PM: German 4cross Cup #1, Reutlingen

Vom 28.4.-29.4.2017 luden die Organisatoren um Franz Schneider und den 1. RMC nach Reutlingen zum Auftaktrennen des neu gestalteten German4XCups und dem 3. Rennen der European 4Cross Series, im Rahmen des 2. Reutlinger MTB Festivals, ein. Die  Die Strecke auf dem Panzergelände Reutlingen besteht schon ein paar Jahre und auf ihr wurden bereits in den letzten Jahren spannende Rennen, u.a. die DM 2015, ausgetragen. Dass sich die Strecke inklusive einer tollen Organisation nicht noch erst beweisen musste, war jedem Starter im Vorfeld bewusst, so dass sich 153 StarterInnen zum Rennen anmeldeten. Der Wettergott meinte es in diesem Jahr jedoch wieder übertreiben zu müssen und so fiel das geplante Training am Freitag zum Schutz der Strecke aus. Am Samstagmorgen gaben sich die Reutlinger jedoch viel Mühe, die Strecke zumindest ein Stück weit trocken zu legen, was zumindest halbwegs gut gelang und die aufkommende Sonne ihren Anteil daran hatte. Der Boden in Reutlingen lässt einen im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr los, sobald es nass wird. Dies war unter anderem ein Grund dafür, warum viele der Fahrer die Proline zumindest im frühen Training ausließen. Und wenn dann mal abgezogen wurde, gab es einige Hangups zu sehen, wobei die Proline dann trotzdem häufig noch die schnellere Variante war.

Bereits die Qualifikationsläufe waren sehr spannend in allen Klassen. Bemerkenswert war in der Klasse U11 vor allem die Reifenwahl. Dünne BMX-Reifen bei den schlammigen Verhältnissen sorgten nicht nur bei den Zuschauern für große Bewunderung. Das die Reifenwahl nicht immer ausschlaggebend ist zeigte somit auch Silas Primessnig, der die Qualifikation als erster abschloss, sich dann im Rennverlauf leider nur auf dem 5. Platz wiederfand. Kai Grunwald, 9. der Quali, siegte in der Klasse U11 souverän vor Bastian Dannfald, Fabio Santos und Belay Gehrig.

 

Nicht weniger verbissen zeigte sich die Klasse U13. Hier zeigten der Erstplatzierte der Quali, Noel Harter und der Zweitplatzierte, Kevin Kern, dass sie sich nichts schenken wollten, weshalb sich die Platzierungen im großen Finale, nach einem sehr umkämpften Rennen, umkehrten. Platz 3 entschieden Elijah Wagner und Platz 4 Luka Meltzer für sich.

In der Klasse U15 wurden die Fights immer verbissener. Das Niveau in dieser Klasse ist bereits sehr hoch und Fahrer, die dies grandios bewiesen, waren die zwei Bestplatzierten der Vorläufe, Eddy Massow (1) und Yanik Sahm (2). Letzter musste sich jedoch im Finale Patrick Schreiber, dem Quali 5., geschlagen geben, gefolgt von Samuel Schoger.

Paul Bihlmayr, Maximilian Stich, Mika Dahmen und Samuel Willimann. Diese Namen sollten sich die Elitefahrer schon einmal merken. In der genannten Reihenfolge kamen die Jungs durch die Qualiläufe. Die anderen Fahrer hatten in allen Läufen das Nachsehen, sobald sich einer, oder zwei, der vier in ihrem Lauf befand. Das Finale sollte sich dann auch dementsprechend zusammensetzen. Paul Bihlmayr wurde seiner Favoritenrolle gerecht und verwies Willimann, Stich und Dahmen auf die Plätze.

Die Damen der Rennserie waren ebenfalls in leichter Unterzahl. Nichtsdestotrotz gab es hier ebenfalls spannende Kopf an Kopf Rennen zu sehen. Vor allem die beiden Mauz-Schwestern Elena und Amelia stachen heraus, belegten sie doch die Plätze 1 und 3 in der Quali. Nur eine hatte etwas gegen die Familienbande: Jessica Schmulbach. Sie belegte in der Quali noch den zweiten Platz, konnte dann aber offensichtlich nicht anders, als ihre eigenen Familien-Race-Skills noch einmal aufblitzen zu lassen und verwies die Mauz-Schwestern auf die Plätze 2 (Amelia) und 3 (Elena), gefolgt von Ilka Schrumpf.

Die Hobbyklasse ist keine! Man sollte den Namen ändern. Die Fights die hier gezeigt wurden, hätten so auch in der Elite-Klasse gefightet werden können. Hier stach vor allem einer heraus: Markus Hanko. Der sprang sich über die Proline ins Finale und wurde nach einem relativ schlechten Ergebnis in der Quali (23) am Ende 2.! Moritz Schlegel, zweiter der Qualifikation, entschied trotzdem das Rennen für sich. Auf den Plätzen 3 und 4 reihten sich Luca Roth und Alexander Letang ein.

Der Mus aus dem All – oder so ähnlich, war, neben Joscha Bazynski, der Dominator in der Klasse der Masters. Bazynski und Musall belegten die Plätze 1 und 2 der Qualifikation, gefolgt von Clemens Bachmann und Phillip Seehausen. Sie zeigten, dass man Masters definitiv nicht mit alt in Verbindung bringen sollte, sondern mit Meister, besser noch mit Lehrmeister! Das Finale war dementsprechend ein Lehrstück Musalls. Dieser räumte fair Clemens Bachmann fast von der Startgerade. Bachmann kam ins Straucheln, fing sich aber wieder und musste erstmal alle Fahrer vorbeiziehen lassen. Bazynski ließ es etwas ruhiger angehen und lauerte darauf, ein high-low Manöver in der ersten Kurve fahren zu können,  um ins Steinfeld abzubiegen. Während er abbog, behakten sich Hanko und Musall in der zweiten Kurve. Musall behielt jedoch die Oberhand und drückte Hanko zur Seite, so dass Bachmann sich Hanko schnappen konnte. Die Wahl ins Steinfeld abgebogen zu sein, sollte sich für Bazynski nicht lohnen. Er musste sich hinter den anderen einreihen. Musall gab seinem Prototypen von Funmachines unterdessen die Sporen und setzte sich, wie von der Tarantel gestochen, weit ab. Was für ein Finale! Musall vor Bachmann, Hanko und Bazynski.

Die Elite-Klasse. Eine Klasse für sich. Zwei Weltmeister, Schweizer Meister, Deutscher Meister, es war alles vertreten und hob das Niveau und den Druck auf die Fahrer enorm an! 33 Fahrer kamen und kämpften besonders spektakulär um die Plätze. Allen voran der Dominator des gesamten Tages: Simon Waldburger aka Waldo. Er gewann alle seine Rennläufe, übersprang als erster die Proline und fuhr sich verdient auf das oberste Treppchen. Viele Mitfavoriten fielen bereits sehr früh aus. Unter anderem der amtierende Weltmeister Mitja Ergaver. Er hatte Probleme in der Anfahrt zur Proline, weshalb sie ihm nicht sicher genug gelang. Ein Fahrfehler in der letzten Kurve im 32er Finale kam noch hinzu. Er verabschiedete sich für den Rest des Rennens. Aber auch der Weltmeister von 2015, Aiko Göhler, musste die anderen Fahrer im 16er Finale ziehen lassen, wobei die Entscheidung der Streckenposten an der Ziellinie keine leichte gewesen sein muss. Blieb als amtierender Deutscher Meister und local-hero nur noch Benedikt Last der großen Favoriten übrig. Als Qualizweiter bewies er früh, dass er den Sieg erneut auf seiner Heimstrecke holen möchte und kämpfte sich bis in kleine Finale durch. Hier stand er im direkten Duell mit Marek

Dahmen – ja, an dieser Stelle ist die Familie komplett –  und Yannik Pfister. Last bestritt das kleine Finale für sich. Besonders spannend war dann das große Finale. Der erste Platz muss nicht mehr genannt werden. Mit einem Hammergate schoss Waldburger in die erste Kurve und sprang ein ums andere Mal die Proline. Ingo Kaufmann kam als zweiter aus dem Gate und behauptete sich gegen den stark fahrenden Klaus Beige, der in der zweiten Kurve zurückzog, um einen Sturz zu verhindern. Auch der Angriff in der letzten Kurve sollte Kaufmann nicht am 2.Platz hindern. Auf der Zielgeraden hatte, woher auch immer, Robin Bregger noch Körner und gab seinem Rad die Sporen. Auf der Ziellinie verhakte sich Bregger mit Beige und beide stürzten spektakulär ins Ziel. Ein Fotofinish hätte nicht spannender sein können! Waldburger gewinnt vor Kaufmann, Beige und Bregger.

Der Auftakt des German 4x Cups in Kooperation mit der European 4Cross Series hätte, und da waren sich alle einig, nicht besser ausfallen können. Das Wetter spielte zumindest im Verlauf des Tages absolut mit, es gab eine ganze Menge Zuschauer, Fürs leibliche Wohl war gesorgt und etliche Aussteller kamen, um ihre Produkte vorzustellen. Alles in allem, ein mehr als gelungener Einstand des German 4X Cups. Das nächste Rennen wird in Eisenhüttenstadt, der Meisterschaftsstrecke von 2016, ausgetragen. RIDE ON!

 

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(Text: Offizielle Pressemitteilung)

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PM: Enduro World Series 2017 – Hill und Ravanel sind unsere neuen Weltmeister.

Zum fünften Mal fand die Enduro World Series in Finale Ligure (Italien) statt und lieferte einen fantastischen Abschluss der Saison.

Schon im Vorfeld waren alle Augen auf den Kampf um den Titel der Herren gerichtet. Ein direktes Kopf an Kopf Rennen zwischen der Legende SAM HILL (Chain Reaction Cycles Mavic) und dem jungen Franzosen ADRIEN DAILLY (Lapierre).

Sam führte den ganzen Tag , aber Adrien drängte ihn an seine Grenzen, sodass zwischenzeitlich nur noch 3.Sek. zwischen den beiden Fahrern lagen. Das hieß also: Spannung pur.

Am Ende jedoch spielten Hill´s stärken ihn in seine Karten und Platz 3 reichte, um seinen Titel ENDURO WORLD SERIES CHAMPION zu sichern.

Enduro World Series – Sam Hill

Sam Hill: “ Es waren echt harte Renntage, ich habe einfach versucht, sauber und konsequent eine gute Zeit zu fahren. Nächstes Jahr komme ich wieder und werde meinen Titel verteidigen.“

 

Absolut keine Überraschung gab es bei den Frauen. Wie bereits zuvor feststand, verteidigte CECILE RAVANEL(Commencal Vallnord Enduro Team) ihren Weltmeistertitel für ein weiteres Jahr.

Enduro World Series – Cecile Ravanel

Cecile Ravanel: „Ich bin so Glücklich, den Titel das zweite Jahr in Folge zu gewinnen, das bedeutet mit echt eine Menge. Es war ein super hartes Rennen. Aber der perfekte Weg, um die Saison zu beenden.“

 

Alle Ergebnisse und Bilder findet ihr natürlich unter: www.enduroworldseries.com

PM: Red Bull Hardline 2017 – Polygon UR – Sam Raynolds, Alex Fayolle

Am vergangenen Wochenende fand die 3. Ausgabe des Red Bull Hardline Races statt. Eines der wohl härtesten Rennen der Welt, mit absolut verrückten Jumps, Rocks und Drops. Und natürlich mit ein paar mutigen Fahrern.

 

Während Mick und Tracey eine wohlverdiente Pause genossen und Kenta Gallagher die letzte Runde von Finale Ligure vorbereitete, hatte das Team die Freude, Sam Reynolds außerhalb seiner Komfortzone zu sehen und auch das Vergnügen, Alex Fayolle wieder gesund auf dem Bike zu bestaunen.

Von anfänglich 23 Fahrern konnten sich am Ende nur 10 qualifizieren. Sam Reynolds schaffte es leider nicht in die Quali, aber er legte eine super Show mit einigen Tricks hin. Aus seiner Sicht war es einfach nur toll, Alex wieder in Form zu sehen mit einem großartigen 3. Platz in der Qualifikation.

 

Zum Finale jubelten tausende Zuschauer von den Seiten des Tracks und auch die Redbull TV live Übertragung lief hervorragend, was uns die Show sehr schätzen lies.Leider begann es zu Regnen, was die Bedingungen für die letzten Fahrer nicht einfacher machte. Auch Alex hatte das vergnügen im Regen und stürzte zwei mal, aber bevor er stürzte, hob er so richtig ab.

In unserem Sport ist es gut , Events wie diese zu sehen, welche uns an unsere Grenzen pushen, während sie uns gute Berichterstattungen liefern, wie das Sprichwort sagt: „Alle guten Dinge sind 3“, können wir es kaum erwarten, was wir im nächsten Jahr von Alex zu sehen bekommen.

PM: Enduro World Series 2017

Zum bereits fünften Mal veranstaltet das „Finale Outdoor Resort“ das abschließende Rennen der Saison.

In diesem Jahr werden die Fahrer völlig neues Gebiet erkunden, der erste Renntag führt sie über die Trails in Val Maremola, Lonaund Pietra Ligure. Ebenfalls neu ist der Start der ersten Stage vom Mount Carmo, der höchsten Spitze der Provinz.

Enduro World Series

 

An den Start gehen 500 Fahrer, das Rennen verteilt sich über 2 Tage, 7 Stages und 100 Km. Genug, um die härtesten Fahrer zu testen. Und zu sehen, wie Körper und Bike im Einklang sind.

Enduro World Series
Enduro World Series
Enduro World Series – JARED GRAVES

Für zwei Fahrer könnten die Einsätze dieses Wochenende nicht höher sein. Eine ganze Saison harte Arbeit und jetzt die Chance als Weltmeister gekrönt zu werden.

Legende SAM HILL (Chain Reaction Cycles Mavic)  wird mit dem jungen Franzosen ADRIEN DAILY (Lapierre), Kopf an Kopf um den Titel der Männer kämpfen. HILL´S Führung von 110 Punkten bedeutet also, dass er sich keine Sekunde Entspannung leisten kann dieses Wochenende.

 

Enduro World Series – SAM HILL

 

Bei den Frauen hat sich CECILE RAVANEL (Commencal Vallnord Enduro Team) bereits den Titel für das zweite Jahr in Folge gesichert. Doch der Kampf um den zweiten Platz könnte nicht spannender werden. KATY WINTON  (Trek Factory Racing Enduro Team) und ISABEAU COURDURIER (SUNN) sind momentan bei 2070 Punkten, nur 50 Punkte dahinter ist INES THOMA (Canyon Factory Enduro Team). Auch ANITA GEHRIG (Ibis Cycles Enduro Race Team) hat mit einem guten Rennen noch die Chance, die Saison unter den Top 3 zu beenden.

Bei den U21 Fahrern kann sich KILIAN CALLAGHAN mit einer unglaublichen Jahreszeit dieses Wochenende entspannen, denn hier ist bereits jetzt klar, das er den Weltmeistertitel mit nach Hause nehmen wird. Bei den U21 Frauen sieht es ähnlich aus. Mit MARTHA GRILL´s ganzjährigen konsistenten Ergebnissen festigt sie sich schon jetzt ihren Platz in den Geschichtsbüchern.

Chris Ball, Geschäftsführer der Enduro World Series, sagte: “ Es gibt keinen besseren Ort, um eine so unglaubliche Saison mit diesem Höhepunkt zu beenden, als an den Ufern des Mittelmeeres.“

Enduro World Series
Enduro World Series
Enduro World Series

Live-Timing sowie Renn-Ergebnisse findet ihr natürlich hier: www.enduroworldseries.com/live

 

 

 

PM: Rennbericht 12. Lauf der European 4Cross Series 2017 in Leibstadt (CH)

Am vergangenen Wochenende kämpften die 4Crosser in Leibstadt am 12. und vorletzten Lauf der European 4Cross Series um die Spitzenplätze. Der in Leibstadt gewohnt perfekt organisierte Anlass bot 4Cross Action vom Feinsten. Bei den Elitekategorien gab es einen Schweizer-Doppelsieg, Simon Waldburger und Lea Rutz sind die Sieger im 2017.

Auf perfekte Bedingungen trafen die Fahrer in Leibstadt: Sonniges Herbstwetter, wie man es sich nur wünschen könnte und dazu eine flowige, technisch und physisch anspruchsvolle Strecke fanden sich in Leibstadt.

Kurz vor 17:00 Uhr dröhnte die Stimme des Speakers aus den Boxen mit den Worten: «Alle Fahrer an den Vorstart». Die Fahrer fassten ihre Ausrüstung, führten die letzten Rituale durch und so startete das Rennen pünktlich, gleichzeitig mit dem parallel im Internet übertragenen Livestream.

Bei den Jüngsten, der Kategorie U11 vermochte sich Fabio Santos (Bikepark Wolfach) gegen seine Rivalen Bastian Dannfeld und Robin Fankhauser durchzusetzen. Auch Teamkollege Noel Harter, ebenfalls vom Bike-Park Wolfach, feierte den Sieg. Er gewann das U13 Rennen vor Kevin Kern und Fabio Parisi. In der Kategorie U15 war Eddy Massow (The Fighters Wallisellen) einmal mehr eine Klasse für sich, er dominierte das Rennen vom A bis Z und gewann souverän vor Patrick Schreiber (EJW Baltmannsweiler) und Joshua Lehmann (Bikepark Wolfach). In der Kategoire Hobby setzte sich der Franzose Rémi Ubeda aus Frankreich vor Sebastian Last (fourcross.de) und Alexander Letang (Bikepark Wolfach) durch. Bei den Masters ging es etwas langsamer zu und her, doch umso ambitionierter kämpften die Altmeister um die Ränge. Am Ende setzte sich Pascal Guggisberg (Fastlane Gravity Team) vor Teamkollege Andi Steinhart und Simon Rot (Freeride Mountain) durch.

// Spannender Zielfinish beim grossen Finale der U17 // Foto: Naima Wieczorreck

Richtig schnell wurden die Läufe erwartungsgemäss in der Junioren-Kategorie der unter 17 Jährigen. Im Final standen der Schweizer Samuel Willimann, der Deutsche Paul Bihlmayr sowie der Italiener Simon Runnger und Michael Duc aus der Schweiz. Im durchaus internationalen Finale preschte Willimann aus dem Gate und setzte sich an die Spitze vor Bihlmayr. Simon Rungger riskierte alles und wagte sich auf die anspruchsvolle Pro Section, konnte jedoch nicht an seinen beiden Kontrahenten vorbeiziehen. In der letzten Kurve setzte Bihlmayr zum Überholmanöver an, tauchte tief in die Kurve und setzte sich an die Spitze. Willimann versuchte das Ding auf der letzten Geraden noch zu wenden, doch Bihlmayr liess keinen Platz und gewann das Rennen vor Simon Rungger und Michael Duc. Unglücklicher Vierter wurde Sämi Willimann, nachdem er beim Überholmanöver von der Strecke ab kam.

// Das Bensink Gate viel so einige Dutzend Male den ganzen Tag über // Foto: Naima Wieczorreck

Bei den Frauen waren mit der Schweizer Downhillerin Lea Rutz und der Italienerin Samanta Pesenti im 4Cross «neue» Gesichter am Start. In der Qualifikation noch auf Platz 2 liegend, drehte Rutz den Spiess in den Finalläufen um und fuhr den Sieg nach Hause. Zweite wurde Marisa Roth (Freeride Mountain) vor Samanta Pesenti (team le marmotte) und Amelia Mauz (EJW Baltmannsweiler). Den kleinen Final gewann die junge Schweizerin Nina Von Allmen (BMX Team 7Phoenix) und holte sich so den letzten verbleibenden Platz auf dem Treppchen.

Eine einzigartige Show boten die Elite der Männer. Bereits in der Zeit-Qualifikation gab es einige Überraschungen, so schied Ingo Schegk (G-Form Swiss Team) nach einem groben Schnitzer aus und der schnelle Pole Gustaw Dadela beendete seinen Tag mit einem haarsträubenden Sturz. Keine Überraschungen gab es in den vorderen Rängen: Simon Waldburger (G-Form Swiss Team) markierte seine Ambitionen mit der Bestzeit und sicherte sich so die Startplatzwahl für die Finals. Die zweitschnellste Zeit legte der Deutsche Meister und WM-Vierte Benedikt Last aufs Parkett, dahinter mit geringen Zeitabständen der Französische Pumptrack-Star Chaney Guennet. Der WM-Bronze-Medaillen Gewinner 2017, Giovanni Pozzoni aus Italien, fand sich auf Rang vier wieder und der Schweizer Downhill-Star Noel Niederberger sprintete die fünftschnellste Zeit ins Ziel.

// Die erste Kurve hat es in sich und es kommt immer wieder zu einigen spannenden Manöven // Fotos: Naima Wieczorreck

Die darauffolgenden Finalläufe waren an Spannung kaum zu überbieten, denn alle Favoriten erreichten das Halbfinal. Im ersten Halbfinal standen sich Waldburger, Pozzoni, Niederberger und Schaupp gegenüber. Waldburger setzte sich mit dem Holeshot an die Spitze, kam aber schon in der ersten Kurve ins Schwitzen, denn Niederberger arbeitete sich mit viel Speed über die Aussenlinie nach vorne. Nach harten Fights bis ins Ziel hiessen die Finalisten Simon Waldburger und Noel Niederberger, der schnelle Italiener Pozzoni musste mit dem Einzug ins kleine Finale Vorlieb nehmen. Im zweiten Halbfinal standen Benedikt Last, Chaney Guennet, Jan Evers und Nachwuchstalent Erik Emmrich am Start. Benedikt Last setzte sich sogleich an die Spitze, dicht gefolgt von Guennet und Jan Evers. In denselben Positionen überquerten die Fahrer schliesslich auch die Ziellinie, die Finalisten aus diesem Lauf hissen Benedikt Last und Chaney Guennet.

Im kleinen Finale hatte Giovanni Pozzoni den Holeshot, dicht gefolgt von Jan Evers. Evers bedrängte Pozzoni stark, doch nach einem Fahrfehler auf der Pro Section fand sich Evers auf Position vier wieder. Pozzoni fuhr den Laufsieg sicher ins Ziel, gefolgt von Marvin Schaupp und Jan Evers, der eine beeindruckende Aufholjagd zeigte. Vierter in diesem Lauf wurde Erik Emmrich.

Absolute Stille herrschte vor dem grossen Finale. Die Fahrer, hoch konzentriert, reihten sich am Startgate auf. Mit dem Knall des fallenden Startgates starte der Final und die Fahrer mobilisierten die letzten Kraftreserven. Waldburger, von der Innenlinie startend, legte den schnellsten Start hin und sogleich kam es zum leichten Körperkontakt mit Benedikt, derweil Niederberger mit freier Bahn mit Waldburger gleichzog. Erneut kam es zum Kontakt, diesmal zwischen Waldburger und Niederberger, mit dem schlechteren Ende für den Downhill Spezialist Noel Niederberger. Spektakulär ging dieser zu Boden, währenddessen Waldburger vor Chaney Guennet und Benedikt Last die Ziellinie als Erster überquerte und so vor Heimpublikum seinen fünften Saisonsieg diesen Jahres an den European 4Cross Series feierte.

// Elite Podium // Foto: Naima Wieczorreck

Im Rückblick darf man beim 6. Mountainbike-Festival Leibstadt durchaus von einer gelungenen, hochspektakulären Veranstaltung sprechen. Am kommenden Wochenende steht nun der 13. und letzte Lauf der European 4Cross Series in Wolfach (D) auf dem Programm. In der Gesamtwertung bleibt es deshalb weiter spannend und wir freuen uns bereits auf eine weitere Topveranstaltung der 13 Rennen umfassenden Europäischen 4Cross Serie.

PM: Schau dich um beim Red Bull District Ride – in 360° Grad und „Matrix Super Slow-Motion“

Erlebe den Red Bull District Ride, wie ihn selbst die 94.000 Zuschauer live vor Ort noch nicht gesehen haben! Tauche ein in die Perspektive der Fahrer, lass dich in den Bann des Virtual Reality Clips ziehen: Track-Designer und Slopestyle-Legende Martin Söderström wird vom Spanier Bienvenido Aguado Alba durch die mittelalterlichen Gassen von Nürnberg gejagt. Das Trio, das durch den beinharten Briten Tom Isted komplettiert wurde, präsentiert den einzigartigen Kurs aus noch nie da gewesener Perspektive und mit innovativer Kameratechnik: 

Die spektakuläre Fahrt der drei Athleten vor zehntausenden Zuschauern wurde mit einer 360° Helmkamera eingefangen, die den Fans nun ein phänomenales Erlebnis beschert. Zum ersten Mal überhaupt gibt es einen POV Run beim Red Bull District Ride nicht nur in 360 Grad sondern auch mit „Matrix-Flair“: Dank etlicher „Super-Slow-Motions“, erlebt man den spektakulären Kurs und die Stimmung der tobenden Zuschauermenge in der Nürnberger Altstadt nahezu ähnlich, wie die Fahrer selbst. Damit wird das Adrenalin der Rider und die schier unfassbare Höhe der Tricks nahezu greifbar. Taucht ein in die Welt der Slopestyle-Athleten und lasst euch vom Mountainbike-Fieber anstecken!

Emil Johansson of the Sweden performs during the finals of the Red Bull District Ride 2017 in Nuremberg, Germany on September 2nd, 2017
©Sebastian Marko/Red Bull Content Pool

Hier gibt es alle Informationen zum Red Bull District Ride 2017: redbulldistrictride.com

Copyright © Sebastian Marko / Red Bull Content Pool

PM: Tommy G’s 3140

©Marc Panaud

Thomas Genon ist einer der stylischsten Fahrer, den die Slopestyle-Szene zu bieten hat. Allerdings ist auch der vielseitige Belgier nicht unverwundbar und eine Fußverletzung zu Beginn des Jahres ließ ihm keine andere Wahl, als das Bike vorübergehend stehen zu lassen. Jedoch wäre Tommy G nicht Tommy G, wenn er seine Kreativität nicht anderweitig ausleben würde. Während seiner Genesung sammelte er viele Ideen, die er im Anschluss direkt in die Tat umsetzte. Sein neuster Edit zeigt den FMB World Champion von 2015 beim Shredden seines neuen Homespots, tief verborgen in einem geheimnisvollen und von der Abendsonne durchleuchteten Wald, 180km nördlich von Montpellier:

Tommy G's 3140

Check out my latest edit "Tommy G's 3140" to see what I've been up to recently.A lot of fun filming with Hexagone-film. Special thanks to Canyon and Five Ten for supporting me on this one! And of course thanks to all my sponsors for making it possible to live the dream on two wheels.Photo: Marc-Olivier Panaud

Posted by Thomas genon on Donnerstag, 28. September 2017

„Ich liebe es zu filmen. Die Idee dieses Projekts entstand während meiner Verletzungspause. Ich hatte viel Zeit darüber nachzudenken, was ich machen würde, sobald ich wieder auf dem Bike sitze. Ich hatte viele verschiedene Ideen und Tricks im Kopf und es fühlt sich einfach nur gut an, einige davon in diesem Video umzusetzen!

©Marc Panaud

Mit diesem Video will ich meine Fahrweise zeigen und was mir auf dem Bike Spaß macht. Von Jumps bis zu Trails und dem Spielerischen auf zwei Rädern. Jede einzelne Aufnahme in dem Video hat so viel Spaß gemacht! Auf Contests fehlt oft die Zeit, um wirklich kreativ zu werden und die Bewegungen zu perfektionieren.

©Marc Panaud

Die meisten Shots sind in meinem Garten und im Wald hinter meinem Haus entstanden. Sobald ich fit genug war, um nach der Verletzung wieder fahren zu können, haben Marc-Oliver und ich mit dem Shooting begonnen. Nur knapp eine Woche hat es gedauert, bis alles fertig war. Ziemlich gut wenn man bedenkt, dass dies unser erstes gemeinsames Projekt war! Wir hatten eine super Zeit und konnten uns beide ganz ohne Druck auf das fokussieren, was uns wichtig war.”

©Marc Panaud

Verfolge Thomas’ Aktivitäten hier:
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Instagram: www.instagram.com/thomasgenon

Fotos von ©Marc Panaud / Video von Hexagone Film

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