erik Fedko schob jeden Druck und jegliche Nervosität beiseite und zeigte vor heimischer Kulisse seine Klasse. Mit 83,34 Punkten setze er sich an die Spitze und ließ sich von dort erst vom amtierenden FMB World Champion, Nicholi Rogatkin, verdrängen.

Nachdem der Amerikaner an der 90iger-Marke gekratzt hatte, durften sich die zehntausenden Supporter auf weitere hochklassige Runs freuen. Zwar zeigten sowohl Diego Caverzasi (ITA) und Szymon „Extension Man“ Godziek (POL) jeweils genialen Style und großartige Tricks, doch reichte es nicht ganz, um den Amerikaner vom Thron zu stoßen. Dann droppte der Diamond Series Führende, Emil Johannson, von der Kaiserburg. Der „Kombinationskönig“ trickste sich durch die Gassen und brachte die Menge zum Grölen. Mit 90,23 Punkten setzte sich der 18-jährige an die Spitze des Fahrerfeldes.

Damit war es mit der Spannung aber lange nicht vorbei. Der zweite Run war von absoluter Weltklasse geprägt. Der 38-jährige Ryan Nyquist (USA), Mountainbike-Allrounder Jakub Vencl (CZE) und Energiebündel Anthony Messere (CAN) ließen sich alle von der phänomenalen Stimmung pushen und verbesserten ihre Scores aus dem ersten Run. Für die Kuriosität des Tages sorgte dann Mehdi Gani, der bis zum Ende des „Jeep The Rhythm District“ einen sehr guten Run mit viel Flow gezeigt hatte. Doch auf der Brücke zum folgenden Tech District platzte der Hinterreifen, als er sich eine kurze Verschnaufpause nahm. Dann ging es aber auch schon mit unbändiger Action weiter.

Zunächst konnte Erik Fedko vor den begeisterten Zuschauern seinen ersten Run nochmals verbessern und schob sich somit auf Platz Vier vor. Das wollte der Italiener Diego Caverzasi aber so nicht auf sich sitzen lassen. Der 23-Jährige schlug unmittelbar zurück, was aber den phantastischen 5.Platz des jungen Deutschen nicht schmählern sollte. Im Kampf um den Sieg konnte Szymon Godziek nicht mehr eingreifen, obwohl er im Aufzug auf dem Weg zum Big Air District mit freundlicher Unterstützung vom Best Trick Fahrer Bienvenido Aguado Alba (ESP) eine Modifikation an seinem Bike vornahm. Somit konnte der polnische Athlet mit atemberaubender Eleganz seinen geschmeidigen Backflip Superman One Handed Seatgrab zum zweiten Mal an diesem Wochenende zum Besten geben und sicherte sich damit den 3. Platz.

Dann machte sich Nicholi Rogatkin auf den Weg zum Nürnberger Hauptmarkt und legte auf den ersten 600m schon richtig was vor, bevor er sich dann in den Aufzug begab. Oben angekommen war den zehntausenden Zuschauern schon bewusst, dass der Showman oben in 15m-Höhe nochmal ganz groß auftrumpfen würde. Rogatkin schoss über den 4,5-Meter-hohen Kicker und präsentierte den Zuschauern einen fantastischen 1440, der ihn zudem auf den ersten Platz katapultierte. Oben an der Kaiserburg schüttelte Emil Johansson mit einem Grinsen den Kopf. Der junge Schwede versuchte alles, zauberte die kompliziertesten Kombinationen in den Nürnberger Himmel. Doch es sollte nicht mehr ganz reichen.

Damit sah der Red Bull District Ride 2017 gleich zwei Sieger. Nicholi Rogatkin konnte sich bei seinem zweiten Antritt nach 2014 den heiß ersehnten Sieg beim legendären Urban-Slopestyle-Event sichern. Emil Johansson ließ sich von allen Fahrern als jüngster Weltmeister aller Zeiten zum FMB World Champion Titel gratulieren! Insgesamt besuchten über das ganze Wochenende gesehen 94.000 Zuschauer den Red Bull District Ride 2017.

Nicholi Rogatkin:
„Dieser Sieg bedeutet mir alles! Der Red Bull District Ride ist einfach einzigartig und das Gefühl jetzt hier zu stehen: einfach überwältigend. Die Momente und Erinnerungen, die uns diese Zuschauer heute geschenkt haben, sind unbeschreiblich. Danke Nürnberg, dass wir dieses Wochenende eure Stadt einnehmen durften!“

 

 

Emil Johansson:
„Es ist ein unbeschreiblicher Event, so viele Zuschauer! Ich habe von diesem Wochenende beim Red Bull District Ride geträumt und war sehr nervös aber ich habe direkt einen richtig guten ersten Run gezeigt. Jetzt bin ich FMB World Champion! Ich habe lange darauf hingearbeitet und es war immer mein Ziel. Es fühlt sich einfach unbeschreiblich an!“

 

 

Erik Fedko:
„Der heutige Tag war absolut einzigartig für mich. Ein geniales Erlebnis, diese Crowd beim letzten Sprung, tausende Leute, die dir zujubeln – das ist einfach ein geniales Gefühl. Ich bin total happy!“

 

VIDEO: Freeriden in British Columbia

El Flamingo Films steht für Qualität. Nun war die Filmcrew mit Votec Teamfahrer Axel Weinmann im schönen British Columbia. Wer bekommt bei diesem Edit Fernweh?

MOMENTS OF B.C. with Axel Weinmann from El Flamingo Films on Vimeo.

PM: 3D Video Animation des Red Bull District Ride Tracks

Der Kurs des legendären Red Bull District Ride hat es in sich! 20 Weltklasse Slopestyle Athleten werden sich am 1. und 2. September in der Altstadt Nürnbergs messen und müssen den von Martin Söderström designten Kurs mit den fettesten Tricks überwinden, um die siebenköpfige Jury und zehntausende Fans zu überzeugen.

Castle Drop District
Gleich im ersten Streckenabschnitt wird den Fahrern an der Kaiserburgmauer viel Mut und allerhöchste Präzision abverlangt. Nach einem 5-Meter hohen Drop geht es gleich darum, die richtige Portion Schwung aus einer Berm heraus für den zweiten Trick an der Hip mitzunehmen. Hier sammeln die Rider die ersten Punkte für die Gesamtwertung!

Box District
Im zweiten District überwinden die weltbesten Athleten zunächst einen Step Down Sprung über Treppen in der engen Unteren Schmiedgasse, bevor sie am Albrecht-Dürer Denkmal über ein 6-Meter-Langer „Boxjump“ ihrer Kreativität freien laufen lassen können.

Jeep the Rhythm District
Dann geht es zum Sebalder Platz, wo die Athleten vor dem Backdrop der Sankt Sebaldus Kirche ihren Rhythmus finden müssen. Drei trickbare Features hintereinander müssen sie hinter sich lassen und dabei die Jury vollends überzeugen, um eine Chance auf den Titel zu haben.

Tech District
Im vorletzten Streckenabschnitt geht es technisch richtig zur Sache und er fordert die Fahrer auch konditionell heraus. Entlang am alten Rathaus bis kurz vor den Hauptmarkt müssen mehr als 100 Meter mit komplexen Trick-Kombinationen überwunden werden, bevor es dann mit dem Aufzug in den vierten Stock des Rathauses geht.

Big Air District
Zeit zum Verschnaufen haben die Athleten vor dem grandiosen Finish nicht. Nach kurzer Aufzugfahrt geht es zum Fenster des Rathauses, wo zehntausende Fans unten auf dem Hauptmarkt auf den ultimativen Schlussakkord von jedem Run warten. Aus 15 Metern Höhe, rasen die Slopestyle-Athleten auf einen 4,50 Meter hohen Kicker zu, der sie dann in den Nürnberger Himmel jagt. Hier haben die Profis die letzte Gelegenheit, die Jury und auch die Fans in Ekstase zu versetzen.

Über den Red Bull District Ride:
Nach fünf Auflagen in den Jahren 2005, 2006, 2011 und 2014 in Nürnberg sowie in Catania/Italien (2006) hat der Red Bull District Ride einen legendären Status erlangt. Die weltbesten Slopestyle-Athleten treten vor einer einzigartigen, urbanen Kulisse an und begeistern mit ihren Tricks zig tausende Zuschauer.

PM: Der Kampf um den FMB Thron spitzt sich zu

Die Spannung ist kaum auszuhalten, jetzt wo nur noch zwei FMB Diamond Events auf dem Zettel stehen. Zwei Athleten haben sich vorne im Klassement etabliert und werden darauf hoffen, sich am Wochenende einen Vorteil beim Red Bull Joyride bei Crankworx Whistler zu erarbeiten: Der amtierende FMB World Champion Nicholi Rogatkin ist dem Young-Gun Emil Johansson heiß auf den Fersen. Lediglich 30 Prunkte trennen die beiden und wir haben mit ihnen gesprochen bevor sie in den legendären Kurs im Whistler Mountain Bike Park hinein droppen. Ihr könnt die ganze Action der FMB Diamond Series aus Crankworx Whistler am kommenden Sonntag, 20. August, ab 19.30 Uhr LIVE auf Red Bull TV und auf fmbworldtour.com verfolgen.

Hi Emil, Hi Nicholi! Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt. Zu dieser Jahreszeit wird der Wettbewerb immens spannend. Seid ihr mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Emil: Ja, auf jeden Fall. Ich kann mich nicht beschweren (lacht).

Nicholi: Es war eine geile Saison bisher. Ich hatte sowohl auf und neben dem Bike jede Menge Spaß mit den Jungs. Zudem hatte ich bisher das Glück auf meiner Seite und konnte einige richtig gute Runs zeigen. Es ist immer ein unglaubliches Gefühl, wenn alles so klappt wie man es sich vorstellt.

Ihr beide seid Kopf an Kopf an der Spitze der FMB Diamond Series. Entwickelt sich dadurch eine Spannung zwischen euch? Hat sich etwas verändert? Wie ist die Stimmung in der Rider Lounge heutzutage?

Emil: Nicholi ist ein unglaublich guter Fahrer und es stimmt, dass es punktetechnisch unheimlich eng zwischen uns ist, aber ehrlich gesagt denke ich gar nicht darüber nach. Ich liebe es mein Bike zu fahren und freue mich, wenn ich mich weiterentwickele. Ein Grund weshalb ich die Sportart so liebe, ist die Stimmung zwischen uns Fahrern: Es gibt kein böses Blut und wir sind alle gut befreundet.

Nicholi: Emil hat die ganze Bike-Welt im Laufe des letzten Jahres mit seinen Skills absolut beeindruckt. Es ist so cool ihm dabei zuzuschauen, wie er seine Runs dahin zaubert und gegen ihn anzutreten macht auch richtig Spaß. Wir haben uns sicherlich gegenseitig gepusht, ans Limit zu gehen. Die Tatsache, dass wir jetzt so eng beieinander sind hat aber keinerlei Spannung zwischen uns entstehen lassen. Im Gegenteil: ich habe das Gefühl, unsere Freundschaft hat sich dadurch eher positiv entwickelt. Seitdem ich vor ein paar Wochen in Schweden bei ihm und er vor kurzem in Boston war, sind wir bessere Kumpels denn je – zwei Freunde, die jetzt zum Red Bull Joyride reisen.

Emil, du bist erst vor rund einem Jahr Teil der Slopestyle-Szene geworden. Jetzt hast du beste Chancen dir den Titel des FMB World Champions zu holen. Wenn du an 26TRIX in Leogang letztes Jahr zurück denkst, fühlst du dich nicht manchmal überwältigt?

Emil: Wow, das Leben ist verrückt! Die Zeit ging unheimlich schnell rum. Manchmal bin ich schon überwältigt, wenn ich daran zurückdenke. Auch wenn es jetzt schnell ging, war es dennoch ein langer Weg bis hierhin.

Nicholi, du könntest als erster Fahrer überhaupt seit Einführung der Diamond Series den Titel des FMB World Champions verteidigen. Die mentale Stärke eines Athleten spielt eine ungeheure große Rolle im Slopestyle. Wie kommst du mir dem Druck klar?

Nicholi: Jeder Athlet geht anders mit der Drucksituation um. Auch im Slopestyle hat jeder so seine eigenen Rituale und Routine am Tag des Contests. Mir persönlich hilft es, wenn ich mich über die Leistungen der anderen Fahrer freue. Jeder von uns ist bei den großen Events super nervös und dabei haben wir alle ein gemeinsames Ziel: Einen sauberen Run bis ins Ziel zu bringen. Wenn du siehst wie deine Freunde ihren Traum-Run landen und man sich für sie freut, steigt das eigene Selbstbewusstsein. Dann ist man auch eher bereit seinen eigenen Traum-Run hinzulegen.

Ihr habt beide ganz unterschiedliche Geschichten, wenn wir darüber sprechen, wie ihr zur Sportart gekommen seid – ihr seid schließlich nicht immer auf diesem Level gefahren. Erzählt uns doch mal wie ihr zum Slopestyle gekommen seid und wo ihr euren sportlichen Ursprung habt.

Emil: Meine Leidenschaft für das Biken war im Grunde schon immer vorhanden. Als ich so acht Jahre alt war habe ich die ersten Videos mit Martin Söderström im Internet geschaut. Das war eine Initialzündung und ich habe damit begonnen, immer mehr zu fahren. Ich bin dann auch häufiger mal zu einem Indoor Park mit Sprunggrube gefahren. Bis ich 14 war, habe ich aber auch andere Sportarten wie Handball oder Eishockey gespielt und kam daher nur ein bis zwei Mal pro Woche dazu, Biken zu gehen. Ich habe mich dann aber voll und ganz dem Biken gewidmet, weil es das war, was mir immer am meisten Spaß gemacht hat.

Nicholi: Ich komme aus dem BMX-Sport and habe mit 5 Jahren damit begonnen als mein Nachbar mir die Dirt Jumps in der Nähe von unserem Haus gezeigt hat. Ich war sofort mit dem Bike-Fieber infiziert. Ich liebte es große Sprünge anzugehen, Tricks auszuprobieren und zu fliegen. Das ist auch heute noch so. Nachdem ich mich ein paar Jahre lang auf den Dirt Jumps ausgetobt hatte, konnte ich die BMX Worlds 2013 auf Dirt gewinnen. Zu dem Zeitpunkt fand ich, dass die BMX Dirt Szene dahin schwand und es gab immer weniger Events. Ich hatte immer ungeheuren Respekt für Slopestyle Mountainbiken und mir war die Größe der Sportart bewusst. Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, den Wechsel vorzunehmen, aber ich hatte Glück, dass mich Martin Söderström und Geoff Rodgers zu Specialized geholt haben. Ich habe sehr hart daran gearbeitet, meine BMX-Tricks mit dem MTB hinzubekommen. Von dem Tag an als ich bei meinem allerersten Slopestyle Event in Colorado sechster wurde, war ich dem Slopestyle vollends verschrieben und versuche heute die Sportart immer weiterzuentwickeln.

Kommen wir zum Red Bull Joyride. Für viele ist Crankworx Whistler das Highlight des Jahres. Welche persönliche Bedeutung hat der Event für euch?

Emil: Red Bull Joyride ist definitiv der bedeutendste Event des Jahres für mich. Es ist ein Privileg hier an den Start zu gehen. Außerdem habe ich gute Erinnerungen an letztes Jahr als ich hier Vierter wurde.

Nicholi: Es ist für jeden eine Ehre bei Crankworx Whistler am Start zu sein. Es ist eine unglaublich geile Woche und Whistler ist einfach ein traumhafter Ort. Ich finde den Event so besonders, weil wir Slopestyle Athleten im Zentrum des Interesses stehen und es eine einzigartige Location ist. Wir haben die Möglichkeit, der ganzen Welt unser Können zu zeigen. Das bleibt immer in Erinnerung.

Wie sah eure Vorbereitung in den letzten Wochen aus?

Emil: So ganz zufrieden bin ich nicht. Ich fühle mich nicht „Eins“ mit dem Bike, weil ich in Schweden nicht so viel fahren konnte wie ich wollte. Aber ich freue mich schon voll auf den Contest und wir werden sehen, wie es sich nach den Trainingstagen anfühlt.

Nicholi: Ich habe in den letzten Wochen viele Wettbewerbe bestritten. Ich habe zum ersten Mal einen für mich sehr emotionalen Sieg beim Colorado Freeride Festival geholt. Emotional deshalb, weil ich dort, wie oben erwähnt, meinen allerersten Slopestyle Event bestritten habe. Letzte Woche bin ich zu einem meiner Lieblingsorte, Vigo in Spanien, gereist, um an einem Dirt Jump Contest teilzunehmen. Ich bin von dort aus gleich nach Whistler geflogen. Ziemlich viel Reiserei, aber es hat sich definitiv gelohnt. Ich bin für Red Bull Joyride definitiv im Wettkampfmodus.

Habt ihr neue Tricks im Ärmel, die ihr am Wochenende zeigen werdet?

Emil: Schauen wir mal…

Nicholi: Ich habe immer neue Tricks auf Lager. Ob ich sie aus dem Ärmel schüttele, hängt davon ab, wie hoch das Trick-Level beim Contest ist und wie wohl ich mich auf dem Kurs fühle.

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt und viel Erfolg, Jungs!

Halte die Augen offen für weitere Informationen über LIVE Broadcast und Updates des Event Kalenders auf www.fmbworldtour.com oder registriere dich für den FMB World Tour Newsletter.

Die gesamte Action der FMB Diamond Series wird auf www.redbull.tv LIVE übertragen. Verpasse also keine Sekunde der weltbesten Slopestyle-Action LIVE oder „on demand“ auf allen Geräten.

Hol dir die aktuellen Infos zum Thema Bike auf dem Red Bull Bike Channel: redbull.tv/bike

VIDEO: Propain Gravity Kids – 2. Teamevent in Lac Blanc

Marcus Klausmann und die Propain Gravity Kids waren wieder zusammen unterwegs. Beim zweiten Teamevent der Propain Gravity Kids ging es in den Bikepark Lac Blanc. Marcus Klausmann ging dort mit den Jungs und Mädels zum ersten Mal in richtiges Gelände und konnte sich einen guten Eindruck vom hohen fahrerischen Level machen. Ein Wochenende lang standen dabei Fahrtechniktraining und der Spaß beim gemeinsamen Fahren im Vordergrund. Die Teammitglieder und Eltern waren begeistert und freuen sich schon auf das nächste Event.

Was ist Propain Gravity Kids?

Propain Gravity Kids ist ein Förderprogramm für den Downhillnachwuchs und richtet sich an junge Bikerinnen und Biker im Alter zwischen 8 und 15 Jahren. Schirmherr und Coach ist kein geringerer als die deutsche Downhill-Legende Marcus Klausmann. Das Propain Gravity Kids Programm soll den Kids vor allem den Spaß am Fahrradfahren vermitteln, sie aber auch ohne Druck auf das Rennfahren vorbereiten.

Wie kann man sich dafür bewerben?

Auch für die Saison 2018 werden wieder junge Talente gesucht. Wenn eure Kids im Downhill-Rennsport den nächsten Schritt machen wollen, dann sendet eure Bewerbung inkl. Bild- oder Videomaterial an sponsoring@propain-bikes.com!

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