Photostory: Die Rückkehr des „Ziegen-Königs“

Der aufbrausende Wind lässt die Haare auf den Unterarmen zu Berge stehen, die aus einem dicken, roten Oakley-Kapuzenpulli hervorragen. Der „Goat King“ von 2004 lehnt sich über seinen 580 mm Lenker, gekleidet in Baggy-Jeans und weißen High-Top-Schuhen. Er fokussiert den monströsen 10 Meter-Drop, der unmittelbar vor ihm lauert.

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Die Möglichkeit zu scheitern ist allgegenwärtig, ein solcher Gedanke hat hier aber definitiv nichts zu suchen. Wir schreiben das Jahr 2005 und befinden uns beim Adidas Slopestyle im österreichischen Saalbach. Timo Pritzel, amtierender Träger des Style-Awards 2004 dieser Veranstaltungsserie, sitzt gerade auf dem größten Obstacle,der bis zu diesem Zeitpunkt je in einem europäischen Contest gedropped wurde. Eines steht fest: Landet er diesen Sprung nicht perfekt, so wird es ein anderer mit Sicherheit tun -schließlich tummelt sich die Crème de la Crème des Freeride-Sports auf der Startliste: Gracia, Berrecloth, Strait, MacCaul, Bourdon, Vanderham, Zink, … Die Liste der Freeride-Giganten ist lang und alle versuchen sich an diesem furchteinflößenden „Leap of Faith“, wie viele den 10 Meter-Drop nannten, bevor esweiter geht mit einem Wall-Ride, einem Gap über eine Gondel und einigen Doubles bis ins Finish. Klar ist auf alle Fälle: Europäer zählen mittlerweile ebenfalls zur Slopestyle-Elite wie die bis dato dominierenden Amis, in diesem Fall dank des deutschen Riders Timo Pritzel.

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„2004 konnte ich in Saalbach den Dirt Jam Style Award gewinnen und wurde zum ‚Goat King‘ gekrönt. Kurz darauf wusste ich warum, als mich die niedlichenAugen eines Baby-Geißleins anstrahlten. Und als sie den kleinen Bock auch noch nach mir benannten – ich war gerührt und sprachlos!“ – Timo Pritzel

 

Am Ende des Tages konnte Timo den Erfolg aus dem Vorjahr zwar nicht wiederholen, aber ihm brannte vielmehr die Frage unter den Fingernägeln, was denn aus seinem Vorjahres-Gewinn, dem Ziegenkitz, geworden sei. 2004 wurde Timo natürlich schnell klar, dass das hektische Stadtleben von Berlin mit der Aufzucht eines alpenländischen Tieres nicht unbedingt in Einklang zu bringen ist. Nacheinem schmerzvollen Abschied folgte deshalb die Übergabe seines kurzweiligen Gewinns aus Fleisch und Blut an einen fürsorglichen Bauern aus Saalbach Hinterglemm. Obwohl Timo die nächsten Sommersaisonen immerwieder für Wettkämpfe nach Saalbach kam, verlor er über die Jahre den Kontakt zu seinem „Zögling“ und bald fristete die kurze Verbundenheit ein Dasein in Vergessenheit. Genau genommen bis letzten Herbst, als Tibor Simai zu einem Treffen mit seinem langjährigen Freund aufrief– will er doch das Backcountry hinter den gebauten Strecken von Saalbach Hinterglemm vor dem Wintereinbruch noch einmal mit einem guten Freund in Angriff nehmen.

 

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Natürlich konnte Timo das Angebot nicht ausschlagen, zumal auch noch ein Funken Hoffnung in ihm schlummerte, seinen fast vergessenen, 4-beinigen Freund vielleicht doch noch einmal wiederzusehen. Zudem wäre das auch der perfekte Anlass um das All-Mountain-Bike seines neuen Sponsors Propain ausgiebig im einem der besten Mountainbike-Reviere der Alpen zu testen und mit seinem Kumpel eine lässige Zeit zu verbringen. Jeglicher Zweifel an der Reise ins österreichische Saalbach Hinterglemm war verflogen – Die Zusage fiel ihm somit leicht von den Lippen.

 

Die Freundschaft der Beiden geht übrigens sehr weit zurück – genau genommen ganze 26 Jahre. Tibor war nicht nur als Judge bei den damaligen Contests aktiv, als muskelbepackter Vorzeigeathlet der BMX Szene mit einigen Champions-Titeln und Vorbildfunktion für viele Nachwuchsbiker, war er auch für den jungen Timo Inspiration, um sich intensiver mit dem Thema Mountainbike auseinander zu setzen.

 

„Mit 18 traf ich Timo auf einem Schulausflug nach Berlin, als ich mir bei einer Raststation etwas zu Essen holte. Der kleine Kerl kam auf mich zu und fragte, ob ich der Tibor sei, der BMXer, und wir unterhielten uns eine Weile über Bikes und Rennen. Dieser kleine Junge war Timo. Ich denke es war 1989! Danach trafen wir uns öfters auf BMX-Veranstaltungen, traten sogar gegeneinander an. Es ist großartig, dass sich der Kontakt, trotz unterschiedlicher Karrieren und Plätze, festigte!“ – TiborSimai

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Einige Tage und einige Anrufe später fanden sich Timo und Tibor oberhalb der Baumgrenze im hintersten Eck von Saalbach Hinterglemm wieder. Es war früh morgens als sie an ihrem geplanten Ziel angekommen sind. Neben den beiden tummelte sich ein Rudel Gämse, die auf die beiden Biker aufmerksam geworden sind. Nach kurzer Musterung, tranken sie genüsslichaus einem glasklaren Bergsee und verließen im Anschluss im verspielten Zick-Zack-Lauf das majestätische Hochplateau, wo sie sich gerade allesamt befanden.

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Die Sonne bannte sich ihren Weg immer mehr durch die beeindruckenden Erhebungen der Alpen und flutete das Tal mit einem intensiven Farbspiel, das sie erstaunen ließ. Das Spektakel war leider nur von kurzer Dauer, doch die beiden Profis wussten es wahrlich zu nutzen. Diese Seite der Bergwelt ist den wenigsten Bikern bekannt. Dazu bedarf es einen eisernen Willen frühmorgens aus den Federn zu kriechen. „Early bird“ eben. Diese österreichische Wildnis, die man hier vor Augen bekommt, ist es aber allemal wert. Die Wege wurden per Fuß geschaffen, seien es im Sommer die zahlreichen Wanderer, oder seit Ewigkeiten die Schafe auf den Almen. Dieser Kontrast zu den perfekt geshapten Park-Trails ist einzigartig und Balsam für die Seele zugleich nach einem Sommer in den vielen Bikeparks, die Europa mittlerweile zu bieten hat. Neo-Local Tibor zeigte auf Anhieb seine Affinität zu diesem Untergrund. Geschmeidig und kraftvoll spielte er mit der Strecke. Timo zog ihm gleich.

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„Obwohl ich ein Stadt-Kind bin, liebe ich die Berge! Ich bin zwar als Dirt-Biker bekannt geworden, doch immer wieder stahl ich mich in die nächstgelegenen Wälder um Cross-Country zu fahren, oder wie wir es heute zu sagen pflegen: Enduro! Mir ist das wichtig, da ich in der Stadt lebe und eine Auszeit in der Naturbei mir Wunder wirkt. Öfters starte ich meine morgendlichen Runden vor meinerArbeit als Yoga-Lehrer in Berlin, aber wir haben leider keine Berge. So ist eineReise nach Saalbach, um mit meinem Kumpel Tibor die alpine Gegend mit dem Bike zuerkunden, eine wahrhaftige Wohltat.“ – Timo Pritzel
 
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Nach einer kurzen „Brotzeit“ bzw. einer Stärkung mit getrockneten Feigen am Gipfel des Reichkendlkopfes – die beiden werden ja von einem namhaften Rohkost-Lebensmittelhersteller gesponsort – starteten sie ihren epischen Ride hinunter in den Ortsteil Lengau. Für einen Dirtjumper stellte sich Timo in den verblockten Passagen außerordentlich geschicktan und manövrierte sein Bike gekonnt durch knifflige Passagen –in Skate-Schuhen und ohne Handschuhe wohlgemerkt.

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Als sie die letzten Kilometer über den Forstweg zu Tal preschten, und Dreck und Schlamm vom ihren Reifen spritzte, war eines klar: Timo hatte den inoffiziellen Backcountry -Test von Tibor bravourös gemeistert. Besiegelt von steilen und verblockten Wurzelpassagen, vergleichbar mit jenen der Downhill-Weltcupstrecke von Val Die Sole.

Jeder Athlet wird dir die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung bescheinigen und nach diesem kräftezerrenden Morgen-Ride wusste man warum. Da gab es nur eine Abhilfe: Ein Abstecher zum berühmten Spielberghaus in Saalbach um die leeren Energiereserven wieder zu befüllen. Kurz darauf saßen sie vor einer dampfenden Leberwurst aus regionalem Fleisch und die wahrscheinlich besten,knusprigsten Wedges im ganzen Tal waren das kulinarische i-Tüpfelchen ihres Zwischenstopps.

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Da die Sonne wieder zum Vorschein kam, war den beiden der Genuss eines Nachschlags auf der Sonnenterrasse leider vergönnt, sowie Timo’s obligatorischer und vor allem regenerativer Mittagsschlaf – Schließlich hatten die Kumpels ein straffes Programm: Als nächstes standen mit der Milka Line und dem Panorama Trail ein paar Bikeparksessions auf der To-Do-Liste, wo sie nun aber in den Genuss einer komfortablen Gondelauffahrt kamen.Nach wenigen Metern auf den besagten Trails wurde eines augenscheinlich: Timo war in seinem Element. Jeder noch so kleine Kickerwurde mit einem Trick veredelt – Timo stylte dabei gefühlte 3 Meter über dem Boden. Ein beeindruckendes Bild, wenn man Bike-Profis bei deren Signature-Moves von hinten beobachten darf, wie bspw. Timo’s legendärer „One-Foot Tabletop“! Tibor und Timo bolzten die Trails mit enormer Geschwindigkeit und Style – man fühlt sich in die 90er zurückversetzt, inmitten einer BMX-Bahn und die Zwei am Feilschen um die besten Plätze und die coolsten Moves.

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Tibor bekam von diesem unvergesslichen Tag nicht genug und plante eine Sonnenuntergangstour mit Timo. Mit dem Schattberg X-press ging es mit der letzten Seilbahn hinauf in höhere Lagen. 2.000 Höhenmeter fühlten sich mächtig an und der Ausblick auf die Hohen Tauern mit dem bekannten Kitzsteinhorn lässt einen ehrfurchtsvoll inne halten. Nach den ersten Metern am Hacklberg Trail bogen sie in die wohl technisch anspruchsvollste Strecke von Saalbach Hinterglemm ein: dem berüchtigten Bergstadl Trail. ZuBeginn zeigt er sich flowig und verspielt, eine Aufwärmphase wie sich später herausstellte. Die schwierigen und steilen Passagen wurden in der Abenddämmerung in eingoldenes Licht getaucht – Einfach unvergesslich! Getoppt wurde diese Abfahrt nur noch von einem herrlichen Dinner im angesagten Bergstadl, der direkt im Anschluss des Trails auf die beiden wartete. Und hier ließ Tibor dann auch die Bombe platzen: „Timo, ich habe deinen Ziegenbock gefunden! Und morgen wird’s ein Wiedersehen geben!“

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Der nächste Tag startete aber vorerst mit einem „Katz und Maus“-Spiel auf der legendären X-Line powered by Conti am Schattberg. Diese eherdownhill-lastige und knapp 6,8 km lange Freeride-Strecke krönte den spaßigen Aufenthalt in den Bergen. Tibor kennt die Strecke wie seine Westentasche und zauberte sein Bike kraftvoll über Anlieger, Sprünge und Wurzeln. Doch bei den Jumps stahl Timo seinem Münchner Kumpel wieder einmal die Show. Timo ist zwar eher die Dimensionen von Nine Knights und Co gewohnt, doch der riesige Road-Gap am Ende der X-Line machte auch Timo mit seinem Enduro mächtig Spaß. Danach lockte natürlich noch eine feine Abkühlung im eiskalten Fluss am Fuße des Schattbergs, bevor es zurück nach Hinterglemm und zu dem arrangierten Treffen zwischen Timo und seinem Ziegenbock ging. Ein Hauch von ‚Vater trifft seinen verschollenen Sohn’ schürte eine leichte Nervosität in den beiden. Wie sieht der Bock nach all den Jahren wohl aus? Leben Ziegen überhaupt 10 Jahre und länger? Viele Fragen, wenige Antworten! Doch das Warten hatte bald ein Ende. Tibor führte den angespannten Timo zu dem Platz unter der Reiterkogelbahn, wo damals der Adidas Slopestyle Contest stattfand und Timo zu seinem Triumph fuhr. Die Blicke Richtung Berg schweifend erspähten sie einen Ziegenverschlag unter dem Schutz von Bäumen. Eine Herde aus Ziegen und Böcken stand dicht gedrängt neben der kleinen Hütte, doch ein Mitglied der tierischen Gruppierung stach besonders hervor. Die Suche hatte ein Ende.

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„ Der riesige Bock war beeindruckend, fast ein bisschen respekt einflößend. ich denke er ist der Chef der Truppe. Als ich ihn dann aus dem Gehege für einen kleinen Spaziergang nahm, war es ein wenig einschüchternd. Es war wichtig keine Angst aufkommen zu lassen und ihm von Anfang an klar zu zeigen, dass ich sein „Vater“ bin und ich denke er akzeptierte das auch so. Zum Schluss verglichen wir noch unsere Ziegenbärte. Wer gewonnen hat, braucht man glaube ich nicht genauererörtern“ – Timo Pritzel

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Und das war’s – nach 10 langen Jahren dickem und vollem Bartwuchs endlich wiedervereint! Auch ohne einer DNA-Verifizierung lässt sich die augenscheinliche Zusammengehörigkeit von Timo und seinem 4-beinigen Freund festmachen. Dem Bart sei Dank! Auch zehn lange Jahre nach der Krönung zum „Goat King“von Saalbach hält Timo’s Passion somitweiter an – vier Beine, 2 Räder und prächtige Bärte. Ride On!

 

 

Bilder: Nathan Hughes

 

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PM: Last und Roth gewinnen Abschluss Silber Event in Wolfach (GER)

Am vergangenen Wochenende kämpften die 4Crosser in Wolfach zum 13. und finalen Lauf der European 4Cross Series um die Spitzenplätze. Wie schon die letzten Jahre war Wolfach der perfekte Saison Abschluss. Bei den Elitekategorien gab es einen Deutschen-Doppelsieg, Benedikt Last und Marisa Roth sind die Sieger im letzten 4Cross Rennen 2017.

 

Wolfach2017-Elite-Action

 

Auf die ungewohnt perfekten Bedingungen trafen die Fahrer in Wolfach: Anstatt des sonst eher durchwachsenen Wetters war es strahlend sonnig, wie man es sich nur wünschen könnten. Technisch Rutschige Kurven und eine physisch anspruchsvolle Strecke fanden sich in Wolfach.

 

Wolfach2017-Startgate1

 

In der Qualifikation gab es keine Überraschungen. Alle Favoriten haben sich ohne Probleme qualifiziert.
Kurz vor 15:30 Uhr dröhnte die Stimme des Speakers aus den Boxen mit den Worten: «Alle Fahrer an den Vorstart». Die Fahrer fassten ihre Ausrüstung, führten die letzten Rituale durch und so startete das Rennen pünktlich.

Wolfach2017-Startgate2

Bei den Jüngsten, der Kategorie U11 vermochte sich Fabio Santos (Bikepark Wolfach) gegen seine Rivalen Robin Fankhauser und Fabian Lapp durchzusetzen. Auch Teamkollege Noel Harter, ebenfalls vom Bike-Park Wolfach, feierte den Sieg. Er gewann das U13 Rennen vor Kevin Kern und Fabio Parisi. In der Kategorie U15 war Eddy Massow (The Fighters Wallisellen) einmal mehr eine Klasse für sich, er dominierte das Rennen vom A bis Z und gewann souverän vor Lenny Wagner und Patrick Schreiber (EJW Baltmannsweiler. In der Kategoire Hobby konnte nur einer die Hausherren schlagen, Yannik Ochs konnte sich den Tagessieg sichern und setzte sich vor Alexander Letang und Atiesch Manathunga (beide Bikepark Wolfach) durch. Bei den Masters konnte sich Clemens Bachmann den ganzen Tag durchsetzen und hat keinen Lauf abgegeben. Auf Rang 2 landete Andre Kern (Bikepark Wolfach) und auf 3 Pascal Guggisberg (Fastlane Gravity). Richtig schnell wurden die Läufe erwartungsgemäss in der Junioren-Kategorie der unter 17 Jährigen. Im Final standen Matti Schlegel (Team Steinlach-Wiesaz), Michael Duc, Nathanael Thomann sowie Fabian von Allmen. Nach dem Start waren alle gleich auf. Von Allmen kam als erster aus dem Kreisel und sicherte sich zum Sieg. Um Rang 2 gab es noch einen harten Kampf, welchen Duc für sich entschied. Rang 3 ging an Thomann und Rang 4 an Schlegel.

Wolfach2017-U15-Podium

Bei den Ladies war es ein Rennen der jungen Wilden. Letztlich setze sich Marisa Roth vor Amelia Mauz durch. Auf Rang 3 landete Nina von Allmen und Platz 4 belegte Elena Mauz.

Im kleinen Finale der Elite Klasse hatte Ingo Kaufmann den Holeshot, dicht gefolgt von Yanik Pfister. Johannes Rauterberg klebte knapp dahinter. Erik Emmrich verkalkulierte sich am Start und reihte sich am Ende des Felds ein. Kaufmann fuhr stark und konnte sich ohne Probleme den 5. Platz sichern. Rauterberg attackierte Pfister noch einmal in der letzten Kurve durch einen Low-High Move. Pfister konterte jedoch und erreichte Platz 6. Rauterberg landete auf Platz 7 und Emmrich auf 8.

Wolfach2017-U17-FabianVonAllmen

 

Wolfach2017-U17-Podium

 

Absolute Stille herrschte vor dem grossen Finale. Die Fahrer, hoch konzentriert, reihten sich am Startgate auf. Mit dem Knall des fallenden Startgates starte der Final und die Fahrer mobilisierten die letzten Kraftreserven. Last, von links startend, ungewöhnlich schwach auf den ersten 5 Metern, jedoch dann am ersten Hindernis war Last vor allen Finalisten und fuhr als Führender in den Kreisel ein. Hinter ihm reihten sich Gauß, Bregger und Müller ein. In der 2. Kurve wurde noch mal attackiert. Gauß fährt innen und kratzt an Lasts Hinterrad. Bregger und Müller kommen näher ran. Bregger gibt noch mal alles und fährt an Gauß in Kurve 3 ran, ist kurzzeitig auf Platz 2 jedoch kömmt Gauß mit mehr Geschwindigkeit von hinten und somit reihen sich die Platze wie folgt ein: Benedikt Last 1, Jonas Gauß 2, Robin Bregger 3 und Jannik Müller auf 4.

Wolfach2017-Elite-Halbfinale
Wolfach2017-Elite-Podium

Im Rückblick auf das Saison Finale in Wolfach darf durchaus von einer gelungenen, hochspektakulären Veranstaltung sprechen. Die Season-End wird wie schon aus den letzten Jahren bekannt an einem separaten Event stattfinden, wo unter anderem auch die Kür der Fahrer- und Team Gesamtwertung über die Bühne gehen wird. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und sind gespannt was der Rennkalender mit sich bringt. Ebenso bedanken wir uns bei unseren Sponsoren, Fahrern und Veranstaltern für eine gelungene Saison 2017.

 

PM: Specialized Rookies Cup #6, Finale in Innsbruck

Das letzte Rennen der Saison ist nun auch Geschichte. Innsbruck war erstmalig Gastgeber eines Stopps des Specialized Rookies Cups und hat den etwa 200 Fahrern aus 10 Nationen einen würdigen Abschluss bereitet.

Innsbruck ist seit diesem Jahr kein weißer Fleck mehr auf der Mountainbike Landkarte. Die Tiroler Hauptstadt entwickelt sich im Moment rasend schnell zur Radsport-Metropole. Bereits im Juni konnte sich die Großstadt mit etwa 130.000 Einwohnern mit dem Crankworx Festival einen hervorragenden Ruf in der Mountainbike Szene machen, allerdings war schnell klar, man wird nicht nur auf diese eine Veranstaltung im Jahr setzen. Zusätzlich wurde der drei Rennen umfassende Raiffeisen Club Downhill Cup Innsbruck ins Leben gerufen, bei dem der Specialized Rookies Cup den Abschluss bildete. Schauplatz war erneut die Strecke in Götzens, die bereits zum Crankworx genutzt wurde. Somit traten die Nachwuchsfahrer in die Fußstapfen der ganz Großen des Sports.

©Racement

Der Specialized Rookies Cup presented by iXS umfasste in dieser Saison insgesamt sechs Rennen. Los ging es, wie in den vergangenen Jahren auch, beim iXS Dirt Masters Festival in Winterberg, bevor der zweite Stopp den Bikepark Steinach im Thüringer Wald wieder aus der Versenkung holte. Danach ging es im Rahmen des Glemmride Festivals nach Saalbach und dann Anfang August zum Highlight nach Serfaus-Fiss-Ladis, wo auch gleichzeitig die iXS International Rookies Championships ausgetragen wurden. Der vorletzte Lauf ließ die Teilnehmer dann noch einmal nach Deutschland zurückkehren und brachte erstmalig Oberammergau auf die Bühne des Downhillsports. Innsbruck war nun also Ausrichter des Finales und somit wurden dort die Seriensieger festgelegt.
Die Strecke in Götzens, die an der Mittelstation beginnt, wurde also bereits zum Crankworx Festival Ende Juni getauft. Auf etwa zwei Kilometern galt es 400 Meter Höhenunterschied zur Talstation der Nockspitzbahn zu überwinden. Waldboden und Wurzeln war der vorherrschende Untergrund. Zum Track Walk am Freitag sah der Kurs noch richtig griffig aus.

©Racement

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Seeding Run
Leider regnete es in der Nacht, so dass sich die Bedingungen dann zum Samstag etwas änderten. Der Boden weichte somit etwas auf und das Gripniveau war im Seeding Run dann ziemlich gering, was man durchaus auch bei einigen beobachten musste. Trotz, dass die Berge ringsherum weiß waren, hielt sich die Kälte noch in Grenzen. Blauer Himmel und Sonnenschein ließen die Temperaturen ansteigen und somit war das Wetter dem Anlass doch angemessen.
In der U13 Klasse kam es wie erwartet, Henri Kiefer (GER – Sram Young Guns), der von seinem Teamkollegen Simon Maurer (GER) sicherlich noch ein paar Tipps bekam, dominierte seine Kategorie wie gewohnt und konnte einen Vorsprung von etwa 17 Sekunden rausfahren. Schnellster der U15 war hingegen Maurice Rene Wörner (GER – Team Fahrrad Grund), den man jetzt nicht unbedingt auf dem Schirm hatte. In der Girls Klasse war es Paula Zibasa (AUT – M9 Racing), die sich die Bestzeit sicherte. Maxi Kuchling (GER – Gravity Bike Schöneck), die Führende der Gesamtwertung, war eines der Opfer des rutschigen Untergrunds. Mehrere Male musste sie zu Boden gehen und landete am Ende nur auf Platz vier. Aber der Sonntag war der Finaltag und somit hatten alle noch eine Chance, die 2017er Saison mit einem guten Rennlauf abzuschließen.

©Racement / Auch Luis Kiefer hat die Erdanziehung in Innsbruck unterschätzt, somit nur Rang 35 für ihn

Zum Ausklang des Tages gab es dann noch die „Pumptrack Challenge“ an der Talstation Mutters, mit einem fantastischen Ausblick und cooler Musik von der Life Radio Disko.

©Racement

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Finaltag
Am Sonntag präsentierte sich die Strecke aufgrund des nächtlichen Regens wieder genauso nass wie am Samstagmorgen. Die Strecke wurde immer mehr ausgefahren und somit gab es mittlerweile Abschnitte, wo kaum noch Grip zu finden war. Wer diese Stellen nicht mit Humor nahm, konnte schnell die Lust verlieren, aber das Bewusstsein, dass es vielen so geht, konnte den eigenen Frust oft verdrängen. Das Wetter präsentierte sich jedoch tagsüber wieder ganz annehmbar, so dass auch der Untergrund allmählich abtrocknete und man den Modus des Heilrunterkommens wieder ablegen und sich wieder auf´s Schnellfahren konzentrieren konnte.

©Racement

Schon die Open Men Klasse zeigte, dass die Strecke wieder schneller geworden ist. David Gamperl (GER – Bayern DML Team) unterbot mit einer Zeit von 3:33.895 Minuten die Bestmarke des Vortags um mehr als fünf Sekunden. Als nächstes waren die Open Women an der Reihe und auch da hat Simone Wechselberger (AUT – MS Mondraker B-Team) gezeigt, dass die Zeiten vom Samstag problemlos unterboten werden konnten. Die Österreicherin verwies Sarina Biederer (GER – Radsache) auf den zweiten Rang, was ihr aber trotzdem zum Gesamtsieg reichte.
Anschließend war die Klasse U13 am Start. 23 Fahrer hatten sich in die jüngste Kategorie eingeschrieben und lieferten am gesamten Wochenende beeindruckende Leistungen ab. Über Henri Kiefer muss man nun eigentlich kein Wort mehr verlieren, denn er liefert so souverän ab, dass man schon geneigt ist, die Zeiten mit den älteren Kategorien zu vergleichen. Der Seriensieger sicherte sich nun auch den letzten Tagessieg mit einer Zeit von 4:11.174 Minuten und unterbot damit noch einmal sein Ergebnis des Vortages.

©Racement / Henri Kiefer hier beim Training gefolgt von seinem Bruder Luis

Auf dem zweiten Platz reihte sich diesmal nicht wie üblich Luca Wehrle (GER – 2 Cycle Freiburg) ein, sondern der Lokalmatador Atis Scerbinins (AUT – DH Verein Innsbruck), der auch in Serfaus-Fiss-Ladis schon einmal mit einem Podestplatz auf sich aufmerksam machen konnte. Luca Wehrle wurde Dritter, was ihm jedoch für den zweiten Platz der Serienwertung locker reichte.

©Racement / Podium Serienwertung U13 mit Luca Wehrle, Henri Kiefer und Emil Keller

In der U15 Klasse ging aufgrund des Fehlers im Seeding Run Luis Kiefer ziemlich früh an den Start und legte mit 4:40.752 Minuten eine ganz passable Zeit vor, die sicherlich ohne die vor ihm gestarteten langsameren Fahrer noch besser ausgefallen wäre. Trotzdem konnte er es sich erst einmal eine ganze Zeit im Red Bull Hot Seat bequem machen und zusehen, wie ein Großteil der insgesamt 44 Fahrer sich hinter ihm einreihte. Aber irgendwann war der Wechsel auf dem Sitz der Zeitschnellsten angesagt, denn David Ludwig (SUI – Propain Gravity Kids) unterbot um ganze 8 Sekunden.

©Racement / Red Bull Hot Seat mit David Ludwig als momentan Schnellster

Nach ihm kamen noch zehn Starter und viele von ihnen mit Problemen. Erst Lucas Hart (SUI) konnte wieder eine neue Bestzeit vorlegen, diesmal nun bereits bei 4:30823 Minuten. Danach kamen noch die drei Besten des Seeding Runs, doch keiner konnte einen sauberen Lauf runterbringen und damit hieß der Gewinner Lucas Hart. Seriensieger wurde Felix Schumann (GER), der trotz Abwesenheit am Ende die meisten Punkte hatte.
In der Klasse Girls U17/U19 kam es zu einem Wimpernschlagfinale. Paula Zibasa ging als erste auf den Kurs und legte mit 5:05.672 Minuten die Richtzeit vor. Danach kam allerdings Ottilia Johansson Jones (GBR – Propain Gravity Juniors), die um zwei Tausendstelsekunden unterbieten konnte und mit dem Glück der Tüchtigen endlich mal wieder auf dem obersten Podestplatz stehen konnte. Man darf gespannt sein, wie sich die Saalbacherin im nächsten Jahr in der Lizenzkategorie im iXS Cup schlagen wird.

©Racement / Podium Tageswertung mit Paula Zibasa, Ottilia Johansson Jones und Johanna Illmer

Maxi Kuchling hatte erneut Probleme und auch mit einem geschwollenem Knie zu kämpfen, so dass für sie am Ende nur ein DNF herauskam. Aber die aus dem Nachbarort des Bikepark Schöneck kommende 16-Jährige hatte sicherlich vorher schon etwas gerechnet und gesehen, dass ihr der Seriensieg schon nicht mehr zu nehmen war.
In der U17 Klasse gewann Timo Hahn (GER – Hahn Racing) mit einer Zeit von 4:06.145 Minuten das Rennen und damit auch ziemlich souverän die Gesamtwertung. Bei der U19 lag im Gesamtklassement Nico Lamm (GER) in Führung und war auch Schnellster des Seeding Runs. Allerdings konnte er seine Leistung im Finale nicht abrufen und musste sich mit dem sechsten Platz zufriedengeben. Fabian Hußl (AUT – RSV Weer-Kolsass) sicherte sich hingegen den Tagessieg, wobei er in der Serienwertung keine Rolle spielte. Allerdings der Zweitplatzierte Vincent Schacherer (GER – MisterBike Mondraker) sahnte noch einmal ordentlich ab und konnte Nico Lamm damit fast noch gefährlich werden. Aber eben nur fast, denn Nico Lamms Vorsprung reichte, um den Platz als Seriensieger zu verlassen.
Danach gingen die letzten zwei Kategorien auf den Kurs. Als erstes die Pro U17, bei denen Marc Höll (AUT – RC Kreuzer Racing) der Gejagte der Serienwertung war. Der aus Obertaun stammende 16-Jährige konnte aber mit dem fünften Platz seine Führung in der Serienwertung verteidigen. Die lizenzierte U19 Klasse wurde von Marco Müller (GER – Bayern DML Team) gewonnen, gefolgt von Simon Maurer und Wessel van Hattum (NED – 2 Cycle/BSS Youth Syndicate).

©Racement / Wessel van Hattum kurz nach dem Start

Innsbruck hat auf jeden Fall einen anspruchsvollen Abschluss der Serie geliefert und konnte sicherlich auch beim Nachwuchs einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Saison ist nun vorüber und nun geht es erstmal in die verdiente Off-Season. Aber diese sollte nicht allzu lang untätig genutzt werden, denn im nächsten Jahr stehen wieder sechs Rennen im Specialized Rookies Cup presented by iXS auf dem Programm. Die Veröffentlichung der Termine wird wie immer Ende des Jahres erfolgen, also etwas Geduld ist noch nötig.

Merken

PM: NITRO CIRCUS kommt 2018 mit einer brandneuen Show nach Deutschland und in die Schweiz!

 

YOU GOT THIS TOUR 2018

04.12.2018 München  Olympiahalle 
07.12.2018 Zürich Hallenstadion

08.12.2018 Mannheim  SAP Arena 

 

Die größten Momente von Nitro Circus und einige seiner bahnbrechenden Stunts sind dem unerschütterlichen Spirit der Actionsportikone Travis Pastrana zu verdanken. Mit seiner mitreißenden Motivationsgabe spornt er seine Crew zu Höchstleistungen an und es gilt: „go big or go home“! Die neue You Got This Tour überbietet alle bisherigen Tricks von Travis und dem Team als größte, verrückteste und lustigste Show in der Geschichte von Nitro Circus.

Nitro Circus Live – USA Tour 2014

„Nitro Circus lässt mir freie Hand!“, erklärt Pastrana. „Ich werfe meine besten und meine absurdesten Ideen in eine gigantische zweistündige Show. Alles, was ich jemals live sehen wollte, setzen wir um. Euch erwarten noch größere, brandneue Rampen, noch verrücktere Stunts und vieles mehr. Es wird surreal und riskant werden. Und es könnte ein paar harte Landungen geben.“

Nitro Circus – Antwerp , Belgium 2016

„,You got this‘ ist mehr als eine Tour, es ist eine Lebenseinstellung“, macht Pastrana weiter deutlich. „Als Mannschaftskapitän von Nitro Circus ist es einer meiner Jobs mein Team zu inspirieren, um höher, schneller weiter zu kommen als sie dachten, kommen zu können. Manchmal mehr als sie sollten! Es ist eine Herausforderung, keine Frage! Aber es ist eine, für die wir leben!“ 

Nitro Circus – Japan 2017

Karten für die Shows gibt es ab sofort auf nitrocircus.com und ticketsmaster.de sowie an den bekannten Vorverkaufsstellen.

PM: Tempo, Tricks und Trails – so war’s diese Saison in Saalfelden Leogang

Ergebnisse für die Geschichtsbücher, jede Menge Speed, Adrenalin und Action sowie neue Trails – eine spannende Saison neigt sich in Saalfelden Leogang ihrem Ende zu. Saalfelden Leogang gehört definitiv zu den Hot Spots der Mountainbike-Szene, hier geben sich Downhill-Cracks, Slopestyle-Superstars und Freizeit-Biker die Klinke in die Hand – egal, ob bei Events wie dem White Style, dem Out of Bounds Festival, dem Biketember Festival oder fernab des Bikeparks Leogang auf neuen Trails wie dem Matzalm-Trail. Alte Bekannte wie Downhill-Legende Aaron Gwin, Youngster Valentina Höll oder Slopestyle-Asse Torquato Testa und Diego Caverzasi haben es in dieser Saison ordentlich krachen lassen und für diverse „Ahhh-Momente“ bei den Fans des Bike-Eldorados gesorgt. 

// Foto: Klemens König

Aaron Gwin (USA) – UCI Mountain Bike Downhill World Cup Sieger in Leogang 2011, 2015, 2016, 2017

Einige der besten Erinnerungen meiner bisherigen Karriere sind in Leogang entstanden, allen voran mein Chainless-Sieg in 2015. Ich habe hier schon viele Erfolge gesammelt und liebe einfach alles an diesem Ort. Die Kulisse ist einmalig, das Essen ist fantastisch und auch unser Hotel ist eines der besten der Saison. Der ‚Speedster‘ ist super flowig und extrem schnell, man muss also genau wissen, was man tut und sehr präzise fahren. Auch die Fans hier sind einfach der Hammer!

Tahnée Seagrave (GBR) – Siegerin UCI Mountain Bike Downhill World Cup in Leogang 2017

Hier in Leogang meinen ersten World Cup gewonnen zu haben, hat mir eine enorme Last von den Schultern genommen. Wurde auch höchste Zeit! Seitdem kann ich mich viel besser auf das Fahren an sich konzentrieren, ohne den Zwang, endlich einen World Cup gewinnen zu wollen. Das Coole an Leogang ist, dass parallel zum World Cup der 26TRIX Slopestyle stattfindet. Einfach krass, wie die Jungs da aufs Ganze gehen! Talente gibt’s in Leogang anscheinend auch genug – großartig, was Vali für Whips raushaut! Ich habe mitbekommen, dass sie mein Fan ist. Vielleicht sollte ich sie mal mit nach Wales nehmen, denn es gibt nichts Besseres als nach einem Regentag ordentlich zu shredden.

// Foto: Stefan Voitl

Torquato Testa (ITA) – Sieger White Style 2017

Ich bin super gern in Leogang. Die Kulisse mit den Leoganger Steinbergen ist einzigartig und einfach der Hammer! Außerdem ist es die einzige Destination, die mit dem White Style und dem 26TRIX gleich zwei FMB Events in einer Saison hält. Der White Style 2014 war mein erster Contest in Leogang und ich weiß noch genau, wie ich es nicht abwarten konnte die Schneesprünge zu tricksen! Auch der ‚Speedster’ World Cup Track reizt mich, aber vielleicht eher zum Spaß. Ich bin zu lahm, um mit den World Cup Jungs mitzuhalten! (lacht)

Diego Caverzasi (ITA) – Sieger 26TRIX 2016 und 2017

Bei einem Trip nach Leogang für 26TRIX ist eine gute Zeit vorprogrammiert! Das ganze Wochenende ist jedes Mal eine einzige Party mit den anderen Ridern. Der Kurs ist relativ kurz, was bedeutet, dass du bei jedem Jump deine krassesten Tricks raushauen musst, wenn du gewinnen willst. Deswegen fühlt es sich auch nirgendswo besser an, hier seinen besten Run hinzulegen, nervös auf die Scores der Judges zu warten und dann mit einem Podiumsplatz neben den Kumpels belohnt zu werden! Ob ihr es glaubt oder nicht, ich war jetzt schon sieben Mal in Leogang und kein einziges Mal hab ich die Gondel zum Gipfel genommen, um den Bikepark zu shredden. Höchste Zeit, hier mal Urlaub zu machen!

// Foto: Christoph Laue

Valentina Höll (AUT) – Siegerin iXS European Downhill Cup U17

In Leogang passt einfach alles, angefangen beim schnellen Lift und dem gratis Waschplatz bis hin zur genialen Weltcup-Strecke. Der ‚Speedster‘ ist ein idealer Mix aus vielen Elementen, mit vielen Highspeed- aber auch einigen technischen Sektionen und vielen Jumps – genau mein Ding! Dass das letzte Rennen des Europacups dieses Jahr hier in meinem Homespot und zudem auf einer Weltcup-Strecke stattfand, war schon etwas Besonderes! Auch dass ich an dem Tag die schnellste Zeit bei den Damen gefahren bin, war echt cool. Und das, obwohl mein Dad direkt vorher noch meine verletzten Finger getaped hat, nachdem ich im Training gegen einen Baum gefahren bin! (lacht)

// Foto: Rick Schubert

 

Markus Pekoll (AUT) – Österreichische Downhill-Größe, Europameister 2013, sechsfacher österreichischer Staatmeister

Leogang ist mir seit meinem ersten Rennen 2008 sehr ans Herz gewachsen. Ich mag die Leute hier, ihre positive Einstellung zum Mountainbiken, die Herzlichkeit mit der man hier empfangen wird. Ein wundervolles Gefühl! Ich wurde hier von Anfang an als Sportler gesehen und musste niemandem erklären, was ich eigentlich mache –  das hat mich extrem motiviert! Dementsprechend emotional war dann auch mein Abschiedsrennen. Ich stand am Start des ‚Speedster’ zum Finale des iXS Cups in Lederhosen und Hut, hab mich bei den Kommissaren bedankt und mir bewusst gemacht: Das war es nach diesem Lauf. Ich hab die ganze Fahrt extrem genossen, hatte sehr viel Spaß und hab mit einer enormen Zufriedenheit abgebremst im Ziel. Das ganze positive Feedback des letzten Monats zu meinem Abschied wurde vor Ort in Leogang einfach nochmal bestätigt und gab mir das Gefühl, verdammt, ich habe sehr viel richtig gemacht. Was am Ende bleibt, sind nicht die großen Erfolge, sondern wie man mit den Menschen ausgekommen ist. Vielen Dank Leogang, für die wunderbare Zeit! Auf weitere coole Tage hier in Saalfelden Leogang!

Alle, die nach einer action-reichen Saison 2017 immer noch nicht genug haben, haben noch ein paar Wochen Zeit, im Bikepark Leogang zum „Endspurt-Shredden“ zu gehen: Noch bis zum 15. Oktober ist die Asitzbahn in Betrieb, vom 16. Oktober bis 5. November geht’s mit der Steinbergbahn auf den Berg (eingeschränktes Streckenangebot). Bevor die Bikes für den Winter eingemottet werden, können sich Action-Junkies also nochmal ordentlich austoben. Damit hat der Bikepark Leogang von allen GravityCard-Bikeparks in dieser Saison am längsten geöffnet. Infos zu den Betriebszeiten hier.

Für einen „runden Rad-Urlaub“ gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie den Salzburger Hof, Rupertus, Bacher, Riederalm, Ritzenhof, Puradies und mama thresl sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer oder Sport 2000 Simon: http://www.saalfelden-leogang.com/de/unterkuenfte/unterkunftsliste/

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf: www.saalfelden-leogang.com oder www.facebook.com/SaalfeldenLeogang

Weitere News und Termine zum Bikepark Leogang gibt es auf: www.bikepark-leogang.com oder www.facebook.com/BikeparkLeogang

PM: Enduro World Series 2017 – Hill und Ravanel sind unsere neuen Weltmeister.

Zum fünften Mal fand die Enduro World Series in Finale Ligure (Italien) statt und lieferte einen fantastischen Abschluss der Saison.

Schon im Vorfeld waren alle Augen auf den Kampf um den Titel der Herren gerichtet. Ein direktes Kopf an Kopf Rennen zwischen der Legende SAM HILL (Chain Reaction Cycles Mavic) und dem jungen Franzosen ADRIEN DAILLY (Lapierre).

Sam führte den ganzen Tag , aber Adrien drängte ihn an seine Grenzen, sodass zwischenzeitlich nur noch 3.Sek. zwischen den beiden Fahrern lagen. Das hieß also: Spannung pur.

Am Ende jedoch spielten Hill´s stärken ihn in seine Karten und Platz 3 reichte, um seinen Titel ENDURO WORLD SERIES CHAMPION zu sichern.

Enduro World Series – Sam Hill

Sam Hill: “ Es waren echt harte Renntage, ich habe einfach versucht, sauber und konsequent eine gute Zeit zu fahren. Nächstes Jahr komme ich wieder und werde meinen Titel verteidigen.“

 

Absolut keine Überraschung gab es bei den Frauen. Wie bereits zuvor feststand, verteidigte CECILE RAVANEL(Commencal Vallnord Enduro Team) ihren Weltmeistertitel für ein weiteres Jahr.

Enduro World Series – Cecile Ravanel

Cecile Ravanel: „Ich bin so Glücklich, den Titel das zweite Jahr in Folge zu gewinnen, das bedeutet mit echt eine Menge. Es war ein super hartes Rennen. Aber der perfekte Weg, um die Saison zu beenden.“

 

Alle Ergebnisse und Bilder findet ihr natürlich unter: www.enduroworldseries.com

PM: Red Bull Hardline 2017 – Polygon UR – Sam Raynolds, Alex Fayolle

Am vergangenen Wochenende fand die 3. Ausgabe des Red Bull Hardline Races statt. Eines der wohl härtesten Rennen der Welt, mit absolut verrückten Jumps, Rocks und Drops. Und natürlich mit ein paar mutigen Fahrern.

 

Während Mick und Tracey eine wohlverdiente Pause genossen und Kenta Gallagher die letzte Runde von Finale Ligure vorbereitete, hatte das Team die Freude, Sam Reynolds außerhalb seiner Komfortzone zu sehen und auch das Vergnügen, Alex Fayolle wieder gesund auf dem Bike zu bestaunen.

Von anfänglich 23 Fahrern konnten sich am Ende nur 10 qualifizieren. Sam Reynolds schaffte es leider nicht in die Quali, aber er legte eine super Show mit einigen Tricks hin. Aus seiner Sicht war es einfach nur toll, Alex wieder in Form zu sehen mit einem großartigen 3. Platz in der Qualifikation.

 

Zum Finale jubelten tausende Zuschauer von den Seiten des Tracks und auch die Redbull TV live Übertragung lief hervorragend, was uns die Show sehr schätzen lies.Leider begann es zu Regnen, was die Bedingungen für die letzten Fahrer nicht einfacher machte. Auch Alex hatte das vergnügen im Regen und stürzte zwei mal, aber bevor er stürzte, hob er so richtig ab.

In unserem Sport ist es gut , Events wie diese zu sehen, welche uns an unsere Grenzen pushen, während sie uns gute Berichterstattungen liefern, wie das Sprichwort sagt: „Alle guten Dinge sind 3“, können wir es kaum erwarten, was wir im nächsten Jahr von Alex zu sehen bekommen.

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